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ULC Communitie ★ Forum ★ Staff Diskussionen ★ Infos / Dialog, Epilog und Referat
« Letzter Beitrag von Ronald am Juni 10, 2021, 06:03:45 Nachmittag »
EINE SICHT DES LEBENS

INHALT
IST ES MÖGLICH, GLÜCKLICH ZU SEIN?
DIE WAHRE GESCHICHTE DER TOLOGY
ZWEI REGELN FÜR EIN GLÜCKLICHES LEBEN
WAS IST DAS GRUNDLEGENDE GEHEIMNIS?
DIE SUCHE DES MENSCHEN NACH SEINER SEELE
DAS MOTIV
WAS IST WISSEN?
DIE UMSTÄNDE DES DASEINS
DIE MYTHEN DES MINDS
WIE MAN MIT KINDERN LEBT
ÜBER DIE EHE
DER MENSCH, DER ERFOLG HAT
DER TOD DES BEWUSSTSEINS
DIE BETONUNG LIEGT AUF FÄHIGKEIT
EHRLICHE MENSCHEN HABEN AUCH RECHTE
AKZEPTIERUNGSNIVEAU
KONFRONTIEREN
ZUM THEMA ORDNUNG SCHAFFEN
ÜBER DEN CHARAKTER DES MENSCHEN
VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT
DAS SPIELEN DES SPIELS
FREIHEIT KONTRA GEFANGENSEIN
GERECHTIGKEIT
DIE VOKABULARE DER WISSENSCHAFT
WIE MAN EINE WISSENSCHAFT STUDIERT
DER MENSCHLICHE MIND
DIE AUFZEICHNUNGEN DES MINDS SIND DAUERHAFT
KOMMUNIKATION
GLOSSAR

IST ES MÖGLICH, GLÜCKLICH ZU SEIN?
Ist es möglich, glücklich zu sein?
Sehr viele Menschen fragen sich, ob die Hälfte von uns in dieser modernen, hetzenden Welt überhaupt existiert.
Sehr oft kann eine Person eine Million Dollar haben, kann alles besitzen, was ihr Herz anscheinend begehrt – und dennoch ist sie unglücklich. Nehmen wir z.B.
jemanden, der sein ganzes Leben gearbeitet hat; er hat schwer gearbeitet und eine grosse Familie aufgezogen.
Er hat sich auf jene Zeit seines Lebens gefreut, wo er sich endlich zur Ruhe setzen kann, glücklich und fröhlich sein kann und eine Unmenge Zeit haben wird für all die Dinge, die er immer tun wollte; dann sehen wir ihn, nachdem er sich zur Ruhe gesetzt hat, und – ist er glücklich?
Nein. Er sitzt da und denkt an die guten alten Tage, als er schwer arbeitete.
Unser Hauptproblem im Leben ist Glücklichsein, aber ich werde Ihnen gleich mehr dazu sagen.
Die Welt mag vielleicht oder vielleicht auch nicht als eine glückliche Welt geplant sein.
Vielleicht ist es für Sie nicht möglich, in dieser Welt glücklich zu sein, und trotzdem haben fast alle von uns das Ziel, über ihr Dasein glücklich und fröhlich zu sein.
Wie Sie wissen, schauen wir sehr oft auf die Welt um uns herum und stellen fest, dass niemand hier glücklich sein könnte.
Wir sehen das schmutzige Geschirr im Abwaschbecken, das Auto, das eine neue Lackierung braucht, und die Tatsache, dass wir eine neue Gasheizung benötigen.
Wir brauchen einen neuen Mantel, neue Schuhe, oder wir wollen einfach nur bessere Schuhe. Folglich, wie könnte irgend jemand überhaupt glücklich sein, wenn man in Wirklichkeit nicht alles haben kann, was man möchte?
Man ist nicht imstande, all die Dinge zu tun, die man gerne tun möchte, und daher erlaubt diese Umgebung einer Person nicht, so glücklich zu sein, wie sie sein könnte.
Nun, ich möchte Ihnen etwas Komisches sagen – zahlreiche Philosophen haben dies viele, viele Male gesagt – aber die Wahrheit in dieser Sache ist, dass alles Glück, das Sie jemals finden, in Ihnen selbst liegt.
Erinnern Sie sich, als Sie vielleicht fünf Jahre alt waren: Sie gingen hinaus in den Morgen und sahen den Tag an, und es war ein sehr, sehr schöner Tag.
Sie schauten auf die Blumen, und es waren sehr schöne Blumen.
Fünfundzwanzig Jahre später stehen Sie am Morgen auf, schauen auf die Blumen – sie sind verwelkt. Der Tag ist kein glücklicher Tag.
Nun, was hat sich verändert? Sie wissen, es sind die gleichen Blumen, es ist die gleiche Welt.
Etwas muss sich verändert haben; wahrscheinlich waren Sie es. Ein kleines Kind bezieht tatsächlich sein ganzes »Wie« des Lebens aus der Anmut, die es dem Leben verleiht. Es weht einen Zauber auf die Dinge und lässt draussen in der Gesellschaft alle möglichen interessanten Dinge entstehen.
Hier sieht man diesen grossen, starken Kerl auf seinem Eisenross die Strasse hinauf – und hinunterreiten, und Junge, was gäbe er darum, ein Polizist zu sein. Jawohl!
Er wäre unheimlich gern Polizist. Und fünfundzwanzig Jahre später schaut er auf den Polizisten, der die Strasse hinauf – und hinunterfährt, überprüft seinen Tacho und sagt: »Diese verdammten Bullen!«
Nun, was hat sich hier verändert? Hat sich der Polizist verändert?
Nein. Nur die Einstellung ihm gegenüber. Die Lebenseinstellung einer Person macht jeden erdenklichen Unterschied in ihrem Leben aus. Sie wissen, dass Sie nicht tausend alte Bücher zu studieren brauchen, um diese Tatsache zu entdecken. Aber manchmal muss wieder darauf hingewiesen werden – das Leben verändert sich nicht so sehr wie Sie.
Vielleicht gab es einmal eine Zeit, als Sie daran dachten, verheiratet zu sein, ein schönes Heim und eine hübsche, kleine Familie zu haben.
Alles wäre bestens. Der Ehemann käme nach Hause, Sie würden das Abendessen servieren, und jeder wäre mit allem glücklich und dann haben Sie geheiratet und möglicherweise entwickelte es sich nicht ganz so. Irgendwie kommt er spät nach Hause, er hatte einen Streit mit dem Chef, und er fühlt sich nicht gut. Er möchte nicht ins Kino gehen, und er sieht nicht ein, dass Sie überhaupt irgendwelche Arbeit haben – schliesslich sitzen Sie den ganzen Tag zu Hause und tun nichts – , und Sie wissen,
dass auch er nichts arbeitet. Er wird nicht mehr im Haus gesehen. Er ist weg. Später am Abend kommt er zurück, und darüber könnte ein ganz schöner Streit ausbrechen.
In Wirklichkeit arbeiten sie beide ziemlich hart. Nun gut, was machen wir mit solch einer Situation?
Machen wir einfach mit der Ehe Schluss?
Oder zünden wir das ganze Haus an?
Oder werfen wir alles in die Mülltonne?
Oder zu Mutter nach Hause gehen?
Oder was machen wir?
Nun, es gibt sehr viele Dinge, die wir tun könnten, und das Geringste davon ist, einen Blick auf die Umgebung zu werfen.
Schauen Sie sich einfach um und sagen Sie: „Wo bin ich? Was tue ich hier?“
Dann, nachdem Sie herausgefunden haben, wo Sie sind, versuchen Sie herauszufinden, wie Sie das ein bisschen wohnlicher machen können.
Von dem Tag an, an dem Sie aufhören, Ihre eigene Umwelt aufzubauen, an dem Sie aufhören, die Dinge mit einem Zauber zu umgeben und allem um Sie herum mit Zauber und Schönheit Anmut zu verleihen, hören Dinge auf, zauberhaft zu sein, hören Dinge auf, schön zu sein.
Andere Menschen suchen das Glück auf verschiedenen Wegen. Sie suchen es hektisch, als sei es eine Art Mechanismus, der existiert – vielleicht ist es eine kleine Maschine,
vielleicht hat man sie im Schrank abgestellt, vielleicht liegt das Glück unten an der nächsten Strassenecke oder irgendwo anders.
Sie suchen nach etwas, aber das Merkwürdige ist, sie finden nur dann jemals etwas, wenn sie es vorher dort hinsetzen.
Nun, dies klingt nicht sehr einleuchtend, aber es ist sehr wahr. Jene Menschen, die über das Leben unglücklich geworden sind, sind einzig und allein deshalb über das Leben unglücklich, weil das Leben nicht mehr von ihnen erschaffen wird. Hier haben wir den einzigen Unterschied zwischen Menschen.
Wir erleben hier ein menschliches Wesen, das unglücklich ist, dem es elend geht, das im Leben nicht vorankommt, das krank ist und welches keine Freude sieht. Das Leben handhabt, kontrolliert,
verändert und gestaltet diesen Menschen.
Dann haben wir jemanden, der glücklich ist, der fröhlich ist, der stark ist, der an den meisten Dingen Vergnügen findet – und was entdecken wir bei dieser Person?
Wir finden heraus, dass sie das Leben gestaltet.
In Wirklichkeit gibt es hier einen einzigen Unterschied: Gestalten Sie das Leben, oder gestaltet das Leben Sie.
Bei sorgfältiger Untersuchung werden Sie erkennen, dass eine Person aufgehört hat, das Leben zu gestalten, weil sie selbst beschlossen hat, dass das Leben nicht gestaltet werden kann. Ein Versagen, irgendein kleines Versagen – vielleicht nicht mit der gleichen Klasse die Schule abzuschliessen, oder vielleicht jener Misserfolg, nicht den ersten Mann oder die erste Frau zu heiraten, die man traf und die begehrenswert schienen, oder vielleicht der Fehlschlag, ein Auto verloren zu haben, oder einfach irgendeine kleine Sache im Leben – verursachte diese Einstellung. Eines Tages sah sich jemand um und sagte: »Ja, ich hab’ verloren.« Und danach gestaltet das Leben ihn.
Er gestaltet das Leben nicht mehr.
Das wäre nun eine sehr kritische Situation, könnte nichts dagegen getan werden; aber Tatsache ist, dass dies das leichteste Problem aller Probleme ist, denen der Mensch ins Auge sieht – sich selbst und die Einstellung der ihn umgebenden Personen zu ändern.
Es ist sehr, sehr einfach, jemandes Einstellung zu ändern. Dennoch sind Sie völlig abhängig von anderer Leute Einstellungen – jemandes Einstellung Ihnen gegenüber kann den Erfolg oder Misserfolg Ihres Lebens bestimmen. Ist Ihnen je der Gedanke gekommen, dass Ihr Zuhause durch die Einstellung, die der andere Ihnen gegenüber hat,  zusammengehalten wird?
Es gibt hier also tatsächlich zwei Probleme – Sie müssten zwei Einstellungen ändern: Ihre Einstellung jemand anderem gegenüber und die Einstellung der anderen Ihnen gegenüber.
Nun, gibt es Methoden, um das zu erreichen? Ja, glücklicherweise gibt es sie.
Viele, viele Jahrhunderte lang hat der Mensch sich nach dem Wissen gesehnt, wie er seine eigene Meinung und den eigenen Zustand sowie die Meinung und den Zustand seiner
Mitmenschen verändern kann. Tatsächlich hatte sich die Neigung des Menschen dazu bis vor relativ wenigen Jahren zunehmend vergrössert. Aber wir machen die Welt zu einer sich sehr schnell bewegenden Welt. Wir machen die Welt zu einer Welt, wo jederzeit Zauberei möglich ist – und geschieht.
Der Mensch versteht jetzt sehr viel vom Universum, in dem er lebt, was er vorher nie verstanden hatte. Zu den Dingen, die er jetzt versteht, gehört der menschliche Geist.
Der menschliche Geist ist kein ungelöstes Problem. Die Psychologie des 19. Jahrhunderts löste das Problem nicht, aber das bedeutet nicht, dass es nicht gelöst worden ist.
In neuerer Zeit ereignen sich überall in diesem Land und auf anderen Kontinenten der Erde die interessantesten Wunder. Woraus bestehen diese Wunder? Sie bestehen daraus, dass Menschen gesund werden, die zuvor krank waren, unheilbar krank.
Sie bestehen daraus, dass Menschen, die unglücklich waren, wieder glücklich werden. Sie bestehen aus der Abschaffung der Gefahr, die vielen Krankheiten und vielen Zuständen des Menschen innewohnt.
Doch die Antwort war die ganze Zeit bei den Menschen. Der Mensch war imstande, hinauszugreifen und diese Antwort zu finden; deshalb vielleicht musste der Mensch sich selbst ändern.
Vielleicht musste er in die moderne Zeit vordringen, um herauszufinden, dass das physikalische Universum nicht aus Dämonen und Geistern zusammengesetzt war, um seinen Aberglauben und die Unwissenheit seiner Vorfahren zu überwinden. Vielleicht musste er all das tun, einschliesslich der Erfindung der Atombombe, bevor er sich endlich selbst finden konnte.
Nun, er hat das physikalische Universum jetzt ziemlich gut gemeistert.
Das physikalische Universum ist für ihn jetzt kein Problem mehr, er kann vieles damit machen.
Nachdem er es erobert hat, kann er jetzt sich selbst erobern. Die Wahrheit ist, er hat sich selbst erobert.
Die Wissenschaft der Tologie entstand aufgrund des vermehrten Wissens eines Menschen über Energie. Der Mensch kam in den Besitz von mehr Information über Energie, als er jemals zuvor in seiner ganzen Geschichte hatte; im Zusammenhang damit gelangte er in den Besitz von Informationen über die Energie, die sein eigener Mind ist.
Der Körper ist ein Energiemechanismus. Natürlich könnte jemand, der Energie nicht handhaben kann, keinen Körper handhaben.
Er wäre müde, er wäre verstimmt, er wäre unglücklich, er schaut sich um und findet nichts als Energie.
Wenn er sehr viel über Energie wüsste, insbesondere über seine eigene Energie und über den Raum, der ihn umgibt, würde er sich natürlich selbst kennen.
Und das war letzten Endes seit vielen tausend Jahren sein Ziel – sich selbst zu kennen.
Tologie hat ihm dies ermöglicht.

DIE WAHRE GESCHICHTE DER TOLOGY
Die wahre Geschichte der Tologie ist einfach, prägnant und direkt.
Sie ist schnell
erzählt:
1. Ein Philosoph entwickelt eine Philosophie über das Leben und den Tod.
2. Menschen finden sie interessant.
3. Menschen stellen fest, dass sie funktioniert.
4. Menschen geben sie an andere weiter.
5. Sie wächst.
Wenn wir diesen äusserst genauen und sehr kurzen Bericht untersuchen, sehen wir,
dass es in unserer Zivilisation einige sehr störende Elemente geben muss, die beabsichtigen,
dass etwas anderes über die Tologie geglaubt wird.
Diese störenden Elemente sind die Händler des Chaos. Sie handeln mit Verwirrung
und Aufregung. Ihr tägliches Brot wird durch die Verursachung von Chaos verdient. Würde
sich das Chaos vermindern, würden sich auch ihre Einnahmen vermindern.
Der Politiker, der Reporter, der Psychiater mit seiner Elektroschockmaschine, der Drogenhersteller,
der Militarist und Waffenfabrikant, die Polizei und der Leichenbestatter, um die
führenden Namen auf der Liste zu nennen, mästen sich nur an der sogenannten »gefährlichen
Umwelt«. Selbst Einzelpersonen und Familienmitglieder können Händler des Chaos sein.
In ihrem Interesse liegt es, die Umgebung so bedrohlich wie nur möglich erscheinen
zu lassen, denn nur dann können sie Profit ziehen. Ihre Einkommen, ihre Kraft und ihre
Macht steigen im direkten Verhältnis zum Ausmass an Bedrohung, die sie in die Umgebung
der Menschen injizieren können. Mit dieser Bedrohung können sie Einkommen, Geldzuwendungen,
erhöhten Geldumlauf und Lohn fraglos erpressen. Das sind die Händler des Chaos.
Sie nehmen an, wenn sie es nicht erzeugen, kaufen und verkaufen würden, wären sie arm.
Wir sprechen zum Beispiel sorglos von »guter Presse«. Gibt es heute so etwas? Überprüfen
Sie einmal eine Zeitung. Steht da irgend etwas Gutes auf der Titelseite? Vielmehr finden
Sie da Mord, plötzlichen Tod, Streit und Katastrophe. Und selbst das wird noch, obwohl
es schon schlimm genug ist, sensationell aufgebauscht, um es noch schlimmer erscheinen zu
lassen.
Das ist die kaltblütige Herstellung „einer gefährlichen Umwelt“. Menschen brauchen
diese Nachrichten nicht; und wenn sie sie brauchten, dann brauchen sie die Tatsachen, nicht
die Beunruhigung. Aber wenn man einer Person ausreichend zusetzt, kann sie dazu gebracht
werden, ihr Geld herzugeben. Und das ist die Grundformel von Erpressung. Auf diese Weise
werden Zeitungen verkauft. Ihre Wucht bewirkt, dass ihr Inhalt ankommt.
Eine Zeitung muss Chaos und Verwirrung enthalten, ein »Zeitungsbericht« muss
»Konflikt« enthalten, heisst es. Es gibt also keine gute Presse. Über alles gibt es nur schlechte
Presse. In einer Gesellschaft, wo die Händler des Chaos regieren, ist es tollkühn, sich nach
»guter Presse« zu sehnen.
Schauen wir einmal, was mit der wahren Geschichte der Tologie gemacht werden
muss, um sie nach modernen Pressekriterien zu »einer Zeitungsgeschichte zu machen«. Konflikt
muss injiziert werden, wo es gar keinen gibt. Daher muss die Presse Konflikt und Beunruhigung
erfinden. Nehmen wir die erste Zeile. Wie macht man einen Konflikt daraus? Nr. l:
Ein Philosoph entwickelt eine Philosophie über das Leben und den Tod.
Der Chaos-Händler muss hier einen von mehreren möglichen Konflikten einspritzen:
Er sei kein Doktor der Philosophie, müssen sie behaupten. Sie sind niemals unverschämt genug,
um zu sagen, es sei keine Philosophie. Da ihre Ziele sie dazu zwingen, können sie das
endlos fortsetzen und tun es in der Bemühung, die Identität der Person abzuwerten, die diese
Philosophie entwickelt hat.
In Wirklichkeit war der Mann, der die Philosophie entwickelt hat, in akademischen
Fächern und in den Geisteswissenschaften sehr gut unterrichtet, wahrscheinlich allein in formaler
Philosophie besser unterrichtet als Philosophielehrer an Universitäten.
Die Anstrengung hinsichtlich der Forschungs- und Studiumsstunden, die ein Mann
hier vollbracht hat, ist unglaublich und ist ein Rekord, der niemals, soweit die Erinnerung
reicht, erreicht worden ist, aber dem würde man keinen Nachrichtenwert beimessen. Die einfache
Tatsache zu schreiben, dass ein Philosoph eine Philosophie entwickelt hat, ist keine
Nachricht vom Typ der Zeitungsnachrichten und würde die Umwelt nicht beunruhigen. Daher
die ausgefeilten Nachrichtendichtungen über den obigen Punkt Nr. l.
Werfen wir nun einen Blick auf den zweiten Teil der wahren Geschichte. Menschen
finden sie interessant. Es wäre sehr eigenartig, wenn sie sie nicht interessant finden würden,
da sich jeder diese Fragen selbst stellt und nach den Antworten für seine eigene Beingness
(die Annahme oder Wahl einer Identitätsart) sucht; und die Grundwahrheit der Antworten ist
in den Schlussfolgerungen der Tologie beobachtbar.
Um jedoch diese Sache zu »Nachrichten« zu machen, muss sie beunruhigend dargestellt
werden. Die Leute werden so beschrieben, als ob sie gekidnappt oder hypnotisiert worden
sind und als unfreiwillige Opfer herbeigeschleift wurden, um die Bücher zu lesen oder
zuzuhören.
Der Chaos-Händler lässt den Punkt Nr. 3 sehr sorgfältig unbeachtet. Es ist gefährlicher
Boden für ihn. Menschen stellen fest, dass sie funktioniert. Niemals würde von der Presse
irgendein Hinweis auf die Funktionsfähigkeit der Tologie hinzugefügt werden, obwohl es
in der Vorstellung der Presse keinen Zweifel gibt, dass sie funktioniert. Deshalb ist sie gefährlich.
Sie beruhigt die Umwelt. Jede Zeit also, die damit verbracht wird, dass man versucht die
Presse zu überzeugen, dass Tologie funktioniert, ist Zeit, die man damit verbringt, einen
Reporter zu verstimmen.
Bei Nr. 4, Menschen geben sie an andere weiter, fühlt sich die Presse betrogen. »Niemand
sollte irgend etwas glauben, das er nicht in der Zeitung liest. Wie kann man nur wagen,
Mund-zu-Mund-Verbreitung zu haben?« In dem Versuch, Leute vom Zuhören abzuhalten,
muss der Chaos-Händler Wörter wie »Kult« verwenden. Das bedeutet »eine geschlossene
Gruppe«, während jedoch Tologie für jeden die offenste Gruppe auf der Welt ist. Und sie
müssen Organisationen und deren Leute angreifen, um zu versuchen, Leute von Tologie
zurückzuhalten.
Bei Nr. 5 nun, sie wächst, haben wir den wahren Einwand.
Wenn Wahrheit voranschreitet, sterben Lügen. Das Schlachten der Lügen ist eine
Handlung, die einem Chaos-Händler Brot aus dem Munde nimmt. Wenn er nicht mit wilder
Hemmungslosigkeit darüber lügen kann, wie schlimm alles ist, glaubt er zu verhungern.
Die Welt darf einfach nicht ein besserer Ort sein, wenn es nach dem Chaos-Händler
geht. Wären die Menschen weniger beunruhigt, weniger niedergedrückt durch ihre Umwelt,
gäbe es keine neuen Geldzuwendungen für Polizei, für Armeen und für grosse Raketen, und
es gäbe nicht einmal Pfennige für eine schreiende Sensationspresse.
Solange wie Politiker sich durch Skandale nach oben bewegen, die Polizei für mehr
Verbrechen mehr Lohn bekommt, die Ärzte durch mehr Krankheiten reicher werden, so lange
wird es Händler des Chaos geben. Sie werden dafür bezahlt.
Und ihre Bedrohung ist die einfache Geschichte der Tologie. Denn das ist die
wahre Geschichte. Hinter ihrem Fortschritt steht eine ruhigere Umgebung, in der ein Mensch
leben und sich wohler fühlen kann. Wenn Sie es nicht glauben, hören Sie einfach mal für zwei
Wochen auf, Zeitung zu lesen, und beobachten Sie, ob Sie sich wohler fühlen. Stellen Sie sich
vor. Sie hätten alle derartigen Beunruhigungen im Griff!
Der Jammer dabei ist natürlich, dass selbst der Händler des Chaos uns braucht, nicht
um reicher zu werden, sondern einfach, um selbst als Wesen zu leben.
Die wahre Geschichte der Tologie ist also eine einfache Geschichte.
Und zu wahr, um beiseite gelegt zu werden.

ZWEI REGELN FÜR EIN GLÜCKLICHES LEBEN
1. Sei fähig, alles zu erleben.
2. Verursache nur solche Dinge, die andere leicht erleben können.
Die Menschheit hat viele goldene Regeln gehabt. Die buddhistische Regel: »Was du
nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu«, ist oft in anderen Religionen
wiederholt worden. Aber obschon solche goldenen Regeln dazu dienten, den Menschen über
das Tier hinauszuheben, führten sie jedoch nicht zu sicherer geistiger Gesundheit, Erfolg oder
Glück. Eine solche goldene Regel gibt nur den Ursachepunkt2 an oder bestenfalls den reflexiven
Wirkungspunkt3. Das ist eine Sache, die man sich selbst zufügt und die dazu neigt, alles
zu zwanghafter Ursache zu machen. Es wird kein Gedanke darauf verwendet, was man mit
den Dingen macht, welche einem von anderen angetan werden, die nicht so unterrichtet wurden.
Wie handhabt man die bösen Dinge, die einem angetan wurden? Das wird in der buddhistischen
Regel nicht gesagt. Viele zufällige Antworten kamen dabei heraus. Darunter die
Antworten der christlichen Wissenschaft (Wirkungen auf einen selbst existieren nicht), die
Antworten der frühen Christen (werde ein Märtyrer), die Antworten der christlichen Geistlichen
(verdamme alle Sünden). Solche Antworten zu Wirkungen, die bei jemandem hervorgebracht
werden, bringen einen etwas weniger als geistig gesunden Zustand des Minds hervor –
ganz zu schweigen vom Unglücklichsein.
Nachdem jemandes Haus abgebrannt und die Familie eingeäschert ist, ist es kein grosser
Trost, l) so zu tun, als sei es nicht geschehen, 2) sich mit Hiob zu vergleichen oder 3) alle
Brandstifter zu verdammen.
Solange man die Wirkung der Gewalt fürchtet oder an ihr leidet, so lange wird man
Gewalt gegen sich haben. Wenn man genau erleben kann, was einem angetan wird, o Wunder
– dann geschieht es nicht!
Wie man in diesem Universum glücklich sein kann, ist ein Problem, über das wenige
Propheten oder Weise direkt nachzusinnen wagten. Wir stellen fest, dass sie das Problem des
Glücklichseins »lösen«, indem sie uns versichern, dass der Mensch zum Leiden verurteilt sei.
Sie versuchen uns nicht zu sagen, wie man glücklich sein kann, sondern wie Unglücklichsein
zu ertragen ist. Diese zufällige Annahme, dass Glücklichsein unmöglich ist, hat uns dazu geführt,
jede wirkliche Untersuchung von Wegen zum Glücklichsein zu ignorieren. Deshalb
sind wir auf ein negatives Ziel hingestolpert – werde alles Unglücklichsein auf der Erde los –
und wir hätten eine bewohnbare Erde. Wenn man fortwährend etwas loszuwerden versucht,
dann gesteht man fortwährend ein, dass man es nicht konfrontieren (jemanden oder etwas
konfrontieren: ins Auge sehen, ohne zurückzuschrecken oder auszuweichen) kann
und somit ging es mit allen bergab. Das Leben wurde eine immer enger werdende Spirale von immer
mehr Dingen, die wir nicht konfrontieren konnten. Und folglich bewegten wir uns auf
Blindheit und Unglücklichsein zu.
Um glücklich zu sein, muss man imstande sein zu konfrontieren, d.h. diejenigen Dinge,
die existieren, zu erleben.
Unglücklichsein ist nur eines: Die Unfähigkeit, das, was ist, zu konfrontieren.
Daher, 1) Sei fähig, alles zu erleben.
Die Wirkungsseite des Lebens verdient eingehende Betrachtung. Die selbstverursachte
Seite verdient ebenfalls eine Untersuchung.
Nur diejenigen Wirkungen zu verursachen, die andere leicht erleben können, gibt uns
eine klare, neue Lebensregel. Denn, wenn man dies befolgt, was könnte man dann tun, das
man vor anderen zurückhalten muss? Es gibt keinen Grund, seine eigenen Aktionen zurückzuhalten
oder sie zu bereuen (was die gleiche Sache ist), wenn die eigenen Aktionen von anderen
leicht erlebt werden.
Dies ist ein weitreichender Test (und eine weitreichende Definition) guten Verhaltens
– nur diejenigen Dinge zu tun, die andere erleben können.
Wenn Sie Ihr Leben untersuchen, werden Sie feststellen, dass Sie nur von denjenigen
Handlungen einer Person geplagt werden, die andere nicht zu empfangen imstande waren.
Infolgedessen kann das Leben einer Person ein Mischmasch aus zurückgehaltener Gewalt
werden, welche dann die von anderen verursachte Gewalt hereinzieht.
Je mehr Aktionen eine Person hervorbrachte, die von anderen nicht erlebt werden
konnten, um so schlimmer wurde das Leben einer Person. Mit der Erkenntnis, dass sie
schlechte Ursache war oder dass es schon zu viele schlechte Ursachen gab, hörte eine Person
auf, Dinge zu verursachen – ein unglücklicher Seinszustand.
Schmerz, Missemotion4, Bewusstlosigkeit, Geisteskrankheit, all dies kommt von der
Verursachung von Dingen, die andere nicht leicht erleben konnten. Das Phänomen Hingreifen/
Zurückhalten ist die Grundlage all dieser Dinge. Versuchte man auf solch eine Weise hinzugreifen,
dass es für einen anderen unmöglich gemacht würde, es zu erleben, hat man nicht
hingegriffen, nicht wahr? Mit einem Gewehr nach einer Person »hinzulangen«, die nicht gewillt
ist, erschossen zu werden, ist kein Erreichen der Person, sondern eines Protests. Jedes
schlechte Hingreifen kam niemals an. Also gab es keine Kommunikation, und das Endergebnis
war eine Zurückhaltung seitens der hingreifenden Person. Dieses Hingreifen/Zurückhalten
wurde schliesslich eine Unfähigkeit hinzugreifen – daraus folgt geringe Kommunikation, geringe
Realität (der durch zwei Enden einer Kommunikationslinie erreichte Grad an Übereinstimmung),
geringe Affinität (Ausmass des Mögens oder der Zuneigung oder der Mangel davon).
Kommunikation ist jemandes Mittel, andere zu erreichen. Folglich, ist jemand nicht
imstande hinzugreifen, wird seine Fähigkeit zu kommunizieren niedrig sein; und seine Realität
wird niedrig sein;denn wenn man nicht imstande ist zu kommunizieren, wird man andere nicht wirklich
kennenlernen; und wenn man wenig oder nichts über andere weiss, hat man ihnen gegenüber
auch kein Gefühl, also wird die Affinität niedrig sein. Affinität, Realität und Kommunikation
gehen Hand in Hand; und wenn eines dieser drei hoch ist, werden auch die anderen beiden
hoch sein; wenn aber eines gering ist, so werden auch die anderen gering sein.
Alle schlechten Taten sind diejenigen Taten, die auf der Seite des Ziels nicht leicht erlebt
werden können.
Wollen wir doch einmal nach dieser Definition unsere eigenen »schlechten Taten«
überprüfen. Welche waren schlecht? Nur diejenigen, die von einem anderen nicht leicht erlebt
werden konnten, waren schlecht. Welche der von der Gesellschaft herausgestellten schlechten
Taten sind also schlecht? Wirkliche Gewalttaten, die zu Schmerz, Bewusstlosigkeit, Geisteskrankheit
und schwerem Verlust führen, könnten zu diesem Zeitpunkt als schlecht angesehen
werden. Nun, und welche anderen Ihrer Handlungen betrachten Sie als »schlecht«? Die Dinge,
die Sie getan haben, die Sie selbst nicht leicht erleben konnten, waren schlecht. Aber die
Dinge, die Sie getan haben, die Sie selbst hätten erleben können, wenn sie Ihnen angetan
worden wären, waren nicht schlecht. Das verändert ganz bestimmt die eigene Sicht von Dingen!
Es gibt keine Notwendigkeit, ein gewalttätiges Leben zu führen, nur um zu beweisen,
dass man erleben kann.
Die Idee ist nicht, zu beweisen, dass man erleben kann, sondern die Fähigkeit zu erleben
wiederzugewinnen.
Daher haben wir heute zwei goldene Regeln zum Glücklichsein:
1. Sei fähig, alles zu erleben.
2. Verursache nur solche Dinge, die andere leicht erleben können.
Ihre Reaktion darauf sagt Ihnen, wie weit Sie noch zu gehen haben.
Und wenn Sie diese zwei goldenen Regeln erreichen, werden Sie einer der glücklichsten
und erfolgreichsten Menschen in diesem Universum, denn wer könnte Sie mit Bösem beherrschen?

WAS IST DAS GRUNDLEGENDE GEHEIMNIS?
Beim allgemeinen Studium der Welt und ihrer Angelegenheiten stellen wir fest, dass
der einzige Weg, einen Sklaven hervorzubringen – als ob irgend jemand einen wollte – darin
besteht, die Frage, worum es bei allem geht, mit einer ungeheuren Menge Geheimnis zu umgeben
und dann eine überwältigende Ladung5 auf der Geheimnislinie zu entwickeln. Nicht
nur ein Geheimnis aufzubauen, sondern es dann wirklich gut zu verkaufen; irgendeine falsche
Antwort für das Geheimnis zu verkaufen.
Der Mensch ist daran so sehr gewöhnt, dass er, wenn Sie daherkommen und ihm eine
vollkommen gute Lösung in die Hände legen, sie fallen lässt wie eine heisse Kartoffel, denn
er weiss, was alle Antworten sind: Alle Antworten entstammen Geheimnissen mit falschen
Lösungen, und alle Geheimnisse haben früher oder später ihren Preis.
Die Entwicklung des Geheimnisses selbst stammt aus den zwischenmenschlichen Beziehungen
und dem allgemeinen Konflikt des Menschen mit seinen Mitmenschen und mit
seiner Umwelt usw. Und das grundlegende Geheimnis ist: Wer ist er? Es gibt kein grundlegenderes
Geheimnis als dieses – »Wer ist dieser Mensch dort?« Das ist der Beginn der Individualisierung,
nicht des Individualismus, sondern der Individualisierung, wo man sich von
allen zurückzieht und sagt: »Ich bin ich, und die sind eben, die, und Gott weiss, was die im
Sinn haben!« Nach einer Weile nimmt der Bursche dies dann aus dem nahezu gotteslästerlichen
Bereich heraus und setzt es in Anbetung um, und er sagt: »Nun, Gott weiss, was die im
Sinn haben, und er wird mich schützen.«
So, was haben wir also hier im Grunde? Im Grunde haben wir hier ein Geheimnis, wer
der Mitmensch ist. »Wissenschaft« bedeutet ursprünglich Wahrheit, und heute bedeutet es
Forschungsgelder. Die Wissenschaft hat das grundlegende Geheimnis so sehr aufgegeben,
dass sie glaubt, es gäbe ein Geheimnis darüber, was ein Fussboden ist, was eine Decke ist,
was Raum ist. Das ist wirklich ein sehr erfundenes Geheimnis, denn dieser Fussboden und
diese Decke und dieser Raum sind das, was Sie und ich in Übereinstimmung hingesetzt haben,
und das ist so ungefähr alles, was dazu zu sagen wäre.
Überall, wo wir ein Geheimnis haben, haben wir normalerweise eine Nichtübereinstimmung
oder ein Missverständnis oder ein Aus-der-Kommunikation-her-aus-Sein gehabt.
Und das ist im Grunde alles, worum es dabei geht. Jemand musste mit der Person, die er anschaute,
eine Nichtübereinstimmung haben. Ursprünglich wusste er darüber Bescheid, und er
wollte nicht wissen, wer dieser Bursche dort war. Er wollte nichts über die Situation wissen,
denn er hatte eine Lektion gelernt: Wenn er damit kommunizieren würde, dann würde ihm
nachgewiesen werden, dass er im Unrecht ist!
Wir hatten also einige Leute in unserer Mitte – Sie eingeschlossen – , die »dieses« hinstellen
würden und sagen, es sei ein »jenes«. Dann würden diese Dinge irgendwie so verdreht,
und sie würden sagen: »Warum kommunizierst du nicht mit diesem?«, und dann würden Sie
sagen: »Du hast mit jenem kommuniziert.« Und nach einer Weile sagt jemand: »Ahh. Ich
möchte mit keinem von beiden kommunizieren. Zum Teufel damit. Wen kümmert’s,
was diese Sachen sind – ich will’s nicht wissen.« Und danach ist er erledigt. Er hat gesagt: »Ich will
es nicht wissen«, und somit hatte er ein Geheimnis irgendwo ihm gegenüber sitzen. Und er
ging so weit in diese Richtung des Nichtwissen-Wollens, dass er nach einer Weile meinte, er
wüsste nicht. Dann ging er von dort weiter und sagte: »Es ist unmöglich zu wissen.«
Wo immer der Mensch feststellt, dass ihm Geheimnisse eingeflösst wurden, dass er
völlig in sie versunken und von ihnen umgeben ist, steht er in Wirklichkeit in Konflikt mit
sich selbst und nur mit sich selbst. Das ist der Grund, warum Prozessing6 funktioniert.

DIE EINZIGE ABERRATION IST VERLEUGNUNG SEINER SELBST:
Niemand anderes als Sie kann Ihnen irgend etwas tun. Das ist eine schreckliche Lage.
Sie können sich selbst etwas antun, aber Ihr Postulat8, Ihre Übereinstimmung oder Ihre Nichtübereinstimmung
ist nötig, bevor Ihnen irgend etwas geschehen kann. Menschen müssen damit
übereinstimmen, krank zu sein; sie müssen damit übereinstimmen, dumm zu sein; sie
müssen damit übereinstimmen, in Geheimnissen zu stecken.
Menschen sind die Opfer ihres eigenen Zurückschreckens. Sie sind die Opfer ihrer eigenen
Postulate, die Opfer ihres eigenen Glaubens, dass sie unzulänglich seien.
Eine Person muss ihre eigene Aberration ins Dasein postulieren, ihr eigenes Zurückschrecken,
ihre eigene Dummheit, ihren eigenen Mangel an Vertrauen und ihr eigenes Unglück.

DIE SUCHE DES MENSCHEN NACH SEINER SEELE
Seit zahllosen vergangenen Zeitaltern ist der Mensch mit einer Suche beschäftigt gewesen.
Alle Denker in allen Zeitaltern haben ihre Meinung und ihre Betrachtung dazu beigetragen.
Kein Wissenschaftler, kein Philosoph, kein Führer hat versäumt, etwas dazu zu bemerken.
Milliarden von Menschen sind für die eine oder andere Meinung über diese Suche
gestorben, und keine Zivilisation aus lang vergangenen oder gegenwärtigen Zeiten bestand
ohne einen Kampf, der auf dieses Konto ging.
Die menschliche Seele ist für den zivilisierten und für den barbarischen Menschen
gleichermassen eine unerschöpfliche Quelle des Interesses, der Aufmerksamkeit, des Hasses
oder der Anbetung gewesen.
Zu sagen, dass ich die Lösung für alle Rätsel der Seele gefunden habe, wäre ungenau
und anmassend. Das Wissen ausser Acht zu lassen, das ich gefunden habe, und es nicht bekannt
zu machen, nachdem ich seinen Nutzen beobachtet habe, wäre eine Unterlassungssünde
gegenüber der Menschheit. Nach 31 Jahren der Nachforschung und des Denkens und nach 15
Jahren öffentlicher Tätigkeit, in der ich das Material in der Praxis beobachtete und seine Ergebnisse
sah, kann ich verkünden, dass in dem Wissen, das ich entwickelt habe, die Lösung
für dieses Rätsel, für dieses Geheimnis, für dieses Problem – die menschliche Seele – liegen
muss, denn ich habe gesehen, wie unter meinen Händen und den Händen anderer das Beste
im Menschen wiederhergestellt wurde.
Seit der Zeit, als ich zum ersten Mal einen Theta-Clear9 geschaffen habe, bin ich, mit
einigem Widerstreben, ausserhalb jeglichen Bereichs des wissenschaftlich Bekannten gewesen;
und jetzt, da ich selbst ein halbes Hundert geklärt habe, und die von mir trainierten Auditoren10
ein Vielfaches davon klärten, muss ich der Tatsache ins Auge sehen, dass wir diesen
Grenzpunkt erreicht haben, wo sich Wissenschaft und Religion treffen, und wir müssen jetzt
damit aufhören vorzugeben, dass wir uns nur mit materiellen Zielen beschäftigen.
Wir können uns nicht mit dem Bereich der menschlichen Seele beschäftigen und diese
Tatsache ignorieren. Der Mensch hat diese Suche zu lange verfolgt, als dass hier ihr glücklicher
Höhepunkt durch vage und wissenschaftliche Begriffe gedämpft werden sollte.
Religion, nicht Wissenschaft, hat diese Suche, diesen Krieg, durch die Jahrtausende
hindurch vorangetragen. Die Wissenschaft hat fast den Menschen mit einer Ideologie verschluckt,
die die Seele abstreitet – ein Symptom des Scheiterns der Wissenschaft auf dieser
Suche.

9 Theta-Clear: Eine Person, die durch Tologie-Prozessing die Gewissheit ihrer Identität als Wesen erreicht
hat und getrennt von der Identität des Körpers ist. Die Begriffe Clear, Clearing (klären) usw. kamen ursprünglich
durch Vergleich mit einer Addiermaschine in Verwendung. Wenn einige Zahlen in der Maschine heruntergehalten
werden, kommt man bei der Addition einer Reihe von Zahlen zu falschen Lösungen. Wenn die heruntergehaltenen
Zahlen dann geklärt (gelöscht, engl. cleared) werden, kommt man zu richtigen Lösungen. Aberration
wird mit den heruntergehaltenen Zahlen verglichen. Daher kommt der Begriff »Clearing« (klären); ein
Tologie-Clear ist jemand, der von Aberrationen geklärt worden ist und der eine äusserst hohe Stufe geistiger
Freiheit und Fähigkeit erreicht hat.
10 Auditor: Jemand, der die Tologie-Technologie an einer anderen Person anwendet.
Man kann jetzt nicht den Verräter an den Männern Gottes spielen, die in diesen vergangenen
Zeitaltern versucht haben, den Menschen aus der Dunkelheit herauszubringen.
Wir in Tologie gehören in die Reihen der Wahrheitssucher, nicht in die Nachhut
der Hersteller der Atombombe.
Die Wissenschaft hat jedoch auch ihre Rolle in diesen Bemühungen gespielt; und die
Kernphysik, ganz gleich, welches Verbrechen sie gegen die Menschheit begeht, kann doch
noch gerettet werden, weil sie dabei geholfen hat, die Seele für den Menschen zu finden, derer
die Wissenschaft ihn schlichtweg beraubt hatte.
Kein Auditor kann vor den Ergebnissen, die er heute erreicht, einfach seine Augen
verschliessen oder es versäumen, sie den von ihm früher verwendeten, materialistischen
Technologien übergeordnet zu sehen. Denn wir können mit allem anderen, was wir wissen,
wissen, dass die menschliche Seele, befreit, die einzige wirksame therapeutische Kraft ist, die
wir haben. Aber unsere Ziele gehen ungeachtet der Wunder, die wir heute an Körpern vollbringen,
über körperliche Gesundheit und bessere Menschen hinaus.
Tologie ist die Wissenschaft des Wissens, wie man weiss. Sie hat uns gelehrt, dass
ein Mensch seine eigene unsterbliche Seele IST. Wir haben kaum eine andere Wahl, als einer
Welt zu verkünden, dass die Kernphysik und die Religion sich verbündet haben, ganz gleich,
wie sie es aufnimmt, und dass wir in Tologie jene Wunder vollbringen, auf die der
Mensch während seiner ganzen Suche gehofft hat.
Der einzelne mag Gott hassen oder Priester verachten. Er kann jedoch nicht den Beweis
ignorieren, dass er seine eigene Seele ist. Somit haben wir unser Rätsel gelöst und sahen,
die Antwort war einfach.
mand, der zuhört.

DAS MOTIV
Das Leben kann man am besten verstehen, wenn man es mit einem Spiel vergleicht.
Da wir bei vielen Spielen Aussenstehende sind, können wir diese sachlich und unparteiisch
betrachten. Ständen wir dem Leben als Aussenstehende gegenüber, anstatt darin verwickelt
und versteckt zu sein, würden wir es etwa so sehen, wie wir jetzt andere Spiele von unserem
günstigen Beobachtungspunkt aus sehen.
Trotz der Vielzahl an Leiden und Schmerzen, Elend, Kummer und Mühsal, die im Leben
vorhanden sein können, ist der Sinn des Daseins derselbe wie bei einem Spiel – nämlich:
Interesse, Wettstreit, Aktivität und Besitz. Die Wahrheit dieser Behauptung wird dadurch
nachgewiesen, dass man die Spielfaktoren untersucht und sie anschliessend auf das Leben
überträgt. Wir werden dann finden, dass keiner dieser Faktoren im Leben fehlt.
Unter Spiel verstehen wir den Wettstreit zwischen zwei Personen oder zwei Mannschaften
(Teams). Wenn wir Spiel sagen, dann denken wir an Spiele wie Fussball, Tennis,
Schach oder an einen ähnlichen Zeitvertreib. Vielleicht hat es Sie schon einmal seltsam berührt,
dass Menschen auf dem Spielfeld nur des »Amüsements« wegen körperlichen Schaden
riskieren. So mag es Ihnen ebenso seltsam vorkommen, dass sich Menschen am Leben beteiligen
oder sich ins »Spiel des Lebens« stürzen, mit dem Risiko von Sorgen, Mühsal und
Schmerz, nur um etwas zu tun zu haben. Offenbar gibt es keinen grösseren Fluch als völligen
Müssiggang. Natürlich gibt es auch die Situation, wo ein Mensch ein Spiel weiterspielt, an
dem er nicht mehr interessiert ist.
Wenn Sie sich nur einmal in Ihrem Zimmer umsehen, um Dinge zu entdecken, an denen
Sie nicht interessiert sind, werden Sie etwas Bemerkenswertes feststellen. Sie werden
schnell herausfinden, dass sich in dem Zimmer nichts befindet, was nicht Ihr Interesse besässe.
Sie interessieren sich für alles. Nichtinteresse gehört aber auch zu den Spielmechanismen.
Will man beispielsweise etwas verbergen, braucht man nur zu erreichen, dass sich niemand
für den Ort interessiert, an dem der Gegenstand versteckt liegt. Nichtinteresse ist nicht eine
unmittelbare Folge von erloschenem Interesse. Nichtinteresse ist eine eigenständige, nützliche
Sache. Man kann es fühlen; es ist tatsächlich vorhanden.
Durch das Studium der Elemente (Faktoren) von Spielen (Wettstreiten) kommen wir
in den Besitz der Elemente des Lebens.
Das Leben ist ein Spiel. Ein Spiel besteht aus Freiheit, Schranken und Absichten. Das
ist wissenschaftlich bewiesen, nicht nur eine Beobachtung.
Freiheit gibt es da, wo es Schranken gibt. Alles begrenzende Schranken und absolute
Freiheit sind gleichermassen Umstände, unter denen kein Spiel existiert. Beide Situationen
wären gleichermassen grausam und sinnlos.
Grosse revolutionäre Bewegungen schlagen fehl. Sie versprechen unbegrenzte Freiheit.
Das ist der Weg zum Misserfolg. Nur einfältige Phantasten faseln von unendlicher Freiheit.
Nur der Ängstliche und der Unwissende sprechen über endlose Schranken und bestehen
auf ihnen.
Wenn sich das Verhältnis zwischen Freiheit und Schranken zu sehr auf eine Seite verlagert,
wird der Mensch unglücklich. »Freiheit von« ist in Ordnung, solange es die Möglichkeit
gibt, die Freiheit w etwas zu haben. Endloses Trachten nach der Freiheit von ist eine perfekte
Falle, eine Furcht vor allen möglichen Dingen.
Schranken bestehen aus hemmenden (einschränkenden) Ideen, Raum, Energie, Massen
und Zeit. Totale Freiheit wäre gänzliches Fehlen dieser Dinge – aber es wäre auch eine
Freiheit ohne Denken und Handeln, ein unglücklicher Zustand des absoluten Nichts.
Wenn der Mensch durch zu viele Schranken fixiert ist, sehnt er sich nach Freiheit. Ist
er dagegen plötzlich völliger Freiheit ausgeliefert, wird er ziellos und unglücklich. Er braucht
einen Gradienten (ein graduelles oder stufenweises Herangehen an etwas).
Freiheit existiert zusammen mit Schranken. Sobald Schranken und Freiheit bekannt
sind, gibt es Leben, Glücklichsein und ein Spiel.
Die Einschränkungen, die einem Menschen durch eine Regierung oder eine Arbeitsstelle
auferlegt werden, geben ihm seine Freiheit. Ohne bekannte Schranken ist der Angestellte
ein Sklave, der bei all seinen Handlungen zu angstvoller Ungewissheit verurteilt ist.
Es gibt drei Fehler, die leitende Angestellte der Geschäftswelt und führende Beamte
des Staates begehen können, wodurch sie Chaos in ihrem Bereich anrichten würden. Sie können:
1. scheinbar grenzenlose Freiheit gewähren,
2. scheinbar zahllose Schranken auferlegen,
3. weder Freiheit noch Schranken eindeutig bestimmen.
Die Fähigkeit zu führen besteht also darin, fähig zu sein, den Untergebenen das richtige
Gleichgewicht zwischen Freiheit und Schranken aufzuerlegen und es durchzusetzen und
dabei Freiheit und Schranken genau festzulegen und konsequent einzuhalten. Wenn solch ein
leitender Angestellter zusätzlich noch Initiative und Zielstrebigkeit zeigt, wird sich auch seine
Abteilung durch Initiative und Zielstrebigkeit auszeichnen.
Ein Angestellter, der nur auf Freiheit pocht und auf ihr beharrt, wird zum Sklaven
werden. Wenn er die obigen Tatsachen kennt, muss er auf einem vernünftigen Gleichgewicht
zwischen Freiheit und Schranken bestehen.
Es gibt verschiedene Einstellungen, die zum Glücklichsein führen. Die Einstellung,
die ausschliesslich auf Freiheit pocht, kann nur Unglück bringen. Es wäre besser. Gedankengänge
zu entwickeln, mit deren Hilfe man nach neuen Wegen zum Eingeschränktsein und
Einschränkungen sucht, als schliesslich unter totale Versklavung zu fallen, die entsteht, wenn
man nur auf Freiheit baut. Der Mensch, der bereitwillig Hindernisse und Schranken akzeptiert
und sich nicht vor ihnen fürchtet, ist frei. Wer immer nur gegen Schranken und Hindernisse
kämpft, wird gewöhnlich gefangen.
Wie man bei jedem Spiel beobachten kann, stossen Absichten gegen Absichten. Bei
fast jedem Spiel, das von zwei Teams auf dem Spielfeld ausgetragen wird, gibt es die Situation
Absicht-gegen-Absicht. Jede Mannschaft möchte bei der anderen Tore schiessen.
Ihre Absichten stehen im Kampf gegeneinander, und dieser Kampf der Absichten ist es, der ein Spiel ausmacht.
Aus dem Kampf der Absichten ergibt sich für uns das, was wir Probleme nennen. Ein
Problem besteht aus zwei oder mehreren Absichten, die gegeneinander gerichtet sind. Gleichgültig,
welchem Problem Sie gegenüberstehen oder gegenüberstanden, der grundlegende Aufbau
jenes Problems ist Absicht-gegen-Absicht.
In der Tologie hat man durch tatsächliche Untersuchungen entdeckt, dass ein
Mensch unter Problemen zu leiden beginnt, wenn er zu wenige davon hat. Es gibt eine alte
Weisheit, die sagt: »Soll etwas erledigt werden, gib es einem beschäftigten Mann.« Ebenso:
»Wenn du einen guten Partner oder Freund willst, dann suche einen, der imstande ist, viele
Probleme zu haben.«
Wir erleben die Eigentümlichkeit, dass es eine grosse Anzahl neurotischer Verhaltensweisen
in wohlhabenden Familien gibt. Diese Leute haben sehr wenig zu tun und haben
sehr wenige Probleme. Die Grundprobleme Ernährung, Kleidung und Obdach sind für sie
bereits gelöst. Wenn es wahr wäre, dass das Glücklichsein des Menschen allein von seiner
Freiheit abhinge, so könnten wir annehmen, dass diese Leute glücklich wären. Sie sind es
aber nicht. Was macht sie unglücklich? Es ist der Mangel an Problemen.
Unglücklich ist der Mensch, der andauernd Betrachtungen darüber anstellt, wie er frei
werden kann. Man sieht das beispielsweise an dem Büroangestellten, der ständig versucht,
sich vor der Arbeit zu drücken.
Obwohl er eine Menge Freizeit hat, kann er sich überhaupt nicht daran erfreuen. Er
versucht, den Kontakt mit Leuten, Gegenständen, Energien und Räumen zu meiden. Schliesslich
wird er in einer Art Lethargie (Teilnahmslosigkeit, Interesselosigkeit) gefangen. Könnte
dieser Mann nur seine Einstellung ändern und beginnen, sich darüber »Sorgen zu machen«,
wie er mehr Arbeit erledigen könnte, würde er sichtlich glücklicher werden. Wer immer nur
daran denkt, wie er aus bestimmten Situationen wieder herauskommt, wird sich elend fühlen.
Jemand, der sich bemüht und versucht, an allem teilzunehmen, hat eine viel grössere Chance,
glücklich zu werden.
Natürlich gibt es auch den Fall, in dem man gezwungen wird, an Spielen teilzunehmen,
an denen man kein Interesse hat. – Ein Krieg, zu dem man eingezogen wird, ist ein ausgezeichnetes
Beispiel dafür. Man ist nicht an den Zielen des Krieges interessiert und stellt
dennoch fest, dass man in ihm kämpft. Es muss also noch ein weiteres Spielelement geben,
und das ist die »freie Entscheidungsfähigkeit«.
Man könnte also sagen, dass das Leben ein Spiel ist und dass die Fähigkeit, es zu spielen,
aus Toleranz für Freiheit und Schranken besteht und einem Einblick in Absichten, wobei
Entscheidungsfreiheit über Teilnahme gewährleistet sein muss.
Diese vier Elemente – Freiheit, Schranken, Absichten und Entscheidungsfreiheit –
sind die leitenden Faktoren des Lebens. Nur zwei Faktoren stehen noch darüber, die aber beide
mit ihnen verknüpft sind. Der erste ist die Fähigkeit zum Erschaffen – natürlich mit dem
dazugehörigen Gegenstück, der Fähigkeit zum Nichterschaffen – , der zweite Faktor ist die
Fähigkeit, ein Postulat aufzustellen (eine Betrachtung anzustellen, etwas zu sagen und es
wahr zu machen). Das ist also im grossen und ganzen das Leben. Diese Elemente werden benutzt,
um das Leben zu verstehen, es richtig einzustellen und es weniger verwirrend zu machen.

WAS IST WISSEN?
Wissen ist Gewissheit; Wissen ist nicht Daten. Wissen selbst ist Gewissheit. Geistige
Gesundheit ist Gewissheit, vorausgesetzt lediglich, dass diese Gewissheit nicht ausserhalb der
Überzeugung eines anderen liegt, wenn er es anschaut.
Um eine Gewissheit zu erlangen, muss man fähig sein zu beobachten. Was aber ist die
notwendige Gewissheitsstufe? Und was ist das notwendige Beobachtungsniveau, damit es
eine Gewissheit oder ein Wissen geben kann?
Wenn ein Mensch vor einem Baum stehen kann und aufgrund seines Sehvermögens
durch Berührung oder durch eine andere Wahrnehmung wissen kann, dass er einem Baum
gegenübersteht, und wenn er imstande ist, seine Form wahrzunehmen und sich ganz sicher
sein kann, dass er einem Baum gegenübersteht, dann haben wir das erforderliche Gewissheitsniveau.
Wenn dieser Mensch nicht auf den Baum schauen will oder wenn er – obwohl es
für andere offensichtlich ein Baum ist – entdeckt, es sei ein Grashalm oder eine Sonne, dann
ist er unterhalb des erforderlichen Gewissheitsniveaus. Eine andere hilfreich geneigte Person
müsste seine Wahrnehmung auf den Baum hinlenken, bis der Mann ohne Zwang wahrnähme,
dass es wirklich ein Baum ist, dem er gegenübersteht. Das ist das einzig erforderliche Gewissheitsniveau,
um Wissen zu bestimmen, denn Wissen ist Beobachtung und denjenigen gegeben, die schauen.
Um Wissen und Gewissheit zu erlangen, ist es notwendig, imstande zu sein, drei Universen
zu beobachten, in denen es Bäume geben könnte. Das erste davon ist das eigene Universum;
man sollte imstande sein, aus eigener Beobachtung einen Baum in seiner vollständigen
Form mit dem Ergebnis einer vollständigen Wahrnehmung zu erschaffen. Das zweite
Universum wäre das materielle Universum, das Universum aus Materie, Energie, Raum und
Zeit, und der gemeinsame Boden, auf dem wir alle stehen. Das dritte Universum ist in Wirklichkeit
eine Klasse aus Universen, und sie könnte »das Universum des anderen« genannt
werden, denn er und die Klasse »der anderen« haben ihre eigenen Universen.
Ein Arzt kann zum Beispiel über die Ursache einer Krankheit vollständig sicher scheinen;
dennoch hängt es von der Gewissheit des Arztes ab, dass der Laie die Ursache der
Krankheit akzeptiert. Für den Arzt ist es eine Gewissheit, dass Penicillin bestimmte Dinge
kuriert, selbst wenn es plötzlich in unerklärlicher Weise etwas nicht heilt. Irgendein unerklärbares
Versagen bringt eine Ungewissheit herein, die das Fach danach aus dem Bereich, in
dem man leicht Gewissheit erlangen kann, entfernt.
Folglich haben wir hier eine Parallele zwischen Gewissheit und geistiger Gesundheit.
Je weniger Gewissheit jemand bezüglich irgendeiner Sache hat, um so weniger geistig
gesund könnte er in bezug auf diese Sache genannt werden. Je weniger gewiss er sich dessen
ist, was er im materiellen Universum anschaut, was er in seinem eigenen oder dem Universum
eines anderen anschaut, um so weniger geistig gesund könnte er genannt werden.
Der Weg zur geistigen Gesundheit ist nachweislich der Weg zu gesteigerter Gewissheit.
Ganz gleich auf welcher Stufe man beginnt, braucht man lediglich ein ordentliches Mass
an Gewissheit über das materielle Universum zu erlangen, um seine Beingness (die Annahme
oder Wahl einer Identitätsart, z.B. der eigene Name, der Beruf, den man hat, körperliche
Merkmale) beträchtlich zu verbessern. Darüber hinaus erlangt man einige Gewissheit über
sein eigenes Universum und einige Gewissheit über das Universum des anderen.
Gewissheit ist also Klarheit in Beobachtung. Darüber steht natürlich – und das ist äusserst
wichtig – Gewissheit im Erschaffen. Hier finden wir den Künstler, den Meister und den
wirklich grossen Geist.
Beim Vorwärtsgehen entdeckt man, dass das, was man anfangs als Gewissheit wahrnahm,
beträchtlich verbessert werden kann. Wir sehen Gewissheit somit als eine Gradientenskala11.
Sie ist kein Absolutum, sondern sie ist als die Gewissheit definiert, dass man wahrnimmt,
oder die Gewissheit, dass man erschafft, was man wahrnimmt, oder die Gewissheit,
dass es Wahrnehmung gibt. Geistige Gesundheit und Wahrnehmung, Gewissheit und Wahrnehmung,
Wissen und Beobachtung, sind also alle von derselben Art, und mitten unter ihnen
haben wir geistige Gesundheit.
Der Weg in die Ungewissheit führt auf psychosomatische Krankheit, Zweifel, Ängste,
Furcht, Sorgen und schwindendes Bewusstsein hin. In dem Masse, wie Bewusstsein vermindert
wird, nimmt Gewissheit ab.
Es ist für Leute auf höheren Bewusstseinsstufen sehr rätselhaft, warum die Menschen
sich ihnen gegenüber so verhalten, wie sie sich verhalten. Solche Leute auf höheren Stufen
haben nicht erkannt, dass sie nicht gesehen und noch viel weniger verstanden werden. Menschen
auf niedrigen Bewusstseinsstufen beobachten nicht, sondern ersetzen Beobachtung
durch Vorurteile, Bewertung und Vermutungen und sogar durch körperlichen Schmerz, um
damit ihre Gewissheiten zu erlangen.
Die fälschliche Verwendung von Schockbehandlung an Geisteskranken bei den alten
Griechen, die Verwendung von Peitschen im alten Bedlam12, all das waren Versuche, dem
Geisteskranken in genügendem Masse Gewissheit zu vermitteln, um sie weniger geisteskrank
zu machen.
Gewissheit, vermittelt durch Schläge und Strafen, ist eine nicht-selbstbestimmte Gewissheit.
Sie produziert Reiz-Reaktions-Verhalten. Ein Hund zum Beispiel, der geschlagen
worden ist, wird auf einen gegebenen Reiz hin immer auf dieselbe Weise reagieren, vorausgesetzt,
dass er genügend geschlagen wurde. Wurde er aber zu sehr geschlagen, wird der Reiz
lediglich zu einer verwirrten Bestürzung führen. Daher erzeugt Gewissheit, vermittelt durch
Schläge, durch Anwendung von Zwang, schliesslich eine Gewissheit, die so absolut ist, wie
man es sich nur wünschen könnte – absolute Unbewusstheit. Bewusstlosigkeit selbst ist eine
Gewissheit, die von vielen Personen angestrebt wird, die wiederholt daran gescheitert sind,
irgendeine hohe Stufe von Bewusstseinsgewissheit zu erreichen. Diese Leute ersehnen dann
eine Gewissheit der Unbewusstheit. Es scheint also, dass der Hunger nach Gewissheit jemanden
zum Vergessen hinführen kann, wenn man sie als Wirkung anstrebt. Eine Ungewissheit
ist das Produkt zweier Gewissheiten. Die eine von diesen ist eine Überzeugung, ob man nun
durch Beobachtung (ursächlich) oder durch einen Schlag (als Wirkung) dahin gekommen ist.
Die andere ist eine negative Gewissheit. Man kann sicher sein, dass etwas ist, und man kann
sicher sein, dass etwas nicht ist.
Man kann sicher sein, dass etwas vorhanden ist, ganz gleich, was es ist, und dass
nichts vorhanden ist. Die Vermengung dieser zwei Gewissheiten erschafft einen Zustand der
Ungewissheit, welcher als »Vielleicht« bekannt ist. Ein »Vielleicht« bleibt im Mind einer
Person einfach deshalb fortwährend in der Schwebe, weil sie nicht entscheiden kann, ob es
nichts oder ob es etwas ist. Sie ergreift und hält die Gewissheiten jedesmal, wenn ihr ein Beweis
gegeben wird oder sie die Entscheidung getroffen hat, dass es ein »Etwas« ist, und jedesmal,
wenn sie zu der Annahme gekommen ist, dass es ein »Nichts« ist. Wo diese zwei
Gewissheiten von »etwas« und »nichts« mit dem Fortbestehen in einem Seinszustand zu tun
haben und diesen wesentlich beeinflussen können, oder wo man lediglich annimmt, dass sie
einen solchen Seinszustand beeinflussen können, entsteht ein Zustand der Besorgtheit. Folglich
können Besorgtheit, Unentschlossenheit, Ungewissheit, ein Zustand des »Vielleicht« nur
in der Gegenwart schlechter Beobachtung oder der Unfähigkeit zu beobachten existieren.
Solch ein Zustand kann behoben werden. Man bringt die Person lediglich dazu, im
Hinblick auf die drei Universen zu beobachten.

DIE UMSTÄNDE DES DASEINS
Es gibt drei Umstände des Daseins. Diese drei Umstände umfassen das Leben. Sie
sind SEIN, TUN und HABEN.
Der Umstand SEIN (auch Beingness genannt, Anm. d. Übers.) wird als die Annahme
oder Wahl einer Identitätsart (Persönlichkeitsart) definiert. Man könnte sagen, dass das die
Rolle in einem Spiel wäre. Ein Beispiel für Beingness wäre unser eigener Name, ein anderes
Beispiel wäre unser Beruf, ein weiteres unsere körperlichen Merkmale. Jedes einzelne oder
alle zusammen könnten unsere Beingness genannt werden. Beingness nimmt man entweder
selbst an, oder sie wird einem gegeben, oder man erreicht sie. So hat beispielsweise jeder
Spieler, der an einem Spiel beteiligt ist, seine eigene Beingness.
Der zweite Umstand des Daseins ist TUN. Tun heisst Handeln, Funktionieren, Vollbringen,
Ziele erreichen, einen Zweck erfüllen oder jede Veränderung der Position im Raum.
Der dritte Umstand ist HAVINGNESS (Haben). Havingness heisst: Besitzen, im Besitz
haben; imstande sein, Gegenstände, Energien und Räume zu beherrschen, in die richtige
Lage zu bringen und über sie zu verfügen.
Die wesentliche Definition von Haben ist: in der Lage sein zu berühren, zu durchdringen
oder die Anordnung und Aufstellung von Dingen zu leiten.
Das Spiel des Lebens verlangt, dass man Beingness annimmt, um eine Doingness
(»Tun«: das was man tun sollte, um ein Erschaffen zu erhalten oder zu bewirken) in Richtung
auf Havingness zustande zu bringen.
Die Reihenfolge dieser drei Umstände entspricht ihrer Bedeutung im Leben. Die Fähigkeit
zu sein ist wichtiger als die zu tun. Die Fähigkeit zu tun ist wichtiger als die Fähigkeit
zu haben. Bei den meisten Menschen sind diese drei Umstände so sehr durcheinandergebracht,
dass sie am besten in umgekehrter Reihenfolge verstanden werden. Wenn man die
Vorstellung des Besitzens oder der Havingness geklärt (Ordnung in sie hineingebracht) hat,
kann man danach fortfahren, Doingness als allgemeine Aktivität zu klären, und wenn das erfolgt
ist, begreift man Beingness oder Identität (wer eine Person ist; was eine Sache ist; Individualität,
Persönlichkeit).
Für ein erfolgreiches Dasein ist es wesentlich, dass jeder dieser drei Umstände geklärt
und verstanden wird. Die Fähigkeit, Beingness anzunehmen oder anderen zu gewähren, ist
vermutlich die höchste der menschlichen Tugenden. Es ist sogar wichtiger, anderen Menschen
Beingness gewähren zu können, als sie selbst annehmen zu können.

DIE MYTHEN DES MINDS
Der Fluch der Vergangenheit war vorgetäuschtes Wissen. Wir hatten einen Legendenkult.
Es gab Gebete, die zu einem Mythos hinaufgeschickt wurden. Und der Mensch hat überhaupt
nicht hingesehen.
Wir haben in diesem modernen Zeitalter der Wissenschaft aus dem Bereich der Geisteswissenschaften
nichts entwickelt, das mit einer wissenschaftlichen Beobachtung des Minds
(Mind: ein Kontrollsystem zwischen dem Individuum selbst und dem physikalischen Universum.
Der Mind ist nicht das Gehirn.) vergleichbar wäre. Die Geisteswissenschaften – Psychologie,
Soziologie, Kriminologie und die verschiedenen Fachbereiche der Sozialwissenschaften
im allgemeinen – können jetzt und an dieser Stelle für gescheitert erklärt werden.
Sich einbilden, sehen zu können, ist ein schlechterer Zustand, als nicht sehen zu können.
Die Geisteswissenschaften bildeten sich bei zu vielen Dingen ein, sie sähen. Sie kümmerten
sich niemals darum zu beobachten. Darum sind sie gescheitert.
Mit Tologie erkennen wir auf recht hinreichende Weise, dass es ein ungeheures
Walhalla gibt, ein Mischmasch aus dem Reiche Plutos, aus Märchen und Menningers13 Arbeit,
und all das liegt unterhalb der Wahrheitsebene. Die Wahrheit ist eine einfache Sache,
jedermann könnte sie sehen. Warum wird sie nicht gesehen? Weil man in diesem prachtvollen
Wunderland lebt, das nicht ist und niemals sein wird.
Gehen wir doch mal ins Wunderland, das Wunderland der Silben, das Wunderland
jenseits des Niemals-Niemals. Wir kennen es als Zerstreuung. Jemand schaut auf etwas, es
schlägt zurück, und er kann nicht mehr in diese Richtung schauen. Es schlägt ihm ins Gesicht.
Er darf also auf keinen Fall in diese Richtung schauen, er muss irgendwo anders hinschauen.
Schliesslich lernt er sehr gut, dass er nichts beobachten darf.
Das ist der genaue Mechanismus, wie ein Wunderland der vorgetäuschten Information
gebaut wurde, aus welchem die Sozialwissenschaften entstanden. Jemand konnte den Menschen
nicht konfrontieren, deshalb wandte er sich um und entwickelte eine Theorie über den
Menschen.
Genau wie damals im dunklen Mittelalter gibt es eine Menge eingebildeter und legendärer
Wesen und Ungeheuer. Nehmen Sie zum Beispiel die Art und Weise, wie die alten Seefahrer
Leute davon abhielten, mit der amerikanischen Küste in Handelsbeziehungen zu treten.
Jeder Seefahrer aus den Tagen des Kolumbus glaubte, dass man nur bis zu einem bestimmten
Punkt segeln könnte; segelte man ausser Sicht des Landes, würde man dann über die Kante
fallen, wo es fürchterliche Ungeheuer und Untiere gab, die einen ersäufen würden.
Eine grosse Anzahl Ungeheuer wurden erfunden, um eine unbedachte Reise in das
Jagdrevier eines anderen zu verhindern.
Erwarten Sie nun nicht, dass ich Ihnen erzählen werde, dass das Gebiet des Minds nur
von eingebildeten Wesen bewohnt gewesen ist, aber so etwas Ähnliches macht der Bursche,
der eine ungeheure Nomenklatur (Gesamtheit der wissenschaftlichen Bezeichnungen eines
Fachgebiets) für das Gehirn oder die Knochenstruktur erfindet und dann sagt: »Du musst all
diese Namen kennen, bevor du irgend etwas über den Mind wissen kannst«, und darauf sagt
er: »Jeder einzelne von diesen Teilen des Gehirns hat eine ganz bestimmte Funktion.« Und
fügt hinzu:»Niemand sollte mit dem Mind herumpfuschen; er beisst.«
Ich sage nicht, dass das dem gleichzusetzen ist, was der spanische Seemann mit dem
Meer gemacht hat, um Leute wie Columbus davon abzuhalten, Dinge zu entdecken. Das sage
ich nicht. Ich bestehe lediglich darauf.
Eine Person muss nichts anderes tun als – genau da, wo sie ist – zu schauen, und sie
wird etwas vom Mind sehen. Aber wenn ihr gesagt wurde, dass es sehr gefährlich sei, mit
dem Mind herumzuspielen und wenn sie nicht weiss, dass diese wütenden Seeungeheuer in
Wirklichkeit Attrappen sind, um Fischereigebiete zu behaupten, dann sagt sie also: »Oh, ich
sollte lieber nicht hinschauen. Ich sollte lieber blind werden.«
Im Laufe der Jahre habe ich herausgefunden, dass von Leuten erwartet wurde, mit
dem Mind zu arbeiten – über die Grundannahme hinweg, dass der I.Q. sich nicht verändern
könne und dass Persönlichkeitsmerkmale unveränderlich seien. Das ist Schwarzseherei.
Tologie ist definiert als »wissen, wie man weiss«. Sie könnte aber besser definiert
werden als »zusammengestellte und systematisierte Information über Sie«. Sie umfasst alles,
was seit mindestens 2500 Jahren über Sie bekannt gewesen ist. Tologie aber ist mit dem
Ziel zusammengestellt, dass sie kommunizierbar und anwendbar ist und dass einige eindeutige
Ergebnisse dabei herauskommen. Und weit über all diesen anderen Dingen steht ihre Fähigkeit,
Veränderungen zu bewirken. Sie kann zum Besseren verändern und kann besseres
Aussehen und besseres Funktionieren verursachen.
Die meisten unserer Daten gründen sich auf das feste Fundament der Beobachtung. Ihre
Fähigkeit, das Fach zu verstehen, entspricht Ihrer Fähigkeit zu schauen.
Der Mensch entdeckt, bevor er aufsteht und herauszufinden versucht, wo er ist, bevor
er anfängt, in die richtige Richtung zu schauen, dass er blind ist. Dann sagt er: »He, einen
Moment mal!« und nimmt den Schleier von den Augen, sieht hin – und hat die Neigung, immer
wieder in Kompliziertheiten hineinzutauchen.
Deshalb wird nur eine Sache in Tologie ständig betont: grössere Einfachheit, das
heisst mehr Kommunikation. Indem wir uns in eine Kompliziertheit verstricken, erschaffen
wir ein Geheimnis. Wir lassen den Menschen in ein Priestertum, in einen Kult hineinfallen.
Die Einfachheit der Beobachtung, die Einfachheit der Kommunikation selbst, und nur
sie selbst, funktioniert und wird den Menschen von ganz unten nach ganz oben bringen. Und
die einzige Sache, die ich Ihnen beizubringen versuche, ist hinzuschauen.

WIE MAN MIT KINDERN LEBT
Ein Erwachsener hat bestimmte Rechte im Zusammensein mit Kindern, die die Kinder
und moderne Erwachsene zu einem gewissen Grad zu ignorieren geneigt sind. Ein guter, stabiler
Erwachsener mit Liebe und Toleranz im Herzen ist etwa die beste Therapie, die ein Kind
haben kann.
Die wichtigste Überlegung beim Aufziehen von Kindern ist das Problem, sie zu erziehen,
ohne sie zu zerbrechen. Sie wollen Ihr Kind auf eine solche Weise aufziehen, dass Sie es
nicht zu kontrollieren brauchen, so dass es zu allen Zeiten im vollen Besitz seiner selbst sein
wird. Davon hängen sein gutes Verhalten, seine körperliche und geistige Gesundheit ab.
Kinder sind nicht Hunde. Sie können nicht wie Hunde trainiert werden. Sie sind keine
kontrollierbaren Dinge. Sie sind, lassen Sie uns diesen Punkt nicht übersehen, Männer und
Frauen. Ein Kind ist nicht eine spezielle Tierart, die sich vom Menschen unterscheidet. Ein
Kind ist ein Mann oder eine Frau, der bzw. die nicht voll ausgewachsen ist.
Jedes Gesetz, das auf das Verhalten von Männern und Frauen zutrifft, gilt für Kinder.
Wie würde es Ihnen gefallen, herumgezogen und herumgezerrt und herumbefohlen zu
werden und bei allem, ganz gleich, was Sie tun wollten, eingeschränkt zu werden? Sie würden
es sich verbitten. Der einzige Grund, weshalb ein Kind es sich »nicht« verbittet, ist, weil es
klein ist. Sie würden jemanden halb umbringen, der Sie, einen Erwachsenen, mit den Befehlen,
dem Widerspruch und dem mangelnden Respekt behandeln würde, der dem durchschnittlichen
Kind zuteil wird. Das Kind schlägt nicht zurück, weil es nicht gross genug ist. Statt
dessen macht es Ihnen den Fussboden schmutzig, unterbricht Ihr Mittagsschläfchen und stört
den Hausfrieden. Hätte es die gleichen Rechte wie Sie, würde es nicht diese »Rache« fordern.
Diese »Rache« ist das normale Verhalten des Kindes.
Ein Kind hat ein Recht auf seine Selbstbestimmung. Sie sagen: »Wird es nicht davon
abgehalten, Dinge auf sich herunterzuziehen oder auf die Strasse zu laufen usw. usw., so wird
es sich verletzen.« Was tun Sie als Erwachsener, dass Sie dieses Kind in Zimmern oder einer
Umgebung leben lassen, wo es verletzt werden kann? Es ist Ihr Fehler, nicht der Fehler des
Kindes, wenn es Dinge kaputt macht.
Die Süsse und Liebe eines Kindes wird nur so lange bewahrt, wie es seine eigene
Selbstbestimmung ausüben kann. Greifen Sie störend in diese ein, stören Sie in einem gewissen
Masse das Leben des Kindes.
Es gibt nur zwei Gründe, warum das Recht eines Kindes, für sich selbst zu entscheiden,
unterbrochen werden muss – die Zerbrechlichkeit und Gefahr seiner Umgebung und Sie,
denn Sie lassen an Ihrem Kind die Dinge aus, die Ihnen angetan worden sind, ganz gleich,
was Sie denken.
Wenn Sie einem Kind etwas geben, gehört es ihm. Es gehört nicht mehr Ihnen. Kleidung,
Spielzeuge, Zimmer – das, was dem Kind gegeben worden ist, muss ausschliesslich
unter seiner eigenen Kontrolle bleiben. Also zerreisst es sich sein Hemd, macht sein Bett kaputt,
zerbricht sein Feuerwehrauto. Es geht Sie nichts an. Wie würde es Ihnen gefallen, wenn
Ihnen jemand zu Weihnachten ein Geschenk gäbe und Ihnen danach Tag für Tag immerzu
erzählen würde, was Sie damit machen müssen, und Sie sogar bestrafen würde, wenn Sie es
nicht auf die Weise behandelten und so dafür sorgten, wie es der Geber wünscht? Sie würden
diesen Geber kaputt machen und dieses Geschenk zerstören. Sie wissen, Sie würden das tun.
Das Kind macht Ihre Nerven kaputt, wenn Sie ihm das antun. Das ist Rache. Es schreit, es
quält Sie, es zerbricht Ihre Sachen. Es schüttet »aus Versehen« seine Milch um. Und es ruiniert,
mit Absicht, den Besitz, mit dem es so oft vorsichtig sein sollte. Warum? Weil es um
seine eigene Selbstbestimmung kämpft, um sein eigenes Recht zu besitzen, und weil es seinen
eigenen Wert in seiner Umgebung zur Geltung bringen möchte. Dieser »Besitz« ist ein weiterer
Kanal, durch den es beherrscht werden kann. Es muss also den Besitz und den Beherrscher
bekämpfen.
Sie müssen bei der Erziehung Ihres Kindes vermeiden, das Kind zu einem sozialen
Tier zu »trainieren«. Ihr Kind beginnt damit, dass es umgänglicher und würdiger ist als Sie. In
relativ kurzer Zeit wird es durch die Behandlung, die es bekommt, so eingeschränkt, dass es
sich auflehnt. Diese Auflehnung kann verstärkt werden, bis es schliesslich schrecklich ist,
dieses Kind um sich zu haben. Es wird Krach machen, rücksichtslos, nachlässig mit Besitz
und unsauber sein – alles mögliche, kurz gesagt, es wird Sie aufregen. Trainieren Sie das
Kind, kontrollieren Sie es, und Sie werden seine Liebe verlieren. Das Kind, das Sie zu kontrollieren
und zu besitzen versuchen, haben Sie auf immer verloren.
Etwas anderes ist die Angelegenheit des Beitragens. Sie haben kein Recht, Ihrem Kind
das Recht zu verweigern, etwas beizutragen. Ein menschliches Wesen fühlt sich nur so lange
fähig und kompetent, wie ihm gestattet wird, so viel oder mehr beizutragen, wie es selbst empfängt.
Ein Baby leistet seinen Beitrag, indem es versucht, Sie zum Lächeln zu bringen. Das
Baby will sich zur Schau stellen. Ein wenig später wird der Kleine für Sie tanzen, bringt Ihnen
Zweige und versucht, Ihre Arbeitsbewegungen nachzuahmen, um Ihnen zu helfen. Wenn
Sie dieses Lächeln, diese Tänze, diese Zweige oder diese Arbeitsbewegungen nicht in dem
Geist annehmen, wie sie gegeben werden, haben Sie begonnen, den Beitrag des Kindes zu
unterbrechen. Jetzt wird es anfangen, ängstlich zu werden. Es wird gedankenlose und seltsame
Sachen mit Ihrem Eigentum machen, in der Bemühung, sie »besser« für Sie zu machen.
Sie schelten das Kind… und damit ist es aus mit ihm.
Erlauben Sie einem Kind, sich auf Ihren Schoss zu setzen. Es wird dort sitzen und zufrieden
sein. Legen Sie nun Ihre Arme um das Kind und zwingen Sie es, dort zu sitzen. Machen
Sie das, obwohl es noch nicht einmal versuchte wegzugehen. Sofort wird es sich winden
und krümmen. Es wird kämpfen, um von Ihnen fortzukommen. Es wird wütend werden. Es
wird weinen. Rufen Sie sich nun zurück, dass das Kind glücklich war, bevor Sie anfingen es
festzuhalten. (Sie sollten dieses Experiment tatsächlich machen.)
Ihre Bemühungen, dieses Kind zu formen, zu trainieren, zu kontrollieren, wirken auf
es im allgemeinen genauso, als wenn Sie versuchen, es auf Ihrem Schoss festzuhalten.
Sie werden natürlich Schwierigkeiten haben, wurde dieses Kind von Ihnen inzwischen
schon trainiert, kontrolliert und herumbefohlen und ist ihm schon sein eigener Besitz verweigert
worden. Mittendrin ändern Sie Ihre Taktik. Sie versuchen, dem Kind seine Freiheit zu
geben. Es ist so misstrauisch Ihnen gegenüber, dass der Versuch sich anzupassen, schrecklich
für das Kind sein wird. Die Übergangsperiode wird schwierig sein, aber am Ende davon werden
Sie ein stabiles und umgängliches Kind haben, das Ihnen gegenüber aufmerksam ist und
– was sehr wichtig für Sie ist – es wird ein Kind sein, das Sie liebt.
Dem Kind, das eingeschränkt und überwacht, gehandhabt und kontrolliert wird, wird
eine ganz schlimme Angst postuliert. Seine Eltern sind Wesen, die Überleben bedeuten. Sie
bedeuten Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Zuneigung. Deshalb möchte das Kind in ihrer
Nähe sein. Als Ihr Kind möchte es Sie natürlich lieben.
Auf der anderen Seite aber sind seine Eltern Wesen, die dem Überleben entgegen stehen.
Sein ganzes Dasein und Leben hängen von seinem Recht ab, von seiner eigenen Entscheidungskraft
über seine Bewegungen, seinem Besitz und seinem Körper Gebrauch zu machen.
Die Eltern versuchen, dies zu unterbrechen, aus der fälschlichen Idee heraus, dass ein
Kind ein Idiot ist, das, ausser unter »Kontrolle«, nicht lernen will. Das Kind muss also einem
Feind aus dem Weg gehen, gegen ihn kämpfen, ihm das Leben sauer machen und ihn plagen.
Hier ist Angst. »Ich liebe sie von Herzen. Ich brauche sie auch, aber sie bedeuten eine
Hemmung meiner Fähigkeit, meines Minds und meiner Lebensmöglichkeiten. Was soll ich
nur mit meinen Eltern machen? Ich kann nicht mit ihnen leben. Ich kann nicht ohne sie leben.
0 Gott, o Gott!« Da sitzt es nun in seiner Spielhose und wälzt dieses Problem in seinem Kopf
herum. Von diesem Problem, dieser Sorge wird es mehr oder weniger achtzehn Jahre lang
verfolgt werden. Und sein Leben wird dadurch fast ruiniert.
Freiheit für das Kind bedeutet Freiheit für Sie.
Die Besitztümer des Kindes ihrem Schicksal überlassen, bedeutet am Ende Sicherheit
für die Besitztümer des Kindes.
Welche fürchterliche Willenskraft wird von einer Mutter oder einem Vater verlangt,
einem Kind nicht beständig eine Flut von Anweisungen zu geben.
Aber es muss erreicht werden, wenn Sie ein gesundes, ein glückliches, ein achtsames,
ein schönes und intelligentes Kind haben wollen!
Das Kind hat Ihnen gegenüber eine Pflicht. Es muss imstande sein, sich um Sie zu
kümmern – nicht, dass es sich einbildet, das zu tun, sondern dass es das wirklich tut. Sie müssen
die Geduld haben, sich selbst zu erlauben, sich unordentlich betreuen zu lassen, bis das
Kind aus reiner Erfahrung – nicht aufgrund Ihrer Anweisungen – lernt, wie man es gut macht.
Auf das Kind aufpassen? Unsinn! Es hat vielleicht ein besseres Verständnis von unmittelbar
bevorstehenden Situationen als Sie.

ÜBER DIE EHE
Kommunikation ist die Wurzel des ehelichen Erfolgs, aus welcher eine starke Einheit
erwachsen kann, und Nichtkommunikation ist der Felsen, an dem das Eheschiff seinen Kiel
zerschmettern wird.
Zunächst einmal sind Männer und Frauen nicht allzu achtsam bei der Entscheidung,
»wen sie aus heiterem Himmel heiraten«. Hat man keinerlei Grundausbildung über Neurosen,
Psychosen oder wie man einen guten Koch oder einen guten Geldverdiener beurteilen soll,
dann ist diese knifflige und trügerische und nicht immer leicht identifizierbare Sache, genannt
»Liebe«, der einzige Leitfaden bei der Partnerwahl. Es ist zuviel erwartet von einer Gesellschaft
oberhalb der Stufe von Ameisen, dass sie im Hinblick auf eine Einrichtung, die so
grundlegend unpraktisch ist wie die Ehe, vollständig praktisch sein würde. Es ist daher nicht
erstaunlich, dass die falsche Partnerwahl mit solcher Ungezwungenheit vor sich geht.
Es gibt jedoch nicht nur Wege, einen Ehepartner auszuwählen, sondern auch, um den
Fortbestand dieser Ehe zu garantieren. Diese Wege sind einfach. Sie sind einheitlich von
Kommunikation abhängig.
Der Ehemann und die Ehefrau sollten sich hinsichtlich Intellekt und geistiger Gesundheit
auf ähnlicher Ebene befinden, um eine erfolgreiche Ehe führen zu können. In der westlichen
Kultur wird erwartet, dass die Frau eine gewisse Beherrschung der Geisteswissenschaften
und anderen Wissenschaften haben soll. Es ist leicht, den Bildungshintergrund eines potentiellen
Ehepartners festzustellen. Es ist nicht so leicht, seine Fähigkeiten in bezug auf Sexualität,
Familie, Kinder oder geistige Gesundheit einzuschätzen.
In der Vergangenheit wurden Anstrengungen unternommen, geistige Gesundheit mit
Tintenklecksen, Quadraten und Tests mit Murmeln festzustellen, um herauszufinden, ob sie
noch vorhanden war. Die sich dabei ergebenden Ziffern mussten mit einer Kristallkugel persönlich
interpretiert werden und dann auf Anwendung hin noch einmal interpretiert werden.
In Tologie gibt es einen Test der geistigen Gesundheit und der vergleichbaren
geistigen Gesundheit, der so einfach ist, dass jeder ihn anwenden kann. Wie gross ist die
Kommunikationsverzögerung der Person? Wenn ihr eine Frage gestellt wird, wie lange
braucht sie, um darauf zu antworten? Wenn eine Bemerkung an sie gerichtet wird, wie lange
braucht sie, um sie zu registrieren und darauf zu antworten? Die schnelle Antwort zeugt von
dem schnellen Verstand und dem geistig gesunden Verstand, vorausgesetzt, dass die Antwort
folgerichtig ist. Die langsame Antwort zeugt von jemandem, der weit unten auf der Skala ist.
Ehepartner, die die gleiche Kommunikationsverzögerung haben, werden miteinander auskommen.
Wo der eine Partner schnell ist und der andere langsam, wird die Situation für den
schnellen Partner unerträglich werden und erbärmlich für den langsamen.
Die Reparatur einer Ehe, die kaputt geht, erfordert nicht immer das Auditieren der
Ehepartner. Es kann sein, dass ein anderer Familienfaktor die Szene mit beeinflusst. Das kann
in Gestalt eines Verwandten sein, zum Beispiel der Schwiegermutter. Wie löst man diesen
Faktor, ohne ein Gewehr zu benutzen? Dies ist wiederum einfach. Bei Schwierigkeiten in der
Familie ist die Schwiegermutter verantworlich dafür, dass Kommunikationslinien abgeschnitten
oder Kommunikationen umgeleitet werden. Der eine oder der andere der Partner ist dann
von dem Kommunikationskanal, auf den er gehört, abgeschnitten. Er fühlt dies und wehrt sich
heftig dagegen.
Eifersucht ist der grösste Faktor beim Auseinanderbrechen von Ehen. Eifersucht entsteht
aufgrund einer Unsicherheit der eifersüchtigen Person; die Eifersucht mag begründet
sein oder auch nicht. Diese Person hat Angst vor versteckten Kommunikationslinien und
würde alles tun, in dem Versuch, sie aufzudecken. Das wirkt sich auf den anderen Partner so
aus, dass er das Gefühl bekommt, seine Kommunikationslinien wären abgeschnitten, denn er
fühlt sich berechtigt, offene Kommunikationslinien zu haben, während sein Ehepartner darauf
besteht, dass er viele von ihnen schliesst. Die daraus entstehenden Auseinandersetzungen sind
heftig, wie durch die Tatsache gezeigt wird, dass von Versicherungsfirmen keine Policen ausgestellt
werden, wo in einem Beruf, wie Schauspielen, Eifersucht existiert – die Selbstmordrate
ist zu hoch.
Das Thema Ehe könnte in vielen Kapiteln nicht erfasst werden, aber hier wird der
grundlegende Anhaltspunkt zu einer erfolgreichen Ehe gegeben – kommunizieren Sie!

DER MENSCH, DER ERFOLG HAT
Die Bedingungen zum Erfolg sind nicht so zahlreich und sind leicht zu nennen.
Stellungen werden in Wirklichkeit nicht durch Pechoder Glückssträhnen aufrechterhalten.
Jene, die sich auf das Glück verlassen, haben in der Regel Pech. Die Fähigkeit, eine
Stellung zu behalten, hängt im wesentlichen von Fähigkeit ab. Man muss fähig sein, seine
Arbeit zu kontrollieren, und auch bereit sein, sich bei seiner Arbeit kontrollieren zu lassen.
Jemand muss ausserdem fähig sein, gewisse Gebiete unkontrolliert zu lassen. Jemandes Intelligenz
steht in direktem Zusammenhang mit seiner Fähigkeit. Ein »Zu-klug-Sein« gibt es
nicht. Aber es gibt so etwas wie ein »Zu-dumm-Sein«.
Aber man kann sowohl fähig als auch intelligent und trotzdem erfolglos sein. Ein wesentlicher
Bestandteil des Erfolges beruht auf der Fähigkeit, nicht nur die eigenen Berufswerkzeuge,
sondern auch die Leute, die einen umgeben, zu handhaben und zu kontrollieren.
Um dies zu erreichen, braucht man eine sehr hohe Affinitätsstufe (Affinität: Ausmass des Mögens
oder der Mangel davon). Man muss sowohl fähig sein, sehr massive Realitäten zu tolerieren,
als auch fähig sein, Kommunikation (ein Austausch von Gegenständen oder Ideen zwischen
zwei Personen) zu äussern und zu empfangen.
Erfolg besteht somit in erster Linie aus der Fähigkeit, die Arbeit nicht mit Widerwillen,
sondern mit Freude zu konfrontieren (ins Auge sehen, ohne zurückzuschrecken oder auszuweichen);
dem Wunsch, die Arbeit um ihrer selbst willen zu tun, und nicht, weil man Geld
braucht. Man muss arbeiten können, ohne sich übermässig anzustrengen oder schwere Erschöpfungszustände
zu erleiden. Wenn einem Menschen solche Dinge geschehen, ist irgend
etwas mit ihm nicht in Ordnung. Es gibt irgend etwas in seiner Umgebung, dass er kontrollieren
sollte, aber nicht kontrolliert, oder seine angesammelten Verletzungen sind derartig, dass
er sich von allen Menschen und Massen, mit denen er engen Kontakt haben sollte, zurückzieht.
Die Bestandteile erfolgreicher Arbeit sind: Ausbildung und Erfahrung auf dem betreffenden
Gebiet, eine gute allgemeine Intelligenz und allgemeine Fähigkeit, eine Fähigkeit zu
hoher Affinität, eine Toleranz bezüglich Realität und die Fähigkeit, Ideen zu kommunizieren
(Kommunikation zu machen) und zu empfangen. Unter diesen Voraussetzungen bliebe nur
eine geringe Möglichkeit zu scheitern. Unter diesen Voraussetzungen kann ein Mensch all die
Zufälle von Geburt, Heirat und Vermögen unbeachtet lassen, denn Geburt, Heirat und Vermögen
können einem diese notwendigen Elemente nicht mitgeben. Jemand könnte alles Geld
der Welt besitzen und dennoch ausserstande sein, auch nur eine Stunde ehrlicher Arbeit zu
leisten. Ein solcher Mensch wäre furchtbar unglücklich.
Jemand, der Arbeit geflissentlich meidet, arbeitet in der Regel viel länger und schwerer
als jemand, der die Arbeit gern konfrontiert und sie tut. Menschen, die nicht arbeiten können,
sind keine glücklichen Menschen.
Arbeit ist das stabile Datum (ein Datum, das Dinge davon abhält, in einer Verwirrung
zu sein, und auf das sich andere Dinge ausrichten) in unserer Gesellschaft. Es gibt nichts wofür
wir leben, wenn wir nichts zu tun haben. Jemand, der nicht zu arbeiten vermag, ist so gut
wie tot. Er zieht es gewöhnlich vor zu sterben und steuert darauf hin.
Die Geheimnisse des Lebens sind heute, mit Tologie, nicht sehr geheimnisvoll.
Ein Geheimnis ist kein notwendiger Bestandteil. Nur der stark aberrierte (aberriert: von der
Vernunft abgewichen, geistig gestört) Mensch wünscht, dass grosse Geheimnisse von ihm
ferngehalten werden. Tologie hat viele der Kompliziertheiten, die für die Menschen aufgestellt
wurden, scharf kritisiert und den Kern dieser Probleme freigelegt. Zum ersten Mal in
dieser Geschichte des Menschen vermag Tologie die Intelligenz voraussagbar zu steigern,
Fähigkeiten zu erhöhen und die Fähigkeit des Spielens wiederzuerwecken. Sie erlaubt es dem
Menschen, aus der enger werdenden Spirale (bezieht sich auf die Verringerung der Fähigkeiten
einer Person) seiner eigenen Unzulänglichkeit zu entfliehen. So kann die Arbeit selbst
zum Spiel werden, zu einer angenehmen und glückbringenden Sache.
Etwas hat man in Tologie herausgefunden, das für die psychische Verfassung des
Arbeiters sehr wichtig ist. In dieser Gesellschaft glaubt man oft, nur wegen des unmittelbaren
Verdienstes zu arbeiten und nichts für die ganze Gesellschaft Wesentliches zu vollbringen.
Diese Menschen wissen mehrere Dinge nicht. Eines davon ist, wie wenig gute Arbeiter es
gibt. Es ist interessant festzustellen, für wie wertvoll jemand im Bereich der Führungskräfte in
einer Firma gehalten wird, der mit Problemen und Menschen umzugehen versteht und Kontrolle
über sie ausüben kann. Solche Leute sind selten. Alle freien Stellen in der Struktur unserer
heutigen Arbeitswelt liegen an der Spitze.
Noch etwas ist ziemlich wichtig. Die heutige Welt ist durch Philosophien, die die
Menschen täuschen sollen, dazu verführt worden, zu glauben, dass alles zu Ende und vorbei
ist, wenn man stirbt, und dass man keine Verantwortung mehr für irgend etwas hat. Es ist sehr
zweifelhaft, ob das stimmt. Man erbt morgen die Welt, die man gestern verlassen hat.
Wir wissen ferner, dass man Menschen nicht entbehren kann. Ein Mechanismus alter
Philosophien war, Leute, die glaubten, dass sie unentbehrlich seien, auf den Friedhof zu schicken,
um sich da umzusehen – jene Menschen waren auch unentbehrlich. So etwas ist kompletter
Unsinn. Wenn man sich den Friedhof genau ansähe, fände man den Mechaniker, der in
der Vergangenheit die Modelle betriebsfertig hingestellt hat, und ohne den es heute keine
Industrie gäbe. Es ist zweifelhaft, ob im Augenblick eine ähnliche Tat vollbracht wird. Ein
Arbeiter ist nicht nur ein Arbeiter. Eine Hilfskraft ist nicht nur eine Hilfskraft. Ein Büroangestellter
ist nicht nur ein Büroangestellter. Sie sind lebende, atmende, wichtige Säulen, auf denen
unser ganzes Zivilisationsgebäude ruht. Sie sind nicht kleine Räder in einer mächtigen
Maschine. Sie sind die Maschine selbst.

DER TOD DES BEWUSSTSEINS
Wo hört jemand auf zu überleben und beginnt zu unterliegen? Der Scheidepunkt ist
nicht der Tod, wie wir ihn kennen. Es wird durch das, was man den Tod des Bewusstseins der
Person nennen könnte, markiert.
Die grösste Waffe des Menschen ist seine Vernunft. Ohne die Zähne, den Schutzpanzer
und die Klauen so vieler anderer Lebensformen hat der Mensch sich auf seine Fähigkeit,
vernünftig zu denken, verlassen, um sein Überleben zu fördern.
Die Wahl der Denkfähigkeit als Hauptwaffe ist eine glückliche Wahl. Sie hat dem
Menschen die Herrschaft über die Erde verliehen. Vernunft ist eine ausgezeichnete Waffe.
Das Tier mit seinen Zähnen, mit seinem Schutzpanzer, mit seinen langen Klauen ist auf Warfen
festgelegt, die es nicht ändern kann. Es kann sich an eine sich verändernde Umgebung
nicht anpassen. Für das Überleben ist es ungeheuer wichtig, sich zu ändern, wenn die Umgebung
sich ändert. Jede ausgestorbene Rasse starb deshalb aus, weil sie sich nicht ändern konnte,
um eine neue Umgebung zu kontrollieren. Die Fähigkeit, vernünftig zu überlegen, behebt
dieses Versagen in einem deutlichen Masse, da der Mensch neue Werkzeuge, neue Waffen
und eine ganz neue Umwelt erfinden kann. Die Vernunft erlaubt ihm, sich zu verändern, um
neuen Situationen zu entsprechen. Und die Vernunft erhält ihm die Kontrolle über neue Umgebungen.
Jedes Tier, das sich einfach anpasst, um seiner Umgebung zu entsprechen, ist zum Untergang
verurteilt. Umgebungen verändern sich schnell. Tiere, die die Umgebung kontrollieren
und verändern können, haben die beste Überlebenschance.
Die einzige Methode, mit der Sie einen Kollektivstaat organisieren können, ist, die
Menschen zu überzeugen, dass sie sich wie Tiere auf eine gleichbleibende Umgebung einstellen
und sich ihr anpassen müssen. Den Menschen muss das Recht abgesprochen werden, ihre
Umgebung als Einzelpersonen zu kontrollieren. Dann können sie reglementiert und zu Gruppen
zusammengetrieben werden. Sie werden dann besessen, sind nicht Besitzer. Die Fähigkeit
zur Vernunft und das Recht dazu müssen ihnen genommen werden, denn im Mittelpunkt der
Vernunft steht das Recht, sich über seine eigene Umgebung selbst ein Urteil zu bilden.
Die Naturgewalten bekämpfen den Menschen, und der Mensch bekämpft den Menschen.
Die Hauptzielscheibe der Feinde der Menschheit oder eines Menschen ist sein Recht
und seine Fähigkeit zur Vernunft. Die rohen und stümpernden Kräfte der Elemente, Sturm,
Kälte und Nacht üben Druck aus, fordern heraus und zerschmettern dann vielleicht sowohl
die Vernunft als auch den Körper.
Aber genauso, wie dem Tod immer Bewusstlosigkeit vorausgeht, selbst wenn es sich
um Augenblicke handelt, so geht dem Tod des Organismus der Tod der Vernunft voraus: Dieser
Vorgang kann während einer langen Zeitspanne geschehen, sogar ein halbes Leben lang,
sogar noch mehr.
Haben Sie einmal beobachtet, mit welch äusserst wacher Bereitschaft ein junger Mann
den Kräften, die sich dem Leben entgegenstellen, die Stirn bietet? Und haben Sie einen anderen
in hohem Alter beobachtet? Sie werden feststellen, dass seine Fähigkeit zu vernünftiger
Überlegung gelitten hat. Er hat schwer erworbene Erfahrungen gewonnen, und auf der Grundlage
dieser Erfahrungen versucht er von den mittleren Jahren an durchzukommen. Es ist eine
Binsenwahrheit, dass die Jugend mit wenig Erfahrung schnell denkt und dass das Alter auf
grosser Erfahrungsgrundlage langsam denkt. Die Vernunft der Jugend ist sehr weit davon
entfernt, immer richtig zu sein, denn Jugend versucht vernünftig zu urteilen, ohne angemessene
Daten zu besitzen.
Nehmen wir an, wir hätten einen Menschen, der sich all seine Fähigkeit, vernünftig zu
denken, bewahrt hat und dazu eine grosse Menge Erfahrung hätte. Nehmen wir an, unsere
Graubärte könnten mit all dem Enthusiasmus und der Vitalität der Jugend denken und hätten
ausserdem ihre gesamte Erfahrung. Das Alter sagt zur Jugend: »Du hast keine Erfahrung!«
Die Jugend sagt zum Alter: »Du hast keine Phantasie. Du willst neue Ideen weder akzeptieren
noch untersuchen!« Offensichtlich wäre es eine ideale Einrichtung, wenn man die Erfahrung
des Alters und die Vitalität und Phantasie der Jugend besässe.
Vielleicht haben Sie zu sich selbst gesagt: »Mit all meiner jetzigen Erfahrung, was gäbe
ich nicht für etwas von dem Enthusiasmus, den ich einmal hatte.« Oder vielleicht haben
Sie alles damit entschuldigt, dass Sie »Ihre Illusionen verloren« haben. Aber Sie sind nicht
sicher, dass es Illusionen waren. Sind Freude am Leben, schneller Enthusiasmus, ein Wunsch
und Wille zum Leben, ein Glaube an die Bestimmung Illusionen? Oder sind sie Symptome
eben dieses Stoffes, aus dem kraftvolles Leben gemacht ist? Und ist ihr Nachlassen nicht ein
Symptom des Todes?
Wissen zerstört einen Lebenswillen nicht. Schmerz und Verlust der Selbstbestimmung
zerstören diesen Willen. Das Leben kann schmerzhaft sein. Der Zuwachs an Erfahrung ist oft
schmerzhaft. Das Zurückbehalten dieser Erfahrung ist wesentlich. Aber ist es nicht trotzdem
Erfahrung, auch wenn sie den Schmerz nicht enthält?
Angenommen, Sie könnten aus Ihrem Leben den ganzen körperlichen und sonstigen
Schmerz auslöschen, den Sie angesammelt haben. Wäre es so fürchterlich, sich von einem
gebrochenen Herzen, einer psychosomatischen Krankheit, von Ängsten, Sorgen und Schrecken
zu trennen?
Angenommen, ein Mensch hätte noch einmal eine Chance, mit allem, was er weiss,
dem Leben und dem Universum wieder ins Auge zu sehen und zu sagen, dass es besiegt werden
könne. Erinnern Sie sich an einen Tag, als Sie jünger waren. – Sie wachten auf und fanden
strahlenden, funkelnden Tau auf den Gräsern und Blättern und sahen die goldene Sonne,
wie sie auf eine glückliche Welt herabschien? Erinnern Sie sich, wie schön und grossartig es
einmal war? Der erste süsse Kuss? Die Wärme einer wahren Freundschaft? Die Vertrautheit
einer Fahrt im Mondenschein? Wodurch wurde die Welt zu einer anderen als einer strahlenden
Welt?
Das Bewusstsein der Welt um einen herum ist keine absolute Sache. Zu verschiedenen
Zeiten im Leben kann man sich des Glanzes, der Farbe und der Freude bewusster sein als zu
anderen. Man kann die strahlende Realität der Dinge in der Jugend leichter empfinden als im
Alter. Und ist das nicht so etwas wie eine Verminderung des Bewusstseins, eine Verminderung
der Bewusstheit?
Was ist es, das uns des Glanzes der Welt um uns herum weniger bewusst werden
lässt? Hat die Welt sich verändert? Nein, denn jede neue Generation sieht den Zauberglanz
und die Herrlichkeit, die Vitalität des Lebens – des gleichen Lebens, welches dem Alter bestenfalls
als glanzlos erscheinen mag. Die Person verändert sich. Und was verändert sie? Ist es
ein Verfall ihrer Drüsen und ihrer Sehnen? Kaum, denn jegliche Arbeit, die an Drüsen und
Sehnen – der Struktur des Körpers – geleistet worden ist, hat wenig, wenn überhaupt irgend
etwas von der Herrlichkeit des Lebens wiederhergestellt.
»O Jugend«, seufzt der Erwachsene, »wenn ich nur deine Begeisterung wieder hätte!«
Was verminderte jene Begeisterung?
In dem Masse, wie jemandes Bewusstsein von der Herrlichkeit des Lebens abnimmt,
hat sich sein eigenes Bewusstsein vermindert. Bewusstheit nimmt genau in dem Masse ab,
wie Bewusstsein abnimmt. Die Fähigkeit, die Welt um einen herum wahrzunehmen, und die
Fähigkeit, genaue Schlussfolgerungen darüber zu ziehen, sind, was immer man anstellen mag,
die gleiche Sache.
Brillen sind ein Symptom der Verminderung des Bewusstseins. Jemand braucht eine
Stütze für sein Sehvermögen, um die Welt heller und klarer aussehen zu lassen. Die Unfähigkeit,
sich schnell zu bewegen, so wie damals, als man ein Kind war, ist ein Abnehmen des
Bewusstseins und der Fähigkeit.
Vollständige Bewusstlosigkeit ist Tod. Halbe Bewusstlosigkeit ist halber Tod. Ein
Viertel Bewusstlosigkeit ist ein Viertel Tod. Und während man den Schmerz anhäuft, der dem
Leben anhängt, und es versäumt, die Freuden anzuhäufen, verliert man nach und nach das
Wettrennen mit dem Sensenmann. Und am Ende folgt die körperliche Unfähigkeit zu sehen,
zu denken und zu sein, wie im Tod.
Wie häuft man diesen Schmerz an? Würde man ihn loswerden, würde das vollständige
Bewusstsein und eine vollständige, strahlende Sicht des Lebens wiederkehren? Und gibt es
einen Weg, um ihn loszuwerden? Mit Tologie ist die Antwort: JA.

DIE BETONUNG LIEGT AUF FÄHIGKEIT
Wenn wir »Leben« sagen, dann wissen wir alle mehr oder weniger, worüber wir sprechen;
aber wenn wir dieses Wort »Leben« praktisch verwenden, dann müssen wir die Ziele
und das Verhalten und insbesondere die Formeln untersuchen, die vom Leben entwickelt
worden sind, um das Spiel zu haben, das »Leben« genannt wird.
Wenn wir »Leben« sagen, meinen wir Verstehen; und wenn wir »Verstehen« sagen,
dann meinen wir Affinität, Realität und Kommunikation. Alles zu verstehen würde bedeuten,
auf der höchsten Stufe potentieller Aktion und Fähigkeit zu leben. Die Qualität des Lebens
existiert in der Gegenwart von Verstehen – folglich in der Gegenwart von Affinität, Realität
und Kommunikation.
Leben würde in einem weitaus weniger aktivem Masse auf der Ebene des Missverstehens,
der Unbegreiflichkeit, der psychosomatischen Krankheit und körperlicher und geistiger
Unfähigkeit existieren. Denn Leben ist Verstehen, es versucht zu verstehen. Wenn es sich
wendet und sich dem Unbegreiflichen gegenübersieht, dann fühlt es sich gehindert und enttäuscht.
Wenn man zwanghaft und ohne Verstehen auf einen Zustand der Unbegreiflichkeit
festgelegt wird, dann ist man natürlich verloren. Wir entdecken somit, dass die einzige Falle,
in die das Leben geraten könnte, darin besteht, Dinge zu tun, ohne zu wissen, dass es sie tut.
Man kann immer erkennen, dass seine Fähigkeit sich
steigern kann, denn in Richtung einer Steigerung der Fähigkeit liegt grösseres Verstehen.
Fähigkeit ist ganz und gar abhängig von einem grösseren und besseren Verstehen des
Bereiches oder Gebietes, in dem man fähiger werden möchte. Versucht man Unfähigkeit zu
verstehen, schaut man natürlich auf geringere Verständlichkeit und geringeres Verstehen und
versteht also abnehmende Fähigkeit auch nicht annähernd so gut, wie man anwachsende Fähigkeit
versteht. In Abwesenheit des Verstehens von Fähigkeit bekommen wir eine Furcht vor
dem Verlust der Fähigkeit, und das ist einfach die Furcht vor einer unbekannten oder einer
vermeintlich unwissbaren Sache. Denn geringere Fähigkeit beinhaltet geringere Bekanntheit
und geringeres Verstehen.
Ein Teil von Verstehen und Fähigkeit ist Kontrolle. Natürlich ist es nicht notwendig,
überall alles zu kontrollieren, wenn man es vollständig versteht. Bei geringerem Verstehen
der Dinge jedoch und natürlich mit der Vorstellung, ein Spiel zu haben, wird Kontrolle ein
notwendiger Faktor. Die Struktur von Kontrolle ist Starten, Stoppen und Verändern, und das
ist ebenso wichtig zu wissen wie Verstehen selbst und wie das Dreieck, aus welchem Verstehen
zusammengesetzt ist: Affinität, Realität und Kommunikation.
Die Ärzte und Krankenschwestern in einer Quarantänestation haben ein gewisses Ausmass
an Kontrolle über die Krankheiten, die sie vor sich sehen. Erst wenn sie ihre Unfähigkeit
zu erkennen beginnen, diese Krankheiten oder diese Patienten zu heilen, fallen sie ihnen
selbst anheim. Angesichts der Tatsache, dass wir in den vergangenen Jahrhunderten sehr erfolgreich
in der Heilung ansteckender Krankheiten gewesen sind, können sich Ärzte und
Krankenschwestern ungestraft in Quarantänestationen bewegen.
Die Bekämpfer der Krankheit, die ein gewisses Mass an Kontrolle über sie haben, haben
keine Furcht mehr vor der Krankheit, und sie kann ihnen deshalb nichts anhaben. Natürlich
gäbe es hierzu ein Verständnisniveau des Körpers, das noch immer Furcht widerspiegeln
könnte, aber wir kämen zu der gleichen Aussage. Menschen, die imstande sind, etwas zu kontrollieren,
brauchen keine Angst davor zu haben und erleiden keine nachteiligen Wirkungen
davon. Menschen, die Dinge nicht kontrollieren können, können schlechte Wirkungen von
diesen Dingen erhalten.
Der gemeinsame Nenner aller Neurosen, Psychosen, Aberration (eine Abweichung
von rationalem Denken oder Verhalten) und psychosomatischen Krankheiten ist »kann nicht
arbeiten«. Jede Nation, in der diese Dinge häufig vorkommen, erfährt eine Verminderung der
Produktion und ihrer Lebenserwartung.
Unter den Unfähigen befindet sich der Kriminelle, der unfähig ist, an den anderen zu
denken, unfähig, seine eigenen Aktionen zu bestimmen, unfähig. Befehlen zu folgen, unfähig,
Dinge dazu zu bringen, dass sie wachsen, und unfähig, den Unterschied zwischen gut und
böse zu bestimmen, unfähig, in irgendeiner Weise an die Zukunft zu denken. Jeder hat etwas
davon; der Kriminelle hat alles davon.
Und was macht man gegen: »Wie schlimm es ist«? Ist jemand längere Zeit von anderen
oder von Gewaltanwendung abhängig, damit etwas dagegen getan wird, dann wird er
scheitern. Von seinem Standpunkt aus ist er selbst der einzige, der mehr Leben, mehr Verstehen,
mehr Toleranz und mehr Fähigkeit in die Umgebung hineinbringen kann. Einfach, indem
eine Person in einem Zustand höheren Verstehens existiert, einfach, indem sie fähiger ist,
könnte sie für diejenigen um sie herum viele ihrer Probleme und Schwierigkeiten lösen. Die
Betonung liegt auf Fähigkeit.

EHRLICHE MENSCHEN HABEN AUCH RECHTE
Nachdem Sie eine hohe Fähigkeitsstufe erreicht haben, werden Sie der erste sein, auf
Ihren Rechten zu bestehen, mit ehrlichen Menschen zu leben.
Wenn Sie die Technologie des Minds kennen, dann wissen Sie, dass es ein Fehler ist,
»individuelle Rechte« und »Freiheit« als Argumente zu verwenden, um diejenigen zu schützen,
die nur zerstören würden.
Individuelle Rechte wurden nicht entwickelt, um Kriminelle zu schützen, sondern um
ehrlichen Menschen Freiheit zu bringen. In diesen Schutzbereich tauchten dann diejenigen
ein, die sogenannte »Freiheit« und »persönliche Freiheit« brauchten, um ihre eigenen zweifelhaften
Tätigkeiten zu verdecken.
Freiheit ist für ehrliche Menschen. Kein Mensch, der selbst nicht ehrlich ist, kann frei
sein – er befindet sich in seiner eigenen Falle. Wenn seine eigenen Taten nicht enthüllt werden
können, dann ist er ein Gefangener; er muss sich vor seinen Mitmenschen zurückhalten
und ist ein Sklave seines eigenen Gewissens. Freiheit muss verdient sein, bevor irgendeine
Freiheit möglich ist.
Unehrliche Menschen zu beschützen bedeutet, sie in ihre eigene Hölle zu verdammen.
Wenn man »individuelle Rechte« zu einem Synonym für »Schützt den Kriminellen« macht,
dann hilft man dabei, einen Sklavenstaat für alle „zu erschaffen, denn wo die »individuelle
Freiheit« missbraucht wird, entsteht eine Ungeduld ihr gegenüber, die auf die Dauer uns alle
hinwegfegt. Die Zielscheibe aller disziplinarischen Gesetze sind die wenigen, die fehlgehen.
Solche Gesetze verletzen und schränken unglücklicherweise auch diejenigen ein, die nicht
fehlgehen. Wenn alle ehrlich wären, dann gäbe es keine disziplinarischen Bedrohungen.
Es gibt für eine unehrliche Person nur einen Weg hinaus – ihrer eigenen Verantwortung
in der Gesellschaft ins Auge zu sehen und sich wieder in Kommunikation mit ihren
Mitmenschen, ihrer Familie und der Welt im ganzen zu bringen. Wenn jemand versucht, sich
auf seine »individuellen Rechte« zu berufen, um sich vor einer Untersuchung seiner Taten zu
schützen, dann verringert er in genau dem Ausmass die Zukunft der individuellen Freiheit –
denn er selbst ist nicht frei. Jedoch infiziert er andere, die ehrlich sind, indem er ihr Recht auf
Freiheit verwendet, um sich selbst zu schützen.
Ein schlechtes Gewissen ist ein unsanftes Ruhekissen.
Und es wird um nichts sanfter sein, wenn man Fehltaten durch Verteidigungsreden
wie: »Freiheit bedeutet, dass du mich niemals anschauen darfst« zu schützen versucht. Das
Recht einer Person auf Überleben steht in direktem Verhältnis zu ihrer Ehrlichkeit.
Freiheit für den Menschen bedeutet nicht Freiheit, den Menschen zu verletzen. Die
Freiheit der Rede bedeutet nicht die Freiheit, durch Lügen zu schaden.
Die Menschheit kann nicht frei sein, während es jene unter ihr gibt, die Sklaven ihrer
eigenen Schreckenstaten sind.
Die Mission einer technischen Weltraumgesellschaft ist es, die Einzelperson unterzuordnen
und sie durch ökonomischen und politischen Druck zu kontrollieren. Die einzigen
Verluste in einem Maschinenzeitalter sind der einzelne und seine Freiheit.
Um diese Freiheit zu bewahren, darf man Menschen nicht erlauben, ihre bösen Absichten
unter dem Schutz dieser Freiheit zu verstecken. Um frei zu sein, muss ein Mensch
sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber ehrlich sein.
Verwendet ein Mensch seine eigene Ehrlichkeit dazu, gegen die Demaskierung der
Unehrlichkeit zu protestieren, dann ist dieser Mensch ein Feind seiner eigenen Freiheit.
Wir können nur so lange im Sonnenlicht stehen, wie wir es nicht zulassen, dass uns
die Taten anderer die Dunkelheit bringen.
Freiheit ist für den ehrlichen Menschen da. Persönliche Freiheit gibt es nur für diejenigen,
die die Fähigkeit haben, frei zu sein.
Wer würde bestrafen, wenn er retten könnte?
Nur ein Verrückter würde einen benötigten Gegenstand, den er reparieren könnte, kaputt
machen.
Das Individuum darf in diesem Maschinenzeitalter nicht sterben – Rechte oder keine
Rechte. Der Kriminelle und der Verrückte dürfen mit ihren neuentdeckten Zerstörungswerkzeugen
nicht triumphieren.
Die unfreieste Person ist die Person, die ihre eigenen Taten nicht enthüllen kann und
die gegen die Enthüllung von falschen Taten anderer protestiert. Auf solchen Leuten wird
eine zukünftige Politik der Sklaverei aufgebaut werden; wo wir alle Nummern haben – und
aus eigener Schuld – ausser wir handeln.
Es ist faszininierend, dass Erpressung und Bestrafung die Grundgedanken aller dunklen
Machenschaften sind. Was würde geschehen, wenn es diese beiden Güter nicht mehr gäbe?
Was würde geschehen, wenn alle Menschen frei genug wären, um zu sprechen? Dann und
nur dann würden sie Freiheit haben.
An dem Tag, wo wir einander vollständig vertrauen können, wird es Frieden auf der
Erde geben.

AKZEPTIERUNGSNIVEAU
Eine Sache, die eine Person entdecken wird, ist, dass ihr sorgfältig beigebracht worden
ist, bestimmte Dinge seien schlecht und deshalb nicht erfreulich, dass sie Widerstände gegen
diese Dinge aufgebaut hat und dass diese Widerstände auf die Dauer ein Schwamm für die
Dinge waren, zu deren Verhinderung sie aufgestellt waren, und der zusammenbrechende Widerstand
einen Hunger auf das geschaffen hat, was man zuerst bekämpft hat.
Hier haben wir das physikalische Universum in seiner allerbesten Arbeitsweise in Aktion:
einen dazu zu bringen, etwas zu bekämpfen, und es dann so einzurichten, dass man am
Ende heftig nach dem verlangt, was man bekämpft hat.
Sie können, wenn Sie einmal um sich schauen, das Akzeptierungsniveau in jeder Tätigkeit
des Lebens zum Ausdruck gebracht sehen. Sie können dann verstehen, warum eine
Frau ein Wohnzimmer nicht sauber machen will. Ein Wohnzimmer ist für diese Person nicht
akzeptabel, ausser in einer fürchterlichen Unordnung. Sie können auch verstehen, warum ein
Mann ein schönes und hilfsbereites Mädchen verlässt und mit einem Dienstmädchen oder
einer Prostituierten davonläuft. Sein Akzeptierungsniveau in bezug auf das schöne Mädchen
lag zu tief unten. Einige von Ihnen können auch verstehen, warum Sie, als Sie klein waren, in
Ihrem eigenen Elternhaus nicht akzeptabel waren. Sie waren zu helle und zu fröhlich, und das
war zu hoch über jenen um Sie herum. Sie können auch verstehen, warum die Zeitungen die
Geschichten drucken, die sie drucken.

KONFRONTIEREN
Was eine Person konfrontieren kann, kann sie handhaben (mit einer Sache umgehen,
Kontrolle ausüben, leiten).
Der erste Schritt, um irgend etwas zu handhaben, besteht darin, eine Fähigkeit zu gewinnen,
einer Sache ins Auge zu sehen.
Es könnte gesagt werden, dass der Krieg als Bedrohung für den Menschen fortbesteht,
weil der Mensch den Krieg nicht konfrontieren kann. Die Idee, den Krieg so fürchterlich zu
machen, dass niemand imstande sein wird, in ihm zu kämpfen, ist die genaue Umkehrung der
Tatsache – falls man den Krieg zu beenden wünscht. Die Erfindung des Langbogens14, des
Schiesspulvers, schwerer Schiffskanonen, der Maschinengewehre, Flammenwerfer und der
Wasserstoffbombe fügen nur immer mehr Gewissheit hinzu, dass der Krieg fortbestehen wird.
Da jedes neue Element, das der Mensch nicht konfrontieren kann, zu den Elementen hinzukommt,
die er bis jetzt nicht zu konfrontieren imstande gewesen ist, arbeitet der Mensch auf
eine Abnahme seiner Fähigkeit hin, den Krieg zu handhaben.
Wir betrachten hier den Grundaufbau aller Probleme. Probleme beginnen mit einer
Unfähigkeit, irgend etwas zu konfrontieren. Ob wir dies nun auf häusliche Streitigkeiten oder
Insekten, auf Müllkippen oder auf Picasso anwenden, man kann den Beginn jedes existierenden
Problems immer auf eine Nichtbereitschaft zum Konfrontieren zurückführen.
Nehmen wir eine häusliche Szene. Der Ehemann oder die Ehefrau kann den anderen
nicht konfrontieren, kann Folgen der zweiten Dynamik15 nicht konfrontieren, kann die wirtschaftlichen
Belastungen nicht konfrontieren – und also haben wir einen Ehekrach. Je weniger
von diesen Dingen wirklich konfrontiert werden, um so mehr werden sie zum Problem
werden.
Es ist eine Binsenweisheit, dass man niemals irgend etwas löst, indem man vor der Sache
davonläuft. Man könnte natürlich auch sagen, die Sache mit den Kanonenkugeln liesse
sich nicht dadurch lösen, dass man ihnen mit blosser Brust entgegentritt. Aber ich versichere
Ihnen, dass, würde niemand sich darum kümmern, ob Kanonenkugeln abgeschossen werden
oder nicht, die Kontrolle über Menschen durch Androhung von Kanonenkugeln aufhören
würde.
Unten am Bahnhof, wo der Abschaum sich trifft, um die Polizei beschäftigt zu halten,
könnten wir nicht einen einzigen Mann finden, desssen Grundschwierigkeiten und dessen
Abstieg nicht sofort auf eine Unfähigkeit zu konfrontieren zurückgeführt werden könnte.
Es kam einmal ein Krimineller zu mir, dessen ganze rechte Seite gelähmt war, und
doch verdiente sich dieser Mann seinen Lebensunterhalt, indem er auf der Strasse Leute niederschlug und sie ausraubte.
Warum er Leute niederschlug, konnte er nicht mit seinem gelähmten
Arm und seiner gelähmten Seite in Verbindung bringen. Von seiner Kindheit an war
er dazu erzogen worden, Menschen nicht zu konfrontieren. Er konnte dem Konfrontieren von
Menschen nicht näher kommen, als sie niederzuschlagen, und daher seine kriminelle Karriere.
Je mehr die Schrecklichkeit des Verbrechens durch das Fernsehen und die öffentliche
Presse vergöttert wird, um so weniger wird die Gesellschaft imstande sein.
Verbrechen zu handhaben. Je furchterregender der jugendliche Kriminelle dargestellt
wird, um so weniger wird die Gesellschaft imstande sein, mit dem jugendlichen Kriminellen
umzugehen.
In der Ausbildung wird der Student um so weniger fähig sein, das Thema in den Griff
zu bekommen, je esoterischer und schwieriger ein Thema gemacht wird. Wenn ein Fach von
einem Lehrer zu furchterregend gemacht wird, dann weicht der Student um so mehr davor
zurück. Es gab zum Beispiel einige frühe europäische Studien über den Geist, die so kompliziert
und unverständlich waren und mit einem solchen Mangel an Verstehen über den Menschen
verwoben waren, dass es einem Studenten unmöglich war, sie zu konfrontieren.
Im ganzen gesehen befindet sich der Mensch heute in bezug auf den menschlichen
Geist in diesem Zustand. Jahrhundertelang wurde der Mensch dazu erzogen, an Dämonen und
leichenfressende Geister und nächtliche Poltergeister zu glauben. In Südeuropa gab es eine
Organisation, die aus diesem Schrecken Kapital schlug und Dämonen und Teufel erschuf, die
so furchterregend waren, dass der Mensch auf die Dauer nicht einmal der Tatsache ins Auge
sehen konnte, dass irgendeiner seiner Mitmenschen eine Seele hatte. Somit kamen wir in ein
ganz und gar materialistisches Zeitalter. Mit der im Hintergrund stehenden Lehre, dass niemand
das »Unsichtbare« konfrontieren könne, versuchten rachsüchtige Religionen, an eine
vorderste Kontrollstelle vorzurücken. Natürlich schafften sie es nicht, ihr Ziel zu erreichen,
und Irreligiosität wurde zur Tagesordnung, wodurch Kommunismus und anderem Schwachsinn
die Tür geöffnet wurde. Obwohl es wahr erscheinen könnte, dass man das Unsichtbare
nicht konfrontieren kann – wer sagte, dass ein Geist immer unsichtbar war? Wollen wir doch
lieber sagen, dass es für den Menschen oder irgend etwas anderes unmöglich ist, das Nichtexistierende
zu konfrontieren. Und wenn nichtexistierende Götter erfunden werden und ihnen
mehr Rollen in der Gesellschaft gegeben werden, entdecken wir daher, dass der Mensch so
degradiert wird, dass er nicht einmal das geistige Wesen in seinen Mitmenschen konfrontieren
kann, geschweige denn, moralisch werden kann.
Konfrontieren ist, als ein Thema für sich, ungeheuer interessant. In der Tat gibt es einige
Anzeichen dafür, dass geistige Eindrucksbilder (Kopien oder »Photographien« vom physikalischen
Universum) nur dann auftreten, wenn die Person nicht imstande ist, die Umstände
des Bildes zu konfrontieren. Wenn dies zunimmt und der Mensch nicht imstande ist, überhaupt
irgend etwas zu konfrontieren, dann könnte man annehmen, dass er Bilder von allem
und von überall hat. Dies ist durch einen ziemlich interessanten Test nachgewiesen, den ich
1947 selbst durchgeführt habe. Ich entdeckte, obwohl ich es zu dem damaligen Zeitpunkt
nicht vollständig darlegte, dass eine Person keine weiteren Bilder hat, wenn sie alle Bilder
konfrontieren kann. Da sie dadurch imstande ist, alles zu konfrontieren, was sie getan hat,
wird sie nicht mehr von den Dingen belästigt, die sie getan hat. Dies wird dadurch unterstützt,
dass man entdecken wird, dass Personen, die die Fähigkeit, mit Bildern umzugehen, steigern,
schliesslich überhaupt keine Bilder mehr haben. Das nennen wir einen »Clear«.
Ein »Clear« wäre im absoluten Sinn jemand, der alles und jedes in der Vergangenheit,
der Gegenwart und der Zukunft konfrontieren könnte.
Die Lösung eines Problems scheint einfach die Steigerung der Fähigkeit zu sein, das
Problem zu konfrontieren, und wenn das Problem vollständig konfrontiert werden kann, dann
existiert es nicht mehr. Dies ist merkwürdig und wunderbar.
Die Schwierigkeiten des Menschen sind eine Zusammensetzung seiner Feigheiten. Um
Schwierigkeiten im Leben zu haben, ist nichts weiter notwendig als anzufangen, vor dem Geschehen
des Lebens davonzulaufen. Danach sind Probleme von unlösbarer Grössenordnung
sicher. Wenn Personen daran gehindert werden, das Leben zu konfrontieren, dann erwächst
ihnen eine ungeheure Fähigkeit, Schwierigkeiten damit zu haben.
Verschiedene nervöse Merkmale können sofort darauf zurückgeführt werden, dass
man mit etwas zu konfrontieren versucht, welches darauf besteht davonzulaufen. Eine nervöse
Hand wäre zum Beispiel eine Hand, mit der die Person etwas zu konfrontieren versucht.
Die Vorwärtsbewegung der Nervosität wäre die Anstrengung, sie zum Konfrontieren zu bringen;
ihre Rückwärtsbewegung wäre ihre Weigerung zu konfrontieren. Der Grundfehler ist
natürlich, mit der Hand zu konfrontieren.
Die Welt ist für diejenigen, die sie nicht konfrontieren können, niemals strahlend. Für
eine geschlagene Armee ist alles ein stumpfes Grau. Sagt Ihnen jemand: »Da drüben ist alles
ganz fürchterlich«, so ist sein ganzer Trick in der Tatsache enthalten, dass er versucht. Sie
davon abzuhalten, etwas zu konfrontieren, und Sie somit dazu zu bringen, sich vom Leben
zurückzuziehen. Brillen, nervöse Zuckungen, Spannungen, all diese Dinge stammen von einer
Nichtbereitschaft zu konfrontieren. Wird diese Bereitschaft wiederhergestellt, dann neigen
diese Unfähigkeiten dazu zu verschwinden.

ZUM THEMA ORDNUNG SCHAFFEN
Wenn Sie anfangen, in irgend etwas Ordnung hineinzubringen, dann zeigt sich Unordnung
und verschwindet. Bemühungen, Ordnung in die Gesellschaft oder irgendeinen Teil der
Gesellschaft hineinzubringen, werden daher jedesmal eine Zeitlang Unordnung hervorbringen.
Der Trick besteht darin, damit fortzufahren, Ordnung zu schaffen; und bald ist die Unordnung
verschwunden, und ordentliche Tätigkeit bleibt übrig. Aber wenn Sie Unordnung
hassen und Unordnung nur bekämpfen, sollten Sie niemals versuchen, Ordnung in irgend
etwas hineinzubringen; denn die Unordnung, die dabei entsteht, wird Sie halb verrückt machen.
Nur wenn Sie imstande sind, Unordnung nicht zu beachten, und wenn Sie dieses Prinzip
verstehen können, können Sie eine funktionierende Welt haben.

ÜBER DEN CHARAKTER DES MENSCHEN
In der Vergangenheit war dem Menschen ein Wissen über seinen eigenen Charakter
eine unangenehme Tatsache, da Leute ihn zu zwingen suchten, dieses Wissen einzig und allein
durch Verdammung zu erreichen. Er kämpfte an gegen das, was er war; und er wurde
das, wogegen er ankämpfte, und mit einer ständig enger werdenden Spirale sank er tiefer in
den Sumpf. Wenn jemals ein Mensch einmal mit Genauigkeit erkennen würde, was er ist,
wenn er erkennen würde, was andere Menschen aus ihm zu machen versuchten, wenn er dieses
Wissen mit grosser Gewissheit erreichen könnte, dann gäbe es keine Ketten, die stark genug
wären, um sein Entkommen zu verhindern; denn solcher Art wäre sein Erstaunen, dass er
Bestien, Göttern und Luzifer selbst trotzen würde, um etwas Besseres zu werden, als das, was
er in seinem Innersten gesehen hatte.
Die einzige Tragödie der ganzen Sache ist, dass dem Menschen jede Methode gefehlt
hat, sich selbst mit Gewissheit einzuschätzen, so dass er hätte wissen können, was er zu
verbessern suchte.
Der Grundimpuls des Menschen ist, eine Wirkung zu erzeugen.
In Wesen, die auf einer relativ hohen Tonstufe sind – die äusserst hochstehende Gruppe
der Menschheit und darüber – , in solchen Wesen besteht der Impuls, aus nichts etwas zu
erzeugen. Man kann nur dann eine schöpferische Wirkung verursachen, wenn man verursacht,
dass aus nichts etwas wird.
Weiter unten auf der Tonskala16 ist die am stärksten erwünschte Wirkung, aus etwas
nichts zu machen. Der allgemeine Durchschnitt der Menschheit nimmt diesen Bereich der
Skala ein.
Der Mensch in den niedrigen Bereichen ist ganz und gar den Zielen des Körpers selbst
gewidmet. Der Körper muss, um zu existieren, aus etwas nichts machen. Dies ist, als einfachste
Illustration, das Ziel des Essens. Es mag für das Leben notwendig sein zu essen oder
nicht, vielleicht ist es nicht einmal für den Körper notwendig zu essen. In der Para-
Tologie17 gibt es einen Nachweis, dass der Magen einst genügend Lebensenergie produziert
hat, um den Körper ohne irgendwelche weitere »Nahrung« zu bewegen. Aber der Körper
von Menschen und Tieren ist heute im allgemeinen nicht so ausgerüstet, und dessen sind wir
uns sehr sicher.
Die einzige Bemühung des Körpers, aus nichts etwas zu machen, wohnt der Sexualität
inne, und in dieser Kultur in unserer Zeit ist Sexualität eine herabgewürdigte, schmutzige Sache,
die bestenfalls verborgen werden muss, und Babys sind etwas, was man nicht haben soll,
sondern was verhütet werden muss. Somit ist sogar Sexualität auf die Ebene des Impulses
gebracht worden, aus etwas nichts zu machen.
Genau wie der Körper durch Essen danach strebt, aus etwas nichts zu machen, versucht
der durchschnittliche Menschenschlag bei seinen Unterhaltungen und zwischenmenschlichen
Beziehungen, aus Freundschaft, Bekanntschaften, sich selbst, der Kunst
und allen anderen Dingen ein Nichts zu machen. Er akzeptiert eine Aussage oder eine Nachrichtengeschichte,
die etwas in Richtung Nichts reduziert, weitaus bereitwilliger, als er eine
Geschichte akzeptiert, die von einem relativen Nichts her zu einem höheren Etwas hin aufsteigt.
Demzufolge stellen wir fest, dass wissenschaftliche Errungenschaften zum Nutzen des
Menschen einen sehr unbedeutenden Platz in den Zeitungen einnehmen, und Geschichten von
Morden und Liebesnestern, Kriegen und Seuchen den ersten Platz einnehmen.
Der Mensch, in seiner gegenwärtigen Form, wird allein durch seine Kultur auf dem
Weg zum Überleben gehalten. Diese Kultur wurde durch rohe Gewalt in Bewegung gesetzt,
und mit roher Gewalt wird sie reguliert. Die Mehrzahl der Menschen überlebt gegen ihren
eigenen Willen. Sie arbeitet gegen ihre eigenen Wünsche und versucht, wo immer es möglich
ist und sehr heimlich, unterzugehen.
Das physikalische Universum könnte ein Liebe-Hass-Universum genannt werden,
denn diese beiden sind die am deutlichsten zur Schau gestellten Erscheinungsformen, keine
von ihnen hat irgendeine besondere Höhe, obwohl viele behaupten, dass Liebe alles sei und
dass Liebe hoch auf der Tonskala sei, was nicht der Fall ist.
Um zu leben, muss der Mensch essen. Jedesmal, wenn ein Mensch isst, ungeachtet der
Güte seines Herzens oder seines Wesens, muss etwas gestorben sein oder sterben, auch wenn
es nur Zellen sind. Um zu essen, muss man also imstande sein, Tod herbeizuführen. Wenn
Essen durch Tod motiviert ist, dann würde Verdauung so gut funktionieren, wie einem erlaubt
ist zu töten. In dieser Gesellschaft wird schlecht verdaut. Töten wird auf eine degradierte und
verdeckte Weise gescheut, und der Mensch isst nur diejenigen Dinge, die nicht nur woanders
und ausserhalb seiner Sicht getötet worden sind, sondern deren Tod auch durch Abkochen
bestätigt worden ist. Selbst das Töten von Nahrung steht heute weit oberhalb der Fähigkeit
des grössten Teils unserer Kultur.
Als Charakteristika von Liebe könnten genannt werden: Nichttoten, Magenbeschwerden,
Hunger, kann aber nicht essen, Arbeit, Flows (Flow: Strömung, Fluss – ein Impuls oder
eine Bewegung von Energiepartikeln oder Gedanken oder Massen zwischen zwei Punkten),
starker Nachdruck auf Affinität, Realität und Kommunikation und gehemmte Sexualität. Hass
als Charakteraspekt könnte – zumindest auf einer gedanklichen Ebene – folgendermassen
charakterisiert werden: töten, Verdauungsstörungen, hungrig, isst aber heimlich, keine Arbeit,
halten, vorgegebene Affinität, Realität und Kommunikation und aufgezwungene Sexualität.
Dies sind zwei Persönlichkeitsklassen. Viele Menschen bestehen aus beidem.
Das Denken wird beim Menschen in grossem Masse aus Druck heraus erzeugt und ist
nicht frei. Es ist eine Anstrengung zu wissen, bevor er weiss, das heisst eine Zukunft zu verhindern.
Das Phänomen, in die Vergangenheit hinein zu gehen, ist einfach das Phänomen des
Versuchs, das Wissen zu nehmen, das man durch Gewalt und Aufprall erworben und nach
dem Ereignis festgehalten hat, und es vor das Ereignis zu setzen, um die Sache, die schon
geschehen ist, zu verhindern. »Wenn ich doch nur gewusst hätte«, ist eine geläufige Redewendung. Das wird so schlimm, dass verursacht wird, dass der Mensch wissen will, bevor er
auf irgend etwas schaut, denn in seinem verkommenen Zustand ist es nicht nur gefährlich,
Kraft zu verwenden, nicht nur gefährlich, Emotionen zu verwenden, nicht nur gefährlich zu
denken, sondern auch Dinge wahrzunehmen, die das tun. Daher die Häufigkeit von Brillen in
dieser Gesellschaft.
Der Körper – und das bedeutet in dieser Kultur natürlich der Mensch – muss für alles
einen Grund haben. Das, was am meisten begründet ist, ist der Körper. Ein Grund ist, so wie
der Mensch es interpretiert, eine Erklärung, und er hat das Gefühl, dass er sich selbst hinwegerklären
muss, und dass er jede Aktion, die er unternimmt, erklären muss. Der Mensch glaubt,
dass er Kraft haben muss, es wird aber Kraft auf ihn ausgeübt, dass er nicht wahrnehmen darf
oder wahrgenommen werden darf, dass er töten muss, aber nicht getötet werden darf, dass er
keine Emotionen haben darf, dass er imstande sein muss, Zerstörung zu bringen, ohne sie zu
empfangen. Er kann keinen Schmerz haben. Er muss Arbeit scheuen und vorgeben, dass jede
Arbeit, die er durchführt, ein eindeutiges Ziel hat. Er hat das Gefühl, dass alles, was er sieht,
durch etwas anderes erschaffen worden sein muss, und dass er selbst nicht erschaffen darf. Zu
allem gibt es eine Erschaffung, die seiner eigenen vorausgeht. Alle Dinge müssen auf früheren
Dingen basieren. Daher scheut er die Verantwortung für alles, was er macht, und für jegliche
Zerstörung, die er erschaffen mag.
Dieses Tier hat sich mit Zerstörungswaffen ausgerüstet, die seinen Waffen zur Heilung
weitaus überlegen sind, und in dieser auf tiefer Tonstufe stehenden Nachahmung wimmert
und pocht er darauf, ein Abbild von Heiligkeit und Göttlichkeit zu sein, kennt jedoch keine
Bedeutung von Ethik (Vernunft und Erwägung in bezug auf optimales Überleben) und kann
nur Moralgrundsätze befolgen. Er ist ein Tier aus Fleisch, ein Ding in der Zwangsjacke einer
Polizeitruppe, das dazu gebracht wurde zu überleben, dazu gebracht wurde, unter Kontrolle
zu bleiben, dazu gebracht wurde, seine Pflicht zu tun und das meiste davon freudlos und –
»armes Ding« – sogar ohne tatsächliches Leiden auszuführen. Er ist ein Tier aus Fleisch; er
ist etwas zum Essen. Wenn man ihm helfen soll, dann muss er lernen, wo er ist, und lernen,
etwas Besseres zu finden.
In unserem gegenwärtigen Zeitalter ist Feigheit eine akzeptierte soziale Haltung,
Selbstverleugnung eine korrekte Anredeweise und verborgene Unanständigkeit eine richtige
Überlebensmethode.
Es mag sein, dass meine Aussage darüber nicht mit uneingeschränkter Überzeugungskraft
ankommt. Glücklicherweise, obwohl diese Daten auf eine umfangreiche Erfahrung mit
dem Menschen gegründet sind, insbesondere in den letzten paar Jahren und während eines
fürchterlichen, alles umwälzenden Krieges, braucht meine Aussage darüber nicht zu bestehen,
denn in Tologie haben wir Verfahrensweisen, die durch ihre Funktionsfähigkeit die Genauigkeit
dieser Beobachtung über den menschlichen Charakter darlegen.

VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT
Es gibt eine Grundregel, dass eine psychotische Person mit der Vergangenheit beschäftigt
ist, dass eine neurotische Person kaum imstande ist, mit der Gegenwart fertig zu
werden, und eine geistig gesunde Person mit der Zukunft beschäftigt ist.
Die Unterteilung könnte spezifischer durchgeführt werden, indem man erkennt, dass
der Neurotiker kaum imstande ist, die Gegenwart zu konfrontieren, dass aber die geistig sehr,
sehr gesunde Person die Gegenwart vollständig konfrontiert und sich sehr wenig um die Zukunft
kümmert, weil sie in der Handhabung der Gegenwart fähig genug ist, um die Zukunft
für sich selbst sorgen zu lassen. In die Vergangenheit zu schauen und in die äusserste Zukunft
zu schauen sind beides gleichermassen Anstrengungen, die Gegenwart zu vermeiden und anderswo
hinzuschauen, als auf etwas.
Sie haben Leute gekannt, die auf ein ganz anderes Thema antworten, wenn sie nach
irgend etwas gefragt werden; wenn man ihnen eine Frage über das Wetter stellt, dann erzählen
sie etwas über einen Meteorologen. Die Unfähigkeit, auf etwas zu schauen, zeigt sich zuerst
dadurch, dass man denkt, bevor man schaut, und dann wird das wirkliche Ziel, auf das
man schauen sollte, mehr und mehr vermieden, bis es schliesslich ganz und gar in einem
Wirrwarr von Komplikationen verschwunden ist.
Die Vermeidung der Realität ist lediglich eine Vermeidung der Gegenwart.
Eine Person, die nicht auf das physikalische Universum schauen will, muss entweder
nach vom in die Zukunft hineinschauen oder nach hinten in die Vergangenheit. Einer der
Gründe, warum sie das tut, ist erstens, dass es ungenügend Handlung in der Gegenwart gibt.
Dann entwickelt sich dieser Durst nach Handlung zu einer Unfähigkeit zu handeln, und die
Person beschliesst, dass alles in einem gleichbleibenden Zustand bleiben muss, und sie versucht
Handlungen zu verhindern. Dies gilt ebenfalls für Schmerz. Menschen, die ein wenig
aus der Gegenwart heraus sind, haben eine schreckliche Angst vor Schmerzen, und Menschen,
die wirklich aus der Gegenwart heraus sind, zum Beispiel Menschen in einem psychotischen
Zustand, haben einen Abscheu vor Schmerzen, der nicht beschrieben werden kann.
Eine Person, die ganz und gar in der Gegenwart ist, macht sich nicht sehr viele Gedanken um
Schmerzen.
Die Vermeidung von Arbeit ist eines der deutlichsten Anzeichen eines verfallenen Zustandes
der Persönlichkeit. Alle aberrierten Persönlichkeiten haben zwei gemeinsame Nenner;
einer davon ist, ihnen graut vor Arbeit, und der andere ist, ihnen graut vor Schmerzen. Menschen,
die nur mässig aus der Gegenwart heraus sind, das heisst, Menschen, die als »geistig
gesund« eingestuft werden, haben schon begonnen, sich in bezug auf Arbeit in solcher Form
zu entschuldigen, dass sie sagen, sie arbeiten auf eine Belohnung am Ende hin und betrachten
die Leistung von Anstrengung selbst und das Zustandebringen von Dingen an sich nicht mehr
als eine ausreichende Belohnung. Damit wird das ganze Geflecht aus Dankbarkeit oder Bewunderung
zu einer notwendigen Bezahlung für Energieeinsatz. Die elterliche Forderung
nach Dankbarkeit spiegelt sich oft in einer ernsthaft aberrierten Person wider, der das Gefühl
gegeben wird, dass sie die ungeheuren Begünstigungen, die ihre Eltern durch ihre Arbeit ihr
haben zukommen lassen, niemals zurückzahlen könne. In Wirklichkeit brauchen die Eltern,
offen gesagt, nicht bezahlt zu werden, denn wenn es nicht ausreichende Belohnung war, das
Kind aufzuziehen, dann sind die Eltern unterhalb der Stufe, bezahlt werden zu können, mit
anderen Worten, sie könnten einen Lohn nicht akzeptieren.
Betrachtet man die geistig sehr, sehr gesunde Person, die sich in der Gegenwart befindet,
würde man die Verminderung ihrer geistigen Gesundheit anhand eines Wechsels von
einem Interesse an der Gegenwart zu einem überwältigenden Interesse an der Zukunft bemerken,
welches zu einer beträchtlichen Planung für die Zukunft herabsinken würde, damit vermieden
wird, dass der Person in ihr schlechte Dinge zustossen, dann ein Zurückscheuen vor
der Zukunft aufgrund schmerzhafter Geschehnisse, dann ein schauderndes und spärliches
Festhalten an der Gegenwart und schliesslich eine Vermeidung sowohl der Zukunft als auch
der Gegenwart und eine Verlagerung in die Vergangenheit. Dieser letzte Zustand wäre ein
psychotischer Zustand.
Jemand hält sich an Dingen in der Vergangenheit fest, aufgrund des Postulats, dass sie
in der Zukunft nicht geschehen dürfen. Damit wird die Person in der Vergangenheit festgenagelt.
Untätigkeit und Unentschlossenheit in der Gegenwart wurzeln in Furcht vor den Folgen
in der Zukunft. In Tologie kann diesem Zustand einer Person abgeholfen werden, so
dass sie der Gegenwart mit grösserer Leichtigkeit ins Auge sehen kann.

DAS SPIELEN DES SPIELS
Die höchste Aktivität ist das Spielen eines Spiels. Ist jemand auf einer hohen Tonstufe,
dann weiss er, dass es ein Spiel ist. Während er auf der Tonskala tiefer hinunterfällt, wird er
sich des Spiels weniger und weniger bewusst.
Die grösste Fähigkeit des Denkens ist UNTERSCHEIDUNG. Solange man Unterschiede
erkennen kann, ist man geistig gesund. Sein Gegenstück ist IDENTIFIKATION.
Die rechtsgültige Definition von geistiger Gesundheit ist die »Fähigkeit, richtig von
falsch zu unterscheiden«.
Folglich wäre die höchste Fähigkeit im Spielen eines Spiels die Fähigkeit, die Regeln
für richtig und falsch in diesem besonderen Spiel zu kennen. Da alle Richtigkeit und Falschheit
Betrachtungen sind und da das Spiel selbst eine Betrachtung ist, erfordert das Spielen des
Spiels eine grosse Fähigkeit, Unterschiede zu erkennen, insbesondere erfordert es eine Fähigkeit,
die Regeln zu kennen, sowie die Regeln für richtig und die Regeln für falsch zu kennen.
Wenn eine Person zum Identifizieren neigt, dann ist sie nicht mehr imstande, die Regeln
für richtig und die Regeln für falsch zu unterscheiden; die Regeln über Richtiges werden
Falsches, und die Regeln über Falsches werden Richtiges; folglich haben wir einen Verbrecher
vor uns.
Ein Verbrecher kann das Spiel der Gesellschaft nicht spielen. Er spielt dann das Spiel,
das »Räuber und Gendarm« genannt wird.
Eine Person, die in starkem Masse identifiziert, ist nicht unbedingt ein Krimineller,
aber sie hat ganz bestimmt Schwierigkeiten damit, das Spiel der Gesellschaft zu spielen. Statt
dieses Spiel zu spielen »wird sie müde« oder »wird sie krank«. Diese Dinge lässt sie geschehen,
weil sie das Spiel der Gesellschaft nicht spielen will. Sie hat ein mittelmässiges »Spiel«
mit »Hypochondrie«.
Nun, hätte man eine Kultur, die ein Spiel des Nicht-spielens für alle abhielte, eine Kultur,
die selbst kein Spiel hätte, bei dem alle mitspielen könnten, eine Kultur, in deren Regierung
eine Fixierung darauf bestände, jeden davon abzuhalten, das Spiel zu spielen, das ER
spielen will, dann hätten wir als Manifestation davon alle möglichen sonderbaren Krankheiten,
eben z.B. diejenigen, die in verschiedenen Ideologien wie Kapitalismus oder Kommunismus
beschrieben werden. Das ganze Spiel der Regierung bestände darin: »Höre auf, DEIN
Spiel zu spielen.« Das Ausmass an geistiger Gesundheit in einer Regierung wäre das Ausmass
an starker und aktiver Mitarbeit, das sie an dem Spiel der Regierung erlaubte, an dem Spiel,
sein eigenes Spiel zu spielen.
Ähnlich wie Menschen, die das Spiel nicht spielen können, keine Unterschiede erkennen
können, könnte eine geistig gesunde Person feststellen, dass sie sehr verwirrt darüber ist,
Teil eines Spiels zu sein, welches keine Unterschiede feststellt und wo die Regeln für richtig
und falsch unklar definiert sind. Folglich würde eine Regierung ohne genaue und fehlerlose
Gesetzbücher und Rechtsprechung bei ihren Bürgern eine Unfähigkeit entdecken, das Spiel
zu spielen, ganz gleich, wie geistig gesund die Bürger wären.
Somit kann das Spiel verrückt sein und seine Spieler geistig gesund, oder die Spieler
können verrückt sein und das Spiel geistig gesund. Jeder dieser Umstände würde die anderen
beeinflussen. Erhalten wir verrückte Spieler und ein verrücktes Spiel – das Endprodukt jeder
der beiden hier genannten Unordnungen – bekämen wir alles mögliche, nur kein Spiel. Wir
erhielten Chaos.
Nehmen wir als ein brauchbares Beispiel von einer Unfähigkeit, Unterschiede zu erkennen,
Leute, die an verleumderischen Unterlagen nichts falsches sehen können. Wir haben
hier Leute, die keine Unterschiede sehen. Sie unterscheiden nicht. Sie unterscheiden nicht,
weil sie kein Spiel sehen. Sie sehen kein Spiel, weil Sie kein Spiel spielen können. Oder sie
haben, gewöhnt an eine Gesellschaftsstruktur, die keine Regel für richtig oder falsch besass,
ihre Kriterien verloren.

FREIHEIT KONTRA GEFANGENSEIN
In Griechenland, Rom, England, im Amerika der Kolonialzeit, in Frankreich und Washington,
überall wird sehr viel über das Thema Freiheit gesprochen. Freiheit ist anscheinend
etwas, das sehr wünschenswert ist. Freiheit wird in der Tat als das Ziel eines Volkes oder einer
Nation angesehen. Gleichermassen müssen wir, wenn wir die Fähigkeit einer Person wiederherstellen,
Freiheit bei ihr wiederstellen. Wenn wir Freiheit nicht wiederherstellen, können
wir Fähigkeit nicht wiederherstellen. Der Ringkämpfer mit einem Muskelkater, der angespannte
Fahrer, der Weltraumfahrer mit eingefrorener Reaktionszeit sind alle gleichermassen
nicht fähig. Ihre Fähigkeit liegt in einer Steigerung der Freiheit, einer Freilassung der Spannung
und einer besseren Kommunikation mit ihrer Umgebung.
Die Hauptschwierigkeit mit Freiheit ist, dass sie keine Struktur besitzt. Etwas, das frei
ist, ist frei. Es ist nicht mit Drähten, Vias (Via: alles, was verwendet wird, um eine Kommunikation
weiterzuleiten), Umleitungen oder Dämmen frei, es ist einfach frei. Es gibt noch etwas
hinsichtlich Freiheit, das ungeheuer interessant ist – sie kann nicht ausgelöscht werden.
Möglicherweise sind Sie imstande, jemandes Aufmerksamkeit auf etwas zu konzentrieren,
das nicht frei ist, und können ihn damit in einen Zustand bringen, wo er glaubt, dass es
keine Freiheit gibt, aber das bedeutet nicht, dass Sie die Freiheit der Person ausgelöscht haben.
Das haben Sie nicht getan. All die Freiheit, die sie jemals hatte, ist noch immer da.
Ausserdem besitzt Freiheit keine Quantität, und der Definition nach hat sie keine Position
in Raum oder Zeit. Somit sehen wir, dass die Person (der Geist, die Seele) potentiell die
freieste Sache ist, die es geben könnte. Also konzentriert sich der Mensch auf Freiheit.
Aber wenn Freiheit keine Struktur hat, dann erklären Sie doch bitte, wie man etwas erlangen
soll, was nicht vollständig erklärt werden kann. Wenn irgend jemand über einen »Weg
zur Freiheit« spricht, dann spricht er über eine gerade Linie. Diese muss folglich Grenzen
haben. Und wenn es Grenzen gibt, gibt es keine Freiheit.
Sprechen Sie mit jemandem, der von acht Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags arbeitet,
ohne Ziele, ohne Zukunft und ohne Glauben an die Organisation und ihre Ziele, jemandem,
von dem durch Ratenzahlungen, Miete und andere Schranken wirtschaftlicher Art
verlangt wird, dass er seinen ganzen Lohn investiert, sobald er ausbezahlt ist, und wir haben
eine Person, die die Idee der Freiheit verloren hat. Ihre Konzentration ist so vollständig auf
Schranken fixiert, dass Freiheit aus geringerer Anzahl von Schranken bestehen muss.
In vielen Fällen, in denen das Leben von einer Katastrophe nichts weiss, bis sie geschehen
ist, ist das Leben empfänglich für Dummheit. Der Farmer des mittleren Westens hatte
eine Redewendung dafür: »Verriegele die Tür, nachdem das Pferd gestohlen ist.« Es ist eine
Katastrophe nötig, um die Menschen dazu zu erziehen, dass sie wissen, dass es solch eine
Katastrophe gibt. Das ist Erziehung durch Schmerz, durch Wucht, durch Strafe. Eine Bevölkerung,
die sich einer einmaligen Katastrophe gegenübergestellt sieht, welche den Planeten
auslöschen wird, hätte daher keine Chance, sehr viel über den Planeten zu lernen, bevor er
ausgelöscht worden ist. Wenn die Bevölkerung also darauf bestände, durch Erfahrung zu lernen,
um eine solche Katastrophe zu verhindern, dann hätte sie niemals die Gelegenheit dazu.
Wenn im zweiten Weltkrieg keine Atombombe irgendeiner Art abgeworfen worden wäre,
dann gäbe es wahrscheinlich nicht die geringste Besorgnis über Kernspaltung, obwohl die
Kernspaltung vielleicht direkt bis hinauf zu dem Planetensprenger entwickelt worden wäre,
ohne jemals gegen den Menschen eingesetzt worden zu sein; und dann würde dieser Planetensprenger
auf die Erde angewandt und sie somit zerstören.
Wenn jemand nicht wüsste, was ein Tiger ist, und wir ihm demonstrieren möchten,
dass keine Tiger da sind, dann hätten wir es schwer damit. Hier haben wir eine Freiheit von
Tigern, ohne irgend etwas über Tiger zu wissen. Bevor diese Person ein Nichtvorhandensein
von Tigern verstehen könnte, müsste sie das Vorhandensein von Tigern verstehen. Das ist der
Lernprozess, den wir unter der Bezeichnung Lernen »durch Erfahrung« kennen.
Um irgend etwas zu wissen, wenn wir Erziehungsmethoden anwenden, ist es also notwendig,
auch sein Gegenteil zu kennen. Das Gegenstück zum Thema Tiger in dieser Hinsicht
gibt es wahrscheinlich in den malaiischen Dschungeln, wo Tiger so häufig sind, dass das Fehlen
von Tigern in der Tat eine Neuigkeit wäre. Ein Land, das ganz und gar von Tigern heimgesucht
ist, würde vielleicht die Vorstellung, dass es keine Tiger gäbe, überhaupt nicht verstehen.
In einigen Teilen der Welt müsste man mit den Bewohnern eines Gebietes, das von
Tigern heimgesucht wird, ungeheure Debatten führen, um ihnen irgendeine Ahnung davon zu
vermitteln, was ein Nichtvorhandensein von Tigern wäre.
Das Verstehen von Freiheit ist demnach etwas kompliziert, wenn Personen, die sie
nicht haben, sie wahrscheinlich nicht verstehen.
Aber das Gegenteil von Freiheit ist Sklaverei, und jeder weiss das – ist es nicht so? Ich
glaube nicht, dass diese zwei Dinge ein Gegensatzpaar sind. Freiheit ist nicht das Plus eines
Zustands, wo Sklaverei das Minus ist, ausser wir beschäftigen uns ausschliesslich mit dem
politischen Organismus. Wo wir uns mit der einzelnen Person beschäftigen, ist eine bessere
Terminologie notwendig, und es ist erforderlich, dass man die Struktur von Minus-Freiheit
besser versteht.
Minus-Freiheit ist Gefangensein. Freiheit ist das Fehlen von Schranken. Weniger Freiheit
ist das Vorhandensein von Schranken. Absolute Minus-Freiheit wäre die Allgegenwart
von Schranken. Eine Schranke ist Materie, Energie, Zeit oder Raum. Je mehr Materie, Energie,
Zeit oder Raum die Herrschaft über das Individuum antritt, um so weniger Freiheit hat
dieses Individuum. Das versteht man am besten als Gefangensein, da Sklaverei Absicht beinhaltet,
und Gefangensein könnte als fast keine Absicht beinhaltend betrachtet werden. Jemand,
der in eine Bärenfalle gerät, hat vielleicht überhaupt nicht die Absicht gehabt, in sie
hineinzugeraten. Und eine Bärenfalle hat vielleicht überhaupt nicht die Absicht gehabt, dass
sich eine Person auf ihren spitzen Pfosten aufspiesst. Nichtsdestoweniger hat hier eine Gefangensetzung
stattgefunden. Die Person befindet sich in der Bärenfalle.
Will man das Dasein und sein eigenes Unglücklichsein damit verstehen, dann muss
man Gefangensein und seine Mechanismen verstehen.
Worin kann eine Person gefangen werden? Grundsätzlich und zu allererst kann sie
durch Ideen gefangen werden. Angesichts der Tatsache, dass Freiheit und Fähigkeit für irgendwie
gleichbedeutend gehalten werden können, sind Vorstellungen von Unfähigkeit zunächst
einmal ein Gefangenwerden. Ich wage zu sagen, dass es unter den Menschen vorgekommen ist,
dass eine Person auf einer kahlen Ebene sass und vollständig überzeugt war, dass sie durch einen Zaun völlig gefangen sei.
Es gibt jenes Geschehnis, das in Selbstanalyse erwähnt wird, und zwar handelt es
sich um das Fischen im Tanganjika-See, wo die Sonnenstrahlen, da es sich um das Äquatorgebiet
handelt, brennend bis auf den Grund des Sees stechen. Die Eingeborenen fischen dort,
indem sie eine Anzahl von Holzlatten an einem langen Stück Leine aneinanderknoten. Sie
nehmen dann die Enden dieser Leine mit Kanus und fahren auf den See und paddeln dann die
zwei Kanus auf das Ufer zu, wobei die Leine mit den Holzlatten daran zwischen den zwei
Kanus ausgespannt ist. Die Sonne scheint herab und wirft die Schatten dieser Leisten durch
das Wasser hindurch auf den Grund hinab, und somit bewegt sich im Wasser ein Käfig aus
Schatten auf die Sandbänke zu. Die Fische sehen diesen Käfig, der sich um sie zusammenzieht
und der aus nichts anderem besteht als aus der Abwesenheit von Licht, und zappeln wie
wild auf die Sandbänke zu, wo sie nicht schwimmen können und so werden sie gefangen und
in Körben gesammelt und gekocht. Man braucht vor nichts weiter Angst zu haben als vor
Schatten.
Wenn wir uns aus dem Bereich der Mechanik hinausbewegen, befindet sich der
Mensch auf unsicherem Boden. Die Vorstellung, dass Ideen so stark und durchdringend sein
könnten, ist den meisten Menschen fremd.
Zunächst einmal und als allererstes haben wir also die Idee. Dann haben wir die offensichtlichere
Mechanik des Gefangenwerdens in Materie, Energie, Raum und Zeit, welche
selbst das Produkt von Ideen ist.
Die Struktur des Gefangenseins ist interessant, und der Grund, warum Menschen gefangen
werden – in der Tat, die gesamte Mechanik des Gefangenwerdens – ist jetzt verstanden.
In Tologie wurden sehr viele Experimente gemacht, um die Faktoren zu bestimmen,
die zur Gefangensetzung führten, und es wurde entdeckt, dass die Antwort auf das ganze
Problem Zweiwegkommunikation (Kommunikation zwischen zwei Personen, wobei der Austausch
von Ideen oder Gegenständen in beide Richtungen geht, und jeder abwechselnd Ursache
– und Empfangspunkt ist) war.
Grob gesagt stehen folgende Gesetze dahinter: Fixierung tritt in Gegenwart von Einwegkommunikation
auf. Gefangensein gibt es nur, wenn man den Dingen, die einen gefangen
halten, keine Antworten gegeben hat oder keine Antworten von ihnen empfangen hat.
Es könnte gesagt werden, dass alles Gefangensein, das es gibt, das Warten auf eine
Antwort ist.
Gefangensein ist das Gegenteil zu Freiheit. Eine Person, die nicht frei ist, ist gefangen.
Sie mag durch eine Idee gefangen sein, vielleicht ist sie durch Materie gefangen, sie mag
durch Energie gefangen sein oder durch Raum, und sie mag durch Zeit gefangen sein – vielleicht
ist sie durch all diese Dinge gefangen. Je gründlicher eine Person gefangen ist, um so
weniger frei ist sie. Sie kann nichts verändern, sie kann sich nicht bewegen, sie kann nicht
kommunizieren, sie kann keine Affinität und Realität empfinden. Tod, der Tod selbst, könnte
das äusserste Gefangensein des Menschen genannt werden, denn wenn ein Mensch vollständig
gefangen ist, ist er tot.
Die Bestandteile von Freiheit sind also, wenn wir einen ersten Blick darauf werfen:
Affinität, Realität und Kommunikation, die zusammen Verstehen ergeben. Ist Verstehen einmal
erreicht, dann ist Freiheit erreicht. Bei jemandem, der ganz und gar in der Mechanik des
Gefangenseins verstrickt ist, ist es notwendig, bei ihm genügend Kommunikation
wiederherzustellen, um seinen Aufstieg in einen höheren Zustand des Verstehens zu
ermöglichen. Ist dies einmal erreicht, hat sein Gefangensein ein Ende.
Das Individuum kann eine grössere Freiheit erreichen.
Wenn die Person einmal eine gewisse Ahnung davon hat, verlangt sie nach einer grösseren
Freiheit. Und Tologie führt die Person aus den ersten Bereichen des Gefangenseins
bis zu einem Punkt heraus, wo sie höhere Ebenen der Freiheit erreichen kann.

GERECHTIGKEIT
Was ist Gerechtigkeit?
»Die Gnade kennt keine Grenzen, wie sanfter Regen sie vom Himmel fällt…« mag
poetisch sein, aber es ist nicht eindeutig. Es zeigt jedoch, dass selbst die Menschen zu Shakespeares
Zeiten in bezug auf das Thema Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit, Strenge und Gnade
keine klare Vorstellung hatten.
Die Menschen nennen eine Handlung ungerecht oder gerecht. Was meinen sie damit?
Wenn wir jedoch nicht genau verstehen können, was mit diesen Begriffen gemeint ist, können
wir es sicher nicht übernehmen, die Handlungen von Einzelpersonen, Gemeinden und Nationen
zu bewerten. Da uns die Fähigkeit abgeht, auf diese Weise zu bewerten, entstehen Missverständnisse,
die in der Vergangenheit zu Feindseligkeiten in persönlichen Beziehungen und
auf internationaler Ebene zu Krieg geführt haben. Eine Person oder eine Nation versteht eine
Massnahme nicht, die von einem anderen ergriffen wurde, oder weigert sich, diese zu verstehen,
oder sie versäumt, zu einer Übereinstimmung mit dem Schema, an das andere gewöhnt
sind, zu kommen, und das führt zu Chaos.
In Tologie gibt es jetzt die folgenden Definitionen:
GERECHTIGKEIT – Die unparteiische Anwendung der Gesetze des Landes im Einklang
mit dem noch vorhandenen Stand des Verhältnisses zwischen Strenge und Gnade des
betreffenden Volkes.
GESETZE – Die in Gesetzbüchern erfassten Übereinkünfte des Volkes, in denen seine
Sitten zum Ausdruck gebracht und die Verhaltensnotwendigkeiten, an die es glaubt, dargestellt
werden.
GNADE – Eine Milderung der von der Öffentlichkeit gebilligten Disziplin, die notwendig
ist, um sich ihre gegenseitige Sicherheit zu gewährleisten.
STRENGE – Eine Steigerung in jener Disziplin, die vom Volk für notwendig gehalten
wird, um seine Sicherheit zu gewährleisten.
UNGERECHTIGKEIT – Versäumnis, das bestehende Recht anzuwenden.
BILLIGKEITSRECHT – Jedes bürgerliche Verfahren, das Bürger Bürgern gegenüber
verantwortlich macht und das in Einklang mit der allgemeinen Erwartung in solchen Fällen
die Entscheidung über Personen fällt.
RECHTE – Die Privilegien des Bürgerrechts, entsprechend den existierenden Gesetzbüchern.
Wenn Gesetze nicht von der Sitte hergeleitet sind oder wenn ein neues Gesetz einem
nicht aufgehobenen alten Gesetz widerspricht, dann wird die Genauigkeit des Gesetzes verwirrt
und Ungerechtigkeit ist dann unvermeidlich.
Grundlegende Gerechtigkeit kann es nur geben, wenn es kodifiziertes Gesetz oder von
der Mehrheit vertretene Sitte gibt.
Rechtswissenschaft wird nur dann möglich, wenn man sich an diese Definitionen hält.
Gerichtshöfe, Gesetzgebung und gegebenes Gesetz kommen durcheinander, da nichts möglich
ist, wenn ein Verstehen solcher Prinzipien fehlt.
Gesetze, die nicht von Übereinstimmung innerhalb der Gesellschaft herstammen, welche
wir Sitte nennen, sind nicht durchsetzbar, ausser es gibt in diesem Falle eine weitverbreitete
Übereinstimmung, dass dies das Übliche in dieser Gesellschaft ist. Ganz gleich, wieviel
Polizeitruppen eingestellt werden, ganz gleich, mit welch prosaischer Reinheit diese Gesetzessammlung
geschrieben ist, ganz gleich, welche Unterschriften auf den Vollziehungsdokumenten
auftauchen, die Öffentlichkeit wird diesem Gesetz nicht folgen. Gleichermassen wird
eine Regierung, die so handelt, dass bestimmte Grundbräuche innerhalb des Volkes ignoriert
werden, und die sich weigert, sie durchzusetzen, in bezug darauf mit ihrem Volke in einen
Zustand der Bürgerunruhe hineinkommen. Wir können irgendeinen Kampf zwischen Öffentlichkeit
und Regierung betrachten und entdecken, dass er genau von einer Verletzung dieser
Regeln herstammt.
Für die Aufrechterhaltung des Friedens ist es für eine Nation notwendig, die Schwierigkeiten
einer anderen Nation zu verstehen. Wenn eine Nation anfängt, die Motive und
Rechtsprechungen misszuverstehen, die von einer anderen Nation für notwendig gehalten
werden, dann baut sich eine Belastung auf, die schliesslich allzu oft zum Kriege führt.
Immer wenn es innerhalb eines Volkes einen übermässigen Aufruhr gegen seine Regierung
gibt, dann wird der Regierung Gelegenheit gegeben, als Gegner des Volkes zu handeln.
Wenn eine Regierung gegenüber ihrem Volk so handelt, als ob sie ein Gegner des Volkes
wäre und nicht ein Mitglied des Teams, dann wird es offensichtlich, dass in den Gesetzbüchern
des Landes viele dieser Punkte vorhanden sein müssen, die ganz bestimmt die Sitten
des Volkes verletzen. Ein Aufruhr entsteht überall, wo ein solcher Punkt existiert.
Und das ist Gerechtigkeit.

DIE VOKABULARE DER WISSENSCHAFT
In allen wissenschaftlichen Systemen gibt es eine Anzahl von Kode-Wörtern, die als
Kommunikationsträger fungieren, und wenn eine Person diese Wörter nicht gut beherrscht,
dann hat sie Schwierigkeiten mit der Wissenschaft selbst. Ich habe beobachtet, wie ein Student
der Wissenschaft im letzten Studienjahr beim Verstehen eines späteren Teils der Wissenschaft
scheiterte, weil er von Anfang an die Nomenklatur der Wissenschaft niemals verstanden
hatte. Er wusste nicht genau, was eine B.T.U.19 ist oder so etwas, daher gab es dann später,
wenn er irgendein riesiges und verzwicktes Problem löste, ein Datum, das in seinem Kopf
herumschwirrte und überhaupt nicht stabil war – es wird verwechselt – es wird mit allen anderen
Daten durcheinandergebracht. Und das liegt nur daran, dass dieser Student nicht verstanden
hat, was der Fachbegriff überhaupt bedeutete.
Genauso wie Sie also die Flaggensprache lernen, genauso wie Sie das Morsealphabet
lernen, genauso wie Sie die Babysprache lernen, genauso müssen Sie sich, wenn Sie sich mit
irgendeinem besonderen spezialisierten Fach vertraut machen, mit seiner Terminologie vertraut
machen. Ihr Verstehen dieses Fachgebietes nimmt dann zu. Anderenfalls wird das Verstehen
durch diese Wörter behindert, die herumrattern und sich zu nichts verbinden. Wenn Sie
vage wissen, dass es irgend so ein Wort gibt und doch kein genaues Verständnis davon haben,
was es bedeutet, dann lässt es sich nicht einordnen. Ein Missverstehen eines Wortes kann
daher verursachen, dass man ein Fachgebiet falsch einordnet, und das ist tatsächlich das Wesen
der grundlegenden Verwirrung, die der Mensch beim Verstehen des Minds hat.
Es hat so viele Wörter gegeben, die den verschiedenen Teilen des Minds zugewiesen
wurden, dass man verblüfft wäre, wenn man auch nur all diese Dinge katalogisieren würde.
Nehmen Sie zum Beispiel den ungeheuren Hintergrund und die ungeheure Technologie der
Psychoanalyse – überwältigend kompliziertes Material, das meiste davon ist lediglich beschreibend;
einiges davon ist die Terminologie, die die Aktionen beschreibt, wie zum Beispiel
Zensur, das Es, das Ich, das Alter-Ego und was nicht alles. Die meisten von diesen Dingen
sind aneinandergereiht, jedes bedeutet eine bestimmte Sache. Aber die Praktiker, die diese
Wissenschaft zu studieren begannen, hatten kein gutes Grundwissen in den exakten Wissenschaften
– mit anderen Worten, sie hatten kein Modell von den exakten Wissenschaften.
Und in den Geisteswissenschaften konnte man mit den Worten so nachlässig sein, wie man
wollte, denn von den Geisteswissenschaften wurde nicht erwartet, dass sie präzise oder genau
wären; das soll keine Kritik an ihnen sein, es bedeutet lediglich, dass man auch mit einer geringeren
Beherrschung der Sprache durchkam.
Als die Leute anfingen, sich mit Freud zu beschäftigen, da ging diese interessante Sache
los, dass ein Es für eine Person eine andere Sache war, als für eine andere Person. Und
ein Alter-Ego war dies und jenes. Die Verwirrung der Begriffe auf diesem Gebiet wurde praktisch
ganz von allein die totale Verwirrung der Psychoanalyse.
In Wirklichkeit ist die Psychoanalyse ganz bestimmt genauso leicht zu verstehen wie Japanisch.
Japanisch ist eine Babysprache.
Es lässt sich sehr, sehr schwer lesen, aber sehr, sehr leicht sprechen. Wenn Sie sich
eine Sprache vorstellen können, die Ihnen jedesmal, wenn sie ausgesprochen wird, sagt, welches
das Subjekt ist, welches das Verb ist, welches das Objekt ist, dann können Sie sich diese
Sprache von der Art einer Babysprache vorstellen.
Eine Sprache, die keine verschiedenen Klassen oder Beugungen von Zeitwörtern besitzt.
Eine sehr kraftlose Art von Sprache. Nichtsdestoweniger besteht sie nur daraus, die Bedeutung
bestimmter Wörter zu kennen, um mit einem Japaner in Kommunikation sein zu können.
Und wenn Sie die Bedeutungen dieser Wörter genau kennen, und ein Japaner zu Ihnen
kommt und sagt: »Möchten Sie eine Tasse Tee?«, dann springen Sie nicht sofort auf, weil Sie
glauben, er hätte gerade gesagt:
»Frisch gestrichen«. Sie haben eine Kommunikationsmöglichkeit.
Angewandt auf die Sprache der Psychoanalyse, würden nun gleichermassen die grossen
Schwierigkeiten, die dem Verstehen einer solchen Sprache wie der Psychoanalyse innewohnen,
weitaus weniger schwierig, wenn man die Psychoanalyse als ein Kode-System zur
Vermittlung bestimmter Bedeutungen betrachtete. Dann würde es nicht zu einem Problem
werden, ob es diese Phänomene gibt oder nicht. Es würde einfach ein Problem von Wörtern
werden, die eine bestimmte, genaue Sache bedeuten. Und wenn es für jeden diese Sache bedeuten
würde, dann würde jeder die Sprache Psychoanalyse sprechen. Wenn es diese Sache
nicht für jeden bedeuten würde, dann würden die Leute nicht die Sprache Psychoanalyse
sprechen. Wer weiss überhaupt, was sie sprachen? Und schon sprachen die Leute die Jungsche20
Sprache – als nächstes sprachen sie Adlerisch21 – und der Unterschied zwischen diesen
verschiedenen Sachen ist winzig, um es gelinde auszudrücken. Aber die Sprachschwierigkeiten
brachten dann viele Praktiker auf diesem Gebiet dazu, sich mit der Theorie, die sie auf
jeden Fall nicht verstanden, herumzustreiten.
Ich erinnere mich daran, wie ich einmal in einer einzigen Nacht Igoroti lernte, die
Sprache eines östlichen Naturvolkes. Ich blieb bei Petroleumlicht auf und nahm eine Wortliste,
die von einem alten Missionar in den Bergen von Luzon22 aufgestellt worden war – die
Igorot hatten eine sehr einfache Sprache. Dieser Missionar hatte die Sprache der Igorot in
Lautschrift niedergeschrieben und eine Liste ihrer hauptsächlichen Wörter und deren Verwendung
und Grammatik zusammengestellt. Und ich erinnere mich, wie ich unter einem
Moskitonetz sitze, während die Moskitos hungrig mit ihren Rüsseln aussen am Netz herumkauen,
wie ich also diese Sprache lerne – 300 Wörter – indem ich diese Wörter und was sie
bedeuten einfach auswendig lerne. Und am nächsten Tag begann ich sie zurechtzulegen und
bei den Leuten anzubringen, und ich sprach in sehr kurzer Zeit Igoroti.
Der Punkt, um den es mir hier geht, ist, dass es nicht schwierig ist, eine Sprache zu
lernen, wenn man versteht, dass man eine Sprache lernt.

WIE MAN EINE WISSENSCHAFT STUDIERT
Das ganze Gebiet einer Wissenschaft, soweit es den Studenten betrifft, ist gut oder
schlecht in direktem Verhältnis zu seiner Kenntnis davon. Es ist die Sache des Studenten,
herauszufinden, wie präzise die Werkzeuge sind. Bevor er beginnt über die Daten, die ihm
vorgelegt werden, zu diskutieren, sie zu kritisieren oder sich darin versucht, sie zu verbessern,
sollte er für sich selbst herausfinden, ob die Mechanismen einer Wissenschaft so sind, wie sie
formuliert worden sind oder nicht, oder ob sie das erreicht, wofür sie gedacht ist oder nicht.
Der Student sollte über jede Sache, die in der Schule gelehrt wird, seine eigene Entscheidung
treffen – das Verfahren, die Techniken, die Mechanismen und die Theorie.
Die folgenden Fragen sollte er sich selbst stellen: Gibt es dieses Datum (Datum: ein Stückchen
Wissen)?
Ist es wahr?
Funktioniert es?
Wird es in der kürzesten Zeit die bestmöglichen Ergebnisse erzielen?
Es gibt zwei Wege, wie der Mensch gewöhnlich Dinge akzeptiert; beide sind nicht
sehr gut. Der eine ist, eine Aussage zu akzeptieren, weil eine Autorität sagt, dass es wahr ist
und akzeptiert werden muss, und der andere besteht darin, etwas aufgrund der Übermacht an
Übereinstimmung zwischen anderen Leuten zu akzeptieren.
Die Übermacht an Übereinstimmung ist allzu oft das Kriterium der allgemeinen Öffentlichkeit
für geistige Gesundheit oder Geisteskrankheit. Nehmen wir an, jemand würde
einen Raum voller Menschen betreten und plötzlich auf die Decke zeigen und ausrufen »Oh,
schaut doch mal! Da oben an der Decke ist eine riesige Spinne mit zwölf Beinen!« Jeder würde
an die Decke schauen, aber niemand ausser ihm würde die Spinne sehen. Schliesslich würde
es ihm jemand sagen. »Aber doch, da ist sie«, würde er erklären, und wenn er feststellt,
dass niemand mit ihm übereinstimmt, würde er sehr wütend werden. Wenn er seinen Glauben
an die Existenz der Spinne immer wieder bekräftigen würde, fände er sich sehr bald in einer
Irrenanstalt wieder.
Die Grunddefinition für geistige Gesundheit in dieser etwas nebelhaft gelehrten Gesellschaft
besteht darin, ob eine Person mit allen anderen übereinstimmt oder nicht. Es ist eine
sehr nachlässige Art und Weise, Beweise gelten zu lassen, aber es ist allzu oft der Hauptmassstab.
Und dann die Autoritätsregel: »Stimmt Dr. Geislein mit Ihrer Behauptung überein?
Nicht? Dann kann es natürlich nicht wahr sein. Dr. Geislein ist eine hervorragende Autorität
auf diesem Gebiet.«
Ein Mann namens Galen beherrschte einmal das Gebiet der Medizin. Ein anderer
Mann mit Namen Harvey störte Galens behagliche Position mit einer neuen Theorie über den
Blutkreislauf. Galen stimmte mit den Leuten seiner Zeit in bezug auf die »Gezeiten« des Blutes
überein. Die Leute wussten nichts über die Herztätigkeit. Sie akzeptierten alles, was ihnen
beigebracht worden war und führten wenig eigene Beobachtung durch. Harvey arbeitete an
der Königlichen Akademie für Medizin und stellte durch Vivisektion (Eingriff am lebenden
Tier) an Tieren die wirkliche Funktion des Herzens fest.
Er war klug genug, seine Ergebnisse eine Weile lang vollständig für sich zu behalten.
Leonardo da Vinci hatte irgendwie dasselbe entdeckt oder als gegeben angenommen. Er war
aber ein »verrückter Künstler«, und einem Künstler würde niemand glauben. Harvey wohnte
einem Schauspiel von Shakespeare bei, in dem der Verfasser des Stückes die gleiche Beobachtung
machte, aber wiederum hielt die Idee, dass Künstler niemals zur Gesellschaft etwas
beitragen, alle ausser Harvey davon ab, die Aussage als etwas anderes als lediglich blosse
Dichtung zu betrachten.
Schliesslich verkündete Harvey, was er zu sagen hatte. Sofort hagelte es tote Katzen,
verfaulte Früchte und Weinkrüge auf ihn. Er brachte einen ganz schönen Wirbel in den medizinischen
und gesellschaftlichen Kreisen hervor, bis schliesslich in der Verzweiflung ein Arzt
die historische Aussage machte: »Ich würde lieber mit Galen irren, als mit Harvey im Recht
sein!«
Der Mensch hätte einen Fortschritt von genau Null gemacht, wäre dies immer die einzige
Methode der Nachprüfung von Beweisen gewesen. Aber während der Fortschritte des
Menschen hat es hin und wieder Rebellen gegeben, die mit der vorherrschenden Meinung
nicht zufrieden waren, und eine Tatsache für sich selbst nachprüften, beobachteten und die
Daten aus ihrer Beobachtung akzeptierten und dann noch einmal prüften.
Möglicherweise sah sich der erste Mensch, der eine Steinaxt schuf, ein Stück Feuerstein
einmal genau an, und beschloss, dass der unregelmässige Stein auf eine bestimmte Weise
zurechtgebrochen werden könnte. Als er feststellte, dass sich Feuerstein leicht brechen
liess, muss er zu seinem Stamm hingerannt sein und begeistert versucht haben, seinen Stammesmitgliedern
beizubringen, wie man Äxte in der gewünschten Form machen kann, anstatt
Monate damit zu verbringen, nach Steinstücken zu suchen, die zufällig genau die richtige
Form hatten. Wahrscheinlich wurde dieser Mann mit Steinen aus dem Lager vertrieben.
Gibt man sich einer weiteren Anwandlung seiner Phantasie hin, ist es leicht vorstellbar,
dass dieser Mann es schliesslich fertigbrachte, einen weiteren zu überzeugen, dass seine
Technik funktioniert, und dass die beiden zusammen dann einen dritten mit Weinranken fesselten
und ihn zwangen, ihnen zuzusehen, wie sie aus einem rohen und ungehobelten Stein
eine Steinaxt brachen. Schliesslich, nachdem fünfzehn oder zwanzig Stammesmitglieder
durch Demonstration unter Zwang überzeugt waren, erklärten die Anhänger der neuen Technik
dem Rest des Stammes den Krieg, gewannen und zwangen den Stamm mittels eines Erlasses,
mit ihnen übereinzustimmen.
Auswertung von Daten
Der Mensch hat über das, womit sein Mind hauptsächlich gefüllt ist, niemals sehr viel
gewusst: Daten. Was sind Daten? Was ist die Auswertung von Daten?
In all diesen Jahren, in denen die Psychoanalyse jeder Generation von Ärzten ihre
Grundprinzipien gelehrt hat, wurde die autoritäre Methode verwendet; dies kann nachgeprüft
werden, indem man einmal ein paar Bücher über dieses Fachgebiet liest. Endlos findet sich
darin die Formulierung: »Freud sagte…«. Die wirklich wichtige Sache ist nicht, dass »Freud
etwas gesagt hat«, sondern: »Sind die Daten wertvoll? Und wenn sie wertvoll sind, wie wertvoll
sind sie?« Man könnte sagen, dass ein Datum in dem Masse wertvoll ist, wie es ausgewertet
worden ist. Ein Datum kann in dem Masse bewiesen werden, wie es mit Hilfe anderer
Daten ausgewertet werden kann, und seine Wichtigkeit wird dadurch festgelegt, wie viele
andere Daten es klarstellt. Folglich wäre das grösstmögliche Datum eines, welches alles Wissen,
was dem Menschen im materiellen Universum bekannt ist, klarstellen und identifizieren
würde.
Unglücklicherweise gibt es so etwas wie ein oberstes Datum nicht. Es muss nicht nur
ein Datum, sondern zwei Daten geben, da ein Datum keinen Nutzen hat, wenn es nicht ausgewertet
werden kann. Ausserdem muss es ein Datum von ähnlicher Wichtigkeit geben, anhand
dessen irgendein gegebenes Datum ausgewertet werden kann.
Daten sind nur in dem Masse Ihre Daten, wie Sie sie ausgewertet haben. Es ist durch
Autorität Ihr Datum, oder es ist Ihr Datum. Wenn es aufgrund von Autorität Ihr Datum ist,
dann hat es Ihnen jemand aufgezwungen, und bestenfalls ist es etwas mehr als eine leichte
Aberration (eine Abweichung von rationalem Denken oder Verhalten). Natürlich, wenn Sie
einem Menschen, von dem Sie wissen, dass er seine Sache versteht, eine Frage stellen würden
und er gäbe Ihnen seine Antwort, dann wurde Ihnen dieses Datum nicht aufgezwungen. Aber
wenn Sie von ihm fortgingen und von da an glaubten, dass es solch ein Datum gibt, ohne sich
die Mühe zu machen, die Antwort für sich selbst zu untersuchen – ohne es mit dem bekannten
Universum zu vergleichen – dann haben Sie den Zyklus des Lernens nicht ausreichend abgeschlossen.
Mechanisch gesehen ist natürlich die grösste Sache, die mit dem Mind nicht in Ordnung
ist, das Durcheinander darin; die Überladung mit Informationen in dieser Gesellschaft
ist jedoch aufgezwungene Bildung, deren Überprüfung der Person niemals erlaubt worden ist.
Wenn Ihnen gesagt wird, niemandes Wort als absolutes Datum zu nehmen, dann werden Sie
buchstäblich dazu aufgefordert, eine Gewohnheitsschablone zu durchbrechen, die Ihnen aufgezwungen
wurde, als Sie ein Kind waren.
Überprüfen Sie es für sich selbst und überzeugen Sie sich, ob es als eine Wahrheit vorhanden
ist oder nicht. Und wenn Sie feststellen, dass es existiert, dann werden Sie sich danach
wohlfühlen; andernfalls werden Sie, selbst von Ihnen unerkannt, unten am Grund Ihrer Information
und Erziehung wahrscheinlich eine ungelöste Frage finden, die ihrerseits Ihre Fähigkeit
untergraben wird, irgend etwas, was zu einer Technik gehört, aufzunehmen oder zu praktizieren.
Ihr Mind wird in bezug auf das Thema nicht so gewandt sein, wie er sollte.
Ein Blick auf die Wissenschaften
Der Grund, warum das Ingenieurwesen und die Physik soweit über andere Wissenschaften
hinausgereicht haben, ist die Tatsache, dass sie Probleme stellen, die den Menschen
so heftig bestrafen, wenn er nicht sorgfältig in das physikalische Universum hineinschaut.
Ein Ingenieur steht dem Problem gegenüber, einen Eisenbahntunnel durch einen Berg
zu bohren. Auf beiden Seiten werden Schienen zu dem Berg hingelegt. Wenn der Ingenieur
den Raum falsch eingeschätzt hat, dann würden sich die beiden Tunnelzugänge nicht auf der
gleichen Ebene im Zentrum treffen. Es wäre für jeden, der damit zu tun hat, so offensichtlich,
dass der Ingenieur einen Fehler gemacht hat, dass er sich sehr darum bemüht, einen solchen
Fehler zu vermeiden. Er beobachtet das physikalische Universum nicht nur in dem Masse,
dass die Tunnelgänge auf den Zentimeter genau zusammentreffen müssen, sondern auch dahingehend,
dass der Tunnel zusammenbrechen würde, wenn er die Art des Felsgesteins, durch
das er bohrt, falsch einschätzen würde – ein Geschehnis, das für das Eisenbahnwesen als ein
sehr unerfreuliches, unglückseliges Ereignis betrachtet werden würde.
Die Biologie kommt dem, eine Wissenschaft zu sein, näher als einige andere, weil das
unmittelbare Ergebnis im Gebiet der Biologie, wenn irgend jemand in bezug auf ein Bakterium
einen zu grossen Fehler macht, dramatisch und schrecklich sein kann. Nehmen wir an, ein
Biologe bekommt die Verantwortung aufgetragen, Plankton in ein Wasserreservoir zu injizieren.
Plankton besteht aus mikroskopischen »Keimen«, die für den Menschen sehr nützlich
sind. Wenn der Biologe aber durch irgendeinen Fehler Typhuserreger in den Wasservorrat
einsetzt, dann wäre das Ergebnis unmittelbar und dramatisch.
Nehmen wir an, einem Biologen wird die Aufgabe übertragen, eine Hefekultur zu erzeugen,
die das Brot braun färben wird, wenn die Hefe weissem Teig zugesetzt wird. Dieser
Mann steht vor der Notwendigkeit, eine Hefe zu erschaffen, die sich nicht nur wie Hefe verhält,
sondern auch eine Färbung ergibt. Er muss sich mit dem praktischen Aspekt des Problems
beschäftigen, denn nachdem er seinen Erfolg verkündet, gibt es den »Hefetest«: Ist das
Brot essbar? Und der Braunbrottest: Ist das Brot braun? Jeder könnte diesen Test leicht durchführen,
und jeder würde sehr schnell wissen, ob der Biologe Erfolg gehabt hat oder nicht.
Die Politik wird eine Wissenschaft genannt. Es gibt Naturgesetze in bezug auf Politik.
Sie könnten herausgearbeitet werden, wenn jemand auf die politische Forschung wirklich eine
wissenschaftliche Grundlage anwenden würde.
Folgendes Ergebnis steht zum Beispiel schon fest:
Wenn alle Kommunikationslinien zwischen den Vereinigten Staaten und Russland abgeschnitten
werden, dann werden Russland und die Vereinigten Staaten einander immer weniger
verstehen. Dann, wenn man jedem demonstriert, wie die amerikanische Lebensart und
die russische Lebensart voneinander unterschiedlich sind, und wenn man das Tag für Tag und
Jahr für Jahr immer wieder demonstriert, kann nichts anderes als ein Affinitätsbruch (Affinität:
ein Phänomen, das mit Raum zu tun hat, da es die Bereitschaft ausdrückt, den gleichen
Raum einzunehmen wie das, was geliebt oder gemocht wird) entstehen. Indem man offen
erklärt, dass zwischen Russland und den Vereinigten Staaten über keine noch so unbedeutende
politische Theorie oder über das Verhalten von Menschen oder Nationen Übereinstimmung
herrscht, hat man es praktisch geschafft. Beide Nationen werden auf die Tonstufe
(Emotionsniveau) Wut gehen, und plötzlich gibt es Krieg.
Die Vereinigten Staaten sind eine Nation, die das grösste Kommunikationsnetz auf der
Erde besitzt, mit einem unermesslichen Herstellungspotential. Innerhalb ihrer Grenzen gibt es
die besten Reklamefachleute der Welt. Aber anstatt Europa eine Idee zu verkaufen, geben Sie
Europa Maschinengewehre, Flugzeuge und Panzer, für den Fall, dass Russland ausbricht. Mit
je mehr Drohungen man einem Land auf Russlands Tonstufe imponieren will, um so gefährlicher
wird dieses Land werden. Wenn Leute gefragt werden, was sie wegen dieser schwerwiegenden
Frage unternehmen würden, dann zucken sie mit den Achseln und sagen etwas,
was darauf hinausläuft: »Die Politiker wissen es am besten.« Sie weichen aus und erklären
»rational«, indem sie sagen, dass es die amerikanische Lebensart gibt und dass sie geschützt
werden muss.
Was ist die amerikanische Lebensart? Das ist eine Frage, die fast jeden Amerikaner
zum Anhalten bringen wird. Was ist die amerikanische Lebensart, die sich von der menschlichen
Lebensart unterscheidet? Sie hat versucht, wirtschaftliche Freiheit für den einzelnen,
Pressefreiheit und persönliche Freiheit zusammenzubringen und sie als eine streng amerikanische
Lebensart zu definieren – warum ist sie nicht die menschliche Lebensart genannt worden?
Im Bereich der Geisteswissenschaften ist die Wissenschaft gründlich vom Wege abgeraten.
Unangezweifelte autoritäre Grundregeln sind befolgt worden. Jede Person, die Wissen
akzeptiert, ohne es in Frage zu stellen und für sich selbst auszuwerten, demonstriert sich
selbst, dass sie gegenüber diesem Wissensbereich in Apathie ist. Das zeigt, dass die Menschen
in den Vereinigten Staaten heute in bezug auf Politik in einem Zustand tiefer Apathie
sein müssen, um ohne etwas anzuzweifeln alles, was geschieht zu akzeptieren.
Grundlagen
Versucht ein Mensch, die Pläne eines Lebens oder eines Berufes auf Daten aufzubauen,
die er selbst niemals ausgewertet hat, kann er unmöglich Erfolg haben.
Grundlagen sind sehr, sehr wichtig, aber als allererstes muss man lernen, wie man
denken muss, um sich einer Grundlage absolut sicher zu sein. Denken ist nicht besonders
schwer zu lernen. Es besteht lediglich daraus, dass man ein bestimmtes Datum mit dem physikalischen
Universum, wie es bekannt ist und beobachtet wird, vergleicht.
Ein autoritäres Führerprinzip ist wenig mehr als eine Form von Hypnose. Lernen wird
unter Androhung irgendeiner Form von Bestrafung erzwungen. Ein Student wird mit Daten
vollgestopft, die nicht individuell ausgewertet worden sind, genauso wie ein Präparator eine
Schlange ausstopfen würde. Ein solcher Student wird gemäss den gegenwärtigen Massstäben
gut informiert und gut ausgebildet sein, unglücklicherweise aber wird er in dem Beruf, den er
gewählt hat, nicht sehr erfolgreich sein.
Machen Sie nicht den Fehler, etwas auf der Grundlage, ob es mit den Meinungen von
jemand anderem übereinstimmt oder nicht, zu kritisieren. Der wesentliche Punkt ist, ob diese
Sache mit Ihrer Meinung übereinstimmt oder nicht. Stimmt es mit dem überein, was Sie denken?
Nahezu jeder hat die eine oder andere Art der Beobachtung des materiellen Universums
verfolgt. Niemand hat zum Beispiel alles gesehen, was es über einen Organismus zu
sehen gibt. Aber es gibt ganz bestimmt keinen Mangel an Organismen, die für weiteres Studium
zur Verfügung stehen. Es gibt keinen stichhaltigen Grund, die Meinung von Professor
Blotz von der Blitzuniversität zu akzeptieren, der 1933 gesagt hat, dass Schizophrene Schizophrene
sind, und das machte sie für immer zu Schizophrenen.
Interessieren Sie sich für die Erscheinungsformen der Geisteskrankheit, dann gibt es in
fast jedem Teil der Welt jede beliebige Form der Geisteskrankheit, die man sich während eines
Lebens nur zu sehen wünschen könnte. Studieren Sie die Eigentümlichkeiten der Leute
um Sie herum, und fragen Sie sich, wie die Leute aussehen würden, wenn ihre kleinen Eigentümlichkeiten
um ein Hundertfaches vergrössert wären. Sie mögen feststellen, dass Sie durch
das Listen sämtlicher beobachtbaren Eigentümlichkeiten eine vollständige Liste sämtlicher
Geisteskrankheiten der Welt hätten. Diese Liste könnte weitaus genauer sein, als die Liste, die
von Kraepelin (dt. Psychiater – Anm. d. Übers.) vorgelegt worden ist und heute in den Vereinigten
Staaten verwendet wird.
Wenn geistige Gesundheit Rationalität ist und Geisteskrankheit Irrationalität ist, und
Sie davon ausgehen, wie irrational die Menschen wären, wenn bestimmte Zwänge, die sie
haben, um ein Hundertfaches vergrössert
wären, dann könnten Sie sehr wohl eine weitaus genauere und vollständigere Liste der
Geisteskrankheiten und ihrer Symptome in Ihrem Besitz haben, als es sie gegenwärtig gibt.
Der einzige Rat, den ich einem Studenten geben kann, ist, ein Fach als das, was es ist,
zu studieren und es genau so zu verwenden, wie es angegeben ist, und sich dann seine eigenen
Meinungen zu bilden. Studieren Sie es mit dem Ziel vor Augen, zu Ihren eigenen
Schlussfolgerungen darüber zu kommen, ob die Grundprinzipien, die Sie aufgenommen haben,
richtig und funktionsfähig sind oder nicht. Vergleichen Sie das, was Sie gelernt haben,
mit dem bekannten Universum. Suchen Sie nach den Gründen hinter einer Erscheinung, und
erstellen Sie eine Grundthese über die Art und Weise und die Richtung, in die die Erscheinung
wahrscheinlich voranschreiten wird. Erlauben Sie nicht der Autorität irgendeiner Person
oder Denkrichtung, dass sie einen vorgefassten Schluss in Ihrem Wissensbereich erzeugt. Nur
mit diesen Ausbildungsprinzipien vor Augen können Sie eine wahrhaft gebildete Person werden.

DER MENSCHLICHE MIND
Es ist üblich, sich den menschlichen Mind als etwas vorzustellen, das gerade erst in
der letzten Generation oder so ähnlich aufgetreten ist. Der Mind selbst ist in Wirklichkeit so
alt wie der Organismus. Gemäss früheren Mutmassungen und Beweisen, die durch diese neue
Wissenschaft aufgestellt worden sind, ist der Organismus, der Körper, ziemlich alt. Er reicht
bis zu dem ersten Augenblick des Erscheinens von Leben auf der Erde zurück.
Zuerst gab es ein physikalisches Universum, das entstand-wir wissen nicht, wie. Dann,
während der Abkühlung der Planeten, tauchte in den Ozeanen ein Körnchen lebender Materie
auf. Dieses Körnchen wurde schliesslich zu dem komplizierten, aber immer noch mikroskopisch
kleinen Einzeller, und dann, im Laufe der Äonen, wurde es pflanzliche Materie.
Es wurde dann zur Qualle. Und dann wurde es ein Weichtier und machte seinen Übergang
zum Krustentier durch. Das Leben entwickelte sich zu immer komplizierteren Formen, dem
Koboldmaki, dem Faultier, dem Menschenaffen und schliesslich dem Menschen. Es gab viele
Zwischenschritte.
Ein sehr materialistischer Mensch, der nur das materielle Universum sieht, wird über
diese ganze Sache verwirrt und wird sich im Unklaren darüber befinden. Er versucht zu sagen,
dass die lebenden Organismen einfach eine bestimmte Menge Lehm sind, gänzlich ein
Teil des materiellen Universums. Er versucht zu behaupten, letztlich sei nur der »niemals abreissende
Strom des Protoplasmas«, von Generation zu Generation durch Sex übertragen,
wichtig. Der sehr gedankenlose Mensch wird wahrscheinlich viele Fehler machen, nicht nur
in bezug auf den menschlichen Mind, sondern auch in bezug auf den menschlichen Körper.
Wir entdecken jetzt, dass die Wissenschaft des Lebens, genau wie die Physik, ein Studium
von Statik und Bewegung ist. Wir stellen fest, dass das Leben selbst, der lebende Teil
des Lebens, keine vergleichbare Existenz im physikalischen Universum hat. Es ist nicht einfach
eine weitere Form von Energie oder bloss ein Zufall. Leben ist ein Statik (ein tatsächliches
Etwas ohne Masse, ohne Wellenlänge, ohne Position im Raum und ohne Zeitbezug),
welches jedoch die Macht hat, Materie, Energie und Raum und möglicherweise sogar Zeit zu
kontrollieren, zu beleben, beweglich zu machen, zu gestalten und zu zerstören.
Leben ist eine URSACHE, die auf das physikalische Universum einwirkt, welches eine
WIRKUNG ist. Es gibt jetzt erdrückenden Beweis, um dies zu belegen. Im physikalischen
Universum gibt es kein wahres Statik. Von jedem scheinbaren Statik ist entdeckt worden,
dass es Bewegung enthielt, aber das Lebensstatik ist offenkundig ein echtes Statik.
Das Leben begann offensichtlich mit reiner URSACHE. Seit dem ersten Photon beschäftigte
es sich mit der Handhabung von Bewegung. Und dadurch, dass es von nun an mit
Bewegung umging, häufte es die in einem Körper enthaltene Erfahrung und Anstrengung an.
Das Leben ist ein Statik, das physikalische Universum ist Bewegung. Die Wirkung der von
der URSACHE hervorgebrachten Bewegung erzeugte die Kombination, die wir als die Einheit
eines lebendigen Organismus vor uns haben. Denken ist nicht Bewegung in Raum und
Zeit. Denken ist ein Statik, das ein Bild von Bewegung enthält.
Man kann daher sagen, dass mit seinem ersten Eingriff in Bewegung der erste Gedanke
über das physikalische Universum begann. Dieses Statik, ohne Rauminhalt, Wellenlänge,
Raum oder Zeit, zeichnet nichtsdestoweniger Bewegung und ihre Wirkungen in Raum und
Zeit auf.
Dies ist natürlich eine Analogie. Aber es ist eine besondere Analogie, denn sie löst im
Handumdrehen die Probleme des Minds und der körperlichen Struktur.
Ein Mind ist also nicht ein Gehirn. Ein Gehirn und das Nervensystem sind einfach
Kanäle für die Schwingungen des physikalischen Universums. Das Gehirn und die Nervenstränge
sind einer Schaltzentrale sehr ähnlich. Es gibt einen Punkt in dem System, wo sich die
Schwingungen zu Aufzeichnungen verwandeln.
Ein Organismus wird durch fortbestehende, zeitlose, raumlose und bewegungslose
URSACHE bewegt. Diese Ursache spiegelt Bewegung wider oder nimmt Eindrücke von Bewegung
auf. Diese Eindrücke nennen wir »Erinnerungen« oder genauer Faksimiles.
Ein Faksimile ist ein einfaches Wort und bedeutet ein Bild vorn einer Sache, eine Kopie
von einer Sache, nicht die Sache selbst. Wir sagen daher, um Verwirrung zu vermeiden
und uns diesen Punkt vor Augen zu halten, dass die Wahrnehmungen des Körpers als Faksimiles
»gespeichert« werden.
Seheindrücke, Klänge, Tastwahrnehmungen und sämtliche anderen Wahrnehmungen
des Körpers werden als Faksimiles des Augenblicks gespeichert, in dem der Eindruck empfangen
wurde. Die tatsächliche Energie des Eindrucks ist nicht gespeichert. Eine Speicherung
davon erfolgt nicht, wenn auch nur, weil nicht genügend molekulare Struktur im Körper vorhanden
ist, um diese Energien als solche zu speichern. Energie des physikalischen Universums
ist offensichtlich zu grob, um auf diese Weise gespeichert zu werden. Ausserdem bestehen
die Erinnerungen fort, existieren offenkundig für immer, obwohl die Zellen zugrunde
gehen.
Ein Faksimile der gestern verletzten Zehe kann in die Gegenwart zurückgebracht werden,
und zwar mit der vollständigen Kraft des Stosses. Alles, was in der Nähe des Körpers
geschieht, ganz gleich, ob er schläft oder wach ist, wird als Faksimile aufgezeichnet und gespeichert.
Es gibt Faksimiles von allem und jedem, was der Körper jemals wahrgenommen – gesehen,
gehört, gefühlt, gerochen, geschmeckt, erfahren – hat, vom ersten Augenblick des Daseins
an. Es gibt Faksimiles von Vergnügen und Faksimiles von Langeweile, Faksimiles von
plötzlichem Tod und von raschem Erfolg, Faksimiles stillen Verfalls und langsamen Abmühens.
Erinnerung bedeutet gewöhnlich, sich Daten jüngerer Zeiten zurückzurufen. Folglich
verwenden wir das Wort »Faksimile«, denn während Faksimile das Ganze ist, wovon Erinnerung
ein Teil ist, umfasst das Wort Erinnerung nicht alles, was entdeckt worden ist.
Man sollte eine sehr gute Vorstellung davon haben, was ein Faksimile ist. Es ist eine
Aufzeichnung der Bewegungen und Situationen des physikalischen Universums plus der
Schlussfolgerungen des Minds, die auf frühere Faksimiles gegründet sind.
Man sieht, wie ein Hund einer Katze nachjagt. Lange, nachdem Hund und Katze verschwunden
sind, kann man sich zurückrufen, dass ein Hund eine Katze gejagt hat. Während
die Handlung stattfand, sah man die Szene, man hörte die Dinge, vielleicht hat man sogar den
Hund und die Katze gerochen. Während man beobachtete, schlug das eigene Herz, der Salzgehalt
des eigenen Blutes war so und so, es gab das Gewicht des eigenen Körpers und die
Position der eigenen Gelenke, das Gefühl der Kleidung, die Berührung der Luft auf der Haut
– all diese Dinge wurden ebenfalls vollständig aufgezeichnet. Die Gesamtheit all dessen wäre
ein ganzes Faksimile.
Man könnte sich nun einfach die Tatsache zurückrufen, dass man gesehen hat, wie ein
Hund eine Katze jagte. Das wäre Erinnern. Oder man könnte sich auf die Sache konzentrieren,
und wenn man in gutem geistigen Zustand ist, könnte man den Hund und die Katze wieder
sehen, könnte sie hören, könnte die Luft auf seiner Haut fühlen, die Position seiner Gelenke
und das Gewicht seiner Kleidung. Man könnte die Erfahrung teilweise oder vollständig
wiedergewinnen. Das bedeutet, man könnte teilweise oder vollständig die »Erinnerung« in
sein Bewusstsein bringen, das ganze Faksimile, wo ein Hund eine Katze jagt.
Man braucht nicht unter Drogen oder Hypnose zu stehen oder einen Glauben zu haben,
um dies zu tun. Die Menschen führen dieses Rückrufen unterschiedlich durch und nehmen
an, »alle machen es«. Die Person mit einer guten Erinnerung ist lediglich eine Person,
die ihre Faksimiles leicht wiedergewinnen kann. Ein kleines Kind in der Schule lernt heute
durch Wiederholung. Das ist nicht notwendig. Wenn es gute Noten bekommt, dann gewöhnlich
deshalb, weil es sich einfach das Faksimile der Textseite, über die es geprüft wird, wieder
vor die »geistigen Augen«, d.h. in sein Bewusstsein, bringt.
Während man durch das Leben geht, zeichnet man 24 Stunden lang am Tag auf, schlafend
und wachend, im Schmerz, unter Narkose, glücklich oder traurig. Diese Faksimiles werden
gewöhnlich mit sämtlichen Wahrnehmungseindrücken aufgezeichnet, das heisst mit jedem
Sinneskanal. Bei jemandem, dem ein Sinneskanal fehlt, zum Beispiel bei Taubheit, fehlt
dieser Teil des Faksimiles.
Ein vollständiges Faksimile ist eine Art dreidimensionales Farbfoto mit Klang und Geruch
und allen anderen Wahrnehmungen sowie den Schlussfolgerungen oder Mutmassungen
der Person.
Es wurde einmal vor vielen Jahren von jemandem, der den Mind studierte, bemerkt,
dass Kinder dieses Vermögen besitzen, in der Erinnerung zu sehen und zu hören, was sie
wirklich gesehen und gehört hatten. Es wurde festgestellt, dass die Fähigkeit nicht anhielt. Es
wurden keine weiteren Studien der Sache betrieben, und in der Tat waren diese Untersuchungen
so unbekannt, dass ich während der früheren Stadien meiner Arbeiten nichts von ihnen
gehört hatte.
Wir wissen heute eine ganze Menge über diese Faksimiles – warum sie von den meisten
Leuten, während sie heranwachsen, nicht leicht wiedererhalten werden, wie sie sich verändern,
wie die Phantasie beginnen kann, sie wiederherzustellen – wie zum Beispiel bei Halluzination
oder bei Träumen.
Kurz gesagt, eine Person ist in dem Masse aberriert, wie sie nicht imstande ist, ihre
Faksimiles zu handhaben. Sie ist in dem Masse geistig gesund, wie sie ihre Faksimiles handhaben
kann. Sie ist in dem Masse körperlich krank, wie sie nicht imstande ist, ihre Faksimiles
zu handhaben. Sie ist in dem Masse körperlich gesund, wie sie sie handhaben kann.
Derjenige Teil der Wissenschaft Tologie, der der Rehabilitierung des Minds und
des Körpers gewidmet ist, beschäftigt sich mit den Phänomenen der Handhabung dieser Faksimiles.
Eine Person sollte imstande sein, sich willentlich jedes Faksimile, das sie hat, vorzunehmen
und zu untersuchen und beiseite zu legen. Es ist kein Ziel dieser neuen Wissenschaft,
die vollständige Rückrufwahrnehmung wiederherzustellen. Das Ziel ist, die Fähigkeit einer
Person, ihre Faksimiles zu handhaben, wiederherzustellen.
Wenn eine Person ihre Faksimiles NICHT handhaben KANN, dann kann sie sie in die
Gegenwart hereinziehen und selbst entdecken, dass sie nicht imstande ist, sie wieder loszuwerden.
Was ist psychosomatische Krankheit? Es ist nachweisbar der Schmerz, der in einem
vergangenen Erlebnis enthalten ist, oder die körperliche Funktionsstörung eines vergangenen
Erlebnisses. Das Faksimile dieses Erlebnisses kommt in die Gegenwart und bleibt bei der
Person, bis eine Erschütterung es wieder ausser Sicht bringt oder bis es durch diese neue Wissenschaft
herausauditiert wird. Eine Erschütterung oder eine Notwendigkeit jedoch erlauben,
dass es wiederkehrt.
Traurigkeit, Kummer, Sorge, Angst und jeder andere emotionelle Zustand sind einfach
eines oder mehrere dieser Faksimiles. Ein Todesfall zum Beispiel bewirkt, dass jemand traurig
wird. Dann hat er ein Faksimile, das Gram enthält. Irgend etwas verursacht, dass die Person
dieses Faksimile in die Gegenwart bringt. Sie ist sich dessen nicht bewusst, untersucht es
nicht, aber nichtsdestoweniger wirkt es gegen sie. Folglich grämt sie sich in der Gegenwart
und weiss nicht warum. Der Grund ist das alte Faksimile. Der Beweis, dass es der Grund ist,
findet sich im Tologie-Auditing. In dem Augenblick, wo das Faksimile von seiner
schmerzhaften Emotion entladen wird, erholt sich die Person. Das ist einer der Aspekte des
Auditings.
Der menschliche Mind ist nur eine Seite des fortwährenden Minds. Der erste Funke
Leben, der Materie auf der Erde zu beleben begann, begann Faksimiles aufzuzeichnen. Und
von da an hat er weiter aufgezeichnet. Es ist interessant, dass jedem Mind das gesamte Archiv
zur Verfügung steht. Während früherer Untersuchungen fand ich gelegentlich Faksimiles, die
keine Halluzination oder Phantasie waren und die weitaus weiter zurückzugehen schienen als
das gegenwärtige Leben der Person. Da wir damals bereits das Werkzeug des Anstrengungsprozessings23
besassen, war es möglich, ein Faksimile mit allen Wahrnehmungen willentlich
»anzudrehen«, und auf diese Weise war es möglich, die frühestmöglichen Zeiträume
zu untersuchen. Auf diese Weise wurde der genetische Entwurf entdeckt, und ich war verblüfft,
die Faksimiles der Evolutionslinie freigelegt zu haben, für jeden zukünftigen Nachforscher
zugänglich. Viele Auditoren haben seitdem die gleichen Ergebnisse erreicht, und folglich
kommen der Biologe und der Anthropologe in den Besitz einer wahren Fundgrube faszinierender
Daten.
Es gibt jene, die nichts vom Mind wissen und dennoch reichlich dafür bezahlt werden,
die gelehrt über Wahnvorstellung und Selbsttäuschung sprechen möchten. Zufällig gibt es
genaue und präzise Gesetze in bezug auf Wahnvorstellungen. Ein eingebildetes Geschehnis
folgt bestimmten Mustern. Ein tatsächliches Geschehnis ist ganz und gar unverkennbar. In
einem Faksimile einer wirklichen Erfahrung gibt es ein Standardverhalten: Es verhält sich auf
eine ganz bestimmte Weise; die Person erlebt die Anstrengungen und die Wahrnehmungen
mit Klarheit, und der Inhalt des Geschehnisses erweitert sich und bleibt während mehrerer
Wiedererzählungen ziemlich konstant. Ein eingebildetes Geschehnis vermindert sich gewöhnlich
im Inhalt, und die Person versucht ihr Interesse aufrechtzuerhalten, indem sie es dann
ausschmückt. Ausserdem enthält es keine gleichbleibenden Anstrengungen. Jene, die sich
nicht die Zeit nehmen können, um die Tatsächlichkeit von Faksimiles festzustellen, bevor sie
hinsichtlich »Wahnvorstellungen« gelehrt werden, unterliegen möglicherweise selbst ziemlichen
Selbsttäuschungen.
Der menschliche Mind, sozusagen der gegenwärtige Mind des Menschen, unterscheidet
sich, ausser in der Kompliziertheit des Gehirnanhangs, nicht im geringsten vom elementarsten
Mind, dem des Einzellers. Das menschliche Wesen verwendet Faksimiles, um Erfahrungen
zu bewerten und Schlussfolgerungen und Zukunftspläne darüber zu formen, wie es auf
die bestmögliche Weise überleben oder wie es sterben und noch einmal ganz von vom beginnen
kann.
Der menschliche Mind ist zu sehr komplizierten Kombinationen von Faksimiles imstande.
Ausserdem kann er auf der Grundlage alter Faksimiles Faksimiles hervorbringen.
Nichts am Mind geht fehl, ausser seine Fähigkeiten, Faksimiles zu handhaben. Gelegentlich
wird ein Mind unfähig dazu, ein Faksimile als vergangene Erfahrung zu verwenden, und beginnt,
es in der Gegenwart beständig als eine Entschuldigung für Scheitern zu verwenden.
Dann haben wir Aberration und psychosomatische Krankheit. Eine Erinnerung an Schmerz
enthält Schmerz und kann zu Schmerz in der Gegenwart werden. Eine Erinnerung an Emotion
enthält Emotion und v kann zu Emotion in der Gegenwart werden.

DIE AUFZEICHNUNGEN DES MINDS SIND DAUERHAFT
Der Mensch hat in all den Jahren seiner Existenz die Beobachtung als Tatsache hingenommen,
dass ein menschliches Wesen, das nicht mehr imstande war, seine eigenen Handlungen
und Pflichten zu kontrollieren, und solange er, nachdem er die Kontrolle wiedergewonnen
hatte, nicht die Geschehnisse zurückrufen konnte, die Bestandteile nicht aufgezeichnet
hätte. Das war eine völlig unbegründete Annahme.
Untersuchen wir zuerst einmal Schmerz. Technisch gesehen wird Schmerz durch eine
Anstrengung verursacht, die der Anstrengung des ganzen Individuums entgegengesetzt ist.
Das Individuum ist eine Ansammlung von Zellen, eine Zellkolonie. Jede Zelle strebt
danach zu leben. Jede Zelle und der ganze Organismus wird grundsätzlich durch einen
Wunsch zu überleben motiviert.
Die ganze körperliche Struktur besteht aus Atomen und organischen und anorganischen
Molekülen. Während die Person lebendig und bei Bewusstsein ist, sind diese Atome
und Moleküle in einem Zustand optimaler oder nahezu optimaler Spannung und Anordnung.
Wird eine entgegengesetzte Anstrengung empfangen, zum Beispiel in Form eines
Schlages oder innerlich, wie im Fall von Drogen, Schock oder Bakterien, wird die optimale
oder die nahezu optimale Spannung und Anordnung dieser Atome und Moleküle, wie sie in
den Nervenmuskeln, Knochen und Geweben des Körpers enthalten sind, durcheinandergebracht.
Das Ergebnis ist ein Verlangsamen oder eine Beschleunigung der Bewegungen des
physischen Körpers von solch einer Art, dass eine Fehlanordnung und Spannungsstörungen
der Atome und Moleküle verursacht werden.
Das ist Schmerz. Dem Überleben entgegengesetzte Anstrengungen verursachen, dass
diese Wirkung stattfindet. Die technische Bezeichnung dieser Wirkung ist Randomität24. Die
Bewegungsrichtungen von verschiedenen Teilen des Körpers werden in planlose Vektoren
oder Muster verändert. Schmerz führt unveränderlich zu Verlust, dem Verlust von Zellen oder
dem Verlust der gewöhnlichen Anordnung.
Wenn Schmerz weggeht, ist er trotzdem aufgezeichnet. Die Aufzeichnung dieses
Schmerzes kann wieder ins Dasein gerufen werden.
Wenn Sie einen sehr einfachen Test machen möchten, gehen Sie einfach zum letzten
Mal zurück, als Sie sich wehtaten; bekommen Sie von dem Gegenstand, der Sie verletzt hat
und von seiner umgebenden Umwelt so vollständige Wahrnehmungen, wie Sie nur können.
Versuchen Sie den Gegenstand, der Schmerz bereitet hat, wieder zu kontaktieren. Wenn Sie
nicht stark abgesperrt25 sind, sollten Sie imstande sein, diesen Schmerz noch einmal zu fühlen.
Wenn Sie selbst diesen Test nicht durchführen können, weil Sie abgesperrt sind, bitten
Sie Ihre Freunde, es zu versuchen. Früher oder später werden Sie jemanden finden, der
Schmerz zurückrufen kann.
Ein weiterer Test: kneifen Sie sich, und gehen Sie dann zu dem Augenblick zurück,
als Sie es taten, und fühlen Sie das Kneifen noch einmal. Selbst, wenn Sie abgesperrt sind,
sollten Sie imstande sein, dies zu tun.
Kurz gesagt, Schmerz wird durch Aufzeichnungen gespeichert. Aber das ist nicht alles,
was gespeichert wird. Der ganze Bereich irgendeiner Randomität wird vollständig gespeichert.
Die Atome und Moleküle arrangieren sich, wenn Schmerz wieder kontaktiert wird,
wieder zu dem gleichen Muster, das sie annahmen, als dieser Schmerz empfangen wurde.
Folglich kann der Schmerz zurückkehren. Aber auch die Anstrengung und alle zugehörigen
Wahrnehmungen können zurückkehren, wenn entweder der Schmerz oder die allgemeine
Randomität zurückkehren.
Die Fehlanordnung, die durch einen Schlag, Schock, durch Drogen oder Bakterien
verursacht wird, bewirkt, dass das Kontrollzentrum des Minds funktionsunfähig wird. Folglich
kann das Kontrollzentrum des Minds durch diese Fehlanordnung bewusstlos werden,
kann überwältigt werden.
Nachdem das Bewusstsein wiedergewonnen ist, kann /das Kontrollzentrum des Minds,
wann immer es versucht zurückzurufen, was geschehen ist, nur die Randomität zurückrufen.
Es versucht eine Zeit zurückzurufen, als es nicht zurückrufen konnte, und ist folglich nicht in
der Lage, es sich ins Gedächtnis zurückzurufen.
Der Mensch dachte, wenn er sich etwas nicht zurückrufen könne, sei es nicht aufgezeichnet.
Das ähnelt dem kleinen Kind, das sich die Augen zuhält und dann denkt, dass Sie es
nicht sehen können, nur weil es Sie nicht sehen kann.
Zusammen mit jedem Randomitätsbereich, der auf diese Weise durch Verletzung,
Krankheit, Schock oder Drogen geschaffen wurde, wurde die dem Körper entgegengesetzte
Anstrengung aufgespeichert. Die Anstrengung, die durch den Schlag oder den anderen störenden
Faktor auf den Körper eingewirkt hat, wurde ebenfalls gespeichert. Diese besteht aus
physikalischer Kraft. Wenn sie auf den Körper zurückkehrt, dann kehrt sie als physikalische
Kraft zurück. Sie kann Gesichtszüge oder den Körper entstellen, indem sie in ständiger
»Restimulation« (Wiederanregung) ist.
Restimulation wird dadurch verursacht, dass irgendein Teil der früheren Aufzeichnung
der gegenwärtigen Umgebung sehr ähnlich ist. Dies weckt den alten Bereich der Randomität
auf. Der Körper, verwirrt, registriert die alte Gegenanstrengung.
Beinahe bei jedem Menschen wirken einige dieser Gegenanstrengungen der Vergangenheit
in der Gegenwart gegen ihn. Sein Bewusstsein unterhalb der Oberfläche ist darin verstrickt,
alten Gegenanstrengungen – Schlägen, Krankheiten, Drogen – zu widerstehen, die ihn
einmal beeinträchtigt und bewusstlos gemacht haben.
Sobald eine Person ihre Aufmerksamkeit gänzlich auf etwas anderes konzentriert,
können diese alten Bereiche ihre Kraft wieder ausüben.
Fühlen Sie die Lebendigkeit oder das volle Daseinsgefühl jedes einzelnen der folgenden
Körperteile. Fühlen Sie sich jeweils nur in dem genannten Körperteil vollständig lebendig:
1.Der rechte Fuss..
2.Der linke Fuss.
3.Die rechte Wange..
4.Die linke Wange.
5.Die Zehen.
6.Der Hinterkopf.
7.Der Nacken.
8.Die Nase.
9.Die rechte Hand.
10.Die Zunge.
11.Die linke Hand.
12.Der Magen.
Wenn Sie über diese Teile gegangen sind, jedes sorgfältig untersucht haben und nur
im jeweiligen Teil Lebendigkeit empfunden haben, werden Sie wahrscheinlich verschiedene
Schmerzen und Beschwerden in Bereichen verspürt haben, auf die Ihre Konzentration nicht
fest gerichtet war, oder zumindest einen taumeligen Zustand erlebt haben. Versuchen Sie es
mehrere Male.
Prozessing räumt diese alten Bereiche auf – mit dem Ergebnis einer Steigerung der
körperlichen und geistigen Gesundheit.

KOMMUNIKATION
Es könnte gesagt werden, dass man eine Person gesund machen würde, wenn man sie
in Kommunikation brächte. Dieser Faktor ist in der Psychotherapie nicht neu, aber die Konzentration
darauf ist neu, und die Interpretation von Fähigkeit als Kommunikation ist vollkommen neu.
Befänden Sie sich in vollkommener und vollständiger Kommunikation mit einem Auto
auf einer Strasse, hätten Sie ganz bestimmt keine Schwierigkeiten, dieses Auto zu fahren.
Wenn Sie jedoch nur in teilweiser Kommunikation mit dem Auto wären und mit der Strasse
überhaupt nicht in Kommunikation, dann ist es ziemlich sicher, dass ein Unfall passieren würde.
Die meisten Unfälle ereignen sich, wenn der Fahrer durch einen Streit, den er gehabt hat,
oder durch eine Stockung oder ein Kreuz an der Strassenseite, welches daraufhinweist, dass
hier ein Autofahrer getötet wurde, oder durch seine eigene Angst vor Unfällen abgelenkt ist.
Wenn wir sagen, dass jemand in der Gegenwart sein sollte, dann meinen wir, dass er
in Kommunikation mit seiner Umgebung sein sollte. Wir meinen weiterhin, dass er mit seiner
Umgebung, so wie sie existiert, nicht wie sie existierte, in Kommunikation sein sollte. Und
wenn wir von Vorhersage sprechen, dann meinen wir, dass die Person mit ihrer Umgebung
so, wie sie existieren wird, als auch so, wie sie existiert, in Kommunikation sein sollte.
Wenn Kommunikation so wichtig ist, was ist dann Kommunikation? Sie wird am besten
in ihrer Formel ausgedrückt, die isoliert worden ist, und durch deren Verwendung eine
grosse Anzahl interessanter Ergebnisse von Fähigkeitsveränderungen erzielt werden können.
Die Formel für Kommunikation lautet: Ursache, Entfernung, Wirkung, mit Absicht, Aufmerksamkeit
und Duplikation26.
Es gibt zwei Arten von Kommunikation, die beide von dem eingenommenen Standpunkt
abhängen. Es gibt ausströmende Kommunikation und einströmende Kommunikation.
Eine Person, die zu jemand anderem spricht, kommuniziert zu jener Person (hoffen wir), und
die Person, zu der gesprochen wird, empfängt Kommunikation von jener Person. Nun, da die
Unterhaltung sich wendet, stellen wir fest, dass die Person, zu der gesprochen worden ist,
jetzt das Sprechen ausführt und zur ersten Person spricht, die jetzt Kommunikation von ihr
empfängt.
Eine Unterhaltung ist der Vorgang von abwechselnd ausströmender und einströmender
Kommunikation, und genau an dieser Stelle kommt die Eigentümlichkeit, die Aberration und
Gefangensein bewirkt, vor. Es gibt hier eine Grundregel: Die Person, die ausströmen möchte,
muss ebenfalls einströmen – jemand, der einströmen möchte, muss ebenfalls ausströmen.
Wenn wir feststellen, dass diese Regel nach einer der beiden Richtungen hin ihr Gleichgewicht
verloren hat, entdecken wir Schwierigkeiten. Eine Person, die ausschliesslich Kommunikation
ausströmt, kommuniziert, im vollen Sinne des Wortes, in Wirklichkeit überhaupt
nicht, denn um vollständig zu kommunizieren, müsste sie ebenso ausströmen wie einströmen.
Eine Person, die ausschliesslich Kommunikation einströmt, ist gleichfalls in schlechtem Zustand,
denn wenn sie einströmen möchte, dann muss sie ausströmen.
Sämtliche Einwände, die irgend jemand gegen gesellschaftliche und menschliche Beziehungen
hat, können grundsätzlich mit dieser Kommunikationsregel, wo sie missachtet
wird, erklärt werden. Jeder, der spricht, ist bestürzt, wenn er keine Antworten bekommt, ausser
er ist
in einem zwanghaften oder besessenen Seinszustand. Gleichermassen ist jeder, zu dem
gesprochen wird, bestürzt, wenn ihm keine Gelegenheit gegeben wird, seine Antwort zu geben.
Selbst Hypnose kann mit dieser Kommunikationsregel verstanden werden. Hypnose
ist ein fortwährendes Einströmen – ohne eine Gelegenheit für das Medium, auszuströmen.
Dies wird bei der Hypnose in einem solchen Masse betrieben, dass die Person in dem Ort, wo
sie hypnotisiert wird, tatsächlich gefangen ist und in diesem Ort von da an zu einem gewissen
Grad gefangen bleiben wird.
Folglich könnte man soweit gehen und sagen, dass die Ankunft einer Kugel eine
schwere Art von Hypnose ist. Die Person, die eine Kugel empfängt, strömt keine Kugel aus,
und somit wird sie verletzt. Wenn sie sofort, nachdem sie eine Kugel empfangen hätte, eine
Kugel aussenden könnte, könnten wir die interessante Frage einflechten: »Würde sie verletzt
werden?« Nach unserer Regel würde sie dies nicht. In der Tat, wäre sie in perfekter Kommunikation
mit ihrer Umgebung, könnte sie nicht einmal eine Kugel auf verletzende Weise empfangen.
Ein nicht beendeter Kommunikationszyklus (Zyklus: Anfang bis Ende einer beabsichtigten
Aktion) erzeugt das, was man einen »Antworthunger« nennen könnte. Eine Person, die
auf ein Signal wartet, dass ihre Kommunikation empfangen worden ist, neigt dazu, jede Einströmung
zu akzeptieren. Nachdem eine Person eine sehr lange Zeit beständig auf Antworten
gewartet hat, die nicht ankamen, wird jede beliebige Art von Antwort, von irgendwoher, zu
ihr hereingezogen werden, als eine Anstrengung, ihren Mangel an Antworten zu beheben.
Wir haben seit 1790 ein ganzes Philosophengeschlecht aus dem Dasein verschwinden
sehen. Wir haben gesehen, wie die Philosophie ein sehr unwichtiges Fach wurde, während sie
doch einmal ein sehr weitverbreitetes Gut unter den Menschen war. Die Philosophen brachten
sich in die Lage, dass sie mit den Leuten keine Kommunikation mehr hatten, indem sie darauf
bestanden, Wörter mit aussergewöhnlichen Definitionen zu verwenden, die von der Allgemeinheit
nicht mit Schnelligkeit aufgenommen werden konnten. Der Gebrauch der Philosophie
konnte nicht von jenen mit relativ begrenztem Sprachschatz schnell nachvollzogen werden.
Nehmen Sie solche Zungenbrecher wie »Telekinese«27. Obschon es wahrscheinlich etwas
sehr Interessantes und sehr Wichtiges bedeutet, denken sie einmal sorgfältig zurück: kein
Taxifahrer erwähnte dieses Wort je Ihnen gegenüber, während Sie Ihr Fahrgeld bezahlten
oder während der wortreicheren Augenblicke der Fahrt. Vermutlich war die Grundschwierigkeit
mit Philosophie, dass sie in ihrer Sprache germanistisch wurde, ein Beispiel, das von
Immanuel Kant gesetzt wurde. Erinnern Sie sich an jene erstaunliche Geschichte von Saki28,
darin wurde ein Mann einmal zu Tode getrampelt, während er einem Elefanten unregelmässige deutsche Verben beizubringen versuchte.
Die Philosophie entledigte sich eines Teils ihrer
Verantwortung für den Kommunikationszyklus, indem sie sich für ihre Leser unnachvollziehbar
darstellte. Es ist die Verantwortung eines jeden, der kommunizieren möchte, dass er einen
Wortschatz verwendet, der verstanden werden kann.
Nehmen wir nun einmal das Beispiel der Person, die im Leben sehr »erfahren« geworden
ist. Diese Person hat einen Timetrack29; es ist nicht der Timetrack von irgend jemand anderem.
Die grundlegenden persönlichen Eigenheiten in den Menschen gründen sich auf die
Tatsache, dass ihnen verschiedene Dinge widerfahren und dass sie diese verschiedenen Dinge
von verschiedenen Standpunkten aus betrachten. Folglich haben wir Individualisierung,
und wir haben individuelle Meinung, Betrachtung und Erfahrung.
Zwei Menschen, die die Strasse entlang gehen, werden Zeuge eines Unfalls. Jeder von
ihnen sieht den Unfall zumindest von einem leicht verschiedenen Standpunkt aus. Befragt
man zwölf verschiedene Zeugen des gleichen Unfalles, wird man wahrscheinlich zwölf verschiedene
Unfälle finden. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass Zeugen gerne erzählen, was
sie gesehen zu haben glauben, statt das zu erzählen, was sie sahen, gab es tatsächlich zwölf
verschiedene Punkte, von denen aus der Unfall betrachtet wurde, und daher zwölf verschiedene
Aspekte der Vorkommnisse. Wenn man diese zwölf zusammenbringen würde und sie
untereinander über diesen Unfall kommunizieren müssten, dann würden sie zu einem Punkt
der Übereinstimmung hinsichtlich des tatsächlichen Geschehens gelangen. Dies wäre vielleicht
nicht der wirkliche Unfall, aber bestimmt ist es der Unfall, über den man sich geeinigt
hat, der dann der wirkliche Unfall wird. Das ist die Art und Weise, wie die Geschworenen
sich verhalten. Sie mögen über das wirkliche Verbrechen urteilen oder vielleicht auch nicht,
aber bestimmt urteilen sie über das Verbrechen, über das sie sich geeinigt haben.
In jedem Krieg dauert es zwei oder drei Tage, bis genügend Übereinstimmung eintritt,
um zu wissen, was sich in einer Schlacht ereignete. Während es eine wirkliche Schlacht gegeben
haben mag, eine wirkliche Folge von Geschehnissen und Ereignissen, ist jedoch Tatsache,
dass jeder einzelne Mann in der Schlacht die Schlacht von seinem eigenen besonderen
Standpunkt gesehen hat, womit wir ganz strikt »den Punkt, von dem aus er gesehen hat« meinen,
nicht seine Ansichten – niemand sah die Schlacht in ihrer Gesamtheit. Zeit muss daher
verstreichen, damit genügend Kommunikation über das Thema der Schlacht stattfinden kann,
so dass alle ungefähr darüber übereinstimmen, was geschehen ist. Natürlich, wenn die Historiker
an diese Schlacht herangehen und anfangen verschiedenartige Berichte darüber zu
schreiben, und zwar aus den Erinnerungen von Generälen, die versuchten ihre Niederlagen
wegzuerklären, dann bekommen wir in der Tat eine stark verzerrte Darlegung. Und doch wird
dies, soweit es die Geschichtsschreibung betrifft, zu der Schlacht, über die Übereinstimmung
besteht. Liest man die Historiker, erkennt man, dass man niemals wirklich wissen wird, was
sich in Waterloo, bei Bennigton und bei Marathon abgespielt hat. Insofern als wir es als eine
Kommunikation betrachten können, dass ein Soldat auf einen anderen Soldaten schiesst, sehen
wir, dass wir Kommunikationen über Kommunikation studieren.
Wir kommen nun zu dem Problem, was eine Lebenseinheit zu erfahren bereit sein
muss, um zu kommunizieren. Zunächst einmal muss der anfängliche Ursachepunkt bereit
sein, duplizierbar zu sein. Er muss imstande sein, dem Empfangspunkt zumindest etwas Aufmerksamkeit
zu schenken. Der anfängliche Empfangspunkt muss bereit sein zu duplizieren,
muss bereit sein zu empfangen und muss bereit sein, sich in einen Ursachepunkt zu verwandeln,
um die Kommunikation oder eine Antwort darauf zurückzusenden. Und der anfängliche
Ursachepunkt muss seinerseits bereit sein, ein Empfangspunkt zu werden.
Da wir uns im Grunde mit Ideen und nicht mit Mechanismen beschäftigen, sehen wir
dann, dass zwischen einem Ursache – und einem Empfangspunkt eine Geistesverfassung vorhanden
sein muss, in der jeder der beiden Punkte bereit ist, willentlich Ursache oder Wirkung
zu sein, bereit, willentlich zu duplizieren, bereit, willentlich duplizierbar zu sein, bereit, willentlich
zu verändern, bereit, die dazwischenliegende Entfernung zu erfahren; kurz gesagt,
bereit zu kommunizieren.
Wo wir diese Bedingungen bei einer einzelnen Person oder einer Gruppe erreichen,
haben wir geistig gesunde Leute. Wo eine Nichtbereitschaft auftritt, Kommunikation zu senden
oder zu empfangen, wo Menschen besessen oder zwanghaft Kommunikationen aussenden,
ohne ihnen eine Richtung zu geben und ohne zu versuchen, duplizierbar zu sein, wo Personen,
die Kommunikationen empfangen, schweigend dastehen und nicht bestätigen oder
antworten, da haben wir aberrierende Faktoren.
Ein Mensch ist in dem Masse tot, wie er nicht kommunizieren kann. Er ist in dem
Masse lebendig, wie er kommunizieren kann. Durch zahllose Tests habe ich in überzeugendem
Masse entdeckt, dass die einzige Hilfe für das Leben weitere Kommunikation ist. Man
muss seine Kommunikationsfähigkeit vergrössern. Sehr viele Jahre lang habe ich diese Frage
gestellt: »Kommunizieren oder nicht kommunizieren?« Wenn man sich durch Kommunizieren
in solch vollendete Schwierigkeiten gebracht hat, dann sollte man natürlich aufhören
zu kommunizieren. Aber das ist nicht der Fall. Wenn man sich durch Kommunizieren in
Schwierigkeiten bringt, dann sollte man weiter kommunizieren. Mehr Kommunikation, nicht
weniger, ist die Antwort, und nach einem Vierteljahrhundert der Forschung und Überlegung
halte ich dieses Rätsel für gelöst.
2
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« Letzter Beitrag von Ronald am April 16, 2021, 04:58:28 Nachmittag »
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Euch  ...
und Österreichische Präsidentschaftskanzlei
Hofburg
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1014 Wien/Vienna
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Sehr geehrter Herr Bundespräsident ...!
Wenn die Dinge nicht richtig laufen, wenn die Öffentlichkeit - außerstande, den Grund zu erkennen - auf eine Apathie innerhalb von Wahrnehmung, hinunter treibt, wenn eine Kultur die bereits in die Irre geführt wurde, immer weiter in Richtung Ruin treibt, kann die Nation tatsächlich von Glück sagen, dass sie Menschen hat, die die besondere Gabe besitzen, ein sich nährendes Verhängnis zu erkennen und den Mut haben, freie Meinung zu äußern.
Bekämpft, in Verruf gebracht und von einem blinden System verschmäht, dass sich in den Händen einer Machtelite befindet, werden zeitgenössische Philosophen als "Revolutionäre", "Kommunisten", "Agitatoren", "Unzufriedene", "Aufwiegler" und mit anderen Kraftausdrücken bezeichnet, die die kontrollierte Presse und das arrogante ausgeblasene und blinde Establishment in ihren Wörterbüchern finden können.
Achtlos, taub gegenüber jeglicher Vernunft, weigern sie sich die "Säulen der Gesellschaft“, die verlässlichen "Männer und Frauen" sich die geringste Kritik an ihrer Unvernunft anzuhören und schlagen mit einer hinterhältigen Grausamkeit zurück, die mit allen schändlichen Mitteln darauf ausgerichtet ist, wirklich jeden neuen Gedanken zu ersticken.
Ein Minister sagte mal, ich trage die Verantwortung, für das Wissen habe ich meine Berater. Wie kann ein Mensch Verantwortung übernehmen, wenn er nicht nach dem Wissen strebt oder hat?
Doch sollte eine Nation gewarnt sein. In Zeiten des Niedergangs und wenn der Todesmarsch des System noch schwach vernehmbar ist, aber immer stärker wird, gibt es starke Stimmen im Land. Das System, das Establishment, die Regierung ist etwas, das die ganze eigennützige Selbstgerechtigkeit von Jahrzehnten in sich angesammelt hat. Es ist eine Ansammlung vergangener Zeiten und erbt sämtliche Irrtümer, opportunistischen Lösungen und Fehler einer anderen Zeit.
Menschen wurden dort hineingeboren, um gedankenlos die "Tradition" und Privilegien ihrer Führung weiterzutragen. Menschen sterben daraus heraus, verehren Namen auf Grabsteinen, Denkmäler und Straßenschilder in Städten. Der Ruhm dieser Männer und Frauen war nur wegen stupider, starrsinniger Regierungstreue beachtlich - treu gegenüber einer Regierung der Vielen, durch die Wenigen und zum Vorteil einer imaginären Clique.
Die Besitztümer und Ressourcen des Staates werden in einer "Demokratie", die von Parteien gelenkt wird, zu einer Prämie, die in festgesetzten Zeitraum der materiellen Vorteile zu erfreuen. Aber irgendwie ist jeder Gewinner nur Mitglied derselben Maschinerie und denkt primär nur an sich.
Solange es sich für die Machtelite rentiert, wen kümmert es, welche Folgen angehäuft werden. Das "nächste Regime" kann sich mit den Folgen abgeben. Es genügt allein, dass das System ewig aufrechterhalten wird und dass die gegenwärtigen Amtsinhaber Vorteile für sich, ihrer Famile und ihre Freunde u.s.w. sichern können.
Ob man und frau eine Monarchie oder Aristokratie, eine Oligarchie, eine Republik, eine Sozial Demokratie oder eine Militärdiktatur hat, das Muster bleibt dasselbe.
Ein System wird durch Rechtsverdrehung, falsche Versprechen oder Gewalt etabliert, gewöhnlich angesichts einer Gefahr für den Staat durch wirkliche oder eingebildeter äußere Bedrohung. Das System nimmt Form an. Es verhärtet sich. Es hört auf zu dienen. Es versucht zu gewinnen. Es hört auf, einer anderen Stimme als seiner eigenen zuzuhören und glaubt nur das, was kurzfristigen Profit seiner Oberhäupter und deren Freunde nützt. Es tyrannisiert. Es beginnt unter dem Gewicht opportunistischer Entscheidungen und sinnlosen Versprechen und Verbrechen zu sterben. Und irgendwann während dieses Verlaufes werden starke Stimmen des Protestes und der Bloßstellung vernehmbar.
Aber die Machtelite hört nur auf die Worte anerkannter Schriftsteller, die mit Sicherheit und seit langer Zeit tot sind, von denen Entschuldigungen und "Gründe" zusammengesammelt werden können, um die Handlungen das Systems richtig erscheinen zu lassen.
"George Washington sagte ...", "Unsere Gründerväter ...", "Nach Hegel ...", "Pawlow sagte ...", "... das alte sichere Gleis ...". "Diese modernen Agitatoren ...", "Schwachköpfe ...", "feindliche Agenten ...", "... war im Gefängnis, wissen Sie ...", Kann es nicht haben ...", "Denkende Bürger wissen, dass all dies von bezahlten ... angezettelt worden ist.", "Gefängnis ist der einzige ...", "Rufen Sie das Überfallkommando ...", "... die Armee wird ...", "Kriege sind irgendwie anders ...", " Es gibt bestimmt ein Gesetz ...", "Die kürzliche Befunde der Geheimpolizei ...", "von jetzt an werden Deserteure der Arme gehängt ...". "Vielleicht würde ein neuer Krieg im Ausland...", "Dies ist Dr. Wukiehirn, meine Damen und Herren. Ich möchte, dass er Ihnen von seiner neuen Methode des Umgangs mit übermäßigen aktiven Mentalitäten erzählt ...".
Und, nach der Weigerung, auf die Stimmen aus dem Volk von heute zu hören, die jeden Vorschlag, jede Frage oder Herausforderung oder jeden Gedanken an Veränderung als "subversiv", "irrig", "von einem Spatzenhirn", "als vom Feind angezettelt" abgestempelt hat, hören wir schließlich das Requiem der verantwortlichen Menschen: "Wenigstens können wir wie Ladys und Gentlemen sterben ...". Und das Rad hat seine lange, lange Umdrehung beendet und auf dem politischen Aushängeschild tauchen neue Gesichter und Namen auf und in den offiziellen Tagesberichten sind neue Wörter und Ideen zu hören.
Wenn ein System hören könnte, wenn es jemanden zum Ansprechen hätte, wenn es sich um etwas kümmern würde, wenn die Verantwortlichen sich nicht so sehr ihren eigenen Interessen widmen und die Leiden aller anderen gefühllos einschließen würden, könnte man vielleicht statt eine Revolution eine politische Evolution zu geistigen klügeren und gesünderen Ebenen erreichen.
Heute sind wir auf dem Zyklus weit vorangekommen. Das Establishment achtet wenig auf die Zeiten, ist blind gegen die Folgen von Fehlern und achtlos in seiner Blindheit. Aber noch ist Zeit. Wen diejenigen mit Einfluss und Autorität zuhören würden, könnte etwas getan werden, bevor es noch schlimmer oder zu spät ist.
Denn es gibt Stimmen im Land, Stimmen der Weisheit, Stimmen, die einen begehbaren Weg aufzeigen, der woanders als zu dem langen, langen Massengrab hinführt, in dem alte Regime beerdigt werden, normalerweise ohne die Würde eines anderen Grabstein als eines Flecks im Gesichtsbuch der nächsten Generation.
Heute stellt sich die Frage: "Wie kann ich Überleben?"
Die Antwort auf diese Frage kann auf umfassende, allgemeine Weise gefunden werden, indem man zu einem Verstehen des Fachgebietes "Wirtschaft" gelangen muss. Wirtschaft ist in dem Maße einfach, wie sie nicht unverständlich gemacht wird, und sie ist verworren, wie sie gemacht wird, um einem selbstsüchtigen Zweck zu dienen einiger Wenigen.
Jedes Kind kann die grundlegenden Prinzipien der Wirtschaft verstehen - und anwenden. Aber erwachsene Menschen, die aufgrund des Regierungsstatus oder Status der Großbanken mächtig sind, betrachten es als äußerst nützlich, das Gebiet über alle Verständlichkeit zu verschleiern.
Die Dinge, die im Namen "wirtschaftlicher Notwendigkeit" unternommen werden, würden selbst den Teufel beschämen. Denn sie werden von den wenigen selbstsüchtigen, habgierigen Leuten unternommen, um der fast verarmten Menschheit etwas vorzuenthalten.
Wirtschaft entwickelt sich leicht zu der Wissenschaft, der Menschenheit Elend zu bereiten.
Wirtschaft macht ca. acht Zehntel aus; die verbleibende Zehnteln sind sozialpolitisch.
Wenn es diese fruchtbare Quelle von Unterdrückung gibt, die auf die Welt freien Lauf hat, und wenn sie Menschen arm und unglücklich macht, dann ist es für mich ein legitimes Gebiet der Kritik, das sie ein großes "Missverständnis" in unseren täglichen Leben bilden muss.
Schauen wir einmal, wie komplex Wirtschaft gemacht werden kann. Wenn die Bevölkerungszahl zunimmt und wenn Eigentum und Waren zunehmen, dann muss auch das Geld zunehmen, sonst würden wir an einem Punkt ankommen, wo niemand etwas kaufen kann.
Doch Geld ist an ein Metall gebunden, von dem es einfach so viel gibt und nicht mehr - Gold. Wenn also die Expansion der Menschheit gehemmt werden soll, wir sie einfach gehemmt, indem dieses Metall zu Ende geht. Und außer der Verwendung in der Kunst und dem Aberglauben hat das Metall - Gold - beinahe keinen praktischen Wert. Eisen und Kupfer ist bei Weiten nützlicher, aber da es der am häufigsten vorkommendes Element ist, würde es nicht dem Zweck der Unterdrückung des Wachstums der Menschheit dienen. Geld ist einfach ein Symbol, in das Menschen das Vertrauen setzen, dass es in Güter umgewandelt werden könne.
Es wäre vernünftig wieder den „Schilling“ einzuführen in der Höhe des Inlandbruttoproduktes gemessen und um es in den Umlauf zubekommen als „Bargeld“. Der Schilling sollte dann „nur“ in Österreich als zusätzliches Zahlungsmittel eingesetzt werden, sowie in Deutschland die Mark, Italien die Lire u.s.w., genau so wie England und die Schweiz den Euro handhabt.
Die bösartige Philosophie des 19. Jahrhunderts war nicht die von Dewey (Die armselige Leistung des heutigen Erziehungswesens wird von vielen auf die von Dewey eingeführten Reformen zurückgeführt). Es war die von Karl Marx, einem Deutschen. In seinem Buch, "Das Kapital", machte er sich daran, die Welt des Kapitalismus zu zerstören, indem er die Philosophie des Kommunismus einführte, die bewiesenermaßen zum Teil von Lykurg, dem Oberhaupt des antiken griechischen Staats Sparta, übernommen wurde.
Es ist Karl Marx bis heute gelungen, seine Philosophie über vielleicht zwei Drittel der Weltbevölkerung zu verbreiten und die übrigen äußerst gründlich aus der Fassade zu bringen.
Der Kapitalismus, unter Angriff stehend und nur im Westen in mässiger Form überlebend, hat in seinem modernen "Sozialismus" so viel von Marx übernommen, dass er nicht lange überleben kann.
Der Kapitalismus hat wenig, um sich dem Arbeiter zu empfehlen. Der Arbeiter hat keine Hoffnung, jemals genügend Geld zusammenzubekommen, um es zu einem Zinssatz zu verleihen und so in den Ruhezustand zu gehen. Das römische System war bei weiten besser, den als Pension gab es ein Stück Land und Sesterzen. Rom scheiterte als die dummen Vandalen mitten in der Stadt standen, anfangs moralisch, aber das ist eine andere Geschichte.
Gemäß Definition war das alles, was der Kapitalismus war - ein System, bei dem man von Zinsen lebte, indem man fleißigen Leuten Geld verlieh. Da das "Vollständige Nehmen und keine aktive Teilnahme" ist, ist es natürlich ein ziemlich leicht zerstörbares System. Es war ohne Lebensfähigkeit. Es konnte nur Hypotheken für verfallen erklären und Eigentümer in Besitz nehmen. Es konnte nicht und hat nicht klug operiert. Der Trick war und ist, einer fleißigen Person die Hälfte dessen zu leihen, was sie braucht, um ihr Geschäft zum Erfolg zu führen, und dann, wenn die Person versagt, ihr Geschäft zu übernehmen, und ebenso das investierte, geliehene Geld zu übernehmen.
Die Banken im Westen sind heute noch fleißig dabei, das zu tun. Sie werden von der Einkommenssteuer unterstützt. Die Gewinne eines Geschäftes werden jedes Jahr besteuert, so dass es kein Geld hat, um seine Maschinerie zu erneuern oder zu expandieren. Um weiterzumachen, muss er Geld von der Bank leihen. Ein Ausrutscher und es wird vollständig von der Großbank übernommen, schlecht geführt, exekutiert, in Veruf gebracht und geistig misshandelt, Burnout-Syndrom.
Aber was noch übersehen werden könnte, ist die Tatsache, dass die Menschen, die dem Mittelstand angehören (welche eine Kultur ist, nicht nur eine Einkommensgruppe und zu dem die ganze puritanische, heuchlerische Moral des Polizisten, des Beamtens, der Angestellten und das „bekomme einen Job – sei ein mittelmäßiger, erfolgreicher, angepasster Mensch und schweige“ - gehört), alles ganz unheimlich missbilligen, was auch nur im geringsten versucht, eine bessere Welt zu schaffen. Der Mittelstand will die Welt, in der jeder seine Arbeitsstelle hat und Ruhe und Ordnung herrscht, weil sie Angst haben und sich fürchten. Sie behalten ihre Engstirnigkeit bei, weil jeder Art anderer Sicht der Dinge, ihre Hypothek auf „sein“ Haus oder Eigentumswohnung, ihren Laden und die Arbeitsstelle gefährden könnte. Wenn also jemand beschließt, eine bessere Welt zu schaffen, so betrachtet sie ihn als direkte Bedrohung unbewusst oder bewusst, obwohl sie stumpfsinnige Welt des Mittelstandes eine Art Sklaverei ist. Der Mittelstand ist der Gesellschaftsstand, der am härtesten daran arbeitet, die völlig Erledigten völlig erledigt bleiben zu lassen und der mit einem Polizeistaat einhergeht und es hasst, wenn irgend etwas, das nicht sein Stand ist, unterstützt wird. Als eine Gruppe, nicht als Individuen, unterdrückt die Welt der Mittelsstandseltern alles, was anders ist oder denkt.
„Meinungsbildung über andere Menschen, die nicht auf individueller Leistung beruht, vielmehr Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit vermeintlichen Eigenschaften, das ist das Wesen der Diskriminierung.“ Wenige von ihnen erkennen dies oder erkennen auch nur, dass der Mittelstand (das Bürgertum) gegenüber jedem tatsächlich sehr unterdrückerisch ist, der über der die Unterstützung des Systems hinaus etwas in der Welt zu tun versucht. Meine Einstellung dazu ist, dass sowohl der Kapitalist als auch der Kommunist gleichermaßen einer altmodischen und langweiligen Theorie anhängt, dass sie die Dinge so gottverdammt verpfuschen, den Planeten auslaugen, zerstören und mit sinnlosen Kriegen die Menschheit ruiniert haben und es weiter tun.
Der Mittelstand macht sich selbst krank oder er bringt es in Ordnung, wenn er will. Wenn er das macht, dann wird der Mittelstand gesund werden und wird aufhören Probleme zu haben und zu machen. Es gibt Gründe, warum jemand es nicht in Ordnung bringen kann, weil er versucht, dies auf heldenhafte Art und Weise zu machen. Das in Ordnung bringen kann auf einem sehr sanften Gradienten vor sich gehen. Ich habe Menschen erlebt, wo sie einfach mit einer guten Kommunikation ihre Mitmenschen, ihre Eltern, mit „schönen Wetter und gutem Essen“ zu vermitteln versuchten und die Person aus der versteckten, unterdrückerischen Feindseligkeit rausgekommen ist und selbst in Ordnung kam. Es ist einfach nur wichtig die Mittelstandsperson nicht explosionsartig zu überwältigen, sondern mit Assoziationen den wesentlichen Sinn des Lebens verständlich zu machen – Überleben.
Viele von ihnen sind im dem Rätsel gefangen, warum sie angefaucht werden und haben keine Vorstellung vom Stress des Mittelsstandes als eine gewaltigen und sehr eifersüchtigen Macht, die neurotisch ist und psychotisch wird, wenn sie spürt, dass irgend jemand aus der Tretmühle entkommen und ihre unsicheren und dem Untergang geweihten Leben bedrohen könnte.
Daher wird die Welt unter dem Kapitalismus ärmer, apatisch und manchmal wütend.
In seiner Revolution wirft der Kommunismus alle Zwischenhändler hinaus, macht ganz einfach den letzten Schritt des Kapitalismus und nimmt alles Land in Besitz. Er bekämpft den Kapitalismus, indem er der Superkapitalist wird.
Es ist keine leere Bemerkung, das George Washington während der Amerikanischen Revolution, der Marquis de La Fayette während der Französischen Revolution, und Fidel Castro während der Kubanischen Revolution, jeder der reichste Mann zu jener Zeit war.
Kommunismus, weit von Marx's Hoffnungen entfernt, ist das Werkzeug des Reichen und Machtvollen, mit dem er alles in Sichtweite in Besitz nimmt und geringe oder keine Löhne bezahlt. ER ist die endgültige Antwort auf den Kapitalismus, nicht dessen Gegner.
Sozialismen, in den verschiedenen Gewändern, neigen alle zum selben Endprodukt - totale Eigentümerschaft durch den Staat. Und genau so ist es das Endprodukt des Kapitalismus: totale Eigentümerschaft.
„Die Kapitalisten sind Kommunisten geworden und die Kommunisten sind Kapitalisten geworden.“
Daher können wir also über die Wirtschaft folgern:
1. dass es ein Fachgebiet namens Wirtschaft geben muss und
2. dass wirtschaftliche Verwirrung sicherlich im großen Rahmen verwendet wird, im Bemühen, eine totale Eigentümerschaft zu erreichen; von wem auch immer.
Was Sie anscheinend in unserer modernen Welt beobachten, ist ein Unverständlichmachen der wirklichen Wirtschaft, mit der irgendwie gemeinen Absichten, jedem Einzelnen alles wegzunehmen, nicht nur dem Staat. Der Staat kann aus ein paar Auserwählten bestehen, die alles besitzen. Kapitalismus, Kommunismus und Sozialismus bringen den Menschen schließlich in dieselbe Situation - mit Körper und Seele den Staat gehörend.
Bertha von Suttner - Ketten und Verkettungen
Wenn Sie also durch "wirtschaftliche Aussagen" von ein paar auserwählten Sprachrohren der wenigen beabsichtigten Individuen verwirrt sind, erkennen Sie, dass es nicht das Fachgebiet selbst, sondern der absichtliche Missbrauch des Fachgebietes ist, der die Schwierigkeiten verursacht.
Da alle Wege - Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus - alle zu derselben totalen Eigentümerschaft führen, steht tatsächlich keiner davon in Konflikt mit den anderen. Nur jene verschiedenen Gruppen, von denen jede alles besitzen möchte, stehen im Konflikt miteinander.
Es gibt auf all das eine Antwort. Wenn diese "Ismen" alle zu einem totalen Staat neigen, dann ist die offensichtliche Widerlegung ein Nicht-Staat. Dies allein schon wäre eine Opposition zum totalen Staat. Da dies instinktiv im Menschen ist - gegen seine Versklavung zu opponieren - manifestieren Menschen ihre persönliche Revolte auf verschiedene Weise.
Sie können eine gut bewaffnete Regierung nicht einfach überwältigen. Daher nimmt ihre Revolution die Form von Untätigkeit und Ineffizienz an. Die Medien sind gefüllt von diesen Daten.
Europa, Amerika, Russland, auch Afrika und der Osten scheiterten aufgrund individueller Ineffizienz und Untätigkeit. Sie sehen es nicht als eine Revolte, da es nicht zu Höhepunkten kommt. Das Korn und Zuckerrohr wächst einfach nicht gut, die Züge fahren irgendwie nicht, das Brot wird langsam gebacken und Flugzeuge und Autos sind nicht wirklich wartungstechnisch sicher.
Amerika und Europa, noch durch einen schwachen verbliebenen Funken von "freiem Unternehmertum" angetrieben, wursteln vor sich hin. Aber der wirtschaftliche Druck ist zu groß, als das dies lange weitergehen könnte. Die Einkommenssteuer, Bankdarlehnen, Hypotheken - all die Übel lauern auf und dann noch eine bedrohliche Umwelt der Verbrecher und vor allem der Betrüger.
Ich denke, dass das System an seiner Rechtssprechung scheitern wird, unvermeintlich. Korruption, nicht nur in der Politik, vielmehr beim einfachen Menschen in Stadt oder Land verbreitet sich wie ein programmierter Virus unethisches Sein, selbstverständlich im Versuch objektiv moralisch zu sein.
Sogar die Arbeiter, die die kommende Eigentümerschaft von allem spüren, beginnen auf die Bremse zu treten. Die heutige Arbeit eines ganzen Tages war vor einem Jahrhundert die Arbeit ein paar Stunde. Streiks legen begeistert alles lahm, was sie können. Ineffizienz und Untätigkeit sind an der Tagesordnung, sowie Demonstrationen, Vandalismus und Dummheit.
Der Kapitalist, der Volkskommissar, der große Sozialist, die nicht klug genug sind, glauben nicht, das irgend jemand ihre tatsächlichen Absicht durchschaut hat und so verdrehen sie weiterhin die Wirtschaft, in der Hoffnung, die Menschen zu überzeugen - welche ihrerseits streiken, nicht wirklich arbeiten und ineffizienter werden.
Die Gesellschaft der Erde, ob im Westen oder Osten, sich alle demselben Ende - Auflösung durch die individuelle Revolte der Menschen - nähern. Die Revolte hat keinen Namen, keinen Führer, kein Banner, kein Ruhm. Sie hat nur ein gemeinsames Ende in Sicht - das Ende aller Staaten und aller wirtschaftlichen Systemen.
Jegliche Gruppe von Menschen wird bald ein praktischeres Wirtschaftssystem ausarbeiten.
Kürzlich wurden Kinder in einem Park in Russland Gegenstand des Entsetzens der Regierung, indem sie ein Tauschsystem entwickelten, bei dem sie Spielzeug gegen Spielzeug austauschten, eine Handlung, die ordnungsgemäß als "kapitalistisch" gescholten wurde. Die russische Wortbedeutung steht auf wackeligen Füßen. denn, um kapitalistisch zu sein, hätten sie ein Zinssystem als Entschädigung für das Ausleihen der Spielzeuge entwickeln müssen und nicht ein Tauschsystem.
Solange es ein Angebot gibt und solange eine Nachfrage erzeugt werden kann, wird sich irgendeine Form von Gütertausch - System entwickeln.
Es gibt unzählige Kombinationen von Angebot- und Nachfrage Aktionen. Es gibt ein widerwilliges Angebot und die Nachfrage durch Zwang.
Es gibt die eifrigen Angebotsaktionen, unterstützt dadurch, dass eine Nachfrage durch Werbung kreiert wird, ein System, das wir als Geschäft kennen und in dem die Mariahilferstrasse ein Meister ist. Der Mensch hält das für das angenehmste der Systeme, aber er hat eine Einschränkung darin, dass es als Gegenleistung Geld fordert und Leute veranlasst Lohn zu fordern, um die Ware, für die Werbung gemacht wird, zu kaufen, ob man oder frau diese brauchen oder nicht.
Dann gibt es ein System, das auf dem Erschaffen von Nachfrage basiert. Regierungen glauben beinahe einheitlich an das System (Lord Keynes) und verwenden es. Sie hemmen das Angebot durch Besteuerung des Lieferanten und erhöhen die Nachfrage, indem sie den Verbraucher für Mangel am Mitteln besteuern - das heißt Einkommenssteuer.
Die Theorie ist, unverblümt gesagt, das Reduzieren der Produktion, verbunden mit dem Erzwingen der Nachfrage. Väter sind dafür bestraft worden, nicht für die Kinder zu sorgen und der Preis von Brot, Miete und Dienstleistung übersteigt die Zahlungsfähigkeit des Vaters und der Mutter. Wenn man sich nicht gut anzieht, wird man vielleicht als Vagabund festgenommen oder die Jugendwohlfahrt steht vor der Tür, doch der Preis auf Grund von Knappheit des Geldes macht sie fast unerschwinglich.
Es gibt sehr viele Variationen derselben beiden Faktoren. Angebot und Nachfrage, und diese können durch riesige Industrien oder den Staat oder Betrüger oder Räuber oder Bettler oder irgendjemanden ausgenützt werden, beinahe unbegrenzt.
Es wird viel Aufhebens von "Deflation" und "Inflation" gemacht, und dicke Bücher werden geschrieben, um sie zu interpretieren, aber es gibt nur zwei maßgebliche Gesetze, die sie bestimmen: 1. Eine Inflation existiert dort, wo mehr Geld im Umlauf ist, als es Waren gibt und eine allgemeine Erhöhung der Güterpreise, die entsprechend das Absinken der Kaufkraftt zur Folge hat. 2. Eine Deflation existiert dort, wo es mehr Waren gibt als Geld, um sie zu kaufen.
Schuldner werden benachteiligt, da ihre über Kredite finanzierten Sachgüter an Wert verlieren, aber sie nach wie vor den gleichen anfangs festgesetzten monetären Wert begleichen müssen. Hingegen profitieren Besitzer von Geldvermögen von einer Deflation, da ihr Kapital nun – zinsbereinigt – einen höheren Wert hat als am Anfang der Periode. In der Folge kommt es vermehrt zu Insolvenzen von verschuldeten Unternehmen, mit negativen Auswirkungen auf deren Arbeitnehmer und Gläubiger.
Die beiden Gesetze können nach belieben verdreht werden, um Menschen zu verwirren. Doch das ist alles, was es über beide, eine Inflation oder Deflation und genauso über Aufschwünge oder Depression zu wissen gibt.
Die wirtschaftlichen Gesetze lassen sich auf nur eine Tatsache oder Grundlage zurückführen, die normalerweise in den besten unterdrückerischen Kreisen nie erwähnt wird. Dabei handelt es sich um den Ursprung der Wirtschaft, um den Beginn wie das ganze Fachgebiet zu Stande kam.
Damit Wirtschaft geschaffen wird, muss ein Mensch dazu bewegt werden zu glauben, dass es mehr benötigt, als es selbst produzieren kann und muss eingeschränkt werden seine eigene Produktion zu konsumieren. Danach hat man Wirtschaft, eine Gesellschaft und Regeln, Gesetze, Regierungen und riesige industrielle Verbände.
Lassen Sie uns die einfache Situation einer Kuh nehmen. Die Kuh produziert Milch, weitere Kälber und sogar Fleisch. Indem sie ein produzierendes Tier ist, wird die Kuh veranlasst, alles herzugeben. Sie braucht ihre eigene Milch nicht, kann ihre Kälber nicht verwenden und wird dazu gebracht, ihren eigenen Körper für Fleisch herzugeben. Als Gegenleistung erhält sie einen schlampigen Hof, eine Weide voller Disteln, bellende Hunde und Misshandlungen. Empfindungsfähig oder nicht, intelligent oder dumm, gibt die Kuh uns doch ein schönes Beispiel für einen perfekten Bürger des Staates. Der perfekte Bürger (von einem unterdrückerischen Regierungsgesichtspunkt aus) ist einer, der nichts verlangt und alles produziert und selbst auf Verlangen seinen Körper hergibt - der ideale Bürger, der perfekte Fabrikarbeiter, der vollendete Soldat, der gepriesene Kamerad, mein Freund.
Das Leben arrangiert sich selbst auf diese Weise. Jene, die produzieren können, sind dann überzeugt, dass sie produzieren müssen und ihnen wird für Produktion weniger und weniger gegeben, bis wir letztendlich einen Sklaven haben - nichts als Arbeit, keine Bezahlung, minimales Essen und unhaltbare Unterkünfte.
Wirtschaft wird benützt, um diesen Zustand unerbitterlich herbeizuführen.
Falls Sie Vorbehalte gegen das Endprodukt verschiedener staatlicher Maßnahmen oder gegen die Absicht, die dahinter steckt haben, betrachten Sie diese bisher verborgen gebliebene Tatsache. Einkommensteuer ist nach dem marxistischen Prinzip der Besteuerung (zu finden in "Das Kapital") entworfen:
"Jeden nach seinen Bedürfnissen."
"Von jedem gemäß seiner Fähigkeit zu zahlen."
Ungefähr um die Jahrhundertwende schluckten die meisten westlichen Nationen freudig diesen Trank und schrieben Einkommenssteuergesetze. Es sieht ziemlich unschuldig aus.
In einem Brief, geschrieben vom Finanzministerium einer großen Nation, wurde eine Frage aufgebracht, warum Einkommenssteuer so ungleich erhoben würde, statt einfach einen konstanten Prozentsatz von jedermanns Bruttoeinkommen. Dies würde mit dem erstaunlichen Datum beantwortet, dass die Besteuerung von jemandes Nettoeinkommen, und zwar auf einer gleitenden Skala, weit humanitärer ist. Inflation an der Tagesordnung. Wenige westliche Regierungen ergreifen irgendwelche andere als inflationäre Maßnahmen - nämlich die Kaufkraft des Geldes abzuwerten, indem sie mehr Geld ausgeben als Produkte da sind, um es zu absorbieren. Einkommenssteuer ist so arrangiert, dass, je besser man bezahlt wird, ein desto höherer Prozentsatz besteuert wird. Als grobes Beispiel, wenn jemand 500 Geldeinheiten pro Jahr verdient, ist sein Steuersatz zwei Prozent. Wenn er 100 000 Geldeinheiten pro Jahr verdient, ist das Gesetz so geschrieben, dass sein Steuersatz ungefähr 90 Prozent ist. Je mehr man verdient, desto mehr hat man im Verhältnis zu zahlen. Der Mittelstand geht unter und reich und arm wird dann sein.
Lassen Sie uns das als Arbeitsstunden verwenden. In einer niedrigen Einkommenssteuerklasse bei einer Vierzig-Stunden-Woche zahlt man der Regierung pro Woche die Arbeit einer halben Stunde. In einer mittleren Einkommenssteuerklasse zahlt man der Regierung zwanzig von vierzig Stunden in Form von Steuern und die Reichen haben die unglaublichsten Ideen.
In Ordnung, Inflation treibt wohl oder übel den niedrigsten Arbeiter in Richtung auf die höhere Steuerklasse. Der Preis von Brot und Miete und vor allem anderen wird proportional zum Wert des Geldes nach oben gehen; desgleichen sein Lohn. Seine Steuer wird steigen.
Daher sind Regierungen sehr darauf bedacht, ihr Geld zu inflationieren. Je mehr es inflaltioniert, desto höher müssen die Arbeiter bezahlt werden, die Regierung jedoch bekommt einen desto höheren Prozentsatz von den Arbeitsstunden.
Das Endprodukt ist natürlich ein totaler Staat. Die Industrie kann einem Arbeiter nicht 40 000 Geldeinheiten zahlen, wenn die Steuergesetze alles bis auf 5 ooo Geldeinheiten ihm wegnehmen. Wenn Sie auf Steuertabellen schauen, werden Sie folgendes sehen: Wenn ein Laib Brot das Zehnfache seines gegenwärtigen Preises kosten würden und andere Kosten proportional steigen würden, dann würde Ihr Lohn so zusammenschrumpfen, dass Sie es sich nicht leisten könnten Brot zu essen, weil der höhere Steuerprozentsatz Ihren Lohn verschlingen würde, egal wie hoch er wäre. Nun, niemand hat dies erwähnt. Und Regierungen verteidigen ihr Recht auf einen steigenden Prozentsatz, während das Einkommen mit einer Beharrlichkeit steigt, die ziemlich überraschend ist. Da Inflation auch Ersparnisse tilgt, wartet direkt vor uns der Abgrund.
Jedes Mal wenn Ihr Lohn steigt um die steigenden Lebenserhaltungskosten zu decken, wenden Sie dann mehr Arbeitsstunden für die Regierung auf und weniger für Ihren Arbeitgeber und schließlich geht auch er bankrott.
Jeder, der versucht zu sagen, dass Inflation unvermeidlich ist und Einkommenssteuer sehr wichtig ist, ist einfach unterdrückerisch oder dumm. Sicherlich wissen die hohen Beamten der Abteilung der Regierung ebenso gut wie jeder andere ausgebildeter Wirtschaftler, dass man, um Inflation zu stoppen, einzig und alleine die Produktion erhöhen und die Regierungsaufgaben verringern muss. In einer westlichen Nation läuft etwas Reizendes ab: "Exportiert die Waren!" ist die Parole. Je mehr Waren exportiert werden, desto weniger ist da, dass man kaufen kann. Gemäß der Währungsein- und Ausfuhr Gesetze kann man nicht auch das Geld exportieren; der Euro kann das auch nicht wirklich. Ein unerschwinglicher Zoll wird auf alle Importe gelegt; natürlich Inflation und zwar eine ganz gehörige! Und das geht mit einer Einkommenssteuer einher, die wahrscheinlich die höchste in der Welt ist in der EU.
Die Bürger dieser Nation sind traditionell gemäß entschlossen, niemals Sklave zu sein. Aber hier kommen die Ketten; ein Glied für jeden Cent Preiserhöhung des Brotes. Wenn ein Arbeiter einhundert Geldeinheiten pro Woche ausgeben muss, um seine Familie zu erhalten, wird die Regierung fünfzig Geldeinheiten davon nehmen und ihm verbleiben die halben Rationen. Und wenn er 250 Geldeinheiten pro Woche ausgeben müsste, um sich mit Lebensmitteln, Kleidung und Unterkunft zu versorgen, wird er sogar, wenn er das bezahlt bekommt, aufgrund der gleitenden Einkommenssteuer-Skala, nur ungefähr 25 Prozent davon bekommt, und er wird katatonisch und zu Tode hungern.
Um großzügig zu sein, ist es möglich, dass die Führer dieser Länder diese Dinge nicht wissen und schlecht beraten oder verwirrt sind? Aber wenn das so ist, was für boshafte Typen müssen dann die Beratung machen?!
Ein sehr richtiger Kurs für das Land wäre, die Europäische Union, das Weltreich, um die sich fast kein Bürger dieses Landes mehr kümmert, fallen zu lassen und sich danach oder zur selben Zeit mit einem energischen, weltweiten Forschungsprogramm zu beschäftigen, um herauszufinden, wie man genügend Lebensmitteln für seine Bevölkerung produziert, all seine Handelsschranken zu entfernen, die Produkte zu streichen, die die Einkommenssteuer sehr wichtig machen und um über alle Vorstellungen hinaus zu gedeihen ohne Kriege.
Man kann nicht nichts besteuern und wenn die Steuer den Produzenten auf Null herunterdrückt, dann geht somit das Land dahin.
Der Visönär mit strahlenden Augen schwärmt von Utopia und den schönen Träumen und schönen Plänen von verschiedenen politischen Lösungen. Von diesen Lösungen wird erwartet, dass sie die strahlende neue Zukunft eröffnen, wenn wir nur die Zähne zusammenbeißen und heute hungern; lesen Sie Geschichte, wie einst ein großer Österreicher meinte.
Es gibt keine politische Philosophie, die wirtschaftliche Probleme je lösen kann oder lösen wird, denn es sind zwei verschiedene Fachgebiete.
Als Marx sie vereinte, gab er unterdrückerischen Menschen ein schreckliches Werkzeug.
Viele marxistische Klagen sind gerechtfertigt, viele sind ganz sachlich, aber er irrte beim Versuch sie zu lösen. Denn wann immer er eine Lösung vorschlug und was immer für eine Lösung er vorschlug, bot er als Teil davon eine Regierung an. So bringt sich der Westen selbst in ernsthafte "wirtschaftliche Schwierigkeiten".
Jeder Wirtschaftswissenschaftler könnte Ihnen sagen, dass der wirkliche Reichtum eines Landes seine Produktion und natürlichen Ressourcen ist.
Das Christentum hat versucht, den Menschen tolerant zu machen. Wir können dieses Ziel erreichen, wenn wir den Menschen auch klug machen können, ihm lesen lernen könnten.
Wenn jemand dagegen Einwände erhebt, lassen Sie ihn Einwände erheben, solange er unsere Welt nicht zum Verfall und Zerstörung bringt, eine Richtung, in die sie durch Ignoranz seit so langer Zeit geführt wurde.
Es ist unsere Aufgabe, irgendwie zu verhindern, dass die westlichen Mächte untergehen. Sie müssen dazu gebracht werden zu sehen, dass sie ihre eigene Sache stärken müssen, bevor sie ihre unsichere und schikanierte Bevölkerung einer feindlichen oder kriminellen Sache zuwenden.
Ihr Einverständnis vorweg genommen, sende ich diesen Brief auch per eMail an folgenden Menschen:
Herr Dr. Michael Spindelegger - post@bmeia.gv.at
Vizekanzler und Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten
Herr Rudolf Hundstorfer - webmaster@bmask.gv.at
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Frau Dr. Maria Fekter - maria.fekter@bmf.gv.at
Bundesministerin für Finanzen
Frau Gabriele Heinisch-Hosek – gabriele.heinisch-hosek@bka.gv.at
Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Öffentlichen Dienst
Herr Alois Stöger - buergerservice@bmg.gv.at
Bundesminister für Gesundheit
Frau Mag. Johanna Mikl-Leitner - buergerservice@bmi.gv.at
Bundesministerin für Inneres
Frau Dr. Beatrix Karl - post@bmj.gv.at
Bundesministerin für Justiz
Herr Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich - service@lebensministerium.at
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Herr Mag. Norbert Darabos - presse@bmlvs.gv.at
Bundesminister für Landesverteidigung und Sport
Frau Dr. Claudia Schmied - ministerium@bmukk.gv.at
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur
Frau Doris Bures - servicebuero@bmvit.gv.at
Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie
Herr Dr. Reinhold Mitterlehner - service@bmwfj.gv.at
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend
Herr Univ.-Prof. Mag. Dr. Karlheinz Töchterle - infoservice(at)bmwf.gv.at
Bundesminister für Wissenschaft und Forschung
Stronach Institut für sozialökonomische Gerechtigkeit
info@stronachinstitut.at

"Dipl.-Kfm. Dr. Thomas Klestil" - geantwortet!
"Herrn Bundeskanzler Werner Faymann" - geantwortet!

u.v.a. habe ich seit 2004 dieses Memo gesendet.
Ich verbleibe unverdrossen und mit freundlichen Grüssen;
Ronald Johannes deClaire Schwab
Obmann ULC e.V. IV-Vr 442/b/VVW/96
1150 Wien/Vienna - Österreich/Austria - EU - Planet Erde
office@bodhie.eu
https://bodhie.eu
https://bodhie.eu/forum

Registrierter potenzieller Kooperationspartner des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur GZ 38.000/31-V/2/2004
PS: https://www.youtube.com/watch?v=gUgNDDo5OPM&t=1098s
PSs: "Eine Undergroundbewegung ist zwar gegen den etablierten, kommerziellen Kulturbetrieb gerichtet, aber es bietet eine wertvolle, günstige, innovative Alternative!"
3
Inhaltsverzeichnis:
⭐️ DER erste AKT ✔
ÜBER DEN ZUSTAND DES MENSCHEN
EIN IDEALER SEINSZUSTAND
DIE ZIELE DES MENSCHEN
DER MENSCHLICHE VERSTAND
DAS KONTROLLZENTRUM
EMOTIONEN
PROZESSING
 ★ ABTEILUNG FÜR PROZESSING
DER ZWEITE AKT ✔
DER DRITTE AKT ✔
DER VIERTE AKT ✔
⭐️ DER FÜNFTE AKT
DER SECHSTE AKT ✔
DER SIEBENTE AKT ✔
DER ACHTE AKT ✔
DER NEUNTE AKT ✔
DER ZEHNTE AKT ✔
DER ELFTE AKT ✔
DER ZWÖLFTE AKT ✔
⭐️ DER DREIZEHNTE AKT
DER VIERZEHNTE AKT ✔
DER FÜNFZEHNTE AKT ✔
DEFINITIONEN, LOGIKEN UND AXIOME ✔
AXIOME ✔

ÜBER DEN ZUSTAND DES MENSCHEN
Der Mensch begann seine Reise in die Gegenwart vor zahllosen Äonen. Durch Gemetzel
und Blutbäder, Sturmfluten und Erdbeben, durch glühenden Sand und durch Schlamm,
durch Mühsal und Streben, Glück und Leid entwickelte er sich Generation für Generation
zum Herrn der Weit und Herrscher aller Reiche. Wie ist der ideale Zustand dieses Tieres,
genannt Mensch? Was sind seine Ziele? Wo liegen seine Grenzen? Was ist Gutes an ihm,
und was ist schlecht? Im Zuge seiner Abenteuer machte der Mensch eine überaus wichtige
Entdeckung – und diese hat ihm seither immer Kopfzerbrechen bereitet. Er fand heraus, dass
er einen Verstand besass. Er entdeckte, dass er denken konnte. Schliesslich begriff er, dass
dieser Verstand seine beste Waffe war. Und er musste feststellen, dass Entbehrungen und
Verletzungen oder vielleicht Dämonen ihn des vollen Gebrauches dieser Waffe berauben
konnten – dass sie ihn seines Verstandes berauben konnten. Während ganzer Zeitalter von
Philosophien, Schamanen und Priestern hat der Mensch sich bemüht, dieser Grundschwierigkeit
beizukommen, dieses Grundproblem zu lösen. Er will wissen, was es ist, das mit seinem
Geist nicht in Ordnung ist – wenn überhaupt etwas. Und er möchte wissen, wie der ideale
Zustand seines Geistes ist – wenn ein solcher Zustand existiert. Auf der Suche nach Antworten
auf diese Fragen ist er auf zahllosen unbekannten Seitenwegen gewandert. Er hat sich
ganze Menschenleben lang auf Berggipfel und in Höhlen gesetzt, nur um über das Geheimnis
seiner selbst nachzugrübeln. Er ist in den Krieg gezogen, er ist an Hunger gestorben, er hat
gearbeitet, geschrieben und verleumdet, nur um diese beiden Rätsel zu lösen. Und jetzt, da
diese Worte geschrieben werden, hat sein verblüffender Verstand eine Idee geboren, haben
seine Hände eine Waffe geformt, die vielleicht das Rätsel des Menschen für immer lösen
wird – indem sie alle Zivilisation zerstört. Aus diesem Grund MUSS er die beiden grundlegenden
Geheimnisse seines Verstandes enträtseln. Kann die Natur des Menschen verändert
werden, bevor seine Werke für immer untergehen im Dröhnen seiner mächtigsten Erfindung,
der Atombombe? Ist es überhaupt möglich, die Natur des Menschen zu verändern? In der Tat
gibt es nichts, das besser formbar wäre als die Fähigkeit des Menschen, zu denken und zu
glauben. Immer wieder hat der Mensch in diesem oder jenem Teil der Welt Dinge akzeptiert
oder geglaubt, die verrückter waren als alles, was in den Büchern der Philosophen steht. Seine
Bereitschaft zur Veränderung ist nahezu unbegrenzt. Es ist also kein leeres Postulat1, dass
sich die Natur des Menschen rund um die ganze Weit innerhalb von wenigen Jahren vollkommen
verändern könnte. Man braucht nur seine Geschichte zu studieren, um auf solche
Standpunktwechsel und Charakterveränderungen zu stossen. Die Trägheit der Massen ist ein
Mythos. Zum Beispiel die Ankunft des Heiligen Paulus vor fast zweitausend Jahren in Rom:
Sie veränderte die Natur aller römischen Sklaven mit der Geschwindigkeit einer Feuersbrunst.
Das Auftreten eines Mönches in England zu Beginn des Jahrtausends, das jetzt dem
1 Postulat: eine Schlussfolgerung, eine Entscheidung oder ein Entschluss, der vom einzelnen auf
Grund seiner eigenen Selbstbestimmung gefasst wurde. Es kann auf bewussten oder unbewussten
Daten der Vergangenheit beruhen. Das Postulat ist immer bekannt. Es wird auf Grund der Auswertung
von Daten oder auf Grund eines Impulses und ohne Daten durch den einzelnen auf gestellt. Es
löst ein Problem der Vergangenheit, entscheidet über Probleme oder Beobachtungen der Gegenwart
oder stellt ein Schema für die Zukunft auf.
Ende zugeht, änderte die Abgeschiedenheit dieser Insel in wenigen Monaten und sandte riesige
Scharen auf die Kreuzzüge, erfüllt von einer Frömmigkeit und einem Eifer, wie sie vor
seinem Erscheinen eindeutig nicht vorhanden waren. Und im letzten Viertel eines Jahrhunderts
hat sich die Idee des Kollektivismus von einer Schar tollkühner Revolutionäre aus ihren
Weg gebahnt, um die Sitten und Gebräuche beinahe der Mehrheit der Weltbevölkerung umzugestalten.
Wenn so viele Menschen sich ändern können, scheint die Veränderung eines
einzelnen relativ einfach zu sein. Und so ist es auch. Mit neu erworbenen Kenntnissen und
auf Grund der Tatsache, dass viele seiner vergangenen und gegenwärtigen Probleme plötzlich
gelöst sind, kann ein Mensch seiner Umgebung innerhalb weniger Wochen ein Antlitz zeigen,
das sich auffallend verändert hat. Der Mensch ist an Veränderung gewöhnt. Die Schwere
seiner Aberration rührt normalerweise von einem Gefühl her, dass er gegen Veränderung
protestieren muss. Denn seine Umgebung hat sich während seiner ganzen Entwicklung, während
jeden Lebens beinahe Tag für Tag verändert. Der Mensch ist erfolgreich. Das ist eindeutig,
denn er ist hier – nach Äonen voller Versuchen und Fehlschlägen, voll guter und schlechter
Planung. Und er ist erfolgreich, weil er sich verändern kann. Die Eroberung seiner Umwelt
ist sein einziges Ziel gewesen. Jedes Mal, wo es ihm nicht gelungen ist, seine Umgebung
zu erobern und zu kontrollieren, hat er seine Formierung und seine Methoden grosszügig
verändert und hat seine Königswürde zurückgewonnen. Der Mensch passt sich NICHT an
eine Umwelt an. Er passt seine Umwelt sich an. Und darin liegt sein Erfolg. Wenn es ihm
einmal nicht gelungen ist, seine Umgebung sich anzupassen, wenn er in seiner vollständigen
Kontrolle dieser Umgebung nachgelassen hat, dann hat er sich selber oder seine Ideen gewandelt,
bis er die Umwelt abermals verändern konnte. Eines der vielen Dinge, die der
Mensch in seiner Besorgnis um seinen Verstand und seinen Seinszustand zuwege gebracht
hat, in seiner Anstrengung, andere zu kontrollieren, ist die Annahme von Sklavenphilosophien.
Jeder Mensch, der eine solche Philosophie erfindet oder verwendet, neigt mehr oder
weniger dazu, sich selbst von der Sklaverei, die sie auferlegt, auszunehmen und durch diese
Erfindung die Kräfte anderer Menschen niederzuhalten. Dies ist ein Trick von sehr beschränkter
Brauchbarkeit, denn er führt letzten Endes dazu, dass auch derjenige in die Falle
plumpst, der ihn verwendet. Das ist keine blosse Meinung, sondern ein Gesetz, das demonstriert
werden kann: Wer seine Mitmenschen versklavt, wird schliesslich selbst zum Sklaven.
Eine „Therapie“, die lehrt, dass der Mensch sich lieber an seine Umwelt anpassen soll, anstatt
seine Umwelt sich anzupassen, ist eine solche Sklavenphilosophie und funktioniert nicht –
weil sie ganz einfach das genaue Gegenteil der Wahrheit ist. Jedes Wesen der Spezies
Mensch versucht auf die eine oder andere Weise, sich über alle anderen zu erheben. Darin
liegt seine Rettung, und, wie seine Gesellschaft es ausdrückt, sein Untergang. Der Versuch
der Versklavung rührt hauptsächlich von Furcht her. Furcht entwickelt sich, wenn man das
Vertrauen in seine eigene Fähigkeit verliert, seinen Weg zu gehen. So entsteht eine Welt, in
der man Selbstvertrauen zu gewinnen sucht, indem man andere beraubt. In einer komplizierten
Gesellschaft kann das nicht funktionieren.
Das Problem, dem sich der Mensch heute gegenübersieht, ist nicht neu. Es schreit nur
dringender als je nach einer Lösung. Wenn überhaupt etwas: was ist nicht in Ordnung mit
seinem Verstand? Wie ist sein idealer Zustand?

EIN IDEALER SEINSZUSTAND
Bevor man entscheiden kann, was an einem Seinszustand nicht in Ordnung ist, sollte
man eine gewisse Vorstellung davon haben, wie ein idealer Seinszustand beschaffen sein
könnte. In anderen Worten: Bevor man zum Beispiel ein Radio reparieren kann, muss man
ungefähr wissen, was von dem Radio erwartet wird und wie gut es spielen kann, wenn es gut
repariert ist. Was, hätte man sich vor ein paar Jahrtausenden gefragt haben sollen, ist ein
idealer Seinszustand für den Menschen? In weicher Geistesverfassung gedeiht er am besten?
Was ist ein gesunder Mensch? Was ist ein glücklicher Mensch? Was sind die Ziele des Menschen?
Wie muss sein Geist, wie muss sein Körper beschaffen sein, damit er am längsten lebt
und damit es ihm am besten geht? Was möchte der Mensch vollbringen? Was versucht er zu
vollbringen? Was ist der Mensch? Bevor es sich jemand anmasst, Libidotheorien, präfrontale
Lobotomie und magische Heilkristalle anzupreisen, sollte er eine Vorstellung davon haben,
was er mit seinen Bemühungen anstrebt. Der Techniker, der eine Brücke reparieren soll,
muss wissen, welchen Zweck eine Brücke erfüllen soll, weiche Belastungen sie ertragen soll,
wie stark sie sein soll und wovon man annimmt, dass es sie wieder zerstören würde. Das ist
ein einfacher Schluss. Der Techniker schaut sich diese Brücke, die er instand setzen soll,
nicht bloss an, seufzt, stellt fest, dass das Problem zu kompliziert ist, streitet mit verschiedenen
anderen „Autoritäten“ für Brücken, deponiert ein paar Stangen Dynamit an der falschen
Stelle, sprengt es in die Luft, fragt sich dann, warum da keine Brücke mehr ist – und beginnt
den Vorübergehenden zu erklären, dass er zu spät gerufen worden ist, sonst nichts, und dass
Brücken überhaupt nicht besonders viel taugen. Allerdings drängt sich einem die Befürchtung
auf, dass dies die Methode war, wie man an die Probleme des menschlichen Geistes und
des menschlichen Körpers herangegangen ist. Um mit einer Wiederherstellung des menschlichen
Geistes und des menschlichen Körpers zu beginnen, sollte man über ihren optimalen
Zustand Bescheid wissen. Das wäre der Anfang einer Antwort auf die Frage, wie Körper und
Geist wieder in Ordnung gebracht werden können. Ausserdem wäre es der Anfang einer
Antwort auf die Frage, welche Umwelt und welche Lebensumstände die günstigsten für den
menschlichen Körper und den menschlichen Geist sind. Danach könnte man Mittel erfinden,
mit deren Hilfe sich ein optimaler Zustand erreichen lässt. In dieser neuen Wissenschaft gibt
es über zweihundert Axiome, die, aufeinander aufbauend, ein logisches Gefüge formen, das
sich auf den Geist und den Körper bezieht. Die Entdeckung vieler neuer Phänomene zeigt,
dass dieses Gefüge brauchbar ist. Ausserdem sagt es voraus, wo Phänomene gefunden werden
könnten – und wenn man die Wahrheit der Voraussage nachprüft, stellt man fest, dass sie
eingetroffen ist. Durch die Logik und die Phänomene dieser Axiome lassen sich Ergebnisse
erzielen, die von den Menschen als Wunder bezeichnet werden.
Das Ziel des Menschen hierauf dieser Erde ist allem Anschein nach „Überleben“. Und
mit „Überleben“ ist alles gemeint, was für das Überleben notwendig ist, einschliesslich Ehre
und Moral und Idealismus und anderer Dinge, die das Leben erträglich machen. Ein Mensch
überlebt, solange es in einem Menschenleben möglich ist, mit der höchsten Aktivität und
Lebensfreude, die er erreichen kann. Wenn er die Hoffnung verliert, dieses Ziel zu erreichen,
stirbt er. Und obwohl der Autor nicht gern Ungläubigkeit hervorruft – die Tatsache kann auf
zu vielfältige Weise, zu leicht und mit präziser wissenschaftlicher Folgerichtigkeit bewiesen
werden: Man sollte sich mit der Tatsache vertraut machen, dass der Mensch offensichtlich
nur körperlich stirbt und eines Tages wieder zur Weit kommt. Die Bedeutung des Todes ist
keineswegs gering. Ohne den Tod wäre der Mensch noch immer eine Alge im Meer. Ohne
den Tod wäre der Mensch gezwungen, in einem Körper zu leben, der nicht länger seiner Umgebung entspricht.
Wenn Ihr nicht sehr abgesperrt2 seid, kann Euch Euer Auditor ein Geschehnis wie einen
früheren Tod vorführen. In dieser neuen Wissenschaft hat der Tod seinen Stachel verloren;
eigentlich betrachtet man ihn als ziemlich praktische Einrichtung. Auf der Evolutionskette
erreicht der Mensch in physischer Beziehung eine immer grössere Kontrolle über seine Umgebung.
Über einen gesunden Menschen übt die Umwelt keine Kontrolle aus. Er kontrolliert
die Umwelt. Die Umgebung eines Kranken, eines Neurotikers oder Geisteskranken neigt dazu,
über ihn Kontrolle auszuüben. Man kann das deutlich beobachten, da man sich durch diese
neue Wissenschaft in Richtung auf eine glücklichere Gemütsverfassung entwickelt. Die
Gesundheit und die Fähigkeit eines Menschen nehmen in dem Ausmass zu, wie er sich zu
grösserer und sicherer Kontrolle über seine Umwelt aufschwingt. Umgekehrt erreicht man
bessere und bessere Kontrolle über seine Umgebung, je gesünder und glücklicher man wird.
Es gibt daher ein zweites Ziel. Der Mensch lebt sichtlich zu dem Zweck, bessere und
stärkere Kontrolle über das physikalische Universum zu erlangen. Das physikalische Universum
setzt sich zusammen aus Materie, Energie, Raum und Zeit. In dieser neuen Wissenschaft
ist das neu geprägte Wort für das physikalische Universum „MEST. Das ist leicht zu behalten,
denn es wird aus den Anfangsbuchstaben der vier englischen Wörter „Matter“ (Materie),
Energy“(Energie), „Space“ (Raum) und „Time“ (Zeit) gebildet. Natürlich kann der Mensch
andere Ziele haben, die ausserhalb des physikalischen Universums liegen, aber wir stellen
fest, dass er hier auf der Erde mit der Eroberung von MEST beschäftigt ist. Es entspricht seiner
Natur, dass er sich für seine Mitmenschen und für lebende Organismen im allgemeinen
interessiert, denn er lebt in einer Art von Bruderschaft mit allem Lebendigen. Das gesamte
Leben ist an dieser Eroberung beteiligt, und der Mensch ist die höchste Form des Lebens auf
der Erde. Eine Unterwerfung des physikalischen Universums, ja selbst Überleben auf einer
Grundlage der blanken Notwendigkeit, wäre ohne die kooperative Unterstützung allen Lebens
unmöglich. Der Mensch ist als Mechanismus bereits so kompliziert, dass er von niedrigeren
Lebensformen leben muss. Diese sind ihrerseits fähig, Sonnenlicht und Chemikalien
aufzunehmen und komplexe Nährstoffe wie z.B. Proteine zu entwickeln.
Der Autor hofft natürlich, dass sein Leser nicht jene üble Angewohnheit hat, die vielen
Lesern gemeinsam ist – sie suchen und erinnern sich oft nur an Dinge, die ihre eigenen alten
Ideen bestätigen. Nimmt man ein Buch in die Hand, das von einem Leser gelesen worden ist,
der mit einem Bleistift unterstreicht – wird man feststellen, dass er die meisten vollständigen
Banalitäten angemerkt hat; es wurden nur Dinge unterstrichen, die mit den alten Ideen des
Lesers ÜBEREINSTIMMTEN. Man fragt sich oft, warum ein solcher Knabe überhaupt liest.
Die Daten in dieser neuen Wissenschaft sind keine voneinander isolierten Meinungen, son-
2 abgesperrt: bezeichnet Erinnerung, die für den Rückruf nicht zugänglich ist. Jemand, der abgesperrt
ist, hat ein armseliges Erinnerungsvermögen und dürftige Rückrufe der Vergangenheit.
Sonderndern ein strukturiertes Ganzes. Dieses Ganze kann hie und da Wunder wirken, und so gut wie
immer kann es deutliche Verbesserungen an einem Individuum erzielen. Das wurde nie zuvor
mit einiger Verlässlichkeit erreicht, der Autor hofft daher, dass diese Daten ein bisschen um
ihrer selbst willen studiert werden, nicht bloss um festzustellen, wie gut sie vielleicht mit
alten Ideen übereinstimmen. Denn sie stimmen nicht mit alten Ideen überein – und alte Ideen
haben Unglück, Hungersnöte, schnellen Tod, Krieg, Irrenhäuser und eine Menge anderen
unerwünschten Kram produziert. Das ist nicht nur eine Bitte um Verständnis. Wenn Ihr
möchtet, dass es Euch besser geht, als es je möglich gewesen wäre, probieren wir sie an und
stellen fest, ob die Grösse passt. Tragen wir sie, bis wir uns ein Urteil über ihre Brauchbarkeit
bilden können. Wenn Ihr nach einer gründlichen Prüfung zu dem Ergebnis kommt, dass sie
nicht funktionieren, habt Ihr jedes Recht, ihnen mit Vorsicht zu begegnen. Diesen Vorschlag
macht Euch der Autor, ohne befürchten zu müssen, dass Ihr ihn eines Besseren belehren werdet
– zu viele Wunder sind geschehen, während die Übungen in diesem Band durchgeführt wurden.
Die Liste von Axiomen am Ende dieses Buches wird Euch die Definitionen für
Schmerz, Freude, Angst und dergleichen liefern, falls Ihr neugierig sein solltet. Hier behandeln
wir nur den idealen Seinszustand in dem Schema, das Ihr brauchen werdet, um die
Übungen in diesem Band auszuführen.
Der erste Punkt in einem idealen Zustand ist ICH BIN. Shakespeare hatte ganz recht
mit seiner Frage: „Sein oder Nichtsein?“ Wenn ein Mensch versucht, eine Entscheidung zu
treffen, lässt sich diese Entscheidung auf die Wahl eines von zwei Wegen reduzieren: Sein
oder Nichtsein. Die höchste Stufe des wünschenswerten Zustandes ist ICH BIN. Kein Rätselraten
um den Sinn des Lebens. Keine Angst vor der Zukunft. Die niedrigste Stufe auf einem
Weg zum Überleben wäre ICH BIN NICHT. Dazwischen haben wir die Zweifel, das
Sich-Winden und die Unentschlossenheit der Müden, der Zornigen und der Verängstigten.
Erst wenn er sich zu etwas entschlossen hat, fühlt ein Mensch sich wohl. Solange er eine Entscheidung
nicht trifft, sondern in einem Vielleicht hängenbleibt, fühlt er sich unwohl. Auf
jeder Route gibt es nur zwei mögliche Entscheidungen: einen Zustand des Seins anzunehmen
– oder einen Zustand des Nichtseins. Diese Seiten enthalten eine Tonskala3, der ihre
eigenen beschreibenden Daten gegenüberstehen. Den idealen Seinszustand findet man am
oberen Ende dieser Skala. Die Zustände von Tod oder Nichtsein befinden sich am unteren
Ende der Skala. Und hier haben wir die Sache mit der Gradientenskala. Erfolge sind kleine
Stückchen Leben. Misserfolge sind kleine Stückchen Tod. Wie eine Schlacht, die für alle
verlorenging, weil ein Pferd einen Nagel von seinem Hufeisen verlor, so kann ein kleiner
Misserfolg den Beginn einer Serie von Misserfolgen bilden, die in tatsächlichem Tod enden.
Nicht dieser Tod ist wichtig, abgesehen davon, dass er schmerzvoll ist, sondern dass man
daraufhin Misserfolgen grosses Gewicht beimisst. Den idealen Seinszustand könnte man so
beschreiben: vollkommen erfolgreich sein, in allen Dingen. Das Gegenteil davon: so erfolglos
sein, dass man tot ist. Misst und sie auf den einzelnen Stufen der Skala zueinander in Beziehung setzt.
Der nächste Punkt im idealen Seinszustand ist ICH WEISS, das Gegenteil davon ICH
WEISS NICHT. Zweifel, Verdruss, qualvolle Anstrengung beim Studieren, all das sind einfach
Gradienten zwischen ICH WEISS und ICH WEISS NICHT. Welcher Mensch zittert
nicht ein bisschen, wenn er mit dem Unbekannten konfrontiert wird? Der nächste Punkt im
Idealzustand ist GELASSEN. Davon ausgehend bewegt man sich durch Heiterkeit, Enthusiasmus,
Fröhlichkeit, Antagonismus, Zorn, Angst, Gram und Apathie. Die unterste Stufe der
Leiter ist TOD.
VERTRAUEN ist der ideale Punkt auf der Skala VERTRAUEN – MISSTRAUEN.
Das grösste MISSTRAUEN, das man entwickeln könnte, wäre wiederum gleich Tod.
Der ideale Punkt von Langlebigkeit, bei einem perfekten Körper, wäre IMMER. Das
untere Ende dieser Skala wäre wieder tot. VOLLE VERANTWORTLICHKEIT wäre ein
idealer, KEINE VERANTWORTLICHKEIT im Gegensatz dazu ein nicht wünschenswerter
Zustand. Und nicht zuletzt haben wir hier URSACHE und WIRKUNG. URSACHE und
WIRKUNG sind so wichtig, dass sie in den Übungen selbst mehrfach vorkommen werden.
Der ideale Zustand ist es, URSACHE zu sein. Der am wenigsten wünschenswerte Zustand
wäre WIRKUNG. Das äusserste an WIRKUNG-sein ist tot sein.
Wir haben jetzt eine kurze Darstellung, wie ein idealer Zustand beschaffen sein könnte.
Nur einige der Punkte sind gezeigt worden, aber sie müssten genügen. Im Idealzustand wäre
man sich voll seines Daseins bewusst und würde sein. Das ist ICH BIN. Man wäre hundertprozentig
ERFOLGREICH. Man würde WISSEN. Man wäre GELASSEN. Man hätte VERTRAUEN.
Man wäre in physischer Hinsicht völlig GESUND. Man könnte VOLLE VERANTWORTUNG
übernehmen. Und man wäre URSACHE, ohne etwas dagegen zu haben,
URSACHE zu sein. Natürlich wäre es nicht ausschliesslich erstrebenswert, diese Extreme zu
erreichen, da es einem dann an Aktion mangeln würde. Aber sich ihnen so weit wie möglich
zu nähern, wäre ein erstrebenswerter Zustand. Das Seltsame daran ist folgendes: Wenn jemand
in einem dieser Bereiche absinkt, sinkt er auch in allen anderen ab – so sehr stehen
diese Teile des Lebens miteinander in Verbindung. Dieser Band, seine Übungen und sein
Auditing4 versuchen dem einzelnen bei seinem Aufstieg zu diesem Seinszustand zu helfen,
den man als ideal betrachten kann. Wie sehr sich der einzelne diesem Zustand nähern kann,
hängt hauptsächlich von seiner eigenen Bereitschaft ab, daran zu arbeiten – mehr als von der
Gültigkeit der Grundsätze selbst. Ein idealer Seinszustand schliesst zweifellos Krankheit
aus – oder die Unfähigkeit, sich selber oder die Umwelt zu kontrollieren. Die Kontrolle seiner
selbst und seiner Umwelt hängt davon ab, in weichem Mass man sich dem idealen Daseinszustand
genähert hat.

DIE ZIELE DES MENSCHEN
Das Ziel des Lebens im endlichen Universum kann man im allgemeinen leicht so definieren:
ein Bestreben zu ÜBERLEBEN, und zwar so lange wie möglich; dabei den angenehmsten
Zustand zu erreichen, der sich erreichen lässt, und dadurch das physikalische Universum
in Besitz zu nehmen.
Der Zyklus des Überlebens besteht aus Empfängnis, Wachstum, Reife, Verfall, Tod,
Empfängnis, Wachstum, Reife, Verfall, Tod, immer und immer so weiter. Das ist der Hauptzyklus.
In einem Leben gibt es einen inneren Zyklus, der mit Emotion oder Aktion zu tun hat.
Das ist Aktion: Versuch, Erfolg, Versuch, Versagen.
Glück bis hinunter zu Versagen ist der emotionelle Zyklus. Aber diese Zyklen sind nur
Teilzyklen. So wie jeder Tod neues Leben beginnt, so fordert jedes Versagen einen neuen
Versuch heraus, bis schliesslich der Tod selbst erreicht wird. Tatsächlich ist das Versagen
genauso wie der Tod etwas Vorübergehendes. Sie sind erzieherische Häuserblöcke an einer
viel längeren Strasse. Immerhin gibt es Fälle, in denen ein Individuum so überwältigt wird,
dass sogar aufeinanderfolgende Versuche, das Leben zu meistern, immer erfolgloser ausfallen.
Es gibt zweifellos ein viel, viel höheres Ziel, das für dieses Bestreben zu überleben und
zu erobern verantwortlich ist. Oberhalb dieser Stufe steht vermutlich Vernunft. In dieser neuen
Wissenschaft sind wir daran interessiert, WIE das Leben sich erhält, nicht WARUM. Vielleicht
wissen wir gerade jetzt viel über das WARUM. Vielleicht werden wir eines Tages alles
darüber wissen. Im Augenblick reicht es aus zu wissen, WIE das Leben fortbesteht. Was geht
in der Existenz und den Aktionen eines Menschen vor sich? Wir können eindeutig feststellen,
dass von seiten der Pflanzen und Tiere Unterstützung notwendig ist, damit der Mensch
weiterbestehen kann.
Wir können feststellen, dass Leben eine Teamarbeit ist, an der alles Lebendige Teil hat.
Wieviel von dieser Teamarbeit ist in den Aktivitäten eines Individuums enthalten? Wir haben
die sogenannten DYNAMIKEN. Die Dynamiken verkörpern im Leben das, was in der Physik
die Arbeit ist. Eine Dynamik ist der Drang, entlang einer bestimmten Route zu überleben.
Eine Dynamik ist Fortdauer im Leben. Sie ist das Bestreben, zu leben. Sehr tief unten auf der
Tonskala, im psychotischen oder neurotischen Bereich, denken Individuen, dass sie nur für
sich selber existieren. Das wäre natürlich eine Unmöglichkeit. Man erweitert seine Interessens-
und Betätigungsbereiche entsprechend seinem Aufstieg auf der Tonskala zu besseren
Daseinszuständen. Aber ungeachtet dessen, was man in einem emotionell niedrigen Zustand
denkt – man existiert immer noch auf all den Dynamiken, wenn auch in geringerem Ausmass.
Es gibt acht Dynamiken. Diese umfassen alle Ziele, die ein Mensch im Leben haben kann.
Sie umfassen alle die Dinge, denen er sein Dasein widmet.
Keine dieser Dynamiken ist wichtiger oder weniger wichtig als eine andere. Und, seltsam
genug: Wenn eine Dynamik geschwächt oder beschnitten wird, werden auch alle anderen
dadurch geschwächt oder beschnitten. Wenn jemand ein Vergehen gegen eine Dynamik
begeht, sündigt er automatisch gegen alle anderen. Diese Dynamiken sind sehr leicht zu demonstrieren.
Die ERSTE Dynamik ist SELBST. Das ist der Versuch, als Individuum zu überleben,
ein Individuum zu sein. Sie beinhaltet den eigenen Körper und den eigenen Geist. Sie ist das
Bestreben, das höchste Existenzniveau für die längstmögliche Zeit zu erreichen, und zwar als
man selbst.
Die ZWEITE Dynamik ist SEXUALITÄT. Diese Dynamik hat zwei Teile, 2 s und 2 k.
Der erste Teil ist Sex selbst, der Sexualakt, alles, was mit den körperlichen und sexuellen
Handlungen zusammenhängt. Der zweite Teil ist der Drang nach Überleben durch Kinder,
die ja das Ergebnis der Sexualität darstellen. Diese Dynamik beinhaltet auch einen Bereich
der Familie, da die Familie als Einheit das Aufziehen von Kindern beeinflusst.
Die DRITTE Dynamik ist GRUPPE. Das ist das Bestreben, durch eine Gruppe zu überleben,
wie zum Beispiel eine Gemeinde, einen Staat, eine Nation, einen Verein, Freunde,
Gesellschaftsformen, oder kurz: durch jede Art von Gruppe. Man hat ein lebhaftes Interesse
am Überleben einer Gruppe.
Die VIERTE Dynamik ist MENSCHHEIT. Das ist das Bestreben, als eine Spezies zu
überleben. Es ist das Interesse an der Spezies an sich.
Die FÜNFTE Dynamik sind die LEBENSFORMEN. Das ist das Bestreben, für jede
nur denkbare Lebensform zu existieren. Es ist das Interesse an Leben an sich.
Die SECHSTE Dynamik ist MEST. Das ist das Bestreben, als das physikalische Universum
zu überleben, und das Interesse am Überleben des physikalischen Universums.
Die SIEBENTE Dynamik ist die URSACHE ALLEN LEBENS. Diese wird in dieser
neuen Wissenschaft als vom physikalischen Universum verschieden angesehen und ist die
Ursache des Lebens selbst. Sie ist daher eine Bestrebung, die dem Existieren der Ursache
allen Lebens gilt.
Die ACHTE Dynamik ist das HÖCHSTE WESEN. Man drückt das durch die liegende
Ziffer acht aus, was Unendlichkeit bedeutet (8). Hier handelt es sich um den als gegeben
angenommenen Schöpfer der Welt und das Bestreben, für das höchste Wesen zu überleben.
Wenn jemand ein Problem hat, das viele der Dinge betrifft, die in diesen Dynamiken
enthalten sind, ist die beste Lösung für dieses Problem diejenige, die der grösstmöglichen
Anzahl von Dynamiken zugute kommt. Lösungen, die eine Dynamik schädigen, um einer
anderen zu nützen, resultieren schliesslich in Chaos. Wie auch immer, es ist beinahe unmöglich,
optimale Lösungen zu erreichen, und das menschliche Denken versucht nur auf seiner
höchsten Stufe, die grösstmögliche Ordnung und das geringste Chaos hervorzubringen. Auf
niedrigen Stufen der Tonskala bevorzugt man ein oder zwei Dynamiken auf Kosten der restlichen.
Man wird daher eine sehr ungeordnete Existenz haben und für die, die einen umgeben,
viel Chaos erzeugen.
Der Soldat, der in der Schlacht sein Leben wegwirft, arbeitet auf der dritten Dynamik
(seine Kompanie, seine Nation) auf Kosten seiner ersten Dynamik, der vierten und aller an
deren. Der religiöse Schwärmer wird vielleicht auf der achten, siebenten, fünften und vierten
leben, aber auf Kosten der ersten und sechsten. Die „selbstsüchtige“ Person lebt vielleicht
überhaupt nur auf der ersten Dynamik – ein sehr chaotisches Unterfangen. Es ist nicht weiter
schlimm, diese Dynamiken auf so ungesunde Weise zu bevorzugen, solange diese Bevorzugung
sie nicht in grossem Ausmass zu gefährden beginnt, wie im Fall von Hitler und Dschingis
Khan, oder beim Gebrauch der Atomspaltung für destruktive Zwecke. In diesem Moment
wird die ganze Menschheit abhängig von den Zerstörern. Das Ziel des Menschen ist es, so
sehr wie möglich URSACHE oder Partner von URSACHE auf all diesen Dynamiken
zugleich zu sein, ohne WIRKUNG oder Partner von WIRKUNG auf einer von ihnen zu werden.
Er kann das nicht hundertprozentig erreichen. Aber das Ausmass seines Erfolges hängt
davon ab, wie nahe er auf jeder Dynamik an URSACHE herankommen kann, und wie wenig
WIRKUNG er sein kann. Das ganze ÜBERLEBEN ist eine Dynamik, die einzige Dynamik.
Aber ÜBERLEBEN gliedert sich in diese acht Teile. Philosophien der Vergangenheit haben
mehr Gewicht auf die eine oder andere dieser Dynamiken gelegt, bis zur völligen Vernachlässigung
der anderen. Daher waren solche Philosophien nur beschränkt funktionsfähig.
Psychotherapien haben auf diese oder jene Dynamik – unabhängig von den anderen –
Wert gelegt und aus diesem Grund keine besonders grossen Ergebnisse erzielt. Freud zum
Beispiel hielt die zweite Dynamik – Sex – für überaus wichtig. Es gibt allerdings Gründe,
dem den Löwenanteil in einer Therapie zu widmen – aber nur wegen der Eigentümlichkeiten
von URSACHE und WIRKUNG, und wegen der sexuellen Aberrationen unserer gesamten
Kultur – nicht weil 2 s wichtiger wäre als ein Drang oder Trieb irgendeiner der anderen Dynamiken.
Keine dieser Dynamiken wird einen im Fall eines Scheiterns mehr „zum Wahnsinn treiben“
als eine andere Dynamik. Aber es ist vollkommen richtig, dass Versagen oder Behinderung
auf jeder dieser Dynamiken Schwierigkeiten auf allen anderen verursachen wird. Angst
auf der einen wird Angst auf allen. Ein Vergehen auf der einen ist ein Vergehen auf allen.
Erfolg auf der einen Dynamik ist Erfolg auf allen. Schutz auf der einen wird zum Schutz auf allen.
Die Beweise für die Existenz dieser Dynamiken liegen in der Wirksamkeit der Prozesse,
die sich von ihnen ableiten. Folgendes kann geschehen: Wenn man sich vorstellt, dass ein
Mensch nur auf der ersten Dynamik existiert, und auf dieser Annahme eine brauchbare Therapie
aufzubauen versucht, verliert dieser Mensch seine psychosomatischen Krankheiten
nicht. Es geht ihm nicht besser. Wenn man versucht, im Rahmen einer Therapie ausschliesslich
die zweite Dynamik zu behandeln, wird er nicht geheilt. Verwendet man hingegen alle
diese Dynamiken, wenn man seine Probleme zu lösen versucht, erzielt man deutliche, ja verblüffende
Resultate. Vielleicht werden die Autoritäten das Argument vorbringen, dass man
ein Ding noch lange nicht verwenden muss, bloss weil es funktioniert. Autoritäten erzielen
keine Resultate ausser ihrer eigenen Befriedigung – was nicht Grund genug ist für den Studenten
oder Techniker, der etwas erreichen will.
Die Ziele des Menschen stammen also aus dem einzigen Ziel des Überlebens durch eine
Eroberung des materiellen Universums. Der Erfolg seines Überlebens misst sich an dem
umfassenden Überleben aller. Ein Mensch, der hart arbeitet, um die erste Dynamik zu retten,
Wird vielleicht in seiner Kurzsichtigkeit alle anderen zerstören. Wo bleibt dann die erste Dynamik?

DER MENSCHLICHE VERSTAND
Es ist eine verbreitete Vorstellung, dass der menschliche Verstand erst in der letzten
Generation aufgetreten sei – oder so ähnlich. In Wirklichkeit ist der Verstand selbst so alt wie
der Organismus. Und laut früheren Vermutungen und Nachweisen, die von dieser neuen Wissenschaft
erbracht wurden, ist der Organismus, also der Körper, ziemlich alt. Er geht auf das
erste Auftreten von Leben auf der Erde zurück. Zuerst gab es ein physikalisches Universum –
wir wissen nicht, wie es zustande kam. Und dann, während die Planeten abkühlten, erschien
in den Meeren ein bisschen lebende Materie. Dieses bisschen wurde schliesslich zu dem
komplizierten, aber immer noch mikroskopisch kleinen Einzeller. Äonen vergingen, und es
wurde zu pflanzlicher Substanz. Dann wurde es zur Qualle. Und dann wurde es zur Molluske
und erlebte seine Umwandlung zum Krustentier. Schliesslich, als landbewohnendes Tier,
entfaltete sich diese eigenartige Kette des Lebens, die einst den Menschen hervorbringen
sollte, zu immer komplexeren Formen, zum Gliederfüsser, zum Faultier, zum Menschenaffen,
und endlich zum Menschen. Es gab sehr viele Zwischenstufen.
Wenn der Mensch sehr materialistisch ist und nur das materielle Universum sieht, gerät
er über all das in Verwirrung und wird unsicher. Er versucht zu sagen, dass lebende Organismen
einfach soundso viel Lehm sind und zur Gänze Teil des materiellen Universums.
Er versucht zu sagen, dass letzten Endes nur der „endlose Protoplasma-Strom“, der
durch die Sexualität von Generation zu Generation weitergegeben wird, von Wichtigkeit ist.
Der sehr gedankenlose Mensch wird wahrscheinlich viele Fehler machen, nicht nur in bezug
auf den menschlichen Geist, sondern auch in bezug auf den menschlichen Körper.
Wir entdecken derzeit, dass die Wissenschaft vom Leben wie die Physik ein Studium
von Statik und Bewegung ist. Wir stellen fest, dass das Leben selbst, der lebendige Bestandteil
des Lebens, sich mit keinem Wesen im physikalischen Universum vergleichen lässt. Es
ist nicht bloss eine andere Form der Energie, oder einfach ein Zufall. Leben ist ein Statik, das
aber die Fähigkeit hat, Materie, Energie und Raum zu kontrollieren, zu beleben, zu mobilisieren,
zu organisieren und zu zerstören – und vielleicht sogar Zeit.
Leben ist eine URSACHE, die auf das physikalische Universum als eine WIRKUNG
einwirkt. Es gibt jetzt überwältigende Beweise dafür. Im physikalischen Universum gibt es
kein wirkliches Statik. Von jedem scheinbaren Statik hat es sich herausgestellt, dass es Bewegung
enthält. Aber das Statik des Lebens ist offensichtlich ein echtes Statik. Der grundlegende
Text der Axiome dieser neuen Wissenschaft demonstriert das überzeugend. Das Leben
begann offenbar mit reiner URSACHE. Mit dem ersten Photon begann es, sich mit Bewegung
zu beschäftigen. Und jedesmal, wenn es sich danach mit Bewegung beschäftigte, trug
es zu der gesammelten Erfahrung und den Bestrebungen bei, die in einem Körper enthalten
sind. Leben ist ein Statik, das physikalische Universum ist Bewegung. Die Wirkung, die von
URSACHE auf Bewegung ausgeübt wird, produziert die Kombination, die wir als die Einheit
eines lebenden Organismus sehen. Der Gedanke ist keine Bewegung in Raum und Zeit. Der
Gedanke ist ein Statik, das eine Vorstellung von Bewegung enthält. So könnte man sagen,
dass der erste Gedanke über das physikalische Universum damit begann, dass er zum ersten
Mal auf Bewegung stiess. Dieses Statik, ohne Masse, ohne Wellenlänge, Raum oder Zeit
zeichnet dennoch Bewegung auf, und ebenso ihre Auswirkungen in Raum und Zeit. Das ist
natürlich eine Analogie5. Aber es ist insofern eine besondere Analogie, als es mit den Problemen
des Verstandes und physischer Strukturen gründlich aufräumt.
Der Verstand ist also kein Gehirn. Ein Gehirn und das Nervensystem sind einfach Leitungen
für die Schwingungen des physikalischen Universums. Das Gehirn und die Nervenbahnen
haben viel Ähnlichkeit mit einer Schaltzentrale. Und es gibt einen Punkt in dem System,
wo die Schwingungen sich in Aufzeichnungen verwandeln. Ein Organismus wird angetrieben
durch fortwährende, zeitlose, raumlose bewegungslose URSACHE. Diese Ursache
erzeugt Spiegelbilder von Bewegung, oder übernimmt Eindrücke von Bewegung. Diese Eindrücke
nennen wir „Erinnerungen“ oder genauer Faksimiles. Ein Faksimile ist, wie Ihr wisst,
ein einfaches Wort, das ein Bild von etwas bedeutet, eine Kopie von einem Ding, nicht das
Ding selbst. Um uns Verwirrung zu ersparen, und um uns in dieser neuen Wissenschaft diesen
Punkt vor Augen zu halten, sagen wir, dass die Wahrnehmungen des Körpers als Faksimiles
„gespeichert“ sind. Der Anblick, Geräusche, der Geschmack und all die anderen Wahrnehmungen
des Körpers werden als Faksimiles jenes Augenblicks gespeichert. in dem man
den Eindruck erhalten hat.
Die eigentliche Energie des Eindrucks wird nicht gespeichert. Sie wird schon deshalb
nicht gespeichert, weil der Körper nicht genügend molekulare Struktur enthält, um diese
Energie als solche zu speichern.
Physikalische Energie ist offenbar zu grob für eine solche Speicherung. Ausserdem bestehen
die Erinnerungen fort, obwohl die Zelle abstirbt, und existieren offensichtlich für immer.
Ein Faksimile von einer Zehe, die man sich gestern verletzt hat, kann heute mit der vollen
Kraft des Eindrucks wieder lebendig werden.
Alles, was rund um den Körper geschieht, ob er nun schläft oder wach ist, wird als Faksimile
aufgezeichnet und gespeichert. Es gibt Faksimiles von allem und jedem, was der Körper
jemals wahrgenommen hat - gesehen, gehört, gefühlt, gerochen, geschmeckt, erlebt - vom
ersten Augenblick der Existenz an. Es gibt erfreuliche Faksimiles und gelangweilte Faksimiles,
Faksimiles von plötzlichem Tod und raschem Erfolg, Faksimiles von zähem Ringen und
schweigendem Verfall. Unter Erinnerungen versteht man normalerweise das Zurückrufen
von Daten aus kurz zurückliegenden Zeiten; deshalb verwenden wir das Wort Faksimile,
denn während es jenes Ganze ist, von dem Erinnerung ein Teil ist, umfasst das Wort Erinnerung
nicht alles, was entdeckt worden ist.
Man sollte eine sehr gute Vorstellung davon haben, was ein Faksimile ist. Es ist eine
Aufzeichnung der Bewegungen und Situationen des physikalischen Universums, dazu die
Schlussfolgerungen des Verstandes, die auf früheren Faksimiles beruhen.
5 Analogie: Übereinstimmung verschiedener Dinge in einem oder mehreren Merkmalen, was den
Schluss von Bekanntem auf Unbekanntes ermöglicht.
Jemand sieht, wie ein Hund einer Katze nachjagt. Lange Zeit, nachdem Hund und Katze
verschwunden sind, kann er sich immer noch daran erinnern, dass ein Hund eine Katze
gejagt hat. Während das Geschehen abgelaufen ist, hat er die Vorgänge gesehen, die Geräusche
gehört, hat er vielleicht sogar den Hund oder die Katze gerochen. Während er zugesehen
hat, hat sein eigenes Herz geschlagen, war der Salzgehalt seines Blutes soundso hoch; das
Gewicht seines eigenen Körpers und die Stellung seiner Gelenke, das Gefühl seiner Kleider,
die Berührung der Luft auf der Haut – alle diese Dinge wurden ebenso lückenlos aufgezeichnet.
Alles das zusammen ergibt ein komplettes Faksimile.
Nun könnte man sich ganz einfach die Tatsache ins Gedächtnis rufen, dass man gesehen
hat, wie ein Hund eine Katze gejagt hat. Das wäre Erinnern. Oder man könnte sich auf
die Sache konzentrieren und – vorausgesetzt, man ist in guter geistiger Verfassung – man
könnte abermals den Hund und die Katze sehen, könnte sie hören, könnte die Luft auf seiner
Haut fühlen, die Stellung seiner Gelenke, das Gewicht seiner Kleidung. Man könnte die Erfahrung
ganz oder zum Teil wiedergewinnen. Das heisst, man könnte sich ganz oder zum
Teil den „Datenspeicher“ ins Bewusstsein rufen – das komplette Faksimile des Augenblicks,
als ein Hund eine Katze jagte. Man muss nicht unter Drogen stehen oder hypnotisiert sein
oder an etwas glauben, um das zu tun. Menschen benützen diesen Rückruf auf mancherlei
Arten, ohne von dieser Wissenschaft auch nur das geringste zu wissen. Sie nehmen an, dass
„jeder das tut“. Ein Mensch mit einem guten Gedächtnis ist nichts anderes als ein Mensch,
der seine Faksimiles mit Leichtigkeit wiedergewinnen kann. Ein kleines Kind lernt in der
Schule heutzutage durch Wiederholung. Das ist nicht notwendig. Wenn es gute Noten bekommt,
dann liegt das meist daran, dass es ganz einfach das Faksimile jener Textseite, über
die es geprüft wird, „ins Gedächtnis“ zurückholt – das heisst, in sein Bewusstsein. Während
man durchs Leben geht, zeichnet man vierundzwanzig Stunden pro Tag die Umwelt auf;
wach oder im Schlaf, während man Schmerzen leidet, während der Narkose, ob man glücklich
ist oder unglücklich. Diese Faksimiles werden gewöhnlich mit allen Wahrnehmungen
aufgezeichnet, das heisst mit jedem Sinneskanal. Fehlt einem Menschen ein Sinneskanal, wie
zum Beispiel im Fall von Taubheit, dann fehlt auch der entsprechende Teil des Faksimiles.
Ein vollständiges Faksimile ist eine Art von dreidimensionalem Farbfilm mit Geräusch
und Geruch und allen anderen Wahrnehmungen. Dazu kommen noch die Schlussfolgerungen
oder Mutmassungen des Individuums.
Vor vielen Jahren bemerkte einmal jemand, der Studien über den Verstand betrieb, dass
Kinder die Gabe hatten, in der Erinnerung zu sehen und zu hören, was sie in Wirklichkeit
gesehen und gehört hatten.
Und es wurde festgestellt, dass die Fähigkeit nicht erhalten blieb.
Die Angelegenheit wurde nicht weiter verfolgt – ja, diese Studien waren so unbekannt,
dass nicht einmal ich während der frühen Stadien meiner Arbeit etwas darüber wusste.
Wir wissen mittlerweile eine ganze Menge über diese Faksimiles – warum sie von den
meisten Menschen nicht mit Leichtigkeit zurückgewonnen werden, wenn sie erwachsen werden;
wie sie sich verändern; wie die Phantasie beginnen kann, sie von neuem hervorzubringen,
zum Beispiel im Fall der Halluzination, oder im Traum.
Kurz gesagt: ein Mensch ist so aberriert, wie er unfähig ist, mit seinen Faksimiles umzugehen.
Er ist geistig so gesund, wie er mit seinen Faksimiles umgehen kann. Er ist so
krank, wie er unfähig ist, mit seinen Faksimiles umzugehen. Er ist so gesund, wie er mit ihnen
umgehen kann. Jener Teilbereich dieser neuen Wissenschaft, der sich der Wiederherstellung
von Geist und Körper widmet, beschäftigt sich mit den Erscheinungen, die mit der
Handhabung dieser Faksimiles zusammenhängen. Ein Mensch sollte dazu imstande sein,
nach Belieben jedes seiner Faksimiles aufzunehmen, zu untersuchen und wieder beiseite zu
legen. Es ist keine der Zielsetzungen dieser neuen Wissenschaft, die volle Erinnerungsfähigkeit
mit sämtlichen Wahrnehmungen wiederherzustellen; sie will vielmehr die Fähigkeit eines
Menschen rehabilitieren, mit seinen Faksimiles umzugehen.
Wenn ein Mensch mit seinen Faksimiles NICHT UMGEHEN KANN, dann wird er sie
möglicherweise in die Gegenwart zerren und die Entdeckung machen, dass er sie nicht mehr
loswerden kann.
Was ist psychosomatische Krankheit? Wie sich demonstrieren lässt, ist psychosomatische
Krankheit nichts anderes als der Schmerz, der in einem vergangenen Erlebnis enthalten
ist – oder in der körperlichen Funktionsstörung in einem vergangenen Erlebnis. Das Faksimile
dieses Erlebnisses gerät in die Gegenwart und begleitet den Menschen, bis ein Schock es
wieder ausser Sichtweite befördert, oder bis es von dieser neuen Wissenschaft ausgelaufen
wird. Ein Schock oder eine Zwangslage können es freilich wieder in Erscheinung treten lassen.
Kummer, Sorge, Ärger, Furcht und jede andere emotionelle Verfassung beruhen einfach
auf einem oder mehreren dieser Faksimiles. Nehmen wir an, ein Todesfall verursacht
jemandem Kummer. Dann besitzt er ein Faksimile, das Kummer enthält. Irgend etwas veranlasst
den Menschen, dieses Faksimile in die Gegenwart zu bringen. Er ist sich seiner nicht
bewusst, er schaut es nicht an, aber nichtsdestoweniger übt es eine Wirkung auf ihn aus. So
kränkt er sich in der Gegenwart und weiss nicht, warum. Die Ursache ist das alte Faksimile.
Der Beweis dafür, dass es wirklich die Ursache ist, liegt im Prozessing. In demselben Augenblick,
wo das Faksimile von seiner schmerzvollen Emotion entlastet wird, erholt sich das
Individuum. Das ist eines der Stadien des Prozessing.
Das menschliche Gedächtnis ist nur ein Abschnitt des fortwährenden Gedächtnisses.
Bereits der erste Funken Leben, der auf der Erde damit begann, Materie zu beseelen, begann
auch damit, Faksimiles aufzuzeichnen. Und von da an zeichnete es sie immer weiter auf. Es
ist interessant, dass der gesamte Speicher jedem einzelnen Gedächtnis zur Verfügung steht.
Während früherer Untersuchungen fand ich manchmal Faksimiles, die weder Halluzination
noch Einbildung waren; sie schienen viel weiter zurückzugehen als das gegenwärtige Leben
des Preclears. Es gab damals bereits das Werkzeug des Anstrengungsprozessing. So war es
möglich, ein Faksimile mit allen Wahrnehmungen nach Belieben „einzuschalten“. Und so
gelang es auch, die frühestmöglichen Perioden zu untersuchen. Der genetische Bauplan kam
auf diese Weise zum Vorschein, und ich war verblüfft darüber, die Faksimiles der Evolutionskette
blossgelegt zu haben, die nun für jeden zukünftigen Forscher zugänglich waren.
Seither haben viele Auditoren dieselben Resultate erzielt. Der Biologe und der Anthropologe
kommen damit in den Besitz einer wahren Fundgrube faszinierender Daten.
Dann gibt es hier jene Leute, die zwar nichts über den Verstand wissen, aber dennoch
reichlich dafür bezahlt werden. Sie werden kluge Dinge über Sinnestäuschungen und Wahnvorstellungen
erzählen. Es gibt aber zufällig exakte und präzise Gesetze für Wahnvorstellungen.
Ein eingebildetes Erlebnis folgt einem bestimmten Muster. Ein echtes Geschehnis ist
vollkommen unverkennbar. Das Faksimile einer echten Erfahrung verhält sich auf ganz typische
Art und Weise: es reagiert auf ganz bestimmte Art; das Individuum bekommt die Anstrengungen
und die Wahrnehmungen klar und deutlich, und der Inhalt des Geschehnisses
erweitert sich und bleibt während öfteren Wiedererzählens ziemlich konstant. Ein eingebildetes
Erlebnis verringert sich gewöhnlich im Inhalt, und das Individuum versucht dann, sein
Interesse aufrechtzuerhalten, indem es das Erlebnis ausschmückt. Ausserdem enthält es keine
konstante Anstrengung. Jene Leute, die sich nicht die Zeit nehmen können, die Echtheit eines
Faksimiles festzustellen, bevor sie so klug über „Selbsttäuschung“ sprechen, täuschen sich
vielleicht selber über mancherlei.
Der menschliche Verstand, zur Zeit allen anderen Denksystemen überlegen, unterscheidet
sich in keiner Weise von dem aller elementarsten Verstand – dem des Einzellers -
ausser durch die Kompliziertheit des damit verbundenen Gehirns. Das menschliche Wesen
verwendet Faksimiles, um Erfahrungen auszuwerten, Schlüsse zu ziehen und Pläne für die
Zukunft zu formen, wie es in der bestmöglichen Weise überleben kann – oder wie es sterben
und danach von neuem beginnen kann. Der menschliche Verstand ist zu sehr komplizierten
Kombinationen von Faksimiles imstande. Darüber hinaus kann er auf der Grundlage alter
Faksimiles neue Faksimiles hervorbringen. Nichts geht schief mit dem Verstand – ausser mit
seiner Fähigkeit, Faksimiles handzuhaben.
Manchmal ist ein Verstand nicht mehr dazu fähig, ein Faksimile als vergangene Erfahrung
zu betrachten. Dann beginnt er, es andauernd in der Gegenwart als Entschuldigung für
sein Versagen zu verwenden. Damit haben wir Aberration und psychosomatische Krankheit.
Eine Erinnerung an Schmerz enthält Schmerz und kann zu gegenwärtigem Schmerz werden.
Eine Erinnerung an Emotion enthält Emotion und kann zu gegenwärtiger Emotion werden.

DAS KONTROLLZENTRUM
Man kann annehmen, dass jeder Verstand ein Kontrollzentrum besitzt.
Dieses Kontrollzentrum könnte man die „des Bewusstseins bewusste Einheit“ des
Verstandes nennen – oder man nennt es ganz einfach „ICH“.
Das Kontrollzentrum ist URSACHE. Es dirigiert mit Hilfe emotioneller Übertragungssysteme
die Aktionen des Körpers und der Umgebung. Es ist kein physisches Ding. Hier ist
ein Diagramm des Kontrollzentrums, “ICH“, in seinem Verhältnis zu den Emotionen, zum
Körper und zur Umgebung.
„Ich“ Kontrollzentrum
Gedankenimpulse
Schaltbrett auf Drüsenebene
Schaltbrett auf der motorischen (Aktions-)
Ebene des Körpers
Impulse vom und zum Körper und der Umgebung,
entlang der Nervenbahnen einschliesslich
jener der Wahrnehmung
Die ganze Aufgabe des „ICH“ ist das Einschätzen von Anstrengung. Es denkt und plant
und löst die Probleme zukünftiger Anstrengung. Wenn „ICH“ eine notwendige Anstrengung
beurteilt hat und sie nun in Aktion setzt, dann wirken seine Impulse auf das Schaltbrett auf
der Drüsenebene ein. Das Drüsensystem ist eine Übertragungseinheit. Es verwandelt den
emotionellen Impuls in Aktion.
Das motorische Schaltbrett ist eine verwickelte Anordnung körperlicher Schaltungen.
Diese stehen mit den verschiedenen Körperteilen und Wahrnehmungskanälen in Verbindung,
so dass die körperliche Aktion nach den Anweisungen des Drüsensystems koordiniert werden
kann. In der umgekehrten Richtung wird ein Impuls aus der Umgebung oder aus dem Körper
durch die Nervenkanäle der Wahrnehmungsorgane oder die Kanäle im Körper selbst in das
Schaltbrett geleitet und wird vom „ICH“ unmittelbar als Faksimile aufgezeichnet. Das emotionelle
System - vorausgesetzt, der Verstand befindet sich in guter Verfassung - wird von einem
ankommenden Impuls übergangen, sofern ihn das „ICH“ nicht ausdrücklich für das Drüsensystem
bestimmt.
Der physische Körper ist ein Kohlenstoff-Sauerstoff-Motor. Er ist aus den Äonen von
Erfahrungen, von Zusammenfassungen und Schlussfolgerungen des „ICH“ aufgebaut.
Seine inneren Bewegungen und Aktionen können vom „ICH“ in die Kategorie der „automatischen
Reaktionen“ versetzt werden. So sind etwa der Herzschlag und das Kreislaufsystem
automatische Aktionen. Auch viele andere Körperbewegungen sind automatischer Natur.
Jeder dieser Bewegungsabläufe kann jedoch vom “ich“ beeinflusst werden – das lässt sich
demonstrieren. Das Drüsensystem als solches ist ziemlich kompliziert, aber seine Aufgabe ist
einfach. Es fungiert offensichtlich als Übersetzungsmittel für das Denken. Das System ist
zum Teil körperlicher und zum Teil gedanklicher Natur.
Der Gedanke lässt sich zweifellos in einem Universum, das aus Materie, Energie,
Raum oder Zeit besteht, mit nichts vergleichen. Er hat keine Wellenlänge, kein Gewicht, keine
Masse und keine Geschwindigkeit und ist daher ein Nichts, das eine unendliche Grösse
darstellt – oder, kurz gesagt, ein wirkliches Statik. Der Gedanke, der Vorgang des Denkens
und das Leben selbst gehören zur selben Kategorie. Sie haben nachweislich keine Wellenlänge
und enthalten daher weder Zeit noch Raum. In einem Gedanken scheint nur deshalb Zeit
vorzukommen, weil in ihm die Zeit des physikalischen Universums aufgezeichnet ist. Der
Gedanke enthält offensichtlich „Aktion“, doch wie sich zeigt, ist es keine Aktion in diesem
Universum. (Die Beweise für diese Eigenart des Denkens findet man im Text der Axiome.)
Gedanken sind jene Faksimiles, über die wir gesprochen haben, ZUSAMMEN mit dem Urgedanken,
ZU SEIN, der zu jeder beliebigen Zeit auftreten kann.
Diese Sache kann man viel komplizierter machen, als sie in Wirklichkeit ist. Der Gedanke
oder das Statik des Lebens wirken auf das Drüsensystem ein, um körperliche Aktionen
hervorzurufen.
Körperliche Aktionen wirken ihrerseits in den Sinneskanälen (den Nerven), um gedankliche
Aufzeichnungen hervorzurufen.
Das Denken wird von der Umwelt nicht kontrolliert. Das Denken strebt ja danach, URSACHE
zu sein. Der Körper und die Umwelt müssen jedoch zu einem bestimmten Grad
Kontrolle ausüben können, damit das physikalische Universum erobert werden kann. So
muss also das Denken, das „Ich“, es zulassen, WIRKUNG zu sein. In dem Augenblick, wo es
zulässt, dass es beeinflusst wird, kann es zur Wirkung werden. Und nur dann kann die Umwelt
den Körper kontrollieren. Das Denken verzichtet auf einen Bereich der Kontrolle, und
dieser Kontrollbereich kann daraufhin beeinflusst werden. Hier haben wir eine Erscheinung,
die für den Reiz-Reaktions-Mechanismus gehalten worden ist, durch welchen das Individuum
restimuliert7, aus der Fassung gebracht oder stimuliert wird.
Faksimiles werden nach der ZEIT eingeordnet. Ein Faksimile aus einer früheren Zeit ist
wirksamer als ein späteres Faksimile. Wenn sich jemand heute für eine Sache entscheidet und
restimulieren: Zeitwort zu Restimulation. Restimulation: wenn die Umwelt ein Faksimile wieder in
Gang setzt, weiches dann auf den Körper oder die des Bewusstseins bewusste Einheit zurückwirkt.
Morgen das Gegenteil beschliesst, dann bleibt die Entscheidung von heute aktiv, wenn sie
nicht widerrufen wird, indem man sie sich zurückruft oder sie prozessiert. Zum Beispiel,
wenn es um eine Gewohnheit geht wie das Rauchen; ein kleiner Bub beschliesst zu rauchen,
damit er erwachsener wirkt. Zwanzig Jahre später entschliesst er sich, das Rauchen aufzugeben,
ohne sich um den ursprünglichen Entschluss zu kümmern.
Also „kann er die Gewohnheit nicht aufgeben“. Das heisst, er kann einen früheren Entschluss
durch einen späteren nicht überwinden. Er könnte das Rauchen aufgeben, indem er
sich ganz einfach an das frühere Faksimile – dass er rauchen will – erinnert und es so unwirksam macht.
Durch den Stress des Lebens, der für den Einzeller kein geringerer war als für den modernen
Menschen, kann der Organismus gar nicht anders als zur Wirkung werden. Er versucht,
so viel wie möglich Ursache zu bleiben. Aber der Verstand betreibt eine Kohlenstoff-
Sauerstoff-Maschine, die man den menschlichen Körper nennt, eine Maschine von geringerer
Widerstandsfähigkeit, die nur zwischen 95 Grad F. und 106 Grad F. funktioniert –
gewöhnlich bei 98,6 Grad F. Sie kann keine zwei Meilen unter die Erdoberfläche gehen und
keine drei Meilen darüber.
Sie muss Verstandestens alle 24 Stunden gefüttert werden und muss durch ihre frühere
Prägung als Einzeller, der zu seiner Ernährung von Sonnenlicht und Mineralien abhängig ist,
jede Nacht sechs bis acht Stunden schlafen. Sie erträgt nur soundso viel körperliche Belastung,
bevor irgend etwas zu Bruch geht.
Ausserdem erfordert die Fortpflanzungsmethode, die von den Säugetieren verwendet
wird, einen weiteren Organismus; man muss also den Einfluss eines anderen Wesens billigen.
Darüber hinaus hat sich der Mensch zu einem Rudeljäger entwickelt, das heisst, er war als
Gruppe von Menschen am erfolgreichsten und musste sich daher einer Führerschaft unterwerfen
– oder selber die lästigen Verpflichtungen der Führerschaft auf sich nehmen - wenn er
sein Ziel erreichen wollte.
Damit musste er in einem weiteren Punkt zur Wirkung werden.
Glücklicherweise gibt es eine Arbeitsregel für die Spanne aller Leben – dass nämlich
jede neue Generation anscheinend neu beginnt; alle alten Faksimiles sind unterdrückt und
unwirksam, mit Ausnahme derjenigen, die den Bauplan für den neuen Körper enthalten. Das
„Ich“ ist bereit, in dem neuen Leben von vorne zu beginnen und Aufzeichnungen zu machen.
Aber sobald man zu scheitern beginnt, ruft das „ich“ alte Faksimiles wach und beginnt sie zu
verwenden. Und damit haben wir körperliche und geistige Schwierigkeiten.
Ohne den riesigen Hintergrund vergangener Erfahrung würde der Bauplan des gegenwärtigen
Körpers nicht existieren. Ein Einzeller kann nicht sehr viel physikalisches Universum
in Besitz nehmen – ein Mensch kann es sehr wohl. Durch diese Zyklen des Lebens und
Sterbens, des Beginnens als URSACHE und Endens als WIRKUNG entwickelt sich daher
die Rasse.
Der menschliche Geist ist ein von Natur aus selbstbestimmter Computer, der Probleme
aufstellt, beobachtet und löst, um damit seinen Fortbestand zu erreichen. Er denkt mit Hilfe
von Faksimiles echter oder künstlicher Erfahrungen. Er ist von Natur aus URSACHE. Er
versucht, so wenig wie möglich Wirkung zu sein. Er arbeitet am besten, wenn er auf allen
Dynamiken so selbstbestimmt wie möglich ist. Er wird aberriert, wenn er zur Wirkung werden
wollte und die Obersicht verloren hat, wann und warum, und so die Kontrolle über seine
Faksimiles verloren hat.
Wenn wir diese Dinge über den menschlichen Verstand wissen, können wir mit seinen
Aberrationen und seinen psychosomatischen Krankheiten fertig werden.

EMOTIONEN
Als den Arbeitsmechanismus zwischen Gedanken und Taten sollte man EMOTION genau
verstehen. Emotion existiert, um Bewegung widerzuspiegeln. Das Denken selbst scheint
einen emotionellen Impuls zu haben, der frei ist von Wellen des physikalischen Universums.
Das wurde auf mancherlei Weise studiert, ist aber für uns nur wichtig im Zusammenhang mit
der Lösung der Probleme des menschlichen Verstandes.
Verschiedene Emotionen erzeugen verschiedene Handlungen. Zorn zum Beispiel ist der
Katalysator für Attacke. Furcht ist das Signal zum Rückzug. Kummer ist das Signal dafür,
still zu sein und nichts zu beginnen. Apathie ist das Signal dafür, tot zu sein oder den Tod zu
wünschen, so dass ein Plünderer seines Weges geht. Verschiedene Mischungen von Drüsensekreten
werden im Organismus in Umlauf gesetzt, um diese Resultate zu erzielen. Furcht
und Gram zum Beispiel haben einen zusätzlichen Bestandteil, der das Fleisch unangenehm
schmecken lässt – immerhin ist der Mensch seit kurzem essbar.
Es gibt eine ganze Skala von Emotionen, die bestimmte Bewegungen hervorrufen sollen.
Und es gibt eine Herdenreaktion, wie man sie bei der Massenhysterie erlebt. Durch diese
wirkt Emotion auf andere ein – ein Mechanismus, der für die Kontrolle von Jagdrudeln entwickelt
wurde, wo das ganze Rudel sich fürchten und davonlaufen konnte – oder zornig werden
und angreifen konnte -, ohne dass es irgendeinen anderen Befehl gab. Dies zeigt sich
auch in jeder modernen Führerschaft. Der Anführer ist derjenige, welcher die anderen emotionell
am stärksten in die Richtung positiver Aktion beeinflusst. In den zwischenmenschlichen
Beziehungen spielt die Emotion eine enorme Rolle. In dieser neuen Wissenschaft kennen wir
etwas. das GEGENEMOTION genannt wird.
Geschehnisse werden sich sehr oft nicht reduzieren lassen, bis man den Preclear dazu
bringt, die Emotionen zu empfinden, die andere ihm gegenüber hegen. Doch ganz unabhängig
von dieser Manifestation als einem vergeistigten Etwas gibt es da den handgreiflichen
Mechanismus des Mitleids. Ein Mensch zeigt Gram, um die Unterstützung eines anderen zu
gewinnen. Der andere zeigt Mitleid und gewährt die Unterstützung. Die Menschen sind so
sehr voneinander abhängig – und das physikalische Universum ist gelegentlich so rauh -, dass
alle zwischenmenschlichen Beziehungen auf dieser Abhängigkeit oder ihrer Verweigerung
aufbauen. Das grosse Gebiet der Dynamiken zeigt den allumfassenden Charakter der Emotion.
Der Prüfstein für all diese Schlussfolgerungen ist ihre Funktionsfähigkeit. Im Prozessing
wird man die enorme Bedeutung der Emotion entdecken. Die Emotion eines Menschen
kann durch irgendein Faksimile eingefroren werden, das er einst haben wollte, nun aber nicht
haben will. Danach handhabt er Bewegung im Einklang mit jener Emotion. So kann ein
Mensch chronisch ärgerlich oder chronisch in Apathie sein. Und sein Verhalten auf allen
Dynamiken ist das Verhalten dieser Emotion*. Wenn man das weiss und die Handlungsweisen
jeder Stufe auf einer Tonskala der Emotion kennt, dann kann man die Aktionen jedes
gegebenen Menschen vollständig vorhersagen und ihn mit Leichtigkeit handhaben. Der ideale
Zustand ist vollkommen selbstbestimmte Emotion. Nur dann kann man glücklich und erfolgreich
sein.

PROZESSING
Das Hauptaugenmerk im Prozessing liegt auf dem Ziel, das Individuum auf der Tonskala
zu heben. Das bedeutet auch, dass man seine Fähigkeit rehabilitieren muss, mit seinen
eigenen Faksimiles umzugehen. Das Prozessing kann die Reduktion einer Anzahl von Faksimiles
durch Gedanken-Prozessing, Emotions- oder Anstrengungs-Prozessing erfordern.
Es ist eine Eigentümlichkeit des Faksimiles, dass es keinerlei Macht, keine Energie,
keine Anstrengung und keinen Gedanken mehr enthält, sobald es einmal prozessiert worden
ist, indem man es mehrere Male im Vergleich mit der Realität durchleuchtet hat – ganz
gleich, wie gewaltsam die Anstrengungen und Gegenanstrengungen gewesen sein mögen, die
es enthalten hat, ganz gleich, wie kummervoll oder entsetzlich die Situation sein mag, mit der
es zusammenhängt. Es gibt viele Wege, das zu erreichen. In früheren Arbeitsweisen wurden
gröbere und langwierigere Methoden verwendet, aber sie dienten dem gleichen Zweck.
Eine Erinnerung, ein Faksimile, enthält eine Aufzeichnung aller Dinge, die in dem
wirklichen Erlebnis vorgefallen sind – sie enthält optische und akustische Wahrnehmung,
Geschmack, Schmerz, Emotion, Anstrengungen des Individuums, Anstrengungen der Umwelt
gegen das Individuum. Der Mensch verlagert das Faksimile in die Gegenwart und behält
es aus verschiedenen Gründen bei. Dann glaubt er, nicht mehr dazu fähig zu sein, sich davon
zu befreien. Es erzeugt seltsame Zwänge, fixe Ideen oder ganz allgemein Aberrationen. Und
es kann durch seine Anstrengungen den ursprünglichen körperlichen Schmerz erzeugen. Ein
Faksimile, das von einem Menschen auf diese Weise festgehalten wird, kann ihn krank machen.
Es kann ihn sogar töten. Derartige Faksimiles erzeugen mehr als 70 Prozent der Krankheiten
des Menschen und machen ihn schwach genug, um anfällig für die Leiden und Unfälle
zu werden, die für die restlichen 30 Prozent verantwortlich sind.
Nebenhöhlenentzündung, Arthritis, Sehschwierigkeiten, Leberkrankheiten, Geschwüre,
migräneartige Kopfschmerzen, Nachwirkungen der Kinderlähmung und so weiter, die ganze
lange Liste, kapitulieren, wenn man das Faksimile reduziert, das die Schwierigkeiten verursacht.
Ob das Faksimile reduziert wird oder nicht, hängt bis zu einem bestimmten Grad von
der Geschicklichkeit des Auditors ab. In meinem ersten Buch über diese neue Wissenschaft
zum Beispiel machte ich mich dessen schuldig, die Fähigkeiten meiner Mitmenschen zu
überschätzen. Ich musste seither hart arbeiten, um die Techniken und die Theorie zu vereinfachen,
so dass sich der Erfolg des Prozessing mit grösserer Sicherheit einstellen konnte.
Jetzt, sagen sie, liegt er bereits in der Grössenordnung von Wundern. Aber selbst jetzt ist hie
und da jemand zu alt oder zu unzugänglich, als dass die Geschicklichkeit des Auditors sich
voll an ihm auswirken könnte. Und so erfolgt nur eine Erleichterung, aber keine Beseitigung
der Schwierigkeit. Das Endziel des Prozessing ist nicht genau umrissen.
Der Auditor bemüht sich einfach darum, seinen Preclear auf der Skala anzuheben, so
weit es in der verfügbaren Zeit möglich ist, und die auffälligsten psychosomatischen Krankheiten
zum Verschwinden zu bringen. Es gibt Stufen der Tonskala, die bis jetzt noch nicht
erreicht worden sind, die jedoch erreichbar scheinen. Diese unerreichbaren Stufen sind – zum
gegenwärtigen Zeitpunkt – so weit oberhalb jedes Zustands, der bisher von irgendeinem
Menschen erreicht worden ist, dass der Preclear sich keine Sorgen darüber zu machen
braucht, dass er nur ein kleines Stück emporgehoben worden ist. Der Preclear beginnt gewöhnlich
auf einer Stufe, wo die Umwelt ihn ziemlich nachhaltig kontrolliert. Das moderne
Erziehungssystem, verschiedene Gesetze und die Autorität der Eltern suchen alle den Preclear
zur Wirkung seiner Umgebung zu machen, anstatt ihn zur URSACHE von Wirkungen
auf die Umgebung zu machen. Wenn er auf eine Stufe gelangt ist, wo er auf der Mehrzahl der
Dynamiken selbstbestimmt sein kann, dann wird sein Fall als abgeschlossen betrachtet. Dieses
Buch hilft ihm dabei, das Ziel zu erreichen.

ABTEILUNG FÜR PROZESSING
Die Abteilung für Prozessing in diesem Band ist in 15 Akte unterteilt.
Jeder von ihnen behandelt eine bestimmte Phase eines Falles. Wenn ein Mensch mit einem
Auditor arbeitet, dann wird er feststellen, dass der Auditor ihn durch die selben 15 Akte
führt, und dass dieses Buch als Ergänzung zur Arbeit des Auditors verwendet wird. Wenn er
sich die Pflicht auferlegt hat, den Band auf eigene Faust durchzugehen, dann folgt es derselben
Prozedur. Es ist notwendig, die verschiedenen Abteilungen der Reihe nach aufzugreifen.
Jeder Akt beginnt mit einer Beschreibung dessen, was der Prozess bedeutet, wie er angewendet
wird und welches Ziel er erreichen soll.
Es ist nicht notwendig, zu GLAUBEN, was man in diesem Band findet, damit das Material
seine Aufgabe erfüllt. Wenn man beim Beginn des Prozessings in der Gruppe der
Zweifler stehet, dann wird man feststellen, dass die Zweifel verschwinden, während man
fortschreitet. Ein anderer kann einem diese Prozesse vorlesen. Man kann sie sich selber vorlesen.
Man kann sie zwischen den Sitzungen mit einem Auditor durchführen. Man kann sich
einen Auditor nehmen, damit er die ganze Arbeit für einen erledigt. Man wird in dem Buch
eine Tabelle von Einstellungen gegenüber dem Leben finden. Man könnte sie eine Tabelle
der Knöpfe9 nennen, denn sie enthält die Hauptschwierigkeiten der Menschen. Es ist auch
eine Tabelle für die Selbstbewertung. Man kann darauf eine Stufe finden, mit der man übereinstimmt.
Das ist seine Stufe der Reaktion gegenüber dem Leben.
Diese Tabelle ergänzt die  CHART OF HUMAN EVALUATION (Tabelle der Einschätzung des Menschen),
ist aber eigens für diesen Band und für diese
Art des Prozessings ausgearbeitet. Wie man die Tabelle im Prozessing verwendet, wird später beschrieben.
Man wird auch eine Scheibe in diesem Buch finden. Die Scheibe wird verwendet, wann
immer eine lange Liste von Fragen vorkommt. Ihre Verwendungsweise wird beschrieben,
wenn sie zum ersten Mal in einem Abschnitt benützt wird. Vielleicht wird man finden, dass
diese Prozesse einem zu schwierig sind, und daher das Bedürfnis nach Unterstützung empfindet.
Es gibt viele professionell ausgebildete Menschen in den gesamten Vereinigten Staaten,
die für die Anwendung der Prozesse dieser neuen Wissenschaft qualifiziert sind. Wenn
man an den Herausgeber dieses Buches schreibt, dann kann man den Namen und die Adresse
des professionellen Auditors erhalten, der einem am nächsten wohnt. Diese neue Wissenschaft
hat sich sehr schnell vorwärts bewegt, und neue Entwicklungen haben die Anzahl von
Stunden verringert, die man für das Prozessing braucht. Es sind mit den neuen Techniken
weniger als hundert. Man sollte damit rechnen, dass man zumindest hundert Stunden mit dem
9 Knopf: Dinge, Wörter, Redewendungen, Themen oder Bereiche, die bei einer Person Erwiderung oder
Reaktion auf die Wörter oder Handlungen anderer hervorrufen und verursachen, dass sie sich unbehaglich fühlt,
verlegen oder ärgerlich wird oder zu unkontrolliertem Lachen gebracht wird. Die Bezeichnung kommt von der
Promptheit der Reaktion, die sich mit der Reaktion einer Maschine auf einen Bedienungsknopf vergleichen
lässt. Vorliegenden Buch zubringt, eingerechnet jedes Anstrengungs-Prozessing, das man vielleicht
von einem Auditor erhält. Dieses Buch allein wird mehr für einen tun, als professionelles
Prozessing im Juni 1951 für einen getan hätte, gar nicht zu reden vom Juni 1950. Zusätzliche
zwei Jahre intensiver Arbeit und Forschung haben darin ihren Niederschlag gefunden. Überall,
wo dieser Text oder diese Prozesse von Büchern oder anderen Daten abweichen, die früher
als im Dezember 1951 geschrieben worden sind, ist dieses Buch und nicht das frühere
Werk richtig. Der Verlauf der Fortentwicklung ist sehr beständig gewesen, aber manchmal
kann ein flüchtiger Student dem logischen Verlauf einer Weiterentwicklung nicht folgen. Ein
Mensch, der auditiert wird, muss diese neue Wissenschaft nicht unbedingt verstehen; aber
jemand, der diesen Band selbst durcharbeitet, sollte die grundlegende Theorie ziemlich gut
verstanden haben. Es wird ihm Zeit ersparen, wenn man den Text dieses Bandes bis zu diesem
Punkt nochmals durchsieht und wirklich versteht. Dann beantwortet man die folgenden
Fragen. Schreibt mit einem Bleistift in das Buch.
Was ist das Ziel des Lebens?
Was versucht das Leben zu erreichen?
An wie vielen Gebieten ist der lebende Organismus interessiert?
Was ist ein Faksimile?
Was ist die Aufgabe des menschlichen Verstandes?
Was ist gemeint mit URSACHE und WIRKUNG?
Ist ein Faksimile etwas Bleibendes?
Wie unterscheidet sich „das Gedächtnis“ und „sich erinnern“ davon, dass man Faksimiles
wiedererlebt?

DER ZWEITE AKT
Beschäftigt man sich mit der Anatomie des Lebensstatik, so zeigt sich, dass es drei miteinander
zusammenhängende Charakteristiken besitzt.
Jedes dieser drei Charakteristiken ist gleich bedeutend wie die beiden anderen. Es handelt
sich um Realität, Affinität und Kommunikation. Die Realität selbst könnte man als das
verstehen, worüber die Menschen übereinstimmen, dass es real ist. Es gibt eine alte, mottenzerfressene
philosophische Frage über die Wahrnehmung. Sind die Dinge nur dann real,
wenn wir sie sehen? Oder sind Dinge real? In anderen Worten: Gibt es überhaupt eine Realität?
Nun, Tische und Sessel scheinen überaus real zu sein. Und auch Euch scheinen sie sehr
real zu sein. Also stimmen wir darin überein, dass es Tische und Sessel und Menschen und
Autos gibt, und eine Weit und die Sterne.
Geistig gesunde Menschen haben eine sehr stabile Übereinstimmung über die Realität.
Sie stimmen damit überein, dass die Dinge real sind.
Geisteskranke Menschen haben Halluzinationen. Halluzinationen sind eingebildete Realitäten,
mit denen sonst niemand übereinstimmt. Wenn ein einzelner nicht mit dem Rest der
Rasse über die Realität von Materie, Energie, Raum und Zeit übereinstimmt, dann sperrt der
Rest der Rasse ihn hinter Schloss und Riegel. Ideen bestehen nicht aus Materie, Energie,
Raum oder Zeit. So kann es Nichtübereinstimmung über Ideen geben, und Übereinstimmung
über die Realität von Materie, Energie, Raum und Zeit. Diese Übereinstimmung über MEST
ist also Realität. Man könnte sagen, Realität sei Übereinstimmung oberhalb 2,0 auf der Tonskala,
nicht so sehr Übereinstimmung mit Menschen, sondern mit den Tatsachen von MEST.
Das ist die eine Ecke unseres Dreiecks.
Die nächste Ecke ist Affinität. Im physikalischen Universum gibt es etwas, das als Kohäsion10
bekannt ist. Materie haftet an Materie. Dem entspricht im Statik des Lebens, wie es
Materie handhabt, AFFINITÄT. Affinität oberhalb von 2,0 ist Liebe. Liebe als ein Wort hat
zu viele Bedeutungen. Deshalb verwenden wir ein sehr altes Wort, nämlich Affinität. Es bedeutet
das Gefühl von Liebe oder Bruderschaft von einer Dynamik zur anderen.
Die dritte Ecke des Dreiecks ist Kommunikation. Kommunikation wird eigentlich mit
Hilfe der Sinneskanäle ausgeübt. Jemand sieht einen Felsen. Durch das Sehen kommuniziert
er mit dem Felsen. Er spürt einen Grashalm. Er kommuniziert daher mit Hilfe eines Sinneskanals
mit dem Grashalm. Wenn man mit einem anderen Menschen spricht, so sendet man
einen Impuls vom „Ich“ zu den Stimmbändern, die im physikalischen Universum Klangwellen
erzeugen. Diese Klangwellen erreichen die Ohren anderer Menschen, werden in Nervenimpulse
übersetzt und verwandeln sich so in eine Einwirkung auf das „ich“ des anderen Menschen.
Kommunikation durch Sprache geht also von Leben zu Leben über das physikalische
Universum. Es kann direkte Kommunikationskanäle geben, die nichts mit dem
physikalischen Universum zutun haben – unmittelbar von „Ich“ zu „Ich“. Der handgreiflichste von
ihnen ist emotionelle Einwirkung.
Man kann keine Affinität ohne Übereinstimmung haben. Man kann keine Übereinstimmung
haben ohne irgendeine Form von Kommunikation. Man kann keine Kommunikation
ohne Übereinstimmung haben. Man kann keine Übereinstimmung ohne Affinität haben.
Man kann keine Kommunikation ohne Affinität haben. Dieses unvermeidliche Dreieck kann
auf jeder Stufe der Tonskala stehen, sei sie nun hoch oder niedrig. Wenn die Kommunikation
destruktiv ist, dann fällt die Affinität auf eine Stufe von Zorn, und die Übereinstimmung wird
zu heftiger Nichtübereinstimmung.
Auf 0,0, das ist Tod, finden sich Affinität, Kommunikation und Realität für den Körper
zur Gänze auf einer Stufe des physikalischen Universums und bestehen aus den Kohäsionen,
den Zusammenhängen und den Aspekten des physikalischen Universums.
Auf 1,0, das ist Furcht, ist die Affinität dürftig, sie ist furchtsam; die Kommunikation
ist entstellt und besteht aus Lügen, die Realität ist ebenfalls dürftig; man stimmt zu, verfolgt
jedoch verborgene Ziele.
Auf 2,0, das ist Antagonismus, ist die Affinität zu Feindseligkeit gebrochen, die Kommunikation
ist nörglerisch oder unangenehm, die Realität widerspricht der Realität der anderen
nur, um zu widersprechen, und ist aus diesem Grunde schlecht.
Auf 3,0, was bereits oberhalb des normalen Menschen ist, zeigt sich Affinität als Liebe,
sie ist vorhanden, aber reserviert, die Kommunikation ist konservativ, die Realität ist vorsichtig,
aber man stimmt ihr zu, nachdem sie bewiesen worden ist.
Auf 4,0, das ist Heiterkeit, ist die Affinität herzlich, die Kommunikation ist frei und
konstruktiv, die Realität ist gut, die Übereinstimmung ist umfassend.
ARK aufgezwungen 1,0 bis 2,0
ARK verhindert 0,0 bis 1,0
Oberhalb von 4,0 haben wir viele Stufen, aber ARK (Affinität, Realität und Kommunikation,
engl.communication) erhebt sich zu einem Gesichtspunkt, der den des physikalischen
Universums überragt. Aus dem ARK können wir jedes Verstehen ableiten. In der Tat entwickelt
sich sogar die Logik aus dem ARK. Auf 4,0 haben wir Verstehen auf niedrigeren Stufen;
Verstehen steigert sich zu vollkommenem Wissen, wenn ein sehr hoher Bereich erreicht
wird – oberhalb von 20,0. ARK ist eigentlich das Wechselspiel des Lebens, das im physikalischen
Universum aktiv ist.
Wenn man mit einem antagonistischen Menschen kommuniziert, dann muss man eine
„Affinität“ und eine Realität von 2,0 annehmen. Wenn man Affinität für 1,0 zeigt, das ist
FURCHT, dann erbt man die Stufe von Kommunikation und Übereinstimmung des Menschen
auf 1,0. Um diesem unvermeidlichen Vorgang zu entgehen, muss ein Individuum sich
oberhalb von 4,0 auf der Tonskala befinden.
Man muss gutes ARK mit sich selber haben, wenn man sich selber verstehen will. Es
ist NICHT böse, sich selbst zu mögen oder sich selbst zu lieben. Es entspricht einer sehr
niedrigen Tonstufe, sich selbst nicht zu mögen.
Alle Dynamiken wirken aufeinander ein. Wenn man andere liebt, dann wird man sich
selbst lieben. Wenn man andere hasst, dann wird man sich selbst hassen. Wenn man Menschen
hasst, dann wird man entlang der anderen Dynamiken Hass empfinden, selbst wenn
man das mit „Mitleid“ überdeckt. Ihr werdet das in einem späteren Akt erkennen.
Es ist ein gesunder Daseinszustand, sich selbst ein Freund zu sein.
Wenn man wenige Freunde hat, wenn man Freunde nicht mag, dann wird man auch
sich selber nicht mögen.
Wenn man Angst vor Menschen hat, dann wird man sich selbst nicht trauen und wird
Angst davor haben, was man imstande ist zu tun.
Wenn man Angst vor Tieren hat, dann wird man auch Angst vor Besitz haben, vor Sexualität
und Menschen und allem anderen.
In manchen Fällen haben Menschen spezielle Ängste. Es handelt sich dabei nur um die
Konzentration auf ein einziges Ding. Ein solcher Mensch wird, ohne dass er es zugibt, auch
auf den anderen Dynamiken Angst haben, aber er wird sich darüber nicht im klaren sein. Es
reicht nicht aus, plötzlich den Entschluss zu fassen, jedermann zu LIEBEN.
Das würde bedeuten, sich selbst zur Affinität zu zwingen. Von 2,0 hinunter bis in die
Nähe von 1,0 wird Affinität erzwungen. Im Bereich von 1,0 haben wir „Versöhnung“, Bestechung
von Menschen, das Vortäuschen von Zuneigung. Von diesem Punkt an abwärts ist die
Affinität blockiert. Wir sehen also, dass erzwungenes, gefordertes ARK aberrierend ist. Und
wir sehen, dass blockiertes ARK ebenfalls aberrierend ist. Überprüfen wir das einmal. Erinnert
Ihr Euch an einen Menschen, den Ihr küssen musstet? Nun, fühlt Ihr Euch in der Lage,
mit diesem Menschen übereinzustimmen? Hattet Ihr den Wunsch, ihn zu berühren (mit ihm
zu kommunizieren) oder mit ihm zu sprechen? Und ein anderer Test. Erinnert Ihr Euch an
einen Menschen, der Euch weggestossen hat, als Ihr Zuneigung empfandet? Wie war Eure
unmittelbare Kommunikationsreaktion? Wie sah Eure Übereinstimmung aus? Und noch ein
Test. Erinnert Ihr Euch an einen Menschen, der von Euch verlangte, dass Ihr mit ihm
sprecht? Auf welcher Stufe stand Eure Affinität? Bis zu weichem Grad fühlt Ihr Euch bereit,
mit ihm übereinzustimmen? Ein weiterer Test. Erinnert Ihr Euch an einen Menschen, der von
Euch verlangte, dass Ihr mit ihm übereinstimmt – gegen Euren eigenen Wunsch? Auf weicher
Stufe stand Eure Affinität? Auf weicher Stufe stand Eure Kommunikation? Wieder ein
anderer Test. Erinnert Ihr Euch an einen Menschen, der Euch unaufhörlich korrigierte? Das
ist blockierte Übereinstimmung. Auf welcher Affinitätsstufe habt Ihr reagiert? Wie reagiertet
Ihr, was Eure Kommunikation betraf? Erinnert Ihr Euch an einen Menschen, der sich vor
allem fürchtete, vor allem und jedem? Wie war Eure Affinität? Wie war Eure Übereinstimmung?
Ein Mensch, der sich hoch auf der Tonskala befindet, reagiert in die Abwärtsrichtung,
muss aber nicht die Stufe des Menschen erreichen, den er anspricht. Immerhin neigt er dazu,
sich auf diese Stufe zu begeben.
Und wenn er in der Umgebung eines Menschen auf niedriger Tonstufe lange genug
bleibt, dann wird diese Tonstufe für ihn schliesslich chronisch werden.
Kennt Ihr jemanden, der Euch schlecht beeinflusst, nachdem Ihr Euch eine Zeitlang in
seiner Gesellschaft aufgehalten habt? Mag dieser Mensch andere Menschen? Spricht er die
Wahrheit? Kommuniziert er mit Leichtigkeit? Stimmt Ihr mit seinen Ansichten überein? Hier
sieht man ARK in der Gegenwart in Aktion.
Wenn man sich in der Nähe von jemandem befindet, der darauf besteht, dass man
spricht, darauf besteht, dass man übereinstimmt, darauf besteht, dass man fühlt, wie er fühlt –
wie ist die eigene Tonstufe ihm gegenüber? Nachdem man sich in Gesellschaft eines Menschen
befunden hat, der einen nicht sprechen lassen will, der nicht mit einem übereinstimmen
will, der einen nicht empfinden lassen will, wie man empfinden will – wie ist dann Eure Reaktion?
Wo ist dieser Mensch auf der Tonskala? Das ist ein Mensch mit blockiertem ARK
oder unterhalb von 1,0. Dieser Mensch hat Angst oder ist apathisch. Dieser Mensch leidet
unter Drüsenerkrankungen. Dieser Mensch lügt. Dieser Mensch verbirgt Dinge. Dieser
Mensch ist körperlich und geistig gestört. Es trifft sich, dass jeder auf einer gegebenen Stufe
der Tonskala versucht, jeden anderen auf diese Stufe der Tonskala zu ziehen. Ein Individuum
auf niedriger Stufe wird von einem Individuum auf einer hohen Stufe ein Stück hinaufgezogen,
und dann kommt das Individuum auf hoher Stufe ein Stück herunter.
Menschen auf niedriger Tonstufe arbeiten auf das Unterliegen hin.
Unterhalb von 2,0 gilt das Streben dem Tod, auf die eine oder andere Weise, sei es offen
oder versteckt, es gilt dem Unterliegen. Der zornige Mensch, dem es nicht gelungen ist,
andere zu zerstören, wird sich selbst zerstören. Der apathische Mensch ist so gut wie tot. Die
Handlungsweise von Menschen unterhalb von 2,0 ist auf das Gewinnen von Mitleid gerichtet.
Sie versuchen, Mitleid von Menschen zu gewinnen, die eine höhere Tonstufe haben, und
zerstören sie so. Mitleid für Fälle auf niedriger Tonstufe ist eine gesellschaftliche Aberration.
Es ist tödlich.
Einem Menschen auf niedriger Tonstufe kann man nicht „helfen“
Versucht, einem Menschen unterhalb von 2,0 zu helfen, und das Resultat ist, dass die
Undankbarkeit am Ende noch grösser ist. Denn das Ziel dieses Menschen ist es, zu unterliegen.
Menschen auf höherer Tonstufe brauchen keine Hilfe.
Wie auch immer – Menschen auf niedriger Tonstufe können auf eine Stufe oberhalb
von 2,0 auditiert werden. Danach werden sie entlang aller Dynamiken zu überleben suchen.
Wenn man annimmt, dass man unterhalb von 2,0 liegt, und wenn man bis jetzt durchgehalten
hat, dann liegt man nicht unterhalb von 2,0. Übrigens gibt es zur Zeit eine sehr praktische
Verwendungsmöglichkeit dieser Daten über ARK.
Wenn man möchte, dass ein Mensch mit einem übereinstimmt, dann spricht man ihn
auf seiner offensichtlichen Tonstufe an, und man wird mit ihm in Kommunikation treten
können, und er wird Affinität für einen fühlen. Wenn man Affinität von einem Menschen
haben möchte, dann verwendet man die Art und Weise, wie er mit anderen kommuniziert,
ihm gegenüber, und geht mit ihm in Übereinstimmung, was seine Vorstellung von den anderen
Dynamiken betrifft. Ein Verkäufer kann einem Fall auf 1,5 (Zorn) alles verkaufen, wenn
sich dieses Ding für andere Dynamiken als destruktiv erweist. Das ist der Grund dafür, dass
die Regierung, eine ziemlich zornige Einrichtung, die Atomspaltung lieber in Form von Waffen
kauft, als in Form von Werkzeugen, mit deren Hilfe man den Menschen zu den Sternen
schicken kann.
Hier ist nun der zweite Akt. Versteht zuerst die Faktoren, die am Verstehen beteiligt
sind – ARK -, die in diesem Abschnitt behandelt werden. Dann beantwortet die folgenden
Fragen:
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Eure Affinität erzwingen.
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Eure Zustimmung erzwingen.
Zählt die Personen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die von Euch verlangen,
dass Ihr mit ihnen kommuniziert.
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Eure Zuneigung zurückweisen.
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Euch nicht mit sich
kommunizieren lassen wollen.
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Eure Übereinstimmung
mit ihnen zurückweisen.
Nun geht zurück und setzt nach jedem Namen die Nummer einer Tonstufe. Nehmt einen
Schätzwert. Wo befindet sich jeder von ihnen auf der Tabelle von Dreiecken, die früher
in diesem Abschnitt gezeigt worden ist? Macht Euch keine Sorgen über Eure Genauigkeit.
Das dient nur dem Zweck, Euch eine ungefähre Vorstellung davon zu geben, weiche Art von
Reaktion Eure Umwelt auf Euch zeigen könnte. Und um Euer Verständnis für diese Menschen
zu fördern.
Nun nehmt den ersten Menschen, den Ihr aufgezählt habt, und geht zu der Tabelle von
Einstellungen über, die diesem Band beigelegt ist. Geht von der Zahl aus, die Ihr dem Menschen
zugewiesen habt, und geht die grosse Tabelle auf dieser Stufe durch. Wenn Ihr jemandem
die Stufe 2,0 zugewiesen habt, dann folgt 2,0 quer über die grosse Tabelle. Lest jede
Einstellung auf der Linie für 2,0, die sich horizontal über die Tabelle zieht. Das sollte Euch
ein gewisses Verständnis dieser Person vermitteln. Und es sollte Euch sagen, was ihre Auswirkungen
auf einen anderen sein können. Nehmt den nächsten Menschen her. Folgt der
Zahl, die Ihr ihm zugewiesen habt, quer über die Tabelle. Fahrt fort bis zum Ende, mit jeder
Person, die Ihr aufgezählt habt. Ihr habt wahrscheinlich verschiedene aufgezählte Personen
mit der gleichen Zahl gehabt. Wenn Ihr diese Übung beendet habt, dann lasst uns ein wenig die Vergangenheit ergründen:
Zählt Personen der Vergangenheit auf, die darauf bestanden haben, dass sie Eure
Freunde seien. Das ist eine Spielart von aufgezwungener Zuneigung.
Zählte Personen der Vergangenheit auf, die darauf bestanden haben, dass Ihr mit ihnen übereinstimmt.
Zählt Personen der Vergangenheit auf, die darauf bestanden haben, dass Ihr mit ihnen
kommuniziert.
Zählt Personen der Vergangenheit auf, die Euch keine Zuneigung zeigen wollten.
Zählt Menschen der Vergangenheit auf, die es abgelehnt haben, mit Euch zu kommunizieren.
Zählt Menschen der Vergangenheit auf, die Euch Dingen nicht zustimmen lasse wollten.
SCHLIESST HIER EURE ELTERN UND ALLE EURE VERWANDTEN MIT EIN,
UND HALTET FEST, ZU WELCHER DIESER UNTERTEILUNGEN SIE GEHÖREN.
Gebt jeder der aufgezählten Personen eine Nummer auf der Tonskala.
Überprüft die Einstellungen eines jeden, quer über die grosse Tabelle.
Was glaubt Ihr, weiche Auswirkungen all diese Haltungen, vergangene und gegenwärtige,
auf Euch haben mögen?

DER DRITTE AKT
Lasst uns mit Hilfe der TABELLE VON EINSTELLUNGEN einen Blick auf Eure gegenwärtige
Umgebung werfen.
Während man sich mit dieser Tabelle beschäftigt, hat man vielleicht begriffen, dass
man selbst nicht ganz an der Spitze gestanden ist.
Man braucht sich keine besonderen Sorgen darüber zu machen, falls man das festgestellt
hat. Anders als manche Medizinmänner in modernem Gewand, macht dieses Buch nicht
den Versuch, einen zu verdammen. Es gab verschiedene Gründe dafür, dass man sich selbst
erlaubt hat, auf dieser Tonskala zu fallen – denn man musste seine Zustimmung geben, bevor
einem irgend etwas Ernstes zustossen konnte -, eine Sache, mit der wir uns unter SELBSTBESTIMMUNG
in einem späteren Abschnitt dieses Bandes beschäftigen werden.
Lasst uns eine Einschätzung dessen vornehmen, wie Ihr die Dinge heute betrachtet.
Schreibt die Antworten nieder. (Zieht die Tabelle zu Rate wegen der Daten, die in jeder Spalte
vorkommen.) VERWENDET DIE WORTE UND FORMULIERUNGEN DER TABELLE
IN EUREN ANTWORTEN. SCHREIBT NACH JEDER ANTWORT DIE DAZUGEHÖRIGE
NUMMER DER TONSKALA AUF.
Was ist Eure häufigste Emotion?
Wie fühlt Ihr Euch in bezug auf das Überleben?
Wie recht habt Ihr mit dem, was Ihr tut?
Weiche Verantwortungen seid Ihr bereit, auf Euch zu nehmen?
Wie fühlt Ihr Euch gegenüber Besitztümern? Habt Ihr das Gefühl, jedermann zu sein?
Denkt Ihr am meisten an die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft?
Welche Wirkung hat Bewegung auf Euch?
Wie geht Ihr mit der Wahrheit um?
Vertraut oder misstraut Ihr anderen?
Wisst Ihr oder seid Ihr im Zweifel?
Möchtet Ihr Dinge verursachen oder möchtet Ihr Wirkung sein?
Was ist Euer „Seinszustand“ (gleich neben der letzten Spalte)?
Kehren wir zurück zum ZWEITEN AKT und werfen wir einen Blick auf die Menschen,
die Ihr aufgezählt habt. Entsprechen irgendwelche Eurer Reaktionen den Reaktionen
dieser Menschen? In anderen Worten: Seid Ihr irgendeinem dieser aufgezählten Menschen
vergleichbar? Ihr solltet imstande sein zu entdecken, dass Ihr in der Gegenwart die vergangenen
Einstellungen anderer aufweist. In der Gegenwart solltet Ihr EUCH SELBST sein. Die
Sätze, die Ihr in diesem DRITTEN AKT aufgezählt habt, beschreiben nicht wirklich Euch.
Sie beschreiben jene Teile von EUCH, die Ihr in der Vergangenheit anderen Menschen übertragen habt.
Ihr tragt weiterhin die Einstellungen anderer- die Einstellungen von Menschen, die für
Euch wahrscheinlich längst zur Vergangenheit geworden sind. Sie sind nicht sehr überlebensförderlich.
Ein kleines Stück oder auch ein grosser Teil von EUCH wird oben im Bereich
zwischen 16.0 und 40,0 der Tabelle beschrieben. Unsere Aufgabe ist es, alles von Euch auf
der Tabelle so hoch wie möglich zu bringen und die Teile von „Euch“, die von Rechts wegen
zu anderen Menschen gehören, hinter uns zu lassen. Menschliche Wesen, die entlang aller
Dynamiken arbeiten, sind eigentlich ziemlich heldenmütige und noble Charaktere. Sie sehen
Grausamkeit oder Leid und -besonders in ihrer Jugend und Kraft – nehmen sie auf sich, um
sie der Welt zu ersparen. Sie sehen irgend jemanden, vielleicht sogar sich selber, eine grausame
Handlung ausführen oder. eine unglückliche Erfahrung machen, und sie bedauern es.
Dann machen sie die Entdeckung, dass sie selbst scheitern können.
Danach machen sie andere für ihre eigene Zwangslage verantwortlich. Es ist ein Zyklus,
in dessen Verlauf man etwas zuerst grossmütig akzeptiert, dann jedoch, um sein eigenes
Dasein zu retten, versucht, es rechtzeitig loszuwerden. Die Jugend steht von Natur aus so
hoch auf der Tabelle, dass sie das Böse der Welt mit offenen Armen empfängt, in dem Bemühen,
eine bessere Welt daraus zu schaffen. Dann stolpert sie unter der Last, findet niemanden,
der sie teilt, und beginnt schliesslich zu kämpfen, um sie abzuwerfen, entweder indem
sie böse ist, oder indem sie krank ist.
Das wird wesentlich klarer werden, bevor wir dieses Kapitel beschliessen. Und Ihr werdet
Euch ein grosses Stück höher auf der Karte befinden. Lasst uns nun Eure Gegenwart untersuchen.
Welche Formulierungen auf der ganzen Tabelle beschreiben am besten die Einstellungen,
die Ihr ganz allgemein dem Leben gegenüber im jetzigen Zeitpunkt habt?
Könnt Ihr Euch einen bestimmten Augenblick zurückrufen, als jemand anderer diese
Formulierung ausgesprochen hat?
Wo wart Ihr zu dieser Zeit?
Im Freien oder unter Dach?
Seid Ihr gestanden oder gesessen?
Könnt Ihr Euch eine frühere Zeit zurückrufen, als Ihr diese Formulierung gehört habt?
Wann habt Ihr selbst diese Formulierung zum ersten Mal ausgesprochen?
Und sagt sie nicht noch einmal zu Euch selbst, denn Ihr übt den stärksten Einfluss über
EUCH aus. Was Ihr zu EUCH sagt, das gilt.
Geht die Liste geradewegs durch und sucht Spalte für Spalte Eure Einstellung gegenüber
der Welt heraus, in der Ihr jetzt lebt.
Schreibt sie in den leeren Raum unten auf dieser Seite. Nun verfolgt jede dieser Formulierungen
zurück zu dem frühesten Zeitpunkt, als Ihr hörtet, wie jemand anderer sie verwendete.
Wenn möglich, findet den exakten Augenblick. Findet ein Visio (einen Anblick in der
Erinnerung) des Menschen, der sie ausspricht. Findet von jeder Formulierung, so viel Ihr
könnt, und den frühesten Zeitpunkt, als sie geäussert wurde. DAFÜR VERWENDET IHR
EURE SCHEIBE. Legt die Scheibe über den Satz, den Ihr aufgeschrieben habt, und ruft Euch
das Ereignis mit der Wahrnehmung davon zurück, die auf der Scheibe verlangt wird – oder
der Emotion, wie es die Scheibe erfordert. Nun könnt Ihr sehen, dass Eure gegenwärtigen
Sorgen zu einem bestimmten Teil die Sorgen und Probleme von jemand anderem in der Vergangenheit sind.
Der Wert vergangener Erfahrungen liegt in der Einschätzung der Zukunft. Vergangene
Erfahrungen sind bei weitem nicht so wertvoll, wie man annehmen könnte. Auf den Wert der
Erfahrungen wird ein enormes Gewicht gelegt. Füllt ein Bewerbungsformular für eine Stellung
aus, und Ihr werdet feststellen, dass die Leute sich am meisten um die Erfahrung sorgen.
Es ist eine Art von Falle, um Menschen zu versklaven, wenn man ihren Erfahrungen solche
Bedeutung beimisst. In Wirklichkeit sind ein klarer schneller Verstand und ein reger Körper
hunderttausend Jahre der „Erfahrung“ hinter irgendeinem staubigen Schreibtisch oder in einer
Ecke wert – und eine Fähigkeit, eine „schnelle Analyse“ einer Sache vorzunehmen, ist so
viel mehr wert als eine Ausbildung – komplett mit hundert brillanten Zensuren – in dieser
Sache, dass man zu der Annahme kommen könnte, die „Erziehung“, wie sie lächerlicherweise
genannt wird, könnte vielleicht überbewertet werden.
Überprüft Eure Geschichte, und Ihr werdet bemerken, dass die Männer, deren Marmorbüsten
die modernen Studiersäle zieren, selbst keine formelle Ausbildung hatten: Bacon,
Spencer, Voltaire usw., die ganze Liste lang; zwei oder drei Ausnahmen bestätigen die Regel.
Nicht einmal ein langes Studium hat so grossen Wert, wie Menschenvielleichtgemgeglaubthätten.
EuerLebenkannvonjedemseinerAugenblicke an frei von aller vergangenen
Erfahrung sein, und Euer Kohlenstoff-Sauerstoff-Motor würde weiterlaufen, und Ihr könntet
alles, was Ihr wissen müsst, innerhalb einiger weniger Monate aufsammeln, Ihr könntet sogar
Euren Namen ändern und trotzdem wunderhübsch existieren. Hättet Ihr letztes Jahr einen
Nobelpreis gewonnen, wäre es hart: Ihr würdet mit aller Kraft versuchen, die Erfahrung zu
behalten und der Gewinner eines Nobelpreises zu sein – statt zu versuchen, morgen enthusiastisch
genug zu sein, um einen weiteren Preis zu gewinnen. Dazu zu kommen, ist das
Spiel. Das Besitzen ist eine Verteidigungshandlung und macht aus Euch eine Kompanie, die
von feindlichem Feuer festgenagelt wird. Es ist also mit der Erfahrung dasselbe wie mit
MEST. Lasst uns daher in die Gegenwart blicken. Und lasst uns offen sein. Was versucht Ihr
in der Gegenwart zu verbergen? Was würde mit Euch geschehen, wenn es entdeckt würde?
Wie viele solche Dinge gibt es in der Gegenwart? Macht Euch nicht die Mühe, sie aufzuzählen.
Wenn andere Menschen diese Dinge herausfänden, würden sie wahrscheinlich mit den
Augen zwinkern, vielleicht würden sie auch über den Zaun hinweg darüber schnattern. Ihr
könntet hinausgeworfen oder geschieden werden. Aber ich verrate Euch ein Geheimnis über
Geheimnisse: Kein einzelner Mensch, dem Ihr diese vertrauliche Mitteilung macht, wird
KEINE ähnliche Liste zu verstecken haben. Sie haben alle masturbiert und hatten heimliche
Affären, und eine Menge von ihnen hatte Geschlechtskrankheiten. Sie haben Geld gestohlen,
und vielleicht hat sogar der eine oder andere von ihnen einen toten kalten Körper in einen
Kanal geworfen. Sie haben gelogen und betrogen und erpresst, und das Lustige daran ist: Nur
jene Leute, die eine lange, lange Liste von Dingen zu verstecken haben, würden auch nur
anfangen, Euch zu rügen.
Und noch etwas. Jeder, der Euch bestraft hat, wird es eines Tages bereuen. Ein Dekan
in einer Hochschule, der gedroht hatte, mich durchfallen zu lassen, weil ich etwas Wahres
schrieb in etwas, das der längste Satz in der englischen Sprache war (500 Wörter ohne Punkt
oder Beistrich) – auf dessen Seele lastete das so sehr, dass er mir Jahre danach, als er sich
schon zurückgezogen hatte und fast tot war, die erstaunlichste Entschuldigung schrieb. Ihr
behandelt Euch selbst in der Gegenwart sehr ähnlich, wie Ihr in der Vergangenheit von anderen
behandelt worden seid. Und Ihr bestraft Euch selbst weit härter, als irgend jemand anderer
Euch jemals bestrafen würde. Der Selbstmörder ist nichts anderes als ein eigener Scharfrichter,
nachdem er von seinem eigenen Gericht schuldig gesprochen worden ist.
Als nächstes: wie sehrund wem gegenüberversucht Ihr RECHT zu haben, angesichts
von allem und jedem, einschliesslich Tatsachen?
Vor welchen Verantwortungen drückt Ihr Euch? Warum?
Was tut Ihr mit Eurem Eigentum? Warum?
Was denkt Ihr von Euch selber? Warum?
Widmet Ihr der Zukunft oder der Vergangenheit Eure intensivsten Gedanken? Warum?
Erschreckt Ihr über Bewegungen? Warum?
Wie nahe bleibt Ihr in der Gegenwart bei der Wahrheit? Warum nicht?
Vertraut Ihr Eurer Umgebung? Warum nicht?
Was WISST Ihr nicht? Warum nicht?
Was versucht Ihr zu verursachen? Warum?
Welcher Wirkung versucht Ihr Euch auszusetzen? Warum?
Wen versucht Ihr in der Gegenwart verantwortlich zu machen? Warum?
Wofür macht Ihr Euch selbst gegenwärtig verantwortlich? Warum?
Liebt Ihr Eure Arbeit? Warum?
Ist Euer Geschlechtsleben zufriedenstellend? Warum?
Was bedroht Eure gegenwärtige Sicherheit? Warum?
Selbstvertrauen ist die einzige Sicherheit. Eure Fähigkeit ist Eure Sicherheit. Es gibt
keine Sicherheit ausser Euch. Lasst uns das Bestmögliche aus Euch machen. Wir wissen, wie.
Beinahe alle Dinge, an die Ihr während der obigen Liste gedacht habt, können durch Eure
eigenen Handlungen behoben werden, ohne dass Ihr irgend etwas oder irgendjemanden auch
nur für einen Augenblick um Erlaubnis fragt. Ihr wisst das von Natur aus- in Eurem tiefsten
Inneren. Eigentlich seid Ihr ein Riese, der mit Baumwollzwirn gefesselt ist. Ihr habt die Knoten
geknüpft und den Faden beschafft und gesagt, wo Ihr liegen wollt. Die einzige Schwierigkeit,
die Ihr im Prozessing vielleicht haben könnt, ist, dass Ihr es aus einem seltsamen,
aber entdeckbaren Grund ablehnt, mit der Sorge um andere etwas zu tun zu haben, dass Ihr es
ablehnt, diese schwachen Fesseln zu sprengen und aufzustehen.
Zum Glück bietet einem dieser Band mehr als eine solche Eingebung an.
AberdiezugrundeliegendetrockeneWahrheitist,dasslhreinwichtigerundnotwendiger Teil
dieser Welt seid. Und alles, was mit Euch nicht stimmt, habt Ihr selbst angenommen, in einem
Versuch, zu sein, was als „menschlich“ gilt.

DER VIERTE AKT
Ihr werdet am Rand der TABELLE VON EINSTELLUNGEN bemerken, dass der Bereich
zwischen 0,0 und 1.5 als schwer aberriert betrachtet wird, und dass der Bereich zwischen
1.5 und 2.8 als neurotisch betrachtet wird.
Der Bereich zwischen 2.8 und 10,0 wird als akzeptabel angesehen.
Als diese Zahlen zum ersten Mal kalkuliert wurden, nahm man an, dass der Normalbereich
um 2.8 liegt. Das ist nicht richtig. Das ist grosszügig über jede Grosszügigkeit hinaus.
Der Normalbereich liegt weit darunter – laut den Daten, die sich seit den ersten Berechnungen
angesammelt haben. Der Grund dafür scheint in zwei verschiedenen Dingen zu liegen.
Das erste ist die Umwelt, das zweite ist die Ausbildung. Ausbildung, die in der üblichen
Schule und Hochschule lang genug fortgesetzt wird, drückt das Individuum nieder in die Gegend
von 0.8 oder Apathie. Der Mensch, der „ausgebildet“ wird, wird Tag für Tag bewegungsunfähig
und zur Wirkung von Ausbildern gemacht.
Schöpferisches Denken wird ihm versagt. Er wird gewohnheitsmässig zur „Wirkung“
und hört auf, etwas zu verursachen. Er beginnt, automatisch zu reagieren, entsprechend einem
Muster von Verhaltensweisen, das ihm vom Elternhaus und vom Schulsystem eingeprägt
wird. Das ist der Hauptgrund dafür, dass eine moderne Hochschule, obwohl sie modern
ist, einen Künstler aus einem künstlerischen Fach hinauswerfen muss. Ein Künstler muss ein
Ursachepunkt sein und ein Ursachepunkt bleiben. Als Hauptfach Schreiben zu belegen, ist
zum Beispiel ein sicherer Weg dazu, ein Verleger zu werden, oder, noch schlimmer, ein Kritiker
– statt ein Schriftsteller. Alle Verleger und Kritiker sind gescheiterte Schriftsteller –
sagen die Schriftsteller. Es gibt auch Hauptfächer für die meisten Kunstrichtungen, mit wundervollen
Graden. Die Schriftsteller haben schon früh revoltiert. Das ist keine Kritik an moderner
Ausbildung oder modernen Ausbildnern, es ist ein kleiner Wegweiser, der auf den
Ursprung niedriger Tonstufen deutet.
Ausbildung wird auch im Elternhaus durchgeführt. Die Ebene dieser Ausbildung ist die
Ebene des Elternhauses. Das Ziel der meisten Eltern ist Gehorsam. Gehorsam ist Apathie.
Die meisten BÖSEN Kinder werden gut in dem Augenblick, wo man sie die Tonskala hinaufgehen
lässt. Die Gesellschaft im allgemeinen kann heutzutage beurteilt werden, indem
man einen Blick auf die Titelseiten der Zeitungen wirft. Die Öffentlichkeit kauft jene Nachrichten,
die sie haben will. Die Zeitungen, die in unseren Tagen eine erweiterte Form der alten
Haus-zu-Haus-Werbezettel darstellen, drucken Nachrichten, damit Zeitungen verkauft
werden. Die übliche Titelseite bewegt sich heute in einem Tonstufenbereich von 1.5 bis hinunter
zu 0. 1. Ein Mensch könnte heute etwas erfinden, das alle die verhungernden Menschen
in der Welt mit Leichtigkeit ernähren könnte – und würde damit eine zwei Zentimeter hohe
Kurzmeldung in der Nähe der Todesanzeigen bekommen. Die blutgetränkten und schmutzigen
Titelseiten der Zeitungen der Welt sagen einem, dass der Mensch ziemlich tief gesunken
ist. Seine Zeitung ist das moderne amerikanische Gegenstück zum Römischen Zirkus; seine
Regierung wird zu seinem „Brot“. Offen gesagt – der normale Mensch ist ein sehr kranker Mensch.
Es gibt drei Formen von brauchbarer Therapie. Die erste ist Prozessing, die zweite ist
Ausbildung, die dritte ist Umwelt. Die ersten beiden finden wir in dieser neuen Wissenschaft.
Die dritte muss manchmal verändert werden, denn ein Preclear kann sich in einer so
ausnehmend schmerzhaften Umgebung aufhalten, dass seine Gewinne im Prozessing während
seines Kampfes gegen die Umwelt verlorengehen. Sehr schnelles Prozessing ist eine
Antwort auf das Problem der Umwelt. Es sind Fälle von Ehefrauen bekanntgeworden, die
ihre Männer praktisch ermordeten, wenn sie es wagten, durch Prozessing aus ihrer Apathie
hochzukommen. Apathie ist ein sehrgefügiger, gehorsamer Zustand des Nicht-Seins – wenn
man krank ist. Es sind auch Fälle von Ehemännern bekanntgeworden, die ähnlich reagierten,
wenn ihre Ehefrauen versuchten, gesund zu werden. Und in der Vergangenheit sind manche
geistige Praktikerverrückt geworden vor Wut, wenn es einem ihrer Patienten durch Prozessing
gut zu gehen begann. Der Hauptunterschied zwischen den schwer aberrierten, den neurotischen
und den „akzeptablen“ Bereichen hat mit ZEIT zu tun. Der schwer Aberrierte widmet
seine Aufmerksamkeit hauptsächlich der Vergangenheit. Der Neurotiker widmet seine
Aufmerksamkeit hauptsächlich der unmittelbaren Gegenwart. Der Akzeptable widmet seine
Aufmerksamkeit der Zukunft.
Indem man die Aufmerksamkeit in die Gegenwart zwingt (anheben der Notwendigkeitsstufe11,
kann man einen schwer aberrierten Menschen auf eine neurotische Stufe heben.
Die AA’s12 tun das mit Alkoholikern, indem sie sie davon überzeugen, dass sie nur für die
Gegenwart leben.
Der Alkoholiker versucht natürlich immer noch, die Vergangenheit zu entwirren – mit
einem Tröster, der als Alkohol bekannt ist; genauso wie der Drogensüchtige die Qualen von
gestern durch ein Betäubungsmittel ausschaltet.
Wie auch immer, fast jeder widmet der Vergangenheit mehr Aufmerksamkeit als nötig,
hält damit sein Leben in der Gegenwart zurück und behindert seine Planung für die Zukunft.
Der Fall auf 1.5 zum Beispiel hält es für geschmacklos, enthusiastisch über die Zukunft zu
sein. „Hoffen wir nicht zu viel.“ Für den Fall auf 0.5 sind sowohl die Gegenwart als auch die
Zukunft etwas Unvorstellbares.
Aufmerksamkeit ist insofern eine bemerkenswerte Sache, als sie den optimalen Spielraum
haben muss, damit ein Mensch glücklich sein kann.
Wenn die Aufmerksamkeit zu sehr auf ein Ding fixiert ist, dann neigt sie dazu, fixiert
zu bleiben, wenn dieses Ding eine Bedrohung für das Überleben darstellt. Wenn eine Bedrohung
für das Überleben als anwesend empfunden wird, aber nicht lokalisiert werden kann,
dann pendelt die Aufmerksamkeit endlos hin und her, ohne sich festzulegen.
Das ist die „Angst vor dem Unbekannten“. Fixierte und unfixierte Aufmerksamkeit,
wenn man sie gefährlichen Problemen widmet, neigt dazu, so zu bleiben, wie sie war, wenn
das Problem nicht gelöst wird.
Es ist die Hauptaufgabe des menschlichen Verstandes, durch seine Arbeit Probleme
aufzustellen und zu lösen, die er als zusammenhängend mit dem Überleben entlang irgendeiner
der Dynamiken erkennt. Ein Problem ist gelöst, wenn es mit JA oder NEIN beantwortet
ist. Ein Problem wie SOLL ICH GEHEN? muss mit JA oder NEIN beantwortet werden,
wenn der Verstand es als Entscheidung einordnen soll. Wenn es als VIELLEICHT andauert,
dann bleibt das Problem im Computer und beeinflusst die nächsten Lösungen. Habt Ihr je
einen Menschen gekannt, der grosse Schwierigkeiten damit hatte, Entscheidungen zu treffen?
Könnt Ihr Euch einen speziellen Zeitpunkt zurückrufen? Nun, irgendwo in der Vergangenheit
dieses Menschen gab es ein Problem, das nicht mit JA oder NEIN beantwortet wurde, sondern
nur mit Vielleicht.
Eine sehr „ernste“ Form eines Problems entsteht mit WAR ES MEINE SCHULD?
Wenn dieses Problem bei VIELLEICHT landet, dann neigt der Computer dazu, zu streiken.
(Die Antwort ist übrigens, dass nichts die Schuld von irgend jemandem ist.) Probleme bleiben
aus zwei Gründen ungelöst: der erste ist das Fehlen von Daten; der zweite besteht in einem
früheren ungelösten Problem in derselben Sache. Man muss Daten bewerten, um Probleme
zu lösen. Wenn jemand seine Aufmerksamkeit auf etwas Gefährliches richtet, dann wird
er die Daten wahrscheinlich überbewerten. Wenn jemand nicht dazu fähig ist, seine Aufmerksamkeit
auf etwas zu richten, dann liegt es daran, dass er keine Daten finden kann, um
sie zu bewerten. Das wird Euch klarer werden, wenn Ihr die folgende Übung beendet habt.
Verwendet Euren Bleistift.
ZÄHLT FÜNF PROBLEME MIT MENSCHEN, GEGENSTÄNDEN ODER UMSTÄNDEN
AUF, DIE IHR IN DER GEGENWART NICHT LÖST.
1.
2.
3.
4.
5.
NUN ZÄHLT AUF, WAS IHR GERNE ÜBER JEDES DER OBIGEN PROBLEME
WISSEN MÖCHTET (DIE FEHLENDEN DATEN, DIE IHR GERNE HÄTTET).
1.
2.
3.
4.
5.
NUN ZÄHLT AUF, WIE WICHTIG IHR DIESE PROBLEME TATSÄCHLICH FINDET,
ODER OB SIE NUN GELÖST SIND ODER NICHT.
1.
2.
3.
4.
5.
WENN IRGENDWELCHE DER FÜNF PROBLEME UNGELÖST BLEIBEN, DANN
ZÄHLT AUF, WAS IHR TUN MÜSSTET, UM SIE ZU LÖSEN.
1.
2.
3.
4.
5.
Nun lasst uns einen Blick auf die Vergangenheit werfen. Hier gibt es zweifellos verschiedene
Probleme, von denen Ihr fühlt, dass Ihr sie nicht gelöst habt.
ZÄHLT FÜNF PROBLEME MIT MENSCHEN, GEGENSTÄNDEN ODER UMSTÄNDEN
AUF, VON DENEN IHR FÜHLT, DASS IHR SIE IN DER VERGANGENHEIT
NICHT GELÖST HABT.
1.
2.
3.
4.
5.
NUN ZÄHLT AUF, WAS IHR GERNE OBER JEDES DER OBIGEN PROBLEME
GEWUSST HÄTTET.
1.
2.
3.
4.
5.
NUN SCHREIBT NIEDER, WIE WICHTIG DIESE PROBLEME FUR EURE GEGENWÄRTIGEN
UMSTÄNDE TATSÄCHLICH SIND.
1.
3.
2.
4.
5.
WENN IRGENDWELCHE DER OBIGEN PROBLEME EUCH IMMER NOCH BESCHÄFTIGEN,
WAS MÜSSTET IHR TUN ODER WISSEN, UM SIE ZU LOSEN?
1.
2.
3.
4.
5.
Lasst uns nun einen Blick auf die Probleme der Zukunft werfen.
ZÄHLT FÜNF PROBLEME MIT MENSCHEN ODER GEGENSTÄNDEN ODER
UMSTÄNDEN AUF, VON DENEN IHR DENKT, DASS IHR SIE IN DER ZUKUNFT
LÖSEN MÜSSEN WERDET.
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NUNZÄHLTAUF,WASIHRJETZTTUNMÜSSENWERDET,UMDIESEPROBLEME
IN DER ZUKUNFT ZU LÖSEN.
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NUN SCHREIBT NIEDER, WIE LEBENSWICHTIG DIESE PROBLEME FÜR EURE
EXISTENZ WERDEN KÖNNEN.
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WENN IRGENDWELCHE DER OBIGEN PROBLEME EUCH SORGEN MACHEN,
DANN LIEGT ES DARAN, DASS IHR UBER EURE VORGANGSWEISE KEINE ENTSCHEIDUNG
GETROFFEN HABT. VERSUCHT, EURE VORGANGSWEISE NIEDERZUSCHREIBEN,
WIE SIE VORAUSSICHTLICH SEIN WIRD.
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In diesem selben Akt sollten wir auch Ziele aufgreifen. Irgendein Dichter hat einmal
gesagt, dass die Träume eines Menschen wichtig seien, und dass der Mensch tot sei, wenn
der letzte seiner Träume gestorben sei. Er wusste nichts über diese neue Wissenschaft. Träume,
Ziele, Ambitionen – sie sind der Stoff, den der Mensch als Treibstoff verwendet. ÜBERLEBEN
ist nichts als das Bestreben, Aktion zu erreichen. Es gibt das grosse Ziel allen Überlebens.
Es gibt das kleine Ziel einer guten Aktion. ÜBERLEBEN, Aktion und Ziele sind voneinander
untrennbar.
Glück könnte man definieren als die Emotion des Fortschreitens in Richtung auf erstrebenswerte
Ziele. Es gibt einen Augenblick der Betrachtung des letzten Zieles, in dem man
befriedigt ist. Aber die Befriedigung wird augenblicklich zu Langeweile, wenn keine neuen
Ziele in Sicht kommen. Es gibt kein unglücklicheres Wesen als einen Menschen, der alle
Ziele in seinem Leben erreicht hat. Gibbon13 zum Beispiel starb unmittelbar nach der Beendigung
seines grossen Werkes. Es ist zweifelhaft, ob Menschen sterben, wenn sie grosse Ziele
vor sich sehen, ausser vielleicht in der gewaltsamen Aktion irgendwelcher versuchter Fortschritte.
Es ist zweifelhaft, ob es mehr braucht als einen leichten Schlag mit einer Feder, um
jemanden umzubringen, der keine Ziele hat. Ein philippinischer Freischärler von 1901, der
um seine Unabhängigkeit kämpfte, bewältigte eine Entfernung von 75 Metern und tötete seinen
Gegner, NACHDEM dieser ihm ein Krag-Jorgenson-Geschoss durch das Herz geschossen
hatte. Ein Neurotiker ohne Ziele liest ein paar harmlose Bakterien auf, niest einmal kurz
und stirbt. Oder er niest und stirbt, ohne dass ihm Bakterien auch nur in die Nähe gekommen sind.
Menschen beginnen immer mit Zielen. Sie scheitern oft. Wenn sie oft genug versagt
haben, dann hören sie auf, über die Zukunft nachzudenken, und beginnen, sich Sorgen um die
Gegenwart zu machen.
Wenn die Gegenwart ihnen ein paar Niederlagen beibringt, dann fangen sie an, sich
über die Vergangenheit Sorgen zu machen. Sie geraten „aus der Gegenwart“. Wenn man einfach
durch eine Irrenanstalt gehen und jedem Insassen sagen würde: „Komm in die Gegenwart!“
– dann würde ein kleiner Prozentsatz augenblicklich geistig gesund werden und bleiben.
Die Anweisung würde ihre Aufmerksamkeit von einem vergangenen
Vielleicht lösen oder sie auf die Gegenwart richten. Es ist versucht worden und hat
funktioniert.
Ihr seid besser dran; lasst uns Eure Ziele und Ängste untersuchen.
ZÄHLT IN DIESER SPALTE FÜNF ZIELE AUF, DIE IHR IN DER VERGANGENHEIT
HATTET.
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ZÄHLT IN DIESER SPALTE AUF, WAS MIT DEN FÜNF ZIELEN IN DER VERGANGENHEIT
GESCHAH.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ÄNGSTE AUF, DIE IHR IN DER VERGANGENHEIT
HATTET.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR AUF, WAS MIT DEN FÜNF ÄNGSTEN IN DER
VERGANGENHEIT GESCHAH.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ZIELE AUF, DIE JETZT IN EURER GEGENWART
HÄTTEN ERREICHT WERDEN SOLLEN.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ZIELE AUF, DIE IHR GERNE IN DER
ZUKUNFT ANSTREBEN MÖCHTET.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ÄNGSTE AUF, DIE IHR IN EURER GEGENWART
HABT.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ÄNGSTE AUF, BEI DENEN IHR DAMIT
RECHNET, IHNEN IN DER ZUKUNFT ZU BEGEGNEN.
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Nun geht zurück, geht Eure Listen durch und seht nach, ob Ihr für jeden Punkt in den
Spalten mit den Zielen eine Person in Eurer Vergangenheit oder Gegenwart findet, die diese
Ziele vielleicht hat oder die sie vielleicht gehabt hat. Irgendeine andere Person als Ihr selbst.
Nun geht die Spalten mit den vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ängsten durch
und seht, ob Ihr eine Person in Eurer Vergangenheit finden könnt, die diese Ängste vielleicht
gehabt hat. Eine andere Person als Ihr selbst. Wenn Ihr diese Menschen oder diesen Menschen
niedergeschrieben habt, beantwortet die folgende Frage: IST DIESER MENSCH TOT?
SIND DIESE MENSCHEN TOT? SIND SIE GESCHEITERT? Ihr solltet in der Lage sein,
Eure eigenen Ziele von den „Zielen toter Männer“ zu trennen. Und Ihr solltet in der Lage
sein, Eure eigenen Ängste von den „Ängsten toter Männer“ zu trennen. Es ist eine „sehr seltsame
Sache“, dass Ihr möglicherweise nach einer Fortsetzung und einem Begreifen des Lebens
von Menschen sucht, die in dieser präzisen Identität nicht länger unter uns sind. Aus
Edelmut und Kummer heraus nimmt man die Lasten jener auf sich, die ihre Last niedergelegt haben.
Das beinhaltet Lieblingstiere. Es ist vielleicht ein toter Mensch oder ein halbes Dutzend.
Ein totes Schosstier oder zwei oder drei. Zählt kurz die Ziele jedes toten Menschen auf,
den Ihr geliebt habt.
Dann zählt kurz die Ziele eines jeden Lieblingstiers auf. Ihr habt vielleicht geweint,
während Ihr das getan habt. Wenn es so ist, dann kommt jetzt in die Gegenwart. Nun ruft
Euch das letzte angenehme Erlebnis, das Ihr hattet, mit seinen vollen Details zurück.
Seid sehr exakt, wenn Ihr versucht, dieses angenehme Erlebnis wiederzuerleben. Besser?
Lasst uns nun versuchen, ob Ihr das Folgende für jeden Menschen und jedes Tier zurückrufen
könnt, die Ihr aufgezählt habt.
1. Den genauen Augenblick, als Ihr zuerst feststelltet, dass Ihr Zuneigung für sie empfandet.
Jeden Augenblick, in dem Ihr feststelltet, dass Ihr Zuneigung für sie empfanden.
2. Jeden Augenblick, in dem Ihr feststelltet, dass Ihr ihnen ähnlich wart. Den ersten
Augenblick, in dem Ihr feststelltet, dass Ihr ihnen ähnlich wart.
3. Jeden Zeitpunkt, in dem Ihr etwas bereutet, das Ihr ihnen angetan habt. Den ersten
Zeitpunkt, als Ihr etwas bereutet, das Ihr ihnen angetan habt.
4. Jeden Zeitpunkt, als Ihr Mitleid für sie empfandet. Den ersten Zeitpunkt, als Ihr Mitleid
für sie empfandet. Macht das für jede Person, die Ihr aufgezählt habt, und für jedes Tier,
das Ihr aufgezählt habt. Nun führt denselben Prozess abermals durch, selbst wenn Ihr dabei
auf die gleichen Erlebnisse stosst.
Führt denselben Prozess für jede Person ein drittes Mal durch.
Führt denselben Prozess für jede Person ein viertes Mal durch.
Führt denselben Prozess für jede Person ein fünftes Mal durch.
Führt denselben Prozess für jede Person ein sechstes Mal durch.
Führt denselben Prozess für jede Person ein siebentes Mal durch.
Nun denkt die ganze Arbeit, die Ihr in diesem Akt geleistet habt, noch einmal durch.
Tut das nochmals. Erklärt sie für beendet.

DER FÜNFTE AKT
Körperliche Leiden
(Wenn Ihr festgestellt habt, dass dieses Prozessing bis jetzt ein wenig anstrengend für
Euch ist, dann empfiehlt es sich, dass Ihr Euch selber etwas „Validation MEST Prozessing“
gebt. Dieses Prozessing wird in einem anderen Buch beschrieben.
Doch wenn Ihr noch nicht ganz am Zusammenklappen seid, macht weiter.
Von hier an wird es einfacher!)
Bis jetzt haben wir uns in der Hauptsache mit Prozessen des Denkens beschäftigt. Nun
wird es Zeit, dass wir uns körperlichen Funktionen und Fehlfunktionen zuwenden. Es gab
einmal eine Zeit, als das eine ziemlich ernsthafte Angelegenheit war. Vor 200 Jahren musste
ein Doktor der Medizin dazu imstande sein, die Knochen des menschlichen Körpers nur
durch Berührung zu erkennen – mit verbundenen Augen.
Einige Zeit später gab es die faszinierendsten Theorien über die Funktionsweise des
Körpers. Ein Arzt zapfte einem einen halben oder einen ganzen Liter Blut ab, und das kurierte
alles – sogar das Leben.
Noch vor kurzem brauchten Drüsenspezialisten mehrere Jahre des Studiums, um auf
eine Methode der Drüsenbehandlung zu stossen, die gelegentlich funktionierte. Aber während
dieser ganzen Zeit gab es keine wirksame Methode, die Körperfunktionen zu behandeln.
Hie und da liessen ein paar Symptome nach; das erhielt der Medizin ihre Beschäftigung und
ihr Einkommen. Man begann seine Zuflucht zu operativen Eingriffen zu nehmen. Das war
eine energische, aber erfolglose Vergeltungsmassnahme dafür, dass man unfähig war, körperliche
Krankheiten zu heilen. Die Hauptursache dafür, dass diese neue Wissenschaft eine so
schwere Zeit hatte, mit ihrer Wirksamkeit in das Gebiet der Medizin vorzustossen, war eine
Tradition, aufgebaut auf Tausenden von Jahren der Erfahrung, dass exakt überhaupt nichts
für den menschlichen Körper getan werden konnte – ausser vielleicht Fremdkörper daraus zu
entfernen, ihn zuzunähen, wenn er aufgeschlitzt war, und einen Knochen zu schienen, wenn
er gebrochen war. Die Unverwüstlichkeit des Körpers selbst war verantwortlich für die Heilungen.
„Magische Drogen“ wie Penicillin sind von der Fähigkeit des Körpers abhängig,
nicht von der Fähigkeit der Droge. Mit so einer gewaltigen Vergangenheit an Misserfolgen
befand sich die Welt in Apathie, was den Körper betraf. Er wurde geboren, er wuchs heran,
er starb. Chirurgie und Medikamente konnten den Gang der Zeit für einen kurzen Augenblick
aufhalten. Aber das war auch schon alles. Dieser dramatische Kampf um Wissen über den
menschlichen Körper war ein Kampf gegen die Zeit. Die Sense der Zeit in den Händen jenes
unerbittlichen Herrn, des Todes, gewann jeden Wettstreit. Hie und da erschien ein Mystiker
in der Welt. Er legte den Kranken die Hände auf, und die Blinden, die Lahmen und die Verkrüppelten
lebten noch einmal auf. Dann verschwand der Mystiker, der Meister, der Eingeweihte
– und der Mensch quälte sich weiter herum. Er verehrte ihre Reliquien, aber die Wunder
wiederholten sich selten. Dass der Glaube oder das Denken in den Händen eines Eingeweihten
oder eines Meisters so erstaunliche Dinge vollbringen konnte, erweckte in Männern
wie Freud den heftigen Wunsch, die Krankheiten des menschlichen Körpers zu heilen, indem
man die Krankheiten des Geistes heilte. Die Ärzteschaft seiner Zeit ächtete Freud. Heutzutage
sprechen die Psychoanalytiker und die Psychologen mit Geringschätzung von Freud –
vielleicht schulden sie ihm zu viel.
Doch Freud ist der grosse alte Mann der psychosomatischen Heilung. Er machte die
Idee populär, dass etwas gegen menschliches Unglück getan werden kann, indem man den
Verstand behandelt, und dass man menschliche Krankheiten vielleicht in den Griff bekommen
kann, indem man das „Ich“, das „Es“ und die anderen geistigen Entitäten in den Griff
bekommt, von denen Freud dachte, sie entdeckt zu haben. Freud hatte viele Schüler – Jung,
Adler und andere -, die zu dem Schluss kamen, dass nur sie selbst Licht sehen konnten. So
segelten sie hinweg in immer grössere Unglaubhaftigkeit.
Es scheint heute erwiesen, dass von all diesen Leuten Freud selbst der einzige war, der
wenigstens den Beginn der geraden und schmalen Strasse zur vollständigen körperlichen
Rehabilitierung des Körpers durch den menschlichen Geist gefunden hat.
In meiner Jugend studierte ich Freud aus zweiter Hand. Sein brillanter Schüler, der verstorbene
Commander Thompson der U.S. Navy, hatte Freud und Wien gerade verlassen, als
er es für richtig hielt, einen jungen Geist mit der Idee zu blenden, dass das Rätsel des Denkens
vielleicht gelöst werden könnte. Die psychoanalytische und psychiatrische Welt, die
Freud aus zehnter Hand studierte, durch seine Bücher und durch das, was Leute dachten, dass
Leute darüber gesagt hätten, was Freud gesagt hatte, hatte sich von Freud bereits säuberlich
getrennt, Jahre bevor ich auch nur an eine Universität kam. Freud wurde in keinem College
studiert. Freud wurde nicht gelehrt. Die professionellen Klüngel hatten ihn verlassen. In der
Zwischenzeit war eine neue Sache in der Weit aufgetaucht. Heute heisst sie Kernphysik –
damals nannten sie sie „atomare und molekulare Phänomene“. Man hatte noch keine Atome
erfolgreich gespalten, aber von Newton über Halley bis Einstein hatten die Menschen das
physikalische Universum studiert und hatten nun die Gebiete von Materie, Energie, Raum
und Zeit in Formeln zusammengefasst. Hier war ein neues Wissensgebiet. Es war so neu,
dass jene von uns, die es studierten, als die „Buck Rogers Boys“ bekannt waren – eine Comic-
Figur dieser Zeit, die zum Mars oder zur Venus reiste und dort unerhörte Abenteuer erlebte.
Wir experimentierten mit Raketen und dem Doppler-Effekt und hatten es später
schwer, Beschäftigung zu finden, ausser als konventionelle Ingenieure. Obwohl es der Wille
meines guten Vaters war, dass ich einer dieser konventionellen Ingenieure würde, fand ich,
dass angesichts all dieses neuen Wissens Obergangslösungen stumpfsinnig seien. Um meine
Studien in diesem Bereich weiterzuführen, musste ich für jede Zeitschrift schreiben, die etwas
kaufte. Viele von uns waren in den 30er-Jahren allen Ernstes „Buck Rogers Boys“. Wir
schrieben „Science-fiction“ für ein wachsendes Fanpublikum. Dann kam Hiroshima, und
„Buck Rogers Boys“ begannen für die Regierungen der Weit so wichtig zu werden, dass sie
beinahe zu Gefangenen wurden. Ich entkam den Stellungen, die Russland und die Vereinigten
Staaten mir angeboten hatten, und setzte nun meine Arbeit in dem Bereich fort, wo ich
begonnen hatte – dem menschlichen Geist -, und zwar vom Gesichtspunkt der Mathematik
und der Kernphysik aus. Selbst im Jahr 1950 musste ich immer noch schnell sein, um mich
von den Forschungslaboratorien der US-Regierung fernzuhalten.
Der Höhepunkt der Forschung in jener Richtung, die als diese neue Wissenschaft allgemein
bekannt ist, korrekter aber als „Tologie“, muss erst noch erreicht werden. Aber
im Jahr 1948 wurde eine These niedergeschrieben und der medizinischen Fachwelt unterbreitet.
Diese These demonstrierte jene Durchführbarkeit des Linderns von körperlichen Krankheiten
durch das Ansprechen geistiger Probleme. Ganz ähnlich wie im Fall Freuds, des grossen
alten Mannes der geistigen Technologie, setzte die medizinische Fachwelt zunächst alles
daran, die Arbeit zu ignorieren, und stürzte sich danach auf die Presse, um sie zugrunde zu
richten. Doch die neue Wissenschaft hatte Fuss gefasst.
Zehntausende von Menschen arbeiteten darin. Millionen wussten davon.
Freuds Versuch, sein Wissen auf die medizinischen Vorstellungen vom menschlichen
Körper anzuwenden, beruhte auf einem Fundament von Tausenden von Jahren der Anhäufung
von Rätseln über den Verstand. Er hatte daher nicht zu besonders aufsehenerregenden
Resultaten geführt.
Aber dieses selbe Hintergrundwissen, gefiltert durch das, was inzwischen über das physikalische
Universum bekannt war, wie in der Kernphysik, brachte eine Einheitlichkeit der
Resultate hervor, die sich mit der Technik vergleichen liess.
Die zufälligen und spektakulären Effekte der Meister im Vollbringen von Wundern
konnten nach Belieben reproduziert werden. Denn wo es eine zufällige Leistung gibt, dort
existieren laut den Theorien der Technik Naturgesetze, die die Zufälligkeit in vorhersagbare
Resultate verwandeln können.
Neue Prinzipien der Mathematik mussten entdeckt werden, um es zu ermöglichen, den
Verstand anzusprechen und den Körper dadurch von körperlichen Leiden zu befreien. Eines
der Prinzipien besagt, dass Null und Unendlich gleich sind. Zum ersten Mal mussten die Eigenschaften
eines echten Statik beschrieben werden. Die Mathematik selbst musste definiert
werden. Eigenschaften und Charakter der Zeit mussten untersucht und die Definitionen verbessert
werden. All das hat mich ungefähr 20 Jahre gekostet. Die Resultate sind inzwischen
so leistungsfähig geworden, dass man geistige Aberrationen und psychosomatische Krankheiten
jedes Jahr mit wachsender Verlässlichkeit behandeln kann. Zur Zeit ist die Frage offen,
ob es überhaupt Fälle gibt, die sich durch die Prozesse dieser neuen Wissenschaft nicht
lösen lassen, obwohl sie noch lebendig genug und auch körperlich komplett genug sind, um
durch einen Auditor in Kommunikation gebracht zu werden.
Einer der am höchsten respektierten Kommentatoren weltweiter Angelegenheiten hat
mir ein grosses Kompliment gemacht. Ersagte, dass diese Entwicklungen in der Zukunft
wahrscheinlich als der bedeutendste Fortschritt dieses Jahrhunderts angesehen werden würden.
Ein anderer hat gesagt, dass sie zu den drei wichtigsten Entdeckungen des Menschen
gehören. Wie sich das auch verhalten mag, ein guter Auditor kann nun Wunder wirken mit
der beinahe handwerklichen Präzision eines Ingenieurs, der eine Brücke baut. Viele Menschen
sind heute am Leben, die ohne diese neue Wissenschaft nicht am Leben wären. Es gibt
Kinder und alte Menschen, die ohne diese neue Wissenschaft nicht gehen könnten. Wenn
Freud, der grosse alte Mann, heute noch am Leben wäre, würde er wahrscheinlich vor Begeisterung
zerspringen. Er war unter den ersten, die daran glaubten, dass man es mit vollkommener Präzision erreichen könnte.
Ich habe Euch diesen kurzen geschichtlichen Oberblick
gegeben, damit Ihr einen Begriff davon habt, was Euch zustossen kann. Ihr seid nicht
der erste. Zwischen Euch und dem ersten Fall liegen ungefähr hunderttausend Fälle, denn
obwohl diese neue Wissenschaft vor weniger als zwei Jahren in der Öffentlichkeit debütiert
hat, verwenden sie bereits mehr Menschen, als in der Psychologie, Psychoanalyse und Psychiatrie
zusammen behandelt werden.
Sie wirkt sogar bei mir- sie hat mich meinen Ruhestand in der Navy als dienstuntauglicher
Offizier des Zweiten Weltkrieges gekostet – denn nach dem Prozessing war ich nicht
länger dienstuntauglich. Eine weitere Verantwortung liegt für mich in meiner eigenen gedankenlosen
Haltung gegenüber dieser neuen Wissenschaft. Denn vor einigen Jahren habe ich
die Fähigkeiten des durchschnittlichen Auditors nicht richtig eingeschätzt. So habe ich den
Gegenstand in meinem ersten Buch zu stark verkauft, denn ich hatte es nur auf meiner eigenen
Fähigkeit aufgebaut, die Techniken einzusetzen. Es erforderte eineinhalb Jahre, diese
Techniken bis zu einem Punkt zu verfeinern, wo sie auch der durchschnittliche Auditor einsetzen
konnte. Dieser vorliegende Band ist übrigens ein Garant dafür, dass es ihm gelingt.
Euer Körper besteht aus zwei Komponenten, die dennoch eine Einheit bilden. Ohne
durch das Leben beseelt zu sein, seid Ihr nur so und so viel physikalisches Universum – Atome,
Moleküle in Raum und Zeit, komplizierte Verbindungen und so weiter. Dieser Teil von
Euch ist MEST. Der andere Teil von Euch ist das, was wir das „Statik des Lebens“ nennen,
das Denken, die Seele, ein wichtiger Bestandteil von Euch, der dieses MEST – den Körper –
belebt. Trennt Ihr Euch vom Statik, und Ihr seid nicht länger ein belebter Organismus. Für
diese MEST-Stücke, die nicht mehr vom Statik beseelt sind, veranstaltet man Begräbnisprozessionen.
Dieser MEST-Anteil von Euch ist ein Kohlenstoff-Sauerstoff-Motor. Er hört auf,
ein Motor zu sein, wenn er nicht länger als Motor funktionieren kann, wenn er zerstört wird
oder zugrunde geht. Wenn das geschieht, dann könnte man sagen, dass die belebende Kraft,
das Statik, seine Unterstützung entzieht. Dann wird der Körper zu so und so viel physikalischem
Universum – 97 Cent wert, nach einer alten Aufstellung der Preise für die Chemikalien.
Ihr als persönliche Identität seid die Summe all Eurer Erfahrungen PLUS einer Entscheidung
zu SEIN, die am Beginn steht, und fallweisen Entscheidungen, NICHT ZU SEIN.
IHR als eine Identität oder Persönlichkeit oder ein Individuum sterbt nicht. IHR und der
MEST-Körper „trennt Euch“, und der MEST-Körper bekommt sein Begräbnis. IHR verbindet
Euch daraufhin mit der Protoplasma-Linie mit Eurem genetischen Bauplan -den Konstruktionsunterlagen
eines neuen Körpers in der herkömmlichen Weise von Empfängnis, Geburt
und Wachstum. Ihr seid von einigen Fähigkeiten abhängig, die dem Protoplasma eigen
sind, aber Ihr als Erfahrung und Identität dirigiert diese Fähigkeit des Protoplasma und modifiziert
sie. Es gibt also eine Familienlinie von Generation zu Generation, modifiziert durch
EUCH als Erfahrung. IHR seid nicht notwendigerweise Teil dieser Familienlinie. Jedes Kind
zum Beispiel misstraut seiner Identität als Familienmitglied. Und es gibt zahlreiche dokumentierte
Fälle, wo ein Kind bis zum Alter von drei oder fünf sich ganz genau daran erinnerte,
wer es früher gewesen war – es aber vergass, weil die Erwachsenen seine „Einbildung“
lächerlich machten. Vielleicht werdet Ihr nach irgendeiner Lebensspanne abheben und in den
Himmel kommen. Niemand kann in einer Auseinandersetzung darüber den Sieg davontragen.
Aber IHR seid die Quelle Eurer selbst hinsichtlich verschiedener Generationen. Dies wird
heute durch Anstrengungs-Prozessing so unwiderlegbar, so klar und unverkennbar, dass auch
die Wärmegesetze oder die Gesetze der Kernspaltung widerlegt werden könnten, wenn dieses
Gesetz widerlegt werden kann. Was die Unsterblichkeit und alles andere betrifft, so befinden
wir uns zum ersten Mal in der Geschichte auf festem Boden.
IHR als persönliche Identität seid ganz offensichtlich ewig. Ihr werdet in die modernen
gesellschaftlichen Aberrationen darüber verwickelt, dass man nur einmal lebt. Und Ihr spielt
das Spiel, als ob Ihr nie wieder eine andere Chance bekämet – die Ihr so sicher haben werdet,
wie die Sonne morgen wieder aufgehen wird.
Nun, wenn Ihr die Konstruktion eines Körpers beherrscht, dann könnt Ihr mit Sicherheit
einen Körper in seinem Wachstum und seiner Form modifizieren. Und das tut Ihr auch.
Ihr könnt ihn bis zu einem Ausmass modifizieren, wo Ihr blind werdet oder Arthritis bekommt
und bettlägerig seid, oder wo Ihr Migräne habt oder Euch eine andere Unvollkommenheit
zulegt. Ihr als URSACHE nehmt fortwährend die Krankheiten der Welt auf
Euch und verändert Euch selbst entsprechend.
Wenn Ihr einmal eine solche Krankheit angenommen habt, um einem anderen zu „helfen“,
dann werdet Ihr diese Schwäche vielleicht nur sehr ungern wieder aufgeben. Zweifellos
hilft es dem anderen nicht besonders viel, aber Ihr mit Eurer gesellschaftlichen Aberration,
dass ein Mensch nur einmal und niemals wieder lebt, nehmt die Krankheit oder den Tod eines
anderen überaus ernst. Viel zu ernst. Und so steht Ihr da, mit der Arthritis von irgend
jemand anderem. Natürlich ist es nicht seine. Es ist eine eigene alte Verletzung von Euch –
Euer eigenes Faksimile -, das Ihr an seiner Stelle festhaltet. Menschen werden jede eigene
Krankheit oder Schwäche – die wirklich ihre eigene ist -augenblicklich mit vollkommener
Leichtigkeit und ohne jeden Zweifel aufgeben. Aber sie sind sehr hartnäckig, wenn es um
Krankheiten geht, die sie für andere auf sich genommen haben. Das liess früher Menschen,
die sich mit dem Gebiet des Geistes beschäftigten, vermuten, dass die Leute es einfach ablehnten,
gesund zu werden. Nein -sie lehnen es bloss ab, die Krankheiten anderer aufzugeben,
für die sie die Verantwortung übernommen haben, bis sie unmissverständlich sehen,
dass es die Gesundheit dieses anderen nicht zurückbringt oder wiederherstellt, wenn sie die
Krankheit festhalten. Es ist eine wundervolle Welt. Der Mensch hat den Menschen seit Äonen
wegen seiner Selbstsüchtigkeit verurteilt – und hier stellen wir fest, dass der Mensch nur
auf Dauer verkrüppelt oder lahm wird, um einem anderen zu „helfen“.
Es hiess einmal, dass die Menschen, wenn sie wüssten, dass die Welt morgen untergeht,
die Kommunikationslinien der Erde dadurch zum Zusammenbruch brächten, dass lauter
Leute einander anrufen, die einander ihre Liebe beteuern.
Das ist wahrscheinlich vollkommen richtig.
Was allerdings die Krankheiten betrifft, so kann man die Schmerzen eines anderen aufgeben
und seine eigene Gesundheit wiedergewinnen, sobald man realisiert, wie wenig sie
helfen. Es ist eine bedeutende Entscheidung – aber eine Entscheidung, die das Prozessing
selbst unterstützt. Ihr werdet vielleicht bemerken, dass Ihr versucht, diese Entscheidung zu
treffen. Es geschah einmal, dass ein vollkommen blinder Mann, der Prozessing bekam, die
Sitzung unterbrach, als ihm plötzlich klar wurde, dass er zum ersten Mal nach vielen Jahren
klar und deutlich sehen können würde. Einen Augenblick, bevor sein Sehvermögen wieder
einsetzte, schreckte er zurück. Warum? Seine Schwierigkeiten mit dem Sehen hatten mit dem
Tod seines Bruders zu tun. Sein Bruder war bei einem Autounfall verletzt worden und danach
erblindet. In dem Augenblick, als der Bruder starb, hatte dieser Preclear die Bürde seines
Bruders auf sich genommen. Und er hielt sie so fest, dass er jahrelang vollkommen blind war.
Der Auditor hatte den Fall ein wenig zu schnell prozessiert. All die Emotion der Liebe für
seinen Bruder lag noch immer auf dem Fall. Obwohl es ganz offensichtlich dem Bruder nicht
helfen würde, der wahrscheinlich längst jemand anderer war, irgendein fröhliches Kind in der
Schule, ertrug dieser blinde Mann immer noch seine Blindheit. Zum Zeitpunkt dieser Niederschrift
kämpft er mit seinem Gewissen über das Zurückgewinnen seiner Sehkraft. Er wird
sich dafür entscheiden – sie entscheiden sich am Ende immer dafür. Und es wird den MESTKörper
seines Bruders weder verletzen noch ihm helfen. Er ist ja schon so viele Jahre begraben.
Aber die Tat dieses blinden Mannes, der nach dem Leben seines Bruders griff, der versuchte,
seines Bruders Leben zu führen, als der Tod selbst das Fleisch ergriff, blieb bis heute
erhalten als ein Faksimile, das einen so machtvollen Impuls enthält, einen Impuls, gross genug,
um ihm das Sehvermögen zu nehmen, dass der blinde Mann sich lange damit auseinandersetzen
muss, bevor er es aufgibt.
Eure grössten Schwierigkeiten, von einem physischen Standpunkt aus betrachtet, stammen
also anscheinend von Augenblicken, als Ihr versuchtet zu helfen und dabei versagtet.
Was einzig und allein Euch angetan wurde, werdet Ihr ohne Zögern fähig sein zu ertragen
und abzulegen. Aber Ihr werdet vielleicht eine kleine Weile mit Euch selbst zu Rate gehen
müssen, um Euch zu der Entscheidung durchzuringen, dass Ihr Euren Versuch aufgebet, die
Last der ganzen Weit auf Euch zu nehmen. Ihr werdet sie abwerfen – aber Ihr werdet darüber
nachdenken.
Bevor Ihr so unfähig werden konntet, sei es nun in geistiger oder körperlicher Hinsicht,
musstet Ihr Eure Zustimmung geben. Dann musstet Ihr die Qualen eines anderen übernehmen,
um tatsächlich in eine Verfassung aus zweiter Hand zu geraten. Anscheinend sind
die wirklich Geisteskranken, von den Neurotikern gar nicht zu sprechen, auch die wirklich
noblen Charaktere. Sie ertragen Elektroschocks, präfrontale Lobotomie, Psychiatrie und jede
Art von Folter, bevor sie die Faksimiles herausgeben, die sie für andere festhalten – und nicht
einmal dann geben sie sie auf. Wenn sie von dieser neuen Wissenschaft prozessiert werden,
dann lösen sich die Knoten, die sie an diese problematische Selbstaufopferung gefesselt haben,
ziemlich leicht.
Angesichts der Tatsache, dass Ihr sowohl körperlich als auch geistig eine Menge Spielraum
habt, sollten wir imstande sein, diese Aufgabe ziemlich schnell und leicht zu erfüllen.
Und Ihr könnt mit einer reinen Weste daraus hervorgehen und wieder einige Lasten auf Euch
nehmen – was Ihr auch tun werdet. Aber Ihr werdet Euch in viel besserer Verfassung dafür
befinden, selbst wenn Ihr nur das seid, was im Augenblick als normal gilt.
Lasst uns also eine Untersuchung des MEST vornehmen, das Ihr gerade jetzt als Körper
verwendet.
Zunächst beantwortet bitte ehrlich diese Frage: Würdet Ihr gerne in einer besseren körperlichen
Verfassung sein als gegenwärtig?
Wenn die Antwort „nein“ ist, dann versucht Ihr immer noch zu helfen. Selbst wenn die
Antwort „ja“ lautet, versucht Ihr immer noch zu helfen, aber wahrscheinlich seid Ihr Euch
darüber nicht im klaren.
Die Menschen scheitern meistens, wenn sie versuchen zu helfen. Denkt einmal nach,
wie vielen Menschen Ihr während Eures ganzen Lebens versucht habt zu helfen. Und wie
gross war auf lange Sicht ihre Dankbarkeit?
Die Zeiten, wo Ihr jemandem mit Erfolg geholfen habt, haben Euch geholfen. Aber
wenn Ihr zu helfen versuchtet und gescheitert seid, dann wirkte das sehr ungünstig auf Euch
zurück. Wir wollen daher die Augenblicke, als Ihr versuchtet zu helfen und dabei versagtet.
Der krasseste dieser Fälle ist natürlich jener, in dem Menschen gestorben sind. Ihr versuchtet
sie wieder ins Leben zurückzubringen. Sie starben, und Ihr nahmt an, dass Ihr versagt hättet.
Und später scheitertet Ihr noch ein paarmal, und dann fandet Ihr Euch selbst körperlich unvollkommen.
Die Ruhe war Euch fremd geworden.
Ein kleines Kind wird versuchen, sein Lieblingstier vor dem Tod zu bewahren, oder einen
Grossvater vor dem Tod zu bewahren, und wird sich danach immer durch die psychosomatische
Krankheit dieses Todes verantwortlich machen.
Wem habt Ihr zu helfen versucht? Sie sind jetzt woanders, und es geht ihnen gut. Ihr
habt nicht versagt. Also gehen wir daran, Euch in Ordnung zu bringen.
Ihr habt Euch entlang jeder einzelnen Dynamik und entlang jedes Teils jeder Dynamik
einschliesslich Eures eigenen Körpers und seiner Teile Mühe gegeben. Und Ihr habt vielleicht
die meiste Zeit sehr viel Erfolg damit gehabt. Die Fehlschläge sind es, die auf Euch
zurückfallen. Nun, Ihr könnt eine reine Weste haben und hinausgehen und den Kampf wieder
aufnehmen und wieder Erfolg haben. Es gibt mehr Menschen, die Hilfe brauchen, als jene,
denen Ihr geholfen habt. Wir können hier eine recht schöne Weit haben, wenn wir die Tafel
des Gestern sauberwischen und diese Tafel verwenden, um morgen darauf zu schreiben. Wir
bewegen uns in den ausgefahrenen Geleisen des Gestern, während rund um uns die Leiden
anderer im Heute und Morgen liegen. Also lasst uns anfangen.
Machen wir eine Zusammenfassung Eures gegenwärtigen Körpers. ZÄHLT ZEHN
DINGE AUF,VON DENEN IHR MÖCHTET, DASS SIE MIT EUREM GEGENWÄRTIGEN
KÖRPER GESCHEHEN: ZEHN SPEZIELLE ZUSTÄNDE KÖRPERLICHEN DAS
EINS, VON DENEN IHR MÖCHTET, DASS IHR SIE IN DEN KOMMENDEN TAGEN
ERREICHT, WIE ZUM BEISPIEL KÖRPERLICHE SCHÖNHEIT ODER STÄRKE, OB
IHR NUN DENKT, DASS IHR SIE ERREICHEN KÖNNT ODER NICHT. WERDET SO
ABENTEUERLICH, WIE IHR WOLLT.
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NUN LASST UNS KRITISCH SEIN. ZÄHLT FÜNF DINGE AUF, VON DENEN
IHR GLAUBT, DASSSIE IN EUREMGEGENWÄRTIGEN KÖRPERLICHEN DASEIN
NICHT IN ORDNUNG SIND. ZÄHLT SIE AUF UND DENKT DABEI, DASS SIE VIELLEICHT
BEHOBEN WERDEN KÖNNTEN. SOLCHE DINGE WIE HÄUFIGE ERKÄLTUNGEN
UND SO WEITER.
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NUN ZÄHLT DIE PERSONEN ODER LIEBLINGSTIERE AUF, DIE MISSERFOLGE
HATTEN ODER TOT SIND, UND BEI DENEN DINGE NICHT IN ORDNUNG WAREN.
VIELLEICHT WAREN ES BEI JEDEM MEHRERE DINGE. NEHMT DEN ERSTEN
FEHLER, DEN IHR OBEN AUFGEZÄHLT HABT ALS NUMMER EINS, UND
SCHREIBT DARUNTER DEN NAMEN DES MENSCHEN, DER DIESE KRANKHEIT
VIELLEICHT GEHABT HAT, UND SO WEITER. IHR WERDET VIELLEICHT FUR
MANCHE DER ZUSTÄNDE KEINE ERKLÄRUNG FINDEN. DAS IST IN ORDNUNG.
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2.
3.
4.
5.
NUN NEHMT DIE KRANKHEITEN HER, DIE IHR ANDEREN ZUGESCHRIEBEN
HABT, UND VERSUCHT, DURCH BLOSSE ERINNERUNG EINE ZEIT ZU FINDEN,
ALS JENER MENSCH, DER DIE KRANKHEIT HATTE, SIE EUCH ZEIGTE ODER
SAGTE, DASS ER SIE HABE.
RUFT EUCH ZURÜCK, WANN IHR DIE KRANKHEIT NUMMER EINS ALS BESITZ
VON PERSON NUMMER EINS ODER DEN PERSONEN, DIE IHR UNTER NUMMER
EINS AUFGEZAHLT HABT, GESEHEN ODER GEHORT HABT.
NEHMT DIE ZWEITE KRANKHEIT ODER FEHLFUNKTION. RUFT EUCH ZURÜCK,
WANN IHR GESEHEN ODER GEHÖRT HABT, DASS PERSON NUMMER
EINS DARUNTER LEIDET.
SETZT DIESEN PROZESS FORT. NUN GEHT DIE LISTE ABERMALS DURCH
UND RUFT EUCH ALLE DIE VORFALLE ERNEUT ZURUCK UND VERSUCHT,
NEUE MOMENTE IN DERSELBEN SACHE ZU FINDEN.
NUN RUFT EUCH ZURÜCK, WANN IHR ZUM ERSTEN MAL FESTSTELLTET,
DASS IHR PERSON NUMMER EINS GERN HABT. GEHT DIE LISTE WEITER DURCH
UND RUFT EUCH ZURÜCK, WANN IHR FESTSTELLTET, DASS IHR DIE MENSCHEN,
DIE IHR AUFGEZÄHLT HABT, GERN HATTET – ODER IHNEN ÄHNLICH
SEIN WOLLTET.
RUFT EUCH NUN EINEN ZEITPUNKT ZURÜCK, ALS SIE DEN WUNSCH HATTEN,
JEDEM MENSCHEN, DEN SIE AUFGEZAHLT HABEN, ÄHNLICH ZU SEIN.
NUN RUFEN SIE SICH ZEITPUNKTE ZURÜCK, ALS IHR DEN ENTSCHLUSS
FASSTET, DEN MENSCHEN, DIE IHR AUFGEZÄHLT HABT, ZU HELFEN.
RUFT EUCH VIELE GESCHEHNISSE ZURÜCK, IN DENEN IHR VERSUCHTET,
DIESEN AUFGEZÄHLTEN MENSCHEN ODER LIEBLINGSTIEREN ZU HELFEN.
RUFT EUCH NUN ZEITPUNKTE ZURÜCK, ALS EUCH KLAR WURDE, DASS
IHR DARIN VERSAGT HATTET, DIESEN MENSCHEN ZU HELFEN. DENN IN DIESEN
LETZTEREN EXTREMFALLEN HABT IHR MÖGLICHERWEISE IHRE KRANKHEITEN
FÜR SIE ANGENOMMEN.
RUFT EUCH JEDEN ZEITPUNKT ZURÜCK, ALS IHR FÜHLTET, DASS IHR
NICHT IMSTANDEWART, IRGENDJEMANDEM ZU HELFEN. WARUM GELANGTET
IHR ZU EINER SOLCHEN FESTSTELLUNG? WAS WAREN DIE UMSTANDE, DIE
DAMIT ZUSAMMENHINGEN?
GEHT DIE GANZE OBIGE LISTE SCHRITT FÜR SCHRITT ABERMALS DURCH,
ABER VERSUCHT JETZT, EINEN WIRKLICHEN OPTISCHEN ODER AKUSTISCHEN
EINDRUCK DES AUGENBLICKES ZU BEKOMMEN, DEN IHR EUCH ZURÜCKRUFT.
WENN IHR DAS ABGESCHLOSSEN HABT, DANN RUFT EUCH ZWEI- ODER
DREIMAL IM DETAIL ZURÜCK, WIE IHR DIESE SPEZIELLE HANDLUNG AUSGEFÜHRT
HABT.
Rechnet nicht damit, dass Eure Krankheiten verschwunden sind, wenn Ihr damit fertig
seid. Sie werden vielleicht verschwunden sein, und wenn, dann werden sie auch verschwunden
bleiben. Aber wenn Euch irgendeine von ihnen immer noch begleitet, dann gibt es noch
viele andere Akte in diesem Buch.

DER SECHSTE AKT
Die Themen von Anstrengung und Gegenanstrengung, Emotion und Gegenemotion,
sind sehr neu im Wissensgebäude des Menschen. Während meiner ständigen Untersuchung
geistiger und körperlicher Phänomene bin ich durch Zufall auf diese Manifestation gestossen
und habe sie sofort verwendet. Ihre Reichweite und Bedeutung war derart, dass Auditoren
von Küste zu Küste innerhalb von 60 Tagen „Fälle knackten“, die sie bis dahin unlösbar gefunden
hatten. Man kann also sehen, dass es nicht schlecht ist, etwas darüber zu wissen.
Nehmen wir ANSTRENGUNG. Euer Verstand arbeitet fortwährend daran, Anstrengungen
einzuschätzen. Wenn Ihr im Begriff seid, eine Tür zu öffnen, dann schätzt Euer
Verstand die Anstrengung ein, die dazu notwendig ist, den Griff zu drehen, und auf dem
Umweg über Emotion setzt er diese Anstrengung in die Tat um. Er schätzt die Anstrengung
ein, die notwendig ist, um die Tür zurückzuziehen, und setzt das in die Tat um. Wenn der
Türgriff sich gedreht hat, wie Ihr es Euch gewünscht habt, und wenn die Tür sich wunschgemäss
geöffnet hat, dann war Eure Einschätzung der Anstrengung korrekt.
Euer Verstand kalkuliert Anstrengungen für die Gegenwart und für die Zukunft. Er
setzt jetzt oder in der Zukunft Anstrengungen in die Tat um. Oder er schätzt sie nur ein, hält
sie aber zurück und wendet sie niemals an. Euer Verstand schätzt die Anstrengungen der
Umgebung ein – wie schnell Autos fahren können, wie hart Teetassen fallen müssen, damit
sie brechen. Und er schätzt selbst dann Anstrengungen ein, wenn er sich mit „Tagträumen“
beschäftigt. Das bedeutet, dass er an die Anstrengungen denkt, die mit dem und jenem verbunden
sind, ohne auch nur den Wunsch zu empfinden, sie in die Tat umzusetzen. An ein
Ziel zu denken, ist nichts anderes, als etwas in die Zukunft zu setzen, auf das man durch Anstrengung
hinarbeiten kann. Ein erreichtes Ziel ist eine Summe von Anstrengungen.
Wenn Ihr die Tür richtig berechnet habt, dann habt Ihr sie mühelos geöffnet. Wenn Ihr
es falsch berechnet habt und die Tür klemmte, dann hattet Ihr unrecht. Habt Ihr es je erlebt,
dass eine Tür oder eine Lade hartnäckig klemmte? Nach einiger Zeit wurdet Ihr zornig darauf.
Dann begannt Ihr sie zu vermeiden. Denn der Geist, der gut überlebt, schätzt Anstrengungen
gut ein. Er hat recht, das heisst, er schätzt Anstrengungen richtig ein.
Der Autor, der eine Geschichte schreibt, muss viele, viele Anstrengungen einschätzen.
Wenn er damit recht hat, ist es eine interessante Geschichte und verkauft sich. Wenn er unrecht
hat, ist es keine interessante Geschichte, und sie verkauft sich nicht.
Der Verstand war während der ganzen Evolution zahllosen Anstrengungen seitens der
Umgebung ausgesetzt. Der Wind, das Meer, die Sonne und andere Organismen hatten alle
Anstrengungen, die sie gegen den Organismus wendeten. Der Organismus, der diese Gegenanstrengungen
gut bewältigte, überlebte gut. Er kam sogar so weit, dass er diese ausgesprochenen
Gegenanstrengungen als seine eigenen Anstrengungen verwendete. Die Evolution der
Anstrengung geht von der Gegenanstrengung zu benutzter Anstrengung.
Anstrengung bedeutet Kraft und Richtung. Euer Leben ist ein Wettkampf zwischen Euren
eigenen Anstrengungen und den Anstrengungen der Umwelt.
Jede psychosomatische Krankheit, die lhr habt, ist eine Gegenanstrengung, irgendeine
vergangene Anstrengung der Umwelt, die Ihr nicht richtig bewältigt oder benützt. Das Faksimile
der Anstrengung selbst ist in dem Faksimile. Faksimiles sind Aufzeichnungen von
Anstrengung. Wahrnehmung ist die Aufzeichnung von Anstrengungen des physikalischen
Universums und von Euren Gedanken, Schlussfolgerungen und Anstrengungen in bezug auf
sie, ebenso wie von Eurer Emotion.
Anstrengungs-Prozessing ist leicht getan. Man findet heraus, wo das Faksimile einer
Anstrengung sich gegen den Preclear wendet, und findet die Anstrengung des Preclears, die
sich dagegen richtet. Ein Schmerz oder Druck schaltet sich ein und schaltet sich dann durch
ständiges Wiedererleben aus. Aber Anstrengungs-Prozessing ist etwas, das von einem Auditor
gemacht werden sollte. Es kann zwar von einem Preclear auf eigene Faust gemacht werden,
dieser Preclear muss es aber gründlich verstehen. In diesem Band sind nicht genügend
Daten enthalten, um es einem Preclear zu ermöglichen, sich selber Anstrengungs-Prozessing
zu geben. Um das zu tun, müsste er das Grundgebäude dieser Wissenschaft studieren, vorzugsweise
an der Foundation Auditors School*, oder zumindest durch die grundlegenden Texte.
Emotion und Gegenemotion sind etwas anderes. Der Preclear sollte imstande sein, mit
ihnen fertigzuwerden.
Ihr wisst, was Eure eigene Emotion ist. Zorn, Furcht, Kummer, Apathie. Ihr habt diese
Dinge erlebt. Sie sind nun Teile von Faksimiles. Kummer spielt insofern eine sehr wichtige
Rolle, als er das Leben eines Menschen blockiert. Kummer stellt sich ein, wo jemand seinen
Verlust und sein Versagen erkennt, wie zum Beispiel beim Tod eines Menschen, den er liebte
und dem er zu helfen versuchte.
Ein Faksimile, das in erster Linie Emotion enthält, wird in dieser neuen Wissenschaft
ein SECONDARY-ENGRAMM genannt. Das ist eine Zeiteinheit – zehn Minuten, ein Tag,
eine Woche -, wo man unter dem massiven Druck einer Missemotion stand – Zorn, Furcht, Gram.
Die Art und Weise, wie man ein solches Secondary ausläuft, ist einfach. Es ist leichter,
wenn Ihr es einen Auditor für Euch machen lasst, denn Ihr werdet wahrscheinlich davor davonlaufen.
Wenn Ihr mit einem Secondary beginnt, dann solltet Ihr es bis zum Schluss durchhalten.
Kein einzelner Akt des Prozessing ist vorteilhafter für einen Fall, als wenn man ein
Gram-Secondary ausläuft.
Wenn Ihr genügend Nerven dafür habt – hier ist der Weg, wie Ihr es machen könnt. Ihr
beginnt mit dem ersten Augenblick der Nachricht von einem Verlust oder Fehlschlag und
durchlaufen es immer wieder und wieder. Dabei entlastet Ihr seine Missemotion, einfach
Foundation Auditor’s School: Abendschule für Auditoren
indem Ihres wiedererlebt. Ihr macht das noch lange weiter, nachdem Ihr glaubt, dass es
verschwunden ist.
Ihr erlebt ein Faksimile wieder, indem Ihr es seht, hört, indem Ihr alles darin empfindet,
einschliesslich vor allem Eurer eigenen Gedanken und Schlussfolgerungen. Genau, als ob Ihr
wieder dort wäret.
Ein Todesfall wird auf diese Weise behandelt. Ihr nehmt den Augenblick her, den allerersten
Augenblick, in dem Ihr irgend etwas Schlechtes über diesen Vorfall hörtet oder wusstet.
Ihr nehmt Kontakt mit dem Menschen auf, der Euch die Nachricht überbrachte, oder mit
der Art und Weise, wie Ihr sie bekamt. Ihr geht durch das ganze Ding, wieder und wieder und
wieder, und lebt jeden Teil davon abermals durch. Ihr erlebt die Missemotion wieder.
Schliesslich bringt Ihr dieses Faksimile zu einem Punkt, wo es nicht länger irgendeine „Ladung“*
in sich hat. Dann laufen Sie es, bis es praktisch ausgelöscht ist.
Während Ihr es lauft, werdet Ihr bemerken, dass mehr und mehr Details darin auftauchen.
Die Gefahr darin, es zu laufen, ist, dass Ihr vielleicht Eure Nerven verliert und es halb
beendet verlasst. Tut das nicht. Fasst Euch ein Herz und lauft es, bis es vollkommen besiegt
ist, so dass Ihr sogar darüber lachen könnt. Täuscht das nicht vor. Tut es wirklich.
Ihr könnt am besten mit einem Faksimile beginnen, indem Ihr Euch frühere Zeiten zurückruft
und sie wiederempfindet, als Ihr den Menschen oder das Tier oder den Besitzgegenstand
liebtet. Dann geht Ihr näher auf diese Emotion ein, bis das Faksimile des Verlustes
oder Todes auftaucht. Wenn das Faksimile Euch ausweicht, dann findet mehr Zeitpunkte,
als Ihr die Person, das Tier oder den Gegenstand liebtet oder dafür Mitleid fühltet. Wenn es
Euch immer noch ausweicht, dann ruft Euch einfach die bösen Dinge zurück, die Ihr ihm
angetan habt, Eure Missachtung dessen und den Gedanken, dass alles jetzt in Ordnung wäre,
wenn Ihr besser gewesen wäret und nicht so schlecht gehandelt hättet. Denkt an die Art und
Weise, wie Ihr dem Menschen, dem Tier oder dem Ding zu helfen versucht habt. Denkt daran,
wie Ihr gescheitert seid. Denkt an Eure Liebe. Und lauft das Faksimile.
Es wird besser sein, wenn Ihr Euch dabei an einem ruhigen Ort aufhaltet, wo Ihr bei
dieser Beschäftigung nicht unterbrochen werdet.
Es kann sein, dass Ihr tagelang ein emotionelles Wrack seid. Aber Ihr werdet herauskommen,
wenn Ihr es ganz gelaufen habt, und das Ausmass Eurer Erholung wird selbst für
Euch phantastisch sein. Sogar Eure rein körperliche Erscheinung kann sich zum Besseren
verändern, wenn Ihr solche Secondaries lauft.
Wenn Ihr feststellt, dass die ganze Zeitspanne leer und schwarz ist, dann ruft Euch die
Zeiten zurück, als Ihr Euch selber verspracht, dass Ihr Euch nicht länger darüber grämen würdet,
oder die Zeiten, als Ihr es nicht aufgeben wolltet.
Ladung: Schädliche Energie oder Kraft, die aus den Konflikten und unangenehmen Erlebnissen
resultiert, die ein Mensch gehabt hat. Auditieren entlädt diese Ladung, so dass sie
nicht mehr da ist und den Menschen nicht mehr beeinflussen kann.
Dann lauft die Zeiten, als Ihr Euch selbst oder anderen für das Ereignis die Schuld gabt.
Und ruft Euch die Zeiten zurück, als Ihr Dinge bedauertet, die damit zusammenhingen.
Ein Mann, der beinahe im Sterben lag, lief auf eigene Faust zwei Secondaries mit dieser
Technik und erholte sich. Eine Frau, die man als psychotisch gebrandmarkt hatte und die
diese Technik kannte, lief eine Anzahl von Secondaries bei sich selbst, und wurde geistig viel
gesünder als ihre Familie. Eine Frau, deren Mann seit zehn Tagen tot war, hatte die Eigenschaften
einer alten Frau angenommen. Ihr ganzes Drüsensystem war gestört. Sie lief das
Secondary seines Todes in neun aufreibenden Stunden aus, und 24 Stunden später sah sie
jung aus und war wieder fröhlich – obwohl sie ihr ganzes Leben rund um diesen Mann aufgebaut
hatte. Es kann nicht nur gemacht werden, sondern es wird gemacht. Einfach nur in der
Gegenwart über die Sache zu weinen – ohne sie wiederzuerleben -, hat keinen Sinn. Der
Gram muss herausgeholt werden, indem man jeden Augenblick des Secondary-Faksimiles
selbst wiedererlebt. Es ist hart, aber man kann es schaffen!
Ein Secondary, das Furcht enthält, kann ein wenig schwieriger sein, denn etwas zu
fürchten, bedeutet zu fliehen. Wenn Ihr also mit dem Faksimile in Kontakt kommt, um es zu
laufen, dann befiehlt Euch ein Teil davon, zu fliehen, und Ihr gehorcht vielleicht. Ihr könnt
das umgehen, indem Ihr die Zeiten lauft, als Menschen Euch nicht fort liessen, als Ihr davonlaufen wolltet.
Ihr könnt nicht nur ein Secondary oder jedes beliebige Faksimile in Eure Griffweite
bringen, Ihr könnt es auch wieder weglegen, sie zurück in die Zeit werfen. Wenn man gerade
auf dem halben Wege ist, ein Faksimile zu laufen, dann mag das schwierig erscheinen. Was
man tun muss, ist, es flach zu machen. Dann könnt Ihr es mit Leichtigkeit von Euch werfen.
Sie werden flach gemacht, indem Ihr sie einfach wiedererlebt und Eure alten Schlussfolgerungen herausbekommt.
Eine Mahnung zur Vorsicht: Versucht nicht, an Euch selbst etwas zu laufen, wenn Ihr
in der Nähe eines Menschen sind, der auch nur andeutungsweise Kritik übt. Und streitet Euch
mit niemandem darüber. Die Ehefrau, die Mutter, der Vater oder der Ehemann geraten vielleicht
fürchterlich ins Zittern über Euren Versuch, Euch stärker zu fühlen. Sie können vielleicht
sogar ein Interesse daran haben, Euch niederzuhalten, so dass sie „sich besser um Euch
kümmern“ können. Laufet Ihr eines dieser Secondaries in der Nähe eines solchen Menschen.
bestrafet Ihr Euch wirklich selbst.
Und so ganz nebenbei: Seid sehr misstrauisch, wenn jemand nicht der Meinung ist,
dass Ihr Euch mit dieser neuen Wissenschaft beschäftigen solltet. Auditoren laufen immer
wieder in Situationen, wo sie einen Sohn oder eine Tochter in guter Verfassung vor sich haben,
auf dem Weg zu wirklicher Erholung – und dann treten die Eltern auf den Plan, und mit
jedem Argument, mit jeder „guten Absicht“ stossen sie den armen Preclear ins Fegefeuer
zurück. Solche Menschen wollen den Preclear unter Kontrolle haben und begreifen instinktiv,
dass der Preclear im Begriff ist, überaus unabhängig zu werden. Der Preclear, der sich
auf Diskussionen einlässt, gerät ganz einfach wieder in Verwirrung. Das beste ist, die Ruhe
zu bewahren und Eure Arbeit in aller Stille zu machen.
Dann, wenn Ihr drei Meter gross seid, führt Ihr Eure Diskussionen.
Und bittet nicht eine Ehefrau oder einen Ehemann oder einen Freund, diese neue Wissenschaft
gegen seinen oder ihren Willen zu studieren und sie an Euch anzuwenden. Sie wer
den es auf die eine oder andere Weise schaffen, die Prozesse zu verdrehen und Euch zugrunde
zu richten. Ihr spürt vielleicht einen Impuls, Eure Faksimiles zu verwenden, um von einem
solchen Menschen Mitleid zu gewinnen. Es ist schneller und leichter, sich das Gehirn aus
dem Kopf zu blasen. Das Ergebnis wird das gleiche sein. Denn wenn Ihr jemanden dazu
zwingt, Euch „zu helfen“ und „Mitleid zu zeigen“, der ein Interesse daran hat, Euch krank zu
halten, dann wird es ihnen gelingen, Euch ernsthaft krank zu machen. Natürlich aus ihrer
guten Absicht und ihrem guten Wissen heraus. Da ist zum Beispiel eine sehr kranke Frau, die
von einem Auditor in etwa 15 Stunden in Ordnung gebracht werden könnte. Aber ihr Ehemann,
der um sie herumflattert wie eine Gluckhenne, wird rabiat, wenn es darum geht, dass
sie sich helfen lässt. Er weiss nichts von dieser neuen Wissenschaft, ausser dass sie erfolgreich
ist. Sie ist wegen ihres Zustandes dreimal ohne Erfolg operiert worden. Er sorgt dafür,
dass sie ein viertes Mal operiert wird, was sie wahrscheinlich umbringen wird. Das ist ein
Wunsch zu helfen – aus einem Zugehörigkeitsgefühl heraus, das zu nichts führt. „Halte ihn
ruhig, bearbeite ihn, kontrolliere ihn, Mama weiss es am besten“ sind die Ursachen dieser Einstellung.
Ausserdem habt Ihr immer etwas gehabt, das als DIENSTFAKSIMILE bekannt ist, und
Ihr verwendet es auch. Jedes Mal, wenn Ihr scheitert, greift Ihr dieses Faksimile auf und werdet
krank oder unerträglich edelmütig. Es ist Eure Erklärung Euch selbst und der Welt gegenüber,
wie und warum Ihr versagt habt. Es hat Euch einmal Mitleid eingebracht. Mitleid
wird es wieder auslösen. Es kann den grundlegenden Seinszustand enthalten, der nun für eine
gewöhnliche Erkältung oder Nebenhöhlenentzündung oder für ein lahmes Bein gehalten
wird. Ihr scheitert mit etwas, und dann verwendet Ihr das Faksimile. Und Ihr bekommt Mitleid
von jemandem. Nun, Himmel hilf, wenn Ihr in der Nähe eines Menschen seid, der die
Steckensignale nicht versteht. Ihr verwendet das Faksimile, und die Kerle werden nicht mitleidig.
Ihr verwendet das Faksimile stärker, und sie bleiben immer noch eiskalt. Dann bringt
Ihr es einmal wirklich in Gang. Vielleicht waren es die Masern, die diesem Faksimile
zugrunde lagen. Vielleicht war es, als Ihr Euer Bein gebrochen hattet. Nun, Ihr verwendet es
bis zu einem Punkt, wo ihr alle Symptome wiederbekommt, wenn Ihr kein Mitleid dafür erntet.
Ihr habt zwei Wahlmöglichkeiten: Lauft dieses Dienstfaksimile aus, und auch die Gründe
für seine Verwendung, nach der Anleitung der noch verbleibenden Akte – oder findet einen
neuen Freund oder Partner. Denn dieses Dienstfaksimile wird Euch schön langsam fertigmachen.
Ihr habt es selbst nicht geglaubt, als Ihr zum ersten Mal beschlosset, es zu verwenden.
Dann wurde seine Verwendung automatisch. Und nun“ fragt Ihr Euch, was es hervorgerufen
hat“. Ihr wart es.
Wir machen diese Bemerkungen über das DIENSTFAKSIMILE nicht, weil es in diesem
Akt gelaufen werden soll, sondern um Euch mit seiner Existenz vertraut zu machen.
Denn Ihr könnt darauf stossen, wenn Ihr ein Secondary lauft, und werdet Euch vielleicht nur
sehr unwillig davon trennen. Es ist einfach eine Zeit, als Ihr versuchtet, etwas zu tun, und
dabei verletzt wurdet oder scheitertet, und Mitleid dafür bekamt. Wenn Ihr dann später verletzt
wurdet oder versagtet und eine Erklärung brauchtet, dann verwendetet Ihr es. Und wenn
Ihr keinen Erfolg dabei hattet und kein Mitleid dafür bekamt, dann verwendetet Ihr es so
hartnäckig, dass es zu einer psychosomatischen Krankheit wurde.
Lasst uns nun eine Bestandesaufnahme Eures Körpers machen. Vielleicht können wir
etwas entdecken, das Ihr als DIENSTFAKSIMILE verwendet. Jeder Mensch hat eines oder
mehr als eines.
ZÄHLT ALLES AUF, WAS MIT DEN FOLGENDEN KÖRPERTEILEN SCHIEFGEHT
ODER NICHT IN ORDNUNG IST. ZUM BEISPIEL SICH WIEDERHOLEN
SCHWÄCHE ODER SCHMERZ ODER FEHLFUNKTION.
DER KOPF:
DIE AUGEN:
DIE OHREN:
DIE NASE:
DER HALS:
DIE ZÄHNE:
DIE BRUST:
DIE LUNGEN:
DIE HÄNDE:
DIE HAUT:
DIE ARME:
DIE SCHUL
DAS RÜCKGRAT:
DAS REKTUM:
DIE GESCHLECHTSORGANE:
DER BAUCH:
DIE BEINE:
DIE FÜSSE:
DIE NAGEL:
DIE INNEREN ORGANE:
Nun, erkennt Ihr irgendeine bestimmte Krankheit aus diesen Symptomen? Masern?
Keuchhusten? Geboren werden? Ein Unfall?
SCHREIBT, WAS IHR DENKT, DASS ES SEIN KANN.
IN WELCHEM ALTER TRAT ES AUF?
WER WAR ANWESEND?
WOMIT WART IHR ZUVOR GESCHEITERT?
WELCHE FEHLSCHLÄGE HABEN DIESE SYMPTOME SEITHER AUSGELÖST?
WER BEMITLEIDET EUCH NICHT?
WER HAT EUCH BEMITLEIDET?
WORIN BESTEHT DIE AHNLICHKEIT ZWISCHEN DEM MENSCHEN, DER
EUCH BEMITLEIDET UND DEM MENSCHEN, DER EUCH NICHT BEMITLEIDETE
ODER EUCH NICHT BEMITLEIDET?
WAS SIND DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEM MENSCHEN, DER BEMITLEIDET
HAT, UND DEN MENSCHEN, DIE ES NICHT GETAN HABEN ODER NICHT TUN?
WEM HABT IHR DIE SCHULD GEGEBEN?
WEM GEBT IHR DIE SCHULD?
Ein Dienstfaksimile zu haben und zu verwenden, macht keinen Hypochonder aus
Euch. Es macht Euch einfach menschlich.
Das Faksimile kann sich gleich hier lösen. Wenn es nicht so ist, dann haben wir immer
noch eine ganze Menge Buch vor uns.
EINE MAHNUNG ZUR VORSICHT ÜBER ALL DAS. PROZESSIERT EUCH
SELBST ZU BESTIMMTEN ZEITEN UND NICHT DIE GANZE ZEIT. WÄHLT EINE
ZEIT FÜR DAS PROZESSING UND VERWENDET SIE. DANN, WENN SIE VORBEI
IST, WARTET IHR BIS ZUM NÄCHSTEN TERMIN. GEHT NICHT SELBSTAUDITIEREND
IN DER GEGEND HERUM.
In den Bildern, die Ihr von alten Erlebnissen bekommet, könnt Ihr Euch selber vielleicht
„ausserhalb von Euch selbst“ sehen. Dann seht Ihr die Szene nicht so, wie Ihr sie damals
gesehen habt. Das ist „aus der Valenz“ sein. Geht einfach in die Valenz hinein, wenn
Ihr das Geschehnis laufen wollt. Wenn Ihr es lauft, während Ihr ausserhalb von Euch selbst
seid, wird Euch das nicht viel bringen. Doch wenn Ihres sehr viele Male durchlauft, dann
werdet Ihr in der betreffenden Szene innerhalb von Euch selber sein.
Ausserhalb von sich selbst zu sein, ist die Ursache von „Selbstauditing“. Während einer
Operation oder sonst irgendwo schlüpftet Ihr heraus. Wenn Ihr selbst auditiert, dann seid Ihr
vielleicht in der Rolle von jemandem, der Euch verletzt hat (eine Gegenanstrengung), und Ihr
werdet Euch selbst weiter verletzen. Der Abschnitt über Gegenemotion. wird diesen Zustand
später in Ordnung bringen, falls er beginnt.

DER SIEBENTE AKT
Wart Ihr ein Linkshänder, der inzwischen zum Rechtshänder geworden ist?
Ungefähr 50 % der menschlichen Rasse ist von Natur aus linkshändig, ist aber zu
Rechtshändern „erzogen“ worden.
Wie Ihr wisst, dirigiert das Kontrollzentrum der linken Seite des Verstand-Gehirn-
Systems die rechte Seite des Körpers. Und die rechte Seite des Verstand-GehirnSystems dirigiert
die linke Seite des Körpers. Das ist ein perfektes Regierungssystem. Es sollte in diesem
Atomzeitalter verwendet werden. Ihr nehmt die Regierung von Russland her und setzt sie in
die Vereinigten Staaten. Und Ihr nehmt die Regierung der Vereinigten Staaten her und setzt
sie nach Russland. Und Ihr hättet keinen Krieg mehr.
So bewältigte der Verstand die Schwierigkeiten, die sich beim Vorhandensein eines
doppelten Kontrollzentrums ergeben. Sie begannen ungefähr zu jener Zeit, als die Vorfahren
des Menschen – auch Ihr – aus dem Meer kamen; oder kurz davor.
Eines dieser beiden Kontrollzentren ist der „genetischem Boss. Es ist stärker als das
andere Kontrollzentrum. Ein natürlicher Rechtshänder wird von seinem linken Kontrollzentrum
gelenkt. Es ist von Natur aus das stärkste Kontrollzentrum seines Körpers. In einem
solchen Fall gehorcht das entgegengesetzte Kontrollzentrum dem Hauptkontrollzentrum, und
alles ist in Ordnung, die Koordination ist gut, und es ergibt sich keine Unordnung.
Nehmt Ihr allerdings einen natürlichen Linkshänder, der von seinem rechten Kontrollzentrum
gelenkt wird, und besteht darauf, dass er zu seiner rechten Hand wechselt, dann
zwingt Ihr ihn dazu, unter der Leitung seines untergeordneten Kontrollzentrums zu stehen.
Ihr entwertet sein stärkeres Kontrollzentrum. Das lässt ihn auf der Tonskala hinuntergehen,
und es verursacht schlechte körperliche Koordination zwischen der linken und der rechten Hand.
Hat irgend jemand in Eurer Familie sich darüber beklagt, dass ihm oder ihr das zugestossen
ist? Erinnert Ihr Euch daran, dass es Euch selbst zugestossen ist?
Es ist seit langer Zeit bekannt, dass es schlecht ist, einen Linkshänder zur Rechtshändigkeit
zu zwingen, aber niemand wusste warum, und es gab keine Abhilfe dafür.
Ausserdem wird ein Kontrollzentrum, das mit einem grossen Fehlschlag im Leben konfrontiert
wird, sozusagen abdanken, und das untergeordnete Kontrollzentrum übernehmen
lassen. Dann versagt dieses vielleicht in einer bedeutenden Angelegenheit, und das alte, gescheiterte
Zentrum gewinnt wieder die Oberhand. Dieses Abwechseln von Kontrollzentren
kann anhaften und sich wiederholen, jedes Mal mit geringerer Kraft und Sicherheit der Kontrolle.
Einen Beweis dafür findet Ihr in Schlaganfällen und Migräne, wo nur der halbe Körper
krank wird. Das Kontrollzentrum, das bereits oft versagt hat, gewinnt abermals die Oberhand.
Es gewinnt sehr plötzlich die Oberhand. Wenn es durch vergangene Fehlschläge bereits
ziemlich desorganisiert ist, dann wird seine Herrschaft durch körperliches Versagen gekennzeichnet
sein, insbesondere für die entsprechende Seite des Körpers.
Dieser Akt ist deshalb nicht einfach Linkshändern gewidmet, die durch Erziehung zu
Rechtshändemwurden,sondernjedermann-dennderÜbergangzwischenwechselnden Zentren
kann jedem zustossen. Das ist eine ganz normale Erscheinung.
Der Weg dahin, das alte Zentrum zu rehabilitieren, oder beide Zentren zu rehabilitieren,
ist ziemlich einfach. Man sucht nach den Zeitpunkten der Verlagerung. Diese sind durch
Momente von schwerwiegendem Versagen gekennzeichnet, oder durch die plötzliche Erinnerung
an eine vergangene Situation, wobei die Erinnerung stark genug ist, um den Wechsel
hervorzurufen. Zentrum A hat die Kontrolle. Irgend etwas im Leben bringt dem Zentrum B
plötzlich in Erinnerung, dass es einst erfolgreich war – und ein Wechsel wird stattfinden.
Oder Zentrum A erleidet einen Fehlschlag, und Zentrum B bleibt im Besitz der Kontrolle
zurück. Oder der Fall wird von einer Ladung befreit, und das alte Zentrum wird um seine
Last von Fehlschlägen erleichtert und gewinnt die Oberhand.
Im Prozessing könnt Ihr mit diesen Verlagerungen zu tun bekommen. Ein Wechsel
kann von intensiver Heiterkeit gefolgt werden. Sie kann allerdings innerhalb von ein oder
zwei Tagen wieder abklingen. Das bedeutet nicht, dass sie niemals zurückkommen wird. Es
bedeutet einfach, dass ein vorübergehender Wechsel von Zentren stattgefunden hat.
Der Idealzustand ist es, wenn beide Zentren entlastet werden.
Die Kindheit ist bei den Menschen gewöhnlich abgesperrt, bevor Geschehnisse mit
Missemotion oder körperlichem Schmerz entladen worden sind. Das erfolgt durch einen
Wechsel von Zentren. Das Kind beginnt in guter Verfassung, wird aber in der Kindheit so
drastisch behandelt, dass es mit seinem von Geburt aus stärkeren Zentrum scheitert. Dann
gewinnt das andere Zentrum die Oberhand. Diese Verlagerung sperrt die Erfahrung bis zu
einem bestimmten Grad von dem alten Zentrum ab. Aus diesem Grund können frühe Erziehung,
Eltern oder Lieblingstiere abgesperrt sein. Wenn Ihr sie herausholt und in Sichtweite
bringt, dann rehabilitiert Ihr damit eigentlich ein altes Zentrum.
Ihr solltet das wissen, so dass Ihr durch verschiedene Dinge nicht alarmiert werdet. Das
erste dieser Dinge ist vorübergehende „Euphorie“, wo Ihr für zwei oder drei Tage fröhlich
bleibt und dann wieder traurig werdet. Das ist offensichtlich ein vorübergehender Wechsel.
Das zweite ist eine körperliche Unausgewogenheit, die ebenfalls als vorübergehende Angelegenheit
auftreten kann, wo Ihr einen Zahnschmerz oder einen Kopfschmerz auf einer Seite
bekommt und die andere Seite taub wirkt. Ein weiteres ist eine Verlagerung von Interessen.
Ihr werdet Euch keine Amnesie14 zuziehen, aber dieser Wechsel von Zentren kann für
Amnesie verantwortlich sein. Ein plötzlicher Wechsel von Zentren sperrt die Erfahrung der
Gegenwart ab und kann sich dann zurückverlagern. Im Prozessing kommt das nicht vor.
Es gibt auch eine ganze Gruppe von „Pseudo-Zentren“ – die Persönlichkeiten von
Menschen, denen Ihr zu helfen versucht habt, wobei Ihr gescheitert seid. Sie werden „Valenzen“
genannt. Ein Mensch kann zwei von diesen „Valenzen“ haben oder auch zehn Dutzend;
er kann für Joe eine Persönlichkeit sein und für Agnes eine andere, er kann sich in einer bestimmten
Lebensperiode in einen „vollkommen neuen Menschen“ verwandeln. Das ist einfach
eine Manifestation der Aufeinanderfolge von Leben, wie wir sie früher behandelt haben.
Alle diese Dinge werden entlastet, indem man sich von Missemotion befreit.
Der ideale Stand der Dinge ist erreicht, wenn man ein Super-Zentrum entwickelt. Rechte
und linke Zentren sind immer Unter-Zentren. Ein „Super-Zentrum“ wird gewonnen, indem
man alles Mitleid und alle Reue in einem Fall entlädt oder, kurz gesagt, die Missemotion.
Denkt darüber sorgfältig nach. Die Erlebnisse werden von plötzlichen Veränderungen
in der körperlichen Gesundheit gekennzeichnet, vom Verschwinden alter Krankheiten, vom
Auftauchen neuer Krankheiten. Es kann die Zentren verlagern, wenn man sich verliebt. Es
kann sie verlagern, wenn man einen Schlag auf den Kopf bekommt. Jeder emotionelle
Schock kann dafür verantwortlich sein. Besonders Erlebnisse, die die Vorstellung eines Menschen
von seiner Fähigkeit verringern, andere Menschen und seine Umwelt zu handhaben,
können zum Wechsel von Zentren führen. Eine plötzliche Verringerung der Wichtigkeit eines
Menschen durch eine Erfahrung kann zum Wechsel von Zentren führen.
Ein Todesfall, ein schwerer Verlust, das Erkennen der eigenen Unwichtigkeit, all das
kann diese Zentren verlagern. Jedes aufgezählte Erlebnis sollte ausgelaufen werden. Wenn es
als Faksimile schwierig zu laufen ist, dann wartet Ihr, bis Ihr an einer späteren Stelle in diesem
Band gelernt habt, wie Ihr bei Euch selbst Ketten lauft, und kommt dann zu dieser Liste
zurück. Wenn möglich, verwendet Ihr die Technik für Secondaries wie jene aus dem sechsten
Akt, um dieses Ziel zu erreichen.
SCHREIBT DIE ANZAHL VON ZEITPUNKTEN NIEDER, ZUSAMMEN MIT DEM UNGEFÄHREN DATUM, ALS IHR MÖGLICHERWEISE ZENTREN GEWECHSELT HABT.
SCHREIBT KURZ DEN SCHOCK ODER DEN VERLUST NIEDER, DER DIESE VERLAGERUNGEN HERBEIGEFÜHRT HABEN KÖNNTE.

DER ACHTE AKT
Wenn Ihr dieses Prozessing alleine durchführt, ohne die Hilfe eines Auditors, dann
kann es sein, dass Ihr es überaus schwierig findet – oder auch nicht; das hängt davon ab, wie
viel Lebenstalent Ihr habt. Aber hier ist eine Technik, die relativ einfach ist. Sie vollbringt
sehr schnell etwas für Euch. Ende 1951 habe ich diese Technik aus einer anderen Technik
entwickelt, die das Überfliegen [Scanning] von Ketten genannt wurde. Das war ein Versuch,
Schmerz in grossen Mengen aus einem Fall auszulaufen, der jedoch nicht funktionierte. Das
hier ist das Oberfliegen von Locks. Es funktioniert.
Nehmt Euren Bleistift und zeichnet einen Strich, einen senkrechten Strich, im leeren
Raum auf der rechten Seite. Zeichnet diesen Strich etwa zwölf Zentimeter hoch. Nun, am
unteren Ende dieses Striches beschriftet Ihr ihn mit Empfängnis. Zweieinhalb Zentimeter
oberhalb des Beginns zeichnet Ihr einen horizontalen Strich, und beschriftet ihn mit Geburt.
Am oberen Ende des Strichs beschriftet Ihr ihn mit Gegenwart. Nun, direkt oberhalb der Geburt
zeichnet Ihr einen SEHR starken horizontalen Balken, der etwa zweieinhalb Zentimeter
lang ist. In Abständen von etwa einem oder einem halben Zentimeter zeichnet Ihr ganz unregelmässig
oberhalb des starken Balkens eine zarte horizontale Linie, etwa einen Zentimeter
lang. Es sollten ein oder zwei Dutzend von diesen zarten Linien sein.
Nun beschriftet Ihr den starken horizontalen Balken mit SCHMERZHAFTES ERLEBNIS.
Nun beschriftet Ihr die leichten Linien darüber jede mit LOCK. Hier habt Ihr ein Bild
eines TIME TRACK (Zeitspur). Das ist der lange vertikale Strich. Es ist eine Möglichkeit,
Eure Faksimiles, Eure Erfahrungen im Leben, im Zusammenhang mit der Zeit darzustellen.
Eigentlich könnt Ihr diese Faksimiles nach Belieben gruppieren. Aber wenn man sie auf diese
Weise linear anordnet, kann man sie als eine Spur jener Zeit betrachten, während der man
gelebt hat.
Nun, während dieser Lebensspanne, auf diesem TIMETRACK, sind Euch verschiedene
Dinge zugestossen. Manche waren gut, und manche waren schlecht. Bis in Euer zweites Jahrzehnt
hattet Ihr das grosse Ziel des Erwachsenwerdens, und danach hattet Ihr andere Ziele.
Diese Spur ist ein fortdauerndes Faksimile. Aber dieses Faksimile besteht aus einer
grossen Anzahl von Faksimiles, aus bestimmten Erfahrungen, die entweder auffallen oder
verborgen bleiben.
Ein SCHMERZHAFTES ERLEBNIS ist jedes Erlebnis, das Schmerz mit sich gebracht
hat: Ein Tod, eine Operation, ein grosser Fehlschlag, gross genug, um Euch bewusstlos zu
machen, wie etwa ein Unfall. Ihr hattet viele von diesen Erlebnissen, aber wir zeichnen nur
eines auf, um Euch zu zeigen, was mit jedem von ihnen geschieht.
LOCKS treten auf, wenn Ihr die Feststellung macht, dass die Umwelt dem SCHMERZHAFTEN
ERLEBNIS ähnlich ist. LOCKS treten auf, wenn ein Mensch müde ist oder einen
kleineren Fehlschlag im Leben erleidet, der ihn vielleicht an den grossen Fehlschlag erinnert.
Die Technik, die als DURCHLAUFEN VON LOCKS bekannt ist, geht von einem frühen
Lock des schmerzhaften Erlebnisses aus, aber nicht von dem schmerzhaften Erlebnis
selbst. Diesem schenkt man keinerlei Aufmerksamkeit. Es wird durch die Locks mehr oder
weniger aufgeblasen und kann als ein Geschehnis behandelt werden, genau wie jedes andere
Faksimile. Das heisst, es kann nach Belieben zur Seite gelegt werden. Aber manchmal muss
man sich um die Locks kümmern, bevor das SCHMERZHAFTE ERLEBNIS sich löst.
Selbstverständlich kann das schmerzhafte Erlebnis selbst mit Hilfe von Anstrengungs-
Prozessing gelaufen werden, aber das ist sehr schwer, wenn Ihr es alleine machen
wollt. Ausserdem müssen diese Locks in jedem Fall durchlaufen werden.
Ein Lock kann also mit DURCHLAUFEN VON LOCKS behandelt werden.
Um Locks zu durchlaufen, nimmt man Kontakt mit einem frühen Lock auf der Spur auf
und geht schnell oder langsam durch alle derartigen ähnlichen Geschehnisse durch, geradewegs
zur Gegenwart. Man kann das viele Male tun, und die ganze Kette von Locks hört auf,
einen zu beeinflussen.
Nun gibt es weitere Arbeit mit dem Bleistift. Numeriert die Locks. Beschriftet das erste
oberhalb des SCHMERZHAFTEN ERLEBNISSES mit 1, das nächste mit 2, und so weiter.
Wenn Ihr beginnt, Locks zu durchlaufen, werdet Ihr ein Erlebnis der verlangten Art finden.
Ihr werdet Euch durch alle ähnlichen Erlebnisse bis zur Gegenwart bewegen. Vielleicht
war das früheste Lock, das Ihr bei diesem Durchgang gefunden habt, das Lock 8, und Ihr seid
von da an die verbleibenden Locks bis zur Gegenwart durchgegangen.
Bei Eurem nächsten Durchgang versucht Ihr ein früheres Lock zu finden. Der erste
Durchgang hat Euch ein früheres zugänglich gemacht. Dieser neue Beginn kann Lock 5 sein.
Bewegt Euch von Lock 5 zur Gegenwart und geht dabei durch alle ähnlichen Geschehnisse.
Bei Eurem nächsten Durchgang findet Ihr vielleicht ein noch früheres Lock. Geht von
da zur Gegenwart und bewegt Euch dabei durch alle ähnlichen Erlebnisse.
Auf diese Weise durchlauft Ihr jede Kette, bis Ihr im Hinblick darauf „extrovertiert“
seid, das heisst, bis Ihr Euch selbst in der Gegenwart findet und an etwas anderes denkt, während
Eure Tonstufe wahrscheinlich hoch ist.
Wenn Ihr weiter Locks durchlauft, nachdem Ihr „extrovertiert“ seid, dann werdet Ihr
„durchsacken“ in eine andere Kette, die sich um irgend etwas anderes dreht. Das schadet
nichts, aber Ihr wollt ja aufhören, Locks zu durchlaufen, wenn Ihr extrovertiert seid. Ein einziger
Durchgang mehr wird Euch dabei finden, dass Ihr gerade eine andere Kette durchlauft.
Es kann vorkommen, dass Ihr während des Durchlaufens von Locks auf etwas stosst,
das als Boil-off (Abkochen) bekannt ist. Das bedeutet, dass Ihr groggy werdet und allem Anschein
nach einschlaft. Das wird zweifellos dadurch verursacht, dass alte Bewusstlosigkeit
sich löst. Es bringt keinen grossen Vorteil und scheint aufzutreten, wenn zwei Faksimiles
miteinander in Konflikt geraten. Ihr könnt Euch tatsächlich durch das Durchlaufen von Locks
in ein ansehnliches „Boil-off“ hineinmanövrieren. Ihr könntet wahrscheinlich 500 Stunden
mit dem Laufen von Locks über dies und jenes und mit Boil-off zubringen. Das ist der langsame
Weg. DAS THEMA DES DURCHLAUFENS VON LOCKS IST NICHT BOIL-OFF.
BOIL-OFF BEDEUTET ZUVIELE SECONDARIES, ZU VIEL GRAM UND ZU VIEL
REUE. WENN IHR FESTSTELLT, DASS IHR IN ZU VIEL BOIL-OFFGERATET(EIN
BISSCHEN ISTGANZ IN ORDNUNG), DANN LAUFT REUE UND SCHULD, WIE ES
IN EINEM SPÄTEREN ABSCHNITT BESCHRIEBEN WIRD.
Diese Technik muss verstanden und beherrscht werden, wenn Euer Prozessing gute
Fortschritte machen soll.
Um zu zeigen, was geschieht, ist hier einige Arbeit mit dem Radiergummi nötig. Nehmt
die Zeichnung her, die Ihr gemacht habt. Radiert mit Eurem Radiergummi von Lock 7 bis zur
Gegenwart. Einige der Linien sind verblasst. Nun radiert mit dem Radiergummi von Lock 5
bis zur Gegenwart. Nun von Lock 1 bis zur Gegenwart. Nun verwendet den Radiergummi
viele Male von 1 aufwärts, bis die Linien fast ausgelöscht sind. Das ist es, was mit den Faksimiles
geschieht, wenn Ihr Locks durchlauft.
Es besteht die Möglichkeit, dass Ihr beim Durchlaufen von Locks „hängenbleibt“. Ihr
beginnt eine Kette von Geschehnissen zu laufen und bemerkt, dass Ihr auf dem halben Weg
zur Gegenwart „steckengeblieben“ seid. Quält Euch nicht herum, und werdet nicht alarmiert.
Ihr seid auf ein POSTULAT gestossen, auf einen Entschluss, den Ihr getroffen habt, von etwas
nicht loszukommen oder über dieses Erlebnis niemals hinwegzukommen. Ihr seid auf
etwas gestossen, das Ihr selbst gedacht habt, und das Euch davon abhält, an dem Erlebnis
vorbei weiterzugehen. Wahrscheinlich ist es Reue. Empfindet das Gefühl der Reue, und es
kann sein, dass Ihr loskommt. Oder empfindet das Gefühl, dass Ihr Euch selbst oder jemandem
anderen die Schuld für das Ereignis gebt. Oder empfindet einfach die Gegenemotion, die
in einem Moment verborgen sein wird. Sie ist reif zum Durchlaufen. Es wird vorausgesetzt,
dass Ihr das Folgende alles zu Ende lest, bevor Ihr es versucht.
Locks könnt Ihr mit verschiedenen Geschwindigkeiten durchlaufen. Ihr könnt sie so
schnell durchlaufen, dass Ihr nicht einmal wisst, woraus die Geschehnisse bestehen. Das ist
MAXIMUM. Oder Ihr könnt sie so langsam durchlaufen, dass Ihr jedes Wort wisst, das gesprochen
worden ist. Das ist VERBAL. Oder Ihr könnt sie mit Geschwindigkeiten laufen, die
dazwischen liegen. Vielleicht habt Ihr mit jemandem zusammengelebt, der darauf bestanden
hat, dass Ihr jedem seiner Worte lauscht – und Ihr könnt feststellen, dass Ihr die Locks mit
einer Geschwindigkeit durchlauft, die man scherzhaft als „Schildkröte“ bezeichnen kann. Das
ist zu langsam. Meist wird das Durchlaufen von Locks mit der Geschwindigkeit BESCHLEUNIGT
durchgeführt, die einem einfach einen kurzen Blick auf alle aufeinanderfolgenden
Geschehnisse und eine Vorstellung davon ermöglicht.
Leichte Emotion, Gegenemotion, Schuld, Formulierungen, Menschen, alles kann
durchlaufen werden.
Eines der wichtigsten Dinge, die man durchläuft, ist GEGENEMOTION, die in Akt 7
erwähnt, aber nicht erklärt wurde.
Habt Ihr je einen Raum betreten und gewusst, dass die Menschen darin zuvor über
Euch gesprochen hatten? Oder dass vor Eurem Eintritt ein Kampf stattgefunden hatte? Die
„Atmosphäre“ wirkt geladen. Wenn jemand dasteht und Euch zusammenstaucht, spürt Ihr
den Zorn?
Ihr habt Emotionen, die Ihr gegenüber anderen Menschen entladet. Ihr versucht sie enthusiastisch
zu stimmen, oder Ihr wollt sie dazu bringen, den Ernst irgendeiner Sache zu erkennen,
oder Ihr zeigt ihnen Eure Geringschätzung. Nun, sie empfinden es nicht so sehr als
gesprochene Worte, sondern als Emotion.
Ein guter Redner ist jemand, der eine grosse Menge von Emotion hervorbringen kann
und auf diese Weise ein Publikum in Spannung versetzen oder anspornen kann. Dasselbe
Ding könnte man mit Missemotion machen, mit Zorn, Gram und so weiter.
Massenhysterie ist ein wohlbekanntes Phänomen. Ein einzelner in einer Menschenansammlung
wird unruhig. Daraufhin wird die ganze Versammlung unruhig, ohne auch nur
zu wissen, was los ist. Das ist eine weiterentwickelte Manifestation des „Herdeninstinkts“.
Der Mensch wanderte in Rudeln. Es war sicherer für ihn, augenblicklich davonzulaufen oder
anzugreifen, als herumzutrödeln und auf verbale Anweisungen zu warten. Daher Massenemotion.
Das ist ein Überlebensinstinkt.
Mehr noch, die Emotion ist das Verbindungsstück zwischen Gedanken und Aktion.
Emotion ist der Klebstoff im Faksimile.
Es gibt DENKEN, EMOTION und ANSTRENGUNG. Das Denken ist der eine Grenzbereich
für die Emotion. Anstrengung oder körperliche Aktion ist der andere.
Anstrengungen und Gegenanstrengungen sind bereits erwähnt worden. Irgend jemand
schlägt auf Euch ein. Das ist eine Gegen- Anstrengung. Ihr sträubt Euch gegen den Schlag.
Das ist die Anstrengung. Ihr verwendet zwei Arten von Anstrengung; die Anstrengung, in
Ruhestellung zu bleiben, und die Anstrengung, in Bewegung zu bleiben. Es gibt daher auch
zwei Gegenanstrengungen, auf die Ihr stossen könnt. Die eine, die sich gegen Euch wendet,
und die andere, die sich weigert, sich zu bewegen. Ihr könnt das sehr leicht sehen. Gerade
jetzt macht Ihr eine winzige Anstrengung, um dieses Buch hochzuhalten, während die Gegenanstrengung
der Schwerkraft es hinunterzieht. Jeden Tag lässt die Gegenanstrengung der
Schwerkraft einen Menschen während seiner wachen Stunden zusammenschrumpfen, etwa
knapp zwei Zentimeter. In der Nacht gewinnt er sie wieder zurück.
EMOTION und GEGENEMOTION sind ähnlich wie ANSTRENGUNG und GEGENANSTRENGUNG.
Mit Euer Emotion verfolgt Ihr zwei Ziele. Das Denken versucht auf dem
Umweg über die Emotion Aktion zu stoppen, und zwar eigene Aktion oder ausserhalb liegende.
Das Denken versucht auf dem Umweg über die Emotion, Aktion in Gang zu setzen –
eigene oder fremde. Zorn zum Beispiel versucht, fremde Aktion aufzuhalten. Furcht versucht,
eigene Aktion in Gang zu setzen, um zu fliehen.
Nun, Emotion ist Emotion, ob es nun Eure Emotion ist oder die eines anderen. Lebt Ihr
in der Umgebung eines Menschen, der andauernd zornig ist, werdet Ihr beginnen, emotionell
auf diesen Zorn zu reagieren, denn der Zorn versucht Euch zu stoppen, was immer Ihr auch
tut. Lebt Ihr in der Umgebung eines Menschen, der Angst hat, werdet Ihr seine Angst aufgreifen
und den Versuch machen, ihr mit eigener Emotion entgegenzuwirken, wobei Ihr gewöhnlich
seine Flucht aufzuhalten versucht. Oder Ihr könnt in den unglücklichen Zustand
geraten, die Gegenemotion solcher Menschen mit Eurer eigenen Emotion zu duplizieren. Ihr
tut das, wann immer Ihr jemandem zustimmt. (Der wichtigste Minuspunkt in leichten Büchern,
die Freunde zu gewinnen und Menschen zu beeinflussen suchen. Sie machen die Leute
auch schliesslich krank- durch eine Übereinstimmung über Emotion.) Stimmt Ihr einem zornigen
Menschen zu, werdet Ihr ebenfalls zornig werden. Stimmt Ihr einem Menschen zu, der
Angst hat, werdet Ihr ebenfalls Angst bekommen. Stimmt Ihr mit einem Menschen überein,
der Kummer hat, werdet Ihr Euren eigenen Kummer fühlen. Und so weiter, wie es in einem
früheren Akt über ARK gesagt worden ist.
Ihr könnt Eure eigene Emotion und die Gegenemotion spüren, wenn Ihr ein Faksimile
untersucht. Oder Ihr könnt einfach Eure eigene Emotion spüren. Oder Ihr könnt nur die Gegenemotion
spüren. Ihr könnt aus einem Faksimile herausnehmen, was Ihr wollt. Der Trick
ist es, das herauszunehmen, was am aberrierendsten ist.
Nun lasst uns sehen, was mit einer Gegenanstrengung geschieht. Das, könnte man sagen,
ist dieser Druck, den Ihr manchmal in Eurem Magen spürt. Das ist nur ein Faksimile
eines alten Schlages, aber es ist manchmal sehr unangenehm. Wie befreien wir uns von diesem
Faksimile? Nun, wir können die Locks all der Zeitpunkte durchlaufen, wo es Euch jemals
belästigt hat. Und wir können so lange Locks damit durchlaufen, bis es Euch nie wieder
stören wird. Das ist der eine Weg. Es meldet sich sehr oft, daher können wir es mit Anstrengung
als ein Dienstfaksimile laufen (oder ein Auditor kann es laufen, was am besten ist, wenn
es um Anstrengung geht). Oder wir können eine Gram-Ladung aus Grossvaters Tod herauslaufen,
wenn Grossvater einen Magen hatte, der ihm Schwierigkeiten machte. Oder wir können
die Gegenemotion herauslaufen. Wir haben ein Dutzend Möglichkeiten, diese Magenprobleme
zu behandeln.
Lasst uns sehen, wie es am schnellsten geht. Das kann das DURCHLAUFEN VON
GEGENEMOTION sein.
Wenn es ein Druck oder ein Schmerz ist, dann ist es ein Faksimile von irgendeinem
Schmerz, der sich zuvor ereignet hat, und der im Gedächtnis immer noch als Faksimile existiert.
Offensichtlich entzieht es sich unserer Kontrolle -sonst würde es nicht schmerzen. Was
lässt es unserer eigenen Kontrolle entschlüpfen? Nun, nachdem der Schlag geführt war – oder
was auch immer die Gegenanstrengung war -, hat irgend jemand in der Umgebung begonnen,
genau in diesem Augenblick Emotion zu zeigen. Für Euch ist das Gegenemotion. Die Gegenemotion
hat die Oberhand über dieses Faksimile der Gegenanstrengung gewonnen und wird
dort festgehalten durch die Gegenemotion von irgend jemand anderem. Das ist die Art und
Weise, wie der Druck oder der Schmerz im Magen zustandekommt.
Versuchen wir nicht, das zu kompliziert zu machen. Es ist einfach. Georg ist von einem
Fussball in den Magen getroffen worden. Später zeigt seine Mutter Mitleid. Das macht ein
„gutes Faksimile“ daraus, so dass Georg daran festhält. Dann eines Tages heiratet er. Seine
Frau, auf 1,5, nörgelt an ihm herum wegen des Essens. Sie wird zornig auf ihn. Er möchte
stattdessen Mitleid, also aktiviert er dieses Faksimile, um Mitleid zu gewinnen, aber es funktioniert
nicht. Die Gegenemotion seiner Frau, ihr Zorn, verändert das Somatik vom Fussball
im Magen und bringt Zorn damit in Zusammenhang. Nun hat Georg keinerlei Kontrolle mehr
darüber. Es wird von seiner Frau kontrolliert und von ihrer Gegenemotion des Zornes. Im
Prozessing beginnt Georg den Zorn seiner Frau zu laufen. Das alte Faksimile mit dem Fussball
schaltet sich heftig ein und verschwindet dann, um nie wieder aufzutauchen.
Wo die Emotion von anderen im Spiel ist, sind Schmerzen Freiwild. Aber seltsam genug:
man muss einen anderen geliebt haben oder zumindest Mitleid für ihn empfunden haben,
damit die Gegenemotion dieses Menschen eine merkliche Wirkung haben kann.
Der Zyklus sieht also folgendermassen aus: Ein Schlag oder ein Schmerz wird zu einem
Faksimile. Das Faksimile wird vom Menschen verwendet. Oder er wird nicht gut damit
fertig. Jemand, der ihm nahesteht, wird zornig auf ihn oder verhält sich ihm gegenüber angsterfüllt
oder traurig. Diese Emotion (Gegenemotion) schaltet den alten Schlag oder Schmerz
ein. Wenn die Gegenemotion heftig ist, dann kann nicht einmal Anstrengungs-Prozessing mit
diesem alten Faksimile in Berührung kommen, bevor die Gegenemotion davon entfernt ist.
Der Prozess geht so: Ihr habt Schmerzen. Ihr könnt sie nicht loswerden, indem Ihr einfach
ihre Ursache identifiziert, oder mit anderen leichten Mitteln. Ihr macht einen Zeitpunkt
ausfindig, wo jemand, den Ihr liebtet, an dieser speziellen Stelle Gegenemotion entwickelte.
Mit Hilfe des Durchlaufens von Locks durchlauft Ihr die ganze Gegenemotion, die an jener
Stelle geäussert worden ist, ob es nun Mitleid war oder Zorn oder Furcht. Es spielt keine Rolle,
was Ihr in bezug auf Eure eigene Emotion tut.
Eines von zwei Dingen wird geschehen: Ihr werdet das alte Faksimile finden und loswerden
– oder Ihr werdet Gegen- Emotion von einer grossen Anzahl von Menschen finden,
werdet sie auslaufen und dann ein grosses Secondary entdecken, das gelaufen werden muss,
oder ein SCHMERZHAFTES ERLEBNIS, das mit Anstrengungsprozessing gelaufen werden
muss. Dieses Geschehnis ist das Dienstfaksimile.
Was auch immer geschieht, Ihr könnt nichts falsch machen, wenn Ihr jede Gegenemotion
lauft, die Ihr finden könnt.
Jede Atmosphäre, in der Ihr gelebt habt, hat eine „emotionelle Qualität“. Ihr werdet
feststellen, dass Emotion nicht nur von menschlichen Wesen kommt. Ihr werdet Zeiten in
Eurem Leben finden, als Ihr vor einer Atmosphäre allein davongelaufen seid, aus keinem
anderen Grund, als dass Ihr das „Gefühl“ davon nicht mochtet. Ihr werdet feststellen, dass Ihr
Menschen, bestimmte Personen, bestimmte Gruppen, vermieden habt, weil Ihr die Gegenemotion
nicht mochtet. Ihr werdet vielleicht entdecken, dass der nebelhafte Eindruck, den
Eure Erziehung in Eurer Erinnerung darstellt, aus Eurer Sichtweite gestossen wurde, einfach
weil Ihr die Atmosphäre der Schule gehasst habt, ihre Gegenemotion.
Vor allem und in erster Linie werdet Ihr Gegenemotion in Massen herumsitzen finden,
wann immer Ihr versagt habt. Das ist eine Mischung von Gegenemotion und Eurer eigenen
Emotion oder Eurer Reue oder Eurem Schuldgefühl.
Gegenemotion ist auf Euch ausgeströmt worden, auf Eure Gedanken, auf bestimmte
Teile Eures Körpers und besonders auf diese grosse oder auch geringfügige Schwäche, die
Ihr mit Euch herumtragt.
Werdet nicht beunruhigt, wenn beim Durchlaufen von Gegenemotion irgendein chronischer
Schmerz sich einzuschalten beginnt wie ein Grossbrand. Lauft nicht um einen Wasser
kübel. Lauft einfach mehr Gegenemotion. Es ist zweifelhaft, ob Euch das umbringen wird,
denn, seht, Ihr seid auch zuvor nicht daran gestorben, als Ihr es wirklich erlebtet.
Das sind nur Faksimiles. Wenn das wirkliche Ding Euch nicht ruiniert hat, dann kann
es das Faksimile wahrscheinlich auch nicht. Wenn Ihr allerdings ein sehr schwaches Herz
habt oder eine andere Krankheit, die Euch zwischen Leben und Tod schweben lässt, VERWENDT
NUR ERINNERUNGEN AUS DER GEGENWART ÜBER GEGENEMOTION
UND DURCHLAUFT KEINE LOCKS ÜBER GEGENEMOTION. Während zweier Jahre
haben diese Prozesse in den Händen des Publikums, eines oftmals sorglosen Publikums, niemals
einen Preclear auf Grund eines schwachen Herzens oder irgendeiner solchen gefährlichen
Krankheit verloren – aber ich muss doch bemerken, dass das nicht bedeutet, dass es
nicht vorkommen kann. Geht zum Arzt und zum Auditor, aber lasst es nicht zu, dass der Arzt
Euch den Auditor ausredet. Ärzte sagen Menschen mit schwachem Herzen immer, dass sie
ihre Geschwindigkeit verringern sollen – aber das ist es, was mit diesem Menschen nicht
stimmt. Er ist bereits zu langsam.
Die Aufgabe des achten Aktes ist zuerst ein genaues Studium des Durchlaufens von
Locks. Dann ein gründliches Studium der Gegenemotion. Schliesslich probiert dann das
Durchlaufen von Locks und von Gegenemotion getrennt aus, und am Schluss als einen einzigen
Prozess. Macht die folgenden praktischen Übungen:
DURCHLAUFT DIE LOCKS ÜBER ALLES, WAS IHR JEMALS ÜBER DIESE
NEUEN WISSENSCHAFT GEHÖRT HABT, SEI ES GUT ODER SCHLECHT, BIS IHR
VON DER SACHE EXTROVERTIERT.
DURCHLAUFT DIE LOCKS ÜBER ALLES, WAS IHR JEMALS  GEHÖRT
ODER GELESEN HABT, SEI ES GUT ODER SCHLECHT, BIS
IHR VON DER SACHE EXTROVERTIERT. WENN IHR NICHTS GEHÖRT HABT
-FEIN.
DURCHLAUFT DIE LOCKS ÜBER JEDE SCHLUSSFOLGERUNG ODER JEDES
POSTULAT, DAS IHRVIELLEICHT ÜBER DIESE WISSENSCHAFT GEMACHT HABT,
UND ÜBER JEDEN ENTSCHLUSS, DEN IHR DARÜBER GETROFFEN HABT,
WENN IHR JEMALS ZUVOR MIT ALTEN STANDARD-VERFAHREN AUDITIERT
WORDEN SEID, DANN DURCHLAUFT DIE LOCKS UBER ALLE SITZUNGEN
DIESES AUDITINGS.
WENN IHR NIEMALS ZUVOR AUDITIERT WORDEN SEID, DANN GREIFT JEDEN
ZEITPUNKT AUF, ALS IHR DAMIT ÜBEREINSTIMMTET, EIN VERGANGENES
ERLEBNIS ZU KONTAKTIEREN.
WENN IHR JEMALS DARUM GEBETEN HABT, AUDITIERT ZU WERDEN,
DANN DURCHLAUFT DIE LOCKS JEDES ZEITPUNKTES, ALS IHR JEMANDEN GEBETEN
HABT, EUCH ZU AUDITIEREN.
Wenn Ihr damit fertig seid, dann macht die folgenden Übungen:
WENN IHR JE AUDITIERTWORDEN SEID, DANN DURCHLAUFT DIE LOCKS
DER GEGENEMOTION EURES AUDITORS UND DER UMGEBUNG. Ruft Euch in Erinnerung,
wie seine Emotion sich für Euch angefühlt haben könnte. Wenn Ihr keinerlei Kontakt
damit bekommt, macht Euch keine Sorgen. Ihr habt ihn nicht gemocht.
NEHMT JEMANDEN IN EUREM LEBEN HER, VON DEM IHR BEGEISTERT
WART. DURCHLAUFT DIE LOCKS ALLER ZEITPUNKTE, ALS IHR IHM ODER IHR
GEGENÜBER MITLEID GEZEIGT HABT. ABER KONZENTRIERT EUCH DABEI AUF
DIE EMOTION DIESES MENSCHEN, ALS ER IN SCHWIERIGKEITEN WAR ODER
SCHMERZEN LITT. DURCHLAUFT DIESE LOCKS, BIS IHR VON DER SACHE EXTROVERTIERT.
DURCHLAUFT DIE LOCKS ALLER ZEITPUNKTE, ALS IHR VERSUCHTET,
MENSCHEN GERINGFÜGIGE HILFE ZU LEISTEN. MACHT DAS GANZ ALLGEMEIN,
OHNE BESONDERE AUFMERKSAMKEIT AUF GEGENEMOTION ZU RICHTEN.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS ALL DER GEGENEMOTION VON MENSCHEN,
DENEN IHR ZU HELFEN VERSUCHT HABT, IHRE EMOTION EUCH GEGENÜBER
VOR UND NACH DEM ZEITPUNKT, ALS DIE HILFELEISTUNG ODER
DAS ANGEBOT ERFOLGTE.
Das sind Übungen. Die letzte Aktion ist allerdings ein sehr wirksamer Prozess. Nun
macht weiter mit den folgenden wirksamen Prozessen:
GEHT ZUM ZWEITEN AKT (ARK),WO IHR EINE LISTE VON MENSCHEN GEMACHT
HABT, DIE AFFINITÄT, REALITÄT UND KOMMUNIKATION EUCH ENTWEDER
AUFGEZWUNGEN HABEN ODER SIE VERHINDERT HABEN. DURCHLAUFT
DIE LOCKS DER GEGENEMOTION DIESER MENSCHEN IN DER GEGENWART
UND IN DER VERGANGENHEIT IN JEDEM ERLEBNIS VON AUFGEZWUNGENEM
UND VERHINDERTEM ARK. HAKT JEDEN NAMEN AB, DEN IHR IM
ZWEITEN AKT AUFGESCHRIEBEN HABT. DURCHLAUFTDIE LOCKS, BIS IHRVONJEDEM
EXTROVERTIERT.
Wenn Ihr alles bis zu diesem Punkt abgeschlossen habt, in erster Linie aber das Überprüfen
all der Menschen, die im zweiten Akt erwähnt worden sind, dann setzte mit Folgenden fort:
AUF SEITE 32 IM DRITTEN AKT HABT IHR EURE EINSTELLUNGEN GEGENÜBER
DER WELT AUFGEZÄHLT, IN DER IHR LEBT. DURCHLAUFT DIE LOCKS
JEDES ZEITPUNKTS, ALS IHR EINE ENTSPRECHENDE ENTSCHEIDUNG GETROFFEN
HABT, ODER DIE EINSTELLUNG GEFÜHLT HABT, DIE IHR AUFGEZÄHLT
HABT. NEHMT JEDE FORMULIERUNG, DIE IHR AUFGESCHRIEBEN HABT, UND
DURCHLAUFT JEDEN ZEITPUNKT, ALS IHR AUF DIESE WEISE GEFÜHLT HABT.
DANN GEHT ÜBER ZUR NÄCHSTEN FORMULIERUNG.
WENN IHR DAS BEENDET HABT, DANN LAUFT DIE GEGENEMOTION IN
ALLEN SOLCHEN ERLEBNISSEN AUS.
WENN IHR MIT DER GEGENEMOTION IN JEDEM ERLEBNIS FERTIG SEID,
DAS IHR EUCH IM ZUSAMMENHANG MIT EURER EINSTELLUNG ZURÜCKGERUFEN
HABT, DANN NEHMT EUCH DIE GROSSE TABELLE VOR.
BEGINNT MIT DER UNTERSTEN FORMULIERUNG VON SPALTE 1 AUF DER
GROSSEN TABELLE. DURCHLAUFT JEDEN ZEITPUNKT, ALS IHR EUCH GEGENÜBER
DER WELT AUF SOLCHE WEISE FÜHLTET – ODER GEGENÜBER EUCH
SELBST, GEGENÜBER GRUPPEN, TIEREN, GEGENÜBER DEM HÖCHSTEN WESEN.
(In diesem Prozess können die meisten, aber nicht alle Formulierungen verwendet worden sein.)
NEHMT DIE NÄCHSTHÖHERE FORMULIERUNG IN SPALTE 1 UND DURCHLAUFT
SIE FÜR ALLE DYNAMIKEN.
NEHMT DIE NÄCHSTHÖHERE FORMULIERUNG IN SPALTE 1 UND DURCHLAUF
SIE FÜR ALLE DYNAMIKEN.
GEHT DEN GANZEN WEG BIS ZUR SPITZE VON SPALTE 1 WEITER DURCH
UND DURCHLAUFT JEDE ZEILE FÜR JEDE DYNAMIK.
BEGINNT UNTEN IN SPALTE 2 UND NEHMT DIE UNTERSTE FORMULIERUNG.
DURCHLAUFT JEDEN ZEITPUNKT, ALS IHR EUCH SELBST ODER DER
WELT DIESE FORMULIERUNG GESAGT HABT. MACHT DAS FÜR JEDE DYNAMIK.
NEHMT DIE NÄCHSTHÖHERE FORMULIERUNG IN SPALTE 2 UND DURCHLAUFT
SIE FÜR JEDE DYNAMIK.
MACHT WEITER IN SPALTE 2, INDEM IHR JEDE FRAGE DER REIHE NACH
FÜR JEDE DYNAMIK DURCHLAUFT. DURCHLAUFT JEDE FORMULIERUNG VON
UNTEN NACH OBEN IN JEDER SPALTE FÜR JEDE DYNAMIK, BIS IHR JEDE FORMULIERUNG
AUF DER GROSSEN TABELLE DURCHLAUFEN HABT.

DER NEUNTE AKT
In diesem Akt beschäftigen wir uns mit noch eingehenderem Verständnis mit Emotion
und Gegenemotion.
Der technische Hintergrund davon ist Einfachheit; aber es ist eine Einfachheit, die erst
nach zwanzig Jahren Arbeit entdeckt wurde. Alle Dinge sind kompliziert, wenn sie nicht genügend
verstanden werden. Die Evolution des Wissens geht in Richtung Einfachheit, nicht in
Richtung Kompliziertheit. Eine Evolution in Richtung Kompliziertheit ist eine Evolution in
Richtung auf ein autoritäres System und Pomposität – „Du kannst das auf keinen Fall verstehen,
deshalb bin ich, der es zu verstehen vorgibt, eine wichtige Person“ ist die Haltung, die
das Lernen in einen Sumpf steuert. Das einzige, was eine Wissenschaft von dem Interesse
oder der Aufmerksamkeit eines Menschen in Anspruch nimmt, ist, dass eine Wissenschaft
die Fähigkeit besitzt, Phänomene in ein arbeitsfähiges System zu bringen und diese Phänomene
zum besseren Verständnis anzuordnen. Eine Gruppe von Daten, die das nicht zuwege
bringt, ist nicht nur keine Wissenschaft, sondern Blendwerk und Betrug. Wenn Ihr daher mit
irgendeiner Idee arbeitet, dass der menschliche Verstand „zu kompliziert ist, als dass man ihn
verstehen könnte“, dann nehmt Ihr den Standpunkt jener ein, die versagt haben. Das Problem,
den menschlichen Verstand zu entschlüsseln, war überaus schwierig. Die Erklärungen für die
Arbeitsweise und die Schwierigkeiten des menschlichen Verstandes sind sehr einfach.
Wir haben drei Operationsebenen. Das sind DENKEN, EMOTION und ANSTRENGUNG.
Das Denken erzeugt Bewegung oder Aktion durch das Medium der Emotion. Bewegung
und Anstrengung im allgemeinen erzeugen Denken, und zwar sowohl unmittelbar als
auch durch das Medium der Emotion.
Denken ist zeitlos. Es findet augenblicklich statt. Emotion existiert ebenso ohne ZEIT,
wo ihr Frequenzbereich an das DENKEN grenzt. ANSTRENGUNG UND AKTION ENTHALTEN
ZEIT. Eine Bewegung ist eine Veränderung der Position im Raum. Eine Veränderung
der Position erfordert Zeit. Der übliche Partner von Zeit und Raum ist Bewegung. Um
Bewegung zu haben, müssen wir Raum und Zeit haben. Um EMOTION zu haben, brauchen
wir keine Zeit. Und es gibt keinerlei Zeit im Denken. Das ist der theoretische Hintergrund. Es
macht nicht viel aus, ob er genau verstanden wird oder nicht.
Ein Mensch ist eine Anhäufung von „Erinnerungen“, die zurückreichen bis zu seinem
ersten Erscheinen auf der Erde. In anderen Worten: Er ist zusammengesetzt aus all seinen
Faksimiles plus seinem Impuls ZU SEIN. Individualität hängt von Faksimiles ab. Selbst der
Charakter und die Form des Körpers, sein genetischer Bauplan, der bestimmt, ob man einen
Kopf hat oder zwei, ist aus Faksimiles zusammengesetzt, wie aus der Theorie und verschiedenen
Beweisen hervorgeht.
Die Faksimiles, die das Verhalten bestimmen, waren ursprünglich Gegenanstrengungen.
Alle Faksimiles enthalten Gegenanstrengungen. Der Körper und die Persönlichkeit sind
eigentlich alte Gegenanstrengungen, die das „Ich“ zu Anstrengungen gemacht hat. Gedanken
sind zeitlos. Ihr könnt Eure Augen schliessen und in Gedanken ein Ding sehen, von dem Ihr
genau wisst, dass es inzwischen aus dem MEST-Universum verschwunden ist. Ihr habt es
immer noch als Faksimile. Ihr könnt in Gedanken zurückgehen und ein kleines Kind sein. Im
Körper könnt Ihr nicht zurückgehen und die Vergangenheit verändern. Dass Ihr in Gedanken
zurückgehen könnt, sagt uns, dass das Denken auch genau hier in der Gegenwart existieren
muss. In anderen Worten: Ihr als Seele könnt das Gestern in Gedanken handhaben. Das Denken
ist zeitlos. Gedanken werden eingeordnet durch Eure Vorstellung davon, wann sie gedacht
worden sind. Solange Ihr das Zeit-Etikett eines jeden Gedankens kennt, gehört er zur
Gänze Euch. Wenn Ihr das Zeit-Etikett eines Gedankens nicht kennt, dann kontrolliert Ihr ihn
nicht länger.
Die Leute sagen sehr gerne, dass sie ein „schlechtes Gedächtnis“ haben. Sie verwenden
das als eine gesellschaftliche Entschuldigung, und damit sie sich nicht an Fehlschläge erinnern
müssen. Durch diese Prozesse wird das Gedächtnis sehr schnell repariert, bis ein
Mensch sich nach Belieben an Dinge erinnern kann. Seine Fähigkeit, sich Dinge zurückzurufen,
hängt von seiner Fähigkeit ab, die Zeit-Etikette auf seinen Faksimiles zu entziffern, wenn
man es so ausdrücken will. In anderen Worten: So lange er sich genau erinnern kann, besitzt
er die Kontrolle über das Faksimile. Wenn er sich nicht genau erinnern kann, dann besitzt er
keine Kontrolle über das Faksimile.
In der Foundation heilen wir Psychotiker, die Verzweiflung von Jahrtausenden der Zivilisation,
in einer relativ kurzen Zeitspanne. Zweitausend Jahre lang hat man ihnen psychotische
Schocks und Operationen verpasst, man hat sie ihrer Freiheit beraubt – es hat sich nichts
daran geändert. Einzig Freud hat eine Veränderung vorgeschlagen, aber er kannte den Grund
dafür nicht und hatte auch die Effektivität nicht. Heute, in grossen Institutionen, gelten diese
antiken Methoden als „moderne“ Behandlung. Aus unserem gegenwärtigen Wissen heraus
stellen wir die geistige Gesundheit und Effektivität von Psychotikern wiederher- etwas, das
nie zuvor mit Verlässlichkeit oder einer Erfolgsgarantie getan worden ist. Wir stellen sogar
Psychotiker wieder her, die „moderne“ Behandlungen erhalten haben – Elektroschock und
alles andere. Wie ist das möglich?
Macht es so: Ein geisteskranker Mensch kann nicht vernünftig denken oder sich selbst
kontrollieren. Das bedeutet, dass er mit seinen Faksimiles nicht umgehen kann. Durch eine
Sehe von präzisen Schritten gibt der Auditor dem Psychotiker die Kontrolle über seine Faksimiles
zurück. Diese Schritte sind wie folgt:
1. Durch Nachahmung (eine Form von Kommunikation), Berührung (die unmittelbarste
Kommunikation) und durch allgemeines ARK bringen wir den Psychotiker mit einem
menschlichen Wesen in Kommunikation – mit dem Auditor. Das ist manchmal langwierig
und mühsam. Es ist der anstrengendste Schritt. Man kann ihn unterstützen, indem man dem
Psychotiker MEST gibt – Zeit und Raum -, und indem man ihn freilässt.
2. Der Auditor arbeitet dann daran, den Psychotiker in Kontakt mit der Gegenwart zu
bringen. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf Objekte und die allgemeine Umwelt, bis der
Psychotiker sieht, dass diese real sind. Wenn der Auditor weiss, dass der Psychotiker über die
Realität von Betten und Wänden Bescheid weiss, dann richtet er die Aufmerksamkeit auf den
Psychotiker selbst als geistiges Wesen. Zusammen mit dem Psychotiker vergewissert er sich
dessen, dass der Psychotiker seine eigenen Hände und Füsse und seinen Körper kontrolliert.
3. Auf dieser Stufe kann der Auditor den Psychotiker in Verbindung mit anderen Menschen
und einer grösseren Umgebung zu bringen beginnen. Das ist wieder mehr Gegenwart.
Der Auditor bewertet NIEMALS irgend etwas für den Psychotiker. Der Psychotiker ist geisteskrank
durch zu viel BEWERTUNG durch andere, und wird rückfällig werden, wenn wieder
jemand für ihn zu denken beginnt.
4. Der nächste Schritt besteht darin, den Psychotiker dazu zu bringen, etwas zu bewerten.
Das kann so harmlos sein wie die Frage, ob Hamburger gut schmecken oder nicht. Der
Psychotiker trifft eine Entscheidung über eine Bewertung. Dann über viele Bewertungen in
der Gegenwart.
5. Nun wird der Psychotiker gebeten, kleinere Entscheidungen in der Gegenwart zu
treffen, plus Aktion auf Grund dieser Entscheidungen. Das beinhaltet den Vorgang, dass er
sich entschliesst, etwas zu akzeptieren, und dass er sich entschliesst, sich von etwas zu trennen;
denn die Handhabung von MEST ist der Handhabung von Gedanken nicht unähnlich,
und für einen Psychotiker sind Gedanken genauso massiv wie MEST.
6. Der nächste Schritt besteht darin, dass man den Psychotiker dazu bringt, sich an irgend
etwas aus seiner Vergangenheit zu erinnern, ganz egal, wie allgemein. Er wird gebeten,
sich Dinge zurückzurufen, bis er auf ein Erlebnis stösst, von dem er WIRKLICH WEISS,
DASS ES REAL IST. Es ist real für ihn. Es ist eine echte Erinnerung. Das ist ein weiterer
Markstein in seiner Tonstufe, genauso wie es auch alle anderen dieser aufgezählten Schritte
sind. Aber es ist der wichtigste Punkt. Er hat eines seiner Faksimile als echt erkannt. Er wird
nicht genötigt, zuzugeben, dass es real ist. Er erinnert sich und weiss, dass es wirklich geschehen
ist. Dann wird er dazu gebracht, sich viele solche Erlebnisse zurückzurufen.
ER WIRD NIEMALS ENTWERTET BEZÜGLICH DESSEN, WAS ER FÜR REAL HÄLT.
MAN DISKUTIERT AUCH NICHT MIT IHM DARÜBER. DER AUDITOR IGNORIERT DIE HALLUZINATIONEN EINFACH UND AKZEPTIERT SCHLIESSLICH EINE ECHTE ERINNERUNG.
7. Der folgende Schritt besteht darin, den Psychotiker dazu zu bringen, sich an eine vergangene
Einschätzung zu erinnern, an eine Zeit, als er eine Entscheidung über den Charakter
oder die Beschaffenheit von etwas traf. Man findet den exakten Augenblick der Einschätzung.
Dann wird der Psychotiker dazu gebracht, sich an eine Entscheidung zu erinnern, die er
in der Vergangenheit getroffen hat. So werden viele Einschätzungen und Entscheidungen
zurückgerufen.
8. Der Psychotiker wird nun über die Zeiten befragt, als er Menschen geholfen hat.
Wenn es möglich ist, werden schwere Fehlschläge vermieden. Wenn er sich Zeiten zurückgerufen
hat, als er Menschen geholfen hat, und wenn er weiss, dass jedes Erlebnis, an das er
sich erinnert hat, echt ist und wirklich geschehen ist, dann geht man zum nächsten Schritt
über.
9. Der Auditor versucht nun, die Entscheidung zu lokalisieren, den exakten Augenblick
mit allen erreichbaren Wahrnehmungen, als der Psychotiker beschlossen hat, verrückt zu
werden. Es kann viele solche Entschlüsse geben. Jeder von ihnen wird viele Male zurückgerufen.
10. Der Psychotiker wird nun über das Gebiet von Verwandten oder Freunden befragt,
die gestorben sind oder Misserfolge erlitten haben, bis man einen entdeckt, der wahnsinnig
geworden ist. Das ist die Stelle, an der er für einen anderen ein Ziel weiterverfolgt hat.
11. Nun arbeitet man mit dem Psychotiker auf dem Gebiet des Mitleids; was er getan
hat, um Mitleid zu erringen, weiches Mitleid er anderen gegeben hat. Wahrscheinlich wird
eine Gram-Ladung in Sicht kommen, die gelaufen werden kann.
Der Mensch im Bereich von Stufe acht kann nicht länger als sehr psychotisch klassifiziert
werden, ab Stufe zehn ist er höchstens neurotisch. Und er kann mit Gegenemotion prozessiert
werden, mit Reue und anderen Techniken.
Das ist hier dargelegt, um Euch eine gewisse Vorstellung davon zu verschaffen, was
Psychose ist, und wie die geistige Gesundheit wiederhergestellt wird. Es ist die Unfähigkeit,
mit den eigenen Faksimiles umzugehen. Die geistige Gesundheit wird wiederhergestellt, indem
man Schritt für Schritt die Fähigkeit eines Menschen wiederherstellt, mit seinen Faksimiles umzugehen.
Aber durch weiche Mechanismen wird ein Individuum unfähig, seine Erinnerungen
handzuhaben? Es gibt verschiedene Antworten, aber die wichtigste von ihnen ist GEGENEMOTION.
Gegenemotion wird als die „Atmosphäre“ rund um eine Person oder einen Ort empfunden.
Bitten Sie irgend jemanden darum, sich das „Gefühl“ der „Atmosphäre“ eines Gebietes
oder eines Menschen zurückzurufen, und er kann sie zumindest teilweise wiedererleben.
Emotion kann laut der gegenwärtigen Theorie von jedermann gegenüber jedermann
entwickelt werden. Die Emotionen von A können in die Gedanken von B einsickern, aber so
weit es uns zum Zeitpunkt dieser Niederschrift betrifft, sind die Mechanismen von Gedanken
und Gegen-Gedanken nicht sehr gut bekannt. Emotion und Gegenemotion hingegen können
leicht nachgewiesen werden.
Wie kontrolliert ein menschliches Wesen ein anderes? Hoch auf der Tonskala geschieht
es, indem man das Individuum so weit wie möglich sich selbst kontrollieren lässt. Unterhalb
von 2,0, im Bereich der Missemotionen, versucht ein menschliches Wesen ein anderes zu
kontrollieren oder zu zerstören, indem es GEGENEMOTION und GEGEN-GEDANKEN verwendet.
Die Atmosphäre, die einen missemotionalen Menschen umgibt, kann leicht wahrgenommen
werden. Wenn man in Anwesenheit eines missemotionalen Menschen ein Faksimile
vorbringt, dann wird in dieses Faksimile sofort Missemotion hineingemischt. Anstrengung
wird durch körperlichen Kontakt übermittelt. Emotion wird einfach durch Zorn, Furcht,
Streit, Mitleid und so weiter von einem missemotionalen Menschen in das Faksimile eines
anderen übertragen. Ihr habt vielleicht bemerkt, wie Ihr in der Umgebung von Menschen, die
verlegen sind oder sich fürchten oder sich gezwungen fühlen, Eurer selbst weniger sicher
werdet oder beginnt, Euch unbehaglich zu fühlen. Das ist ein einfacher Mechanismus. Eure
Faksimiles werden durch eine fremde Emotion „gefärbt“.
Jedes Faksimile, das Ihr mit Argumenten oder Überzeugung einem missemotionalen
Menschen gegenüber vorbringt, wird von ihm mit Gegenemotion durchsetzt. DIESE GEGENEMOTION
ENTZIEHT EUER FAKSIMILE EURER EIGENEN KONTROLLE UND
BRINGT ES UNTER DIE KONTROLLE DES MISSEMOTIONALEN MENSCHEN.
Nichts ist leichter zu beweisen. Ihr habt wahrscheinlich beim Durchlaufen von Locks
bemerkt, dass bestimmte Menschen „abgesperrt“ waren, oder dass die gesamte Spur abgesperrt
war. Dieser abgesperrte Mensch war missemotional. Die Faksimiles, die Ihr in der
Umgebung jenes Menschen offenbart habt, haben dessen Emotion in sich, nicht Eure eigene.
Euer Denken hat daher aufgehört, solche Faksimiles zu kontrollieren. Sie kommen nicht in
Sicht, wenn Ihr nach ihnen ruft. Sie sind „abgesperrt“.
Nicht länger Ihr besitzt die Faksimiles, sondern der missemotionale Mensch.
Eines nach dem anderen können Eure Faksimiles von missemotionalen Menschen Eurer
Kontrolle entrissen werden. Das Endresultat ist, dass Euch weder Eure Faksimiles noch
Ihr selbst mehr gehören. Das Endresultat ist Kontrolle durch die Umwelt, nicht Selbstkontrolle,
Missemotion anstelle von Selbstvertrauen. Zweifel und Angst vor dem Handeln. Kurz
gesagt: solche Reaktionen, wie sie im tieferen Bereich der grossen Tabelle erscheinen. Verlangsamte
Reaktionszeit, Krankheit und chronische Schmerzen stammen von diesen Faksimiles,
die nicht länger unter Eurer Kontrolle stehen. Missemotion hat sie überschwemmt, hat sie
abgesperrt – und deshalb können sie Euch verletzen.
Eine andere, vielleicht noch einfachere Sache sind die GEGEN-GEDANKEN. Ihr
denkt etwas, jemand anderer denkt etwas anderes. Das Denken des anderen ist Euren Gedanken
entgegengesetzt. Lebt eine Zeitlang in der Nähe eines Menschen, der tief auf der Skala
steht, und Eure Gedanken werden überschwemmt von Gegen-Gedanken. Das wird rehabilitiert,
indem man einfach die Ideen eines anderen läuft und den Augenblick, als er ihnen Ausdruck verliehen hat.
Gegenemotion und Gegen-Gedanken können genügend schwerwiegend werden, dass
sie Euch die Illusion geben, Ihr hättet die Faksimiles eines anderen. Das ist das letzte Extrem.
Das ist Halluzination. Nehmt einen Menschen her, der normalerweise von Eurer Erinnerung
abgesperrt ist. Denkt Euch zurück zu einer Zeit, als dieser Mensch Euch eine Geschichte oder
ein Erlebnis erzählte. Ihr habt vielleicht keinen optischen Eindruck von diesem Menschen,
wie er Euch die Geschichte erzählt, sondern statt dessen seht Ihr die Vorgänge in der Geschichte.
Das ist ein Dub-in15, hervorgerufen durch die Missemotion dieses Menschen. Das
Endprodukt davon ist, den Time-Track irgendeines missemotionalen Menschen zu haben, mit
falschen Wahrnehmungen darauf. Das ist vollkommene Halluzination.
15 Dub-In: Ein unwissentlich geschaffenes, geistiges Bild, das eine Aufzeichnung vom MEST-Universum zu
sein scheint, aber in Wirklichkeit nur eine abgeänderte Kopie der Zeitspur ist.
Ein missemotionaler Mensch kann nicht nur in der Erinnerung abgesperrt werden, sondern
auch in der Gegenwart. Ein solcher Mensch verschwimmt. Wenn er ins Zimmer kommt,
hat man den Eindruck, dass das Licht ein wenig schwächer wird.
Wir alle haben den Wunsch, eine helle Welt zu sehen. Was sie vor allem verdüstert, ist
die Missemotion, die wir in unserem Faksimile von der Atmosphäre der Missemotion herumtragen,
in der wir uns aufgehalten haben.
Hier ist eine Übung:
GEHT ZU EINER STELLE AUF DER SPUR, WO SICH EINE ABSPERRUNG BEFINDET.
NUN VERSUCHT, DIE MISSEMOTION ZU FÜHLEN,
DIE VIELLEICHT IN DER ATMOSPHÄRE IST. ERLEBT DIESE GEGENEMOTION, INDEM IHR DAS ERLEBNIS SCHNELL MEHRERE MALE DURCHLAUFT.
Vielleicht hat sich ein Schmerz eingeschaltet. Wenn ja, dann lauft diese GegenEmotion
weiter, bis der Schmerz verschwunden ist. Wahrscheinlich lauft Ihr nicht die volle Länge des
Erlebnisses.
Neue Daten sind aus diesem abgesperrten Bereich vor Euch aufgetaucht. Eure eigenen
Gedanken und Gefühle in dem Bereich haben begonnen, sich aufzuklären. Ihr habt gewusst,
woran Ihr gedacht habt und was Ihr gesagt habt, wenn Ihr das Erlebnis einige Male durchlaufen
habt. Das ist die Übung, die notwendig ist, um die Wahrnehmung im Rückruf abgesperrter
Menschen und Bereiche wiederherzustellen.
Eine andere Übung:
GEHT ZU EINER STELLE IN EURER ERINNERUNG, WO EINE NORMALERWEISE
ABGESPERRTE PERSON EUCH EINE GESCHICHTE ODER EIN ERLEBNIS
ERZÄHLT. FINDET EINEN BEREICH, WO IHR DAS BILD DER GESCHICHTE BEKOMMT,
ABER NICHT DAS BILD DES MENSCHEN, DER DIE GESCHICHTE ERZÄHLT.
LAUFT DIE GEGENEMOTION DES BILDES MEHRERE MALE, BIS IHR EINEN
ANBLICK DES MENSCHEN BEKOMMEN, DER EUCH DAS ERLEBNIS ERZÄHLT.
So werden Menschen abgesperrt. Ein missemotionaler Mensch ist darauf spezialisiert,
den Leuten zu sagen, was sie denken sollen, und was die Leute denken. Die Absperrung der
Kindheit und halluzinatorische Bilder der Kindheit werden dadurch hervorgerufen, dass man
dem Kind oft und im Detail erzählt, was mit ihm geschehen ist. Das unterdrückt das Faksimile
des Kindes. Es wird entweder durch Absperrung oder durch ein falsches Bild ersetzt.
Lauft die Missemotion oder jede Gegenemotion von Zeiten, als Euch erzählt wurde,
was mit Euch geschehen ist. Lauft das, bis die Absperrung oder das Bild verschwindet. Ihr
müsst nicht unbedingt zu dem Erlebnis zurückgehen, über das gesprochen worden ist.
ZÄHLT FÜNF MENSCHEN AUF, DIE AUF EURER SPUR ABGESPERRT SIND.
1 .
2.
3.
4.
5.
LAUFT DIE ATMOSPHARE RUND UM DIESE ABSPERRUNGEN, BIS JEDE
VON IHNEN VOR EUREN AUGEN ERSCHEINT. WENN BILDER DAVON AUFTAUCHEN,
WAS SIE SAGEN, DANN LAUFT DIESE BILDER, BIS SICH STATT DESSEN
PERSONEN ZEIGEN.
WARNUNG: IHR WERDET BEI JEDER EINZELNEN DIESER PERSONEN AUF
MITLEID UND EINEN „WUNSCH“ NACH MITLEID VON EUCH STOSSEN. HORT
NICHT IN EINEM AUSBRUCH VON ZERKNIRSCHUNG AUF, DIE LOCKS ZU
DURCHLAUFEN. RAST NICHT ZU DIESEM MENSCHEN HIN, SCHREIBT IHNEN
NICHT, OB SIE NOCH AM LEBEN SIND. EURE MEINUNG UBER SIE WIRD SICH
ÄNDERN.
ZÄHLT FÜNF MENSCHEN IN EUREM LEBENAUF, DIE ANDERE IDEEN ÜBER
DIE DINGE HATTEN ALS IHR SELBST.
1 .
2.
3.
4.
5.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS ALLER ERLEBNISSE ODER GEGEN-IDEEN
JEDES AUFGEZÄHLTEN MENSCHEN. GREIFT ZUERST SEINE UND DANN EURE
EIGENEN GEDANKEN IN JEDEM ERLEBNIS AUF.
ZÄHLT DIE NAMEN ODER STANDORTE ALLER SCHULEN AUF, DIE IHR BESUCHT
HABT.
1.
2.
3.
4.
5.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS DER ATMOSPHÄRE JEDES KLASSENZIMMERS
UND JEDES LEHRERS JEDER SCHULE DER REIHE NACH ALS GEGENEMOTION.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS DER SCHÜLER, FREUNDE UND FEINDE IN
JEDER SCHULE DER REIHE NACH ALS GEGENEMOTION.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS DER LEHRER UND SCHULEN ALS GEGENGEDANKEN
ZU EUREN EIGENEN GEDANKEN ALLE DER REIHE NACH.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS DER SCHÜLER, FEINDE UND FREUNDE ALS
GEGEN-GEDANKEN ZU EUREN EIGENEN GEDANKEN ALLE DER REIHE NACH.
ZÄHLT FÜNF MENSCHEN AUF, DIE EUCH EURER MEINUNG NACH UNRECHT
GETAN HABEN.
1 .
2.
3.
4.
5.
DURCHLAUFT DIE LOCKS JEDER ZEIT, ALS IHR JEDEN VON IHNEN SAHET.
RICHTET DABEI EURE AUFMERKSAMKEIT AUF DIE GEGENEMOTION.
DURCHLAUFT DIE LOCKS JEDES ZEITPUNKTES, ALS IHR MIT JEDEM VON
IHNEN KOMMUNIZIERTET ODER IHN SAHET. RICHTET DABEI EURE AUFMERKSAMKEIT
AUF DIE GEGEN-GEDANKEN.
Betrachten wir nun ein anderes Phänomen der Emotion. Das ist die EMOTIONELLE
KURVE. Auf der Tonskala werdet Ihr einen Höhenunterschied zwischen verschiedenen
Emotionen und Missemotionen finden. Die emotionelle Kurve ist der Abfall oder Anstieg
von einer Emotionsstufe zur anderen.
Könnt Ihr einen Zeitpunkt finden, als Ihr glücklich wart und plötzlich traurig wurdet?
Das ist leicht. Erlebt – oder macht Euch eine Vorstellung davon -, wie Ihr Euch fühlen
würdet, wenn Ihr glücklich wäret, und dann, wie Ihr Euch fühlen würdet, wenn Ihr traurig
würdet. Dann erlebt die Veränderung vom Glücklichsein zur Traurigkeit. Nun findet eine
Situation, als Ihr glücklich wart und traurig wurdet. LAUFT DIESE KURVE.
Wer war anwesend? Lauft den Abfall in der Tonstufe als Eure eigene Emotion. Dann
lauft den Abfall in der Tonstufe als Gegenemotion, die Veränderung der Atmosphäre.
Lauft die emotionelle Kurve vom Glücklichsein zur Traurigkeit mehrere Male, bis Ihr
Eure eigenen Ideen und Gegen-Gedanken vollständig wiedergewonnen habt. Was habt Ihr
gedacht? Was hat der andere gesagt?
Es gibt zwei emotionelle Kurven. Die eine ist die emotionelle Kurve, die Ihr unmittelbar
selbst erlebt. Die andere ist die Kurve in der Gegenemotion, wo Ihr eine Veränderung in
der Tonstufe der Atmosphäre spürt.
Das ist ein Werkzeug des Auditors. Es wird verwendet, um das DIENSTFAKSIMILE
des Preclears zu lokalisieren.

DER ZEHNTE AKT
Wenn Ihr zum Teil oder zur Gänze von einem Auditor auditiert werdet, dann besteht
für den Auditor der zehnte Akt daraus, mit DENKEN, ANSTRENGUNG und EMOTION das
DIENSTFAKSIMILE auszulaufen. Er wird es mit Hilfe der Daten entdecken, die Ihr bereits
in dieses Buch geschrieben habt, oder indem er nach Euren Fehlfunktionen sucht und indem
er EMOTIONELLE KURVEN läuft, bis Ihr in das vordere Ende des Erlebnisses hineinlauft.
Ein Mensch, der ein sehr gründliches Wissen über andere Texte dieser Wissenschaft
besitzt, kann imstande sein, das Dienstfaksimile selbst zu laufen. Aber verschiedene Dinge
sprechen dagegen. Das erste davon ist, dass der Preclear versuchen wird, es ausserhalb seiner
Valenz zu laufen (als jemand anderer); das zweite, dass er es als wertvoll betrachtet und daher
nicht verlieren möchte. Das dritte ist, dass es einen Preclear so viel mehr Zeit kostet, sein
eigenes Dienstfaksimile zu laufen, als einen Auditor.

DER ELFTE AKT
Dieser Akt ist zur Gänze dem Gebiet des MITLEIDS gewidmet.
Durch Mitleid könnt Ihr einen Menschen wahrscheinlich umbringen. Das ist bereits
vorgekommen. Es gibt drei Stufen der Heilung. Die erste besteht darin, etwas Wirksames
gegen den Zustand zu tun; die nächste besteht darin, dass man es dem Patienten bequem
macht- wenn auf der ersten Stufe nichts für ihn getan werden kann. Die dritte Stufe besteht
darin, ihn zu bemitleiden – wenn man es ihm nicht bequem machen kann. Das steht in Obereinstimmung
mit der alten medizinischen Praxis. Wie auch immer, Mitleid ist etwas Entsetzliches,
wird aber als sehr wertvoll angesehen.
Der Überlebenswert des Mitleids ist folgender: Wenn ein Mensch verletzt oder bewegungsunfähig
ist, dann kann er nicht für sich selber sorgen, er kann sich keine Vorteile verschaffen,
kann sich nicht selbst verteidigen. Wenn er überleben will, dann muss er sich auf
einen anderen oder andere verlassen, die sich um ihn kümmern. Er versucht, solche Fürsorge
zu gewinnen, indem er sich um das Mitleid der anderen bemüht. Das ist praktisch. Die fröhliche
Kameradschaftlichkeit der Schwachen, Verkrüppelten oder Kranken ist ein Teil dieses
Mechanismus. Wenn die Menschen nicht mitleidig wären, dann wäre keiner von uns am Leben.
Gegen das Oberleben gerichtet sind folgende Seiten des Mitleids: Ein Mensch scheitert
bei irgendeinem Unternehmen oder bei einem Versuch zu helfen. Er betrachtet sich daraufhin
als unfähig, aus eigener Kraft zu überleben. Obwohl er nicht wirklich krank ist, wirbt er um
Mitleid. Wenn ein Mensch, der nicht wirklich krank oder durch eine Verletzung bewegungsunfähig
ist, um Mitleid wirbt, dann findet er, dass er so gründlich gescheitert ist, dass er aus
eigener Kraft nicht weiter am Leben bleiben kann. Sein Selbstvertrauen ist untergraben. Er ist
nicht imstande, mit sich selbst zurechtzukommen. Gegenemotion und Gegen-Gedanken haben
seine Faksimiles entstellt. Er fühlt, dass er Mitleid braucht, um es zu schaffen. Und er
zeigt eine Krankheit oder Behinderung, um Mitleid zu erringen. Das ist ein mechanischer
Vorgang und darf nicht herabgesetzt werden: der Mensch hat wirklich Hilfe nötig. Und fast
jedes menschliche Wesen neigt zu diesem Fehler. Beinahe jeder wird versuchen, Mitleid zu
gewinnen, indem er irgendein altes Faksimile hochhält. Eine psychosomatische Krankheit ist
Erklärung für Versagen und Bitte um Mitleid zugleich. Das macht das Mitleid, das man erhält,
nicht weniger süss. Und es macht die Krankheit um nichts weniger schmerzhaft.
In der Nähe seiner Eltern und Familienangehörigen neigt man besonders dazu, nach
Mitleid zu schreien. Der schlimmste Fall, der einem Auditor unterkommen kann, ist ein Fall,
der nur deshalb Auditing haben möchte, weil er das Mitleid des Auditors gewinnen will, und
der das DIENSTFAKSIMILE behalten möchte, weil es eine Quelle von Mitleid ist. Die Antwort
darauf ist, den Preclear auf der Tonskala genügend in die Höhe zu bringen, dass er ausreichend
Selbstvertrauen besitzt, um keinerlei Mitleid zu brauchen. Nur dann wird in manchen
Fällen das DIENSTFAKSIMILE (die technische Bezeichnung für das Faksimile, das
der Preclear dazu verwendet, um Mitleid zu gewinnen) für das Auditing zugänglich werden.
Die Aufgabe dieses Aktes ist, Mitleid-Faksimiles aufzugreifen.
In anderen Werken über diese Wissenschaft werden Sie in allen Details die Rolle der
Selbstbestimmung beschrieben finden. Wir alle sind von Natur aus selbstbestimmt. NICHTS,
was wir tun, liegt jenseits selbstbestimmten Handelns.
Wenn Ihr eine Entscheidung trefft, dann ist sie GETROFFEN.
Ein späterer Teil dieses Prozessings beschäftigt sich gründlich damit.
Niemand ist jemals krank geworden, ohne dass er in einem früheren Augenblick in seinem
Leben krank werden wollte. Da ist dieser Fall von Kinderlähmung, seit zwei Jahren bettlägerig.
Sie wurde krank, weil ihr ein anderes kleines Mädchen leid tat, das Kinderlähmung
bekam. So beschloss sie, selbst Kinderlähmung zu bekommen. Es war eine eindeutige Entscheidung,
gefolgt von zwei im Bett verbrachten Jahren.
Wenn Ihr daran zweifelt, dass Ihr jemals krank sein wolltet – was ist mit der Schule?
Habt Ihr Euch entschuldigt, indem Ihr Euch darüber beklagtet, krank zu sein? Wie oft habt
Ihr das getan?
DUCHLAUFT JEDEN EINZELNEN ZEITPUNKT, ALS IHR BESCHLOSSET, KRANK ZU WERDEN.
DURCHLAUFT ALLE GRÜNDE, DIE EUCH BESCHLIESSEN LIESSEN, KRANK ZU WERDEN.
Wenn Ihr diese Übung abgeschlossen habt, bis Ihr von der Sache extrovertiert seid,
dann beginnt mit dem Folgenden:
LOKALISIERT EINEN MOMENT, ALS IHR FÜR ETWAS MITLEID EMPFANDET.
DURCHLAUFT DIESEN MOMENT IMMER WIEDER, BIS ER DESENSIBILISIERT IST.
DURCHLAUFT NUN DIE GEGENEMOTION ZU EUREM MITLEID IN DEM SELBEN ERLEBNIS.
DURCHLAUFT DEN MITLEIDIGEN GEDANKEN IN DIESEM ERLEBNIS.
DURCHLAUFT DEN GEGEN-GEDANKEN IN DIESEM ERLEBNIS, FALLS ES EINEN GEGEN-GEDANKEN GIBT.
Diese vier Schritte sind das Muster für einzelne Erlebnisse. Wenn Ihr eine gewisse Anzahl
dieser Erlebnisse durchlaufen habt, dann werdet Ihr feststellen, dass das Mitleid auf der
ganzen Spur sich zu lösen beginnt.
In derselben Sache greift Ihr die folgenden Menschen auf. DURCHLAUFT JEDES
ERLEBNIS, DAS IHR FINDEN KÖNNT, IN DEM IHR FÜR DIESE MENSCHEN MITLEID EMPFUNDEN HABT, NACH DEM OBIGEN MUSTER.
(Lasst alle aus, die Ihr nicht gehabt habt.)
MUTTER. VATER. VORMUND. VATERS GROSSMUTTER. VATERS MUTTER.
VATERS GROSSVATER. VATERS VATER. MUTTERS GROSSMUTTER. MUTTERS
MUTTER. MUTTERS GROSSVATER. MUTTERS VATER. TANTEN. GROSSTANTEN.
ONKEL GROSSONKEL. SPIELKAMERADEN. EHEPARTNER. LEHRER. HUNDE.
KATZEN. PFERDE. GOLDFISCHE. KINDER. PUPPEN. SPIELZEUGE. TIERE. VÖGEL.
BESITZGEGENSTÄNDE. SCHAUPLÄTZE. HÄUSER. BETTEN.
DURCHLAUFT NUN DIE FOLGENDEN MÄRCHENFIGUREN BEZÜGLICH MITLEID
ODER EINER ANDEREN EMOTION. (Lasst alle aus, die Ihr nicht kennt. Aber seid
wirklich sicher, dass Ihr sie nicht gekannt habt.) TINY TIM. LITTLE ORPHAN ANNIE.
JEDES GEDICHT VON EUGENE FIELD. ENGEL. LITTLE NEL JEDE ANDERE MÄRCHENFIGUR.
Nun werden wir den Prozess umkehren.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EUCH IRGENDEINER AUS DER OBIGEN
LISTE VON VERWANDTEN UND ANDEREN MENSCHEN MITLEID SCHENKTE.
DURCHLAUFT JEDES ERLEBNIS IM DETAIL. DAS ERLEBNIS KANN KRANKHEIT
ENTHALTEN; WENN ES SO IST, DANN DURCHLAUFT ES SOLANGE, BIS ALLE
SYMPTOME, DIE DABEI AUFTRETEN, WIEDER VERSCHWINDEN.
(Durch das Durchlaufen von Emotion und Gegenemotion werden Faksimiles schwächer.)
DURCHLAUFT DIE FOLGENDEN DINGE, WOBEI IHR SELEKTIV AUF MITLEID
UND GEGENEMOTION ACHTET: EUCH SELBST. FÜR EURE AUGEN. FÜR
EUREN MUND. FÜR EURE OHREN. FÜR EUREN KOPF. FÜR EURE ARME. FÜR EURE
HÄNDE. FÜR EURE INNEREN ORGANE. FÜR EUREN MAGEN. FÜR EURE BEINE.
FÜR EURE FÜSSE. FÜR EUREN RÜCKEN. FÜR DIE GESCHLECHTSORGANE.
FÜR EUER LEBEN.
DURCHLAUFT MITLEID UND GEGENEMOTION FÜR JEDES DER FOLGENDEN
DINGE: JEDE GRUPPE. JEDEN STAAT ODER JEDE NATION. JEDE BEVÖLKERUNG.
FÜR DEN MENSCHEN IM ALLGEMEINEN. FÜR DIE WELT.
DURCHLAUFT MITLEID UND GEGENEMOTION FÜR JEDES DER FOLGENDEN
DINGE: BÄUME. CHRISTBÄUME. JEDE LEBENSFORM. DAS HÖCHSTE WESEN.
Nun überprüft all das analytisch. Ihr werdet folgende Entdeckung machen: Bevor Ihr
Mitleid empfandet, sündigtet Ihr auf die eine oder andere Weise. Ihr tatet etwas. Dann tat es
Euch leid. Dieses Vergehen kann geschehen sein, Jahre bevor Euer Mitleid zum Vorschein
kam, oder auch nur Minuten. Das ist die emotionelle Kurve des Mitleids.
Sie geht von Antagonismus oder Zorn hinunter zu Mitleid.
Ihr wisst jetzt, wo und auf weicher Dynamik Ihr das grösste Mitleid fühltet. War es für
Mutter? In Ordnung. Stellen wir fest, wo wir Mutter zum ersten Mal etwas antaten; sie tatsächlich verletzten.
DURCHLAUFTJEDEN EMPFÄNGERVON MITLEID, FRÜH GENUG, UM HERAUSZUFINDEN,
WO IHR SÜNDIGTET. LAUFT DAS VERGEHEN AUS. WENN ES
SICH NICHT LÖST, DANN LAUFT REUE ALS EMOTION, BIS IHR ES SCHAFFT.
WENN IHR AUF EINE GRAM-LADUNG TREFFT, DANN LAUFT SIE ALS NORMALES
GESCHEHNIS, WIE ES IN EINEM FRÜHEREN AKT BESCHRIEBEN IST.
ZÄHLT NUN DIE WICHTIGSTEN EMPFÄNGER VON MITLEID AUF.
ÜBERPRÜFT JEDEN VON IHNEN NOCHMALS UND LAUFT IHN NOCHMALS.
Das wurde gewöhnlich als „Schuld-Komplex“ bezeichnet. Dieser Prozess räumt damit auf.

DER ZWÖLFTE AKT
Es ist Zeit für uns, einen weiteren Blick auf „Knöpfe“ zu werfen. Es gibt verschiedene
spezielle Dinge, die jedes menschliche Wesen aberrierend findet und mit allen anderen gemeinsam hat.
DURCHLAUFT DIE LOCKS EINES JEDEN DER FOLGENDEN PUNKTE. RICHTET
DABEI EURE AUFMERKSAMKEITAUFGEGENEMOTION UND GEGEN-
GEDANKEN:
DINGE VERHEIMLICHEN. DINGE VOR SICH SELBST VERHEIMLICHEN. DINGE
VOR DEN ELTERN VERHEIMLICHEN. DINGE VOR ARBEITGEBERN VERHEIMLICHEN.
DINGE VOR LEHRERN VERHEIMLICHEN. DINGE VOR DER ÖFFENTLICHKEIT
VERHEIMLICHEN.
SPRECHEN. DAS GEFÜHL, DASS MENSCHEN SPRECHENWERDEN. DIE
ANGST DAVOR, DASS IHR SELBER SPRECHEN KÖNNTET. DIE GEHEIMNISSE,
DIE IHR NICHTZU ERZÄHLEN WAGT. DIE GEHEIMNISSE, VON DENEN IHR VERSPROCHEN
HABT, SIE NICHT ZU ERZÄHLEN. ANGEREDET WERDEN. DIE ANGST
DAVOR, ZU JEMANDEM ZU SPRECHEN. DIE ANGST DAVOR, ZU VERSAMMLUNGEN
ZU SPRECHEN. HINTER DEM RÜCKEN DER LEUTE SPRECHEN. METHODEN,
MIT DEREN HILFE MAN VERMEIDET, DASS MAN ANGEREDET WIRD. ZU DINGEN
ÜBERREDET WERDEN.
AUSHALTEN. KONVERSATION AUSHALTEN. SITUATIONEN AUSHALTEN.
WARTEN. (VERMEIDET ERLEBNISSE MIT KÖRPERLICHEM SCHMERZ.)
DINGE BEHALTEN. TIERE BEHALTEN. SPIELZEUGE BEHALTEN. BESITZGEGENSTÄNDE
BEHALTEN. EURE ENTSCHLÜSSE, DINGE ZU BEHALTEN. EUER
MISSERFOLG, DINGE ZU BEHALTEN. MENSCHEN BEHALTEN.
DINGE VERLIEREN. TIERE VERLIEREN. BESITZGEGENSTÄNDE VERLIEREN.
MENSCHEN VERLIEREN. VERLASSEN WERDEN. (ALS ÜBLICHES, NICHT
ENDGÜLTIGES EREIGNIS.)
DINGE ERNST NEHMEN. PFLICHTEN ERNST NEHMEN. MENSCHEN ERNST
NEHMEN. SITUATIONEN ALS ERNST BETRACHTEN. ARBEIT ALS ERNST BETRACHTEN.
WARUM IHR DIESE DINGE ERNST NAHMET. MONATE, ALS IHR DIE
ENTSCHEIDUNG TRAFET, DINGE ERNST ZU NEHMEN.
DINGE NICHT ERNSTNEHMEN. VERSUCHE, DINGE NICHT ERNST ZU NEHMEN.
VERSUCHE, ANDERE DAZU ZU BRINGEN, DINGE NICHT ERNST ZU NEHMEN.
DASS EUCH GESAGT WURDE, IHR SOLLTET DINGE ERNST NEHMEN. ES
ABZULEHNEN, DINGE ERNST ZU NEHMEN. ES ZU BEREUEN, DASS MAN DINGE
NICHT ERNST NIMMT.
VERSUCHEN, DINGE AUFZUHALTEN. MENSCHEN AUFHALTEN. SITUATIONEN
AUFHALTEN. MECHANISCHE DINGE AUFHALTEN. (IHR KÖNNTET VIEL
LEICHT FESTSTELLEN, DASS IHR OFT VERSUCHT HABT, DIE ZEIT AUFZUHALTEN.
DAS IST DER ZEITPUNKT, ALS IHR EIN FIXIERTES VISIO BEKOMMEN
HABT. LAUFT EINFACH DAS BEDAUERN AUS.)
DINGE IN GANG BRINGEN. MENSCHEN IN GANG BRINGEN. SITUATIONEN
IN GANG BRINGEN. MECHANISCHE DINGE IN GANG BRINGEN. KINDER IN
GANG BRINGEN.
DINGE VERÄNDERN. ENTSCHLÜSSE, DINGE NICHT ZU VERÄNDERN. ENTSCHLÜSSE,
SICH SELBSTZU VERÄNDERN. ENTSCHLÜSSE, ANDERE ZU VERÄNDERN.
VERSUCHE, ANDERE ZU VERÄNDERN. DIE RICHTUNG VON DINGEN
VERÄNDERN.
DINGE BEWEGEN. MENSCHEN BEWEGEN. SCHWERE GEGENSTÄNDE BEWEGEN.
SICH SELBST BEWEGEN. SICH DAGEGEN WEHREN, AUS DEM BETT
BEWEGT ZU WERDEN – WÄHREND EURES GANZEN LEBENS.
DINGE BESITZEN. VERSUCHE, DINGE ZU BESITZEN. VERSUCHE, ANDERE
DAVON ABZUHALTEN, ZU KONTROLLIEREN, WAS IHR BESITZT. VERSUCHE,
DINGE NICHT ZU BESITZEN.
WERT AUF KLEIDUNG LEGEN. ZEITEN, ALS IHR KEINE KLEIDUNG AUSWÄHLEN
KONNTET. ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET, WERT AUF KLEIDUNG
ZU LEGEN. ZEITEN, ALS IHR KLEIDUNG NICHT TRAGEN KONNTET, DIE
EUCH GEHÖRTE. ZEITEN, ALS IHR KEINE KLEIDUNG HABEN KONNTET.
WERT AUF DAS ÄUSSERE LEGEN. ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET,
WERT AUF DAS ÄUSSERE ZU LEGEN. ZEITEN, ALS JEMAND ANDERER EUCH
PFLEGE AUFZWANG. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, AUF EUCH SELBER KEINEN
WERT ZU LEGEN.
ZU SEIN. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, ETWAS ZU SEIN. ZEITEN, ALS
IHR BESCHLOSSET, DASS IHR ETWAS NICHT SEIN KONNTET. ZEITEN, ALS IHR
BESCHLOSSET, ETWAS ANDERES ZU SEIN ALS BISHER.
NICHT ZU SEIN: ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, EIN ENDE ZU MACHEN.
ENTSCHLÜSSE, AUFZUHÖREN ZU SEIN, WAS IHR BISHER WART.
GEWOHNHEITEN: ZEITEN, ALS IHR ZUM ERSTEN MAL BESCHLOSSET, JEDE
DER GEWOHNHEITEN ANZUNEHMEN, DIE IHRHABT. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET,
DIE GEWOHNHEITEN NICHT ZU HABEN. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET,
DIE GEWOHNHEITEN ZU HABEN, DIE IHR HABT.
WISSEN: ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, DASS IHR WISST.
NICHT WISSEN: ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, DASS IHR
NICHT WISST.
ZWEIFEL: ZEITEN, ALS IHR AN EUCH SELBER ZWEIFELTET. ZEITEN, ALS
IHR AN ANDEREN ZWEIFELTET. ENTSCHEIDUNGEN, DASS IHR NICHT VERTRAUEN
KONNTET. ENTSCHEIDUNGEN, DASS IHR VERTRAUEN KONNTET.
FALSCH: ZEITEN, ALS IHR ENTSCHIEDET, DASS IHR UNRECHT GEHABT
HATTET.ZEITEN, ALS IHR ANGST DAVOR HATTET, UNRECHT ZU HABEN. ZEITEN,
ALS EIN ANDERER SAGTE, IHR HÄTTET UNRECHT. ZEITEN, ALS BEWEISE
DAFÜR AUFTAUCHTEN, DASS IHR UNRECHT GEHABT HATTET.
RICHTIG: ZEITEN, ALS IHR HOFFTET, IHR HÄTTET NICHT RECHT GEHABT.
ZEITEN, ALS IHR FESTSTELLTET, DASS IHR RECHT GEHABT HATTET. ANGST
DAVOR, IHR KÖNNTET NICHT RECHT HABEN.
ZEIT: ERLEBNISSE, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR HÄTTET ÜBERHAUPT
KEINE ZEIT. ZEITEN, ALS IHR SAGTET, IHR HÄTTET KEINE ZEIT. ZEITEN,
ALS JEMAND ANDERER KEINE ZEIT HATTE. ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET,
VON ETWAS LOSZUKOMMEN, INDEM IHR SAGTET, IHR HATTET KEINE
ZEIT. ZEITEN, ALS IHR SPÜRTET, DASS ES ZU SPÄT WAR, UM ANZUFANGEN,
DASS ES ABER HÄTTE GETAN WERDEN SOLLEN.
DIE VERGANGENHEIT: ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, DIE GANZE VERGANGENHEIT
HINTER EUCH ZU LASSEN. ZEITEN, ALS IHR FANDET, DIE VERGANGENHEIT
SEI ZU SCHRECKLICH GEWESEN.
DIE GEGENWART: EURE ENTSCHEIDUNGEN UBER DIE GEGENWART, SEIEN
SIE GUT ODER SCHLECHT.
DIE ZUKUNFT: ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, DIE ZUKUNFT
SEI UNKLAR. ZEITEN, ALS IHR WOLLTET, DASS DIE ZUKUNFT WIE DIE VERGANGENHEIT
SEI. ZEITEN, ALS IHR ANGST VOR DER ZUKUNFT HATTET. ZEITEN,
ALS IHR FÜRCHTETET ZU STERBEN. ZEITEN, ALS IHR ZU STERBEN
WÜNSCHTET. ZEITEN, ALS IHR GLÜCKLICH DARÜBER WART, EINE SCHÖNE
ZUKUNFT ZU HABEN. ZEITEN, ALS EURE PLÄNE FÜR DIE ZUKUNFT GEWALTSAM
GEÄNDERT WERDEN MUSSTEN. ZEITEN, ALS JEMAND ANDERER EURE
ZUKUNFT PLANTE. ZEITEN, ALS IHR DIE ZUKUNFT EINES ANDEREN PLANTET.
HOFFNUNGSLOSIGKEIT FÜR DIE ZUKUNFT. HOFFNUNG FÜR DIE ZUKUNFT. DIE
HOFFNUNGSLOSIGKEIT EINES ANDEREN FÜR DIE ZUKUNFT. DIE HOFFNUNGEN
EINES ANDEREN FÜR DIE ZUKUNFT. MISSERFOLG, ETWAS ZU ENTSPRECHEN,
WAS EIN ANDERER FÜR EURE ZUKUNFT ERHOFFTE.
ÜBEREINSTIMMUNG: ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET ZUZUSTIMMEN,
ABER NICHT WOLLTET. ZEITEN, ALS IHR ANDERE DAZU ZWANGET,
ZUZUSTIMMEN. ZEITEN, ALS IHR DARAN GEHINDERT WURDET, ZUZUSTIMMEN.
ZEITEN, ALS IHR ANDERE DARAN HINDERTET, ZUZUSTIMMEN. ZEITEN,
ALS IHR GLÜCKLICH DARÜBER WART, ZUZUSTIMMEN.
KOMMUNIKATION: ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET ZU KOMMUNIZIEREN.
ZEITEN, ALS IHR DARAN GEHINDERT WURDET, ZU KOMMUNIZIEREN.
ZEITEN, ALS IHR ANDERE DAZU ZWANGET, ZU KOMMUNIZIEREN. ZEITEN,
ALS IHR ANDERE DARAN HINDERTET, ZU KOMMUNIZIEREN. ZEITEN, ALS
IHR KOMMUNIZIEREN WOLLTET.
AFFINITÄT: ZEITEN, ALS IHR DAZU GEZWUNGEN WURDET, JEMANDEN ZU
MÖGEN.ZEITEN,ALS IHR DARAN GEHINDERT WURDET, JEMANDEN ZU MÖGEN.
ZEITEN, ALS IHR EINEN ANDEREN DAZU ZWANGET, EUCH ZU MÖGEN. ZEITEN,
ALS IHR EINEN ANDEREN DARAN HINDERTET, EUCH ZU MÖGEN. ZEITEN, ALS
IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, JEMANDEN ZU MÖGEN.
INDIVIDUALITÄT: ZEITEN, ALS IHR SPÜRTET, DASS IHR NICHT EUCH SELBER
WART. ZEITEN, ALS IHR EUCH ENTSCHLOSSET, NICHT EUCH SELBER ZU
SEIN. ZEITEN, ALS IHR DAZU GEZWUNGEN WURDET, EUCH SELBST ZU SEIN.
ZEITEN, ALS IHR DARAN GEHINDERT WURDET, EUCH SELBER ZU SEIN. ZEITEN,
ALS IHR EINEN ANDEREN MENSCHEN ZU ÄNDERN VERSUCHTET. ZEITEN, ALS
IHR DEN ENTSCHLUSS TRAFET, JEMANDEN ANDEREN NICHT ZU ÄNDERN.
WAHRHEIT: ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSST ZU LÜGEN. DIE GRÜNDE DAFÜR,
DASS IHR EUCH ENTSCHLOSST ZU LOGEN. ZEITEN, ALS IHR EUCH BESSER
FÜHLTET, ALS IHR LOGT. ZEITEN, ALS LÜGEN EUCH IN SCHWIERIGKEITEN
BRACHTE. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, NIEMALS WIEDER ZU LÜGEN.
GLAUBEN: ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, AN DAS HÖCHSTE WESEN ZU
GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, NICHT AN DAS HÖCHSTE WESEN
ZU GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR EUCH ENTSCHLOSSET, NICHT AN EURE REGIERUNG
ZU GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR EUCH ENTSCHLOSSET, AN EURE REGIERUNG
ZU GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR EUCH ENTSCHLOSSET, AN EUCH SELBER
ZU GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR NICHT AN EUCH SELBER GLAUBTET. ZEITEN,
ALS EIN ANDERER ÜBERHAUPT NICHT AN EUCH GLAUBTE.
ZORN: ALLE ZEITEN, ALS IHR ZORNIG WART. RICHTET EURE AUFMERKSAMKEIT DABEI AUF EURE EMOTION UND GEGENEMOTION UND DIE GRUNDE FUR EUREN ZORN.
FURCHT: ALLE ZEITEN, ALS IHR ANGST HATTET. RICHTET EURE AUFMERKSAMKEIT AUF EURE EMOTION, DIE ATMOSPHÄRE, IN DER IHR EUCH
AUFHIELTET, UND DIE GRÜNDE DAFÜR, DASS IHR ANGST HATTET. DURCHLAUFT DIE ERSTEN ZEITPUNKTE, ALS IHR BESCHLOSSET, ANGST ZU HABEN.
FEIGHEIT: DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH SELBST FÜR EINEN FEIGLING HIELTET. DURCHLAUFT DIE ZEITPUNKTE, ALS IHR ANDERE MENSCHEN FÜR FEIG HIELTET.
VERLEGENHEIT: DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERLEGEN WART.
DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR FÜR ANDERE VERLEGEN WART.
SCHAM: DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH SCHÄMTET. DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR EUCH FÜR ANDERE SCHÄMTET.
KUMMER: MACHT JEDE GRAM-LADUNG IN EUREM FALL AUSFINDIG UND LAUFT SIE. ZÄHLT SIE IN DEM LEEREN RAUM UNTEN AUF, DANN LAUFT SIE.
LAUFT GEGENEMOTION UND REUE, BIS DIE LADUNG IN SICHT KOMMT. DANN LAUFT SIE ALS EINZELNES GESCHEHNIS.
APATHIE: LAUFT JEDE PERSON IN EURER UMGEBUNG, DIE SICH OFTMALS IN APATHIE BEFUNDEN HAT.
DURCHLAUFT JEDEN ZEITPUNKT, ALS IHR SELBST APATHIE FÜHLTET.
DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR ANDERE AUS
DER APATHIE HERAUSZUHEBEN SUCHTET.
DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS ANDERE EUCH AUS DER APATHIE HERAUSZUHEBEN SUCHTEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ÜBERGLÜCKLICH WART.
DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR ANDERE MENSCHEN GLÜCKLICH MACHTET.
LAUFT DIE EMOTIONELLEN KURVEN JENER ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, ANDERE ZU BEGEISTERN, UND DABEI VERSAGTET.
LAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR ANDERE ZU BEGEISTERN VERSUCHTET UND DAMIT ERFOLG HATTET.

DER DREIZEHNTE AKT
Das Thema von Schuld und Reue ist sehr interessant. Sich selbst oder andere zu beschuldigen,
führt zu interessanten Resultaten in Rückrufversuchen. Faksimiles können durch
Schuld und Reue vernebelt werden.
Hier geht es um URSACHE und WIRKUNG.
Ein Individuum hat von Natur aus den Wunsch, Ursache zu sein. Es versucht, sich keiner
nachteiligen Wirkung auszusetzen.
Ihr versucht, Menschen zu helfen, und Menschen versuchen, Euch zu helfen, weil Ihr
und sie URSACHE sein wollen. Wenn sich etwas Schlechtes ereignet, will niemand dafür die
Ursache sein.
Ihr möchtet ein Wirkungspunkt sein. Dann findet Ihr die Wirkung schlecht. Ihr versucht,
kein Wirkungspunkt zu sein. Und dann schiebt Ihr etwas oder jemandem die Schuld zu.
Sich selbst oder andere dafür zu beschuldigen, ein Ursachepunkt zu sein, ist gleichbedeutend
damit, sich selbst der vollen Kontrolle über seine Faksimiles zu berauben. Ihr sagt,
dass jemand etwas verursacht hat. Ihr macht die anderen VERANTWORTLICH. Dann sind
sie URSACHE. Das ist eine einflussreiche Position. Es endet schliesslich damit, dass Ihr ihnen
die Kontrolle über ein Faksimile oder über viele Faksimiles überlassen habt. Wenn Ihr
jemanden hart genug und lang genug beschuldigt, dann habt Ihr ihn so lange immer weiter
zum URSACHEPUNKT gewählt, bis er viel einflussreicher ist als Ihr selbst.
Wenn Ihr zum Beispiel Eure Mutter beschuldigt, dann macht Ihr Eure Mutter zum URSACHEPUNKT
und müsst ihr von da an gehorchen. Und Eure Faksimiles, die mit ihr oder
mit Eurem ganzen Leben im Zusammenhang stehen, befinden sich ausserhalb Eurer Kontrolle.
Wenn Ihr Euch selbst beschuldigt, dann ist das ein eingestandenes Versagen – und abermals
befinden sich Eure Faksimiles ausserhalb Eurer Kontrolle.
Ihr beschuldigt jemanden, Ihr wählt ihn zum Ursachepunkt. Das macht Euch zur Wirkung
jener Ursache. Als ein Wirkungspunkt seid Ihr folglich ziemlich tief auf der Tonskala
angesiedelt.
An irgendeiner Stelle habt Ihr den Wunsch, zum Wirkungspunkt zu werden. Danach
könnt Ihr weiterhin ein Wirkungspunkt bleiben und werdet die Skala hinuntergehen bis zu
einer Stufe, wo Ihr psychosomatische Krankheiten entwickeln könnt.
Es gibt bestimmte Hauptbereiche, in denen man den Wunsch hat, ein Wirkungspunkt
zu sein. Hier haben wir die grosse Bedeutung der Aberration auf der zweiten Dynamik, SEXUALITÄT.
Ihr möchtet die Lust der Sexualität empfinden. Das bedeutet, dass Ihr Euch
selber zum Wirkungspunkt bestimmt. Als ein Wirkungspunkt seid Ihr dann empfänglich für
Schmerz auf der zweiten Dynamik.
Ihr möchtet auf angenehme Weise zum Wirkungspunkt werden, wenn Ihr esst. Ihr
wählt Euch selber zur Wirkung. Danach könnt Ihr zur Wirkung von Schmerz im Bereich der
Ernährung werden. Das Fundament von Magengeschwüren und allen anderen Magenproblemen
einschliesslich Verstopfung ist der ursprüngliche Wunsch zu essen.
Ihr möchtet amüsiert und unterhalten werden. Also können die Sinneskanäle, die der
Unterhaltung dienen, durch Schmerz aberriert werden – Sehkraft, Klang, Rhythmus.
Es ist ein Naturgesetz, dass man nicht aberriert werden kann, ohne zuvor seine Zustimmung
gegeben zu haben. Man muss den Wunsch haben, Wirkung zu sein, bevor man zur
Wirkung werden kann. Wenn man zur Wirkung wird, dann kann man später auf unerfreuliche
Weise durch Gegenanstrengungen „zur Wirkung gemacht“ werden.
Wenn Ihr zur Wirkung Eures Ehe- oder Sexualpartners werden möchtet, oder zur Wirkung
irgendeines Sexualakts, dann sind einer unliebsamen Wirkung Tür und Tor geöffnet.
Betrachtet die Spalte zwischen URSACHE und WIRKUNG auf der grossen Tabelle.
Das ist eine Gradientenskala von Ursache- und Wirkungspunkten. Freud hatte recht, als er
die Sexualität als sehr aberrierend herausgriff. Vor ihm wussten die Heiligen bereits jahrtausendelang,
dass sie sich von materiellen oder körperlichen Freuden fernhalten mussten, wenn
sie heilig und erhaben bleiben wollten. Sie haben die Mechanismen nicht gekannt, die hier
am Werk sind. Wir kennen sie inzwischen. Im selben Augenblick, als sie zur Wirkung werden
wollten, konnten sie über diesen Kanal genauso einer erfreulichen wie auch einer unerfreulichen
Wirkung ausgesetzt werden – und so die Tonskala hinunterwandern. Es gibt verschiedene
Zustände, die damit zusammenhängen. Einer davon ist der Wunsch, kein Ursachepunkt
zu sein. Ein anderer ist der Wunsch, kein Wirkungspunkt zu sein. Einer ist der
Wunsch, etwas anderes oder jemanden daran zu hindern, ein Ursachepunkt zu sein. Einer ist
der Wunsch, jemand anderen oder etwas anderes daran zu hindern, ein Wirkungspunkt zu sein.
In der Sexualität kann es sein, dass man nicht die Ursache von Kindern sein möchte.
Das kann sowohl für einen Mann als auch für eine Frau gelten. Kinder können einem in dieser
Gesellschaft unangenehm sein – oder zu teuer. Zur gleichen Zeit hat man den Wunsch,
einem Sexualpartner Lust zu verschaffen. Hier kämpft ein Wunsch, kein Ursachepunkt zu
sein, mit dem Wunsch, ein Ursachepunkt zu sein. Das Ergebnis ist ein Konflikt, Aberration,
Impotenz, sexuelle Bestrafung und irreguläre Praktiken.
Auf der anderen Seite möchte man in der Sexualität sehr gern zur Wirkung werden, um
Lust zu empfinden. Man möchte die Lust des Sex erleben. Man möchte jedoch nicht die
Schmerzen der Geburt erleben und will sie auch seinem Partner ersparen. Auch zur Wirkung
einer Krankheit will man nicht werden. Und ebenso will man nicht zur Wirkung der öffentlichen
Feindseligkeit gegenüber sexueller Praxis werden. So gerät also der Wunsch eines Menschen,
zur Wirkung zu werden, in Konflikt mit seinem Wunsch, nicht zur Wirkung zu werden.
Das Ergebnis ist Aberration, Impotenz, Drüsenstörungen, zerbrechende Ehen, Scheidungen,
Selbstmord und plötzlicher Tod.
Beim Essen verhält es sich mit Ursache und Wirkung ähnlich wie beim Sex. Ein
Mensch möchte die angenehme Wirkung des Geschmacks der Essensbestandteile erleben.
Er möchte nicht unbedingt der Wirkung der Arbeit ausgesetzt werden, die man leisten muss,
damit man essen kann – oder der Wirkung der Opfer, die man bringen muss, damit man zu
essen hat. Er möchte Ursache sein. Er betreibt eine KohlenstoffSauerstoff-Maschine, die die
Wirkung des Essens braucht. Menschen, die tief auf der Tonskala stehen, verwenden diese
zuverlässige Methode, einen Menschen zum Wirkungspunkt zu machen, indem sie Menschen
das Essen verweigern oder sie dazu zwingen, Nahrung zu sich zu nehmen. Die Gesellschaft
verwendet diesen Einfluss, damit Arbeit geleistet wird.
Mütter, die tief auf der Tonskala stehen, sind mit ihren Kindern sehr streng, was das
Essen betrifft. Das ist eine zuverlässige Methode zur Kontrolle. Wenn sie das Kind dazu
zwingt, in bezug auf Essen ein nicht selbstbestimmter Wirkungspunkt zu sein, dann kann sie
das Kind auch auf vielen anderen Gebieten kontrollieren. Jede Kontrolle tief auf der Tonskala
wird ausgeübt, indem man den Menschen dazu zwingt, ein Wirkungspunkt zu sein, wo er von
Natur aus ein Wirkungspunkt sein muss. Wenn eine von Natur aus erwünschte Wirkung
durch Befehle erzwungen werden kann, dann kann derjenige, der den Zwang ausübt, umfassende
Kontrolle erlangen, einfach durch die fortwährende Demonstration, dass die Zielperson
ein Wirkungspunkt ist und kein Ursachepunkt.
Der Sexualbereich spricht besonders stark auf die Wechselbeziehungen von Ursache
und Wirkung an, und zwar wegen der Kommunikation. Die Berührung ist die unmittelbarste
Art der Kommunikation durch die Sinne. Sie ist viel wirksamer als das Gespräch. Eine nahe
Kommunikation mit einem Menschen, der tief auf der Tonskala steht, senkt die Affinitäts-
Stufe genauso wie die der Realität. Wenn ein Sexualpartner anspruchsvoll oder unersättlich
ist, dann macht er aus dem anderen gegen seinen Willen einen Ursachepunkt. Er versagt
ihm das Recht darauf, Wirkungspunkt zu sein und ruiniert so seine Persönlichkeit. Ein
Mensch, der bezüglich Sex genügend aberriert ist, wird sehr seltsame Dinge tun, um zum
Ursache- oder Wirkungspunkt zu werden. Er wird Bestrafung an die Stelle von Sex setzen.
Er wird andere missbrauchen.
Homosexualität stammt von dieser Manifestation, und von der Manifestation, dass jemand
das Leben eines anderen fortsetzt. Ein Knabe, dessen Mutter dominierend ist, wird versuchen,
ihr Leben von irgendeinem ihrer Fehlschläge an fortzusetzen. Ein Mädchen, dessen
Vater dominiert, wird versuchen, sein Leben von irgendeinem seiner Misserfolge an fortzusetzen.
Die Mutter oder der Vater waren in den Augen des Kindes ein Ursachepunkt. Das
Kind bestimmte sich selbst zum Nachfolger des Ursachepunkts. Unterbrecht diese Vorstellung,
ein Leben fortzusetzen, indem Ihr Mitleid und Gram für den dominierenden Elternteil
lauft und anschliessend den Wunsch, Wirkung zu sein, und ihre Misserfolge – und der Homosexuelle
ist rehabilitiert. Homosexualität liegt in der Gegend von 1.1 auf der Tonskala.
Ebenso Promiskuität im allgemeinen.
Die Faksimiles eines Menschen können durch Masturbation beträchtlich durcheinandergebracht
werden. Praktisch die gesamte Affenfamilie und der Mensch masturbiert. Masturbation
ist das Resultat von Verboten. Sie kann niemanden wahnsinnig machen. Aber sie
kann den Menschen dazu bringen, alte Sex-Faksimiles zur Selbst-Stimulation in die Gegenwart
zu ziehen, und öffnet dem Wunsch Tür und Tor, Faksimiles in der Gegenwart zu haben.
Nach einiger Zeit wird der Mensch Schmerz-Faksimiles in die Gegenwart ziehen.
Hier sind die Übungen des Prozessings für URSACHE und WIRKUNG:
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DEN WUNSCH HATTET, SEXUELL KEIN URSACHEPUNKT ZU SEIN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ES BEREUTET, SEXUELL EIN URSACHEPUNKT ZU SEIN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DEN WUNSCH HATTET, SEXUELL KEIN WIRKUNGSPUNKT ZU SEIN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ES BEREUTET, SEXUELL EIN WIRKUNGSPUNKT ZU SEIN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR SEXUELL EIN URSACHEPUNKT SEIN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR SEXUELL EIN WIRKUNGSPUNKT SEIN WOLLTET.
Vergesst nicht, dass das Durchlaufen so lange geschehen soll, bis Ihr von dem Thema extrovertiert seid.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH EINE ALTE SEXUELLE ERFAHRUNG
ZUM VERGNÜGEN ZURÜCKRIEFET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EIN SEXUALPARTNER ANSPRÜCHE STELLTE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EIN SEXUALPARTNER SEX ZURÜCKWIES.
DURCHLAUFT JEDEN MISSERFOLG BETREFFEND SEX.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EINEM SEXUALPARTNER IN IRGEND EINEM PUNKT GEHORCHTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH ÜBER EIN SEXUELLES GESPRÄCH MIT JEMANDEM ÄRGERTET.
DURCHLAUFTALLE ZEITEN, ALS IHR EIN SEXUELLES GESPRÄCH MITJEMANDEM GENOSSET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, ETWAS ZU VERBERGEN, DAS MIT SEX ZU TUN HATTE.
Nun lasst uns diese Arbeitsgänge im Bereich des Essens wiederholen:
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ESSEN HABEN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET ZU ESSEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH UM DAS ESSEN SORGEN MACHTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DEM ESSEN DIE SCHULD AN EINER ERKRANKUNG GABET.
DURCHLAUFT JEDES GEFÜHL VON ÜBELKEIT WEGEN DES ESSENS, BIS JEDE KÖRPERLICHE EMPFINDUNG DAVON VERSCHWUNDEN IST.
Nun beschäftigen wir uns mit Unterhaltung.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, JEMANDEN ZU UNTERHALTEN,
UND ES EUCH NICHT GELANG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR UNTERHALTEN WERDEN WOLLTEN, ABER NICHT UNTERHALTEN WURDET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS JEMAND UNTERHALTEN WERDEN.
WOLLTE, IHR ABER NICHT UNTERHALTEN WERDEN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EINE VERANSTALTUNG EUCH LANGWEILTE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DENWUNSCH HATTET, EUCH DASGEFUHL ZU BEWAHREN, UNTERHALTEN WORDEN ZU SEIN.
Nun beschäftigen wir uns mit Wahrnehmungen im allgemeinen.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR NICHT BERÜHRT WERDEN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DAZU GEZWUNGEN WURDET, ETWAS ZU BERÜHREN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS BERÜHREN WOLLTET UND NICHT KONNTEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EINEN SEXUALPARTNER BERÜHRTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR NICHT SCHAUEN WOLLTET.
DURCHLAUFTALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH AN SCHAUEN ERFREUEN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DEN WUNSCH HATTET, DASS DINGE
SO GUT AUSSEHEN MÖGEN, WIE SIE FRÜHER IMMER AUSGESEHEN HATTEN.
DURCHLAUFT JEDES BEDAUERN, DAS IHR JEMALS WEGEN DES SEHENS EMPFANDET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ENTSCHLOSSET, DASS IHR NICHT GUT SEHEN KONNTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EUCH GESAGT WURDE, IHR KÖNNTET NICHT SEHEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DAMIT ÜBEREINSTIMMTET, DASS IHR NICHT SEHEN KONNTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR NICHT ZUHÖREN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR HÖREN WOLLTET UND NICHT KONNTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS ERFREULICHES HÖREN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS ES EUCH IN DEN OHREN KLANG.
DU RCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ENTSCHLOSSET, DASS MIT EUREM GEHÖR ETWAS NICHT STIMMTE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS SCHLECHTES SCHMECKTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS GUTES SCHMECKTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EURE MUTTER EUCH WEGSTIESS.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EINE ANGENEHME WIRKUNG AUF EUREN MAGEN HABEN WOLLTET UND ES EUCH NICHT GELANG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VOLL FREUDE AUF EINE FLASCHE SCHAUTET. (Geht diesmal möglichst weit zurück)
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR JEMANDEM SAGTET, IHR SEIET MÜDE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR JEMANDEM SAGTEN, IHR FÜHLTET EUCH NICHT WOHL.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR MITLEID FÜR EINEN BLINDEN MENSCHEN EMPFANDET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR MITLEID FÜR EINEN TAUBEN MENSCHEN EMPFANDET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS SCHLECHTES ROCHET, UND DIE GEGENEMOTION.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS GUTES ROCHET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DIE TATSACHE VERBARGET, DASS EINE WIRKUNG EUCH ANGENEHM WAR.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR URSACHE SEIN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR SEIET WICHTIG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR SEIET NICHT WICHTIG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR SEIET NIEMAND.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR SEIET JEMAND.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DACHTET, IHR SEIET NICHTS WERT.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DACHTET, IHR SEIET ETWAS WERT.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, JEMANDEN DAVON ZU ÜBERZEUGEN, DASS IHR WICHTIG SEIET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, JEMANDEN DAVON ZU ÜBERZEUGEN, DASS IHR JEMAND SEIET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, JEMANDEN DAVON ZU ÜBERZEUGEN, DASS IHR WERTVOLL SEIET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR WÄHREND DES SEX VERSUCHTET, DAS GERÄUSCH ABZUSTELLEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR SEX UNTERBRACHET ODER DAMIT AUFHÖRTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR MIT SEX BEGANNET UND ES EUCH MISSLANG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR WÄHREND DES SEX GERÄUSCHE HÖREN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR WOLLTET, DASS EIN SEXUELLES GESPRÄCH EUCH ANSPRICHT.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EIN SEXUELLES GESPRÄCH ÜBELNAHMT.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR „DRECKIGE WITZE“ ÜBELNAHMET.
LAUFT DIE GEGENEMOTIONEN DER OBIGEN ÜBUNGEN EINE NACH DER ANDEREN AUS.
Wie Ihr hier bereits früher gelesen habt, und wie Ihr während Eurem Prozessing zu vermuten
begonnen habt, sind Eure eigenen Entscheidungen und Beurteilungen die wichtigsten
Dinge in dem gesamten Prozess.
Was Ihr beschliesst, ist ein GESETZ für Euch. Was Ihr beurteilt, ist eine Beurteilung für Euch.
SELBSTVERTRAUEN ist nichts anderes, als der Glaube an die eigene Fähigkeit zu
entscheiden, und der Glaube an die eigenen Entscheidungen.
DIE MEISTEN MENSCHEN GLAUBEN, DASS SIE UNBEWUSSTE ANSICHTEN
ODER HINTERGRÜNDE IHRER MOTIVATION HABEN – EINFACH DESHALB, WEIL
IHRE EIGENE ENTSCHEIDUNGSGEWALT VON SICH GEWIESEN HABEN.
Entscheidungen zu verwerfen, Entscheidungen zurückzuweisen, andere entscheiden zu
lassen – das sind die stärksten Aberrationsquellen. Sie betreffen sämtliche Bereiche.
Dieser Abschnitt gilt dem Herausgreifen jedes einzelnen Postulats während Eures ganzen
Lebens, das Ihr jetzt erreichen könnt. Ein Postulat ist eine Entscheidung, die Ihr für Euch
selber oder anderen gegenüber trefft. Ihr macht ein Postulat, dann ändern sich die Umstände,
und Ihr macht ein zweites Postulat. Dieses zweite Postulat lässt das erste falsch werden. Ihr
als Ursachepunkt macht ein Postulat, und dann werdet Ihr zur Wirkung der eigenen Ursache,
indem Ihr einige Augenblicke lang gelebt habt.
Ein Computer könnte nicht arbeiten, wenn Ihr immer die alten Ergebnisse im Rechner
lasst, während Ihr bereits das nächste Problem in Angriff nehmt. Das ist es, was Ihr mit Entscheidungen
tut. Sie müssen getroffen werden. Kehrt sie zusammen, bevor Ihr neue trefft. Es
ist eine neue Denkweise – eine, die Euch glücklich bleiben lässt. Es ist nicht nötig, Angst vor
Entscheidungen zu haben. Kehrt ganz einfach die alten Entscheidungen zusammen. Ihr macht
Euch gute Vorsätze für das Neue Jahr. Und Ihr werft sie den alten Vorsätzen in den Rachen
und sagt Euch dann selber, Ihr seiet wankelmütig. Ihr seid nicht wankelmütig, Ihr gehorcht
nur Euch selber, als sei es noch gestern.
Emotion und Anstrengung verschleiern diese Postulate. Sie sollten inzwischen frei und
klar geworden sein, und sollten wirklich beim ersten Blick verschwinden. Jedes Postulat hat
zwei Teile. Da ist die Beurteilung der Daten und die Entscheidung selber.
Wenn Ihr eine alte Entscheidung aufgreift, dann greift auch den Grund auf, aus dem Ihr
die Entscheidung getroffen habt. Sie verschwinden sehr schnell.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG, DIE IHR ÜBER FRAUEN und Männern GETROFFEN HABT, UND DEN GRUND DAFÜR.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER MÄNNER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER EUCH SELBST.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER DIE WELT.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER HUNDE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER KATZEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER PFERDE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER FISCHE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER ESSEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER SEXUALITÄT.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER BEKLEIDUNG.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER SCHUHE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER HÄUSER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER AUTOS.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER LANDSCHAFTEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER VERBRECHER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER ZEITUNGEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER EURE MUTTER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER EUREN VATER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER PHILOSOPHIE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER PSYCHOLOGIE
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER AUSBILDUNG.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER ARBEIT.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER DAS LEBEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER GELD.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER KÄMPFEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER GOTT.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER SÜNDE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER GEHORCHEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG DARÜBER, ANDERE ZUM GEHORCHEN ZU BRINGEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER DIE REGIERUNG.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, EUCH ZU ENTSCHULDIGEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, EIFERSÜCHTIG ZU SEIN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ZORNIG ZU SEIN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS ZU HELFEN.
DURCHLAUFT JEDE SCHLUSSFOLGERUNG, DASS SIE VERSAGT HABEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS IHR ERFOLG GEHABT HABT.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS IHR EIN GUTER SEXUALPARTNER SEID.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS SIE EIN SCHLECHTER SEXUALPARTNER SIND.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS IRGENDEIN ANDERER EIN GUTER SEXUALPARTNER IST.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS IRGENDEIN ANDERER EIN
SCHLECHTER SEXUALPARTNER IST.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ETWAS ZU BEREUEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ETWAS ZU GENIESSEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EIN BEITRAG ZURÜCKGEWIESEN WURDE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EIN BEITRAG ANGENOMMEN WURDE.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, KRITIK ZU VERÜBELN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DES LOBES WEGEN ZU ARBEITEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, EIN ENDE ZU MACHEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ZU BEGINNEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ZU BEENDEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ZU VERÄNDERN.

DER VIERZEHNTE AKT
Geht zuerst die früheren Daten über Kontrollzentren durch. Dann tut folgendes:
SCHREIBT ALLE ZEITEN NIEDER, ALS IHR DER MEINUNG WARET, EINEN
BEDEUTENDEN MISSERFOLG ERLITTEN ZU HABEN.
LAUFT JEDES EINZELNE GESCHEHNIS DER REIHE NACH VON DEM MOMENT
AN, ALS IHR DAS UNTERNEHMEN PLANTET, ÜBER DEN AUGENBLICK,
ALS IHR ERKANNTET, DASS IHR GESCHEITERT WARET, ÜBER DIE MÖGLICHERWEISE
FOLGENDE KRANKHEIT UND BIS ZU DEM AUGENBLICK, ALS IHR
EUCH WIEDER FRÖHLICH FÜHLTET. GEHT DURCH JEDES GESCHEHNIS MIT ALLEN
DETAILS EINSCHLIESSLICH GEGEN-GEDANKEN, GEGENEMOTION,
SCHULD UND REUE MITALLEN VERFÜGBAREN WAHRNEHMUNGEN, BIS DAS
GESAMTE GESCHEHNIS SICH AUFTONSTUFE 4,0 BEFINDET. DIESE TONSTUFE
IST GELÄCHTER. HÖREN SIE NICHT BEI LANGEWEILE AUF: DAS IST ERST DER
HALBE WEG.
DURCHLAUFT ALLE LOCKS EINES JEDEN MISSERFOLGS.
Nun der nächste Schritt.
DURCHLAUFT JEDEN TODESFALL EINES JEDEN MENSCHEN, DEN IHR IN
DIESEM LEBEN GEKANNT HABT. LAUFT BEDAUERN UND DAS BESCHULDIGEN
EURER SELBST ODER ANDERER, BIS DER TODESFALL SICH IN ALLEN DETAILS
ZEIGT. LAUFT DEN TODESFALL VOLLSTÄNDIG AUS. WENN IHR DABEI SCHWIERIGKEITEN
HABT, DANN LAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS GEGEN DEN
TOTEN TATET UND ALLE ZEITEN, ALS IHR FÜR DEN TOTEN MITLEID EMPFANDET,
BIS DAS GESCHEHNIS VOLLKOMMEN SICHTBAR WIRD. DANN LAUFT ES
ZUR GÄNZE. DENKT DARAN, JEDEN ENTSCHLUSS ZU FINDEN UND ZU LAUFEN,
DIESEN MENSCHEN WIEDER INS LEBEN ZURÜCKZURUFEN, ODER JEDES BEDAUERN
DARÜBER, DASS IHR IHN NICHT WIEDER INS LEBEN ZURÜCKRIEFET.
LAUFT DEN TOD EINES JEDEN LIEBLINGSTIERES AUS, ÄHNLICH WIE BEI
DEN MENSCHEN.
Das sollte alle Kontrollzentren für dieses Leben rehabilitieren.

DER FÜNFZEHNTE AKT
Dieser Akt dient der Kontrolle und ist unbedingt nötig, um das Prozessing abzuschliessen.
Geht zurück an den Anfang des Buches und lest den gesamten Text bis zum
Prozessing-Abschnitt. Dieser Text wird Euch jetzt viel mehr sagen als zu Beginn.
NUN NEHMT EUCH DEN ZWEITEN AKTVOR UND ÜBERPRÜFT ALLES, WAS
IHR
DARIN GEMACHT HABT. ES WIRD NUN VIEL MEHR DATEN DAFÜR GEBEN
UND VIEL TIEFERES VERSTÄNDNIS.
NEHMT EUCH DER REIHE NACH JEDEN AKT VOR UND NEHMT IHN EIN
ZWEITES MAL DURCH. LEST DIE TEXTE FÜR DIESE AKTE UND WIEDERHOLT
ALLE ÜBUNGEN. IHR WERDET AUF DER GANZEN LINIE NEUE DATEN FINDEN.
WENN IHR WIEDER AN DIESEM PUNKT ANKOMMT, NACH DER VOLLSTÄNDIGEN
ÜBERPRÜFUNG, DANN FÜLLT DAS FOLGENDE AUS. ES KÖNNTE
ANDEREN HELFEN. GEBT ES ZUR POST.

An: DEN HERAUSGEBER
Meine Herren, ich habe das Prozessing-Handbuch abgeschlossen. Meine Bemerkungen
zu dem Buch sind:
Meine Vorschläge für seine Verbesserung sind:
Mein derzeitiger Gesundheitszustand (körperlich) war wie folgt, bevor ich dieses Buch
verwendet hatte:
Mein jetziger Gesundheitszustand ist:
Meine chronischen Beschwerden waren und (sind) (sind nicht) behoben worden:
Mein derzeitiges Gefühl des Wohlbefindens ist wie folgt:
Ich wurde in meinem Prozessing von einem Auditor (sehr unterstützt) (kaum unterstützt)
(verwendete keinen). Unterstreicht, was zutrifft. Wenn ein Auditor verwendet wurde:
Der Name und die Adresse meines Auditors sind:
(Ihr habt meine Erlaubnis) (Ihr habt meine Erlaubnis nicht), meinen Fall in Veröffentlichungen
zu verwenden. Unterstreicht, was zutrifft.
Datum des Beginns:
Datum des Abschlusses:
Meine Adresse ist:
Name in Blockschrift
Unterschrift

FACHWORTVERZEICHNIS
ABERRATION: Eine Abweichung vom rationalen Denken oder Verhalten.
ABERRIERT: von der Vernunft abgewichen, geistig gestört.
ABGESPERRT: bezeichnet Erinnerung, die für den Rückruf nicht zugänglich ist. Jemand,
der abgesperrt ist, hat ein armseliges Erinnerungsvermögen und dürftige Rückrufe der
Vergangenheit.
AKT: ein Schritt des Prozessing. Gilt ausschliesslich für den speziellen Prozess, der auf
einer bestimmten Fallstufe verwendet wird.
ANALOGIE: Obereinstimmung verschiedener Dinge in einem oder mehreren Merkmalen,
was den Schluss von Bekanntem auf Unbekanntes ermöglicht.
ANSTRENGUNG: die materielle Manifestation von Kraft in einer Bewegung. Eine
heftige Anstrengung gegen ein Individuum erzeugt Schmerz. Eine energische Anstrengung
erzeugt Unbehagen. Anstrengung kann vom Preclear zurückgerufen und wiedererlebt werden.
Kein Preclear unterhalb der Tonstufe von 2.5 sollte aufgefordert werden, Anstrengung
als solche zu benützen, da er nicht imstande ist, mit ihr fertig zu werden, und darin steckenbleiben
wird. Der wichtigste Teil eines schmerzhaften Faksimiles ist seine Anstrengung,
nicht seine Wahrnehmungen.
ASSESSMENT: eine Bestandesaufnahme, eine Untersuchung, eine Berechnung oder
Beurteilung eines Falles.
AUDITING: Die Anwendung von Prozessen an jemandem durch einen
ausgebildeten Auditor.
AUDITOR: Ein Zuhörer; jemand, der aufmerksam anhört, was Menschen zu sagen haben.
Ein Auditor ist eine Person, die dafür ausgebildet ist, anderen Menschen mit der Anwendung
der scientologischen Prozesse zu einer Verbesserung zu verhelfen.
AUSLAUFEN: So lange laufen, bis es keine Wirkung mehr ausübt.
BEFREIEN: Der Vorgang, bei dem die Wahrnehmungen oder die Anstrengung oder
die Wirksamkeit aus einem schwerwiegenden Faksimile herausgeholt werden, oder bei dem
das Festhalten des Preclears an dem Faksimile gelöst wird.
BEISTÄNDE: die unmittelbare Wahrnehmung, indem man wieder und wieder die
Wahrnehmungen eines Erlebnisses läuft, bis es als ein Faksimile desensibilisiert ist und den
Preclear nicht länger beeinträchtigen kann. Der Beistand wird unmittelbar nach Unfällen oder
Operationen verwendet. Er nimmt den Schock und die meisten schädlichen Auswirkungen
von dem Geschehnis und fördert die Heilung. Er wird durchgeführt, indem man den Menschen
am Anfang des Geschehnisses beginnen lässt, mit dem ersten Bewusstwerden des Vorfalls,
genau als würde der Preclear es noch einmal von vorne durchleben, mit den vollen
Wahrnehmungen von Anblicken, Geräuschen usw., so gut sie gewonnen werden können. Ein
Beistand, der zum Beispiel unmittelbar nach einer Zahnoperation gelaufen wird, nimmt den
ganzen Schock aus der Operation. Man schliesst den Beistand ab, indem man den Auditor als
ein anderes Geschehnis aufgreift und das Auditing und den Entschluss, sich auditieren zu
lassen, durchläuft. Ein Beistand rettet Leben und beschleunigt die körperliche Genesung.
BERECHNENDER PSYCHOTIKER: Jemand, der von einem Schaltkreis gesteuert
wird. Ein Schaltkreis ist eine Pseudo-Persönlichkeit, die aus einem Faksimile stammt und
stark genug ist, um das Individuum zu dirigieren und das Individuum zu SEIN.
CLEAR (Hauptwort): ein oft missverstandener Daseinszustand. Das Wort ist früher mit
anderen Bedeutungen verwendet worden. Es ist falsch verstanden worden: als etwas Absolutes.
Es wird jedoch immer noch verwendet. Hier wird es als Slangausdruck aus der Elektronik
verwendet und kann auf eine Kette, ein Geschehnis oder eine Berechnung zutreffen.
DENKEN: Die Faksimiles, die man von seinen verschiedenen Umgebungen aufgezeichnet
hat, und die Faksimiles, die man von seinen Vorstellungen erschaffen hat, die wiederholte
Kombination und Auswertung dieser Faksimiles und Schlussfolgerungen, die dem
Zweck dienen, dass über Aktion oder Nicht-Aktion oder potentielle Aktion oder
Nicht-Aktion entschieden wird. Das Wort DENKEN wird auch verwendet, wenn man eine
Entwicklung meint, bei der man die Aufzeichnungen auf bewussten Ebenen als unterschiedlich
von Aufzeichnungen auf unbewussten Ebenen betrachtet.
DRAMATISIERENDER PSYCHOTIKER: jemand, der nur eine Art von Faksimile dramatisiert.
DURCHLAUFEN VON LOCKS: Ein Prozess, der den Preclear an einem Punkt in der
Vergangenheit beginnen lässt, mit dem er festen Kontakt aufgenommen hat. Der Preclear
bewegt sich durch alle ähnlichen Geschehnisse hinauf zur Gegenwart, ohne dabei zu sprechen.
Das wird immer wieder gemacht, wobei man jedes Mal versucht, bei einem früheren
Erlebnis derselben Art zu beginnen, bis der Preclear in bezug auf das Thema der Kette extrovertiert.
BOIL-OFF tritt des öfteren auf; dabei scheint der Preclear einzuschlafen. Vermeidet
Boil-Off; es hat keinen therapeutischen Wert und wird schliesslich in einer verringerten Tonstufe
resultieren. BOIL-OFF ist die Entschuldigung eines faulen Auditors dafür, dass er
nichts tut; hier befinden sich Faksimiles in einem so schweren Konflikt, dass sie sich nicht
lösen werden, ohne dass zuerst Postulate bereinigt werden. Das Durchlaufen von Locks ist
eine genormte Übung, die auf ein Zeichen hin begonnen wird; sie endet damit, dass der Preclear
sagt, er sei wieder in der Gegenwart. Man kann es über jedes Thema machen. Nur
OBERHALB von 2,0.
DYNAMIKEN: die zentralen Antriebskräfte des Menschen. Sie werden von eins bis
acht numeriert wie folgt: 1. Überleben des Selbst; 2. Überleben durch Kinder (schliesst den
Sexualakt mit ein); 3. Überleben durch Gruppen, einschliesslich gesellschaftlicher und politischer
Gruppen, ebenso wie geschäftlicher; 4. Überleben durch die Menschheit als ganzes; 5.
Überleben durch die belebte Natur, einschliesslich aller Arten, seien es pflanzliche odertierische;
6. Überleben durch MEST; 7. Überleben durch Theta oder das Statik des Lebens; 8.
(geschrieben als Unendlichkeitszeichen). Überleben durch ein Höchstes Wesen. Jedes Individuum
überlebt für alle acht Dynamiken.
EMOTION: der Katalysator, den das Kontrollzentrum verwendet, um physische Aktion
zu steuern. Das Übermittlungssystem, das auf dem Weg über die Drüsen arbeitet und zwischen
dem „Ich“ und dem Selbst und – durch das Denken – anderen liegt. Die wichtigsten
Emotionen sind Glück, wo man Vertrauen zu seinen Zielen hat und Freude daran empfindet
und an seine Kontrolle der Umwelt glaubt; Langeweile, wo man das Vertrauen und die Orientierung
verloren hat, aber nicht besiegt ist; Antagonismus, wo man seine Kontrolle bedroht
sieht; Zorn, wo man versucht, zu zerstören, was einen bedroht, und zwar ohne gute Orientierung
noch über die Zerstörung hinaus; versteckte Feindseligkeit, wo man zu zerstören versucht,
während man seinem Opfer versichert, dem sei nicht so; Furcht, wo man dazu gebracht
wird, zu fliehen; Gram, wo man seinen Verlust erkennt; Apathie, wo man auf allen Dynamiken
Misserfolge akzeptiert und den Tod vortäuscht. Andere Emotionen bestehen aus einergrösseren
oder kleineren Menge der genannten Emotionen. Scham oder Verlegenheit sind
Emotionen, die speziell in Gruppen oder zwischenmenschlichen Beziehungen auftreten. Sie
stehen auf einer Stufe mit Gram und bezeichnen den Verlust der Position in einer Gruppe.
Emotion ist das Drüsensystem, das parallel zur Bewegung verläuft; jede Emotion reflektiert
eine Handlung, die gegenüber Bewegung gewinnt oder verliert. Auf einer hohen Stufe sendet
man Bewegung zurück; auf einer mittleren Stufe hält man Bewegung fest, auf einer tieferen
Stufe wird man von Bewegung davongeschwemmt.
ENTITÄT: Etwas, das eine wirkliche und eigenständige Existenz besitzt, entweder tatsächlich
oder im Verstand; irgend etwas mit eigener Wirklichkeit.
FAKSIMILES: Ein Faksimile ist die Gedächtnisaufzeichnung eines begrenzten Zeitabschnitts.
Es wird angenommen, dass das Gedächtnis ein Statik ohne Wellenlänge, Gewicht,
Masse oder Position im Raum ist (in anderen Worten, ein echtes Statik), das jedoch einen
Eindruck von Zeit, Raum, Energie und Materie aufnehmen kann. Eine sorgfältige Untersuchung
der Phänomene des Denkens und des Verhaltens des menschlichen Verstandes führt zu
diesem Schluss. Die Schlussfolgerung ist selbst ein Postulat, das verwendet wird, weil es
äusserst brauchbar und nützlich ist. Es kennzeichnet eine bestimmte Stufe der Forschung,
dass man ein Faksimile so beschreiben kann. Die Beschreibung ist mathematisch und ein
Abstraktum, sie kann auf die Wirklichkeit zutreffen oder auch nicht. Wenn man allerdings
die Aufzeichnung eines Gedankens auf diese Weise betrachtet, dann lassen sich die Probleme
des Verstandes sehr schnell lösen. Man sagt, dass Faksimiles „gespeichert“ werden. Sie wirken
auf das Schaltbrett zum physikalischen Universum ein, das Gehirn genannt wird, und
darüber hinaus auf die Systeme von Nerven und Drüsen – alles, um Aktionen zu steuern. Sie
scheinen nur deshalb Bewegung und Gewicht zu besitzen, weil Bewegung und Gewicht in
ihnen aufgezeichnet werden. Faksimiles werden nicht in den Zellen gespeichert. Sie beeinflussen
die Zellen. Ein Beweis für diesen Sachverhalt liegt in der Tatsache, dass eine Energie,
die vor langer Zeit zum Faksimile wurde, erneut kontaktiert werden kann -und sich beim
Kontakt als heftig erweist. Schmerz wird als Faksimile gespeichert. Alter Schmerz kann von
neuem kontaktiert werden. Alter Schmerz in Form von Faksimiles, alte Emotion in Form von
Faksimiles, können sich der Gegenwart in einer Weise aufdrängen, dass sie den Körperdeformieren
oder sich auf andere Art körperlich auswirken. Man kann zu dem letzten Zeitpunkt
zurückgehen, als man sich verletzte, und den Schmerz dieser Verletzung dort wiederfinden
und wiedererleben, wenn man nicht sehr abgesperrt ist. Man kann Bemühungen und
Anstrengungen wiedergewinnen, die man in der Vergangenheit gemacht haben – oder die in der
Vergangenheit einem gegenüber gemacht worden sind. Doch die Zellen selber, die ja nur eine
begrenzte Lebensdauer haben, sind inzwischen längst von anderen Zellen ersetzt worden. So
kommt es zur Faksimile-Theorie. Das Wort Faksimile wird so frei verwendet, wie man es im
Zusammenhang mit der Zeichnung eines Schachteldeckels verwendet, die man statt des wirklichen
Schachteldeckels vor sich hat. Es bedeutet eine ähnliche Sache an Stelle der Sache
selbst. Man kann sich ein Erinnerungsbild eines Elefanten oder einer Fotografie zurückrufen.
Der Elefant und die Fotografie sind nicht mehrvorhanden. Ein Faksimile von ihnen ist im
Verstand gespeichert. Ein Faksimile ist vollständig, wenn es jede Wahrnehmung der Umwelt
enthält, die vorhanden war, als das Faksimile aufgezeichnet wurde; einschliesslich optischer
und akustischer Wahrnehmung, Geruch, Geschmack, Gewicht, Stellung der Gelenke – und so
weiter, durch ein halbes Hundert von Wahrnehmungen. Die blosse Tatsache, dass man sich
keine Bewegungen zurückrufen kann, oder alle diese Wahrnehmungen, bedeutet noch nicht,
dass sie nicht vollständig, samt aller Bewegungen und mit jedem Sinneskanal, der zu der entsprechenden
Zeit in Funktion war, aufgezeichnet worden sind. Es bedeutet hingegen, dass
man eine Barriere zwischen dem Faksimile und den Rückrufmechanismen seinen Kontrollzentren
errichtet hat. Es gibt Faksimiles von allem, was man während seines ganzen Lebens
erfahren hat, und von allem, das man sich vorgestellt hat.
FLACH: Bedeutet, dass aus dem Geschehnis, wenn es „flach“ ist, alle schlechten Folgen
für den Preclear entfernt worden sind.
FÜNFZEHN (Hauptwort): Ein Ausdruck, mit dem ein abgeschlossener Fall bezeichnet
wird. Es existiert nur für die Aufzeichnungen über den Fall, um einen Fall zu kennzeichnen,
der bis zum gegenwärtigen Abschluss fortgeschritten ist. Das ist ein Numerierungssystem der
Foundation für Preclears. Ein Fall wird in den Aufzeichnungen unter der Nummer des Aktes
geführt, bis zu welchem er vorangekommen ist.
GENETISCH: Das Individuum ist von einem vergangenen Beginn her durch eine Kette
von Protoplasma und durch Faksimiles und MEST-Formen im gegenwärtigen Zeitalter angelangt.
Das Genetische betrifft die Protoplasma-Kette von Vater und Mutter zum Kind, vom
erwachsenen Kind zum neuerlichen Kind und so weiter.
KLÄREN: Die Aktion, einen Gedanken-Eindruck oder eine Serie von Eindrücken oder
Beobachtungen in der Vergangenheit zu desensibilisieren oder freizusetzen, oder ein Postulat,
eine Emotion, eine Anstrengung oder ein komplettes Faksimile. Der Preclear löst entweder
den Griff, mit dem er das Faksimile (die Erinnerung) festhält, oder das Faksimile selber
wird desensibilisiert. Das Wort stammt von Elektronenrechnern oder normalen Büro-
Rechenmaschinen. Es beschreibt einen Vorgang, der dem Auslöschen von alten Berechnungen
in der Maschine ähnelt.
KNACKEN: Slang-Ausdruck, verwendet im Sinn von „einen Fall knacken“. Das bedeutet,
dass man den Preclear veranlasst, ein überlebensfeindliches Faksimile loszulassen. In
mehr oder weniger hohem Ausmass verwendet, wie „einen Schaltkreis knacken“ oder „eine
Kette knacken“ oder „eine Berechnung knacken“. Niemals den Preclear oder seinen Geist
zerbrechen – sondern zerbrechen, was ihn zerbricht.
KNOPF: Dinge, Wörter, Redewendungen, Themen oder Bereiche, die bei einer Person
Erwiderung oder Reaktion auf die Wörter oder Handlungen anderer hervorrufen und verursachen,
dass sie sich unbehaglich fühlt, verlegen oder ärgerlich wird oder zu unkontrolliertem
Lachen gebracht wird. Die Bezeichnung kommt von der Promptheit der Reaktion, die sich
mit der Reaktion einer Maschine auf einen Bedienungsknopf vergleichen lässt.
KONTROLLZENTRUM: die des Bewusstseins bewusste Einheit des Verstandes. Das
ist kein Teil des Gehirns, sondern ein Teil des Verstandes, während das Gehirn physiologischer
Natur ist. Der Verstand hat laut Definition zwei mögliche Kontrollzentren, das
rechte und das linke. Eines davon ist ein echtes, genetisches Kontrollzentrum; das andere ist
ein Unter-Kontrollzentrum, das dem Kontrollzentrum gehorcht.
LADUNG: Schädliche Energie oder Kraft, die aus den Konflikten und unangenehmen
Erlebnissen resultiert, die ein Mensch gehabt hat. Auditieren entlädt diese Ladung, so dass
sie nicht mehr da ist und den Menschen nicht mehr beeinflussen kann.
LAUFEN: Im Prozessing behandeln.
MEST: Ein zusammengesetztes Wort, aus den Anfangsbuchstaben von Materie, Energie,
Raum (engl. space) und Zeit (engl. time). Ein eigens geprägtes Wort für das PHYSIKALISCHE
UNIVERSUM. THETA WIRD NICHT ALS TEIL DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS
BETRACHTET, WIRD JEDOCH AUCH NICHT ABSOLUT ALS KEIN TEIL
DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS ANGESEHEN.
NOTWENDIGKEITSSTUFE: die Fähigkeit eines Menschen, über seine Aberrationen
hinauszuwachsen, wenn er handeln muss, um eine unmittelbare und ernste Bedrohung seines
Oberlebens abzuwenden.
POSTULAT: Eine Schlussfolgerung, eine Entscheidung oderein Entschluss, der vom
einzelnen auf Grund seiner eigenen Selbstbestimmung gefasst wurde. Es kann auf bewussten
oder unbewussten Daten der Vergangenheit beruhen. Das Postulat ist immer bekannt. Es wird
auf Grund der Auswertung von Daten oder auf Grund eines Impulses und ohne Daten durch
den einzelnen aufgestellt. Es löst ein Problem der Vergangenheit, entscheidet über Probleme
oder Beobachtungen der Gegenwart oder stellt ein Schema für die Zukunft auf.
POSTULIEREN: Ein Problem zu lösen, eine Entscheidung oder Schlussfolgerung darüber
zu treffen oder ein Schema für die Zukunft festzulegen oder ein Schema der Vergangenheit
aufzuheben.
PRECLEAR: Jemand, der durch Prozessing mehr über sich selbst und das Leben herausfindet.
PROZESSING: Eine Serie von Fragen, die einem Menschen von einem Auditor gestellt
werden, um ihm zu helfen, mehr über sich selber oder das Leben herauszufinden.
PSYCHOSOMATISCHE KRANKHEIT: Ein Ausdruck aus der Alltagssprache, der einen
Zustand kennzeichnen soll, der „von einer seelischen Verfassung herrührt“. Solche Erkrankungen
sind laut verbreiteten Berichten für etwa siebzig Prozent aller Krankheiten verantwortlich.
Technisch gesehen, in dieser Wissenschaft, ein chronisch oder andauernd
schmerzhaftes Faksimile, an dem der Preclear festhält, um sich für Fehlschläge zu rechtfertigen.
Arthritis, Schleimbeutelentzündung, Sehnenscheidenentzündung, Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung,
bizarre Schmerzen und Wehwehchen, Schnupfen, Erkältungen, Geschwüre,
Migräne, Zahnschmerzen, Deformationen durch Kinderlähmung, Übergewicht, Fehlfunktionen
der Haut – das sind einige aus der Legion dieser chronischen Somatiken. Sie lassen
sich zu Dienstfaksimiles zurückverfolgen.
PSYCHOTIKER: Ein Mensch, der in hohem Ausmass den Kontakt zu seiner gegenwärtigen
Umwelt verloren hat und der nicht für die Zukunft vorausdenkt. Er kann ein akuter
Psychotikersein, wo er immer nur für einige wenige Minuten psychotisch wird und nur fallweise
in einer bestimmten Umgebung (wie bei Wutanfällen oder Apathie ). Er kann aber
auch ein chronischer Psychotiker sein, oder in einer anhaltenden Loslösung von der Zukunft
und der Gegenwart. Psychotiker, die anderen auf dramatische Weise Schaden zufügen, werden
als gefährlich genug betrachtet, um abgesondert zu werden. Psychotiker, die auf weniger
dramatische Weise Schaden anrichten, sind deshalb nicht weniger schädlich für ihre Umgebung
und auch nicht weniger psychotisch.
REPETITIVES STRAIGHTWIRE: Die Aufmerksamkeit wird immer wieder auf ein
bestimmtes Faksimile unter anderen Faksimiles gelenkt, bis es desensibilisiert ist. Wird an
Schlussfolgerungen oder Erlebnissen angewendet, die nicht leicht zugänglich sind.
RESTIMULATION: Wenn die Umwelt ein Faksimile wieder in Gang setzt, weiches
dann gegen den Körper oder die des Bewusstseins bewusste Einheit zurückwirkt.
DIENSTFAKSIMILE: Eine eindeutig gegen das Überleben gerichtete Situation, enthalten
in einem Faksimile, das von einem Menschen in Aktion gerufen wird, um seine Fehlschläge
zu erklären. Ein Dienstfaksimile kann das Faksimile einer Krankheit, einer Verletzung,
einer Unfähigkeit sein. Das Faksimile beginnt mit einer fallenden emotionellen Kurve
und endet mit einer aufsteigenden emotionellen Kurve. Dazwischen enthält es Schmerz. Ein
Dienstfaksimile IST die Schablone, die die chronische „psychosomatische Krankheit“ darstellt.
Es kann Husten, Fieber, Schmerzen oder Hautausschläge enthalten, alle Manifestationen
eines gegen das Überleben gerichteten Charakters, sei es nun körperlich oder geistig. Es
kann sogar ein Streben nach Selbstmord bedeuten. Es ist vollständig mit allen Wahrnehmungen.
Es hat viele ähnliche Faksimiles. Es hat viele Locks. Der Besitz und die Verwendung
eines Dienstfaksimiles kennzeichnet einen Homo Sapiens.
DIENSTFAKSIMILE-KETTE: Die ganze Kette von ähnlichen Erlebnissen, die das
ganze Repertoire des Menschen umfasst, der auf diese Weise Fehlschläge begründet und damit
Unterstützung sucht.
STRAIGHTWIRE (Gerader Draht): Ein Prozess, bei dem, ausgehend von der Gegenwart,
ein vergangenes Erlebnis mit einigen Wahrnehmungen oder zumindest einer Vorstellung
davon zurückgerufen wird. Der Name Straightwire leitet sich von dem
MEST-Kommunikations-Prozess her, bei dem zwei Punkte eines Kommunikationssystems
miteinander verbunden werden. Im Grunde besteht er aus Gedächtnisarbeit. Er wird für Postulate,
Einschätzungen, Erlebnisse, Szenen, Emotionen oder andere Daten verwendet, die in
den Speicherbanken des Verstandes vorhanden sein mögen, ohne dass „der Preclear in das
Geschehnis selbst geschickt“ wird. Dabei sitzt der Preclear aufrecht, die Augen offen oder
geschlossen. Der Auditor ist sehr aufmerksam. Straightwire wird schnell gelaufen. Der Preclear
darf nicht in der Erinnerung wandern oder schweigen. Er antwortet auf Fragen des Auditors.
VIELE PRECLEARS LASSEN SICH N ICHT GERNE AUSFRAGEN. DER AUDITOR
MUSS DANN ZUERST DIE POSTULATE BEREINIGEN, DIE DAGEGEN GERICHTET
SIND, DASS MAN BEFRAGT WIRD; das nennt man „für umfassendes
Straightwire klären“.
THETA: das mathematische Symbol für das Statik des Denkens. Mit THETA ist das
Statik selbst gemeint. Mit „Faksimile“ ist THETA gemeint, das Eindrücke durch Wahrnehmungen enthält.
TONSKALA: Eine Skala, die die verschiedenen Faktoren des Verhaltens, der Emotion
und des Denkens misst und sie auf den einzelnen Stufen der Skala zueinander in Beziehung setzt.
UMWELT:dieUmgebungdesPreclearsvonAugenblickzuAugenblick,imallgemeinen
oder im besonderen, einschliesslich Menschen, Tiere, mechanische Gegenstände, Wetter,
Kultur, Kleider oder das Höchste Wesen. Alles, was er wahrnimmt oder wahrzunehmen
glaubt. Die objektive Umwelt ist jene Umwelt, die der allgemeinen Übereinstimmung nach
vorhanden ist. Die subjektive Umwelt ist jene, von der das Individuum selbst glaubt, dass sie
vorhanden ist. Es mag sein, dass andere Menschen dem nicht zustimmen.
VALENZ: Eine falsche oder wahre Identität. Der Preclear hat seine eigene Valenz.
Ausserdem stehen ihm die Valenzen all derjenigen Personen zur Verfügung, die in seinen
Engrammen auftauchen.
VERGANGENE POSTULATE: Entscheidungen oder Schlussfolgerungen, die der
Preclear in der Vergangenheit getroffen hat, und denen er in der Gegenwart immer noch unterworfen
ist. Vergangene Postulate sind samt und sonders dienstunfähig, da sie die gegenwärtige
Umgebung nicht bewältigen können.
WAHRNEHMUNGEN: Mit Hilfe von physikalischen Wellen, Strahlen und Partikeln
des physikalischen Universums gelangen Eindrücke von der Umgebung durch die „Sinneskanäle“
wie etwa die Augen und die Sehnerven; die Nase und die Geruchsnerven; die Ohren
und die Gehörnerven; Nerven innerhalb des Körpers für Wahrnehmungen innerhalb des Körpers,
usw. usw. Dies alles sind Wahrnehmungen bis zu dem Augenblick, wo sie als Faksimiles
aufgezeichnet werden. In diesem Moment werden sie zu Aufzeichnungen. Wenn sie zurückgerufen
werden, sind sie wieder Wahrnehmungen, da sie von der Rückruf-Seite her wieder
in die Sinneskanäle gelangen. Es gibt mehr als ein halbes Hundert verschiedener Wahrnehmungen,
die alle auf einmal aufgezeichnet werden.
WIEDERHERSTELLUNG: Die Wiederherstellung der Fähigkeit eines Menschen, über
seine eigene Existenz zu bestimmen.
ZEHN: Ein Fall, der bis zum Punkt des befreiten Dienstfaksimile fortgeschritten ist.
ZUGÄNGLICHKEIT: Das Ausmass der Bereitschaft, prozessiert zu werden (im technischen
Sinn in dieser neuen Wissenschaft.) Das Ausmass der Bereitschaft, zwischenmenschliche
Beziehungen zu haben (im gesellschaftlichen Sinn). Für das Individuum
selbst bedeutet Zugänglichkeit zu sich selbst, ob es seine vergangenen Erlebnisse und Daten
wieder kontaktieren kann oder nicht. Ein Mensch mit einem „schlechten Gedächtnis“ (zwischengeschalteten
Blockaden zwischen Kontrollzentrum und Faksimiles) hat Erinnerungen,
die ihm nicht zugänglich sind.
Anmerkung
Begriffe und Definitionen in diesem Fachwortverzeichnis werden unverändert gegenüber
dem Original beibehalten.
Manche der Begriffe und ihr Sprachgebrauch sind nicht endgültig. Die Entwicklung,
die vom  im Jahr 1951 zur Vollendung der Tologie im Jahr 1965
durch  führte, hat viele Begriffe weiter definiert und ausgedehnt. Manche
Verwendungsformen sind nur für dieses Buch bestimmt und nicht weiter gebraucht worden.

Zitat
DEFINITIONEN, LOGIKEN UND AXIOME
Hier sind die Definitionen, Logiken und Axiome dieser Wissenschaft. Man sollte im
Gedächtnis behalten, dass diese eigentlich eine Erkenntnislehre bilden, die Wissenschaft vom
Wissen. Sie können gar nicht anders, als eine Vielzahl von Sachgebieten und Wissenschaften
zu umfassen. Sie werden in diesem Band ohne weitere Erläuterungen aufgezählt; es wird sich
aber herausstellen, dass sie sich zum grössten Teil selbst erklären. Es existieren entsprechende
Phänomene, die die Selbstverständlichkeit dieser Definitionen, Postulate, Logiken und
Axiome demonstrieren.
Der erste Abschnitt, die Logiken, unterscheiden sich von den- Axiomen nur insofern,
als sich aus dem System des Denkens, das so bewertet wird, die Axiome selbst ergeben. Das
Wort Logiken soll hier bedeuten: Postulate, die sich auf die organisatorische Struktur der
Gruppierung beziehen.
Die Logiken
LOGIK 1 – WISSEN IST EINE GANZE GRUPPE ODER EIN ABSCHNITT EINER
GRUPPE VON DATEN ODER THEORIEN ODER SCHLUSSFOLGERUNGEN ÜBER
DATEN ODER METHODEN DES GEWINNENS VON DATEN.
LOGIK 2 – EINE SAMMLUNG VON WISSEN IST EINE SAMMLUNG VON DATEN,
GEORDNET ODER UNGEORDNET, ODER VON METHODEN DES GEWINNENS
VON DATEN.
LOGIK3-JEDESWISSEN, DASVON EINER ENTITÄT EMPFUNDEN, GEMESSEN
ODER ERLEBT WERDEN KANN, IST IMSTANDE, DIESE ENTITAT ZU BEEINFLUSSEN.
FOLGESATZ – JENES WISSEN, DAS VON EINER ENTITÄT ODER EINER ART
VON ENTITÄT NICHT EMPFUNDEN, GEMESSEN ODER ERLEBT WERDEN KANN,
ISTNICHTIMSTANDE,DIESEENTITÄTODERDIESEARTVON ENTITÄTZU BEEINFLUSSEN.
LOGIK 4 – EIN DATUM IST EIN FAKSIMILE VON ZUSTÄNDEN DES SEINS
ODER ZUSTÄNDEN DES NICHT-SEINS, VON HANDLUNGEN ODER
NICHT-HANDLUNGEN, VON SCHLUSSFOLGERUNGEN ODER VERMUTUNGEN IM
PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM ODER EINEM ANDEREN UNIVERSUM.
LOGIK5-EINEDEFINITION DERBEGRIFFEISTNOTWENDIGFÜRDIEORDNUNG,
FESTSTELLUNG UND LÖSUNG VON VERMUTUNGEN, BEOBACHTUNGEN,
PROBLEMEN UND LÖSUNGEN UND DEREN KOMMUNIKATION.
DEFINITION – BESCHREIBENDE DEFINITION: EINE DEFINITION, DIE ANHAND
VON CHARAKTERISTIKEN EINSTUFT, INDEM SIE EXISTIERENDE SEINSZUSTÄNDE
BESCHREIBT.
DEFINITION – UNTERSCHEIDENDE DEFINITION: EINE DEFINITION, DIE
UNÄHNLICHKEIT MIT EXISTIERENDEN SEINSZUSTÄNDEN ODER ZUSTÄNDEN
DES NICHT-SEINS VERGLEICHT.
DEFINITION -ASSOZIIERENDE DEFINITION: EINE DEFINITION, DIEÄHNLICHKEIT
MIT EXISTIERENDEN SEINSZUSTÄNDEN ODER ZUSTÄNDEN DES
NICHT-SEINS ERKLÄRT.
DEFINITION – DEFINITION DURCH TÄTIGKEIT: EINE DEFINITION, DIE URSACHE
UND POTENTIELLE VERÄNDERUNG VON SEINSZUSTÄNDEN DURCH DIE
URSACHE VON EXISTENZ, NICHT-EXISTENZ, HANDLUNG, NICHT-HANDLUNG,
ZIELSETZUNG ODER FEHLENDE ZIELSETZUNG DARSTELLT.
LOGIK 6 – ABSOLUTES IST UNERREICHBAR
LOGIK7- FÜR DIEAUSWERTUNG VON PROBLEMEN UND DEREN DATEN
SIND GRADIENTENSKALEN ERFORDERLICH.
Das ist das Rüstzeug einer Logik, die sich auf Unendlichkeit bezieht: Absolutes ist unerreichbar.
Begriffe wie Gut und Böse, Tot und Lebendig, Recht und Unrecht werden nur in
Verbindung mit Gradientenskalen verwendet. Auf der Skala von Recht und Unrecht ist alles
oberhalb von Null oder der Mitte mehr und mehr Recht. Es nähert sich unendliches Recht.
Alles unterhalb der Mitte ist mehr und mehr Unrecht. Es nähert sich unendlichem Unrecht.
Alle Dinge, die die Existenz des Überlebenden unterstützen, werden für den Überlebenden
als richtig angesehen. Alle Dinge, die vom Gesichtspunkt des Überlebenden aus die Existenz
beeinträchtigen, können als unrichtig angesehen werden. Je mehr ein Ding die Existenz unterstützt,
desto mehr kann es als richtig für den Überlebenden angesehen werden; je mehr
eine Sache oder eine Handlung die Existenz beeinträchtigt, desto unrichtiger ist sie vom Gesichtspunkt
dessen aus, der überleben möchte.
FOLGESATZ – JEDES DATUM BESITZT NUR EINE RELATIVE WAHRHEIT.
FOLGESATZ – WAHRHEIT STEHT IN RELATION ZU UMGEBUNG, ERFAHRUNG
UND WAHRHEIT.
LOGIK 8 – EIN DATUM KANN NUR ANHAND EINES DATUMS VERGLEICHBARER
GRÖSSE AUSGEWERTET WERDEN.
LOGIK 9 – EIN DATUM IST SO WERTVOLL, WIE ES AUSGEWERTET WORDEN
IST.
LOGIK 10 – DER WERT EINES DATUMS WIRD FESTGELEGT DURCH DAS
AUSMASS AN ORDNUNG (Beziehung), DIE ES ANDEREN DATEN VERLEIHT.
LOGIK 11 – DER WERT EINES DATUMS ODER EINES GEBIETES VON DATEN
KANN DURCH DEN GRAD, IN DEM ES DAS ÜBERLEBEN UNTERSTÜTZT ODER
DAS ÜBERLEBEN BEHINDERT, FESTGELEGT WERDEN.
LOGIK 12 – DER WERT EINES DATUMS ODER EINES GEBIETES VON DATEN
WIRD DURCH DEN GESICHTSPUNKT DES BETRACHTERS MODIFIZIERT.
LOGIK 13 – PROBLEME WERDEN GELÖST, INDEM MAN SIE IN BEREICHE
ÄHNLICHER GRÖSSE ODER ÄHNLICHER DATEN UNTERTEILT, SIE MIT BEREITS
BEKANNTEN ODER TEILWEISE BEKANNTEN DATEN VERGLEICHT, UND JEDEN
BEREICH EINZELN BEREINIGT. DATEN, DIE NICHT UNMITTELBAR GEWUSST
WERDEN KÖNNEN, KANN MAN ANALYSIEREN, INDEM MAN SICH MIT DEM BESCHÄFTIGT,
WAS BEKANNT IST, UNDDIEGEWONNENE LÖSUNGVERWENDET,
UM DEN REST ZU ANALYSIEREN.
LOGIK 14- FAKTOREN, DIE IN EIN PROBLEMODER EINE LÖSUNG EINGEFÜHRT
WERDEN UND SICH NICHT VON NATURGESETZEN, SONDERN VON AUTORITÄREN
BEFEHLEN HERLEITEN, ABERRIEREN DIESES PROBLEM ODER DIESE
LÖSUNG.
LOGIK 15 – DIE EINFÜHRUNG EINER EIGENMÄCHTIGKEIT IN EIN PROBLEM
ODER EINE LÖSUNG FORDERT DIE WEITERE EINFÜHRUNG VON EIGENMÄCHTIGKEITEN
IN PROBLEME UND LÖSUNGEN HERAUS.
LOGIK 16 – EIN ABSTRAKTES POSTULAT MUSS MIT DEM UNIVERSUM
VERGLICHEN WERDEN, FÜR DAS ES GILT, UND IN DIE KATEGORIE VON DINGEN
GEBRACHT WERDEN, DIE IN DIESEM UNIVERSUM EMPFUNDEN, GEMESSEN
ODER ERLEBTWERDEN KÖNNEN, BEVOR EIN SOLCHES POSTULATALS
DURCHFÜHRBAR BETRACHTET WERDEN KANN.
LOGIK 17 – JENE GEBIETE, DIE FÜR IHRE DATEN AM MEISTEN VON AUTORITÄREN
ANSICHTEN ABHÄNGIG SIND, ENTHALTEN DIE WENIGSTEN NATURGESETZE.
LOGIK 18 – EIN POSTULAT IST SO WERTVOLL, WIE ES DURCHFÜHRBAR IST.
LOGIK19- DIE DURCHFÜHRBARKEIT EINES POSTULATESWIRD FESTGELEGT
DURCH DASAUSMASS, INWELCHEM ES EXISTIERENDE PHÄNOMENE ERKLÄRT,
DIE BEREITS BEKANNT SIND; DURCH DAS AUSMASS, IN WELCHEM ES
NEUE PHÄNOMENE VORAUSSAGT, DIE EXISTIEREN UNDGEFUNDEN WERDEN,
WENN MAN DANACH SUCHT; UND DURCH DAS AUSMASS, IN WELCHEM
ES FÜR SEINE ERKLÄRUNG NICHT ERFORDERT, DASS SOLCHE PHÄNOMENE IN
EXISTENZ GERUFEN WERDEN, DIE IN WIRKLICHKEIT NICHT EXISTIEREN.
LOGIK 20 – EINE WISSENSCHAFT KANN ALS GROSSE SAMMLUNG GEORDNETER
DATEN BETRACHTETWERDEN, DIEGLEICHARTIGKEIT IN DERANWENDUNG
BESITZT UND VON GRUNDLEGENDEN POSTULATEN ABGELEITET ODER
HERVORGERUFEN WORDEN IST.
LOGIK 21 – MATHEMATIK BESTEHTAUS METHODEN, DURCH DIE REALE
ODER ABSTRAKTE DATEN IN JEDEM UNIVERSUM POSTULIERT ODER ANALYSIERT
WERDEN. SIE WERDEN DURCH SYMBOLISIERUNG VON DATEN, POSTULATEN
UND LÖSUNGEN EINGEGLIEDERT.
LOGIK 22 – DER MENSCHLICHE VERSTAND* IST EIN BETRACHTER,
POSTULIERER, SCHÖPFER UND SPEICHERRAUM VON WISSEN.
LOGIK 23 – DER MENSCHLICHE VERSTAND IST EIN HILFSMECHANISMUS
FÜR JEDE MATHEMATISCHE WISSENSCHAFT, DIEVOM MENSCHLICHEN
VERSTAND ENTWICKELT ODER VERWENDET WIRD.
POSTULAT – DER MENSCHLICHE VERSTAND UND ERFINDUNGEN DES
MENSCHLICHEN VERSTANDES SIND DAZU IMSTANDE, SÄMTLICHE PROBLEME
ZU LÖSEN, DIE DIREKT ODER INDIREKT EMPFUNDEN, GEMESSEN ODER ERLEBT
WERDEN KÖNNEN.
FOLGESATZ – DER MENSCHLICHE VERSTAND IST DAZU IMSTANDE, DAS
PROBLEM DES MENSCHLICHEN VERSTANDES ZU LÖSEN.
Die Grenzlinie für die Lösungen, die diese Wissenschaft liefern kann, liegt zwischen
den beiden Fragen, warum das Leben fortbesteht, und wie das Leben fortbesteht. Es ist möglich,
die Frage zu beantworten, wie das Leben fortbesteht, ohne die Frage zu analysieren,
warum das Leben fortbesteht.
LOGIK 24 – DER ERFOLG IN DEN PHILOSOPHISCHEN, WISSENSCHAFTLICHEN
UND MENSCHLICHEN STUDIENFÄCHERN (wie etwa Ökonomie, Politik, Soziologie,
Medizin, Kriminologie usw.) HÄNGT IN ERSTER LINIE DAVON AB, DASS DIE
PROBLEME DES MENSCHLICHEN VERSTANDES GELÖST WERDEN.
Anmerkung
Als den grundlegenden Schritt bei der Analyse der allgemeinen Aktivitäten des Menschen
könnte man es ansehen, dass die Aktivitäten des Verstandes selbst analysiert werden.
Die Logiken gehen daher bis zu diesem Punkt und setzen sich dann als Axiome fort, die den
menschlichen Verstand betreffen. Dabei wird durch viele neuentdeckte Phänomene erhärtet,
dass diese Axiome relative Wahrheiten sind. Die folgenden Axiome, von Logik 24 an, gelten
für die verschiedenen „-ologien“ nicht weniger, als sie gelten, wo es um die Entaberrierung
oder Verbesserung der Arbeitsweise des Verstandes geht. Man sollte nicht glauben, dass die
folgenden Axiome der Konstruktion von etwas so Begrenztem wie einer Therapie gewidmet
sind. Die Therapie ist nur eine Begleiterscheinung der Bewältigung menschlicher Aberration
und solcher Dinge wie psychosomatischer Krankheit. Diese Axiome sind imstande, eine solche
Lösung hervorzubringen, wie demonstriert worden ist – aber eine so beschränkte Anwendung
würde für einen sehr beschränkten Gesichtskreis sprechen.
* DermenschlicheVerstandumfasstlautDefinitiondieBewusstseinseinheitdeslebendenOrganismus,
denBetrachter, denBerechnervonDaten,
denGeist,den Gedächtnisspeicher, die Lebenskraft und den individuelleMotiviererdes lebenden Organismus.
Er wird als verschieden vom Gehirn gebraucht; man kann sagen, dass das
Gehirn von ihm motiviert wird.

Zitat
AXIOME
AXIOM 1 – DER URSPRUNG DES LEBENS IST EIN STATIK MIT BESONDEREN,
SPEZIELLEN EIGENSCHAFTEN.
AXIOM 2 – ZUMINDEST EIN TEIL DES STATIK, DAS MAN LEBEN NENNT,
WIR AUF DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM EIN.
AXI0M3-JENERTEILDESSTATIKDES LEBENS, DER AUF DAS PHYSIKALISCHE
UNIVERSUM EINWIRKT, HAT EIN DYNAMISCHES ZIEL, DAS AUS ÜBERLEBEN
UND NUR AUS ÜBERLEBEN BESTEHT.
AXIOM 4 – DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM LÄSST SICH REDUZIEREN
AUF DIE BEWEGUNG VON ENERGIE, DIE WÄHREND DER ZEIT IN RAUM WIRKSAM
WIRD.
AXIOM 5 – JENER TEIL DES STATIK DES LEBENS, DER FÜR DIE LEBENDEN
ORGANISMEN DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS VON BELANG IST, BESCHÄFTIGT
SICH ZUR GÄNZE MIT BEWEGUNG.
AXIOM 6 – EINE DER EIGENSCHAFTEN, DIE DAS STATIK DES LEBENS BESITZT,
IST DIE FÄHIGKEIT, MATERIE ZU LEBENDEN ORGANISMEN ZU MOBILISIEREN
UND ZU BELEBEN.
AXIOM 7 – DAS STATIK DES LEBENS IST DAMIT BESCHÄFTIGT, DAS PHYSIKALISCHE
UNIVERSUM IN BESITZ ZU NEHMEN.
AXIOM 8- DAS STATIK DES LEBENS NIMMT DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM
IN BESITZ, INDEM ES DIE NATURGESETZE DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS
LERNT UND VERWENDET.
SYMBOL: Das Symbol für das Statik des Lebens, das von jetzt an verwendet wird, ist
der griechische Buchstabe THETA 0.
AXIOM 9 – ES IST EINE DER GRUNDLEGENDEN TÄTIGKEITEN VON THETA
IM ÜBERLEBEN, ORDNUNG IN DAS CHAOS DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS
ZU BRINGEN.
AXIOM 10 – THETA BRINGT ORDNUNG IN DAS CHAOS, INDEM ES VON ALLEM
BESITZ ERGREIFT, WAS IM MEST DEM ÜBERLEBEN FÖRDERLICH IST, UND
INDEM ES ALLES ZERSTÖRT, WAS IM MEST DEM ÜBERLEBEN HINDERLICH IST,
ZUMINDEST DURCH DAS HILFSMITTEL VON LEBENDEN ORGANISMEN.
SYMBOL: Das Symbol für das Physikalische Universum, das von jetzt an verwendet
wird, ist MEST, gebildet aus den ersten Buchstaben der Wörter Materie, Energie, Raum
(engl. space) und Zeit (engl. time), oder der griechische Buchstabe PHI ?.
AXIOM 11 – EIN LEBENDER ORGANISMUS WIRD AUS MATERIE UND ENERGIE
IN RAUM UND ZEIT ZUSAMMENGESETZT, BELEBT VON THETA.
SYMBOL: Der lebende Organismus oder lebende Organismen werden von hier an
durch den griechischen Buchstaben LAMBDA X repräsentiert.
AXIOM 12 – DER MEST-TEIL DES ORGANISMUS FOLGT DEN GESETZEN
DER NATURWISSENSCHAFTEN.ALLESLAMBDABESCHÄFTIGTSICH MITBEWEGUNG.
AXIOM 13 – THETA, DAS DURCH LAMBDA OPERIERT, VERWANDELT DIE
KRÄFTE DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS IN KRÄFTE, MIT DEREN HILFE ES
DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM IN BESITZ NIMMT.
AXIOM 14 – THETA, DAS AUF DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM EINWIRKT,
MUSS EINEN HARMONISCHEN GRAD VON BEWEGUNG AUFRECHTERHALTEN.
Die Grenzen von Lambda sind eng, was sowohl thermale als auch mechanische Bewegung
betrifft.
AXIOM 15 – LAMBDA IST DER ZWISCHENSCHRITT IN DER EROBERUNG
DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS.
AXIOM 16 – DIE GRUNDLEGENDE NAHRUNG EINES JEDEN ORGANISMUS
BESTEHT AUS LICHT UND CHEMIKALIEN.
Organismen können nur deshalb auf höheren Ebenen der Kompliziertheit existieren,
weil niedrigere Ebenen von Umwandlern existieren. Theta entwickelt Organismen von niedrigeren
zu höheren Formen und unterstützt sie durch die Existenz von niedrigeren Umwandlerformen.
AXIOM 17 – THETA ERZIELT AUF DEM WEG ÜBER LAMBDA EINE EVOLUTION
VON MEST.
HierhabenwiraufdereinenSeitedieAbfallproduktevonOrganismeninFormdersehr komplexen
Chemikalien, die die Bakterien erzeugen, auf der anderen Seite hingegen das physische
Antlitz der Erde, das von Tieren und Menschen verändert wird. Solche Veränderungen
können durch Gras entstehen, das die Berge vor Erosion bewahrt, oder durch Wurzeln, die
Felsen sprengen; durch Gebäude, die errichtet werden, und aufgestaute Flüsse. Es ist offensichtlich
eine Evolution in MEST unter der Einwirkung von THETA im Gange.
AXIOM 18 – LAMBDA VARIIERT IN SEINER BELEBUNG DURCH THETA,
SELBST INNERHALB EINER ART.
AXIOM 19 – DAS STREBEN VON LAMBDA IST AUF ÜBERLEBEN GERICHTET.
DAS ZIEL VON LAMBDA IST ÜBERLEBEN.
DIE STRAFE FÜR DAS VERSAGEN, AUF DIESES ZIEL HIN VORZURÜCKEN,
IST DAS UNTERLIEGEN.
DEFINITION:AUSDAUER ISTDIE FÄHIGKEIT, EIN GLEICHBLEIBENDES STREBEN.
NACH ÜBERLEBENSZIELEN AUFRECHTZUERHALTEN.
AXIOM 20 – LAMBDA ERSCHAFFT, BEWAHRT, UNTERHÄLT, BENÖTIGT,
ZERSTÖRT, VERÄNDERT, BESETZT, GRUPPIERT UND ZERSTREUT MEST.
LAMBDA ÜBERLEBT, INDEM ES MATERIE UND ENERGIE IN RAUM UND ZEIT
BELEBT UND MOBILISIERT ODER ZESTÖRT.
AXIOM 21 – LAMBDA IST VON OPTIMALER BEWEGUNG ABHÄNGIG. ZU
SCHNELLE BEWEGUNG UND ZU LANGSAME BEWEGUNG WIRKEN GLEICHERMASSEN
GEGEN DAS ÜBERLEBEN.
AXIOM 22 – THETA UND DENKEN SIND ÄHNLICHE ARTEN VON STATIK.
AXIOM 23 – ALLES DENKEN BESCHÄFTIGT SICH MIT BEWEGUNG.
AXIOM 24 – DAS ERREICHEN EINER OPTIMALEN BEWEGUNG IST EINES
DER
GRUNDLEGENDEN ZIELE DER VERNUNFT.
DEFINITION: LAMBDA IST EINE CHEMISCHE WÄRMEMASCHINE, DIE IN RAUM
UND ZEIT EXISTIERT, VOM STATIK DES LEBENS MOTIVIERT UND VOM
DENKEN DIRIGIERT WIRD.
AXIOM 25 – DER GRUNDLEGENDE ZWECK DER VERNUNFT IST DIE
BERECHNUNG ODER EINSCHÄTZUNG VON ANSTRENGUNG.
AXIOM 26 – DENKEN WIRD MIT HILFE VON THETA-FAKSIMILES DES
PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS, VON ENTITÄTEN ODER HANDLUNGEN
VORGENOMMEN.
AXIOM 27 – THETA GIBT SICH NUR MIT HARMONISCHER AKTION ODER
OPTIMALER AKTION ZUFRIEDEN UND WEIST AKTION ODER BEWEGUNG
OBERHALB ODER UNTERHALB SEINES TOLERANZBEREICHES ZURÜCK ODER
ZERSTÖRT SIE.
AXIOM 28 -DER VERSTAND BESCHÄFTIGT SICH ZUR GÄNZE MITDEREINSCHÄTZUNG
VON ANSTRENGUNG.
DEFINITION: DER VERSTAND IST DER THETA-BEFEHLSSTAND EINES JEDEN
ORGANISMUS ODER ALLER ORGANISMEN.
AXIOM 29 – DIE GRUNDLEGENDEN FEHLER DER VERNUNFT BESTEHEN
DARIN, MATERIE,ENERGIE, RAUMUNDZEITFEHLERHAFTZU UNTERSCHEIDEN.
AXI0M30 -RICHTIGKEIT IST DIE RICHTIGE BERECHNUNG VON ANSTRENGUNG.
AXIOM 31 – UNRICHTIGKEIT IST IMMER EINE FEHLBERECHNUNG VON
ANSTRENGUNG.
AXIOM 32 – THETA KANN SICH DIREKT ANSTRENGEN ODER DURCH AUSBREITUNG.
Theta kann den physischen Gebrauch des Körpers in der Umgebung dirigieren, oder
mit Hilfe des Verstandes die Aktion zuerst berechnen, oder, wie im Fall der Sprache, Ideen
ausbreiten.
AXIOM 33 – SCHLUSSFOLGERUNGEN SIND AUF DIE BEHINDERUNG, AUFRECHTERHALTUNG
ODER BESCHLEUNIGUNG VON BESTREBUNGEN GERICHTET.
AXIOM 34 – DER GEMEINSAME NENNER ALLER LEBENDEN ORGANISMEN
IST BEWEGUNG.
AXIOM 35 – DAS STREBEN EINES ORGANISMUS DANACH, ZU ÜBERLEBEN
ODER ZU UNTERLIEGEN, IST PHYSISCHE BEWEGUNG EINES LEBENDEN ORGANISMUS
IN EINEM GEGEBENEN AUGENBLICK DURCH DEN RAUM IN DER ZEIT.
DEFINITION – BEWEGUNG IST JEDE VERÄNDERUNG DER ORIENTIERUNG
IM RAUM.
DEFINITION – KRAFT IST ZIELLOSE BESTREBUNG.
DEFINITION – BESTREBUNG IST GELENKTE KRAFT.
AXIOM 36 – DAS BESTREBEN EINES ORGANISMUS KANN ES SEIN, IN RUHE
ZU VERBLEIBEN ODER IN EINER GEGEBENEN BEWEGUNG ZU VERHARREN.
Ein statischer Zustand hat eine Position in der Zeit, aber ein Organismus, der positionsmässig
in einem statischen Zustand verbleibt, erhält immer noch ein hochkompliziertes
Bewegungsmuster aufrecht, wie etwa den Herzschlag, die Verdauung usw.
Die Versuche von Organismen, zu überleben oder zu unterliegen, werden von den Bestrebungen
anderer Organismen, von Materie, Energie, Raum und Zeit unterstützt, erzwungen
oder bekämpft.
DEFINITION: AUFMERKSAMKEIT IST EINE BEWEGUNG, DIE IM ZUSTAND
OPTIMALER ANSTRENGUNG VERBLEIBEN MUSS.
Aufmerksamkeit wird dadurch aberriert, dass sie gelockert wird und ziellos pendelt,
oder dass sie zu stark fixiert wird, ohne zu pendeln.
Wenn unbekannte Bedrohungen des Überlebens empfunden werden, so lassen sie die
Aufmerksamkeit pendeln, ohne dass sie sich fixieren lässt. Werden bekannte Bedrohungen
des Überlebens empfunden, so fixieren sie die Aufmerksamkeit.
AXIOM37- DASAUSSERSTEZIELVON LAMBDA ISTUNENDLICHES OBERLEBEN.
AXIOM 38 – DER TOD IST DER VORGANG, BEI DEM THETA EINEN LEBENDEN
ORGANISMUS ODER EINE RASSE ODER EINEARTVERLÄSST,WO DIESETHETA
IN SEINEN ZIELEN DES UNENDLICHEN UBERLEBENS NICHT LÄNGER
NÜTZEN KÖNNEN.
AXIOM 39 – DIE BELOHNUNG FÜR EINEN ORGANISMUS, DER SICH MIT
ÜBERLEBENSFÖRDERNDEN HANDLUNGEN BESCHÄFTIGT, IST FREUDE.
AXIOM 40 – DIE STRAFE FÜR EINEN ORGANISMUS, DER ES VERSÄUMT,
SICH MIT ÜBERLEBENSFÖRDERLICHEN HANDLUNGEN ZU BESCHÄFTIGEN,
ODER DER SICH MIT ÜBERLEBENSFEINDLICHEN HANDLUNGEN BESCHÄFTIGT,
IST SCHMERZ.
AXIOM 41 – DIE ZELLE UND DAS VIRUS SIND DIE GRUNDBAUSTEINE VON
LEBENDEN ORGANISMEN.
AXI0M42- DASVIRUS UND DIEZELLE SIND MATERIE UND ENERGIE, IN
RAUM UND ZEIT BELEBT UND MOTIVIERT DURCH THETA.
AXIOM 43 – THETA MOBILISIERT DAS VIRUS UND DIE ZELLE IN KOLONIEARTIGEN
ANSAMMLUNGEN, UM DIE POTENTIELLE BEWEGUNGZUVERMEHREN
UND ANSTRENGUNG ZU LEISTEN.
AXIOM 44 – DAS ZIEL VON VIREN UND ZELLEN IST ÜBERLEBEN IM RAUM
DURCH DIE ZEIT.
AXIOM 45 – DIE GANZE AUFGABE HÖHERER ORGANISMEN, VIREN UND
ZELLEN IST DIE GLEICHE WIE DIE VON VIRUS UND ZELLE.
AXIOM 46 – KOLONIEN VON VIREN UND ZELLEN KÖNNEN VON MEHR
THETA ERFÜLLT SEIN, ALS DIESE VON NATUR AUS ENTHALTEN HABEN.
Die Lebensenergie folgt jeder Gruppe, ob es nun eine Gruppe von Organismen ist oder
eine Gruppe von Zellen, die einen Organismus bilden. Hier haben wir die persönliche Entität,
Individuation usw.
AXI0M47 – LAMBDA KANN NUR DANN ANSTRENGUNG LEISTEN, WENN
SEINE TEILE IN RICHTUNG AUF ZIELE KOORDINIERT WERDEN.
AXIOM 48 – EIN ORGANISMUS IST SO AUSGERÜSTET, DASS ER VON EINEM
VERSTAND GELEITET UND KONTROLLIERT WERDEN KANN.
AXIOM 49 – DER ZWECK DES VERSTANDES IST ES, PROBLEME IM ZUSAMMENHANG
MITDEM ÜBERLEBEN AUFZUSTELLEN UNDZU LÖSEN, SOWIE
DIE BESTREBUNG DES ORGANISMUS DIESEN LÖSUNGEN ENTSPRECHEND ZU
LENKEN.
AXIOM 62 – HÖHERE ORGANISMEN KÖNNEN NUR IN DEM AUSMASS EXISTIEREN,
WIE SIE VON DEN NIEDRIGEREN ORGANISMEN UNTERSTÜTZT WERDEN.
AXIOM 63 – DIE NÜTZLICHKEIT EINES ORGANISMUS WIRD DADURCH BESTIMMT,
WIE ER SEINE BESTREBUNGEN NACH DEM ÜBERLEBEN AUSRICHTET.
AX1I0M64-DERVERSTANDNIMMTALLEDATENDERUMWELTWAHRUNDSPE
ICHERT SIE. ER ORDNET SIE NACH DER ZEIT, WÄHREND DER SIE WAHRGENOMMEN
WORDEN SIND ODER VERSÄUMT, SIE DANACH ZU ORDNEN.
DEFINITION: EINE SCHLUSSFOLGERUNG BESTEHT AUS DEN THETAFAKSIMILES
EINER GRUPPE KOMBINIERTER DATEN.
DEFINITION: EIN DATUM IST EIN THETA-FAKSIMILE VON PHYSIKALISCHER AKTION.
AXIOM 65 – DER VORGANG DES DENKENS IST DIE WAHRNEHMUNG DER
GEGENWART UND IHR VERGLEICH MIT DEN WAHRNEHMUNGEN UND
SCHLUSSFOLGERUNGEN DER VERGANGENHEIT, UM SO DIETÄTIGKEIT IN DER
UNMITTELBAREN ODER FERNEN ZUKUNFT ZU LENKEN.
FOLGESATZ – DER GEGENSTAND DES DENKENS IST ES, WIRKLICHKEITEN
DER VERGANGENHEIT UND GEGENWART ZU BEOBACHTEN, UM WIRKLICHKEITEN
DER ZUKUNFT VORHERZUSAGEN ODER ZU POSTULIEREN.
AXI0M66-DERVORGANG, DURCHWELCHEN DAS LEBEN SEINE EROBERUNG
DES MATERIELLEN UNIVERSUMS BEWERKSTELLIGT, BESTEHT AUS DER
UMWANDLUNG DER POTENTIELLEN ANSTRENGUNG VON MATERIE UND
ENERGIE IN RAUM UND DURCH DIE ZEIT, UM DAMIT DIE UMWANDLUNG VON
WEITERER MATERIE UND ENERGIE IM RAUM UND DURCH DIE ZEIT ZU ERREICHEN.
AXIOM 67 – THETA BEINHALTET SEINE EIGENE BESTREBUNG AUS DEM
THETA-UNIVERSUM, DIE IN MEST-BESTREBUNG ÜBERTRAGEN WIRD.
AXIOM 68 – DIE EINZIGE EIGENMÄCHTIGKEIT IN JEDEM ORGANISMUS IST
DIE ZEIT.
AXIOM 69 – WAHRNEHMUNGEN UND BESTREBUNGEN DES PHYSIKALISCHEN
UNIVERSUMSWERDEN VON EINEM ORGANISMUS IN FORMVON KRAFTWELLEN
EMPFANGEN. MITHILFE VON FAKSIMILESWERDEN SIE IN THETA UMGEWANDELT
UND SO GESPEICHERT.
DEFINITION: RANDOMITY IST FEHLERHAFTE AUSRICHTUNG DER INNEREN
ODER ÄUSSEREN ANSTRENGUNGEN EINES ORGANISMUS. SIE ENTSTEHT
DURCH ANDERE LEBENSFORMEN ODER DAS MATERIELLE UNIVERSUM UND
WIRD DEM PHYSISCHEN ORGANISMUS DURCH GEGENANSTRENGUNGEN IN
DER UMWELT AUFGEBÜRDET.
AXIOM 70 – JEDER ZYKLUS EINES LEBENDEN ORGANISMUS BEWEGT SICH
VOM STATIK ZUR BEWEGUNG UND WIEDER ZURÜCK ZUM STATIK.
AXIOM 71 – DER ZYKLUS DER RANDOMITY GEHT VOM STATIK AUS, BEWEGT
SICH DURCH OPTIMUM UND DANN DURCH RANDOMITY, UNDZWAR
GENÜGEND OFT ODER GENÜGEND ÄHNLICH, UM WIEDER EIN STATIK ZU BILDEN.
AXIOM 72 – ES GIBT ZWEI UNTERTEILUNGEN VON RANDOMITY: DATENRANDOMITY
UND KRÄFTE-RANDOMITYAXIOM
73 – DIE DREI STUFEN VON RANDOMITY BESTEHEN AUS MINUSRANDOMITY,
OPTIMUM-RANDOMITY UND PLUS-RANDOMITY.
DEFINITION: RANDOMITY IST EIN BESTANDTEIL UND NOTWENDIGER
TEIL VON BEWEGUNG, WENN BEWEGUNG FORTBESTEHEN SOLL.
AXIOM 74 – OPTIMUM-RANDOMITY IST NOTWENDIG FUR DAS LERNEN.
AXIOM 75 – DIE WESENTLICHEN FAKTOREN IN JEDEM BEREICH VON RANDOMITY
SIND ANSTRENGUNG UND GEGENANSTRENGUNG. (Anmerkung: Zum
Unterschied von Fast-Wahrnehmungen von Anstrengung.)
AXIOM 76 – RANDOMITY UNTER ORGANISMEN IST LEBENSNOTWENDIG
FÜR DAS BESTÄNDIGE ÜBERLEBEN ALLER ORGANISMEN.
AXIOM 77 – THETA BEEINFLUSST DEN ORGANISMUS, ANDERE ORGANISMEN
UND DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM, INDEM ES THETA-FAKSIMILES IN
PHYSISCHE BESTREBUNGEN ODER RANDOMITY VON BESTREBUNGEN UMSETZT.
DEFINITION: DAS AUSMASS DER RANDOMITY WIRD BESTIMMT DURCH
DIE ZIELLOSIGKEIT VON ANSTRENGUNGSVEKTOREN INNERHALB DES ORGANISMUS,
UNTER ORGANISMEN, UNTER RASSEN ODER ARTEN VON ORGANISMEN
ODER ZWISCHEN ORGANISMEN UND DEM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM.
AXI0M78-RANDOMITYWIRDINTENSIVIMUMGEKEHRTENVERHÄLTNISZUR
ZEIT, IN WELCHER SIE AUFTRITT, MODIFIZIERT DURCH DIE GESAMTE ANSTRENGUNG
IN JENEM BEREICH.
AXIOM 79 – ANFÄNGLICHE RANDOMITY KANN DURCH RANDOMITY VON
GRÖSSEREM ODER KLEINEREM AUSMASS VERSTÄRKT WERDEN.
AXIOM 80 – BEREICHE VON RANDOMITY EXISTIEREN IN KETTEN VON
ÄHNLICHKEIT, DARGESTELLT IM VERGLEICH MIT DER ZEIT. DAS KANN AUF
WÖRTER UND AKTIONEN ZUTREFFEN, DIE IN RANDOMITIES ENTHALTEN SIND.
ALLE VON IHNEN KÖNNEN EIGENE KETTEN HABEN, DIE IM VERGLEICH
MIT DER ZEIT DARGESTELLT SIND.
AXIOM 81 – GEISTIGE GESUNDHEIT BESTEHT AUS OPTIMUM-
RANDOMITY.-
AXIOM 82 – ABERRATION BESTEHT IN JENEM AUSMASS, WIE PLUS- ODER
MINUS-RANDOMITY IN DER UMWELT ODER IN DEN VERGANGENEN DATEN
EINES ORGANISMUS, EINER GRUPPE ODER ART EXISTIERT. SIE WIRD MODIFIZIERT
DURCH DIE SELBSTBESTIMMUNG, DIE DIESEM ORGANISMUS, DIESER
GRUPPE ODER ART EIGNET.
AXIOM 83 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE MENGE AN THETA BESTIMMT, MIT DEM ER AUSGESTATTET IST, MODIFIZIERT
DURCH MINUS- ODER PLUS-RANDOMITY IN SEINER UMWELT ODER SEINER
EXISTENZ.
AXIOM 84 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE OPTIMUM-RANDOMITY VON GEGEN-BESTREBUNGEN ERHÖHT.
AXIOM 85 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE PLUS-ODER MINUS-RANDOMITYVON GEGEN-BESTREBUNGEN IN DER
UMWELT VERRINGERT.
AXIOM 86 – RANDOMITY ENTHÄLTSOWOHL DIE ZIELLOSIGKEITVON BESTREBUNGEN
ALS AUCH DAS AUSMASS VON BESTREBUNGEN. (Anmerkung: EIN
BEREICH VON RANDOMITY KANN EINE GROSSE MENGE VON VERWIRRUNG
BEINHALTEN, ABER OHNE ENERGIE-INHALT KANN DIE VERWIRRUNG SELBST
VERNACHLÄSSIGT WERDEN.)
AXIOM 87 – FÜR EINEN ORGANISMUS IST JENE GEGEN-BESTREBUNG AM
EHESTEN ZU AKZEPTIEREN, DIE DAS ERREICHEN SEINER ZIELE AM MEISTEN
ZU UNTERSTÜTZEN SCHEINT.
AXIOM 88 – EIN BEREICH VON SCHWERER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY KANN DATEN ÜBER ALLE THEMEN DIESER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY ABSPERREN,
DIEZUEINERFRÜHERENZEITSTATTGEFUNDENHAT. (Anmerkung: Absperrmechanismen
von früheren Leben, Wahrnehmungen, speziellen Erlebnissen usw.)
AXI0M89-RESTIMULATIONVONPLUS-,MINUS-ODEROPTIMUM-RANDOMITY
KANNIMORGANISMUSJENACHDEMERHÖHTEPLUS-,MINUS-ODEROPTIMUMRANDOMITY
HERVORRUFEN.
AXIOM 90 – EIN BEREICH VON RANDOMITY KANN EINE GENÜGENDE
GRÖSSE ERREICHEN, UM DEM ORGANISMUS, ENTSPRECHEND SEINEN ZIELEN,
ALS SCHMERZ ZU ERSCHEINEN.
AXIOM 91 – VERGANGENE RANDOMITY KANN SICH DEM GEGENWARTIGEN
ORGANISMUS IN FORM VON THETA-FAKSIMILES AUFBURDEN.
ALLE VON IHNEN KÖNNEN EIGENE KETTEN HABEN, DIE IM VERGLEICH
MIT DER ZEIT DARGESTELLT SIND.
AXIOM 81 – GEISTIGE GESUNDHEIT BESTEHT AUS OPTIMUM-
RANDOMITY..
AXIOM 82 – ABERRATION BESTEHT IN JENEM AUSMASS, WIE PLUS- ODER
MINUS-RANDOMITY IN DER UMWELT ODER IN DEN VERGANGENEN DATEN
EINES ORGANISMUS, EINER GRUPPE ODER ART EXISTIERT. SIE WIRD MODIFIZIERT
DURCH DIE SELBSTBESTIMMUNG, DIE DIESEM ORGANISMUS, DIESER
GRUPPE ODER ART EIGNET.
AXIOM 83 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE MENGE AN THETA BESTIMMT, MIT DEM ER AUSGESTATTET IST, MODIFIZIERT
DURCH MINUS- ODER PLUS-RANDOMITY IN SEINER UMWELT ODER SEINER
EXISTENZ.
AXIOM 84 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE OPTIMUM-RANDOMITY VON GEGEN-BESTREBUNGEN ERHÖHT.
AXIOM 85 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE PLUS-ODER MINUS-RANDOMITYVON GEGEN-BESTREBUNGEN IN DER
UMWELT VERRINGERT.
AXIOM 86 – RANDOMITY ENTHÄLTSOWOHL DIE ZIELLOSIGKEITVON BESTREBUNGEN
ALS AUCH DAS AUSMASS VON BESTREBUNGEN. (Anmerkung: EIN
BEREICH VON RANDOMITY KANN EINE GROSSE MENGE VON VERWIRRUNG
BEINHALTEN, ABER OHNE ENERGIE-INHALT KANN DIE VERWIRRUNG SELBST
VERNACHLÄSSIGT WERDEN.)
AXIOM 87 – FÜR EINEN ORGANISMUS IST JENE GEGEN-BESTREBUNG AM
EHESTEN ZU AKZEPTIEREN, DIE DAS ERREICHEN SEINER ZIELE AM MEISTEN
ZU UNTERSTÜTZEN SCHEINT.
AXIOM 88 – EIN BEREICH VON SCHWERER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY KANN DATEN ÜBER ALLE THEMEN DIESER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY ABSPERREN,
DIEZUEINERFRÜHERENZEITSTATTGEFUNDENHAT. (Anmerkung: Absperrmechanismen
von früheren Leben, Wahrnehmungen, speziellen Erlebnissen usw.)
AXI0M89-RESTIMULATIONVONPLUS-,MINUS-ODEROPTIMUM-RANDOMITY
KANNIMORGANISMUSJENACHDEMERHÖHTEPLUS-,MINUS-ODEROPTIMUMRANDOMITY
HERVORRUFEN.
AXIOM 90 – EIN BEREICH VON RANDOMITY KANN EINE GENÜGENDE
GRÖSSE ERREICHEN, UM DEM ORGANISMUS, ENTSPRECHEND SEINEN ZIELEN,
ALS SCHMERZ ZU ERSCHEINEN.
AXIOM 91 – VERGANGENE RANDOMITY KANN SICH DEM GEGENWÄRTIGEN
ORGANISMUS IN FORM VON THETA-FAKSIMILES AUFBURDEN.
AXIOM 92 – DAS ENGRAMM IST EIN SCHWERER BEREICH VON PLUSODER
MINUS-RANDOMITY VON GENÜGENDEM AUSMASS, UM BEWUSSTLOSIGKEIT
HERVORZURUFEN.
AXIOM 93 – BEWUSSTLOSIGKEIT IST EIN ÜBERMASS VON RANDOMITY,
HERVORGEBRACHT DURCH EINE GEGEN-BESTREBUNG VON GENÜGENDER
KRAFT, UM DAS BEWUSSTSEIN UND DIE DIREKTE FUNKTION DES ORGANISMUS
DURCH DAS KONTROLLZENTRUM DES VERSTANDES ZU VERDUNKELN.
AXIOM 94 – JEDE GEGEN-BESTREBUNG, DIE DIE KONTROLLE DES
ORGANISMUS ÜBER SICH SELBST ODER SEINE UMWELT IN UNORDNUNG
BRINGT, ERZEUGT PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY ODER IST, WENN VON GENÜGENDER
GRÖSSE, EIN ENGRAMM.
AXIOM 95 – VERGANGENE ENGRAMME WERDEN DADURCH RESTIMULIERT,
DASS DAS KONTROLLZENTRUM IN DERGEGENWARTIGEN UMWELTUMSTANDE
WAHRNIMMT, DIE DIESEM ENGRAMM ÄHNLICH SIND.
AXIOM 96 – EIN ENGRAMM IST EIN THETA-FAKSIMILE VON ATOMEN UND
MOLEKOLEN, DIE FEHLERHAFT AUSGERICHTET SIND.
AXIOM 97 – ENGRAMME LEGEN DAS EMOTIONELLE ANSPRECHEN ALS
JENES
EMOTIONELLE ANSPRECHEN DES ORGANISMUS FEST, DAS WÄHREND
DES EMPFANGS VON GEGEN-BESTREBUNG BESTANDEN HAT.
AXIOM 98 – FREIES EMOTIONELLES ANSPRECHEN IST VON OPTIMUMRANDOMITY
ABHÄNGIG. ES IST VON DER ABWESENHEIT ODER DER
NICHTRESTIMULATION VON ENGRAMMEN ABHÄNGIG.
AXIOM 99 – THETA-FAKSIMILES KÖNNEN FRISCH KOMBINIERT WERDEN,
SO
DASS NEUE SYMBOLE ENTSTEHEN.
AXIOM 100 – SPRACHE IST DIE SYMBOLISIERUNG VON ANSTRENGUNG.
AXIOM 101 – DIE SPRACHE IST IN IHRER KRAFT ABHÄNGIG VON DERART,
DIE IHRE DEFINITION BEGLEITET HAT. (Anmerkung: Gegenanstrengung, nicht Sprache,
wirkt aberrierend.)
AXIOM 102 – DIE UMWELT KANN DIE ZENTRALE KONTROLLE EINES JEDEN
MECHANISMUS ABSPERREN UND DIE KONTROLLE ÜBER DIE MOTORISCHEN
KONTROLLEN DIESES ORGANISMUS ÜBERNEHMEN. (Engramm, Restimulation,
Locks, Hypnose.)
AXIOM 1103- INTELLIGENZ HÄNGTVON DER FÄHIGKEITAB, GEORDNETE
UND
FEHLERHAFT GEORDNETE DATEN AUS EINEM BEREICH VON RANDOMITY
AUSZUSONDERN UND SO EINE LÖSUNG ZU FINDEN, MIT DEREN HILFE SICH
DIE GESAMTE RANDOMITY IN DIESEM BEREICH VERRINGERN LÄSST.
AXIOM 104 – AUSDAUER BESTEHTAUS DER FÄHIGKEIT DES VERSTANDES,
LÖSUNGEN UMZUSETZEN IN PHYSIKALISCHE AKTION IN RICHTUNG AUF DIE
VERWIRKLICHUNG VON ZIELEN.
AXIOM 105 – EIN UNBEKANNTES DATUM KANN DATEN VON PLUS- ODER
MINUS-RANDOMITY ERZEUGEN.
AXIOM 106 – DIE EINFÜHRUNG EINES EIGENMÄCHTIGEN FAKTORS ODER
VON KRAFT OHNE BEZIEHUNG ZU DEN NATURGESETZEN DES KÖRPERS ODER
DES BEREICHES, IN DEN DIE EIGENMÄCHTIGKEIT EINGEFÜHRTWIRD, ERZEUGT
PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY.
AXIOM 107 – DATEN VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY HÄNGEN IN
BEZUG AUF IHRE VERWIRRUNG VON FRÜHERER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY ODER FRÜHEREN FEHLENDEN DATEN AB.
AXIOM 1108- BESTREBUNGEN, DIE DURCH BESTREBUNGEN VON AUSSERHALB
BEHINDERTODER ERZWUNGENWERDEN, ERZEUGEN EINE
PLUS-ODER MINUSRANDOMITY VON BESTREBUNGEN.
AXIOM 109 – DAS VERHALTEN WIRD MODIFIZIERT DURCH GEGEN-
BESTREBUNGEN, DIE AUF DEN ORGANISMUS EINGEWIRKT HABEN.
AXIOM 110 – DIE BESTANDTEILE VON THETA SIND AFFINITÄT, REALITÄT
UND KOMMUNIKATION.
AXIOM 111 – SELBSTBESTIMMUNG BESTEHT AUS MAXIMALER AFFINITÄT,
REALITÄT UND KOMMUNIKATION.
AXIOM 112 – AFFINITAT IST DIE KOHASION VON THETA.
Affinität manifestiert sich unter Organismen durch das Erkennen der Ähnlichkeit von
Bestrebungen und Zielen bei bestimmten Organismen.
AXIOM 113 – REALITÄT IST DIE ÜBEREINSTIMMUNG ÜBER WAHRNEHMUNGEN
UND DATEN IM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM.
Alles, von dem wir sicher sein können, dass es wirklich ist, ist das, von dem wir übereingestimmt
haben, dass es wirklich ist. Übereinstimmung ist die Substanz von Realität.
AXIOM 114 – KOMMUNIKATION IST DER AUSTAUSCH VON WAHRNEHMUNGEN
ZWISCHEN ORGANISMEN DURCH DAS MATERIELLE UNIVERSUM
HINDURCH, ODER DIE WAHRNEHMUNG DES MATERIELLEN UNIVERSUMS MIT
HILFE VON SINNESKANÄLEN.
AXIOM 115 – SELBSTBESTIMMUNG IST DIE KONTROLLE DES ORGANISMUS
DURCH THETA.
AXIOM 116 – EINE SELBSTBESTIMMTE BESTREBUNG IST JENE GEGENBESTREBUNG,
DIE DER ORGANISMUS IN DER VERGANGENHEIT EMPFANGEN
HAT, UND DIE IN DEN ORGANISMUS INTEGRIERT WORDEN IST, DAMIT ER BEWUSST
VON IHR GEBRAUCH MACHEN KANN.
AXIOM 117 – DIE BESTANDTEILE VON SELBSTBESTIMMUNG SIND AFFINITÄT,
KOMMUNIKATION UND REALITÄT.
Selbstbestimmung zeigt sich entlang jeder Dynamik.
AXIOM 118 – EIN ORGANISMUS KANN NICHT ABERRIERT WERDEN, WENN
ER DIESER ABERRATION NICHT ZUGESTIMMT HAT, WENN ER SICH NICHT MIT
EINER FÜLLE VON ABERRATION IN KOMMUNIKATION BEFUNDEN HAT UND
WENN ER NICHT AFFINITÄT FÜR DEN ABERRIERER EMPFUNDEN HAT.
AXIOM 1119- ÜBEREINSTIMMUNG MITJEGLICHEM ÜBERLEBENSFEINDLICHEN
ODER -FREUNDLICHEN URSPRUNG POSTULIERT EINE NEUE REALITÄT
FÜR DEN ORGANISMUS.
AXIOM 120 – ÜBERLEBENSFEINDLICHE ABLÄUFE, GEDANKEN UND HANDLUNGEN
FORDERN NICHT-OPTIMALES STREBEN.
AXIOM 121 – JEDEM GEDANKEN IST PHYSISCHE HANDLUNG VORAUSGEGANGEN.
AXIOM 122 – DER VERSTAND TUT MIT GEDANKEN, WAS ER MIT ENTITÄ-
TEN IM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM GETAN HAT.
AXIOM 123 – JEDE ANSTRENGUNG, DIE MIT SCHMERZ ZUSAMMENHÄNGT,
HÄNGT MIT VERLUST ZUSAMMEN.
Organismen halten Schmerz und Engramme bei sich fest als ein latentes Bestreben, den
Verlust eines Teils des Organismus zu verhindern. Jeder Verlust ist ein Verlust an Bewegung.
AXIOM 124 – DIE MENGE AN GEGENANSTRENGUNG, DIE DER ORGANISMUS
ÜBERWINDEN KANN, IST PROPORTIONAL ZU DER MENGE AN THETA, DIE
DER ORGANISMUS BESITZT, MODIFIZIERT DURCH DIE KÖRPERLICHE BESCHAFFENHEIT
DIESES ORGANISMUS.
AXIOM 1125- ÜBERGROSSEGEGENANSTRENGUNG GEGEN DIEBESTREBUNG
EINES LEBENDEN ORGANISMUS ERZEUGT BEWUSSTLOSIGKEIT.
FOLGESATZ: BEWUSSTLOSIGKEIT FÜHRT ZUR UNTERDRÜCKUNG DES
KONTROLLZENTRUMS EINES ORGANISMUS DURCH GEGENANSTRENGUNG.
DEFINITION: DAS KONTROLLZENTRUM DES ORGANISMUS KANN DEFINIERT
WERDEN ALS DER KONTAKTPUNKT ZWISCHEN THETA UND DEM PHYSIKALISCHEN
UNIVERSUM. ER IST JENES ZENTRUM, DAS SICH DESSEN BEWUSST IST,
DASS ES BEWUSST IST, UND DAS DIE LEITUNG UND VERANTWORTUNG
FÜR DEN ORGANISMUS ENTLANG ALL SEINER DYNAMIKEN HAT.
AXIOM 126 – WAHRNEHMUNGEN WERDEN IM KONTROLLZENTRUM EINES
ORGANISMUS IMMER EMPFANGEN, OB DAS KONTROLLZENTRUM NUN ZUR
BETREFFENDENZEITDIEKONTROLLEÜBERDENORGANISMUSAUSOBTODER
NICHT.
Das ist eine Erklärung für das Annehmen von Valenzen.
AXI0M127-ALLEWAHRNEHMUNGEN,DIEDIESINNESKANÄLEDESORGANISMUS
ERREICHEN, WERDEN DURCH THETA-FAKSIMILES AUFGEZEICHNET UND
GESPEICHERT.
DEFINITION: WAHRNEHMUNG IST DER VERLAUF DES AUFZEICHNENS
VON DATEN AUS DEM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM UND DEREN SPEICHERUNG
ALS THETA-FAKSIMILES.
DEFINITION: RÜCKRUF IST DER VORGANG DES ZURÜCKGEWINNENS VON
WAHRNEHMUNGEN.
AXIOM 128 – JEDER ORGANISMUS KANN ALLES ZURUCKRUFEN, WAS ER
WAHRGENOMMEN HAT.
AXIOM 129 – EIN ORGANISMUS, DER DURCH PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY AUS DEM GLEICHGEWICHT GEBRACHT WORDEN IST, BEFINDET
SICH DANACH IN EINER ENTFERNUNG VON DEM ZENTRUM, DAS DIE
WAHRNEHMUNGEN AUFZEICHNET.
Erhöhte Entfernung führt zur Absperrung von Wahrnehmungen. Man kann Dinge in
der Gegenwart wahrnehmen und dann, weil sie aufgezeichnet werden, nachdem sie die Theta-
Wahrnehmung der Bewusstseinseinheit passiert haben, werden sie aufgezeichnet, können
aber nicht zurückgerufen werden.
AXIOM 130 – THETA FAKSIMILES VON GEGEN-BESTREBUNGEN SIND ALLES,
WAS ZWISCHEN DEM KONTROLLZENTRUM UND SEINEM RÜCKRUF
STEHT.
AXIOM 131 – JEDE GEGENANSTRENGUNG, DIE EIN KONTROLLZENTRUM
ERLEBT, WIRD IMMER VON ALLEN WAHRNEHMUNGEN BEGLEITET.
AXIOM 132 – DIE ZUFÄLLIGEN GEGEN-BESTREBUNGEN GEGEN EINEN
ORGANISMUS UND DIE DAMIT VERBUNDENEN WAHRNEHMUNGEN IN DER
RANDOMITYKÖNNEN DIESE KRAFTWIEDER AUF EINEN ORGANISMUS AUSÜBEN,
WENN SIE RESTIMULIERT WERDEN.
DEFINITION: RESTIMULATION IST DIE NEUERLICHE AKTIVIERUNG EINER
VERGANGENEN GEGEN-BESTREBUNG, INDEM IN DER UMWELT DES ORGANISMUS
ETWAS ERSCHEINT, DAS DEM INHALT DES VERGANGENEN BEREICHS
VON RANDOMITY ÄHNLICH IST.
AXIOM 133 – SELBSTBESTIMMUNG ALLEIN BRINGT DEN MECHANISMUS
DER RESTIMULATION HERVOR.
AXIOM 134 – EIN NEUERLICH AKTIVIERTER BEREICH DER VERGANGENEN
RANDOMITY ZWINGT DEM ORGANISMUS DIE ANSTRENGUNG UND DIE WAHRNEHMUNGEN
AUF.
AXIOM 135 – DIE AKTIVIERUNG EINES BEREICHS VON RANDOMITY WIRD
ZUERST DURCH DIE WAHRNEHMUNGEN ERREICHT, DANN DURCH DEN
SCHMERZ UND ZULETZT DURCH DIE ANSTRENGUNG.
AXIOM 136 – DER VERSTAND IST DAZU IMSTANDE, ALLE ANSTRENGUNGEN
UND GEGENANSTRENGUNGEN PLASTISCH AUFZUZEICHNEN.
AXIOM 137 – EINE GEGENANSTRENGUNG, DIE VON GENÜGENDER WILLKÜRLICHER
KRAFT BEGLEITET IST, PRÄGT DEM VERSTAND DES ORGANISMUS
DAS FAKSIMILE DER PERSÖNLICHKEIT EIN, DIE DIE GEGENANSTRENGUNG UNTERNIMMT.
AXIOM 138 – ABERRATION IST DAS AUSMASS AN ZURÜCKBLEIBENDER
PLUSODER MINUS-RANDOMITY, DIE SICH DURCH DAS AUFZWINGEN, BEHINDERN
ODER UNERWÜNSCHTE UNTERSTÜTZEN VON BESTREBUNGEN ANSAMMELT,
UND ZWAR ENTWEDER DURCH ANDERE ORGANISMEN ODER DURCH
DAS PHYSIKALISCHE (MATERIELLE) UNIVERSUM.
Aberration wird durch jene Dinge verursacht, die dem Individuum zugefügt werden,
nicht durch die Dinge, die es selbst tut, zusammen mit seiner Selbstbestimmung in bezug auf
die Dinge, die ihm zugefügt worden sind.
AXIOM 139 – ABERRIERTES VERHALTEN BESTEHT AUS DESTRUKTIVEM
BESTREBEN GEGEN ÜBERLEBENSFÖRDERLICHE DATEN ODER ENTITÄ-
TEN AUFJEDER DYNAMIK, ODER AUS STREBEN NACH DEM ÜBERLEBEN VON
ÜBERLEBENSFEINDLICHEN DATEN ODER ENTITÄTEN FÜR JEDE DYNAMIK.
AXIOM 140 – EINE VALENZ IST EINE FAKSIMILE-PERSÖNLICHKEIT, DIE
ZUR KRAFTAUSÜBUNG BEFÄHIGT WORDEN IST, UND ZWAR DURCH DIE GEGENANSTRENGUNG
DESAUGENBLICKS, IN DEM DIE PLUS-ODER MINUS-
RANDOMITY VON BEWUSSTLOSIGKEIT ERLEBT WORDEN IST.
Valenzen können auf den Organismus unterstützend, zwingend oder behindern wirken.
EIN KONTROLLZENTRUM IST KEINE VALENZ.
AXIOM 141 – DAS BESTREBEN EINES KONTROLLZENTRUMS WIRD DURCH
DEFINITIVEN RAUM AUF EIN ZIELALS EIN ANERKANNTES GESCHEHNIS IN DER
ZEIT GERICHTET.
AXIOM 142 – EIN ORGANISMUS IST KÖRPERLICH UND GEISTIG SO GESUND,
WIE ER SELBSTBESTIMMT IST.
Die Kontrolle der motorischen Kontrollen des Organismus durch die Umwelt blockiert
die Fähigkeit des Organismus, sich zusammen mit der sich verändernden Umwelt zu verändern,
da der Organismus versuchen wird, weiterhin mit einem bestimmten Satz von Reaktionen
zu arbeiten, während es nötig wäre, dass er selbstbestimmt einen anderen Satz von Reaktionen
hervorbringt, um in einer anderen Umwelt überleben zu können.
AXIOM 143 – ALLES LERNEN WIRD DURCH BELIEBIGE BESTREBUNGEN ERREICHT.
AXI0M144- EINEGEGEN-BESTREBUNG, DIEGENÜGEND PLUS-ODERMINUSRANDOMITY
ERZEUGT, UM AUFGEZEICHNET ZU WERDEN, WIRD MIT EINER IN
SOLCHEM AUSMASS VERBORGENEN KENNZEICHNUNG FÜR RAUM UND ZEIT
AUFGEZEICHNET, WIE DER REST IHRES INHALTS VERBORGEN IST.
AXIOM 1145- EINEGEGEN-BESTREBUNG, DIEGENÜGEND PLUS-ODER MINUSRANDOMITY
ERZEUGT, BEEINFLUSST, WENN SIE DURCH RESTIMULATION
AKTIVIERT WIRD, DIE UMWELT ODER DEN ORGANISMUS OHNE BEZUGNAHME
AUF RAUM UND ZEIT, AUSGENOMMEN REAKTIVIERTE WAHRNEHMUNGEN.
AXIOM 146 – GEGEN-BESTREBUNGEN WERDEN AUS DEM ORGANISMUS
HINAUSGEWIESEN, BISSIE DURCH DIE UMGEBUNG NOCH ZIELLOSER GEMACHT
WERDEN. ZU DIESEM ZEITPUNKT WERDEN SIE GEGENÜBER DEM
KONTROLLZENTRUM ABERMALS AKTIV.
AXIOM 147 – DER VERSTAND EINES ORGANISMUS KANN GEGEN-
BESTREBUNGEN NUR SO LANGE WIRKSAM VERWENDEN, WIE NICHT GENÜGEND
PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY VORHANDEN IST, UM DIE UNTERSCHEIDUNG
DER GESCHAFFENEN FAKSIMILES ZU VERDECKEN.
AXIOM 148 – DIE LEBENSENERGIE LERNT NATURGESETZE NUR DURCH
DAS AUFEINANDERTREFFEN MIT DEM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM, DAS
RANDOMITY ERZEUGT, UND DURCH EINEN RUCKZUG VON DIESEM AUFEINANDERTREFFEN.
AXIOM 149 – LEBEN HÄNGT, WENN ES ÜBERLEBEN WILL, VON EINER
AUSRICHTUNG VON KRAFTVEKTOREN IN DIE RICHTUNG VON ÜBERLEBEN AB,
UND VON DER AUFHEBUNG VON KRAFTVEKTOREN IN DIE RICHTUNG VON
UNTERLIEGEN.
FOLGESATZ – LEBEN HÄNGT, WENN ES UNTERLIEGEN WILL, VON EINER
AUSRICHTUNG VON KRAFTVEKTOREN IN DIE RICHTUNG VON UNTERLIEGEN
AB, UND VON DER AUFHEBUNG VON KRAFTVEKTOREN IN DIE RICHTUNG VON
ÜBERLEBEN.
AXIOM 150 – JEDER BEREICH VON RANDOMITÄT SAMMELT SITUATIONEN
UM SICH, DIE ÄHNLICHER NATUR SIND, JEDOCH KEINE ECHTEN ANSTRENGUNGEN
ENTHALTEN, SONDERN NUR WAHRNEHMUNG.
AXIOM 151 – OB EIN ORGANISMUS ÜBERLEBEN ZUM ZIEL HAT ODER UNTERLIEGEN,
HÄNGTVON DER MENGE VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY
AB, DIE ER REAKTIVIERT HAT. (NICHT VON DER ÜBRIGEN.)
AXIOM 152 – ÜBERLEBEN WIRD NUR DURCH BEWEGUNG ERREICHT.
AXIOM 153 – IM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM IST DIE ABWESENHEIT
VON BEWEGUNG GLEICHBEDEUTEND MIT VERSCHWINDEN.
AXIOM 154 – DER TOD IST FÜR DAS LEBEN ÄQUIVALENT MIT VÖLLIGEM
FEHLEN VON DURCH DAS LEBEN MOTIVIERTER BEWEGUNG.
AXIOM 155 – DER ERWERB VON ÜBERLEBENSFÖRDERLICHER MATERIE
UND ENERGIE ODER ÜBERLEBENSFÖRDERLICHEN ORGANISMEN IN RAUM
UND ZEIT BEDEUTET VERMEHRTE BEWEGUNG.
AXIOM 156 – DER VERLUST VON ÜBERLEBENSFÖRDERLICHER MATERIE
UND ENERGIE ODER VON UBERLEBENSFORDERLICHEN ORGANISMEN IN
RAUM UND ZEIT BEDEUTET VERMINDERTE BEWEGUNG.
AXIOM 157 – DER ERWERB ODER DIE NÄHE VON MATERIE, ENERGIE
ODER ORGANISMEN, DIE DAS ÜBERLEBEN EINES ORGANISMUS UNTERSTÜTZEN,
VERGROSSERN DIE UBERLEBENSFAHIGKEIT EINES ORGANISMUS.
AXIOM 158 – DER ERWERB ODER DIE NAHE VON MATERIE, ENERGIE
ODER ORGANISMEN, DIE DAS ÜBERLEBEN EINES ORGANISMUS BEHINDERN,
VERRINGERN SEINE ÜBERLEBENSFÄHIGKEIT.
AXIOM 159 – DER GEWINN VON ÜBERLEBENSFÖRDERLICHER ENERGIE,
MATERIE ODER ÜBERLEBENSFÖRDERLICHEN ORGANISMEN VERGRÖSSERT
DIE FREIHEIT EINES ORGANISMUS.
AXIOM 160 – DER EMPFANG ODER DIE NÄHE VON ÜBERLEBENSFEINDLICHER
ENERGIE, MATERIE ODER ZEIT VERRINGERT DIE FREIHEIT ZUR BEWEGUNG
FÜR EINEN ORGANISMUS.
AXIOM 161 – DAS KONTROLLZENTRUM UNTERNIMMT ES, DIE ZEIT ANZUHALTEN
ODER AUSZUDEHNEN, DEN RAUM ZU ERWEITERN ODER
ZUSAMMENZUZIEHEN UND ENERGIE UND MATERIE ZU VERMEHREN ODER ZU
VERMINDERN.
Das ist eine der wichtigsten Quellen von Abwertung, und es ist auch eine der wichtigsten
Quellen von Aberration.
AXIOM 162 – SCHMERZ IST DIE VEREITELUNG EINER ANSTRENGUNG
DURCH GEGENANSTRENGUNG IN HOHER INTENSITÄT, OB DIE ANSTRENGUNG
NUN DARAUF GERICHTET IST, IN RUHE ZU VERBLEIBEN, ODER IN BEWEGUNG.
AXIOM 163-WAHRNEHMUNG, EINSCHLIESSLICH SCHMERZ, KANN AUS EINEM
BEREICHVON PLUS-ODER MINUS-RANDOMITY ENTFERNTWERDEN, WÄHREND DIE ANSTRENGUNG UND GEGENANSTRENGUNG DIESER PLUS- ODER
MINUSRANDOMITY UNVERÄNDERT BELASSEN WERDEN.
AXIOM 164 – DIE VERNUNFT DES VERSTANDES IST VON EINEM OPTIMALEN
VERHALTEN GEGENÜBER DER ZEIT ABHÄNGIG.
DEFINITION: GEISTIGE GESUNDHEIT, DIE BERECHNUNG DES ZUKÜNFTIGEN.
DEFINITION: NEUROTISCH, DIE AUSSCHLIESSLICHE BERECHNUNG DER
GEGENWART.
DEFINITION: PSYCHOTISCH, DIE AUSSCHLIESSLICHE BERECHNUNG VERGANGENER
SITUATIONEN.
AXIOM 165 – ÜBERLEBEN BEZIEHT SICH NUR AUF
ZUKUNFT.
FOLGESATZ: UNTERLIEGEN BEZIEHT SICH NUR AUF DIE GEGENWART
UND DIE VERGANGENHEIT.
AXIOM 166 – EIN INDIVIDUUM IST SO GLÜCKLICH, WIE ES ÜBERLEBENSMÖGLICHKEITEN
IN DER ZUKUNFT WAHRNIMMT.
AXIOM 167 – WÄHREND DIE BEDÜRFNISSE EINES ORGANISMUS ERFÜLLT
WERDEN, STEIGT ER HÖHER UND HÖHER IN SEINEN BESTREBUNGEN ENTLANG
DER DYNAMIKEN.
Ein Organismus, der ARK mit sich selbst erreicht, kann in der Zukunft besser ARK mit
der Sexualität erreichen; wenn ihm dies gelungen ist, kann er ARK mit Gruppen erreichen;
wenn ihm dies gelungen ist, kann er ARK mit der Menschheit erreichen, usw.
AXI0M1168-AFFINITÄT, REALITÄTUNDKOMMUNIKATIONEXISTIERENGEMEINSAM
IN EINEM UNAUFLÖSBAREN ZUSAMMENHANG.
Der Zusammenhang zwischen Affinität, Realität und Kommunikation ist solcher Art,
dass keines der drei erhöht werden kann, ohne dass die anderen beiden erhöht werden, und
keines vermindert werden kann, ohne dass die beiden anderen vermindert werden.
AXIOM 169 – JEDES ÄSTHETISCHE WERK IST EIN SYMBOLISCHES FAKSIMILE
ODER EINE KOMBINATION VON FAKSIMILES VON THETA- ODER PHYSIKALISCHEN
UNIVERSEN INWECHSELNDEN RANDOMITIES UND MENGENVON
RANDOMITIES MIT DEM WECHSELSPIEL DER TONSTUFEN.
AXIOM 170 – EIN ÄSTHETISCHES WERK IST EINE INTERPRETATION DER
UNIVERSEN DURCH DEN VERSTAND EINES INDIVIDUUMS ODER EINER GRUPPE.
AXIOM 171 – WAHNVORSTELLUNGEN SIND DAS POSTULIEREN VON EREIGNISSEN
IN BEREICHEN VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY DURCH EINBILDUNG.
AXIOM 172 – TRÄUME SIND DIE ERFINDERISCHE REKONSTRUKTION VON
BEREICHEN DER RANDOMITY ODER DIE NEUERLICHE SYMBOLISIERUNG DER
BESTREBUNGEN VON THETA.
AXIOM 173 – EINE BEWEGUNG WIRD DURCH DAS AUSMASS VON OPTIMUMRANDOMITY
ERZEUGT, DIE DURCH DIE GEGEN-BESTREBUNG GEGEN
BESTREBUNG EINES ORGANISMUS EINGEFÜHRT WIRD.
AXIOM 174 – MEST, DAS DURCH LEBENSFORMEN MOBILISIERTWORDEN
IST, STEHTIN HÖHERER AFFINITÄT MIT LEBENDEN ORGANISMEN ALS NICHTMOBILISIERTES
MEST.
AXIOM 1175- ALLE VERGANGENEN WAHRNEHMUNGEN, SCHLUSSFOLGERUNGEN
UND DASEINSMOMENTE, EINSCHLIESSLICH JENE VON PLUS- ODER
MINUS-RANDOMITY, KÖNNEN VOM KONTROLLZENTRUM DES ORGANISMUS
WIEDERGEWONNEN WERDEN.
AXIOM 176-DIEFÄHIGKEITEINESORGANISMUS, ÜBERLEBENSFÖRDERLICHE
ANSTRENGUNGEN HERVORZUBRINGEN, WIRD VON DEM AUSMASS VON
RANDOMITY, DAS IN SEINER VERGANGENHEIT EXISTIERT, BEEINFLUSST. (Das
beinhaltet Lernen.)
AXI0M177- BEREICHE VON VERGANGENER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY KÖNNEN VOM KONTROLLZENTRUM EINES ORGANISMUS
NEUERLICH ANGESPROCHEN UND DIE PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY DARAUS
ENTFERNT WERDEN.
AXI0M178-DIE ENTFERNUNG VERGANGENER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITIES ERMOGLICHT ES DEM KONTROLLZENTRUM EINES ORGANISMUS,
SEINE EIGENEN BESTREBUNGEN IN RICHTUNG ÜBERLEBENSFÖRDERLICHER
ZIELE ZU BEEINFLUSSEN.
AXIOM 179 – DIE ENTFERNUNG VON SELBSTBESTIMMTEM STREBEN AUS
EINEM VERGANGENEN BEREICH VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY
LÖSCHT DIE WIRKSAMKEIT DIESES BEREICHES AUS.
AXIOM 180 – SCHMERZ IST DIE RANDOMITY, DIE DURCH PLÖTZLICHE
ODER STARKE GEGENANSTRENGUNGEN ERZEUGT WIRD.
AXIOM 181 – SCHMERZ WIRD IN FORM VON PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY GESPEICHERT.
AXIOM 182 – SCHMERZ, ALS EIN BEREICH VON PLUS- ODER MINUSRANDOMITY,
KANN SICH DEM ORGANISMUS VON NEUEM AUFDRÄNGEN.
AXIOM 183 -VERGANGENER SCHMERZ HÖRTAUF, IMORGANISMUSWIRKSAM
ZU SEIN, WENN DIE RANDOMITY SEINES BEREICHES ANGESPROCHEN
UND BEREINIGT WIRD.
AXIOM 184 – JE FRÜHER DER BEREICH VON PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY, DESTO GRÖSSERE SELBSTERZEUGTE ANSTRENGUNG EXISTIERT,
UM SIE ABZUWEHREN.
AXIOM 185 – SPÄTERE BEREICHE VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY
KÖNNEN NICHT LEICHT WIEDER IN ORDNUNG GEBRACHT WERDEN, BEVOR
FRÜHERE BEREICHE WIEDER IN ORDNUNG GEBRACHT WERDEN.
AXIOM 186 – BEREICHE VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY WERDEN IN
IHRER AKTIVITÄT GESTEIGERT, WENN WAHRNEHMUNGEN VON ÄHNLICHKEIT
IN SIE EINGEFÜHRT WERDEN.
AXIOM 187 – VERGANGENE BEREICHE VON PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY KÖNNEN REDUZIERT UND BEREINIGT WERDEN, INDEM MAN
SIE IN DER GEGENWART ANSPRICHT.
AXIOM 188 – ABSOLUT GUTES UND ABSOLUT BÖSES EXISTIEREN IM
MESTUNIVERSUM NICHT
AXI0M189- DAS, WAS FUR EINEN ORGANISMUS GUT IST, KANN MANALS
DAS DEFINIEREN, WAS DAS UBERLEBEN DIESES ORGANISMUS FÖRDERT.
FOLGESATZ: BOSES KANN ALS DAS DEFINIERT WERDEN, WAS DEN ORGANISMUS
BEHINDERT ODER IHM PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY EINBRINGT,
WAS ZU DEN UBERLEBENSMOTIVEN DES ORGANISMUS IM GEGENSATZ
STEHT.
AXIOM 190 – GLÜCKLICHSEIN BESTEHT AUS DER HANDLUNG, ORDNUNG
IN BISHERWIDERSTAND LEISTENDE PLUS-ODER MINUS-RANDOMITYZU BRINGEN.
WEDER DIE TAT ODER HANDLUNG DES ERREICHENS VON UBERLEBEN,
NOCH DAS ZUSTANDEBRINGEN DIESES VORGANGS SELBST BRINGEN GLÜCKLICHSEIN
HERVOR.
AXIOM 191 – AUFBAU IST
GRUPPIERUNG VON DATEN.
FOLGESATZ – ZERSTORUNG IST EINE PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY
VON DATEN.
Die Anstrengung des Aufbaus ist die Ausrichtung nach dem Überleben des ausrichtenden
Organismus.
Zerstörung ist das Bestreben, Randomity in einen Bereich zu bringen.
AXI0M192-OPTIMALES ÜBERLEBENSFÖRDERLICHES VERHALTEN BESTEHT
AUS ANSTRENGUNG IM INTERESSE MAXIMALEN ÜBERLEBENS IN ALLEM,
WAS IN DEN DYNAMIKEN BETROFFEN IST.
AXIOM 193- DIE OPTIMAL ÜBERLEBENSFÖRDERLICHE LÖSUNG EINESJEDEN
PROBLEMS WÜRDE AUS DEM HÖCHSTEN ERREICHBAREN ÜBERLEBEN
FÜR JEDE BETROFFENE DYNAMIK BESTEHEN.

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HINWEIS: Wiederholen Sie diese Übung so oft wie nötig, bis Sie die Übung mühelos durchführen können.
 - Praktische Aufgaben
Die Übungen, die mit der Technologie des Studierens zu tun haben. Diese Übungen werden Ihnen helfen, die Technologie des Studierens besser anwenden zu können. Sie werden Ihnen dabei helfen, selbst besser lernen zu können und anderen bei allem, was sie zu lernen versuchen, zu helfen.
HINWEIS: Einige Übungen werden zusammen mit einer anderen Person durchgeführt. Für den Fall, dass Sie niemanden haben, mit dem Sie eine dieser Übungen machen könnten, empfehlen wir Ihnen, zum nächsten Schritt des Kurses zu gehen. Wir werden Sie daran erinnern, zu einem späteren Zeitpunkt jemanden zu finden und die Übung zu vervollständigen.
Suche einen Partner(in) (Twinn(in)/TWINNING (Partnerschaft)): https://bodhie.eu/simple/index.php/topic,485.0.html
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ULC Communitie ★ Forum ★ Staff Diskussionen ★ Infos / ⚠️ Bodhietologie-Regeln ✅ ☝ ULC Regeln
« Letzter Beitrag von Ronald am April 11, 2021, 06:11:09 Nachmittag »
Willkommen!
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Hier befinden sich korrekte, übergeordnete, unverbindliche Informationen sich zu bilden und zu studieren; sich gesund und natÜrlich zu ernähren, geistig klug zu sein und aktiv fit für das Leben zu bleiben!

⚠️ Bodhietologie-ULC-Regeln
Underground Life Club - Wien/Vienna - Österreich/Austria - EU
🇦🇹 🇪🇺 ULC e.V. IV-Vr 442/b/VVW/96

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☝ ULC.Hpt.Regel: 0 Nicht berühren.
☝ ULC.Hpt.Regel: 0 Nicht berühren.
☝ ULC.Hpt.Regel: 1. Verlasse nie einen Gefährten in Not, Gefahr oder in Schwierigkeiten.
☝ ULC.Hpt.Regel: 2. Ziehe nie die einmal gewährte Treue zurück.
☝ ULC.Hpt.Regel: 3. Verlasse nie eine Gruppe, der Du Unterstützung schuldest.
☝ ULC.Hpt.Regel: 4. Setze Dich nie selbst herab, oder stelle nie Deine Kraft oder Fähigkeit als gering dar.
☝ ULC.Hpt.Regel: 5. Mache Dich nie abhängig von Lob, Anerkennung oder Mitgefühl.
☝ ULC.Hpt.Regel: 6. Mache nie Zugeständnisse, die Deine eigene Realität verletzen.
☝ ULC.Hpt.Regel: 7. Lasse nie zu, dass Deine Affinität herabgesetzt wird.
☝ ULC.Hpt.Regel: 8. Gib oder empfange keine Kommunikation, die Du nicht wünschst.
☝ ULC.Hpt.Regel: 9. Deine Selbstbestimmung und Deine Ehre sind wichtiger als Dein unmittelbares Leben.
☝ ULC.Hpt.Regel: 10. Deine Integrität Dir selbst gegenüber ist wichtiger als Dein Körper.
☝ ULC.Hpt.Regel: 11. Bereue nie das Gestern. Das Leben ist heute in Dir, und Du erschaffst das Morgen.
☝ ULC.Hpt.Regel: 12. Fürchte nie, einen anderen in einer gerechten Sache zu verletzen.
☝ ULC.Hpt.Regel: 13. Sei nicht darauf aus, gemocht oder bewundert zu werden.
☝ ULC.Hpt.Regel: 14. Sei Dein eigener Ratgeber, halte Dich an Deinen eigenen Rat und triff Deine eigenen Entscheidungen.
☝ ULC.Hpt.Regel: 15. Bleibe Deinen eigenen Zielen treu.
☝ ULC.Hpt.Regel: 11. Nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
☝ ULC.Hpt.Regel: 12. Nicht trügen.
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einen falschen Eindruck erwecken, zu falschen Vorstellungen verleiten
"dieses Gefühl trog sie"
https://de.wiktionary.org/wiki/tr%C3%BCgen
☝ULC.Hpt.Regel: 13. Nicht begehren deines Nächsten Gut.
☝ULC.Hpt.Regel: 14. Nicht die Ehe brechen.
☝ULC.Hpt.Regel: 15. Nicht begehren deines Nächsten Frau.
☝ULC.Hpt.Regel: 16. Väter und Mütter ehren.

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1. ACHTEN SIE AUF SICH.
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1/1. Lassen Sie sich behandeln, wenn Sie krank sind.
Menschen, die krank sind oder gar an ansteckenden Krankheiten leiden, halten sich häufig nicht von anderen fern oder lassen sich nicht richtig  behandeln. Damit entsteht für Sie ein deutliches Risiko. Bestehen Sie darauf, dass ein Kranker die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen trifft und sich  richtig behandeln lässt.
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1/2. Halten Sie Ihren Körper sauber.
Wer nicht regelmäßig badet, duscht oder sich die Hände wäscht, kann Bazillenträger sein. Das bedeutet eine Gefährdung für Sie. Sie haben  durchaus das Recht, darauf zu dringen, dass die Leute regelmäßig baden, duschen und sich die Hände waschen. Wer arbeitet oder Sport treibt,  wird dabei schmutzig; das ist unvermeidlich. Sorgen Sie dafür, dass die Betreffenden sich hinterher waschen
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1/3. Halten Sie Ihre Zähne instand.
Es heißt, dass man Zahnverfall vermeidet, wenn man sich nach jeder Mahlzeit die Zähne putzt. Auf diese Weise oder mit einem Kaugummi nach  jeder Mahlzeit kann man andere vor Mundkrankheiten und Mundgeruch schützen. Regen Sie andere an, ihre Zähne instand zu halten.
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1/4. Ernähren Sie sich vernünftig.
Menschen, die sich nicht vernünftig ernähren, nützen weder Ihnen noch sich selbst viel. Sie haben oft wenig Energie. Sie sind manchmal schlecht  gelaunt. Sie werden leichter krank. Man braucht keine ausgefallenen Diäten einzuhalten, um sich vernünftig zu ernähren, aber man muss  regelmäßig nahrhafte Mahlzeiten zu sich nehmen.
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1/5. Schlafen Sie genug.
Es gibt zwar oft Zeiten im Leben, in denen man über die normale Schlafenszeit hinaus arbeiten muss, doch, wenn jemand allgemein nicht  genügend schläft, kann er anderen zur Last werden. Müde Menschen sind nicht wachsam. Sie können Fehler machen. Sie haben Unfälle. Gerade,  wenn Sie sie am nötigsten brauchen, kann es sein, dass sie die ganze Arbeitslast auf Sie abladen. Sie gefährden andere. Dringen Sie darauf, dass  jemand, der nicht genügend schläft, dies ändert.
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2. SEIEN SIE MASSVOLL.
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2/1. Nehmen Sie keine schädlichen Drogen.
Leute, die Drogen nehmen, sehen die Welt vor sich nicht immer so, wie sie wirklich ist. Sie sind nicht wirklich da. Auf der Autobahn, bei flüchtiger  Begegnung oder zu Hause können Ihnen solche Menschen sehr gefährlich werden. Die Leute meinen fälschlicherweise, dass sie „sich besser  fühlen“, „besser handeln“ oder „nur glücklich“ sind, wenn sie Drogen genommen haben. Das ist nur eine weitere Täuschung. Früher oder später  werden die Drogen ihren Körper zerstören. Raten Sie Leuten davon ab, Drogen zu nehmen. Wenn sie drogensüchtig sind, machen Sie ihnen Mut,  damit sie sich helfen lassen, davon loszukommen.
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2/2. Genießen Sie Alkohol nicht im Übermaß.
Leute, die Alkohol trinken, sind nicht wachsam. Ihre Reaktionsfähigkeit wird beeinträchtigt, selbst wenn es dem Betreffenden so vorkommt, als sei er  durch den Alkohol wachsamer. Alkohol hat einen gewissen medizinischen Wert. Dieser kann jedoch enorm überschätzt werden. Benutzen Sie kein  Auto oder Flugzeug, dessen Fahrer bzw. Pilot unter Alkoholeinfluss steht. Trinken kann auf verschiedene Weise Leben fordern. Ein wenig Alkohol  kann große Wirkungen haben; verhüten Sie, dass ein Übermaß davon zu Unglück oder Tod führt. Halten Sie Leute von übermäßigem Trinken ab.
Wer die obigen Punkte beherzigt, ist körperlich besser in der Lage, das Leben zu genießen.
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3. TREIBEN SIE KEINE PROMISKUITÄT.
Sexualität ist das Mittel, das der Mensch benutzt, um durch Kinder und Familie sein Fortbestehen zu sichern. Durch das Geschlechtsleben können  viel Freude und großes Glück entstehen: Die Natur hat dies so beabsichtigt, um die Menschheit zu erhalten. Missbrauch oder Fehlverhalten bringen  jedoch schwerwiegende Folgen und Strafen mit sich: Auch dies hat die Natur anscheinend so beabsichtigt.
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3/1. Seien Sie Ihrem Sexualpartner treu.
Die Untreue eines Sexualpartners kann das Überleben schwer beeinträchtigen. Die Geschichte und die Zeitungen sind voll von Beispielen für die  Heftigkeit menschlicher Leidenschaften, die durch Untreue geweckt werden. „Schuldgefühle“ sind das geringere Übel. Eifersucht und Rache sind  größere Ungeheuer: Man weiß nie, wann sie erwachen. Es ist schön und gut, davon zu reden, dass man „zivilisiert“, „unverklemmt“ und  „verständnisvoll“ ist, aber mit Worten lässt sich ein zerstörtes Leben nicht wieder in Ordnung bringen. „Schuldgefühle“ sind nicht entfernt so  schneidend wie ein Messer im Rücken oder zermahlenes Glas in der Suppe.
Außerdem stellt sich die Frage der Gesundheit. Wenn Sie nicht auf die Treue Ihres Sexualpartners dringen, setzen Sie sich selbst Krankheiten aus.  Eine kurze Zeit lang schien es, als habe man die Geschlechtskrankheiten alle in den Griff bekommen. Gegenwärtig ist das nicht der Fall, und es ist  auch fraglich, ob es jemals so war. Es gibt heute unheilbare Arten solcher Krankheiten.
Die Probleme geschlechtlichen Fehlverhaltens sind nicht neu. Die mächtige Religion des Buddhismus verschwand im 7. Jahrhundert aus Indien.  Der Grund dafür war, wie die eigenen Geschichtsschreiber berichten, Promiskuität in den buddhistischen Klöstern. In unserer Zeit können wir  beobachten, dass kommerzielle oder sonstige Organisationen scheitern, wenn Promiskuität in ihnen überhand nimmt. Untreue zerstört Familien –  mögen sie darüber auch noch so zivilisiert reden.
Das Verlangen eines Augenblicks kann zum Leid eines ganzen Lebens werden. Machen Sie dies denjenigen klar, die Ihnen nahestehen, und  schützen Sie Ihre eigene Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.
Sexualität ist ein großer Schritt auf dem Weg zum Bodhie und zur Freude.
Sie ist nichts Unrechtes, wenn Treue und Anstand damit einhergehen.
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4. GEBEN SIE IHREN KINDERN LIEBE UND HILFE.
Die Kinder von heute werden die Zivilisation von morgen sein. Wenn man heute ein Kind in die Welt setzt, ist das so ähnlich, als setze man es in  einen Tigerkäfig. Kinder können mit ihrer Umwelt1 nicht fertig werden und haben nichts, worauf sie wirklich zurückgreifen können. Sie brauchen  Liebe und Hilfe, um es zu schaffen.
Hier stoßen wir auf ein heikles Problem. Über die Frage, wie man Kinder erziehen oder nicht erziehen sollte, gibt es fast so viele Theorien, wie es  Eltern gibt. Doch kann, wenn Fehler gemacht werden, daraus viel Kummer entstehen, und es kann sogar die späteren Jahre des eigenen Lebens  erschweren. Manche sind bestrebt, Kinder so zu erziehen, wie sie selbst erzogen wurden; andere versuchen es mit dem genauen Gegenteil; viele  sind der Ansicht, man solle Kinder einfach sich selbst überlassen. Keine dieser Methoden ist eine Erfolgsgarantie. Die letztgenannte stützt sich auf  die materialistische2 Vorstellung, dass die Entwicklung des Kindes parallel zur Entwicklungsgeschichte3 des Menschen verlaufe; dass die „Nerven“  des Kindes mit zunehmendem Alter auf unerklärliche, magische Weise „reifen“, sodass schließlich ein moralischer4 Erwachsener mit gutem  Verhalten entstehe. Obwohl sich diese Theorie mit Leichtigkeit widerlegen lässt – durch einfache Beobachtung der großen Zahl von Kriminellen in  der Bevölkerung, deren Nerven irgendwie nicht gereift sind –, ist es doch eine bequeme Methode der Kindererziehung und erfreut sich einer  gewissen Beliebtheit. Damit ist aber weder für die Zukunft Ihrer Zivilisation noch für Ihre späteren Jahre gesorgt.
Ein Kind gleicht einem unbeschriebenen Blatt. Schreibt man etwas Falsches darauf, so wird es etwas Falsches sagen. Aber im Gegensatz zu einem  Blatt kann das Kind selbst zu schreiben anfangen: Es hat die Neigung, bereits Geschriebenes zu schreiben. Das Problem wird dadurch  komplizierter, dass zwar die meisten Kinder zu großem Anstand fähig sind, einige wenige jedoch geisteskrank zur Welt kommen und gegenwärtig  einige sogar als Drogensüchtige: Solche Fälle sind jedoch ungewöhnlich und selten.
Der Versuch, das Kind mit überwältigenden Mengen von Spielzeug und Besitzgegenständen zu „kaufen“ oder es mit zu viel Liebe zu ersticken und  zu beschützen, führt zu nichts Gutem: Das Ergebnis kann recht verheerend sein.
Man muss sich entscheiden, was man aus einem Kind zu machen versucht: Dabei spielen mehrere Faktoren mit: a) was aus dem Kind aufgrund  seiner angeborenen Gaben und Möglichkeiten werden kann; b) was das Kind selbst wirklich werden möchte; c) was das Kind nach den  Vorstellungen der Eltern werden soll; d) die zur Verfügung stehenden Mittel. Wie auch immer die Summe all dieser Faktoren aussehen mag,  denken Sie daran, dass das Kind nicht gut überleben wird, wenn es nicht schließlich Selbstvertrauen erwirbt und sehr moralisch wird. Sonst wird es  wahrscheinlich zu einem Risiko und einer Belastung für sich selbst und alle anderen.
Wie groß Ihre Zuneigung zu dem Kind auch sein mag, denken Sie daran, dass das Kind auf die Dauer nicht gut überleben kann, wenn es nicht auf  den Weg zum Überleben gebracht wird. Es wird nicht rein zufällig in die Irre gehen: Die moderne Gesellschaft ist darauf angelegt, ein Kind  scheitern zu lassen.
Eine große Hilfe wird es sein, wenn Sie das Verstehen eines Kindes für die in diesem Buch enthaltenen Regeln5 wecken und sein Einverständnis  erreichen können, sie zu befolgen.
Am besten werden Sie fahren, wenn Sie einfach versuchen, der Freund des Kindes zu sein. Ein Kind braucht sicherlich Freunde. Versuchen Sie  herauszubekommen, wo das Problem des Kindes wirklich liegt, und helfen Sie ihm, Lösungen zu finden, ohne die eigenen Lösungen des Kindes zu  unterdrücken. Beobachten Sie das Kind – und dies gilt sogar für Babys. Hören Sie darauf, was Kinder Ihnen über ihr Leben erzählen. Lassen Sie  sie helfen – andernfalls werden sie von einem Gefühl der Verpflichtung6 überwältigt, das sie dann unterdrücken müssen.
Es wird dem Kind enorm helfen, wenn Sie erreichen, dass es diesen Weg zum Bodhie versteht, sein Einverständnis dazu gibt und ihm folgt. Das  könnte ungeheure Auswirkungen auf das Überleben des Kindes – und Ihr eigenes Überleben – haben.
Ohne Liebe kann ein Kind wirklich nicht gut gedeihen. Die meisten Kinder haben ein Übermaß an Liebe zurückzugeben.
Der Weg zum Bodhie führt über Liebe und Hilfe für Kinder, und zwar vom Säuglingsalter bis an die Schwelle des Erwachsenseins.
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1.    Umwelt: die eigene Umgebung; die materiellen Dinge um einen herum; der Bereich, in dem man lebt; alles Lebende, Gegenstände, Räume  und Kräfte, mit denen man lebt, ob sie sich nun in der Nähe oder weit weg befinden.
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2.    materialistisch: die Meinung, dass es nur physikalische Materie gibt.
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3.    Entwicklungsgeschichte: eine sehr alte Theorie, dass sich alle Pflanzen und Tiere aus einfacheren Formen entwickelten und eher durch ihre  Umgebung geformt als geplant oder erschaffen wurden.
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4.    moralisch: fähig, richtiges und falsches Verhalten voneinander zu unterscheiden; auf der Grundlage dieses Verstehens entscheidend und  handelnd.
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5.    Regeln: Richtlinien oder Aussagen, die ein Prinzip oder Prinzipien oder eine Handlungsrichtung für das Verhalten anraten bzw. festlegen;  Anleitungen, die als Richtlinie bzw. Richtlinien für das Verhalten gedacht sind.
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6.    Verpflichtung: der Zustand oder die Tatsache, dass man einem anderen als Gegenleistung für erhaltene Dinge, Gefälligkeiten oder Dienste  etwas schuldet.
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5. EHREN SIE IHRE ELTERN UND HELFEN SIE IHNEN.
Vom Standpunkt eines Kindes aus sind Eltern manchmal schwer zu verstehen.
Es gibt Generationsunterschiede. Aber das ist kein wirkliches Hindernis.
Wenn man schwach ist, ist man versucht, sich in Ausflüchte und Lügen zu retten: Dadurch wird die Wand aufgebaut.
Kinder können ihre Meinungsverschiedenheiten mit ihren Eltern schlichten. Ehe man zu schreien anfängt, kann man wenigstens versuchen, in  Ruhe darüber zu reden. Wenn das Kind offen und ehrlich ist, wird man bestimmt Gehör finden. Oft ist es möglich, einen Kompromiss1 zu  schließen, bei dem beide Seiten dann verstehen und zustimmen können. Es ist nicht immer leicht, mit anderen auszukommen, man sollte es aber  wenigstens versuchen.
Es ist eine unübersehbare Tatsache, dass Eltern fast immer aus einem sehr starken Wunsch heraus handeln, das zu tun, was sie als das Beste für  ihr Kind ansehen.
Kinder sind ihren Eltern dafür zu Dank verpflichtet, dass sie sie großgezogen haben – falls die Eltern es getan haben. Manche Eltern sind zwar so  sehr auf ihre Unabhängigkeit bedacht, dass sie dafür nichts zurückhaben möchten, dennoch kommt häufig eine Zeit, in der die jüngere Generation  an der Reihe ist, für ihre Eltern zu sorgen.
Trotz allem darf man nicht vergessen, dass sie die einzigen Eltern sind, die man hat. Und als solche sollte man sie, ganz gleich, was geschieht,  ehren und ihnen helfen.
Der Weg zum Bodhie umfasst gutes Einvernehmen mit den Eltern oder denen, die uns großgezogen haben.
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1.    Kompromiss: eine Beilegung von Meinungsverschiedenheiten, bei der jede Seite in irgendeinem Punkt nachgibt, während andere  aufrechterhalten werden und dadurch ein gegenseitiges Einverständnis erreicht wird.
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6. GEBEN SIE EIN GUTES BEISPIEL.
Es gibt viele Menschen, die man beeinflusst.
Dieser Einfluss kann gut oder schlecht sein.
Wer die hier angegebenen Empfehlungen bei seiner Lebensführung einhält, gibt ein gutes Beispiel.
Es kann nicht ausbleiben, dass seine Mitmenschen davon beeinflusst werden, ganz gleich, was sie reden.
Jeder, der versucht, Sie davon abzubringen, versucht dies nur, weil er Ihnen schaden will oder seine eigenen Ziele verfolgt. Tief in seinem Inneren  wird er Respekt vor Ihnen haben.
Ihre eigenen Überlebenschancen werden sich langfristig gesehen verbessern, weil die Bedrohung durch andere unter diesem Einfluss abnimmt. Es  gibt auch noch andere Vorteile.
Unterschätzen Sie die Wirkung nicht, die Sie auf andere allein dadurch ausüben können, dass Sie diese Dinge erwähnen und selbst ein gutes  Beispiel geben.
Der Weg zum Bodhie erfordert, dass man anderen ein gutes Beispiel gibt.
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1.    beeinflussen: einen Einfluss auf etwas haben.
2.    Einfluss: die sich ergebende Wirkung.
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7. SEIEN SIE BESTREBT SICH IM LEBEN AN DIE WAHRHEIT ZU HALTEN.
Falsche Informationen können zu dummen Fehlern Anlass geben. Sie können sogar das Aufnehmen wahrer Informationen blockieren.
Die Probleme des Lebens lassen sich nur mit wahren Informationen lösen.
Wenn die Menschen in Ihrer Umgebung Sie anlügen, machen Sie leicht Fehler und Ihr Überlebenspotenzial verringert sich.
Falsche Informationen können verschiedene Quellen haben: Eltern; Lehrer, Erzieher, Schule, Universität, Gesellschaft, Beruf usw..
Viele Menschen wollen Ihnen etwas glaubhaft machen, nur um damit ihre eigenen Ziele zu erreichen.
Wahr ist das, was für Sie wahr ist.
Niemand hat das Recht, Ihnen Informationen aufzuzwingen und Ihnen unter Drohung zu befehlen, sie zu glauben. Wenn es für Sie nicht wahr ist,  ist es nicht wahr.
Durchdenken Sie alles selbst, übernehmen Sie das, was für Sie wahr ist, und werfen Sie den Rest über Bord. Niemand ist unglücklicher als  jemand, der in einem Chaos von Lügen zu leben versucht.
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7/1. Erzählen Sie keine schädlichen Lügen.
Schädliche Lügen entspringen Furcht, Bosheit und Neid. Sie können Menschen zu Verzweiflungstaten treiben. Sie können jemandes Leben  zerstören. Sie schaffen eine Art Falle, in die sowohl der Lügner als auch sein Opfer hineinfallen können. Daraus kann ein Chaos in den  zwischenmenschlichen und sozialen Beziehungen entstehen. Viele Kriege wurden durch schädliche Lügen ausgelöst.
Man sollte lernen, sie aufzudecken und zurückzuweisen.
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7/2. Legen Sie kein falsches Zeugnis ab.
Auf das Beschwören oder Bezeugen unwahrer „Tatsachen“ stehen hohe Strafen; es wird „Meineid“ genannt: Es wird schwer bestraft.
Der Weg zum Bodhie verläuft entlang der Straße zur Wahrheit.
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1.    Lügen: falsche Aussagen oder Teile von Informationen, die vorsätzlich als wahr dargestellt werden; eine Falschheit; alles, was dazu bestimmt  ist, zu täuschen oder einen falschen Eindruck zu vermitteln.
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8. MORDEN SIE NICHT.
Die meisten Völker haben, von frühester Zeit an bis zur Gegenwart, Mord verboten und schwer bestraft. Manchmal wurde dies zu der Aussage „Du  sollst nicht töten“ erweitert, während sich bei einer späteren Übersetzung desselben Werkes zeigte, dass es „Du sollst nicht morden“ hieß.
Zwischen den beiden Begriffen „töten“ und „morden“ besteht ein beträchtlicher Unterschied. Ein Verbot allen Tötens würde Selbstverteidigung  ausschließen; es wäre dann wahrscheinlich rechtswidrig, eine Giftschlange zu töten, die sich anschickt, das Baby zu beißen; dadurch würde ein  Volk auf eine Gemüsediät gesetzt. Sie finden gewiss viele Beispiele für die Schwierigkeiten, die sich aus einem Verbot allen Tötens ergeben.
„Mord“ ist etwas gänzlich anderes. Der Definition nach bedeutet er „das gesetzwidrige Töten eines oder mehrerer menschlicher Wesen, besonders,  wenn es vorsätzlich und aus niedrigen Beweggründen heraus erfolgt“. Es liegt auf der Hand, dass in diesem Zeitalter gefährlicher Waffen Mord  allzu leicht ist. Niemand könnte in einer Gesellschaft existieren, in der er selbst oder seine Familie und Freunde denen ausgeliefert wären, die sie  unversehens ums Leben brächten.
Zu Recht steht die Verhütung und Ahndung von Mord im sozialen Leben an erster Stelle.
Dumme, böse und geisteskranke Menschen versuchen, ihre wirklichen oder eingebildeten Probleme durch Mord zu lösen. Und es geschieht auch,  dass sie völlig grundlos morden.
Unterstützen Sie aktiv jedes nachweislich wirksame Programm, um dieser Bedrohung der Menschheit Herr zu werden. Ihr eigenes Überleben könnte  davon abhängen.
Der Weg zum Bodhie beinhaltet keinen Mord an Ihren Freunden, Ihrer Familie oder Ihnen selbst.
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9. TUN SIE NICHTS ILLEGALES
„Illegale Handlungen“ sind solche, die durch offizielle Vorschriften oder Gesetze verboten sind. Diese wurden von Herrschern, gesetzgebenden  Gremien und Richtern geschaffen. Im Allgemeinen sind sie in Gesetzbüchern niedergeschrieben. In einer wohl geordneten Gesellschaft werden sie  veröffentlicht und allgemein bekanntgemacht. In einer undurchsichtigen – und oft von Verbrechern geplagten – Gesellschaft muss man einen  Rechtsanwalt konsultieren oder besonders ausgebildet sein, um sie alle zu kennen: Eine solche Gesellschaft gibt die Parole aus: „Unkenntnis  schützt vor Strafe nicht.“
Jedoch ist jedes Mitglied der Gesellschaft, ob jung oder alt, verantwortlich dafür zu wissen, was diese Gesellschaft als „illegale Handlung“ ansieht.  Man kann Leute fragen, und es gibt Bibliotheken, in denen man diese Gesetze nachschlagen kann.
Eine „illegale Handlung“ ist nicht Ungehorsam gegenüber einer beiläufigen Anweisung, wie „Geh zu Bett“. Es ist eine Handlung, die zur Bestrafung  durch die Gerichte und den Staat führen kann – zur Anprangerung1 durch die staatliche Propagandamaschine2, zu Geldstrafen und sogar zu  Gefängnishaft.
Wenn jemand eine illegale Handlung begeht, sei sie bedeutend oder nur geringfügig, ist er dem Angriff des Staates ausgesetzt. Es spielt keine  Rolle, ob er erwischt wird oder nicht – wenn jemand eine illegale Handlung begeht, hat er seine Stellung geschwächt.
Fast alles, was zu tun sich lohnt und was man zu erreichen sucht, kann oft auf ganz gesetzlichem Wege geschehen.
Der „ungesetzliche“ Weg ist eine gefährliche und Zeit vergeudende Abkürzung. Gewöhnlich stellt sich heraus, dass vermeintliche „Vorteile“ durch  illegale Handlungen die Sache nicht wert waren.
Staat und Regierung sind meist eine ziemlich gedankenlose Maschine. Sie existieren und arbeiten aufgrund von Gesetzen und Gesetzbüchern. Sie  sind darauf eingestellt, durch ihre Organe gegen Ungesetzlichkeit vorzugehen. In dieser Eigenschaft können sie zum unversöhnlichen3 Feind  werden, unerbittlich4, wenn es um „illegale Handlungen“ geht. Recht oder Unrecht einer Sache zählt angesichts von Gesetzen und Gesetzbüchern  nicht. Nur die Gesetze zählen.
Wenn Sie merken oder entdecken, dass Ihre Mitmenschen „illegale Handlungen“ begehen, sollten Sie alles in Ihrer Macht Stehende tun, um sie  davon abzubringen. Sie selbst können, auch wenn Sie nicht daran beteiligt sind, dennoch in Mitleidenschaft gezogen werden. Angenommen, der  Firmenbuchhalter fälscht die Bücher: In dem daraus entstehenden Durcheinander könnte die Firma scheitern und Sie könnten Ihren Arbeitsplatz  verlieren. Solche Vorkommnisse können das eigene Überleben stark beeinträchtigen.
Unterstützen Sie als Mitglied jeder beliebigen Gruppe, die Gesetzen untersteht, die klar verständliche Veröffentlichung dieser Gesetze, damit sie  bekannt sein können. Unterstützen Sie alle legalen politischen Bemühungen, die Gesetze, die auf diese Gruppe Anwendung finden, zu verringern,  klarer zu machen und systematisch zusammenzustellen. Halten Sie an dem Grundsatz fest, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind, einem  Grundsatz, der zu seiner Zeit – während der Tyrannei5 der Aristokratie6 – einen der größten sozialen Fortschritte in der Geschichte der Menschheit  darstellte und den man nicht aus den Augen verlieren sollte.
Kümmern Sie sich darum, dass Kinder und Erwachsene darüber informiert werden, was „legal“ und was „illegal“ ist, und stellen Sie klar – sei es  auch nur durch ein Stirnrunzeln –, dass Sie „illegale Handlungen“ nicht billigen.
Wer sie begeht, ist – selbst wenn er „ungestraft davonkommt“ – doch gegenüber der Macht des Staates geschwächt.
Auf dem Weg zum Bodhie gibt es keine Angst, erwischt zu werden.
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1.    Anprangerung: Spott, öffentliche Verachtung, Hohn oder Beschimpfung.
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2.    Propaganda/: Wird in Wortzusammensetzungen verwendet, um Verbreitung von Gedanken, Informationen oder Gerüchten zum Vorteil der  eigenen und/oder zum Nachteil einer fremden Sache, oft ohne Rücksicht auf die Wahrheit, auszudrücken; die Handlung, Lügen in Zeitungen, Radio  oder Fernsehen zu bringen, sodass der Betroffene, wenn er sich vor Gericht zu verantworten hat, schuldig gesprochen wird; die Handlung,  jemandes Ruf durch falsche Behauptungen zu schädigen, sodass ihm niemand mehr glaubt. (Ein Propagandist ist eine Person oder Gruppe, die  Propaganda durchführt, hervorbringt oder praktiziert.)
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3.    unversöhnlich: nicht zugänglich dafür, beruhigt, besänftigt oder zufriedengestellt zu werden; unbarmherzig; gnadenlos.
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4.    unerbittlich: hart; nicht nachgebend; unbeugsam; etwas, das nicht erschüttert wird; hartnäckig; jede andere Meinung ablehnend; nicht  aufgebend.
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5.    Tyrannei: die Verwendung von grausamer, ungerechter und unumschränkter Macht; Einsatz vernichtender, unterdrückerischer, harter, strenger  Mittel.
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6.    Aristokratie: Regierungsform, bei der einige wenige mit speziellen Vorrechten, Rängen oder Positionen die Herrschaft innehaben; Herrschaft  durch eine kleine Elite, die über dem allgemeinen Gesetz steht; eine Gruppe, die durch Geburt oder Position „über allen anderen steht“ und  Gesetze erlassen oder auf andere anwenden kann, sich selbst jedoch nicht den Gesetzen unterworfen fühlt.
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10. UNTERSTÜTZEN SIE EINE REGIERUNG, DIE FÜR ALLE GEDACHT IST UND IM INTERESSE ALLER HANDELT.
Skrupellose und böse Menschen und Gruppen können die Regierungsmacht an sich reißen und sie für ihre eigenen Zwecke verwenden.
Eine Gesellschaft, deren Regierung allein für eigennützige Einzelne und Gruppen organisiert und betrieben wird, hat nur eine kurze Lebensdauer.  Dadurch wird das Überleben jedes Einzelnen im Land gefährdet; sogar diejenigen, die eine solche Regierung anstreben, sind in Gefahr. Die  Geschichte ist voller Beispiele für den Untergang solcher Regierungen.
Widerstand gegen solche Menschen, Gruppen und Regierungen führt gewöhnlich nur zu weiteren Gewalttaten.
Aber man kann seine Stimme warnend erheben, wenn man derartige Missbräuche sieht. Und man braucht eine solche Regierung nicht aktiv zu  unterstützen; ohne etwas Unerlaubtes zu tun, ist es dennoch möglich, durch einfachen Entzug seiner Mitarbeit schließlich eine Reform  herbeizuführen. Gerade heute gibt es mehrere Regierungen auf der Welt, die nur deshalb scheitern, weil ihr Volk seine stillschweigende Ablehnung  dadurch zum Ausdruck bringt, dass es einfach nicht mitarbeitet. Diese Regierungen sind in Gefahr: Ein unpassendes Auftauchen ungünstiger  Umstände könnte ihr Ende bedeuten.
Wenn andererseits eine Regierung offensichtlich für das gesamte Volk arbeitet, nicht für besondere Interessengruppen oder einen geisteskranken  Diktator, sollte man sie bis zum Äußersten unterstützen.
Es gibt ein Fachgebiet namens „Regierung“. In den Schulen wird meist „Staatsbürgerkunde“ gelehrt; darin wird lediglich der Aufbau der  bestehenden Regierungsorganisation behandelt. Das eigentliche Gebiet „Regierung“ läuft unter verschiedenen Überschriften: Volkswirtschaftslehre,  politische Philosophie, Staatswissenschaft usw. Das ganze Gebiet „Regierung“ und wie man regiert, kann sehr präzise sein, fast wie eine technische  Wissenschaft. Wenn Ihnen daran liegt, eine bessere Regierung zu haben, eine Regierung, die keine Schwierigkeiten macht, so sollten Sie  vorschlagen, dass dies in früheren Klassen der Schulen gelehrt wird. Man kann sich auf diesem Gebiet auch durch Lesen Wissen aneignen: Das  Thema ist nicht sehr schwierig, wenn man die komplizierten Wörter nachschlägt.
Schließlich sind das Volk und seine eigenen Opinionleader diejenigen, die für ihr Land schwitzen, kämpfen und bluten. Eine Regierung kann nicht  bluten, sie kann nicht einmal lächeln: Sie ist nur eine Vorstellung, die die Menschen haben. Lebendig ist immer nur ein einzelner Mensch – Sie.
Der Weg zum Bodhie ist beschwerlich, wenn er von der Last einer Gewaltherrschaft überschattet ist. Eine wohlwollende Regierung, die für das  GANZE Volk gedacht ist und in seinem Interesse handelt, hat oft den Weg geebnet: Wenn dies geschieht, verdient sie Unterstützung.
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11. SCHADEN SIE NIEMANDEM, DER GUTE ABSICHTEN HAT.
Entgegen der Behauptung böser Menschen, alle Menschen seien böse, gibt es viele gute Männer und auch Frauen. Vielleicht hatten Sie das Glück,  einige von ihnen kennenzulernen.
In Wirklichkeit wird die Gesellschaft von Männern und Frauen mit guten Absichten in Gang gehalten. Angehörige des öffentlichen Dienstes, die  Opinionleader, diejenigen, die in der Privatwirtschaft ihre Arbeit leisten, sie alle sind in ihrer großen Mehrheit Menschen mit guten Absichten. Wären  sie es nicht, hätten sie schon lange ihren Dienst aufgegeben.
Solche Menschen sind leicht angreifbar: Gerade weil sie anständig sind, treffen sie keine übertriebenen Schutzmaßnahmen. Aber von ihnen hängt  das Überleben der meisten Menschen in einer Gesellschaft ab.
Der Gewaltverbrecher, der Propagandist, die Sensationsmacher der Massenmedien, sie alle versuchen, unsere Aufmerksamkeit von der alltäglichen,  aber unerschütterlichen Tatsache abzulenken, dass die Gesellschaft überhaupt nicht funktionieren würde, wenn es nicht die Menschen mit guten  Absichten gäbe. Man übersieht leicht die Tatsache, dass die Menschen mit guten Absichten diejenigen sind, die die Welt in Gang und die Menschen  auf diesem Planeten am Leben halten, denn sie überwachen die Straße, leiten die Kinder an, messen das Fieber, löschen Brände und reden mit  ruhiger Stimme vernünftige Dinge.
Dennoch können diese Menschen angegriffen werden, und es sollten wirksame Maßnahmen empfohlen und ergriffen werden, um sie zu verteidigen  und vor Schaden zu bewahren, denn Ihr eigenes Überleben und das Ihrer Familie und Freunde hängt von ihnen ab.
Der Weg zum Bodhie lässt sich viel leichter gehen, wenn man Menschen unterstützt, die gute Absichten haben.
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12. SCHÜTZEN UND VERBESSERN SIE IHRE UMWELT.
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12/1. Weisen Sie ein gepflegtes Äußeres auf.
Manchen Menschen – die sich ja nicht den ganzen Tag lang selbst ansehen müssen – kommt es nicht in den Sinn, dass sie für andere zum Bild  gehören. Und manche sind sich nicht klar darüber, dass sie von anderen nach ihrer äußeren Erscheinung beurteilt werden.
Kleidung mag teuer sein, Seife und andere Toilettenartikel lassen sich jedoch leicht erwerben. Manchmal ist es schwer, die richtige Technik zu  finden, aber sie lässt sich entwickeln.
In manchen Gesellschaften, die zur Barbarei neigen oder sehr dekadent sind, kann es sogar modern sein, als öffentlicher Schandfleck  herumzulaufen. In Wirklichkeit ist es ein Anzeichen für mangelnde Selbstachtung.
Wenn man arbeitet oder Sport treibt, kann man sehr schmutzig werden. Das schließt aber nicht aus, dass man sich hinterher wäscht. Und es gibt z. B. in Europa und in England Arbeiter, die es fertigbringen, auch während der Arbeit nicht ungepflegt auszusehen. Einige Spitzensportler sehen  bemerkenswert gut aus, selbst wenn sie vor Schweiß triefen.
Eine Umwelt, die durch ungepflegte Menschen verunstaltet ist, kann eine unterschwellige deprimierende Wirkung auf die Moral1 haben.
Ermuntern Sie Ihre Mitmenschen, gut auszusehen, indem Sie ihnen Komplimente machen, wenn dies der Fall ist, oder ihnen sogar vorsichtig bei  ihren Problemen helfen, wenn sie nicht gut aussehen. Es könnte auch ihre Selbstachtung und ihre Moral stärken.
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12/2. ACHTEN SIE AUF IHREN EIGENEN BEREICH
Wenn Menschen ihre Sachen und ihren Bereich nicht in Ordnung halten, so kann das auf Ihren eigenen Bereich übergreifen.
Wenn Menschen anscheinend unfähig sind, ihre Sachen und ihre Umgebung in Ordnung zu halten, so ist das ein Anzeichen dafür, dass sie sich  dort nicht zu Hause fühlen und ihre Sachen eigentlich nicht als ihr Eigentum betrachten. Die Sachen, die ihnen in ihrer Kindheit „geschenkt“  wurden, waren mit zu vielen Bedingungen und Ermahnungen verknüpft oder wurden ihnen von Geschwistern oder Eltern wieder weggenommen.  Und möglicherweise hatten diese Menschen das Gefühl, nicht willkommen zu sein.
Den Besitzgegenständen, Räumen, Arbeitsplätzen und Fahrzeugen solcher Menschen sieht man an, dass sie niemandem wirklich gehören.  Schlimmer noch, manchmal kann man sogar eine Art Wüten gegen Eigentum beobachten. Das kann sich als Vandalismus2 äußern: Ein Haus oder  Auto, das „niemandem gehört“, wird bald zerstört sein.
Wer Sozialwohnungen baut und sie instand zu halten versucht, ist oft bestürzt, wie schnell solche Wohnungen verwahrlosen können. Die Armen  besitzen per Definition wenig oder gar nichts. Sie werden von vielen Seiten bedrängt, sodass sie schließlich auch das Gefühl bekommen, nirgendwo  hinzugehören.
Doch, ob arm oder reich und gleich, aus welchen Gründen: Menschen, die auf ihr Eigentum und ihre Umgebung nicht Acht geben, können  Unordnung um sich herum verbreiten. Gewiss fallen Ihnen dazu Beispiele ein.
Fragen Sie solche Menschen, was ihnen im Leben wirklich gehört und ob sie wirklich dort hingehören, wo sie sind, und Sie werden einige  überraschende Antworten bekommen. Und diesen Menschen auch sehr viel helfen.
Die Fähigkeit, Besitz und Umgebung in Ordnung zu halten, lässt sich erlernen. Manchen Menschen ist vielleicht noch nie der Gedanke gekommen,  dass ein Gegenstand, den man genommen und gebraucht hat, an denselben Platz zurückgelegt werden sollte, damit man ihn wiederfinden kann:  Manche verbringen die Hälfte ihrer Zeit nur damit, nach Sachen zu suchen. Es kann sich lohnen, ein wenig Zeit für Organisation aufzuwenden: Es  macht sich durch größere Arbeitsgeschwindigkeit bezahlt und ist, im Gegensatz zur Meinung mancher Leute, keine Zeitverschwendung.
Wenn Sie Ihren Besitz und Ihre Umgebung schützen wollen, bringen Sie andere dazu, für ihren eigenen Bereich zu sorgen
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12/3. Helfen Sie, für die Erde zu sorgen
Der Gedanke, dass man an der Erde teilhat und dass man helfen kann und sollte, für sie zu sorgen, mag gewaltig erscheinen und einigen völlig  unreal vorkommen. Aber in unserer Zeit kann etwas, das auf der anderen Seite der Erde geschieht, sogar aus einer so großen Entfernung einen  Einfluss auf das Geschehen in Ihren eigenen vier Wänden haben.
Die jüngsten Entdeckungen mit Hilfe von Raumsonden, die zur Venus geschickt wurden, haben gezeigt, dass unsere eigene Welt so weit  heruntergebracht werden könnte, dass sie kein Leben mehr tragen würde. Und möglicherweise könnte das noch zu unseren Lebzeiten eintreten.
Zu viele abgeholzte Wälder, zu viele verschmutzte Flüsse und Meere, eine vergiftete Atmosphäre, und wir sind geliefert. Die Temperatur auf der  Erdoberfläche kann glühend heiß, der Regen zu Schwefelsäure werden. Alles Leben könnte sterben.
Man fragt sich vielleicht: „Selbst wenn das wahr wäre, was könnte ich dagegen tun?“ Nun, man bräuchte nur die Stirn zu runzeln, wenn Menschen  etwas tun, was zur Zerstörung der Erde beiträgt, und man hätte schon etwas dagegen getan. Selbst wenn man nur der Meinung wäre, es sei  einfach nicht gut, die Erde zu zerstören, und diese Meinung kundtun würde, so hätte man schon etwas getan.
Für die Erde zu sorgen fängt im eigenen Vorgarten an. Es erstreckt sich auf den Weg zur Schule oder zur Arbeit. Es dehnt sich auf die  Picknickplätze und die Ferienorte aus. Der Abfall, der die Umgebung und die Wasserversorgung verschmutzt, das tote Buschholz, das eine  Feuergefahr bildet, dies sind Dinge, zu denen man nicht beitragen muss und gegen die man, wenn man gerade nichts anderes zu tun hat, etwas  unternehmen kann. Einen Baum zu pflanzen mag zwar gering erscheinen, ist aber immerhin etwas.
In manchen Ländern sitzen alte oder arbeitslose Menschen nicht einfach herum und gehen zugrunde: Sie werden dafür eingesetzt, Gärten, Parks  und Wälder instand zu halten, Abfall aufzusammeln und mehr Schönheit in die Welt zu bringen. Es fehlt nicht an Mitteln, um für diesen Planeten zu  sorgen. Sie werden meist nicht beachtet. Es sei vermerkt, dass das Civilian Conservation Corps, das in den Dreißigerjahren in den USA organisiert  wurde, um die Arbeitskraft der arbeitslosen Offiziere und der Jugend zu nutzen, eines der wenigen, wenn nicht das einzige Projekt in dieser Zeit der  Depression war, das für den Staat mehr Reichtum schuf, als für es ausgegeben wurde. Große Gebiete wurden wieder aufgeforstet und anderes  wurde geleistet, um für den US/amerikanischen Teil der Erde zu sorgen. Es sei vermerkt, dass das Civilian Conservation Corps nicht mehr besteht.  Man kann sich der Meinung derer anschließen, die solche Projekte für gut halten, und man kann Opinionleader und Organisationen unterstützen,  die sich zur Erhaltung der Umwelt betätigen. Auch dies wäre ein kleiner Beitrag.
An der Technik fehlt es nicht. Aber Technik und deren Anwendung kosten Geld. Geld steht zur Verfügung, wenn vernünftige wirtschaftliche  Richtlinien befolgt werden, durch die nicht jeder bestraft wird. Es gibt solche Richtlinien.
Man kann vieles tun, um zu helfen, für die Erde zu sorgen. Es fängt damit an, dass man sich selbst dazu verpflichtet fühlt. Es geht damit weiter,  dass man es auch anderen nahelegt.
Der Mensch hat die potenzielle Fähigkeit erreicht, die Erde zu zerstören. Er muss darüber hinaus die Fähigkeit erwerben, die Erde zu retten, und  dann entsprechend handeln.
Schließlich ist die Erde das, worauf wir stehen.
Wenn andere nicht helfen, die Umwelt zu schützen und zu verbessern, könnte dem Weg zum Bodhie der Boden fehlen, um überhaupt darauf zu  gehen.
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1.    Moral: die geistige und gefühlsmäßige Einstellung eines Einzelnen oder einer Gruppe; Sinn für Wohlergehen; Bereitschaft, sich an die Arbeit zu  machen; ein Sinn für ein gemeinsames Ziel.
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2.    Vandalismus: die absichtliche und böswillige Zerstörung von öffentlichem oder privatem Eigentum, insbesondere von etwas, das schön oder  kunstvoll ist.
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13. STEHLEN SIE NICHT.
Wer das Eigentum an Dingen nicht respektiert, dessen eigenes Hab und Gut ist gefährdet.
Wenn jemand aus irgendeinem Grund außerstande war, Eigentum ehrlich zu erwerben, dann kann er so tun, als ob überhaupt niemand Eigentum  an etwas hätte. Versuchen Sie aber nicht, seine Schuhe zu stehlen!
Ein Dieb gibt seiner Umgebung Rätsel auf: Was ist mit diesem, was mit jenem geschehen?
Der Schaden, den ein Dieb verursacht, geht weit über den Wert der gestohlenen Dinge hinaus.
Umgeben von der Reklame für begehrenswerte Güter, gequält von der Unfähigkeit, etwas zu tun, was wertvoll genug wäre, um damit Besitz zu  erwerben, oder einfach von einem Impuls getrieben, glauben Menschen, die stehlen, sie hätten damit etwas Wertvolles zu geringen Kosten  erworben. Aber genau hier liegt die Schwierigkeit: die Kosten. Der tatsächliche Preis, den der Dieb bezahlt, ist unglaublich hoch. Die größten  Räuber der Geschichte bezahlten für ihre Beute, indem sie ihr Leben in elenden Verstecken und Gefängnissen verbrachten – die Augenblicke des  „guten Lebens“ waren selten. Keine noch so große Menge gestohlener Wertsachen würde ein solch schreckliches Schicksal lohnen.
Gestohlene Güter verlieren stark an Wert: Sie müssen versteckt werden und stellen stets eine Bedrohung der Freiheit dar.
Sogar in kommunistischen Staaten wird ein Dieb ins Gefängnis gesteckt.
Jemand, der stiehlt, gibt damit im Grunde nur zu, dass er nicht fähig genug ist, auf ehrliche Weise voranzukommen. Oder dass er unter einem  Anflug von Geisteskrankheit leidet. Fragen Sie einen Dieb, was zutrifft: Es ist eines von beiden.
Der Weg zum Bodhie lässt sich nicht mit gestohlenen Gütern gehen.
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14. SEIEN SIE VERTRAUENSWÜRDIG.
Wenn Sie sich auf Ihre Mitmenschen nicht verlassen können, sind Sie selbst gefährdet. Wenn Menschen, auf die Sie zählen, Sie im Stich lassen,  kann Ihr Leben in Unordnung geraten, ja sogar Ihr Überleben gefährdet sein.
Gegenseitiges Vertrauen ist der stabilste Baustein menschlicher Beziehungen. Fehlt es, so bricht der ganze Bau zusammen.
Vertrauenswürdigkeit ist eine Ware, die hoch im Kurs steht. Hat man sie, so wird man als wertvoll angesehen. Hat man sie verloren, so kann man als  wertlos betrachtet werden.
Man sollte seine Mitmenschen veranlassen, Vertrauen zu zeigen und es zu verdienen. Dadurch werden sie für sich selbst und für andere weit  wertvoller.
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14/1. Halten Sie Ihr einmal gegebenes Wort.
Wenn man eine Zusicherung oder ein Versprechen gibt oder eine Absicht beschwört, so muss man diese Dinge wahr machen. Wenn man sagt,  man werde etwas tun, so sollte man es tun. Wenn man sagt, man werde etwas nicht tun, so sollte man es nicht tun.
Die Achtung, die man vor jemandem hat, gründet sich zu einem nicht geringen Teil darauf, ob er sein Wort hält. Zum Beispiel wären selbst Eltern  überrascht, wie sehr sie in der Achtung ihrer Kinder sinken, wenn sie ein Versprechen nicht halten.
Menschen, die ihr Wort halten, genießen Vertrauen und werden bewundert. Menschen, die ihr Wort nicht halten, werden als Abfall betrachtet.
Wer einmal sein Wort bricht, hat oft für immer verspielt.
Ein Mensch, der nicht Wort hält, sieht sich vielleicht bald in allerlei „Garantien“ und „Einschränkungen“ verstrickt und gefangen; vielleicht sieht er  sich sogar von normalen Beziehungen mit anderen ausgeschlossen. Es gibt kein gründlicheres Mittel, sich selbst von seinen Mitmenschen  abzusondern, als seine einmal gegebenen Versprechen nicht zu halten.
Man sollte nie zulassen, dass jemand anders leichtfertig etwas verspricht. Und man sollte darauf bestehen, dass ein einmal gegebenes  Versprechen gehalten wird. Das eigene Leben kann sehr in Unordnung geraten, wenn man versucht, sich mit Menschen zusammenzutun, die ihre  Versprechen nicht halten. Es ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Der Weg zum Bodhie lässt sich viel, viel leichter mit Menschen gehen, denen man vertrauen kann.
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15. KOMMEN SIE IHREN VERPFLICHTUNGEN NACH.
Auf dem Weg durchs Leben geht man unvermeidlich Verpflichtungen ein. Tatsächlich wird man mit bestimmten Verpflichtungen geboren, und  später sammeln sich meist weitere an. Es ist kein neuer Gedanke, dass man seinen Eltern etwas dafür schuldet, dass sie einen zur Welt gebracht  und großgezogen haben. Es spricht für die Eltern, dass sie das nicht stärker betonen. Dennoch ist es eine Verpflichtung: Sogar das Kind spürt das.  Und im Laufe des Lebens sammelt man weitere Verpflichtungen an – gegenüber anderen Menschen, Freunden, der Gesellschaft und sogar der  Welt.
Man tut jemandem durchaus keinen Gefallen, wenn man ihm nicht gestattet, seinen Verpflichtungen nachzukommen oder seine Schulden zu  bezahlen. Ein nicht geringer Teil der „Kindheitsrevolte“ entsteht dadurch, dass andere sich weigern, die einzigen „Münzen“ anzunehmen, die ein  Baby, ein Kind oder ein Jugendlicher hat, um sich der „Last der Verpflichtung“ zu entledigen: Das Lächeln des Babys, die ungelenken Versuche des  Kindes zu helfen, der mögliche Ratschlag des Jugendlichen oder einfach das Bemühen, ein guter Sohn oder eine gute Tochter zu sein, werden  häufig übersehen und nicht akzeptiert. Solche Bemühungen mögen manchmal schlecht gezielt, oft schlecht geplant sein; sie schwinden schnell.  Wenn durch sie nicht die große Last der Schuld abgetragen werden kann, treten dann leicht eine Vielzahl von Mechanismen oder Rechtfertigungen  an ihre Stelle: „Man schuldet in Wirklichkeit gar nichts“, „sie waren es mir von Anfang an schuldig“, „ich habe nicht darum gebeten, geboren zu  werden“, „meine Eltern oder mein Vormund taugen nichts“ und: „Es lohnt sich ohnehin nicht zu leben“, um nur einige zu nennen. Und dennoch  sammeln sich weitere Verpflichtungen an.
Die „Last der Verpflichtung“ kann zur erdrückenden Bürde werden, wenn man keine Möglichkeit sieht, sie loszuwerden. Es kann zu allerlei  Störungen im Leben des Einzelnen und der Gesellschaft führen. Kann man sich der Verpflichtung nicht entledigen, so werden diejenigen, denen  man etwas schuldet, oft unwissentlich zur Zielscheibe höchst unerwarteter Reaktionen.
Man kann einem Menschen, der sich dem Dilemma unerledigter Verpflichtungen und unbezahlter Schulden gegenübersieht, helfen, wenn man  einfach alle Verpflichtungen, die er übernommen und nicht erfüllt hat – moralische, soziale und finanzielle –, mit ihm durchgeht und einen Weg mit  ihm erarbeitet, wie er alle, die seiner Meinung nach noch offen sind, begleichen kann.
Man sollte die Bemühungen eines Kindes oder eines Erwachsenen annehmen, nicht/finanzielle Verpflichtungen, die sie zu haben meinen, zu  begleichen: Für die Rückzahlung finanzieller Verpflichtungen sollte man helfen, eine für beide Seiten annehmbare Lösung herbeizuführen.
Raten Sie Menschen davon ab, mehr Verpflichtungen zu übernehmen, als sie tatsächlich erfüllen oder zurückzahlen können.
Der Weg zum Bodhie ist sehr beschwerlich, wenn man die Last von Verpflichtungen trägt, die einem geschuldet werden oder die man selbst
nicht beglichen hat.
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16. SEIEN SIE FLEISSIG.
Arbeit ist nicht immer angenehm.
Aber es gibt kaum unglücklichere Menschen als diejenigen, die ein zielloses, müßiges und langweiliges Leben führen: Kinder, die nichts zu tun  haben, lassen die Mutter ihre Verdrießlichkeit spüren; die gedrückte Stimmung der Arbeitslosen, selbst wenn sie „Unterstützung“ bekommen oder  „stempeln gehen“, ist sprichwörtlich; der Rentner, für den es im Leben nichts mehr zu erreichen gibt, geht an Untätigkeit zugrunde, wie sich  statistisch belegen lässt.
Sogar Touristen, von einem Reisebüro zur Muße verlockt, machen einem Reiseleiter das Leben schwer, wenn er nichts für sie zu tun hat.
Kummer kann einfach dadurch gelindert werden, dass man sich mit etwas beschäftigt.
Leistung hebt die Moral gewaltig. Tatsächlich lässt sich nachweisen, dass Produktion3 die Grundlage der Moral ist.
Menschen, die nicht fleißig sind, bürden ihre Arbeit anderen auf. Sie fallen einem häufig zur Last.
Mit faulen Menschen lässt sich schwer auskommen. Sie wirken nicht nur deprimierend, sie können auch eine gewisse Gefahr darstellen.
Eine funktionierende Lösung sähe so aus, solche Menschen davon zu überzeugen, sich für eine Tätigkeit zu entscheiden, und sie zu veranlassen,  diese wirklich in Angriff zu nehmen. Es zeigt sich, dass eine Arbeit, die zu wirklicher Produktion führt, den beständigsten Nutzeffekt hat.
Der Weg zum Bodhie ist eine Schnellstraße, wenn er Fleiß beinhaltet, der zu greifbarer Produktion führt.
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1.    Unterstützung: Güter oder Gelder, wie sie von einer Regierungsbehörde an Leute ausgegeben werden, weil sie in Not oder arm sind.
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2.    stempeln gehen: eine umgangssprachliche Bezeichnung für den Bezug von Arbeitslosengeld von der Regierung.
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3.    Produktion: die Handlung, etwas fertigzustellen; das Abschließen von Aufgaben, Projekten oder die Fertigstellung von Gegenständen, die  brauchbar oder wertvoll sind oder die es einfach wert sind, dass man sie tut oder hat.
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17. SEIEN SIE KOMPETENT.
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1a. sachverständig; befähigt
"ein kompetentes Urteil"
1b. besonders Rechtssprache
zuständig; befugt
https://de.wiktionary.org/wiki/kompetent
In einem Zeitalter komplizierter technischer Geräte, schneller Maschinen und Fahrzeuge hängen das eigene Überleben sowie das der Familie und  Freunde in nicht geringem Maße von der allgemeinen Kompetenz anderer Menschen ab.
In der Wirtschaft, den Natur/ und Geisteswissenschaften sowie der Regierung kann Inkompetenz
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das Inkompetentsein, fehlende Kompetenz
https://de.wiktionary.org/wiki/Inkompetenz
zu einer Bedrohung des Lebens und der Zukunft weniger oder vieler Menschen werden.
Gewiss fallen Ihnen dazu viele Beispiele ein.
Der Mensch war seit jeher bestrebt, sein Schicksal zu beeinflussen. Aberglaube, Günstigstimmen der richtigen Götter, rituelle Tänze vor der Jagd  können alle als Bemühungen betrachtet werden, das Schicksal zu bestimmen, gleich, wie schwach oder wirkungslos sie auch gewesen sein  mögen.
Erst als der Mensch lernte, zu denken, Wissen auszuwerten und es sachkundig und geschickt anzuwenden, begann er seine Umwelt zu  beherrschen. Das wahre „Geschenk des Himmels“ mag die Möglichkeit gewesen sein, kompetent zu sein.
Schon bei alltäglichen Berufen und Tätigkeiten werden Sachverstand und Geschick geachtet. Dem Helden oder Sportler bringen sie fast Verehrung  ein.
Wahre Kompetenz zeigt sich im Endergebnis.
Ein Mensch überlebt in dem Maße, wie er kompetent ist. Unfähigkeit ist sein Verderben.
Unterstützen Sie bei jeder lohnenswerten Tätigkeit den Erwerb von Kompetenz. Loben und belohnen Sie sie, wann immer Sie sie antreffen.
Verlangen Sie ein hohes Qualitätsniveau. Eine Gesellschaft ist so gut, wie Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde darin sicher leben können.
Zu Kompetenz gehören Beobachtung, Studium und Übung.
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17/1. Schauen Sie.
Sehen Sie, was Sie selbst sehen, nicht das, wovon jemand anders Ihnen sagt, dass Sie es sehen.
Sie beobachten das, was Sie beobachten. Sehen Sie sich Dinge, das Leben und andere Menschen direkt an, nicht durch eine Wolke aus  Vorurteilen, einen Vorhang der Angst oder die Auffassungen eines anderen.
Anstatt mit anderen zu streiten, lassen Sie sie lieber hinsehen. Sie können einfach dadurch, dass Sie jemanden ganz sanft dazu bringen, wirklich  hinzusehen, die schamlosesten Lügen zum Platzen bringen, die größten Heucheleien entlarven, die schwierigsten Rätsel lösen und die  erstaunlichsten Enthüllungen herbeiführen.
Wenn jemand etwas so verwirrend und schwierig findet, dass er es kaum noch ertragen kann, und wenn er sich mit seinen Gedanken immer nur im  Kreise dreht, lassen Sie ihn innehalten und sich die Sache ansehen.
Was er sieht, ist normalerweise sehr offensichtlich, sobald er es sieht. Dann kann er etwas tun. Aber was jemand nicht selbst sieht und nicht selbst  beobachtet, ist ihm vielleicht auch nicht klar, und alle Richtlinien, Befehle und Strafen der Welt bringen ihn nicht aus seiner Verworrenheit heraus.
Man kann jemandem zwar sagen, in welche Richtung er blicken soll, und ihm nahelegen, wirklich hinzusehen: Aber die Schlussfolgerungen muss  er selbst ziehen.
Ob Kind oder Erwachsener – real ist das, was man selbst sieht.
Wahre Kompetenz beruht auf der eigenen Fähigkeit zu beobachten. Nur wenn diese Fähigkeit verwirklicht wird, kann man gewandt und sicher sein.
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17/2. Lernen Sie.
Können Sie sich erinnern, dass jemand über Sie falsch informiert war?
Hat Ihnen das Schwierigkeiten verursacht?
Dies mag Ihnen eine Vorstellung davon geben, welches Unheil falsche Informationen anrichten können.
Auch könnten Sie über jemand anderen falsch informiert sein.
Verstehen kann nur, wer das Falsche vom Wahren trennt.
Es werden viele falsche Informationen verbreitet. Böswillige Menschen tun dies, um ihren eigenen Zwecken zu dienen. Manchmal geschieht es auch  aus reiner Unkenntnis der Tatsachen. Es kann die Aufnahme richtiger Informationen verhindern.
Der Hauptvorgang beim Lernen besteht aus der Durchsicht der verfügbaren Informationen und der Unterscheidung zwischen wahr und falsch,  wichtig und unwichtig. So kommt man zu eigenen Schlussfolgerungen, die man anwenden kann. Damit rückt man Kompetenz schon ein gutes  Stück näher.
Der Prüfstein für jede „Wahrheit“ besteht darin, ob sie für Sie wahr ist. Vorausgesetzt, Sie haben alle verfügbaren Informationen darüber gesammelt,  alle missverstandenen Wörter aufgeklärt und sich die Sache von allen Seiten angesehen – wenn sie Ihnen dann immer noch nicht wahr erscheint,  so ist sie für Sie nicht wahr. Lehnen Sie sie ab. Und wenn Sie wollen, gehen Sie noch einen Schritt weiter und entscheiden Sie, was für Sie die  Wahrheit ist. Schließlich müssen Sie ja die Sache verwenden oder nicht verwenden, sie in Ihre Überlegungen einbeziehen oder nicht einbeziehen.  Das blinde Übernehmen von „Tatsachen“ oder „Wahrheiten“, nur weil es so befohlen wird, kann einen unglücklichen Ausgang nehmen, wenn einem  diese „Tatsachen“ oder „Wahrheiten“ unwahr oder gar falsch erscheinen. Das ist der Weg, der zur Müllhalde der Inkompetenz führt.
Ein anderer Teil des Lernens erfordert lediglich, dass man sich etwas einprägt – wie zum Beispiel die Schreibweise von Wörtern, mathematische  Tabellen und Formeln oder die Reihenfolge, in der man Knöpfe drücken muss. Aber selbst beim einfachen Auswendiglernen muss man wissen,  wozu die Sache dient und wie und wann man sie verwendet.
Der Vorgang des Lernens besteht nicht darin, einfach immer mehr Informationen anzuhäufen. Lernen bedeutet, neue Einsichten und bessere  Verfahrensweisen zu gewinnen.
Jeder, der im Leben Erfolg hat, hört eigentlich nie auf, zu studieren und zu lernen. Der kompetente Ingenieur hält sich stets auf dem neuesten  Stand der Technik; der gute Sportler informiert sich ständig über die jüngsten Entwicklungen in seiner Disziplin; jeder Fachmann hat immer einen  Stapel seiner Lehrbücher oder Fachzeitschriften zur Hand und benutzt sie.
Das neue Modell des Rührgerätes oder der Waschmaschine, das neueste Automodell des Jahres – sie alle setzen für ihre sachgerechte Bedienung  einiges Studium und Lernen voraus. Wird das unterlassen, gibt es Unfälle in der Küche und blutige Schrotthaufen auf den Autobahnen.
Wer meint, er bräuchte im Leben nichts mehr zu lernen, ist äußerst arrogant. Wer seine Vorurteile und Fehlinformationen nicht ablegen kann, um  sie durch Tatsachen und Wahrheiten zu ersetzen, die ihm und allen anderen im Leben mehr nützen können, ist mit gefährlicher Blindheit  geschlagen.
Es gibt Möglichkeiten, so zu studieren, dass man wirklich etwas lernt und das Gelernte anwenden kann. Dazu gehören, kurz gesagt, ein Lehrer, der  weiß, wovon er redet, oder klar verständliche Lehrbücher oder beides; das Aufklären aller Wörter, die man nicht ganz versteht; das Benutzen  anderer Materialien über das jeweilige Thema oder auch die Anschauung des Gegenstandes selbst an Ort und Stelle; das Klären falscher  Informationen, die man dazu vielleicht von früher hat, und die Trennung von falsch und wahr, ausgehend davon, was jetzt wahr für einen ist. Das  Endergebnis ist Sicherheit und die Möglichkeit, kompetent zu sein. Das kann wirklich eine freudige und lohnende Erfahrung sein. So ähnlich, wie  wenn man einen tückischen Berg besteigt und sich dabei durch allerlei hartes Gestrüpp hindurchkämpfen muss, schließlich aber den Gipfel erreicht  und einen neuen Blick auf die ganze weite Welt gewinnt.
Wenn eine Zivilisation überleben will, muss sie in ihren Schulen die Lerngewohnheiten und Fähigkeiten pflegen. Eine Schule ist kein Ort, wohin  man Kinder steckt, damit sie einem tagsüber nicht im Weg sind. Für diesen Zweck allein wäre sie viel zu teuer. Sie ist auch kein Ort, an dem  Papageien hervorgebracht werden. In der Schule sollten Kinder lernen, wie man studiert, und darauf vorbereitet werden, sich mit der Wirklichkeit  auseinanderzusetzen und kompetent damit umzugehen; sie sollten dort darauf vorbereitet werden, die Welt von morgen zu übernehmen, die Welt,  in der die heutigen Erwachsenen in ihren mittleren oder späten Jahren sein werden.
Der Gewohnheitsverbrecher hat nie gelernt, wie man lernt. Die Gerichte versuchen wiederholt, ihm beizubringen, dass er wieder ins Gefängnis  kommt, wenn er das Verbrechen noch einmal begeht: Die meisten begehen dasselbe Verbrechen noch einmal und wandern wieder ins Gefängnis.  Tatsächlich liegt es an den Verbrechern, dass immer mehr Gesetze erlassen werden: Der anständige Bürger hält sich an Gesetze; Verbrecher tun  es definitionsgemäß nicht: Verbrecher können nicht lernen. Alle Anordnungen, Richtlinien, Strafen und Zwangsmaßnahmen werden bei einem  Wesen, das nicht weiß, wie man lernt, und das nicht lernen kann, nichts nützen.
Wenn eine Regierung verbrecherisch geworden ist – wie das manchmal in der Geschichte vorgekommen ist –, so erkennt man das daran, dass ihre  Leiter nicht lernen können: Geschichte und gesunder Menschenverstand mögen darauf hinweisen, dass Unterdrückung zur Katastrophe führt;  dennoch musste es blutige Revolutionen geben, um mit ihnen fertig zu werden, oder einen Zweiten Weltkrieg, um einen Hitler loszuwerden, und  das waren sehr unheilvolle Ereignisse für die Menschheit. Diese Leute haben nichts gelernt. Sie schwelgten in falschen Informationen. Sie wiesen  Beweise und die Wahrheit zurück. Sie mussten gewaltsam beseitigt werden.
Ein Geisteskranker kann nicht lernen. Er wird von verborgenen bösen Absichten getrieben oder erdrückt, sodass er nicht mehr vernünftig denken  kann, und Tatsachen, Wahrheit und Wirklichkeit sind bei weitem jenseits seiner Reichweite. Er ist die Verkörperung falscher Informationen. Er kann  oder will etwas nicht wirklich wahrnehmen oder lernen.
Aus der Unfähigkeit oder Weigerung zu lernen ergibt sich eine Vielzahl persönlicher und sozialer Probleme.
Manche Menschen Ihrer Umgebung sind im Leben gescheitert, weil sie nicht wissen, wie man studiert, und weil sie nicht lernen. Wahrscheinlich  fallen Ihnen hierzu einige Beispiele ein.
Wenn es nicht gelingt, Ihre Mitmenschen zum Studieren und zum Lernen zu bringen, kann Ihre eigene Arbeit viel schwerer werden, Sie können  vielleicht sogar überlastet werden, und Ihre eigenen Überlebenschancen werden stark herabgesetzt.
Man kann anderen helfen, zu studieren und zu lernen – und sei es nur dadurch, dass man ihnen die Informationen zur Verfügung stellt, die sie  haben sollten. Man kann dadurch helfen, dass man einfach bestätigt, was sie gelernt haben. Man kann sie allein durch Würdigung jeder  offensichtlich verbesserten Kompetenz unterstützen. Wenn man möchte, kann man noch mehr tun: Es hilft anderen, wenn man ihnen – ohne  Streitereien – behilflich ist, falsche Informationen zu klären, ihnen hilft, Wörter zu finden und aufzuklären, die sie nicht verstanden haben, oder  ihnen hilft zu entdecken, warum sie nicht studieren und lernen können, und diese Ursachen zu beseitigen.
Da man im Leben zum Großteil durch Ausprobieren lernt, sollte man lieber ergründen, warum ein Fehler gemacht wurde und ob der andere nicht  daraus lernen kann, anstatt jemanden wegen eines Fehlers zu schelten.
Hin und wieder mögen Sie dabei eine Überraschung erleben: Sie haben jemanden nur dazu gebracht, dass er studiert und lernt, und plötzlich  lösen sich viele Verwirrungen in seinem Leben. Sie können sich sicherlich viele verschiedene Möglichkeiten dafür ausdenken. Und ich glaube, Sie  werden feststellen, dass die sanfteren Methoden am wirksamsten sind. Für Leute, die nicht lernen können, sieht die Welt ohnehin schon brutal  genug aus.
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17/3. Üben Sie.
Durch Anwendung trägt das Lernen Früchte. Natürlich kann man die Suche nach Weisheit als Selbstzweck betrachten: Es liegt sogar eine gewisse  Schönheit darin. Aber in Wahrheit weiß man nie genau, ob man weise ist oder nicht, bis man die Ergebnisse des Anwendungsversuchs sieht.
Jede Art von Tätigkeit, Fertigkeit oder Beruf, sei es das Ausheben von Gräben, die Rechtswissenschaft, das Ingenieurwesen, Kochen oder was auch  immer, muss sich schließlich, egal, wie gut es studiert wurde, dem entscheidenden Test stellen:
Kann man es DURCHFÜHREN?
Und dieses Durchführen erfordert Übung.
Ein Stuntman, der nicht vorher übt, verletzt sich. Das gilt auch für eine Hausfrau, Arbeiter, Sportler usw..
Sicherheit ist eigentlich kein beliebtes Thema. Denn meistens verbindet man es mit guten Ermahnungen wie „Sei vorsichtig“ oder „Geh langsam“.  Dadurch fühlt man sich vielleicht eingeschränkt. Aber es lässt sich auch anders sehen: Wer wirklich geübt ist, besitzt so viel Geschick und  Gewandtheit, dass er nicht „vorsichtig sein“ oder „langsam gehen“ muss. Sicherheit bei hoher Geschwindigkeit wird nur durch Übung ermöglicht.
Unsere Geschicklichkeit und Gewandtheit müssen es mit dem Tempo unseres Zeitalters aufnehmen können. Und das erreichen wir durch Übung.
Wir können unsere Augen, unseren Körper, unsere Hände und Füße trainieren, bis sie durch Übung sozusagen „von selbst wissen“, was sie tun  sollen. Um den Herd einzuschalten oder den Wagen zu parken, brauchen wir nicht mehr „nachzudenken“:
Wir TUN es einfach.
Bei jeder Tätigkeit ist vieles, was als „Talent“ angesehen wird, in Wirklichkeit einfach Übung.
Jede Bewegung, mit der wir etwas tun wollen, muss vorher durchgegangen und dann immer wieder ausgeführt werden, bis wir sie schnell und  genau ausführen können, ohne darüber nachzudenken – sonst können wir Unfälle heraufbeschwören.
Statistiken lassen darauf schließen, dass die Ungeübtesten die meisten Unfälle haben.
Derselbe Grundsatz gilt für Tätigkeiten und Berufe, die vorwiegend geistige Arbeit erfordern. Der Rechtsanwalt, der das Gerichtsverfahren nicht  immer und immer wieder geübt hat, hat vielleicht nicht gelernt, geistig beweglich genug zu sein, um neuen Wendungen eines Falles schnell zu  begegnen, und verliert den Prozess. Ein ungeübter neuer Börsenmakler könnte innerhalb von Minuten ein Vermögen verlieren. Ein unerfahrener  Vertreter, der das Verkaufen nicht geübt hat, kann aus Mangel an Verkäufen hungern. Die richtige Lösung lautet üben, üben und nochmals üben!
Manchmal stellt sich heraus, dass sich das Gelernte nicht anwenden lässt. Dann hat man entweder nicht richtig studiert oder der Lehrer bzw. das  Lehrbuch war schlecht. Das Lesen der Anleitungen und der Versuch, sie anzuwenden, sind manchmal zwei völlig verschiedene Dinge.
Hin und wieder passiert es, dass man beim Üben auf keinen grünen Zweig kommt. Dann muss man das Buch fortwerfen und ganz von vorn  anfangen. So war es auf dem Gebiet der Tonaufnahmen für Filme: Wenn man sich an die Lehrbücher für Toningenieure hielte, würde eine  Aufnahme von Vogelgezwitscher nicht besser klingen als ein Nebelhorn – deshalb kann man in manchen Filmen nicht verstehen, was die  Schauspieler sagen. Ein guter Toningenieur musste sich alles selbst erarbeiten, um seine Aufgabe zu erfüllen. Aber in der Filmindustrie ist auch das  genaue Gegenteil zu finden: Es gibt mehrere ausgezeichnete Lehrbücher über Beleuchtung in der Filmtechnik: Wendet man sie genau an, erhält  man schöne Szenenaufnahmen.
Es ist bedauerlich – besonders in einer schnellen, hoch technisierten Gesellschaft –, dass nicht alle Tätigkeiten in verständlichen Lehrbüchern  ausreichend beschrieben sind. Aber das sollte Sie nicht aufhalten. Gibt es gute Lehrbücher, so schätzen Sie sie und studieren Sie sie gründlich.  Gibt es keine, so sammeln Sie alle verfügbaren Informationen, studieren Sie diese und erarbeiten Sie sich den Rest selbst.
Aber Theorie und Informationen gedeihen nur, wenn sie angewendet werden, und zwar mit Übung.
Wir sind in Gefahr, wenn unsere Mitmenschen sich in ihren Fertigkeiten nicht üben, bis sie sie wirklich BEHERRSCHEN. Es besteht ein gewaltiger  Unterschied zwischen „gut genug“ und professioneller Fertigkeit und Gewandtheit. Diese Kluft wird durch Übung überbrückt.
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Bringen Sie die Leute dazu, hinzusehen, zu studieren, etwas auszuarbeiten und es dann durchzuführen. Und wenn sie es richtig machen, lassen  Sie sie üben, üben, üben, bis sie es professionell tun können.
Es bereitet beträchtliche Freude, geschickt, gewandt und schnell zu sein: Risikolos ist dies jedoch nur mit Übung möglich. Der Versuch, in einer  schnelllebigen Welt mit langsamen Leuten zu leben, ist nicht sehr sicher.
Der Weg zum Bodhie lässt sich am besten mit kompetenten Gefährten gehen.
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1.    Inkompetenz: fehlendes entsprechendes Wissen, Fertigkeit oder Fähigkeit; Ungeübtheit; Unfähigkeit; Neigung, große Irrtümer oder Fehler zu  begehen; Verpfuschen.
Zitat
2.    üben: wiederholt ausüben oder durchführen, um eine Fertigkeit zu erwerben oder zu verfeinern.
Zitat
18. RESPEKTIEREN SIE DIE RELIGIÖSEN ÜBERZEUGUNGEN ANDERER.
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1. die Religionen betreffend, zur Religion (1) gehörend, auf ihr beruhend
"religiöse Überlieferungen"
Zitat
2. in seinem Denken und Handeln geprägt vom Glauben an eine göttliche Macht; gläubig
"ein religiöser Mensch"
Religion ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte  transzendente Kräfte ist, sowie häufig auch an heilige Objekte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Religion
Auf dem Grundstein der Toleranz lassen sich gute menschliche Beziehungen aufbauen. Man braucht sich nur das durch religiöse Intoleranz  verursachte Morden und Leiden vor Augen zu halten, das sich durch die ganze Geschichte der Menschheit bis zur Gegenwart zieht, um  einzusehen, dass Intoleranz sehr überlebensfeindlich ist.
Religiöse Toleranz
Zitat
Zitat
1. bildungssprachlich
[ohne Plural] das Tolerantsein (1); Duldsamkeit
"keine, null Toleranz an den Tag legen"
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2. Medizin
begrenzte Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber [schädlichen] äußeren Einwirkungen (besonders gegenüber Giftstoffen oder Strahlen)
Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen anderer oder fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und  Sitten. Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen  Begriff hinausgeht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz
bedeutet nicht, dass man seinem eigenen Glauben keinen Ausdruck verleihen kann. Es bedeutet jedoch, dass der Versuch, die religiösen  Glaubensauffassungen und Überzeugungen anderer zu untergraben oder anzugreifen, immer schnell zu Schwierigkeiten geführt hat.
Seit den Zeiten der alten Griechen haben sich die Philosophen untereinander über die Natur Gottes, des Menschen und des Universums gestritten.  Die Meinungen der Autoritäten kommen und gehen: Gegenwärtig sind die Philosophien des „Mechanismus“1 und „Materialismus“2 – die auf das alte  Ägypten und Griechenland zurückgehen – die große Mode: Sie möchten glauben machen, dass alles Materie sei, und übersehen dabei, dass  dennoch, so schlau ihre Erklärungen der Evolution auch sein mögen, zusätzliche Faktoren am Werke sein könnten, die so etwas wie die Evolution  nur benutzen. Heute stellen sie die „offiziellen“ Philosophien dar und werden sogar in Schulen gelehrt. Sie haben ihre eigenen Fanatiker, die die  Überzeugungen und Religionen anderer angreifen: Das Ergebnis kann Intoleranz und Streit sein.
Wenn die brillantesten Köpfe seit dem fünften Jahrhundert v. Chr. oder noch früher sich über das Thema Religion oder Anti/Religion nie haben  einigen können, so ist dies ein Kampfplatz der Menschen, dem man besser fernbleibt.
Aus all diesen endlosen Kämpfen ist ein leuchtender Grundsatz hervorgegangen: das Recht, sich frei für einen Glauben zu entscheiden.
„Glaube“ und „Überzeugung“ unterliegen nicht unbedingt der Logik: Man kann sie nicht einmal unlogisch nennen. Sie können gänzlich  verschiedene Dinge sein.
Der sicherste Ratschlag, den man jemandem auf diesem Gebiet erteilen könnte, ist der, welcher einfach das Recht betont, sich frei für einen  Glauben zu entscheiden. Es steht einem frei, seine eigenen Überzeugungen anderen mitzuteilen, sodass diese sich ihnen anschließen können.  Gefährlich wird es, wenn man die Überzeugungen anderer anzugreifen versucht, schlimmer noch, wenn man andere wegen ihrer religiösen  Überzeugungen angreift oder zu schädigen sucht.
Seit seinen frühesten Anfängen hat der Mensch viel Trost und Freude in seinen Religionen gefunden. Sogar die „Mechanisten“ und „Materialisten“  von heute muten sehr wie die Priester aus früheren Zeiten an, wenn sie ihr Dogma verbreiten.
Menschen ohne Glauben sind eine recht bedauernswerte Gesellschaft. Man kann ihnen sogar etwas geben, woran sie glauben können. Aber wenn  sie religiöse Überzeugungen haben, respektieren Sie diese.
Auf dem Weg zum Bodhie kann es zu Streitigkeiten kommen, wenn man die religiösen Überzeugungen anderer nicht respektiert.
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1.    Mechanismus: die Ansicht, dass alles Leben nur in Bewegung befindliche Materie sei und durch physikalische Gesetze vollständig erklärt  werden könne. Vorgebracht von Leukipp und Demokrit (460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) , die sie vielleicht aus der ägyptischen Mythologie übernommen  haben. Vertreter dieser Philosophie waren der Ansicht, sie müssten Religion ausklammern, weil sie sie nicht auf Mathematik zurückführen konnten.  Sie wurden von religiösen Interessen angegriffen und griffen ihrerseits Religionen an. Robert Boyle (1627–1691), der das Boyle/Mariotte/Gesetz in  der Physik entwickelte, widerlegte sie, indem er die Frage erhob, ob die Natur Gestaltungen wie die in Bewegung befindliche Materie habe oder  nicht.
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2.    Materialismus: irgendeine einer Gruppe untereinander verwandter metaphysischer Theorien, bei denen das Universum als etwas betrachtet  wird, das aus harten Gegenständen wie großen oder sehr kleinen Steinen besteht. Bei diesen Theorien wird versucht, so etwas wie den Verstand  hinwegzuerklären, indem gesagt wird, er könne auf physikalische Dinge oder auf deren Bewegungen reduziert werden. Der Materialismus ist eine  sehr alte Vorstellung. Es gibt auch andere Vorstellungen.
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19. VERSUCHEN SIE, ANDEREN NICHT ETWAS ANZUTUN, WAS SIE NICHT SELBST ERFAHREN MÖCHTEN.
Seit frühester Zeit gab es bei vielen Völkern und in vielen Ländern Versionen der sogenannten „Goldenen Regel“.
Das Obige ist eine Formulierung davon, die sich auf schädliche Handlungen bezieht.
Nur ein Heiliger könnte durchs Leben gehen, ohne je einem anderen Schaden zuzufügen. Aber nur ein Verbrecher schädigt seine Mitmenschen,  ohne überhaupt darüber nachzudenken.
Ganz abgesehen von „Schuldgefühlen“, „Scham“ oder „Gewissensbissen“, die alle sehr wirklich und ziemlich schlimm sein können, ist zufällig auch  wahr, dass der Schaden, den man anderen zufügt, auf einen selbst zurückfallen kann.
Nicht alle schädlichen Handlungen lassen sich rückgängig machen: Man kann einem anderen etwas antun, was sich nicht beiseite schieben oder  vergessen lässt. Mord gehört dazu. Bei fast jeder in diesem Buch enthaltenen Regel kann man sich ausrechnen, wie ein schwerer Verstoß dagegen  eine schädliche Handlung sein könnte, die nicht rückgängig zu machen ist.
Zerstört man das Leben eines anderen, so kann dies auch das eigene Leben zerstören. Die Gesellschaft reagiert – Gefängnisse und Anstalten für  Geisteskranke sind voll von Leuten, die ihren Mitmenschen Schaden zugefügt haben. Aber es gibt noch andere Strafen: Ob man erwischt wird oder  nicht, schädliche Handlungen gegen andere können, besonders wenn sie im Verborgenen geschehen, zu schwerwiegenden und stets nachteiligen  Veränderungen in der Haltung anderen und sich selbst gegenüber führen. Glücklichsein und Freude des Lebens sind dahin.
Diese Version der „Goldenen Regel“ ist auch als Prüfstein brauchbar. Wenn man jemanden davon überzeugt, sie anzuwenden, kann er erkennen,  was eine schädliche Handlung wirklich ist. Sie gibt eine Antwort auf die Frage, was Schaden ist. Die philosophische Frage nach falschem Verhalten,  der Streit darüber, was falsch ist, wird sofort auf persönlicher Ebene beantwortet: Möchten Sie nicht, dass Ihnen das geschähe? Nein? Dann muss  es eine schädliche Handlung und vom Standpunkt der Gesellschaft aus eine falsche Handlung sein. Auf diese Weise kann soziales Bewusstsein  geweckt werden. Man kann sich dann erarbeiten, was man tun und was man nicht tun sollte.
In einer Zeit, in der so mancher nicht vor schädlichen Handlungen zurückschreckt, sinkt das Überlebenspotenzial des Einzelnen auf einen  Tiefpunkt.
Gelingt es Ihnen, Leute zur Anwendung dieses Prinzips zu bewegen, so geben Sie ihnen damit eine Regel, nach der sie ihr eigenes Leben  auswerten können, und manch einem öffnen Sie die Tür, sodass er in die menschliche Gemeinschaft zurückkehren kann.
Der Weg zum Bodhie ist jenen versperrt, die sich nicht vom Begehen schädlicher Handlungen zurückhalten.
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1.    „Goldene Regel“: Obwohl Christen sie als christliches Gedankengut betrachten, das im Neuen und Alten Testament zu finden ist, haben viele  andere Rassen und Völker davon gesprochen. Sie erscheint auch in den Lehren des Konfuzius (5. und 6. Jahrhundert v. Chr.) , der wiederum ältere  Werke zitierte. Sie findet sich auch bei „primitiven“ Stämmen. In der einen oder anderen Form erscheint sie in den klassischen Werken von Plato,  Aristoteles, Isokrates und Seneca. Seit Jahrtausenden wurde sie vom Menschen als eine Norm für ethisches Verhalten angesehen. Die Versionen,  die in diesem Buch angegeben sind, wurden jedoch neu formuliert, da frühere Formulierungen als zu idealistisch angesehen wurden, um  eingehalten werden zu können. Es ist möglich, die vorliegende Version einzuhalten.
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20. VERSUCHEN SIE, ANDERE SO ZU BEHANDELN, WIE SIE VON IHNEN BEHANDELT WERDEN MÖCHTEN.
Dies ist eine positive Version der „Goldenen Regel“.
Seien Sie nicht überrascht, wenn jemand anscheinend nicht gerne hört, er solle „gut sein“. Aber der Unmut gilt vielleicht gar nicht der Vorstellung,  „gut zu sein“, sondern kann von einem Missverständnis dessen kommen, was „gut sein“ bedeutet.
Es gibt viele widersprüchliche Meinungen und Verwirrungen darüber, was „gutes Verhalten“ sein könnte. Vielleicht hat man nie verstanden – selbst  wenn der Lehrer es wusste –, warum man die jeweilige Note für „Betragen“ bekam. Vielleicht hat man sogar falsche Informationen dazu erhalten  oder übernommen: „Kinder soll man sehen, aber nicht hören“, „gut sein heißt passiv sein“.
Es gibt jedoch eine Möglichkeit, dies alles zur vollen eigenen Zufriedenheit aufzuklären.
Zu allen Zeiten und fast überall hat der Mensch bestimmte Werte hochgehalten und geehrt. Sie heißen Tugenden. Man schrieb sie Weisen,  Heiligen und Göttern zu. Hier lag der Unterschied zwischen einem Barbaren und einem kultivierten Menschen, der Unterschied zwischen Chaos  und einer anständigen Gesellschaft.
Es bedarf nicht unbedingt eines göttlichen Auftrages oder einer langwierigen Suche in den dicken Bänden der Philosophen, um zu entdecken, was  „gut“ ist. Die Antwort lässt sich in einem selbst finden.
Fast jeder kann sie sich erarbeiten.
Wenn man sich überlegt, wie man selbst von anderen behandelt werden wollte, kommt man auf die menschlichen Tugenden. Stellen Sie sich  einfach vor, wie Sie von anderen behandelt werden wollten.
Als Erstes möchten Sie vielleicht gerecht behandelt werden: Sie möchten nicht, dass Lügen über Sie verbreitet, dass Sie falsch oder hart verurteilt  würden.
Stimmt’s?
Wahrscheinlich möchten Sie, dass Ihre Freunde und Gefährten treu sind: Sie möchten nicht, dass sie Sie verraten.
Sie könnten fair behandelt, nicht hereingelegt oder hintergangen werden wollen.
Sie möchten, dass die Leute sich Ihnen gegenüber anständig verhalten. Sie möchten, dass sie ehrlich mit Ihnen sind und Sie nicht betrügen. Nicht  wahr?
Vielleicht möchten Sie gütig und ohne Grausamkeit behandelt werden.
Möglicherweise möchten Sie, dass die Leute auf Ihre Rechte und Gefühle Rücksicht nehmen.
Wenn es Ihnen nicht gutgeht, möchten Sie vielleicht, dass andere Mitgefühl haben.
Sie möchten wahrscheinlich, dass andere Selbstbeherrschung zeigen, anstatt Sie anzufahren.
Wenn Sie Mängel oder Schwächen hätten, wenn Sie einen Fehler machten, möchten Sie vielleicht, dass die Leute tolerant wären und Sie nicht  kritisieren würden.
Anstatt sich auf Tadel und Bestrafung zu konzentrieren, sollten die Menschen lieber vergeben.
Richtig?
Sie möchten vielleicht, dass Menschen Ihnen gegenüber wohlwollend sind, nicht gemein oder geizig.
Möglicherweise haben Sie den Wunsch, dass andere Ihnen vertrauen und Ihnen nicht bei jeder Gelegenheit misstrauen.
Wahrscheinlich ist Ihnen Respekt lieber als Beleidigungen.
Möglicherweise möchten Sie, dass andere Ihnen gegenüber höflich sind und Sie mit Würde behandeln.
Vielleicht haben Sie es gern, bewundert zu werden.
Wenn Sie etwas für andere tun, wollen Sie vielleicht, dass sie Sie wertschätzen. Nicht wahr?
Wahrscheinlich möchten Sie, dass andere freundlich zu Ihnen sind.
Von einigen möchten Sie vielleicht Liebe.
Und vor allem möchten Sie nicht, dass diese Leute das alles nur vortäuschen; Sie möchten, dass sie es wirklich so meinen und in ihrem Tun  aufrichtig sind.
Möglicherweise könnten Sie diese Liste noch erweitern. Und dann gibt es noch die Regeln in diesem Buch. Aber mit dem Obigen hätten Sie eine  Zusammenfassung der sogenannten Tugenden.
Man braucht seine Fantasie nicht besonders anzustrengen, um zu erkennen, dass das Leben sehr angenehm verlaufen würde, wenn unsere  Mitmenschen uns normalerweise so behandelten. Und es ist zweifelhaft, ob wir gegen Menschen, die uns so behandelten, viel Erbitterung hegen  würden.
In menschlichen Beziehungen ist ein interessantes Phänomen am Werk. Wenn einer den anderen anschreit, hat dieser den Drang  zurückzuschreien. Man wird ziemlich genauso behandelt, wie man andere behandelt: Tatsächlich gibt man ein Beispiel dafür, wie man behandelt  werden sollte. A ist gemein zu B, also ist B gemein zu A. A ist freundlich zu B, also ist B freundlich zu A. Gewiss haben Sie diesen Mechanismus  immer wieder beobachten können. Georg hasst alle Frauen, also neigen Frauen dazu, Georg zu hassen. Karl ist zu jedem grob, also neigen andere  dazu, zu Karl grob zu sein – und wagen sie nicht, das offen zu tun, so hegen sie vielleicht insgeheim den Wunsch, zu Karl wirklich sehr grob zu  sein, sollte sich je die Gelegenheit dazu bieten.
In der Fantasiewelt der Romane und Filme sieht man höfliche Schurken mit unglaublich tüchtigen Verbrecherbanden und einsame Helden, die  richtige Rüpel sind. Die Wirklichkeit des Lebens ist anders: Echte Schurken sind meist ziemlich rohe Gesellen, und ihre Handlanger sind noch  schlimmer. Napoleon und Hitler wurden von ihren eigenen Leuten nach Strich und Faden betrogen. Wahre Helden sprechen leiser als alle, die  Ihnen je begegnet sind, und sie sind sehr höflich zu ihren Freunden.
Wenn man das Glück hat, Männern und Frauen im Gespräch zu begegnen, die in ihrem Beruf an der Spitze stehen, so fällt einem oft auf, dass sie  zu den freundlichsten Menschen gehören, die man je kennengelernt hat. Das ist einer der Gründe dafür, dass sie an der Spitze stehen: Die meisten  von ihnen versuchen, andere gut zu behandeln. Und die Menschen ihrer Umgebung sprechen darauf an und neigen auch dazu, sie gut zu  behandeln und ihnen sogar ihre wenigen Schwächen zu verzeihen.
In Ordnung: Man kann sich also die menschlichen Tugenden selbst erarbeiten, indem man sich einfach darüber klar wird, wie man selbst behandelt  werden möchte. Und damit wären – dem werden Sie wohl zustimmen – alle Verwirrungen darüber beseitigt, was „gutes Verhalten“ wirklich ist. Es ist  weit davon entfernt, dass man passiv ist, die Hände in den Schoß legt und nichts sagt. „Gut sein“ kann eine sehr aktive und einflussreiche Kraft  sein.
In düsterer, verhaltener Feierlichkeit ist wenig Freude zu finden. Wenn in alter Zeit ein trübes und trauriges Leben manchmal als notwendige  Voraussetzung für Tugendhaftigkeit dargestellt wurde, nahm man an, dass alles Vergnügen aus Sündhaftigkeit entspringe: Nichts entspricht den  Tatsachen weniger als dies. Freude und Vergnügen entstammen nicht der Unmoral! Ganz im Gegenteil! Nur ehrliche Menschen erleben Freude  und Vergnügen: Die unmoralischen Menschen führen ein unglaublich tragisches Leben voller Leid und Schmerz. Die menschlichen Tugenden  haben wenig mit Düsterkeit zu tun. Sie sind die helle Seite des Lebens selbst.
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Was würde wohl geschehen, wenn man versuchte, seine Mitmenschen folgendermaßen zu behandeln, mit
Gerechtigkeit,
Treue,
Fairness,
Anständigkeit,
Ehrlichkeit,
Güte,
Rücksichtnahme,
Mitgefühl,
Selbstbeherrschung,
Toleranz,
Vergebung,
Wohlwollen,
Vertrauen,
Respekt,
Höflichkeit,
Würde,
Bewunderung,
Freundlichkeit,
Liebe,
und zwar in aufrichtiger Weise?
Vielleicht würde es eine Weile dauern, aber meinen Sie nicht auch, dass viele andere schließlich den Versuch machen würden, einen ebenso zu  behandeln?
Selbst wenn es gelegentliche Entgleisungen gäbe – die Schreckensnachricht, die einem schier den Verstand raubt; der Einbrecher, dem man eins  über den Schädel schlagen muss; der Idiot, der auf der Überholspur langsam fährt, wenn man zur Arbeit muss und schon spät dran ist –, so sollte  doch ziemlich klar sein, dass man sich auf eine neue Ebene menschlicher Beziehungen hinaufschwänge. Das eigene Überlebenspotenzial würde  beträchtlich steigen. Und gewiss hätte man ein glücklicheres Leben.
Man kann das Verhalten seiner Mitmenschen beeinflussen. Wenn man noch nicht so ist, kann es dadurch viel leichter werden, dass man einfach  jeden Tag eine Tugend auswählt und sich an diesem Tag darauf konzentriert. So erwirbt man sie nach und nach alle.
Ganz abgesehen vom persönlichen Gewinn kann man einen – ganz gleich wie geringen – Beitrag leisten, um ein neues Zeitalter für menschliche  Beziehungen einzuleiten.
Der Stein, der in einen Teich geworfen wird, kann Kreise ziehen, die bis zum entferntesten Ufer reichen.
Der Weg zum Bodhie wird viel strahlender, wenn man die Regel anwendet: „Versuchen Sie, andere so zu behandeln, wie Sie von ihnen behandelt  werden möchten. Tun Sie das Bitte!“
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1.    Tugenden: die idealen Eigenschaften guten menschlichen Benehmens.
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2.    Phänomen: eine beobachtbare Tatsache oder ein Geschehnis
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3.    Rüpel: jemand mit rohen, taktlosen Manieren, der ziemlich unkultiviert ist.
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21. SEIEN SIE AKTIV UND ERFOLGREICH.
Manchmal versuchen andere, einen niederzudrücken, die eigenen Hoffnungen und Träume, seine Zukunft und einen selbst zunichte zu machen.
Jemand, der böse Absichten gegen einen hegt, kann durch Spott und viele andere Mittel versuchen, den eigenen Niedergang herbeizuführen.
Das Bestreben, sich selbst zu verbessern, im Leben glücklicher zu werden, kann – aus welchen Gründen auch immer – zur Zielscheibe von  Angriffen werden.
Manchmal muss man solchen Angriffen direkt begegnen. Aber es gibt eine langfristige Abwehr, die selten versagt.
Was genau versuchen solche Menschen einem eigentlich anzutun? Sie versuchen, einen herabzusetzen und kleiner zu machen.
Sie müssen die Vorstellung haben, dass man ihnen in irgendeiner Weise gefährlich ist: dass man eine Bedrohung für sie sein könnte, wenn man es  in der Welt zu etwas brächte. Also versuchen sie auf allerlei Weise, die eigenen Talente und Fähigkeiten zu unterdrücken.
Die Überlegungen einiger Verrückter verlaufen sogar in folgenden Bahnen: „Wenn A erfolgreicher wird, könnte er eine Bedrohung für mich  darstellen; daher muss ich alles in meiner Macht Stehende tun, damit A weniger erfolgreich ist.“ Solchen Leuten scheint es niemals in den Sinn zu  kommen, dass sie sich A damit zum Feind machen könnten, obwohl er es vorher nicht war. Das ist für solche Verrückte ein fast sicherer Weg ins  Unglück. Manche tun es nur aus Voreingenommenheit oder weil sie „jemanden nicht mögen“.
Aber ganz gleich, wie es versucht wird – das wahre Ziel dieser Leute ist, ihr Opfer kleiner zu machen, sodass es im Leben scheitert.
Um mit einer solchen Situation und mit solchen Leuten wirklich fertig zu werden und sie schließlich zu besiegen, gibt es nur eines: aktiv und  erfolgreich sein.
Oh ja, es ist wahr, solche Leute können wild werden und noch härter angreifen, wenn sie sehen, dass man sein Schicksal zum Besseren wendet.  Befassen Sie sich mit ihnen, wenn Sie es müssen, aber hören Sie nicht auf, aktiv und erfolgreich zu sein; denn dass Sie aufgeben, wollen diese  Leute ja gerade.
Wenn Sie immer aktiver und erfolgreicher werden, geben diese Leute es schließlich auf und es kann so weit kommen, dass sie Sie ganz in Ruhe  lassen.
Wenn die eigenen Ziele im Leben lohnenswert sind, wenn man sie unter einer gewissen Beachtung der Regeln in diesem Buch verfolgt, wenn man  aktiv und erfolgreich ist, wird man gewiss am Ende als Sieger dastehen. Und hoffentlich, ohne jemandem auch nur ein Haar zu krümmen.
Das wünsche ich Ihnen: Seien Sie aktiv und erfolgreich!

NACHWORT
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Glück liegt im Tätigsein für lohnenswerte Ziele. Aber es gibt nur einen Menschen, der mit Sicherheit sagen kann, was einen glücklich macht: Sie  selbst.
Die angegebenen Regeln sind in Wirklichkeit die Straßenränder: Überschreiten Sie sie, so gleichen Sie dem Autofahrer, der auf den Graben zurast  – das Ergebnis kann die Zerstörung eines Augenblicks, einer Beziehung, eines Lebens sein.
Nur Sie können sagen, wohin die Straße führt, denn man steckt sich Ziele für die nächste Stunde, für eine Beziehung, für einen Lebensabschnitt.
Manchmal kann man sich wie ein wirbelndes Blatt fühlen, das der Wind eine schmutzige Straße entlangbläst; man kann sich wie ein Sandkorn  fühlen, das irgendwo feststeckt. Aber niemand hat behauptet, das Leben sei etwas Ruhiges und Geordnetes: Man ist weder ein zerrissenes Blatt  noch ein Sandkorn: Man kann sich seinen Weg mehr oder weniger aufzeichnen und ihm folgen.
Man meint vielleicht, die Dinge lägen nun so, dass es viel zu spät sei, irgendetwas zu unternehmen; dass der bisherige Weg so verworren sei, dass  keine Chance mehr bestehe, einen für die Zukunft aufzuzeichnen, der anders wäre: Aber es gibt immer eine Stelle auf dem Weg, an der man einen  neuen aufzeichnen kann. Und man sollte versuchen, ihm zu folgen. Es gibt keinen lebenden Menschen, der nicht einen neuen Anfang machen  könnte.
Es lässt sich mit völliger Gewissheit sagen, dass andere einen vielleicht verspotten werden und mit verschiedenen Mitteln versuchen mögen, einen  in den Graben zu befördern, dass sie auf verschiedene Weise versuchen werden, einen zu einem unmoralischen Leben zu verführen: Alle diese  Leute verfolgen dabei ihre eigenen Ziele, und wenn man auf sie hört, wird man in Unglück und Kummer enden.
Natürlich wird man gelegentlich Rückschläge erleiden bei dem Versuch, dieses Buch anzuwenden und andere zu seiner Anwendung zu bewegen.  Man sollte daraus einfach lernen und den Weg beharrlich weitergehen. Wer sagte, der Weg habe keine Unebenheiten?
Man kann ihn dennoch gehen. Mancher mag hinfallen: Aber das heißt nicht, dass er nicht wieder aufstehen und weitergehen kann.
Wenn man die Straßenränder im Auge behält, kann man kaum fehlgehen. Echte Faszination, Glücklichsein und Freude entstammen anderen  Quellen als zerbrochenen Leben.
Wenn Sie andere dazu bewegen können, diesem Weg zu folgen, werden Sie selbst genügend Freiheit haben, um entdecken zu können, was  wirkliches Glück ist.
Zitat
Der Weg zum Bodhie ist für jene, die wissen, wo die Ränder sind, eine Straße.
Sie sind der Bodhie.
Guten Weg!

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Moral
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1a. [Plural selten] Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft  regulieren, die von ihr als verbindlich akzeptiert werden
"die öffentliche Moral"
Zitat
1b. [Plural selten] sittliches Empfinden, Verhalten eines Einzelnen, einer Gruppe; Sittlichkeit
"eine brüchige Moral"
Moral bezeichnet zumeist die faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien bestimmter Individuen, Gruppen oder Kulturen  und somit die Gesamtheit der gegenwärtig geltenden Werte, Normen und Tugenden. Der Verstoß gegen Moralvorstellungen wird als Unmoral  bezeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Moral

Zitat
Ethik
Zitat
1a. philosophische Disziplin oder einzelne Lehre, die das sittliche Verhalten des Menschen zum Gegenstand hat; Sittenlehre, Moralphilosophie
"Probleme der Ethik"
Zitat
1b. die Ethik darstellendes Werk
"Ethiken des 19. Jahrhunderts"
Die Ethik ist jener Teilbereich der Philosophie, der sich mit den Voraussetzungen und der Bewertung menschlichen Handelns befasst und ist das  methodische Nachdenken über die Moral. Im Zentrum der Ethik steht das spezifisch moralische Handeln, insbesondere hinsichtlich seiner  Begründbarkeit und Reflexion.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ethik

Über Hunderte von Jahren wurde ein Sündenkatalog von  "Siddhartha Gautama" lehrte als "Buddha"
https://de.wikipedia.org/wiki/Siddhartha_Gautama
den Dharma und wurde als  solcher der Begründer des Buddhismus. Er wird im Allgemeinen als „der  historische Buddha“ bezeichnet.entwickelt, erprobt und verfeinert und schließlich von ursprünglich acht auf sieben fixiert:

Hochmut (saligia),
Auf Überheblichkeit beruhendes, stolzes, herablassendes Wesen
"sie sollte ihren Hochmut ablegen"
Unter Hochmut, auch Anmaßung, Überheblichkeit und Arroganz genannt, versteht man seit der frühen Neuzeit den Habitus von Personen, die ihren eigenen Wert, ihren Rang oder ihre Fähigkeiten unrealistisch hoch einschätzen
https://de.wikipedia.org/wiki/Hochmut

Habgier (avaritia),
Übertriebenes Streben, den eigenen Besitz zu vermehren
"seine Habgier kennt keine Grenzen"
Habgier, Raffgier, Habsucht oder Raffsucht ist das übersteigerte Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, und eng verwandt mit dem Geiz, der übertriebenen Sparsamkeit und dem Unwillen zu teilen. Habgier ist dem Egoismus, der Eifersucht und dem Neid verwandt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Habgier

Wollust (luxuria),
Sinnliche, sexuelle Begierde, Lust
Wollust ist eine sinnliche, sexuelle Begierde und Lust, die bei sexueller Aktivität, der Befriedigung oder bei sexuellen Phantasien erlebt wird. Wollust schließt das aktive Handeln zur Steigerung der sexuellen Befriedigung ein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wollust

Zorn - Wut (ira),
Der Zorn (lateinisch ira) ist ein elementarer Zustand starker emotionaler Erregung (Affekt) mit unterschiedlich aggressiver Tendenz, der zum Teil mit vegetativen Begleiterscheinungen verknüpft ist (vgl. Wut).
https://de.wikipedia.org/wiki/Zorn
https://de.wikipedia.org/wiki/Wut

Völlerei[ (gula),
Völlerei (auch Fresssucht, Schwelgerei, Gefräßigkeit, Maßlosigkeit und Unmäßigkeit) bedeutet „üppiges und unmäßiges Essen und Trinken“
https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6llerei

Neid (invidia)
Empfindung, Haltung, bei der jemand einem anderen einen Erfolg oder einen Besitz nicht gönnt oder Gleiches besitzen möchte
Neid bezeichnet den Wunsch der neidenden Person, selbst über mindestens als gleichwertig empfundene Güter wie die beneidete Person zu verfügen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Neid

Trägheit (acedia),
1. [ohne Plural] das Trägesein
"geistige Trägheit"
2. Physik
Eigenschaft der Masse, ihren Bewegungszustand beizubehalten, solange keine äußere Kraft einwirkt, die diesen Zustand ändert; Beharrungsvermögen.
In der Physik ist Trägheit, auch Beharrungsvermögen, das Bestreben von physikalischen Körpern, in ihrem Bewegungszustand zu verharren, solange keine äußeren Kräfte oder Drehmomente auf sie einwirken. Eine solche Bewegung wird Trägheitsbewegung genannt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%A4gheit

https://www.bodhie.eu/ulcPlanB/
Seiten: [1]

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