Protein - Eiweiß

Trennkost ist eine von William Howard Hay zu Beginn des 20. Jahrhunderts[1] entwickelte Ernährungsform, bei der hauptsächlich eiweißhaltige und kohlenhydrathaltige Lebensmittel nicht gleichzeitig bei einer Mahlzeit gegessen werden. Es handelt sich um eine Diät, die von vielen als Methode zur Gewichtsreduktion angesehen wird. Nach der „Trennkostlehre“ darf generell fast alles gegessen werden, nur wenige Lebensmittel werden ausgenommen, z. B. Hülsenfrüchte. Es werden weder die Mengen noch die zugeführte Nahrungsenergie erfasst. Die der Trennkost zugrunde liegenden Theorien sind medizinisch aber mittlerweile widerlegt. In Deutschland wurde die Trennkost vor allem durch den Arzt Heinrich Ludwig Walb (1907–1992) bekannt gemacht.
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Ronald Schwab
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Protein - Eiweiß

Ungelesener Beitrag von Ronald Schwab » Do 30. Mai 2019, 12:00

Definition: Proteine (Synonym: Eiweiß) sind Molekülketten aus Aminosäuren. Je nach Anzahl der Aminosäuren spricht man von Peptid (eine Aminosäure), Oligopeptid (bis 10), Polypeptid (ab 10) oder eben Protein (ab 50). Der überwiegende Anteil der bekannten Proteine weist eine Länge von 50 bis 1000 Aminosäuren auf.
Ein Protein, umgangssprachlich Eiweiß (veraltet Eiweißstoff), ist ein biologisches Makromolekül, das aus Aminosäuren durch Peptidbindungen aufgebaut ist.
Myoglobin war das erste Protein, dessen räumliche Struktur durch Kristallstrukturanalyse aufgeklärt wurde.
Dieses Globin dient in Muskelzellen als Sauerstoffspeicher. Seine aus über 150 Aminosäuren aufgebaute Peptidkette mit α-Helices faltet sich kugelförmig zur räumlichen Proteinstruktur und hält eine Hämgruppe, an deren Eisenatom sich O2 anlagern kann.
Proteine finden sich in jeder Zelle und machen zumeist mehr als die Hälfte des Trockengewichts aus.[1] Sie dienen ihr als molekulare „Werkzeuge“ und erfüllen je nach der besonderen Struktur unterschiedliche Aufgaben, indem sie beispielsweise Zellbewegungen ermöglichen, Metabolite transportieren, Ionen pumpen, chemische Reaktionen katalysieren oder Signalstoffe erkennen können. Überwiegend aus Proteinen bestehen so auch Muskeln, Herz, Hirn, Haut und Haare.
Die Gesamtheit aller Proteine in einem Lebewesen, einem Gewebe, einer Zelle oder einem Zellkompartiment, unter exakt definierten Bedingungen und zu einem bestimmten Zeitpunkt, wird als Proteom bezeichnet.
Biologische Funktionen
Proteine können im Organismus folgende, sehr spezielle Funktionen haben:
Schutz, Verteidigung gegen Mikroorganismen
Toxine führen zur Lähmung von Beutetieren bei Schlangen, Skorpionen und Conotoxine in Kegelschnecken.
Antikörper (extern und intern) dienen zur Abwehr von Infektionen.
Körperstruktur, Bewegung
Kollagene, die bis zu 1/3 des gesamten Körperproteins ausmachen können, sind Strukturproteine der Haut, des Bindegewebes und der Knochen. Als Strukturproteine bestimmen sie den Aufbau der Zelle und damit letztlich die Beschaffenheit der Gewebe und des gesamten Körperbaus.
In den Muskeln verändern Myosine und Aktine ihre Form und sorgen dadurch für Muskelkontraktion und damit für Bewegung.
Keratinstrukturen wie Haare/Wolle, Hörner, Nägel/Klauen, Schnäbel, Schuppen und Federn
In diesen Lebensmittelgruppen sind viele proteinreiche Lebensmittel zu finden:
Fleisch.
Fisch.
Eier.
Milch und Milchprodukte.
Hülsenfrüchte.
Getreide.
Nüsse und Kerne.
Soja-Produkte.
Seidenfäden bei Spinnen und Insekten
Stoffumsatz (Metabolismus), Transport, Signalfunktion
Enzyme übernehmen Biokatalysefunktionen, d. h., sie ermöglichen und kontrollieren sehr spezifische (bio)chemische Reaktionen in Lebewesen.
Als Ionenkanäle regulieren Proteine die Ionenkonzentration in der Zelle, und damit deren osmotische Homöostase sowie die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln.
Als Transportproteine übernehmen sie den Transport körperwichtiger Substanzen wie z. B. Hämoglobin, das im Blut für den Sauerstofftransport zuständig ist, oder Transferrin, das Eisen im Blut transportiert.
In Zellmembranen befinden sich Membranrezeptoren; meist Komplexe aus mehreren Proteinen (auch Multiproteinkomplexe genannt), die Substanzen außerhalb der Zelle erkennen und binden. Dadurch ergibt sich eine Konformationsänderung, die dann als Transmembransignal im Innern der Zelle erkannt wird.
Manche (meist kleinere Proteine) steuern als Hormone Vorgänge im Körper.
Als Blutgerinnungsfaktoren verhindern die Proteine einerseits einen zu starken Blutverlust bei einer Verletzung eines Blutgefäßes und andererseits eine zu starke Gerinnungsreaktion mit Blockierung des Gefäßes.
Auto-fluoreszierende Proteine in Quallen.
Reservestoff
Als Reservestoff kann der Körper Proteine im Hungerzustand als Energielieferanten verwenden. Dabei können die in Leber, Milz und Muskeln gespeicherten Proteine nach Proteolyse und Abbau der entstehenden Aminosäuren zu Pyruvat entweder zur Glukoneogenese oder direkt zur Energiegewinnung genutzt werden.
Mutationen in einem bestimmten Gen können potentiell Veränderungen im Aufbau des entsprechenden Proteins verursachen, woraus sich folgende mögliche Auswirkungen auf die Funktion ergeben:
Die Mutation bewirkt einen Verlust in der Proteinfunktion; solche Fehler mit teils vollständigem Wegfall der Proteinaktivität liegen vielen erblichen Krankheiten zugrunde.
Die Mutation bewirkt bei einem Enzym die Erhöhung der Enzymaktivität. Dies kann vorteilhafte Wirkung haben oder ebenfalls zu einer Erbkrankheit führen.
Trotz der Mutation bleibt die Funktion des Proteins erhalten. Dies wird als stille Mutation bezeichnet.
Die Mutation bewirkt eine funktionelle Veränderung, die vorteilhaft für die Zelle, das Organ oder den Organismus ist. Ein Beispiel wäre ein Transmembranprotein, das vor der Mutation nur in der Lage ist, den stoffwechselbaren Metaboliten A aufzunehmen, während nach der Mutation auch der Metabolit B regulierbar aufgenommen werden kann und sich dadurch z. B. die Nahrungsmittelvielfalt erhöht.
Welche Lebensmittel haben viele Proteine?
Rindfleisch mager. Mageres Rindfleisch (Filet, Hüftsteak, Oberschale) liefert dir 26 g Proteine pro 100 g Fleisch. ...
Erdnüsse. Im direkten Vergleich liegt der Proteingehalt, mit 26 g auf 100 g, noch vor dem von Mandeln, Cashews und Walnüssen. ...
Seitan (Steak) ...
Kürbiskerne. ...
Thunfisch (im eigenen Saft)
Putenfleisch leistet einen wertvollen Beitrag zu einer proteinreichen Ernährung und enthält pro 100 Gramm etwa 21 Gramm Eiweiß. ... In Bezug auf Käse können Sorten auf Sauermilchbasis wie Harzer punkten, da sie viel Kalzium und Proteine, aber wenig Fett enthalten.
Die 10 besten eiweißreichen Lebensmittel zum Abnehmen:
1. Thunfisch. Dieser Meeresbewohner hat es in sich: Eine 150 Gramm Dose Thunfischfilet (im eigenen Saft) enthält mehr als 30 Gramm Proteine, aber kaum Fett und Kohlenhydrate. ...
2. Eier
3. Hühnchen
4. Hülsenfrüchte
5. Tofu
6. Fettarmer Joghurt
7. Hüttenkäse
8. Mandeln
1. Brunnenkresse. Brunnenkresse gehört zu den Spitzenreitern in Sachen Eiweiß- und Nährstoffgehalt
2. Kidneybohnen. 24 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm und 58 Prozent Proteinkalorien bringen getrocknete Kidneybohnen mit sich!
3. Champignons
4. Spinat
5. Senfblätter
6. Gartenbohnen
7. Kopfsalat
8. Sojabohnen
https://de.wikipedia.org/wiki/Protein
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Re: Protein - Eiweiß

Ungelesener Beitrag von Ronald Schwab » Mi 20. Nov 2019, 11:50

Eiweiß: Warum sind Proteine so wichtig für unsere Ernährung?
Unser Körper könnte ohne Eiweiße und Aminosäuren nicht existieren. Wir benötigen Proteine für den Muskelaufbau, den Hormonhaushalt und für Enzyme. Doch wie viel Eiweiß ist gesund und auf welche eiweißreichen Lebensmittel sollten wir zurückgreifen?
von Andra Schmidt, ErnährungswissenschaftlerinAktualisiert: 16.04.2019
Proteine, Eiweiß, Aminosäuren, eiweißreiche Lebensmittel, wie viel Eiweiß am Tag, ist viel Eiweiß schädlich
Inhalt
Was genau ist Eiweiß?
Proteine: Diese Funktionen haben sie im Körper
Wieviel Eiweiß brauchst du pro Tag?
Ist zu viel Eiweiß schädlich?
Das sind die besten Eiweißlieferanten
Gesunde Ernährung mit Eiweiß
Ohne Eiweiß geht nichts: Wir benötigen den wichtigen Makronährstoff – neben Fett und Kohlenhydraten – um zu leben. Unsere Muskeln, Haare, Haut, unser Herz und Gehirn bestehen zum größten Teil aus Proteinen.
Eiweiße sind für lebensnotwendige Funktionen im Körper verantwortlich.
Daher ist es umso wichtiger, dass wir täglich eine bestimmte Mindestmenge an Eiweiß aus pflanzlichen sowie tierischen Lebensmitteln in unsere Ernährung mit einbeziehen. Aber gibt es eigentlich ein Zuviel an Eiweiß?
Was genau ist Eiweiß?
Die wissenschaftliche Bezeichnung Protein bedeutet so viel wie „das Erste“ oder „das Wichtigste“. Proteine bzw. Eiweiße sind langkettige Aminosäuren.
Neun der 20 Aminosäuren kann unser Körper nicht selbst produzieren. Sie werden auch essentielle Aminosäuren genannt, da sie lebensnotwendig sind und ausschließlich über die Nahrung aufgenommen werden können.
Die 9 essentiellen Aminosäuren: Was sie bewirken und in welchen Lebensmitteln sie stecken
Isoleucin liefert dem zentralen Nervensystem verschiedene Botenstoffe. Zudem ist es wichtig für den Muskelaufbau. Lebensmittel mit erhöhter Konzentration: Cashewnüsse, Erdnüsse, Linsen, Erbsen, Käse, Rind- und Hähnchenfleisch.
Leucin, die Fitness-Aminosäure. Leucin ist mitverantwortlich für den Muskelaufbau, Erhalt der Muskelatur, wirkt als Energiespender und hält unseren Blutzuckerspiegel konstant.
Leucin steckt in Linsen, Sojabohnen, Erbsen, Kürbiskernen, Walnüssen, Cashewnüssen, Käse und Eiern.
Lysin fördert die Zellteilung und das Knochenwachstum. In Zusammenarbeit mit anderen Aminosäuren fördert es die Bildung von Kollagen – verantwortlich für das Bindegewebe.
Lysin ist in Kürbiskernen, Linsen, Kichererbsen, Buchweizen, Vollkornprodukten, Haferflocken, Käse, Tofu und Eiern enthalten.
Methionin wird in erster Linie für die Produktion der nicht essentiellen Aminosäure Cystein benötigt. Zudem ist es wichtig für den Ablauf verschiedener Stoffwechselabläufe.
In diesen Lebensmitteln steckt Methionin: Paranüsse, Sesam, Sojabohnen, Eier, Erbsen, Walnüsse, grünes Blattgemüse (z.B. Spinat) und Brokkoli
AminosäurenSchöne Haut, Haut, schöne Nägel – und noch viel mehr!
Phenylalanin wird in der Leber zu Tyrosin umgewandelt – ebenfalls essentiell, da wir es nicht selbst bilden können. Tyrosin wird für die Bildung von unterschiedlichen Hormonen, beispielsweise Schilddrüsenhormone und Adrenalin, benötigt.
Besonders häufig kommt Phenylalanin in Gemüse – allen voran Soja, Möhren und Tomaten – und in Nüssen und Weizenkeimen vor.
Aber auch Milchprodukte, Fleisch und Fisch sind reich an Phenylalanin. Ein Phenylalanin-Mangel, der durch Fehlernährung oder lang anhaltenden Stress ausgelöst wird, kann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen.
Threonin kann vom Körper zu Glycin umgewandelt werden, welches die Nerven beruhigt. Des Weiteren unterstützt die Aminosäure den Knochenaufbau und die Bildung von Antikörpern, um das Immunsystem zu schützen. Threonin findet man in Papayas, Möhren und Spinat.
Tryptophan ist für seine stimmungsaufhellende, beruhigende Wirkung bekannt, da der Körper diese Aminosäure zu Serotonin umwandelt – das Glücks- und Wohlfühlhormon.
Zudem begünstigt Tryptophan einen ruhigen Schlaf, da überschüssiges Serotonin wiederum in Melatonin umgewandelt wird, welches unseren Schlafrhythmus beeinflusst.
In diesen Lebensmitteln steck Tryptophan: Sojabohnen, Cashewnüsse, Haselnüsse, Kürbiskerne, Kakaopulver, Haferflocken und Eier.
Valin reguliert den Blutzuckerspiegel, liefert verschiedene Botenstoffe an unser Gehirn und stärt das Immunsystem. Wo steckt Valin drin? In Dinkelmehl, Haferflocken, Thunfisch, Hefe, Eiern, Käse und Hähnchenfleisch.
Proteine: Diese Funktionen haben sie im Körper
Da jede einzelne Körperzelle aus Proteinen besteht, übernehmen Proteine eine Vielzahl an Funktionen im menschlichen Körper. Sie sind Bausteine beispielsweise von Sehnen, Knochen, Knorpeln und Muskeln.
Außerdem:
Proteine bilden fast alle Enzyme sowie einige Hormone
Nur durch Proteine, egal ob pflanzlich oder tierisch, können wir Eisen im Körper aufnehmen
Antikörper des Immunsystems bestehen zu einem großen Teil aus Proteinen – daher sind Eiweiße wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern
Sie sind verantwortlich für die Gesundheit von Nägeln, Haut und Haaren
Die Zufuhr von Eiweiß ist notwendig, um defekte Zellen zu reparieren. Fehlen bestimmte essentielle Aminosäuren, könnten unser Hormonhaushalt, unser Immunsystem, unsere Haut usw. leiden. Wir sind anfälliger für Infekte.
Zusätzlich funktionieren Eiweiße als Transportproteine für Fette (Lipoproteine) oder für Sauerstoff (Hämoglobin).
Zwei der wichtigsten Funktionen
1. Eiweißreiche Ernährung hilft beim Abnehmen
Proteine liefern zwar weniger Kalorien als Alkohol (7 kcal/g) oder Fett (9 kcal/g), haben aber genauso viele wie Kohlenhydrate: 4 Kilokalorien pro Gramm.
Doch sie werden ganz anders verstoffwechselt: Von 100 Kalorien aus Eiweiß, die wir verzehren, werden bis zu 24 allein für die Verdauung verbraucht, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Man spricht auch vom thermischen Effekt.
Proteine kurbeln den Stoffwechsel an und verbrennen bei ihrer Verdauung bereits Kalorien. Fast ein Viertel der Nahrungsenergie der Proteine verpufft also, ohne auf unseren Hüften zu landen.
Zudem halten Proteine das Sättigungsgefühl länger aufrecht. Ein großes Steak zum Beispiel beschäftigt unseren Magen vier bis acht Stunden lang. Der gefüllte Bauch sendet währenddessen ans Gehirn Sättigungssignale.
Im Gegensatz zu Pasta, Kuchen oder Burger kommt nicht so schnell wieder Hunger auf.
Außerdem enthalten manche Proteine Aminosäuren (Tryptophan und Tyrosin), die an der Bildung sättigender Hirnbotenstoffe (z.B. Ghrelin) beteiligt sind.
SporternährungProteine vor oder nach dem Training – was ist besser?
2. Proteine sind wichtig für den Muskelaufbau
Ohne Eiweiß keine Muskulatur. Ein Muskel besteht zu 20 Prozent aus Eiweiß. Während Kohlenhydrate und Fette wichtige Energielieferanten für die Muskelarbeit sind, ist die Zufuhr von Proteinen notwendig, um die bestehende Muskelmasse zu erhalten, aufzubauen oder nach dem Training zu reparieren.
Stichwort Training: Natürlich benötigst du Krafttraining, um Muskelmasse gezielt aufzubauen. Für den gezielten Muskelaufbau empfiehlt das Institut fur Sporternährung einen täglichen Eiweißbedarf von 1,2 bis 1,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
Bewegen wir uns in Richtung Bodybuilding, dann wird eine Proteinzufuhr von 2,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen.
Wieviel Eiweiß brauchst du pro Tag?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einem gesunden Erwachsenen eine tägliche Eiweißzufuhr von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, um nicht unter Eiweißmangel zu leiden.
In Summe ausgedrückt: Eine 70 Kilogramm schwere Person sollte 56 Gramm Protein pro Tag zu sich nehmen. Das entspricht bei drei Mahlzeiten am Tag etwa 18 Gramm pro Mahlzeit.
Demnach sollten unsere Mahlzeiten stets zu 15 bis 25 Prozent aus Proteinen bestehen.
Das bedeutet: Mit dieser gesundheitlichen Mindestempfehlung lässt sich noch keine Muskelmasse aufbauen, es wird sichergestellt, dass alle lebensnotwendigen Funktionen im Körper nach wie vor ablaufen können – Organe und Immunsystem bleiben somit intakt.
Zudem unterscheiden sich die Referenzwerte für folgende Gruppen:
Sportler benötigen 1,2 bis 1,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht
Schwangere bis zu 1,2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht
Ältere und kranke Menschen benötigen 1,2 bis 1,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht, um die Mobilität und Funktion ihrer Muskulatur zu erhalten
Bei Übergewicht (BMI > 25 kg/m2) sollte das Normalgewicht für die Berechnung verwendet werden. Beispiel: Das Normalgewicht für eine 165 cm große Frau liegt zwischen 55 und 60 Kilogramm.
Wiegt eine Frau 75 Kilo bei einer Größe von 165 cm, dann dürfte sie maximal 44 bis 53 Gramm Eiweiß pro Tag aufnehmen
Bild zum Thema
Gesunde ErnährungIsst du genug Proteine?
Ist zu viel Eiweiß schädlich?
Durch eine ausgewogene Ernährung wird die empfohlene Proteinzufuhr sehr gut abgedeckt.
Ein Beispiel: Ein 60-Gramm-Hühnerei (Größe M) enthält ca. 8 g Eiweiß. 100 g Magerquark punktet mit 14 Gramm. Ein spielkartengroßes 100 Gramm schweres Steak liefert 24 Gramm Eiweiß.
Die meisten Menschen nehmen demnach etwas mehr Eiweiß als die empfohlene Tageszufuhr zu sich. Allerdings muss man verdeutlichen, dass der von der DGE empfohlene Referenzwert bewusst etwas niedriger angesetzt ist.
Eine Studie bestätigte, dass eine erhöhte Proteinaufnahme für gesunde Menschen nicht schädlich ist. Es zeigte sich nur, dass die Niere bis zu sieben Tage benötigte, sich dem erhöhten Proteinwert (1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht) anzupassen.
Die überschüssigen Aminosäuren, die der Körper nicht mehr benötigt, werden unter anderem zu Harnstoff umgewandelt und über die Nieren wieder ausgeschieden.
Gesunde Nieren werden durch einen Eiweiß-Überschuss nicht geschädigt.
Allerdings sollten wir bei einer höheren Eiweißaufnahme genügend Flüssigkeit zu uns nehmen, um die Nieren zu unterstützen und den entstandenen Harnstoff über den Urin wieder auszuscheiden.
Bei Nierenerkrankungen empfehlen Ärzte und Ernährungsmediziner, die Eiweißaufnahme zu drosseln.
Das sind die besten Eiweißlieferanten
Proteinreiche Lebensmittel sind für eine gesunde und ausgewogene Ernährung von hoher Bedeutung. Sie helfen dir nicht nur, schneller dein Idealgewicht zu erreichen und länger satt zu bleiben, sondern regulieren ebenfalls deinen Stoffwechsel, Muskelaufbau sowie Fettabbau.
Unbeliebte Heißhungerattacken, ständiger Appetit und der gefürchtete Jojo-Effekt bleiben aus.
Das sind die 10 eiweißreichsten Lebensmittel auf 100 Gramm
Lebensmittel Eiweiß pro 100 g
Sojaflocken 40 g
Parmesan 38 g
Hanfsamen 37 g
Harzer Käse 30
Serrano Schinken 30
Rindfleisch mager 26
Erdnüsse 26
Seitan (Steak) 25
Kürbiskerne 24
Thunfisch (im eigenen Saft) 23
Weitere Lebensmittel mit hohem Proteingehalt
Neben den Lebensmitteln, die in der „Top Ten“- Liste gelandet sind, gibt es noch viele weitere, die sich ebenfalls perfekt für eine eiweißreiche Ernährung eignen – wie Hülsenfrüchte, Chiasamen, Tofu, Hähnchenfleich, Seelachs, Hüttenkäse und Ei.
Ausführliche Tabellen mit Lebensmitteln und deren Proteingehalt findest du im FIT FOR FUN-Artikel "Eiweißlieferanten".
https://de.wikipedia.org/wiki/Fit_for_Life
Vegane Proteinquellen: Das sind die besten
Solltest du dich vegan ernähren, kannst du auf sehr viele pflanzliche Eiweißlieferanten zurückgreifen.
Ein Eiweißmangel – wie häufig behauptet – kann somit nicht entstehen. Im Gegenteil: Vegane Proteinquellen liefern, neben dem hohen Eiweißgehalt, auch viele gute Vitamine und Mineralstoffe.
Gesunde Ernährung mit Eiweiß
Nicht alle Lebensmittel lassen sich vom menschlichen Körper gleich verwerten. Es kommt also nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität des über die Nahrung zugeführten Eiweißes an.
Die Eiweißqualität ist von der biologischen Wertigkeit abhängig. Diese gibt an, wie viel Gramm Körperprotein aus 100 Gramm „Nahrungsprotein“ gebildet werden kann.
Demnach die Regel: Je höher die biologische Wertigkeit, desto besser kann das Protein aus Lebensmitteln in körpereigenes Protein umgewandelt und z.B. für den Muskelaufbau verwendet werden.
Als Referenzwert wird das Vollei (Eigelb inklusive Eiweiß) verwendet, dessen biologische Wertigkeit 100 beträgt.
Netter Sidefact: Das Eigelb hat einen höheren Proteingehalt als das Eiklar.
Tabelle: Eiweißreiche Lebensmittel mit ihrer biologischen Wertigkeit
Lebensmittel Biologische Wertigkeit
Vollei 100
Thunfisch 92
Eiklar 88
Schweinefleisch 85
Edamer Käse 85
Rindfleisch 84
Soja 84
Kuhmilch 82
Magerquark 81
Geflügel 80
Forelle/Kabeljau/Lachs 75
Linsen 60
Erbsen 59
Quelle: Akademie für Sport und Gesundheit
Das beste Baumaterial für die Muskeln kommt aus Lebensmitteln, deren Struktur dem Körperprotein sehr ähnlich ist. Grundsätzlich gilt, dass tierische Eiweißquellen hochwertiger sind als pflanzliche, da sie mehr lebensnotwendige Aminosäuren enthalten.
Die höchste Eiweißqualität eines einzelnen Lebensmittels besitzt das Hühnerei – noch vor Fleisch und Fisch. Die Eiweißqualität des pflanzlichen Sojaeiweißes liegt im Bereich von Milch und Käse.
Das Institut für Sporternährung weist zudem darauf hin, dass „die Kombination aus pflanzlichen und tierischen Eiweißquellen die Eiweißqualität für den Körper deutlich erhöht“.
Dabei sollte die Aufnahme von pflanzlichen Lebensmitteln die Hälfte der gesamten Eiweißzufuhr am Tag abdecken.
Für eine ausgewogene Ernährung sollten wir bei unseren drei Hauptmahlzeiten diese prozentuale Zusammensetzung anstreben:
15–25 % Proteine
30 % Fett
45–55 % Prozent Kohlenhydrate
Eiweißbetonte Rezepte
Proteinhaltige Sattmacher
Kombination aus Eiweiß und Kohlenhydraten: ein Muss für Muskeln
Auch wenn Proteine der Aufbaustoff für die Muskeln sind, solltest du nicht vergessen, vor dem Training ausreichend Kohlenhydrate zu essen. Denn diese liefern hauptsächlich schnell verfügbare Energie, die du bei einem Krafttraining benötigst.
In diesem Sinne haben Kohlenhydrate auch eine muskelschonende Wirkung, weil das Körperprotein nicht als Energiequelle herangezogen werden muss.
Am besten sind Kombinationen aus Vollkornprodukten, ein bisschen Obst und einem Milchprodukt beispielsweise ein Mix aus Magerquark, Haferflocken und Banane.
Möglichst bald nach dem Training ist ebenfalls eine Proteine-Kohlenhydrate-Kombi zur Förderung der Regeneration und des Muskelaufbaus wichtig.
Die beste Lebensmittelkombination mit der höchsten biologischen Wertigkeit sind 34 Prozent Vollei (Rührei, hart gekochtes etc.) plus 66 Prozent Kartoffeln – zusammen ergeben sie eine Wertigkeit von 136.
Ronald Johannes deClaire Schwab
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